Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 285 (5.11.1919)
- Date
- 1919-11-05
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 285 —— ■ ■' — Men. Mittwoch I Generalstreik in der Berliner Metalls indnstrie. Wiener Morgenzeituna Tagesbericht. 5. November 19 1V Seite 3 Ylrrs dem Ärmkelft^n Lande ErrroyKs. Wie die .Miener Stimmen" melden, wurde »kr Berlin, 4. Nvvexber. (Privat.) Die Verhandlung rnU Ku Metallindustricllm sind grsckerrert. Heute mittags begrünt der Hencialstreck in der Metallindustrie. -? 7.- ' j Berlin, 4. November. Der vom Schiedsgericht im, NerchSarbeitsmin'sterimn tfic die E-ngiUvv'elllng ber,<-AibeiE. der Berliner Metall nbuftrtf nt die Volintlafkn gefällte.'Schieds'pxticki tf| beule ten bcidm Pattern m Gegenwart der Invaiftuschetl rönr Vorsitzenden des Schsidsaerichles bekanntgegeHrfl wordeft., Berlin, 4. November. Etwa 1000 Arbeiter in den Hauptw>rkstälten der Großen Berliner Straßenbalnr haben 6mtc ihre Tätigkeit eingestellt. Nach Mlltnlnng der Dircktioa handelt es sich lediglich um einen Shmvathresirelk im Anschluß' rin. d'e Metallarberterbewegung. Eine Störung dtsSlraßenbahnverkchrrS ist vorläufig nicht zu befürchten.; v Politische Verhaftungen in Berlin. ' , Berlin» 4. November (Tel-Komp.) Aus Anordnung des i^eichswehrmMisters NoSke, haben m Sachm bet to -e.fi* t p f f t f rfj c n FrerwrUrgenarmee und der rv e sir.üssrfchen Negrerung erneut HauSowchsucküngen. Beschlagnahmen und Verhaftungen von Personen statt«c!unren. In mehrei eu Druckereien find große Mengen von Geldscheinen lind Drucksorten beschlagnahmt worden. -. Ittdenausweifungsn aus Pretzhurg. Pretzburg, 4. November. (Privat.) Das ü estge.städtische Ä.wl,uungsamt hat an eine Anzahl jüdischerK a u t.l e.«. u.n d H cr u ssb es r tz e r, die seit Jalnzchntm hier ansässig.sind, die Aufforderung gerichtet, ihre Wohnungen zu räm'ueu und-binnm zwei Wochen bte Stadt z u verla s s e n. Auch a.kiS Bartfeld wurden 55 eingeborene fudiiche Faul-lien'.M-^ 1 gewiesen, doch wurde die Maßregel auf Intervention deS.Volks-1 ' i vrrbandrS der Juden zurückgezogen. v * r Die Prager FnckteraffK»e. Prag» 4. November. (Privat.) Zu der Bc siech tmatzaffäre Iirak wird gemeldet: Iirak war als Prokrstor derHMelS- »iademie ein Kollege des Prozessors Bcnesch. des fetzigen MmrstelS. Nur so ist es begreiflich, daß J>rak eZ wagt?, fdnan ehcniali^en - Kollegen 50 Millionen für die Forderung seiner Iuckcrg'rschllfte aumbitlen. Iirak besitzt drei Häm'er und eine Billa und' außrr--' Ü.rm eine llntemchmuna für Wohuuugseiurtchtung „Rciormä" mit mehrerm Filialen. Wer bei Sektionschef Iirak vörgelasien weiden wollte, mußte in einer sciuee Filialen emkanten' Nach den Däusern in diesen Flralen wird geforscht. J-rak und-Tiimä. befinden fick im Landesgettchisgebäudk, wo Iirak als Gerrchisexv.rrte dre Bücher der fallierten Spar- und Boischns;ka'sa KäN'ggrätz v'.dierte. '/ , Prag» 4. November. ^Tel.-Kouip.) Die Frager Blätter ich'.eiben heute über die Beslkchun-Safil.ee des SektionschefS Iirak. Her „Pravo Lidu" teilt im Zmammmhange damit mt, daß auch i»:der Slowakei eine große Korruption herrsche. Die KomilatS- «nd Stuhlrichterbebörden machen ganz unverhüllt' verdächifge ' (Wchafte, indem sie dabei ihre AmtSwürde rnistbrauchen. Äikl'äch gehen hohe Staatsbeamte gegen hohe Bezahlung m Privatdir'nste über. ■ - ■ '; Nach dem „Derer" verteidigt sich Iirak dahin, daß^ er mit j d/m Betrage von mehreren Millionen nicht Dr. Beuesch habe i bestechen roolleu, sondern daß er »hm denselben zur- Disposition I für den Dispositionsfonds der Regierung gestellt habe. / | t; Die Verteidigung Jiraks wud der bekannte Prager Äkchts--' Z aMült Dr. Goucek übernehmen. Iirak wurde.hercits als / jMger Mann wegen Vagabundage verurteilt und fiandnuch I emmal wegen Diebstahls m Unter fuchrmg. In letzter Zeit war.er I süs gut situiert, daß er zum Beisviel dre Anlelhepapiere.der tfchrchosiawakrschen Republik btS zum Betrage von einer halben Milliarde anffaufen konnte, um sie dann mit Gewinn weiter zu verkaufen. Französisches Kapital in der Tschechov, Slowakei. Peag, 4. November. (Privat.) In den Ruston-Werhw er» muentu heute, wie „Narodni Lrsih" meldet, französische Bevoll-, I rnßchtlgte, die an der Ha;tptversa>nmlung tcilnahmen. Dre-Fian- ».{ üchen bringen Kapital und Bestellungen mit. Dre Li^irungench'er j Rn^vil'Werke an die Franzosen sollen schon in der nächsten -Zeit Mnmen. Hrr Hnndertkronen-Banknoten verlieren in :i.j bei' Tschecho-Slottmker die GülLigkert. "i Prag, 4. November. Laut Berordmmg der tschecho-- i slowakischen Negirrung vom 3t. Oktober werden die-Hlltzbektki'tzU'M-Banknolm mit dem 15. November 1919 an? dem,Gebitte dK rfchecho-slowakrschm Republik^ als giietzl'ches Zehlrmßsniittrl Mht.mchr angenommen. Sie können vom 16. Novnrrber-biS rnh'chließlrch 31. Dezember 1919 beim Bankamt. des rftznchostownklschen N«a»rmi»istwnmS und der allen seinen Pwvrriz-' j Maldn urrrgetausch: werden: vom 1. Iliiurer 1190 bis entMsifisich ketz.'cn Februar 1S?0 werden sie vnr beim Hauptanite dts .B.uit.m-.teS zum lliiitausch entgegeugenvmmen. '/'■;> ' Einstellung des Perfonenyerkrehres in Oders K - - ' Sfterrelich. ( Linz. 4- Noveinber. Die St^tsbahrchirrktiLtwMn) v^.ösfcntlicht in den heutigen Tagesblütterrr emeWihe. rKifchneLeyder BerbehrseinschrLnkungen, di^ infolge des . DrrKich unzulänglichen Kohleneiulnufes ab- DM;ich:si i%:\ den 6. d. M. in Kraft treten. So wie feit erftigen! Raeen bereits im Bereiche ouderer . StaatstzÄhn--'! rH.-ettwn.-n der österreichischen StaaisLahnen werden 'ifnr'tliche Personenzüge eingeftelit''«yH-.tz'ie Wcsonenveförch-rrrmg auf die wenigen und.hauptsWiich ^nr Beförderung von Verpflegsgütern dienendenM-Wr-- ^)6e. gelegt. Diese Art von Perfvnenbeförderung ' ist ^uitnrgemäs) riur für den Nahverkehr bestimmt, )vvoh,ei astf einen Anschlitßverkehr nach und von den Seiten-' fifiiicii nicht gerechnet werden kann. Bei den Güte^rskgen r^' eine ausrrichrnds Beistellung von PersionenwMn yzcht möglich, so daß öfters auf eine restlose ^ÄLll'eiöcderung sämtlicher Reisenden nicht gerechnet werden iHm. Selbstverständlich werden durch diese-'EinHeLn-' j " Hngen, wie es in der Verlautbarung heiß.ft)Mch I Störungen im Derpflegszuschub nicht zu vörmeide^'pein.^. f Sie können nur gemildert werben, wenn sich die! zur Lieferung Verpflichteten den verkehrenden ZügM.'an- ’1 püssen und ihrerseits bas Möglichste zur Linderung iHfi* Not in den Städten beitragen. Bemerkt wirch, daß itit alsgemoinen ein Anhalten der Güterzüge mit PLrscknmibefördernlig in den Haltestellen mit Rücksicht auf den damit verbundenen verhältnismäßig Kosten Kdhlenvrrbrauch nicht erfolgt. Die Züge werden h-a'her nur in den Haltestellen, wo Milchauflieferung stattf indet, anhalten. An Sonntagen entfällt jede Mrftnrcn-' \ böjöcdcrlmg. Erfrorene Kinder. Auf der Neugeborucnstation der Frauenklinik find vor kurzem zwei Kinder kurz nach der Geburt infolge der niedrigen Temperatur erfroren. Diese Mitteilung zeigt grell den Zustand, in den der Staat gelangt ist. läßt aber noch nicht den ganzen Jammer ermessen. Nienuand weiß, wieviele Kinder außerhalb des Krankenhauses in den privaten Wohnungen an Hunger und Kälte zugrunde gehen, als Opfer der Absperrung der Grenzen und der Isolierung Wiens. Man hat an^eftchts solcher Er'cheiimnzen kein anderes Mittel, als den Appell an die Men'chlichkeit des Auslandes und der Nachbarstaa'.en. Uber stich solche Hilferufe nicht schon genug hinausZegangeu? Hört uns das Ausland? Wir bitten nrrßereFreunde außerhalb diese? Staates, das Menschenmögliche zur Aufklärung der Oeffentlichkeit zu tun Minder, die gewiß keine Schuld trifft, verhungern und erfrieren! Die Kohl^nkrii'e. Die Kohlenzuftrhren sind so mlgeuugend, so geringfügig, das; das Elektrizitätswerk wieder ernstlich bedroht ist. Die Vorräte reichen nur für einen zweitägigen Betrieb au^. Wrnn nicht sofort eine Hilfe-kommt, s» droht die Gefahr der Einstellung der Werke. Ueber die Situation im Elektrizitäiswerk erhalten wir folgende Information: Die Aufrechthaltung des Betriebes ist rein vom Zufall abhängig, weshalb es ganz ausgeschlossen ist. Versilgungerr für abfthbareZert zu treff:n, weil wir nicht im vorhinein wissen können, wie viel Kohle eintresfen wird. Ohne die Lieferungen , von Zillingsdorf, die ein Drittel des Bedarfes decken, wäre die Betriebseinstellung längst unvermeidlich gewesen- Das Staatsamt für -Harrdel und Gewerbe hat eine neuerl i che Hilfsaktion eingrleitet.derzufo^ge den Elektrizitätswerken Kohle wenigstens in bescheidenem Ausmaß zugewiesen werden dürfte. Eine immerhin mögliche Betriebseinstellung wäre selbstverständlich nur auf wenige Tage geplant. Die Einschränkungen würben in erster Linie die Industrie und die Straßenbahn treffen, da die Beleuchtung der Wohnungen, die bereits schon sehr eingeschränkt ist, eine Kürzu.ng nicht mehr vertragt. Infolge der Kohlennot wird ab morg n den 6.d.M. der Personenverkehr zwischen Wien und Linz ausgelassen. Der Personenverkehr wird im Anschluß an Gülerzüge dnrchgeführt werden. Ob der Schnellzug, der von der Franz Jvsefsbahn über Prag nach Berlin geht, aufrecht bleibt, hängt von dem Ergebnisse der mit der Tschecho-Slowakei geführten Verhandlungen ab. Die Estrigen Kohlerrrinläuft. Die gestrigen Kohlencinläufe'waren wieder'sehr gering. Aus Ostrau kamen 68 Waggons Kohle und 13 Waggons Koks, aus Oüerschlesien 147Waggons Kohle, 21 Waggons Koks, böhmische Braunkohle 110 Waggons. Den Elektrizitätswerken dürften ungefähr 44 Waggons zugewiesen werden, eine vollständig unzureichende Menge, da die Werke bei noch so großer Einschränkung 50 bis 70 Waggons benötigen. Bevorstehende Schlitßmrg der Kkrnstakadcm'e. Wie uns mitgeteilt ivird, werben an der Akademie der biLenden Künste, wenn sie in nächster Zeit nicht mit größeren Kohbenmengen beliefert wirb, Kälteferien eintreten. Iugsei«fteS«nA nnf >er WesA Zufolge fian*Ttdbec Ewüellmrg d«S Personenzu-Soetkebrs im Bereich der SraatSbahndaellion L,nz verkehrt ab heute Mittwoch der von Wien-Wefibahnhof um 4 Übr 45 Min. nachmittags abgebende Pcrsonevmfl bis aut weiteres nur rn der Strecke Wrrn-Wefib.chnhos—Ancketten. Ab Amsietten findet dieser Zua Anschluß an den um 4 Itfjt früh nach Salchnra abgeheuden Guterma mit Pei-sonenbesärderunfl, Ankunir Saliburg 12 Uhr nachts. Zn diesem Zug findet eme sehr beschränkte Fahrkartenausgabe statt. In der Richtim» von Salzburg trifft der in Wien-Destbahnhof um 13 Ubr 45 Mm. nachmittags anst-mmeude Perfoirenzug letztmals arn Donnerstag den 6 d. M ein. Ab Freitag den 7. >. M. verkehrt an dessen stelle in der Strecke Amstetten— Men-Mrstb«hnhos toß auf werteres Z« Nr. 216. «b Amstetten 5 Me SO Mn. nachilmrags, «»r" Wim-Weftbahnhof 9 Uhr 45 Min. aberr-s ohne Hnschirch von Sa!;inrg. Weiters wird ad DonnerÄag den 6. d. M. in der Strecke St. Balmtin- Grein Zug Nr. 16(8. ab Balennn 6 Uhr 59 Mm. rfiitf), in der Gegenrichumg Zng Nr. 1617. ab Grem 9 Uhr 40 Mut. vorm.trags, bis auf weiteres gänzlich eingestellt. Gin öffentlicheV dev RettAMSgeseÄschaft. Die Diener Freimlltge Nellunsrgckckksckast rst, wie bereits berichtet, durch den Krieg und seine Fol-nr in arge DebrängnlS germen. Dlnch dre notweitd»« gervsidenen Erhöhungen der Gehalte und Lohne, dnech d«e große GleitzMmg der Preise fi'rr alle Bedarfs- und Betriebsmittel find die Au-gaben der Gesellschaft — bei alnchzeiligein Rückgang der Einnahmen — bis auf IV« Millionen , Kronen OlöiXOOO Kronen tm Frieden) angewachsen. Schon während der KnegSjahre kostete «H dre größten Ovler, den bedrotzlen Betrieb auficchtrnerhalten. Heute aber rst, es so weit, daß die B«im«el der GeielRchali nur noch dir »rm JahreSschluß reichen. Die Gckell'chast richttt daher «n dre Tkrener Bevölkerung einen Hiiserw, der «b heule «uch an den Eiraßen« ecken antzeichlagen ist. D.eseS Wirk her Nächstenliebe muß gerrttet werven. Durch Aeldr^ndkn, De,»nt als jablendeS, be,tragende» oder untcrßiltzenvG durch eitrige Werbetätigkeit kann jeder an d^r Vrhal una der Nr'tunataesrllschast nutwirken. Jeder muß bewerfen, daß mm der vemcinünn nickt abgeht und daß er bereit ist, alles rrt tun, kamst n>chl in Hrnkunsl arme Perunglückte hrlfioZ aus der Slraße liegen blcrbcru Ttroler Antiftmitenbund gegründet, der in der Tiroler Presse folgenden „Arbeitsplan" bekannt gibt: 1. Abwehr fccr iinmer stärker hervortretendeir Zuwanderung fremdrassiger Elemente nach' - .Tiwl. , 2. Verhinderung des Uebergshcns deutschen! . . BesihtumS in jü'ri'che Hände. 3. Zurückwei'uug des jüdischen Geistes auS Schule,. Kunst, Wi'senschafL, Recht, Schrifttum und . Wirtschaftsleben und Rückkehr deutscher Sitte und - deutschem Wesen. ' 4. Rücksichtsloses Ent^egeutreien gegen semilifche . UeberheLung und Anmaßung, Schutzmaßnahmen für. . > das üeut'che Volk, um das weder nach Bevölkerungszahl, noch rrach Eigen'chaften Leeechligte Bordrängen : des Judentums ein'ndnmnren. 5. Vorbereitung der Klafseneersöhnung durch! . 1)»schädlichH'Lchen jener vcr.-etzenden jüdischen Führer, die den Kla'senkampf zur Befriedigung ihrer eigensten unlauteren Interessen anfacherr und sörüern. . <• Die unterschiedlichen Sepps und Wastls haben sich bisher, durch eine genirle Ausnützung der WucherSou- . junktur des Krieges bemerkbar gemacht und einen Ruf erworben, der weit über die Grenzen Larrois (wie, es Sc'pp Schluiserer nennt) hinausreicht. Jetzt vollziehen . sistchuch den geistigen Anschluß an Deutsch öfterreich und zeigew sich, wie man sieht, der Verbindung mit den Wiener Kultur Wägern, die sich jeden Sonntag vor den ) fremden M issionen produzieren, nicht unwürdig. Jeden--. * falls wollen wir dieser .Ausbreitung der Kropsseuche unser wohlwollendstes Augenmerk zuwenden. . Veschuldigmrgen gegen die FersLraleri. Wie berichtet, hat Kommerzialrat Ratz vor einigen Tagen in einer Sitzung der Handelskammer dadurch einen gewalngm; Sttl'.m heraufbeschwoien, daß er behauptete, die Zentralen würden nur dcshaP noch inimer n i rfj t a b g e b a u t, weil verschiedene hohe Beamte ein materielles I n t e r e s s e an ihrem Bestände hätten. Sektiopschef Doktor! Riedl kündigte daraufhin fotov» eme gerichtliche Untersuchung; nttb Ehrrnbele-digringSklage gegen Herrn Ratz an. ■ . Nunmehr hat sich anck der Staatssekretär für VouSernährung. Dr. 8 o e w e n f e l d - R n ß. diesem Schritt mso° ferne angeschlosien. als er an Kommerz alrat Ratz die Aur-> sorderung richtete, ihm die N a m e n j e n e r B e >um t e n inr Staatsdienste zu nennen, die arrgeblich ein Jutercfie an dem i Fortbestände der Zcnttalcn hätten, damit gegen dre betreftendcn Personen vorgegangen werden könne. ' Die Mission rmd der ZioMSmrrs. Das Jüdische Koncspondenzbureau m London berichtet: Der Vorsitzende dcr Gesellschaft zur Förderung des Christentums unter den Juden, welche ihren Sitz in Nork bat, erklärte in der Generalversammlimg. die kürzlich stattlaud, daß die Gcsell'chafk nr ihrer Tätigkeit, die sie m . Persr e n entfalte, m dcr emvfindlichsten Weise durch die zionistische Agitation c.ehemmt werde. „Wo immer", sagte er, wbie Gesellschaft in Persien Abteilungen errichtet und an die Gründung von christlichen Schulen schreitet, hat sie unter der kräftigen Ovvosikion der -'-onistiichen Organisation m leiden, dre durch Gründung von Schulen die Arbeit der Ptissivn beträchtlich erschwert. ’_ . Senator Morgenthern — KommifiLs ir» TKNzig? Wie den „Polnüchen Sü'nunc.»" aus Warf ch an gemeldet wird» verlautet dort in politischen Kiciien. daß Senator Morgent h a u zum Kommissär der Emente m Danzig ernannt , werden soll. * Kleischtmsgabe in Wien in der Woche vom 6* bis 12. November. Born Sraalsamte für Volks-' ernährrmg wird vcrkarübart.' Da die crwartelen mciteren Sendungen an Gefrrcrrmdfieilch wegen Transportschwierrgketten nicht rechtreitia ringetroffen und die Lage'bestände gering find, kann in der Woche vom 6. bis zum 12. Novrmber d. I. in Wien keine... allgemeine Ausgabe von Fleisäi an dre Haushaltungen vorge-. nommcn werdrn. Es wird in der angegebenen Woche nur an jene Haushaltungen Rindfleisch utt Ausmaße von. 10 Dekagramm pro Kopf abgegeben werden, dre bei Fleischhauern rawtt» ert find, deren Name (Firma) mit de» AnfangSbuckstabeu & bis inklusive K beginm. Beim Bezugs werden die mit 4 bereichiieten Abschnitte des Einlaufsche'nes lüv Rindft'erich abgetrennt. Der Preis betragt K 40.— iür Vorderes, ' K 48 — inu H nt^rcs uitb K 60.— für Bratenflcüch pro Kilo- . gramrn. Ab Montag. 10 Uhr vormittags, dürien die Rindfleisch-! abgabestellen das erübrigte Fleisch an die bei ihriru rayonierten » Kunden ohne Rücksicht daraus, ob diese ihre Ration behoben haben oder nicht, verkanfrn. Dre Kopsquote beträgt auch in diesem Falle 10 De"agramm, die Abgabe erfolgt zum oben an- , gegebenen Preise. Beim Demge der Zu'ayqnote wird dcr prit F bezeichnete Abschnitt des Ernkaufschernes für Rindfleisch ab-- i getrennt. ' , * Die Rirckketzr der KrregsxsfKrrgenen. Der Oberst« Rat der alliierten Mächte hat die so'orlige Hcirnsendung der ästerrcichi'chen und ungarischen Kiiegsgeianger.en und Zi«-> internierien deschlofien, dre sich in britischen Händen befinden.. In'Frankreich wmmi'N 2Sf0, iu Italien 2644. in Großbritannien selbst IstöL, in Eghpieri 1200, m Indien 460, auf Malta 291* schließlich in Saloniki eine unbekannte Anzahl. Gefangener für den Heimwansport rn Betracht. Die aus dem Westen ein- . treffenden Transvorie werden über Kölu-Passau. bte über - Jtal'en eintrefienden über Brllach geleitet. In den Grenzstädie« findet die Trennung der österreichischen van den ungarischen Gefangenen statt, die von eigenen Kommissionen übernommen werden. . Berhsftrrns ekeres mon«rrchistiflhen GysNRQsiKften. Gesten: gegen 7s6 Uhr abends kam es nn Cafe Krantz» l.. Kärntnerstraße, zu einer aulsehenerregenden Szene, indern sich plötzlich m: enrem der Tische ein junger Mann erhob und di« Gäste des KaffeehauieS aufiorderte. ans Anlaß des Namenö'estcS des gewesenen Kaisers Karl ein Hoch auf drese« ausjrrbr'ngku. Der iunge Mann, der mit dem 19jährige» Gpmnafiasten Zeno Kreuzbruck identisch ist, wurde von der SicherhettSwache arrrtrert und wird d^m Gerichte nbcrantwortetz weiden. « Diebstehl im EisenbalMMg. Am 31. Oktober nachts kam dem Dnelr-r^ der Anglo-öllriitichlschen Bank Siegfried R o s e u 6 a u m irn Echlalivagen Wien - Jrnrsbruck während der Fahrt eur brauner Handkoffer, mit den Buchstaben M. Z. .gezeichnet, abhanden. Er enthielt eine ungcinem rorchtige ameukanqchr^ Kone'pvudenz. Aul die Wiedereilaugimg dcr gcfamtcu Korrrspoudenz rst eme Belohnung von K 5000 ausgesetzt.