Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 280 (30.10.1919)
- Date
- 1919-10-30
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979357--02501-2988022- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Wien. Donnerstag? Seite Wiener Morgenzsttunex 30. Oktober 191S Dlx> 280 Internationale Verständigung^ Sori P a r ni o o r, der Vorsitzende des internationalen Komitees zur Belämpsung des Hungers hat eme Reibe hervorragender deutscher und osienechckcher Persönlichkeiten -u «rner Aussprache nach London emoeladen, dre in der erst-ni Novemberwache stattfinden soll. AnZ Ocsieneich sind emyeJaden^ worden: Dr. Otto Bauer, Dr. E l lenbvgeu. Prozessor L a m m a s ch. Pro'essor W r o^e r. Friedrich Hertz, der ehemalige Botschafter M e n s d o r f s pud der ehrnialige Minder Redlich. Da die englische Negierung bisher noch keine Einreiseerlaubnis gegeben hat. dürsten sich die Oesier reicher aus die Abgabe schriftlicher Erklärnngen beschränken. Unter den auS Deutschland Berufenen befindet sich der Soziologe Franz Oppenheimer. __ Die Internierten in Ostgalizien. Der polnische Ministerrat befaßte sich eingehend in einer Sitzung mit der Lage der U fnunfr uitb Juden t it O st g a l r z r e n und beschloß, eine Rerhe von Erleichterungen, welche besonders das Los der Internierten besser gestalten. Es wurde ene Kommission gebckdet. bestehend aus tze« Vertretern ciniper Ministerien, außerdem aus zwei Juden und zwei Ukrainer n, welche, alle Intern ertcnlager besuchen und jeden einzelnen Fall überprüfen soll. E>n Teil der Internierten soll dann treigegebeu. der andere Teil der geeicht». ichen Untersuchung zugeführt werden. Inland. Mederösterreichischer Landtag. Gegen die Tschechen und Inden. — Tumultszenrn. Im Einlause befand sich rin Antrag des Abgeordneten Riehl und Genossen zum Schutze derKoaltionssiecheil. Ferner wenden sich dieselben Abgeordneten in einer Ansraae ge?rn d>e Scheinmieten von Gcschäftslgden durch O st s u d e n und gegen dre von dreien emgrdr achten Gesuchen gegen ihre Aus wer s u n g. DAelben Abgeordneten fragen an. wegen der Errichtung t s ch e ch r s ch r r M 11 telfcbitlcn in Wiener G a st h 8 ü s e r n. Die Abgeordneten Riehl und Genossen haben es aut die völlige Ausrottung der Juden abgesehen. Sie beanstanden rn einer Anfrage die angebliche „Tatsache^, daß in letzter Zeit die Betrilung von aa l r zischen Juden der Leopold st adt mir M i! ch k a r t e n einen Umfang aunabm, der angesichts des Umstandes. daß 100.000 arrsche r Männer keine M ich bekommen können und angesichts des Umstandes, daß die galr zischen^ Juden ickon Ende dreier Monates hatten abgeschoben werden sollen, um so aufreizender wrrkt. Im Zusammenhang damck verwahrt sich die Anfrage auch gegen die z a h l r e i ch e n G e s u ch e um Namensänderung, west diese um einer Verwischung der Herkunft dienen und die A bschrebnng vereitelu sollen. Finanzsragen. Zur m e r i t o r i s ch e n Beraiung gelangten die fünf vom Sonderausschuß vorg legten Bv'lagen detrestend das Drensteseintommen der Lchrerichast, die Bewilligung einer Not^ standsaushitte. die Uebernabme von rü^ständigen Einkommen» steuern für das Jahr töt8 aus dem Landrsfonds. sowie die Vereinfachung der Geschäftsführung der wederösterrelchrschen Landesderivaltung. ^Referent war Abgeordneter Klein. Dre Galerien sind in Anbetracht der Wrchtigtett des Gegenstandes für die Lehrerschaft und dre LandeSbeamlen s o d t ch t b e s < tz t. wie es bisher n u r bet der Konstituierung der provisorischen Nationalversammlung rm Herbst v. J. ,n.diesem Satte d^r Fall war. Abgeordneter B r e r b a u m e r wünscht die Berücksichtigung Pensionisten und der Landlehrer. Lärmszenen. Der Tscheche Klimesch würdigt die schweren Pstichti-n der Lehrerschaft. Nach KvrnenSky wll die Schule ein Idealbild bedeuten. Auch täv Misere böhmischen Kinder. Abgeordneter Drerbaumer: Die p'chech, scheu Kinder! Abgeordneter Klimesck: Wenn ich. sage lö>mrsche. bleibt es dabei. U e b e v d i e G r o ß d e u t s ch e n lacht schon jede flu b! Widerspnich bet den Dmtichnai'onalen!' Ich war auch ruhig, wenn Sie gesprochen haben. Dre Deutschen schaden rhrem kultrirellen Ansehen, wenn sie böhttlische Kinder germanisieren., zum Schaden ihrer eigenen Natron. Das ist eine Barbarei. Bisher macht n dres nur die D eutscheN und,d«e Magyaren, deshalb sind sie r n derWelt so verachtet. Sturm bei den Deulschnativu 'len? Landeshauptmann Sever: Ich bitte Sie, keine Nalwn mbeleidigen! Äbgcordncter Klimesch: D-e Geschichte wird d ,Si lbt konstatieren. Dre böhmischen Kmder sind ge n ö t t g t zu sticken, da sie keine Schulen haben. Die Tschechen haben niemals deutsche Kinder in ihre Schule gezwungen. Äbgeordncjer B i e r b a u nt t r : Lauter Engel! Abgeordneter K l i m r s ch : Die tschech schcn Kmder haben in der deutschen Schule mehr als genug ganten. (Va rii bei den Großdmischen.) Der Kinder streik ist ein europäischer Skandal. Tumirltszenen. Abgeordneter D w o r % a f: Wir haben rin Recht zu reden, w'r sind von 60.000 Menschen gewählt. Abgeordneter Klimesch; Sie mrgesien, wer heute die T'chccho-Slowaken find. Wir haben tOOiäbugcS Haböbmgerjoch gebrochen, auch dre paar großdeullchen Schrcrex weiden uns nicht den Hals brechen. Abgeordneter Luv: Siewerden haltwaker» leben! Älbgeordncter Klr mesch: Ich f ü r ck,t e mich nicht! Furcht habe ich n r e m a l S gekannt. Aber Heu e ist dre Lehre,- srage kern Politikum; da rS sich »m eine soziale Frage bandelt, rede ich d e u t s ch. nächstens werde ich t s ch e ch i s ch irr eben Abgeordneter B > e r b a u m e r: Herr Landeshauptmann Es geht mcht, daß Klimcsch hier etwas verliest, waS chm jemand ausgeschrieben har. Abgeordneter K l i m e f ch: Ich habe mir daS heute früh selbst ausgeschrieben; betunSsindketnesölchen Trottel! Nun entsteht ein g r o ß e r T » m u k t. Die Deutschnanonalen Dr. Luy, Bierbaumrr >md Genoßen ersuchen unter Zwischenrufen auf den Nedner e r n z u st ü r m r n. Emen Augenblick steht eS auS, als ob eS zu T 8 t l, ch k e r r e n kommen würde. Da werfen sich die sozialdemokratischen Ordner dazwischen und schassen Nicht. Landeshauptmann S/e v e r: Ich bitte Herr» Abgeordneten Kl,Mesch, die Würde des HaukrS zu wahren und zur Vorlage zu sprechen. Abgeordneter K l i m e s ch: DaS wnd hier nmnöglich gemacht. Schließl-ch erklärt er namens semer Parle«, für dre Vorlage zu stimmen. Nachdem noch Abgeordneter Dr. Lutz' gesprochen hat. wird dre Verhandlung abgebrochen und dre Sitzung g eschlossen. Nächste Sitzung: Donnerstag den 80. d. M. um 11 Uhr »vrrmtiaas. Deutsche Nationalversammlung. BerUir, 29. Oktober. In'der heutigen Sitzung wurde der Etat ^der Reichswehr verhandelt. Die nationalistjHen Vertreter erklärten, daß auch myn-> archisti s che Offiziere der Republik treu dienen können und erginKen sich? in Angriffen gegen di« Regierung. Reichswehrmr^istcr No s ke erk'ä t" He«r u 'd Ba'k seien unter.der' Last einer bielfachön Mhermacht zusammen g ebr o ch e N und ehrenhaft daraus hsrvorgegangen. Es sei nich ts würdig, der Reichsregörruttg vorzumachen, sie verschließe.sich den Ansprüchen der Reichswehr. Der Münchener Gesellenmord sei fur^h'bar gewesen', und wer diese Dinge abwenden wolle, sorge Mit dafür, dpß wir die Ordnung aufrechterhalten können. Ueber die Farben sch w a r z'- w e i ß - r o t könne man denken, tvie inan wolle, aber es seien nicht" die Reichssarben und «S dürfe Hamid, nichh demonstriert werden- Wer sich nicht auf den Bo den. der Tatsachen, stelle, könne gehen. Der Minister rechtfertigt sodann die Einstellün g'der'„Deutschen Zeitung" und erklärt, wer wolle, daß man Mitleid und Respekt haben soll vor den im Exil lebenden An-, gehörigen ehemaliger Dynastien, der muß. auch Respekt haben vor der jetzigen Regierung. Jeder Bürgerkrieg müsse verhindert werden. (Zwischenruf, rechts: November! Zwischenrufe links: Wo waren Sie denn im November?) Der Minister fährt fort: Ich werde jeden Putschversuch von rechts genau so bedenken wie den von links. Wir müssen das Land retten, mögen dabei Späne fallen rechts oder links. Meine Losung aber wird es auch weiter sein: Vorwärts und aufwärts! (Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Minister David führt aus: Llm 4- August 1914 stand das Volk zusammen in dem Glauben, es gelte Haus und-Hof zu schützen. Wer hat diese Einheit innerlich zermürbt? Diejenigen, die dem Volk den Glauben genommen haben, es gelte nur di-e Verteidigung. (Zurufe rechtst Si« (nqch rechts gewendet) haben b*tt Aufklärungsdienst in der.Armee getrieben, es gelt« das Reich zu erweitern nach Osten undWesten. Wer hat die ungeheure Macht Amerikas gegen uns auf den Plan gerufen, wer, den Verständigungsfrieden' verhindert, der möglich war, als unsere Stellung' noch stark war, ehe noch, unsere Bundesgenossen auf der Strecke liegen blichen? Die Politik derer um Herrn vyn Graefe.^ .(Di^ Nationalisten. Rsdi) Die Niederlage als FolE der - Revolution darzustellsn, ist eine bodenlose Entstellung der. jlchleudert M geordneter ^rüefe seine Anklagen gegM diejenigen, f>te den Frieden " Unterzeichnen mußten. (ZU-. rufe rechts: Warum hat dxnn Scheidemann nicht Unterzeichnet?) Sie. kennen .die. Beweggründe.. Es gab keine andere Rettung und noch sind wir über die" ÄefNr nicht hinaus.-Da hält Kraefe 'seine. Propagandapehe. -für. den Bolschewismus. - Sind Sie (zur' Rechten geweüdet) so. verblendet,, zu hoffen, daß Deutschland erst bolschewikisch werden, mutz,, damit dann di« Reaktion kommen könne? , DaS Wäre die. einzige Erklärung fitr ..Ihre Politik. (Beifall,) . . ,, Reichswehrminister -Nosk e führh weiter autz: ..In Berlin, sind im März dieses Jahres üüer 1000 To^l zu beklagen gewejen, Soldaten und-Bürger, aber wir haben den Kampf abgewehrt, den Sie auf die Straßen getragen haben. Ich rate Ihnen sehr. di«.Massen im Zaum zu halten. Der. Friedensvertrag wird von der Negierung loyal , erfüllt werden.. Auf die französischjs Sozialdemvkcatie ist nicht viel zu rechnen. . Bei der Debatte über den Haushalt des. Reichs-' Militärgerichts erklärt Noske auf eine Anfrage des .Abgeordneten Cohn (Unabhängiger), daß er nach dem Wiederzusammentritt des' Hauses diesem den Gesetzentwurf wegen Aufhebung , der Militärgerichtsbarkeit werde vorlegcn können. - Dre Ausweisung der Habsburger. Das als hocksteZ Gchomms bebandeste Gesetz über die A u s w e i s u n a d e r- H a b s b u r g e r gklangt hcutk vor dis Nanonalvmammlung. Die Borlage ergänzt das am 3. April bkschiosiene Ge'etz in dem Sinne. daß.Bcrtaufe von habsburgiscb'M GtM'deigcnlum an dos Ausland nicht'nichc möglich sind. Wcscn' handelt es sich, um, den Besitz in Eisenerz und R a d m e r, der nlS ^tautSelkientum e?klärt werdest soll. Die Regl'rurg hatte die Vorlage als vertraulich behandelt, um Schiebungen m letzter S>unde m verhindern,.. Der Achtstundentag. Der Derwnltuiiasausschuß der Natkonalversammluna hat gestern die Ve>anstabung einer Experiise^über den Acht- ^stu n d e n t a g beschlossen. Die Reparationskommisston warnt die Länder. Die „Staatslorrespondenz" berlchtet: . Auf Wunsch der Subkommission der ReparatioNSkomB Mission Hatte .das StaatSamt füL VblkSeriiähtuilg ^für vorgestrrn nachmittags die Vertreter^der Länder und der Stadt Wien zu einer Konferenz im ErnähruugSamte eingeladen. Die 'B'sprechung fand unter Vorsitz des Colonel Smith statt. Bon der Lcbensmittelkommission nahmen ferner teil die Mitslllrder Sir William Goode und Mr. Doug.en (England), Mons. C h a r r o n (Frankreich) und S.P i a tt t (Italien). Bätet waren zugegen: für Wien Bürgermeister Neümann; für Ni de Lst rr: ich Landeshauptmann S e v e r und Landeshauptmannste^ldertreter-M aye r, für Oberösterreich Land.-ShanptmannstellvLrtretrr G r ü b e r mit den Landesräten Biehl und Kreilmeier, für Steiermark Landeshanptttann Dr. R in telen und die La»desräte R e i n h ar d. Machold und Prisching. für Tirol Abgeordneter. Ntedrist und Landcswirtscha'tZamtSdircktor P re in dl, kür Salzburg Landtagsabgeordneter Ober und für Kärnten der Abgeordncte Florian Gröger. Die Mitglieder der SuLlommisfion unterrichteten sich zunächst durch eine Reihe von Fragen über die Ernährungs- Verhältnisse in den Länder» selbst, ferner über die Möglichkeiten' von L e be n S m i>t te l lt e f er u n.g e n auS Herr Ländern für die Versorgung Wiens. In eingehender Weise wurdm insbesondere die Ernä.hrungSu n d P rodukti onS oe r h äl t n l s se Oberösterreich S von den Kommis.ion^mitglüdern untersucht. Der Staatssekretär für Volkkernährung griff mehrfach in die Erörterung ein. Einmühig verwiesen der Staatssekretär, die Ländervertreter und Bürgermeister Nvuinann darauf, daß Wien vor dem Kriege hauptsächlich aus Ungarn versorgt worden, sei und daß die Länder infolge der E rs cki ö p f u n g, die ihre Produktion während des Krieges erlitt, nicht tn de» Lage feien, für Wiens NahrungSbedarf auf'ulommen. Die Sublommijsion ließ den Ländervertretern einen Fragebogen überreichen, um dessen schleunige Beantworiung sie ersuchte. Am Schluffe richtete Colonel Smith eine Mahnung an dir Anw-.'sendrn, daß eS für dis Lösung der deutschöstevrelchischen Ernährungfrage eine Katastrophe wäre, wenn.an inaßgeb.'nder Stelle bekannt würde, baß ein Land Ueberfluß habe und einem anderen darbenden Lande doch nicht helfe. DaS Ausland wolle.Oesterreich zu Qilfe kommen, doch nehme es natur- ,6e>i'äß den Gtandpunkr ein, daß dle L än dev zunächst sich untereinander helfen müsse».. Die N.ParatlgnSkomniii'jlon vernahm gestern ben Direttvr des Wiener Bankvereines, Wilhelm Adler, und denGtaatSsekr?täv Han u s ch. Der erste referierte über die Guthaben Oesterreichs im Anstande, der letztere Über die Ursachen und den Abbau der Arbeitslosigkeit. . Die Ländrr gezen Wiep. Laizburg» 88 Oktober. Die Lai'deShos'.stelle Salzburg verlanlbart am l'ch daß angcsich:- der hertschmden Brennslosfuvt tinc Auriuh'.bewiliigling für Blevnholz von nuti ab unter krwen Umständen et leckt wttven kann. Telegramme. Dir Schwierigkeiten in Amerika. Amsterdam, SrZlÖktobcr. Der Washingtoner Korrespondel der .Times" schreibt: ^.'ach dm Bläticin zu MtcUen, sicht Amerika vor einem mdustrielch-n Chaos. Jn^ölge des.Mlfigltickens der industilellen KonfetMt wird Gonipers jetzt auf die Sette der Ex!,em,stcn gctriel'cn und bat sich die Kln't zwn'chcn Kavl'al ttnd Aideitern ve,brettert. Auch die Aussichten auf du Errichtung ettiet poliiischen Aibeireivirtssi sind dadu-ch grstiegen.' GomveiS wehrte sich m\t bisher dagegen, aber du Verhättnisi: nötige» chn. seine Auftastung zu ändein. Vor einem Streik der amerikanischen Ersenbahner. f Thieagv, 29. Oktober. sTel:-Komv? Mehrere Abte kungcU des.Eisrnbabnrrverbandcs, die insgesamt 12.000 Eisenlahner des Cd cagoer Distriktes ' vertreten, haben siir .den Äusbluch des Sl,ettS am . onnttSlag gestimmt. Andere Gruppen, dl« 1» 0 00(1 Ei'enbabNkr vertreten, werden demnach m der gleichen Angelegenheit obstimmen. Unruhen in Brooklyn. Amsterdam, 29. Oktober (Korr.-Bur.^ „Telegraas" meldet aus New Nork. daß es in Brooklyn in'ölge Wrederausnahme der Arbeit durch eine Gruppe von Dockardeiiern zu ernsten Unruhen gekommen sei, wodei es T o t e und Verwundete gegebnl habe. 20 000 Arbeiter sollen noch sire»ken, während 30.000 die Arbeit wredcr ausgenommen Hatzen jollen. . Die FiüManer Frage. Amerika »ncitt die italienischen Vorschläge zurückr. Washington, 21. Ockober. (Frmksvruch.> ^Sun" meldet aus Parrs, dast acstcrn auS Wa hliigwn die a b f ch tägige Antwort auf die ualreaiichm Vorschläge, die ' vor zwei Wochen durch die lialiemiche Bo icha t der amerikanischen Regieinng übe!rercht worden ipricn. emgeirossen sei. Die Lage de« Regierung N l t l r sei durch dre Abweisung sehr schwierig geworden und weitere Komplikationen wären möglich. Revolten in Fiume. Berlin, 29. Oktober. Das ^^-Uhr-Abendblakt* meldet aus Basel: Die Preß nwrmat on meldet aus Rom: In Fiume her, scht g r o ß e V e r w i» r u n g. Unter den F re i s ch a re» d'A n n u n zi^ o S sind Revolten a n s g e b r o ch e n. Die meisten 2 oldatcn verlangen, nach Italien zurlickzukchren. D'Äunlinzio ist an h o h e m F i e b e i s ch w er erkrankt. Eine Brrurteilung der Versailler Friedenskonferenz. Amsterdam» SS Oktober. ,Manchester Guardian" meldet, daß der Hcrzog von N o r 1 h u m b e r l a n d rn Canibridge cn,e Rede grbalten ha«, «n der er erklärte, der Völkrrbund fii weder aus ethische'-, noch auf moralischer oder auf relifiiöser Grundlage awhflaut. /Dir vom Wicucr Kongreß erzielte isosriug sei tn keiner Weise vriderbl chcr aewese» alS das ErgebniS de, Versailler Konferenz. Der rmzigr Untcifcljicb sei der. daß der W i tn*t Kongreß ehrlich gewesen sei. Das neue englische Kabinette Amsterdam, 2*. Ok'vber. tKorr.-Bin.> AnS H o r s e a w>,d drahtlos gcmelbek: Das neue englische Kalnnelt wird sich tolgmde,maßen zusimm'iisetzen: Lloyd-George Ptemi rminisier, Bonar Law - Grostsiearlbewahre^ B a l f o u r - Präsident dcS geheimen Rates. C « a », d e r< l a l n und BarneS Min ster ohne Portefeuille. F r e n ch - Lordleu'enant von Irland, M a c p h e r s o n — Swatssekietär iür Irland. Lo,d Birkrnhead — Lord« kanüer. S l, o r 1 l, -- Minister »ttr Inneres, C « r z o n —, Minister für Aeusirrcs. Mr.lner - Staatssekretär sür Kolonien. C h u,r ch c l l — Minister für Krieg und Luflstrelt/ kräfre, M o n t a g u — Minister für Indien. Lang -- erster Lord der Adi,ttral,1ät. M o n r o — Siaalötekrctär von Schottland. AuckladGeddeS,— P»äsid.-i,t des HanbelSgiuleS, Addison Minister M öffentliche >> Gesundheit, Lorh. Lee — Präsi,ident des RüchSwirtjchaitSamtcs, F i j h e x -