Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 291 (11.11.1919)
- Date
- 1919-11-11
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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9K. 291 Wien. Drettstag Naj'srhk unterzeichnst den FriedenSyertrag« Prag» 10. November. Präsident Masary? hat heute die Friedensvrrträge unterzeichnet, womit die Ratifikation endgültig »yrchgesi'Hrt ist. Verband der deuLschen IndustrieKen in -er Tschecho-SLowaLei. Prag» io. November. Der Hauptverband der deutschen Anduirrtellen hielt gestern seine konstttu'.rrende Versammlung ab, jri der die Statut, n einstimmig genehmigt wurden. Ans Antrag Äscher Meicketrders^ wurde eine Resolution angenommen, wonach >iim Hauptve-.bano vereinigten Industriezweige überall dort eine krrtreiung erdaüru sollen, wo die Regierung der Industrie zu l?oisistcnzeir zirzreht. Tnsar Röer dis Angriffe der Presse. Prag, iv. November. In seiner Rede vor der Nationcrl- »rrfammlung sagte, Mimsterpmfiderrt Tusar «nter anderem: Ich rmft Wert daraus . legen, daß unsere Oeffentlichkrit mid insbe" sondere unsereIour na l i st i k die Organe und Organiiatisne» der öffentlichen Verwaltung rrspektrerr.. Das gehtnickt, weine Herren, daß nmn ut den Zeitungen von der S t a a t 8- I it «eideanstalt schreibe, daß das die g t 8 fit r Ltiebsgesellschaft in der Republik ist- Jeher kann die Ansicht baden, die er will. Aber solche Anstt'ücke untergraben daZ Vertrauen zu den Organisationen, ohne v'elche wir nicht existieren können. Nur ungern spreche ich von zewisscn Beifügungen seitens der Regierung. Ich halte dafür. m>) in bet Republik jeder wissen soll, was er zu tun hat ttub daß .r hmter sich, nicht, wie es im alten Oesterreich der Jall war, einen Gendarm oder Zensor »raucht. Wenn aber so werter sortgesahren werden sollte, MGten wir Mittel erwägen, solche Auswüchse einzudarnmen". GemewderaLswahlen in Grvtz-Lundenbneg. Lu»ve«bura, 10. November. In Groß-Lnndmburg Eden Sonntag die Wahlen in den Gemcinderat statt, die der MonaWditcheu Partei emc« vollen Erfolg brachten. Von 5603 »ültigen St'mrnm entfielen aus die Liste der ncttwnaliüdffchen siartei 2 Mmidate mit 308 Stimmen. Gewählt sind der Obmann ir's Jüdischen Nationalrates Herr Julius Deutsch und Herr WobMerßkops. . KLewe Nachrichten. Berlin» 10. November. Die Feier des gestrigen R e- ) 'o l u t i » » s t a g e s ist nach den aus allen Teilen des Reiches voriirgenden Nachrichten ruhig verlaufen. Li«z, 10. November. Der Landespavteitag der Sofia!- >drnokratie O b e r o st e r r e i ch s, welcher ani 1X und K>. " M. in Linz hatte stattfinden sollen, rst wegen- Ve-kthrLtigkeilen auf den 7. und 8. Dezember verschoben worden. Wiener Morgenzeituns H^chschulKnrss Hochschul« 11. November lstlV Lette 2 „Meine erste Liebe." . Wir beginnen heute auf Seite 6 tmt .fter. BsrIffeuMchung einer reLzvoLlen Erzfitzlung aus dem palastmenstscheu Arbeiterledru des hebrLischeu Dichters Msscheh S m l 1 ci tt S k t, »Meine erste Liebe^ beLitelt. Die wurde für Blatt zrrm ersteuma! ins unser Deutsche üb ertragen. Wieuer indische Kinder in Trieft. . ., Frau Leonore Smolensk i, die Witwe des HchMcktn Dichters Pete; SmolenSki, schreibt uns: .Als freiwillige Be-> stechchwefiee habe ich mich dem jüdischen KiUd'^Fei'.rnlülvNir.mg, am 7^ September nach Tuest abgiua, " ans der Hm-und Rttckreise zur Vrrfügmrg gestellt. x Diese Zeilen sollen kein förmlicher -Bericht' sein: das ist Sgche des -Konntee?, dem ich nicht angehöre, das die "ganze icktton ausgestalret Wa? mich zum N^dersktteckken dieser Zelle'; drängt, ist nt erster ßteibe ein tMnu emvfundener Dank, den,- ick als Augenstnge innnen Tneftiner Sckwcstem und Brüdern ziunÄust'.ull blingeu. möchie, für die Liebe. dre sie unsere« jüdischen Kmdertt,eittgeiMgebracht hüben. . . - Wirklich ruh'.ende Fürsorge hoben Frau S t d ch und ihre Angehörigen umcreu.Kindern cmgedrihen lasten upd' m.m.mnsr gesehen haben, uut welcher Auiopeigng.Fraü K l a r. a!ZBe'gleirichwestrr der uon^Fcäü Stork aufgenommenen Kuider chchschmece Aufgabe ec füllt da:. ' ^'' ' Die -Mschen Triestine? Mädchen, die ick bei nuserm.Hnv?rn> -a treffen pflegte. s" 2 zum größten Teil zionistisch gefinür-t.erhebend, wie sie ihre D'"nste .ur Etle'ch erung der'.Aufsicht derchei; den Privattamiln'ii ve-.?en Kinder in liebeoostfirr und imeiyrN- . Mstgster Welse mr"Vc>r''ü,nmg stellten. Ick muß dö beivuders^ d's Fräuleins Stern Crwätmnkg tim, ''dirickutäglich'chiei ld«n-. Kindern, die brr F.-«u ülock' uM-rgel-acki waren, uls sin>-denl^ngt, unermüdliche Gcfi'irüu der Kleinen kennen und-schei n u gelernt habe. \ . Der Oberin b;r Anstalt im H o tp i % i o M a r i'n o, die über ihre Pflicht tu'hervormgenver.Wette chrrNick wauneS Intrrrße unseren jüdischen Kindern, entgegn!gebracht hat.' will ich. auch rauten, darf auch an unsere jüdische, dort amtcereude Schwester Fräulnu G r Ü n st e i u nicht vergessen. Auch Herr G;ilsevpo F a n o und Frau F a n y sdniie Iran Ab c a m s o h u i>ab«t ein schönes LrebcSweran Mit -hucn unvertranten Kindern vollbracht. Vielleicht mehr als bee anderen sich bei uns Inden, »rohdem wir m verichiedenen Mde'.u unb unter venchiedcuen Berhältniffen leben, eine echelnude Solidari^l', weiru eS sich »m das Wohl unb Wrhe uruerer kleinen hürrdeü. . Deder Ädreise wünschten unsere Freunde ein Wiiberscheu m Frühjahr, um vereint mit ihnen unser Kmderhilfswrrk neuerdings aufzunchmeu. Möge <S uns gegönnt sein, der Auregnng unserer Tnestiner Schwestern und Brüder Folge zu leiste«, den« sie. haben Großes und Schönes vor. Noch ein Wort über unsere Kinder. Die Tatsacke, daß. sie, vor Wien airkommend, trotz der nicht geringen Reisebeichwerden vor Freude «».über das andere Mal jauchzend ausacrusen haben: ..Daheim, daheim, nun sind wir wieder m Wien k" hat mich traurig gestimmt. Sie kamen wohl nach Wien,.waren aber nicht daheim, denn die Aeußerungen und Fragen, die ich Mke' wegS vvn den Durchreisenden über «nserm Arnoerzug zu hören bekam, waren alles andere als die Mkiner Meinung nach doch natürliche und nrenkchlrche Teilnahme an dem LoS der unickuldizeri, er-c m der Fremde Erholung suchenden armen Kleinen. Wrr ho"««, ihnen doch durch iitdischnakionale Erziehung und nnermikdlicke Ard-üi ihr He.m tu Pnüistiun »n schaffen.^ Die Hochschulktt'.se des In suchen Hochschulaus! chufirS stellen den Beginn seiner planmäßigen kulturellen Tätiglert dar. die der Vermittlung jüdischen Wissens vor allem an dre jüdischen Akademiker gewidmet ist und sind als eine : st ä n d » g e I n st i t u t i o rr gedacht. .. . .. I Die Hochschulkurse find in erster Linie für Akaderniker j (Absolvekiten einer Mittelschule'» bestimmt. Dock steht auch Nickt-; akadenillsen als außerordentlichen Hörern der Zutritt unter aleichen Bedingungen offen. Es werden leien: Dr. Wilhelm Steirr: Jüdische Geschickte bis znr Zerstörung deS zweiten Tempels, Verbandshenn, kX,. Merstrasrr 28, Montag von 6 bis 8 Uhr. I- Vorlesung am 17. November. — Doktor A. Z. Schwarz: Die jüvtschmrabilche Epoche. Le'e- und N'dehalle jüdischer Hochschüler. IX., Türkenstraße?. Jeden zweiten Mittwoch von 6 bis, 7 Uhr. l. Vorlesung am tp. November. Dr. B. Wachstem: Geschichte der Iuven Wiens. (Leie- und Redehalle.) Jeden zweiten Mllnvoch von 6 bis 7 Uhr. l. 'Vorleiimg<uu 26. November. -Als Anleitung zum selbständigen Quellenstndinm). — Adolf Böhm: Geschichte LcS Zion'siuus. Verbaursh-um, IX., Alierstraße 28. Donnerstag von 5 bis 6 Uhr. l. Bs'.lesung am 20 Ltovember. Helmich Müroulies: Die Welttolitik im olien Orient. Berbandsheim, IX . Alserstraße 28.Miuwoch von 7 b;§6 lfiir. l. Vorlesung am 19. November. — Rabbiner Dr. D. Fenchtivang:, Einfühlung in dreBibll und DckelkiiNde. Verbaudshe.m.D rnstag von 6 bis 7 Uhr. I. Vorlesimg am l8. November. — Dr. V. Avtowitzer: Emftchurng m die mündliche Lehre des Talmud. Ort und Zeit werden noch rechtzrll'g bekanntgegeben Werdern W. Diesendruck: Das ^goldene Zeltalter" der hebräischen Literarnr. Bcrbandsbeim, Dienstag von 7 b's 8 Uhr und Tonne»stag von 6 bis 7 Uhr. l. Vorlesung am 18. November.,— Dr. S. Scknutz: Jiddische L'teraiurgeseh'.chte. Verban^sheim, D;ens>ag.von 5 bis 6-Uhr. l. Vorlllung am 18. November. -— ' Dr. I. Braver: Landeskunde Palästinas.' Verbändsbe-.m, Montag und . Mittwoch von 6 bis 6 Uhr. jl. Vorlrning am. 17. Novernber. ' iMir pruodiscknr Liehtblldrr-- vorträgen.1 — Dri L. Goldbanrilter rmd Dr. E. Stein: Wutschafts- und Kolonisatlonsvro'llcme Palästinas. Verbandsheim, Mi'tmoch von 6 bis 7 Uhr. I Vorlnung ont 19. November. — Dr- S. Rubin: Das talmudifche Recht in vergl. Darstellung mit d'M iZirrrschen Recht?. Veebandsheim, Donnersrag non 7 b s 8 Uhr. I. BorlesiMfl an» 20. November. — Doktor N. Goldstem: Das jüdische Recht aus G.und der Quellen. ^In hebräisther Vortragssprache. Ott und Zeu werden noch reehrzettig bekannlgigebrn werden.i — Dr. S. Rubi«: Talmudsters für Anfänger. (Ort und Zeit werden noch recktwirig bekanntgegeben werden. — Prim. Dr. S Koutteld: Deg'N'raüon und Rcgeneration. Verbandsbeim, Mittwoch von 7 bis 8 Uhr. 1. Vorlesung am 17. Dezember. Im Rahmen der Hochschulkurse werden ferner eröffnet: Hebt it: scheSp rr a chkurse: und zwar: Kirr'e iür Anfänger, Vorgeschrittene und Konversationsstunden, zu denen die Anmeldungen zn gleicher Zeit rote die - Jnskupttanen rntgegerrgenomuren tverden. Infkriptionsgebühren: öl 10.— pro Stunde und Semester. In berückiichilgungswürdigen FaUrrr können die Gcbührm ermäßigt oder erlassen werden. Inikriptionszeit: Vom 1. bis iS. November tut Lokale be§ HochscknlauZschnffes, IX., Alserstraße 2S, von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags, woselbst auch Auskünfte, erteilt werden. , Dre Koh!srmot. Die Situation ist konstant trostlos. Wohin wir blicken, mrgepds-ein freundlicher Ausblick? Wohl haben sich aus Oberschleüen die EcnläiUe etwas gebessert, dagegen sind die aus der Tscheche-Ssowakei gleich ungenügend. , Die Krise nt den EleÜrilzitätswerken konnte für den Tag behoben werden, da dir versprochene polnische Kohle eingelangt ist. WaS aber Heute, moca.cn und die nächsten Tage biingen werden, ist ungewiß. Die Werke stehen weiter vor der Katastrophe. Eine angebliche Naphihozuweilüna von Seiten Polens für Bebri-ungszwecke ist, wie die ,Koriespondeuz Herzog" meldet, lnslirr nicht erfolgt.' Eure Naphthäheizung bat aber keine besondere 23eben!tun, well die Adaptierung der Keffel usw. derzeit mit viel?u hoben Kosten und zu langen! ^riiau'maud' verbunden wäre. Der Kohleunot durch eine. ausgrch'.ge Naphihastefecung beizukommeu, erjch.'mt sonnt vergeblich. D^e Vrief^ wertzsn teurer. Wie wir erfahren, steht eine Verteuernritz des Portos für Briefe m>d Telegrantme bevor. DaZ Pvr:v siir Briese soll von ,20 auf 40 Heller erhöht werde». Die gsHlanke» DeKarnsteTt-FalschlMflsn. Wiederholt in der letzten Zeit war.von der Aufhebung Don, Falschrrgescllschastcn! die riete? In grotzgügigster Weise Ist, 'wie berichtet, eine e!?.?vfige Tondo, an deren Spitze der angebliche Bankier.David Pauker und der beschäftigungslaso SKqe G r o y ftenben, au die Verwirklichung der Idee, fatsche Vani'lro?-.! zu! 0 Dollar' im großen yerznstellen und a:'ch d'e tjch cho-slewa'i'chen Banlnotenstemvel nach'ua-'men, geschritten. Am 27. Oktober hat das SicherheitSburean die Bände verhaftet; am 5. d. M.' inurbc sie nach Abschluß der polizeilichen Erhebungen dem StcafländeZgerichie einge» liefert. Die Erhebungen führten nun in den letzten Tagen zur Aufdeckung der geheimen Fylscherwerkstätte. David .Pauker hatte nämlich zum Zwecke der Banknotentüffchung die LouterrarniLkalitäre i der lithographischen, Anstalt •räuflet & Lehmann. Larrdstrafie,. Marxeraasse 39, :(et. Vom Juni d. I. bis vor ungefähr fünf Wochen ü.nrc er in diesen Räumen die Werkstätte unterhalten. Es :.nn ihm gelungen, die beiden Söhne der Inhaberin der Druckerei/ den stojährigen Handelsagenten Albert Heinrich Hausier und den 20jährigen Liiographengehilfen Walter Häufle c, beide Marxergaffe 39 wohnhaft, zur Mitwirkung bei den i;u a'.o.art Stile beabsichtigten Fciinyungen zu gewinnen. Die Klickec? für die Stempel lieferte der Chemigravh Körbel. Mit Mestictgstempeln wurde die Abstempelung versucht. Das geschah mit der gebotenen .Vorsicht.' Die Türen . des Lokales waren versperrt, .die Gassenfenster,-mit Papier ' belegt und in aller Heimlichkeit besorgten nun/Walter-Häusler als Fachmann und sein'Bruder Albert Heinrich Häufler init? dem jungen Guido Skala die Abstempelung der Tausendkronennoten. Pauker lieferte die echten»ünabgesteinpelten Tausenükronennoten, I und zwar durch mehrere Wochen durch-, schmttlick 20 bis 100 Stück. Auf diese Weise sollen tmges«hr-i 600 Stück Banknoten zu je 1000 Kronen mit-falschen tschecho- . slowakischen Stempeln versehen worden sein. ' Pauker hat dann diese Noten in Umlauf gebracht. Der Gewinn ging.bei dem Hvchstand der'tschechischen Valuta in die Hunderttausende. / Für ihre Mitwirkung erhielten die Brüder Häusler von Pauker für jede von ihnen äbgestempelte Tausendkronenuote - je 10 Kronen. Später gber setzte Pauker diese-Entlohnung auf nr:e 6 k.uisu pro Stück herab.uD-eje Herabsetzung i>e^ Verdienstes datierte seit der Zeit, als Guido Skala bti bett, FalschüngSarbeiten mitzuwirken begaiui und von Päüker au^hmit 5 Kronen für jedes' Falsch'stück entlohnt wurde. . Die Brüder Häusler bekamen aber nach und nach Angst vor ihrem , gefährlichen Erwerbe und vor etwa fünf Wochen stellten'sie ihre Mitarbeit' ein. Sie zerlegten ihre Tiegeldruckpreffe, die ein Gewicht von 800 Kilogramm hatte? rüieteten einest zwei« . spännigen Streifwagen und ließen die Presse auf Kosten des Pauker zu einem befreundeten Architekten schaffen und dortaufbewahren. Dort wurde nundie Presse polizeilich sichergestellt. Auch die zu den Fälschungsversuchen benützte, Alltographenprefsc, roelche sich noch wohl verpackt ist einem ' Magazin befand, wurde sichergestellt. Die Brüder Hauflqr - wurden verhaftet. ___ - ' ■ Wenir matt nach C;errt-srvktz reisen wiÄ. _ - '-Wir 'haben vor einiger-Zeit von den Schicksalen etJit‘3 'Helrußehrerzugeknach her/' Bukowina berichtet, dessen' Passagieren nach kängsr.tnühfeliger' N-ekse das Betretet! ihrer Heimat irrrw-ehrt' würbe, so daß sie wieder die Rückreise an- - treten-milßisn. Dill ruucäilische Beiiörde in Wien hat uns' hierauf eine den Borsall aufklärend-e Zuschrist übermittelt bietet., geht aus Hein Briefe einer Dame hervor, .welche Uns ihre;ÄeisLerfahrungen schildert. Nachdem es nach vieler Mühe , und erheblichen Auslagen gelungen ist, eineu Paß von. der rstmänischen Gesandtschaft in Wien zu erhalten uud uacHbsm man alle Qualen der Reise überwundeu zu haben glaubt, muß meut, was neue Spesen erfordert, mittelst Wagen an die Grenre des r u m äu.x f di cn O t'kuPatrons» gebietes fahlen, wo man einer Leibesvisitation imtin> Worten und nachher bis zur Bahn eskortiert wird. stundenlangem Warten unter polizeilicher Llufsicht wurden die Reisenden, geborire Czernowitzer, die mir allen Dokumente^. versehen waren, nach Czernowitz eskortiert. Nach rnehrereu Stunden erschien ein Polizeibeatuter, der den Reisenden erklärte,' sie rr: ü f; tcti zurück nach Wie n, in Czernowitz brauche man sie nicht. Hieraus wurden die Reisenden irr den Polizeiarrest gebracht und die Briefschreiberin hatte bas Glück, ihre Zelle, wie sie schreibt, mit einer -Mörbllrin und'einer GsldsLlscherin zn teilen. Nrch mehreren -Stimben ' würde sie einem strengen Verhör unterzogen. Plötzlich erschien ein Offizier, zerriß daS Protokoll, sprach von Äolsü^ewileu, ließ, die Reisenden zum Zug' bringen, so daß sie schließlich ohne Patz', ohne Geld und hungrig wieder über die ntmänische Grenze auf polnischen Boden überstellt wurdest, wo die Schreiberin und ihre Begleiter Passierscheine bis' 5cko-l o.m ea erhielten. Nun ' sitzen , sie-Hort und warten «mp., 'die Möglichkeit einer Rückkehr , nach Wien. Wir meineir, daß - das rumänische liquidierende Mnd doch "mit der Ausstellung von Passen etwas vorsichtiger fern und sich -vorher .vevgewissern^^ ffo'llte, "ob ckuur . Reiseüden. Ine Heimkehr auch wirklich möglich sein -wird. * ErössstMtÄ der rlrktrvtechmÄM Kstrft 'des PalästswaautLcs. Dienstag den 28. Oktober fand im Festsaale der Stasttsrealschule,, 2. Bez., Vcreinsgasse 23, die fei-'rliche Eröffnung der von der - te. ch n i s ch e ui Studiengruppe des Palästinaamtes initiierten -elektvotechnischen Kurses statt. Im Namen dsr technischen Studiengruppe richtete Herr Bau" rat Dr. Ing. Siegmund Des ries an die Teilnehmer einck kltrze Ansprache, in welcher er darauf hinwies.- daß der, allgemeine wirtschaftliche Zusammenbruch die Erschließung turnt Wirtschaftsmöglichleiten nötig mache. In Palästina, dessen Neuausbau durch die Juden große Perspektiven erSfsne und speziell durch die Arbeit der Techniker erfolgsn werde, sei für die industrielle Entwicklung die Elektrizität durch die Ausnützung der Wasserkräfte die wichtigste Kraftquelle. Hierauf leitete Regierungsrat Ing. Josef L ö w y den Kurs ckit ei wem Vortrage „Ueber das Wesen der Elektrizität und ihre geschichtliche Entwicklung" ein. * Mißbräuche im Warenverkehr mit dem AuSlimv> Seit eitriger Zeit tvurde die Wahrnehmung gemacht, daß die für den Warenverkehr mit dem Auslaick» böstehenden Vorschriften vielfach umgangen rverden. Dieser Verkehr ist dermalen in der Einftchr zum"Schutze unserer Valuta und zur Hintanhaltung unnötiger Jrnporte, in de: . Ausfuhr zur Erhaltung der für unsere ergeirk Mrtschaft.notwendigen Rohstoffe und Bedarfsgegenstände an die Beibringung besonderer Bewilligung«! gebunden, welche seitens d'or ZencralsWle für Ein-, Aus-' und Durchfuhrbewilligungen und, soweit es sich tcm einen kompensatwusw-eisen Waoeuaustausch mit dem Auslage handelt, vom Warentzerkehcsbureau inWieli auZgefertigt werden und.'unübertragbar sind. Die Miß. brauche, die mit diesen Bewilligungen. getrieben werden, sind mannigfaltiger Art. Das Staatsamt fite II WWW Eingelangt gross© Posten engl. Homflcareyliiro, weissboden la Qualität. Oxfordo, doppeltbreite primaK8perbarc)sPnto,Tlaneltp, Leinen, einfadibreit© Iloscnzen^e. Ttlr Kauf!oute ans Ungarn, Galixien und Tscheclio- . , Siowalcci: Elngelangf, bereits am Zollamt verfärbar: 4^>.t;gons Transitware v. ztr. Oxforde, Zephire, Barchente, Hadapolane, Clothe, Flanelle, Mollino etc. etc.