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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-04 · Heft 284 (4.11.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 284 (4.11.1919)
Date
1919-11-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr?84 Wkm. Die«^kU mmiii it-i-'i"1—«—am*—,,., . --» .-^.»A^aaaflPMf TelegMMMe, mn* M Wsm- •,' v: -•-8. November. $r bcw lchtez, silck ftk fe. Residenz itsb in »rrkchwtzme« «ckrrr« Gräbten AombtteS m ArchriMg der tft*t hi W»e« errichtet wordm ll« Üflbte dickes NoyateS ton>m m Amsterdam m bk«, Mm Zweck »chrr« VohM!sktnlZvrrauft«!wngea statrffndeN. B^dringen vsv BMchewrÄoK. MsSÄsn, 3. Nvvrmber. A« Kl. T'Mv-rr, 5• H^rtr «achmcktag-, bade« die f Hg« «rftfwmt ita* »atzhrch dm rechten W-el der IndeMch-ÄrM« m ehic tmhaltbare Lagt ftkbttcht. .An Fronten dmM drr Borm « rsü «n. -Rn der Ostfront, iiw Abschnitt PetrovawlswÄk» z-Ht sich K s l t s ch a k Mltr dem Drucke unserer BskrÜckung befchleumgi zurück. - MssKütt» S. November. (FunffpruchO Frontberickt vom ), d. M.: A« der Westfront bester Kämpfe Mlich von ketechof. Die Nottruvven baden Sipnwgsrk« und F«bntfckwki« Zloboda erobert. Tirdwemich von K*a»n»ft Art» und br« U'aMrn« dauert der KmnPf «*. Del doueet der Bor- «arkch fort. Von %ti ««deren Ironie» »vedex kenn wesentlichen Fretgnlfft gemeldet. An der Ostfront gehr dir Vorrückung am cTöbcf, Irisch und längs der Ischimerbahri gut vonststku. DLe derrtscherr Brvtrster in London. DostLsn, 8. November.(Neuter-)Pronffor Brentano, pimesior O v p e n h e r m e r, Dr. G u t l m « n und der fsAanbische Delegierte Dr. Trend sind m London esiraelr offen. TLr'eikrveL'Lot in den Bsr«i«iKten Graten. AmsterdE» 8. November. ($t*rc.*%aT.) »Tclearass^ Milbet ans Nem^Uorf, daß Frank H « yeS sowie st« anderen MwerkschaftssiHrern vorübergehend jede Akti»n »rrdmrn «plden fei. DreseS Verbot fei auf Gesucken d;S fteRvertretendm Ncnercrlan weites erlaffen worden Am 11. Novrnl^rr werde der l5tticktShof eine deftnttwe Enrschcftmnz ütrer d«s Streik- »erbot treffe«. Paris, 8. November. Unter de» Me.sinehme«, diedie Merikanlfche Negierung gegen den Vergenber.eLärerk beschlofsm -'at, ,ft d:e einschneidendste der Emhutge uüf «I i Fanfis Verbandes, die auf e'wa L 0 Millionen Dollar t.eschatzL werden. Der Präsident des Verb indes LewiS betWnet den Emburze als Bnletzrruz der BKrzerrechte und Der- ÄMngLbruch. Die ReVeL«ii»E-rier in GsM«. 1. Verkirr, 3. November. Für die Nevollltionsseler« rm 9. November in Brrllin wird die Borschrift beicefse.nd Vnmekdungen von Versammlungen und Feiern i« geschlossenen Räumen ausgrh>oLen. BeerbsichiigteVerhrmmlungen unter freiem Himmel «n brr Peripherie KerlrnS werden gestattst, doch find Dem-onstrL!.isnszstge sowie Versammlungeu unter freiem Himmel in der inneren Stadt verboten. Für den 7. Noveurber.- dem KihreZtag der russischen Nevolutisn, bleiben die Vorschriften des Belagerungszustandes in vollem Umfang Mft^cht. Die BerLiner GLreiüs. . Berlin, 3. November. In der deute fortgesetzten Tagung Kr.Generalversammlung d«S Metallarbettervertaudes wurde ter Vefchluß gefaßt, die Vorschläge der Unrnnebmer detreffend die Wtrdeearrsnahme der Arbeit für völlig uvannednivar ^r erUären. Der AchtftunÄenLag im fLchflschen KÄhlemroVier. Berlin, 3. NoveUrber. Dia „Dsssische Aeitung" üieldet aus Dresden: In Erkrnnttris der lritischenLage .»er Industrie haben nunmehr auch die Belegschaften d.er sächsischen Stein- und Braunkohlenwerbe im Eingang mit einem Beschluß der Leitungen der Werke, der Betriebsräte und der Bergarbeiierverbänd-r dieWiedernnführung des Achtstunben age3 beschlossen, und zwar zunächst bis Ende Marz 1920. Sollte sich eine Derläng-erung dieser Maßnahme als notwendig erweisen, lp soll ein: für den 15. Februar varzesrhrne Bersammlünz darüber beschließen. Auch die Sorm- und Feiertägsarbeit ist wieder anfgenommen hwi&en. «ftch MvZAm, 3. November. (FunTspruch.) Die Negiemug der Gowietrepublik hat Zuxestimmt, z«ß in VuSiausch gegen Radek dr« drei brutschen Geiseln Konsul s^arlat, Stratz und Brendl die Heimreise nach Deutschland gestattet werde. Die Einreise von Funktionären des tscheche-slowakischen Noten Kreuzes wurde kiur unter der Bedingung^ gestattet, daß Delegierte des russischen Noten Kveuj-eS sich vom Zustand der russischen Kriegsgefangenen tu der Tßchecho-SlowaLi überzeuaen können. , £ufI» D«rscsch?Ä«tz. 8. «ovember. (Ä#rr .«ur.) Z»;schk« kv f»)V wi* der demlchr» ruftreeder« f«d««k« Brrdank tu»tze«, «m nne« Teil Brief- und V,ft»Mit« während der £t;tle{IUÄ® DersonevverkhreS «nt den Vtsrndahne« durch Mug;mae anfrechtMrhal'en. Luch für den BeUsnenv^r ivacn Wnsrcntze m deschtiiHkter Anzahl berulgefteSt werden. Die ErtglLnLer rLumen Libaus Berlin» 8. November. Der «Lokalanreiser" meldet tv4 ijnnan: AuS Ctbsn wnd berichtet, b.tj die Tngliiuder alle L«" staltm treffen, um Ldau -rsedenenfalA z« räumen. Die -a- Teschner Plebiszit. -. - Prag, 3. November. Wie bas „Träger Tagblatt" sus Teschen meldet, fand dort eine große Bolksversammluug der deutschen uatwnalsozialiftischen Partei statt. W wurde eine Entschließung angewvmnken, tu der es heißt, daß die Partei zwar unverrückbar an derFvrdsrung der Neutralität OstschleslenS festhalte, bei der Abstimmung jedsch ihr« Stimmen jenem Staate geben tottfcx, der innerhalb seiner Grenzen dir volle Co bstderlvaltnng der deutschen Siedlungsgebiete und den sollen Schutz der M«derLKtt«R Verfassungsmäßig ge* ^LKrse's^ »riL. Lvie«er 4: November 1919 -Seite 3 ' -——.^ HsNsmIdS Hilf» Ms die HWffchs« Kösi-SU um OMftwKch. Vrair Arritt« MÄKa« in Ar»f-cw4tnM. Die Zeitungen find arrAefLliL mit Nachrichten über die Not in Wien. Larrgf-Rm, F«nj langsam sickern die Tatsachen durch. Oeskrreichisk^ Zeitung.; n werden hier selten gelesen, nur t« Mischen Krrisen zirkuliert, soweit sie am Schicksal ihrer StEtmrr^rioisrn. im - Aus-, lande Interesse nehmen, di: „Wiener Morg: - eilung". D<h«n seit einiger Zeit hat man Mische Kinder und auch kathslksche «uS Oesterreich hierhergrdrscht, damit sie Genesung simen. Ver die wevtere O-r'Ie tlichksit nahm, kein Interesse daran. Nun ha^em sich jüdische Komitees in--Amsterdam gebiDet und einen regelr-rch t\ Pwpagandafetbzug üeganrcen. Am SS. Oktober fand im grötzsen Saale- Amsterdams ein Riefenmeiftng statt, bas sich mit der jüdischen Not in Deutschlund und Orfterr-rich beschäftigte und zu dem man durch große Nnfchlagplakare- und die Berstn>ung van Aufklärungsschriften S immung gemacht hatte. Auf die Bit> des zn diesem Zwecke gedildeien Threnko.mi-.torl Yale der Bürgermeister von Amsterdam, Herr Telle gen, den Vorsitz übernommen. Frau Änitka Müller aus Men, die sich freundlichst zur Bersüzung gestellt hatte, sprach etwa eineinhalb Stunden Über die furchtbaren-Wirkungen der Blockade auf die BolWsesunlthett und schildert« das entstanbene Kinber elend. Sie unterstützte diesen Borirsg wirkungsvoll durch eine große Reih« von Lichtbildern, deren Anblick unter den Tau- M'enben von Teilnehmern st-rkr seeL'che Crtchütterung löste. ES wurden sofort 20.000 holländische Gulden gesammelt, und mehr altz 850 Familien erklärten sich be eil, kofirnlvs jü'i'che Kn^er auS den notleidenden Ländern Mitja^ursvaS in ffft: Haus auizunehmen. Seit Tagen äußert sich die erregt Gtimmungin zahlreichen Zuschriften an die großen Tageszeitungen, in devcn von jüdischer und christlicher Seite eine Aktien großzügiger Art für die Nufnahme hungernder Kirü«r in Holland und die Entsendung von Lebensmittelzügen gefisrdert wird.! gestvrben, die darauf schliehru lassen, baß ihr Tod ledfttz-' liich dnrch.die niedrige Temperatur veranlaßt würde." Au<h. ge^n-värtig sind mehrere Kinder, Neugeborene^ unter den gleichen Erscheinungen schwer krank. Die Oeffnuug per Leichen der Kinder, die urrter diesen Umstänben gestorben sind, bot das gleiche Bild. Der Befund lkittete' auf Lungensirtzündung. Beide Klinike«! Heizen mit KokS und ess nst vorauSzuseh-rn, baß dein an den Kliniken herrschenden Mangel an Heizmaterirll. ehestens abgeholfen irech«?! wirb. Die am-rrikanischch. Kiick-e HUf.'a? io u,kann nur lebenden Kindern Nah:u«^i^ und Arüftignng verschaffen; sie kairn aber nicht verhüten, daß Neugeborene au§ Mangel an liohte zugrundegehen. Die Lmrdrirbnrser BLMknotensch Pvsg» 3- - NovewVer. (Tel.-Komp.) Wie bereits ge- ' meilbet, ronrden an der Mren»staLivn in Lundrnbttrg mehrere Personen Vrrhastet, welche 5,200.000 Krourn in Tausendt kvonen'Nnt-cn und zu einemkleinen Teil -euch in kleinen N-oi«n, die mit falschen tschcchv-slowanschen Stempels der- - -sehen w»vru, Über die beutschösterrerchische -Greir.r^ nachder Tschechs-Slowakci schmugaet« wollten. Die Brrhafteten siwi»'-' der Oberreoid-rni Dikror Kallina der Südbahn,.derBsanEe der Wiener Zentrale der Anglsöauk Artur Stern, eins. Frau naM.ens K.'i'abckh Steiner und ein gewisser Ludwig Lamm. Während der o,es'ftagenett Erhebungen würbe fepgrMltp daß in die Angelegenheit noch r.rehrere Wiener» Persönlichkeiten verwickelt sind. Sv der Dir-eltor der Filiale, der . Ang'loban? ' in Wien, Karl W o d a k, der durch Ver- > mfttluug des Chefs der Erportfirmw Siedera. mit Frau-. Steiner und ih'.ein VLrtrauet'.Zmanu in Verbindung trat ustis mit' beit Direktion brr Sübbahn in dieser Sache verhandelte.-s Die D-anknoLen sollten bei der Böhmischsn Industriebcrnk. in Drünn in Hundertkrvnen- und FLnsLauseudLrvnen-NotrM umgewechselt werden, und zwar d-rart, daß die geuaiuttrv Bank vvn dem Gesamtbeträge 3,675.250 Kronen bar odsv' mittelst Schecks an die Süböahndirektion und den Rest vo». 1,004.650 Kronen an die Zentrale einer Wienep Bank.ans weisen sollte. Frau Steiner wandte sich im Laufe der^Bor- - berritungsulaßnahmen zum Hinuüerschaffen der Banknoten s an den Vertrauensmanci der Prager Polizei mit der Bitte, ' den genannten Personen Pässe zu verschasfei! und den TranZ^ Port der Gelder zu ermöglichen. Dieser erklärte sich scheinbar;- h'tzrzn bereit. Er erhielt dafür in Wien 50.000 .Kronen/ weiters wurde ihm versprochen, daß er nach dem Passierr»!.:. der Grenze weitere 50.000 Kronen und noch separat eine y Tantieme erhalten werde. Der Dertrauensmcrnn.fu.hr t'.iS: sachlich mit ihnen, allerdings hatte er die Prager Polier; von der Mfahrt der Gesellschaft verständigt, die sie j in Lunten bürg festmrhm. Der Lehramtskandidat Max I e l N n e k hatte sich zu Beginn des Schuljahres um eine Stelle als Lehrer beworben. Im Oktober erhielt er vom Bezirksschrllinspektor Jasper in Neunkirchen die Verständigung, den unbesetzten Lehrerposten in S i e d i n g bei Ternitz sofort anzutreten. 'Herr Jellinek reiste sofort nach Neunkirchen «nd meldete sich beim Bezirksschulinspektor. Dieser fragte ihn, ob er Jude sei. Als er bejahte, erhielt er die Antwort: „Dann können Sie wieder nach Hause fahren, wir können nur Katholiken brauchen!" Do geschehen in der Republik Oesterreich. Abgeordneter Stricker legte den Fall dem Unterstaatssekretär G l ö d I vor und verlangte sofortige Abhilfe und Anstellung des in seinem Rechte gekrankten jüdischen Bewerbers. UnterstaatSsekretär Glöckl hat eine strenge Untersuchung de§ Falles augeordnet. 1 Die KohrenÄrifs. Die Fufatzen der Entente bisher nicht erfüllt. Die Kohleneinlaufe weiten neuerlich einen Rückgang auf; in§besonde?e jene aus O be r s ch le f i e n, von wo nur die Hälfte der in letzt-r Zeit üblichen Zuschüi-e, uä«l'.ch 187 Da;§onr, ein'angten. 75 Waggons iiamen aus Ost rau und nur 123 aus Brüx. Das Gaswerk erftelt 40 Waggons Ostrauer und das Elektrizitätswerk 23 Waggons oberichlesischs und 13 Waggonr Braun kehle, t^aS fiwb vollständig unzulängliche Nenzen. Mr müssen auch in den nächsten Tagen mit einem weiteren Rückgang rechnen, da die geringe Fciertatzsverladung sich fühlbar machen wird. Ei:re Hauptursache der jammervollen Kohlennot bildet nach wie vor der Waggonmangel, da die auf den Halden liegenden, erwiesenermaßen grssen Quantitäten gesörderter Kohle nicht abtransportiert werben können.' Und da muß die für unS traurige Tai>che konstatiert werden, daß die von der Entente ^wiederholt gemachten Zusagen, unS mit Lokomotiven und Waggons auszuhelfe», bis heute nicht erfüllt worden sind. Der KoßtramangeL in den Gpitälsrn. Wahre Hiobsposten dringen von der ersten Universitätsklinik für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe (vormals Schauta) in dir Oeffentlichkeit. Das Leben und die Gesundheit der Wöchnerinnen und hauptsächlich der Säuglinge würden er erfordern, ,daß die Temperatur in den Krankensälen bauernd etwa 30 Grad Celsius ßetrage. Der Mangel an Zkohle hat es aber mit sich gebracht, daß sich die Temperatur in den Krankensälen nicht über 13 bis 14 Grad Celsius erheben kann. Die Uerzte der Klinik taten das Menschenmögliche, um diesen unhaltbaren Zuständen zu steuern; sie vermochten aber bei dem Kohlenmangel nichts, und so tritt denn allmählich eine Erscheinung ei«, die gebieterisch und unter allen Umständen nach Abhilfe schreit. Die Wöchnerinnen fühlen sich unbehaglich, und bei den Neugeborenen kommen seit ztvei bir drei Wochen Erkrankungen vor, die lediglich auf die tieje Temperatur zurückzuführen sind. Rach Mitteilung eines Arztes der Klinik sind bei dem testen Belaa »wel Kinder unter Erscheinurrgcn Dr. Richard ^rerrnd VerhaftsK. - VevlKngert des LarrÄes§srichtes Prag^ Auf tclevbonischcZ El'nchen der Polimdireklion in Kstz und daun des Prager Laut e»8enchiys wurde am 2. d. M. drr ' firn 81. v.M. auS Prag kür einaetroffene Dr. Richard Freiing Nechisksirsnlmt derbotländifck-ilawisiden. GesMchast ..Amprs^ . (Dankengrupve^ nn Haag, l , TuerSvergstraße-4 wobnbaft. weqen drmgendm V:rdacb'es derTalaahme an dem Berb^echm der Vrr» leitimg zum Mißbrauch der Amtsgewalt,, der versuchten ‘ B e ft e ch u n g von Mitgliedern der tscheclw-slowal.lschen Negurnng in Prag vom Zichstheitsbureau der Diener Poüzü- - direkt!on verhaftet und dem hiesigen-LändeZgerichte in" Slrafsückim eiNgelrefcrt. Das AnSliescrungZbegchren wud vom. Land e S a e r r ch t r n P r a g grsiellr. Dr. r e u n d war f'Ubcr D-.rcttor der Depositenbank. Im sogmannlen. . K r a n; - P r o z e s s e, der am 29. Müz 1917 zu Ende y<- fiilirt wurde, wurde Dr. freund zn 9 Ätonaten Arrest und K 15 OO'O Geldstrafe verurteilt. (Die Verhaftung des Dr. Freund hängt m>r dem gesterm von im§ gemeldeten Znckerjkandal in Prag zusammen.) ' _ / Die Nrchtsr ftrsikerr. ' GS ist ihnen zu krrlL. Be m Zivillandesgcnchte wurden gestern in mehreren Der-« . handlmigssälen du sckon begonnenen Verhandlungen a b gelt r o ch e n und aut u n 6 e st r m m l e Z e i t v e r t a .a t, - weil die Richter erAäricn, daß ihnen kalt s e r und sie rn ren unaebeizlen Eälen nicht verhandeln können. In einigen anderen , Säten wurde verhandelt, so vor dem Bcrusungssenate unter Vorsitz deS Obnl-md^ZgerichtSrcrtes Dr^ Bel r c o g n a. welch letzterer an d'e Parterenveitr'eter das Ersuchen richtete, behufs Ab« . kiirrung dcS BeriahrenS m dem ungkbe>zten Saale a u i^d a S Referat zu v er z r ch t c n. Einen plaidierenden NeÄS- . anw rlt nuterbrach der Vorsitzende mir der Bemerkung: ,,^ct muH bitten, sich wegen der großen Kälte möglichst kurz zu fassm. - In den meisten anderen Säleu verhandeln die-Richter überhaupt nicht, weil eS ihnen zu kalt ist. wir wollen es versuchen." In sämtl chen Berusunasverkiandlungen faßten sich denn auch.dro , Partämoertrrter sehr kurz und auf das Neserat wurde durchgehcn'os verzichtet. _' Strafweise ALschaltzrrrg von M0 WohnAUgM. Wogen Nichteinhattrrng de« Sparmatznahmen. , - Trotzdem in der Presse täglich auf den Kohlenmüngel bev Elektrizitätswerke hingewiesen und zur größten Sparlamkeit auf- ' gefordert wird, gibt es Konsumemen, dre die gebotene Sparsamkeit nicht beachten. Dre Embaliung der Sparmaßnahmen w-.rd sowc»ht s durch staäü'che Organe als auch durch du ElektrüitätZwerft - strenge über wacht und die R r ch t e i u h « l t u n g der S M v- : m a b « al> men druck dre Abschaltung der betreffenden Anlrge geahndet. In de« letzten Tagen wurden rmrd 500 Wohnunze» - abgeschastet, die elektrischen Strom erst dann.wieder^ erhalte« ' werden, biS der Mehrverbrauch durch die Abschaltung erspart wüte«*. Eftre MhstrfikMon des Ostrausv BLrgasLeiksr. Prag» 3. November. Die „Tribun?." meldet aus Ostrau, daß in Schlesi'ch'Öst'au getäffchte?ft>rg?ettcl mit den Unter» schritten der sozialistischen Führer Bcchtzne.und Modracer verbreitet werden, worin die Bergleute zum Generalstreik arffgesordrrt werden. Die daS Blatt erfähri, handelt rs sich jedenfalls unr. di< Wühlarbeit fremder umstürzlerischer Ernnente. FinanMiiüster a. B. W'mrirrZv Zsstsrherr. Der Vlzegonvernenr der Oesterreichisch-lm-mrtjchen Blinh ' FinanMinister a. D. Ferdinand Wimmer, ist heute in Zlchcn« kncht« einem Herzschlag erlegen. * jvstiübische Konferenz m Berlin. Der „Verband boe Ostjudeu in Tcutschland" hat den. Beschluß gefaßt, gu Weih» nachten eine vstjudische Korifercnz nach Berlin einzuberuscm. - Die Konferenz soll auS gewählten Delegierren von dem Vcr> twitd angcschlofsenen oder sich noch anschließenden ostjiidischev Ortsgruppen und Vereine ans aanz Deutschland aurammengesetzt sein.

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