Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 291 (11.11.1919)
- Date
- 1919-11-11
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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# Seite 2 . Wien. Dienstag Politische^undschau. Er» Ententegeneral als Antisemit? Venera! Hennoque kennt die jüdische Nation nicht. Äus Prcßüurg wird uns berichtet: Eine Abordnung -es Vereines der Mischen Jugend in Uzhorod sUngvar) erschien am '11. Oktober bei dem kommandierenden General §er Rnska Krajna, General Hennvgue, um gegen dis von der christlichsozialen Partei und deren Presse betriebene anti semitische.Hehe zu protestieren. Der General ließ zunächst durch seinen Adjutanten sagen, er finde die Bitte unbegründet, da er kein jüdisches Volk, sondern nur Tschecho-Slowakeu kenne. Ein Mitglied der Abordnung legte darauf den Standpunkt der Juden in französischer Sprache dar und berief sich auf den FriedenZvertrag, worauf der General erwiderte, der FriedenZvertrag ent» halte viele Dummheiten und eine von ihnen sei auch die Anerkennung des jüdischen Volkes. Als der Sprecher auf die aw.i «mimische Hetze hinwies, fragte der General, warum denn alle Bolschewiken in Ungarn Juden seien. Der Redner bestritt: selbstverständlich diesen Standpunkt und Bat die Abhaltung literarischer Abende wieder zu gesta ^n.Daraus erwiderte [ Q encral »8 gäbe keine jüdische Literatur. Er drohte schließlich denjenigen mit Einsperren, die gegen seine Erlaubnis tätig sein sollten. Ferner teilte er mit, daß er sämtliche jüdische. Geschäfte, welche Samstag und die übrigen jüdischen Feiertage geschlossen halten sollten, mit Gewalt würde aufbrechen lassen, da es nicht angehe, daß Geschäfte 20 Tage lm Monat geschlossen bleiben. Als ihm erwidert wurde, dies würde einen Verstoß gegen die Prinzipien fer Freiheit bedeuten, antwortete er, er wolle auch leben! Tatsächlich dürfen die Juden in Ungvar bis heute keine öffentliche Vereinstätigkeit auSüben. Obwohl die Juden 35 Prozent der Bevölkerung betragen, sind sie kn den öffentlichen Körper'chasten durch kei'.en einzigen jüdischen Mandatar vertreten, Da sie sich auch nicht organisieren dürfen, sind sie antisemi,'i,chen Hetzen Wehrlos preisgegeben. __ Zionisten und Tschechen. In der Festnummer des „Beukob" zum 88. CI* toB« veröffentlicht der tschechische Professor Arne Kodak ein sehr ausführliches Feuilleton, über A. D. Kordons „Briefe aus Palästina", die durch den Verein jüdischer Hochschüler „Theodor Herzl" in Prag in m tschechischer Sprache ediert wurden. Novak weist dabei auf dir Parallele zwischen der Wiedergeburt des tschechischen und des jüdischen Volkes hin und empfiehlt den, Tschechen die Worte, die „der. Wind über. das Mittelländische Meer gebracht hat, gesättigt vom Duft der Zedern des Libanon" zur an gelegentlichen-Beherzigung. lieber den Zionismus schreiot l er:' v »Mt. D. Gordon kommt als grundsätzlicher Fürsprecher des Zionismus, welcher nun bereits den großen, entschiedenen Schritt von ei:er verführerisch, n und abstrakten Wissenschaft zu kräftiger und verantwortungsreicher Lebenspraxis getan und der als Kolonist in Palästina selbst Hand ans Werk gelegt hat. Ich fürchte, daß diese Charakterisierung ihn bei den tschechischen Lesern keine besonderen Freunde erwer'ei wird, denn der Zionismus gilt bei uns für ein bloßes Mäntelchen des deutschen Judentums, welches es/mit den koloni- ' satirischen Plänen in Palästina nicht besonders ernst meint und höchstens eine neue Dekoration für die internationale Gewinnsucht der jüdischen Geldleute sucht. Wieviel gute Leute schüttelten bei uns den Kopf, als sich Wilson der Juden mit der gleichen Aufrichtigkeit annahm wie der übrigen kleinen Völker, zum Beispiel der Tschechen mit den Slowaken, der Litauer, der Armenier. Gerade in Böhmen sträubt sich die Oeffontlächkeit am hartnäckigsten gegen die Erkenntnis, daß die Juden ein wirkliches Volk sein sollen und daß sie sich zu einem festen Nationalbewußtsein überhaupt erziehen könnten. Niemandem z^emt diese hartnäckige Verständnislosigkeit wenigr als uns T sichre chen. Vor 120, 190 Jahren waren wir annähernd in der gleichen Lage wie die zionistisch gesinnten Juden heute, bloß mit dem Unterschied, daß wir das natürliche Vaterland unter' den Füßen und nicht nur im Herzen hatten. Selbst^ unsere Ertoecker mußten sich über ihre nationalen Bestrebungen in fremder Sprache und zwar deutsch, , verständigen. Auch sie suchten die Verbindung mit einer Tradition, die nicht nur durch Jahrhunderte unterbrochen, sondern dem ganzen Denken der eigenen Stammesgenossen und Zeitgenossen entfremdet war. Auch sie suchten die Einheit zwischen den zerstreuten Gliedern des gelähmten Nationalkörpers und auch sie mußten vor allem von Grund aus bauen, mit bescheidenen Anfängen beginnen und sich hauptsächlich auf die feste Hoffnung der mutigen Kerzen verlassen." . Deutsche MinoritStSschnle« in Posen. Nach einem Berichte des „Dziennik Po-nanski" beabsichtigt die polnische Regierung der deutschenBevülkerung folgende Zugeständnisse zu machen: 1. Auf dem Gebiete des Schulwesens: Brsonjondere Volks- und Bürgerschulen mit deutscher Unterrichtssprache. Diese Schulen werden aus öffentlichen Mitteln, genau wie die polnischen, unterhalten werden. Ein Recht auf eine besonoere Schule od?r Klasse sollen die Deutschen haben, josern. oie Zahl der Kinder die Wiener Morg enzeitnug , Zahl 40 erreicht. Schon für 12 Kinder eines Bekenntnisses wird der Reli^ionsun erricht in der Muttersprache erteilt. Die deutsche Bevölkerung erhält auch in einem gewissen Verhältnis Gymnasien und Lyzeen mit der' deutschen Sprache als Unterrichtssprache,, ferner die nölige Anzahl Lehrerseminare zur Ausbildung deutscher Le'rer. 3. Auf dem Gebiete der e v an ge lisch enK irche: Vollständige Freiheit in bezug auf Religion. Die evangelischen Gemeinden arbeiten für sich eine entsprechende Kircheuordnung aus, die ihnen, eine eigene Kirchen- und Vermögensverwaltung sichert. Die bisher aus preußischen staatlichen F ° nds gezahlten Z u s ch ü s s e übernimmt der polnische Staat. Diese Maß cgeln wären nur ein« konsequenbrDurchführung des Minori^älenverlrages. Selbstverständlich muß die jüdische Mino.ität analoge Rcchle erhalten. Dr. Rudolf Lodgma« bat sich, wie uns aus Tevliv l> r'ckiet wird, der deutsehrodikalen Partei migeschloffen. Er beenündet innen Enttrdlnß aus der Unmöglrchken, -bei.dem System der Listenwahl als E>mc!»enon in die Nationalverwnrmkung gewählt »u weiden. wrSbalb er sich einer Panel msichbesien müsse. Das; er die demschiadikirle Parier acroälilt lictt, nnrsi bu Lokgmmis Virgaiioenbeu austallev. Er hm >m Parl-iment stets die deulschreidckiile Ari oganzpölitik bekämpft. Biclle cht hat seine rasienantisemitische Aulsasiung der Fudenfrage hir den Ausschlag gegeben. Wechsel lm polnischen Ernährnngsminifferium. Aus Waisch.m wild den »Polnischen St'mnien* telegraphiert: Der Konil'kt 'wischen der Rrgiernng und dern Land» lag m der F-g'e der Gctreideb>wlrtscha tung wurde durch einen Wechsel im G nährnnpsm nistennm gemildert. Der drShenge Ernährunasmrmster Herr S o b a n s k i bat seine Demission gegeben und an seine Stelle wurde Herr M'iustcr SliwinSll .mm Ernährungsniinis'.er ernannt. Ter neue Mm ster bat die Annahme des Portefeuilles an erne Reihe von Bedingungen geknüpft. deren Ertüllung sein« Stellung zu einer Art Ernährungsdiktatur erstattet« Erzherzog Karl Stephan auf d«n politischen Thron? Die „Trschener Korrespondenz" meldet: Pilsudski, das Oberhaupt des ppln'schen Staates, besuchte kürzlich Krakau, tooöCjt er «iw: lange.Unterredung mit Erzherzog Karl Stephchn hatte. Dies hat besonderes Aufsehen hervorgerufen,' denn es bestätigt, daß jene rocht haben, die von der Möglichkeit eines nahen Umsturzes in, Polen. sprechen. Die demokratische Melle, welche Mittel- und Osteuropa reinigte und die Privilegien der reichen Klassen vern ch'ete. ging an Polen fast vorüber. . Dieses große Reichs ist in der Hand der Adeligen, welche, obwohl sie nicht, in den Vordergrund treten, fast den ganzen Staatsapparat beherrschen, der. in ihrer Hand ein Werkzeug der Reaktion ist. Diese .Adeligen ll.exlen.sich mit der djemokratischen Staatsjorm nie versöhgeü )Uttdv such ' becküht, < sie " in eine Monarchie umzuwandelch ' Erzhorxog Ksrl ^rephan, ist die geci^ne ste. Person für den polnchch eri Thron wegen der verwandtschaftlichen Beziehungen mit dem nationalen Hochadel und als fanatischer Katholik, was ihm . auch len Klerus geneigt macht. Die Meligen arbeiten an ddr Erneuerung der Monarchie und ihre Arbeit ist so weit vorgeschritten, daß sie ihr Zeel nicht mehr zu verheimlichen brauchen. Inland. D'e Repstratronskommisfion. Die R«pavationskommission hat sich in ihrer gestrigen Vormittagjitznng mit den Möglichkeiten der Steigerung derProduktion und der $ erabmindrrung der ArLeitslofenzahl befaßt. Um darüber auch Vorschläge von seiten der Organisatjonen der Arbeiter zu empfangen, hatte die Neparationskommiision am gestrigen Vormittag den Staatssekretär für sozia'e Fürsorge, Hann sch, den Obmann der Eiseubahnerorgänisation, Abgeordneten Tom sch ik, den Vorsij'enden der Gewerkschaftslommisfion, Hueber, und den Abgeordneten Dome s eingeladen. Die Herren erstatteten ein eingehendes Referat über Lie Möglichkeiten der He.bung der Prodn'tion und wiesen insbesondere auf die in den letzten Tagen wieder überaus gering gewordene. Kohlenbelieferung hin, deren schleunigste Erhöhung sowohl im. Interesse der. Arbeiter wie der Unternehmer, die erste Voraussetzung zur Wiederaufnahme einer geregelten Produktion sei. Die britische Lebensmittel lommisfion hat seit Sonntag ihre Bureaus tn die Hofburg verlegt. Kreisarbeiterrat und bk Polizei. In der am (BamStaß abgchaltenen Sitzung des KreiSarberterrates erfuhr das Verhalten der SicherheitSwache nach der Kommunistenversammlung am Freitag eine scharfe, abfällige Kritik. Im Laufe der Debatte verlangte der Sozialdemokrat Beißer vom Staatssekretär Eldersch eine Untersuchung darüber, ob unter dem alten Regime tätig gewesene leitende Pock^eifuicktionäre. wie Präsident S ch o k e r und Baumgarten, noch im Amt« verbleiben sollen. ES wurde schließlich beschlossen, daß Staatssekretär Eldersch dem Krcikarbeiterrat in einer der nächsten Sitzungen berichten soll. _ Verfassimgsrorrfllkte »ar bm Derfaffungs- gerichtshof. Am 19. und 20. November finden außerorbenckiche Sffenttiche Sitzünllen deS VersassungSgerichtshose.8 (SLiller- Platz 4) statt, deren Tagesordnung dis amtliche „Wiener Aeitung" b-röf'entlicht: Am 19. November: Anfechtung deS KesetzeSbeschlusseS des oberösterreichischen Landtages vom 12. August, beziehungsweise 10. Oktober ISIS durch die Ctantsregierung wegen Verfassungswidrigkeit gemäß?lrtilel 15 des GesepeS vom 14. März 1919 über die Nolksv-ertrituug, Nr. 179. Der air-efochtenc Äafetzrsreschluß benüfft die Einführung des Transport- 11. November ivi.9 l-cr. schein » wangeS für Lebensmittel und ander« Bedarfsgegenstände, die nach Orten «mßerhalb Obe»-, österreichs versendet werden: die Einführung von G e b ü h r en anläßlich der Ausführung sowie die Festsetzung von Höchst- und Nlchtprcisen. Am 20. November: Anfechtung deS Gesetzesbeschlusses des Landtagevon Steiermark vom 4. Jnlt 1919 über die formelle Behandlung von Landtqgsbe'chlüssme durch die Staatsregierung wegen DerfassungS- Widrigkeit gemäß Artikel 1Ü deS Gesetzes vom 14. März 1919 über die Volksvertretung, St.-G.-Bl. Nr. 179. Telegramme. Iudenitsch über den Nllckzug. Berlin, 10. November. (Korr.-Bur.) Das „Berliner Taslkdlan^ meldet ans Stockholm ' In einem Jnterwicv mit dem Korrespondenken des „Lvenska Dagblad" erklärte Judemckch, daß gegenwärlrg ' die Aussichten der Overalionrn nicht b e- ,f o b e rJS a ii n ft t g gerycscn seien. Der Nückulg bade aus siraieg'schen Gründen erfolgen müssen. Judenitjch meinte ferner, daß trotz des nabenden Wrwrrs die Kriegsoverationen nickt völlig emgesiellt wccdcn dür'ten. Man ivricht^vgar von einer bcvorsichcudrn neuen Offensive Juvtnitsch' in der nächsten Woche. Die Erhebung geg«n Dem Kirr. Knmenetz-PodolsK, S. November. (Radio) Der Ufiainiicfie Pc eßedrenff meldet: In dem Kampfe tzegen Drnikm baden die AMänd schen nack PoUawa auch die Studie L ub n y, R v m n y und H r e b i n k o beseht. Die, Ersenbahnzüge . Denikrns können nur noch unter starker milttärisch« Bedeckung verkehren. Wan« wird die türkische Frage gelöst? Zürich, 19. Nov-mber. (Tel -Komv > Der Vertreter der ichwnzerrscken Teleg'Mvbenrnsormatlon in ParrS erfährt aus Konürenürersen: Cbmenceaa ist bemüht, dein englckchamerckaniichrn Entschluß, dre Jrirdenskonterenz nacb Abschluß des F r r e d e n s mit Ungarn a u f r u l 5 f e n. entgkgen'utrrien. D n Krnnd binsür bildet der Umstand, daß die englisch-amerikanckche Dwlomalre hofft, durch dre Äulörung der »Z-riedeuskvn'ereliz den gegenwärtigenStaius der Türkei au reckt r» erhaben. Die Engländer w»e Amerikener wünschen die Lösung der türklschen Frage.aut unbestimmte L e r t zu vertagen, während Clemenceaauf Erfüllung der französischen Wün che im Orient drangt. Die Heimbeförderung der deutsche» Kriegsgefauzenen. Eine Not« der deutschen Regierung. Berlin, 10. Novrnrbrr. lPnvat.1 Die deutsche Regierung hat in Paris eine neu« Note überreichen lasten, m welcher aus das uairrnre Los der K r i e g s a e i a n g e n e n hmpewrrse» und um ck,e eheste Rückbeförderung angeluchtwird.?lm Schluß' der Note wird daraus hmgrwirsen. daß die deutsche Regierung ffcb noch über die schweren Fr,edcnst'edlngrmtzcn hinaus zu writgebevdrm Entgeaenkommm bneügesmrden hat, nachdem von autorisierter französischer Seite ehren Vertretern avsdrückl'ch versichert werden war, daß d^es aus d'e Frage der H imdeförderung der Gefangenen einen gitnstlgen Einfluß haben werde. Die Gemeindewahlen in Odsrschlefien. Berlin, 10. November. Von den Gemeindewahsen in Oberschlesien liegen bisher nur Te lr sullate, vor. Uebereinrmst minend melden die Blatter, daß die Städte druck ch. das-, stäche Land polnckck gewählt haben.' Die Ansichten uoer^das Gesamtergebnis sind drvelgrereiid. Wahrend die ^Bomtche ijeuung" srlnerbt, daß trotz geringer Wahtbrtestrgrmg der Deutschen»: ent lieberw»egen der deutschen Strmmrn vorzuliegen iAklire,memk der „Borwürls". daß die Polen gewonnen haben. Dre Wahlen sind >n Ruhe und Ordnung verlaufen. . Die Sonntagsruhe in Polen. Warschau. 9. November. <PnvM DaS Gesetz Wer die zwantzSweie Sonntagsruhe in Polen rst trotz dem iuduchen Widerstand besckloffcn worden. Bereits fett Wochen wird von jüdischer Seite in der Press:, in Versammlungen, durch Memoranden und Deputationen lebhast dahin gearbeitet, ^daß jenen Inden, die Samstag ,hr G-schätt oder rhren Betrreb ge^^ schlostcn' halten, e ne iün siünd-ge Arbeit am. Somttaa gestattet sei. Durch die zwangsweise Sonntagsruhe m dre lüdrsche Bevölkerung. d:e nun zwei Tage der Woche ruhen mutz, wntschaftiich schr empsindltch grschädrgt. Der Kampf gegen Kramarsch. Prag, 10. November. (Privat.) Im tschechischen Lager ist ein he»t'ger Streit gegen Kramarsch und die «Narodm Lmy entbrannt, welche die Verwendung der tschechischen Truppen ru Sibirien gegen die Bolschewiken betürwoitet. „Veeer hchauptet, es handle sich, wie M'litäri-che Klnse veisichern, weniger um em Emgrerien der tschecho slowakischen Truvprn an der Sette Temk'Ns, als um einen von den Bolschewiken gestatteten Durchmarsch durch Svwietrußländ. „Praoo Ltdu" sagt, in dieser Angelegenheit stehen sich Kramarsch und seme Anhanoer auf der ernrn. Masarvk. die Nationalversammlung und dw Regreruug auf der gnbeikn Seite schroff gegenüber. Prag» 10. November. Bezüglich der Privatmeldnng Über eine angebliche En scliliehung der rschrchv'slowakischen sibmschen Armee, aut dem Landwege zuiückzukchren, stellt das Nklnrstcrmm für nat vnale Verteidigung fest, daß sein einziges Interesse an dieser Sache s«, daß de tschccho-slowakische sib»nche Armee rascheffenS und ohne jegliche Beteiligung an Waffenkonflikten m der Heimat rwtreffe und daß es alles, was rn seiner Macht liegt, getan habe, um dre rascheste Rückkehr der stbrrischen Armee zu bewerkstellige«. . -■ ... Heute hat stch eine KomMssion des Mmisteriaras für nationale Verteidigung zur sidinscht» Armee degebeu. Der Streik in der böhmischen Metallindustrie. Prag, 10, November. (Tes.-Komp.) Der Streik der Beämten aller Kategorien der Metallindustrie nimmt immer größer« Ausdehnung an. In Prag selbst streiken alle Beamten der Metallsabriken, mit Ausnahme der Poldihütte, die gewerkschaftlich nicht organisiert find. Jtr der Provinz streikt die, Beamtenschaft in Kcalup, ‘ Pilsen, Jungbnnzlau und Libschitz. In KladM soll der Streik heule beginnen. Die Regierung hat bereits Schritte unternommen, um dcn das WirtschaftSleber, o g gefährdenden Streik beizulegen. Eisenwerke Libschitz A-G. Prag,. 10. November. Dir Gmeralversammluyg der Elsen» werke m Lrbickitz A.»G. beschloß, ewe bprozenlige Dividende und ene 2iwrvzeut!ge Suvcrd'v>dci'.de auszaschütien. Außerdem wurde beichiosse«, das Aftrenkaprlal ans 2 R/illlvnen Kronen zu erhöheu- ' * -r «Sa— trTiifli M lf