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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-26 · Heft 276 (26.10.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 276 (26.10.1919)
Date
1919-10-26
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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I AK. 270 Men, Sonntag * Das $ud)tf)ätt9 von Readingi m dem Oskar Wilde rmst sein« berühmte Ballade „Das Zuchrhaus von Readmg" und die verzweifelte Reflexion „Vs Profun dis" fdmcb, wird nacl, Meldungen englischer Blätter demnächst aukgelasien weiden. Das Gefängms, welches 224 Personen ausnehmen kann, wnd gegen» wärtlg'nnr zur Hast von fiins Gefangenen — Fremden, wie die „Times" nebenbei bemerkt — verwendet. Wahrend des Krieges wurde es nicht mehr für Verbrecher verwendet, diese wurden nach dem Oxforder Zuchthaus gebracht. ' > Gvotzrabbtner Josef Engel gestorben. Vorgestern ist hier Großrabbiner Josef Engel ans Krakau im Alter, von 61. Jahren nach kurzem Leiden verschieden. Mit ihm. verliert ie jüdische Gelehrtenwelt einen ihrer bedeutendsten Vertret r. Seine rituellen und talmudischen Entscheidungen wurden aus allen Kreisen, der. Welt elngeholt. Auch auf sozialem Gebiete hat er sich segensreich betätigt. Das Leichenbegäugiiis findet- Keule uni halb 10 Uhr vo-mittags vom Trauerhause, 2. Bezirk, Leopoldsgassc 16, aus statt. * Der Verband der Fleischhauernnd Fleischselcher- Genossenschaften hält Mittwoch bnt 29. Oktober, um il? 10 Uhr vormittags im Fest'anl der Bäckelgenoffenschaff seine vierte Verbaursvecsammlung ab. Auf der Tagesordnung befinden sich außer verrchied/uen wlitschafNichrn Fragen auch die Fragender Stellnngnahrne gegen die zentrale Benin tscha'tuntz von Vieh und .. Fleisch und gegen die Komunal.sierimg der flcffchveiarbeitenden Gewerbe imd. gegen die Eingriffe der Konsumvereine rn die Wwerberechte, ' Berichte über den Bürger-, Stände» und G.esverbMt und über die Wirtschaslsinstiutte im Gewerbe. . , * Orgirnisation für Deutschösterreich, teilt, attif: Mit Rücksicht auf drei in letzter Zeit sich häufenden daß verschiedene Individuen "unter Mißbrauchdes .Namens der „Hechaluz"-Organisation 1H als Bhüluzick . aus geb en, um auf diese Weise persönWe Bortei^e^für sich zu erlangen, sieht sich der gefertigte Waad.der ,Hechaluz"-Orgallifation bemüßigt, alle jüdischen -Körperschaften und Persönlichkeiten zu ersuchenin allen derartigen Fällen sich mit ihm'vor-- her ins . Einvernehmen zu setzen. ' * Hionistifche Sektion „Innere Stadt". Am22. Oktober hat -im . Cai6 Prückü die erste ordentliche Generalversammlung der Sektion „Innere Stadt" stattgefundeu. In den neuen ' Vorstand wurden gewählt: Herr Josef H. W a l t u ch als Präsident, Herr Dr. Leo Lknd.enbanm als Vizepräsident. Mach den erfolgten Neuwahlen sprach Herr Gcmemderat 'Dr. Jakob Ehrlich über die Bedeutung der bevorstehenden Kult u s w a h l e n, indem §r auf die Wichtigkeit der Propaganda hinmies und b:c Notwendigkeit der sogenannten' Kleinarbeit hervochob, durch die das große Ziel zu erreichen rst. V Driefkastert der Redaktion. . K. CH.. Wir können bie Frage ohne genaue Kmntnls der Jercinbarungen nicht beurteilen. Wenden Sie sich am besten an %cu SlMu'fatcit; . Beremsnachrichtsn. ■"1 I ü dakad. Kult nrver band „I a b n e". Heute' um ^«11 Uhr vormittags. Ul. ordentliche Generalversammlung.— Morgen um 7 Uhr abends: Menahem Frostig: Kurs über die Agädah. — Heute um 10 Uhr vormiltagZ versammeln sich aste, die an hebräischen Kurien teilnelim'n wollen, rm Lokale IX.'. Türkensträüe 9. — B e v c t n t p u i\ ß utrain i s d) Y* Mllltä x-M 111 c n dj iU e r. Heute um 10 Uhr vdrmcktags - findet in ner Lesehalle, II,, Glockengasse 30, eine; P.leffarverimnMlung sänulicher Realschüler, die die Relseprüsung erlangen wollen, statt. — B ez i'r k S s e k 11 o n> W e st. Die jüdische Jugendgruvve „El" veranstaltet heute um. 10 Uhr vormittägS ruf Hause VI., Amerlmgstraße 19 (int HoseV eine öffentliche Brrsammlung zwecks Gründung eines eigenen Jugendheimes. —. B e r b a n d. j ü d. I n v a l r d e r und He im k rhrer i« W i e n. Heule um 9 Uhr vormittags findet im Lokale des jüd. Handelsängestell'en-Bereines Wien, U.» Obere Donaustraße 65/4, eine Ausschuffsitzung statt. — Z i o n i st i s ch e r Ae n t r a l v e r e i N, S e k t r o'n Favorit e^it. Montag um V»6 Uhr abends Ausschußsitzung rm Kaffee Tcrscheck/X., Keplerplatz 2. ' _ f . ' Die ExMhrmlg.' . Dev Marktbericht. . ( Die schwächere Käuskraft des Publikums gegen Mouaksende zeigte sich gestern deutlich beim Verkauf amerikanischem Pökelskeisches m der Grobnrarkth a^l e. Die Nachfrage war. weit - schwächer als sonst an einem Samstag. Ber Beginn des Verkaufes waren ungefähr 20> 0 Personen anwesend. Auch war drr,Zmtrorn im Lause der ersten Berkanfsstunden bei weitem nicht sö'stark sme. sonst. Da aber fürden Verlauf nur ungefähr 12.000 Kilogramm amenkauisches Pökelfleisch zur Beengung standen, .wirr der Verkauf trotz der schwachen Nachfrage bald beendet. . Das.. Übnge. Angebot m der Großmarkthalle bestand nur aus einem kleinen Quamum Schaf- und Ziegenfleisch und etwas Wurst. Frisches. Schweinefleische oder Kalbfleisch war nicht erhältlich. '' Der G t f l ü gel m a r k t blieb ganz ohne Zufuhren. .* Auf den F i s ch in 8 r k t e n kamen neben gewässerten Stockfischen Brachsen zu X 24.—, Karpfen zu K 23*— und Salzsardellrn zu X 26.— das Kilogramm zum Verkauf. Dre G r ü n w a r e n m ä r k t e Hallen wie gewöhnlich au eitlem Samstag stärkere Zufuhren von den Abcndmärklen in. Kaisercbersdorf erkalten, dagegen sielen die mnswärtigen Zufuhren sehr schwach aus. ' O b st kam gestern auch in geringeren Mengen als in den letzten Tagen an. Eier fehlten auf den Markten gänzlich. Die MUch wrrd teurer. J Die Milchmrier erklären, daß sie im Hinblick auf die Futterkosten mrit dem gegenwärtigen Preise von X 3..— bis X 2.54 für den Ltter Milchnicht auskommrn tonnen. Es dürfte daher in kurzer Zeck zu einer neuerlichen Milchnert e n e r n n g kommen. Die Landesregierung verhält sich dm Wünschen der Mrlchmeier gegenüber vorläufig ablehnend. ' Am 9. Noveinber tvird auch dieKon densmilch 1 c » r e r. Es sollen zwei Preisstufen geschaffen werden, und zwar für Mmdrstbemittrlte und sonstige Verbraucher. Es liegen Berechnungen vor, denen zufolg^ Kondensmilch für Mindestbemittelte X V.—. für sonstige Verbraucher kl 14.— kosten soll. Die endgültige Preisfestsetzung steht noch aus. Kottfumverein der Bank n jsstellten. . Lokale Rockhgaffe: Franz. Gulaschkonserven, Stocks Mehttmalkognak, Sardellrnsenst Rum, Flaschenbier, . Zünder. WaMtärke nr Paketen, Obst, jeweils nach Einlangen, Tee, iv Dekagramm ll. 6.80, Soda, Pfeffer, ganz und gemahlen, Wiener Morgenzettung Kümmel. Piment. Suppenwürfel Graf und Knorr, prima holl. Zwieback. Sa'.d>nen für Meblrayomerte, 1 Dose. pro Haushalt.'— Im Lokale Schottenbastcl: Mahlvrodude.' Fett. Zucker kür 2. Häliie September und l. Hältte Oktober, Bohnenkaffee, 10 Dckagiamm pro Kopf istr Mehlrayoy>erte, prnna Waschpulver, Toilette- und Waschseife. Wiener Lebensmstlellör^erbeLrLeb für Staats-" bediensteLe. Ab 23. November können sich -rmit Ausnahme der Püstuiid E-scnbahnbed'msteten - sämtliche übrigen aktven und pensionierten Zwtlstaats- und Hosbed'iensteten WrenS bet folgenden Ftltalen rahonnren: - ' - l.. Postgasie 15, I., Börsrplatz 7. Il, Novarayaste 40, HI., Weißgäibcilände 56,!V.. Prinz EugvNsträße 34, VU., Krckiengasse 41, lX. Porzellan gaste 33/. lX., Nußdorse, strasie-Z9/ X! II.. Schönbrunn-Schloßstmße. XUI, Penzing-rstraße 124, XIX.. Döblingergürtel T. Die E>r chiung weitere Filialen ist im Zuge. Bediensie'e mit gelberMl-hlbezugstarte müssen wrc UmraNoniernrig bis 31. Oktober bei der Biotkomnmnon anmelden und dort l lafarbcnc Mehlbezuc-skal len verlangen. Alle Bediensteten können sich bei ob'gen.F lialen auch zum Brotbezug rayon>eren lasten. Annieldungen zum Warenbezug be m Wiener. Lrbensmcktellagerbelrich für Staat Bedienstete erwlat im L, Schille'.platz B. I V. Stock, zw 'chen dem 1. und 10. November von S—12 Uhr und von 3 bis 6 Uhr. ’ ' Die Drolkommissione«. Samstag den 1. November und Sonntag den 2. November sind die Komniststonslokale geschlosten. Montag den 3. November halten dse Brotkommijsionm incht nachmittags, sondern zwischen 8 und 11 Uhr vormittags Dienst. Kaitäsffelabgabe. Sonntag bis Dienstag werden im II., IV., VI. und VlI, Bezirk ital enischc Kartoffeln. >m Uli und V. Bezirk mlündifche Kartoffeln zu den üblichen Preisen.pro Perlon Vs K'logramm gegen Abtrennung des Abschnittes U dei; Kartoffelkarte abgegeben. Krnret für Mindestbemrttelte. In der 121. Akt'onswoche bekommen alle Besitzer dec neuen rosaiarbenen E ntank-' scheine sürWohliahrtfleisch irisches Kraut zum Preise von 80 Heller pro Kilogramm gegen Abtrennung des Abschnittes E in den Geschälten der Groß'chlächterean folgenden Tagerr: Mittwoch den 29. d..Pk. stir A-F, Freitag den 31 d. M. für 6- 8, Montag den 3. November für L- R und Mittwoch den 5. November Är 8-2. Es erhalten: Enzekpersonen V» Kilogramm, Haushalte mit 2 bis 3 Pcisonen 1 K'logiamm. Haushalte mit 4 bs 5 Personen 1% Kilogramm und, Haushalte mit 6 und mehr Persd-nen' 2 Kilogramm. Bühne Md Kunst. , Für die Mische Musik. Die jüd schc Musik als künstlerische Aeußerung eines ans vleltausendjährige Kultur zurückblickenden Volkes hat bisher noch lange nicht jette Beachtung gefunden.. die emer so wichtigen Erscheinung des kulturellen Lebens zuzuwenden wäre. Während dre jüdische Llteramr, der geistigen Vertiefung des jüdischen Lebens entsprechend, zum Allgemernbesttz des Judentums geworden rst, hat die Bcschntzigung mit jüd scher Musik nicht m gleicher Weise Wurzel fasten können. . Erst m neuerer Zeck haben sich verc^nz--lte Forscher und Sammler der Pflicht erinnert, die ersten Arbeiten zur Sichtung und Bearbckwng des ungeheuren Matciinls zu vcrrichteri, dns de musikalische Bestätigung von so vielen Iaht Hunderten zum . Gegenstand bat. Erforschrckg der alten Singweisen der heiligen Schrift, der siuagogalen und außersinagogalen Gesänge - wäre berufen, die miffenschü-t'lche Ergründung der musikalischen St lper oben übcrhauvt in hervorragend m Maße zu fördern. Der konservative Geist des Judentums hat hier vieles bewahrt, was anderwärts durch unzählige Stilwandlmigen umgcwandelt und weuergebtldek wurde. Hier will nun die neugegründere „Gesellschaft zur Erforschung und Förderung jüdüchcr Musik" mit ihrer wistenkchaftllch sundierteu Tätigkeit einsetzen und die Voraussetzungen schaffen, die zur planmäßigen' Bearbeitung der jüdischen Sakcalmustk notwendig sind. Auch die Sammlungen weltlicher Musik (siidischcr Lieder, Tänze usiv.i .sollen nickt mehr lediglich vom Standpunkt der praktischen Verwertbarkeit aus erfolgen. Hier wird eme großzügige Thesaurierung ernzusetzen haben, der in einem späteren Zeitpunkte dre kritische Sichtung und Herausgabe folgen wird. Was sodann durch die Ergebnrffe der vergleichenden Forschung für die Bestimmungen der jüdischen Eigenart auf musikalischem Gebiet gewonnen wird, mag als Grundlage für dre Werker entwicklung einer jüdischen Musik rm Sinne sonstiger 'Nationalmusik dienen. Dies sind in großen Umriffen die wiffenschastlichen Ziele der sich bildenden Gesellschait. Ihre Arberisivelse erfordert naturgemäß allgemeine Teilnahme und größte Internatronalrtät. An. alle jüdischen Knlturzcnlren im Orient, in den Sammelbecken des Ostjudeutums. in den westeuropäischen Ländern, wie in Amerika, ergeht der Ru? -ur Teilnahme, an ihrer Arbeit. In eigenen B>bl otheken und Archiven soll gesammelt werden, was an must' kalischeu und musiklucrarischen Werken erreichbar rst. Durch Preisausschreiben sollen Arbeiten ans diesem Gebiet gefördert werden. Der Mckteilung miffenschastlrcher Ergebnrffe wrrd eine zu gründende Zeitschrift dienen. Aber nicht nur die Foricherarbeii, auch die Tätigkeit des fchassendcn und ausübenden Musikers soll durch dre Organisation »der jüdischen Musikpflege gefördert-werden. Dre Gründung und Unterstützung von Gesang-.und Orchestervcremen. dre Aus' schrerbung von Kompositionsprersen und dre Berlagstätigkeit wrrd zu den Aufgaben der Gesellschaft.. gehören. Dre Vorarbeiten zur Gründung eines Konservatoriums und einer Oper in PaMina werden dre Gesellschaft m nächster Zukunft beschäftigen. Es gibt also' genug der Möglichkeiten, auf diesem Gebiete noch Fruchtbringendes zu leisten. Wenn dir Gesellschaft, wre zu erwarten rst, die Unterstützung aller Gelehrten und Musiker findet — , es sollen bereits Anmeldungen m großer Zahl vorliegm — dann rst hier wirllrch Großes inauguriert worden. Die Oeffentllchke'rt möge an diesen Bestrebungen nicht vorübergehen, denn nur durch Mikarbrrt Aller können so weitgcsteckte Ziele wirklich erreicht werden, vt. X. M. 26. Oktober 191p t - ' Seit* T M H ki m io o a y ti u l» tt W U UII tt U M w •* * *« « * U hV K Sit m B ZIGARETTENPAPIERE | ZIGARETTENHÜLSEN -g ra ta Sie ubertPeffen selbst S die hoc! 'ten Erwartungen S des Rauchens. S s nciSiPBioiBmBaBiRBattBaMir S7S Ein Gedenktag des modernen deutschen Dramas. In diesen Ta^en sind 30 Jahre vergangen seit jener denkwürdigen Mittagsvorstellung in Berlin, in der GerhartH aup tmann seine Biihnenlauibahn begann und mit dem Drama „B o r 'S o n n e n a u f g a n g" das naturalistische Drama aA solches aus der Tau'e gehoben wurde. Zugleich war diese Vorstellung auch einer der ärgsten Theaterskandalle, die je vorgekommcn sind. Die Anhänger der neuen Kunst zogen ins Theater'wre in eme Schlacht, um mit Händen und Füßen den Sieg zu erklatschen und zu »trampeln. Aber auch die Gegner waren kampfbereit. einige sogar im wahrsten Sinne des Wortes ausgerüstet, nämlich mit sogenannten „Radauflöten". Ern. großer Teil des Publrkums aber strömte herber, Weil er einen Skandal erwartete. „Die Spannung entlud sich", so bezeugt Richard Dehmes der auch an der -Aufführung teilnahm, „in emer Weise, die in den Annalen selbst der radaufelrgstcn Berliner Vorstadtschmicren ■ nicht ihresgleichen finden dnrste". Der erste Akt ging friedlich vorüber, aber dann jubelten . die Jimgen den Autor so oft hervor, daß der Wrverspruch der Gegner laut wurde. Bon Akt zu Akt wuchs der Lärm. Schließlich lachte und iubclte, höhnte und . trampelte matt mitten in die Unterhaltungen der Schauspieler hinein.EineOase bildete nur die wundervolleLiebesszeue im vierten Akt. von deren „übermächtiger Einfachheit" selbst die Gegner bezwungen wurden. Aber .dann laut die Stelle, wo auf der Bühne nach der Hebamme gerufen wnd, und da ging' *ür eine Zettlang die Dichtung überhaupt in einem ungeheuren Skandal/unter. Ein bekannter Arzt und Journalist, Dr. Kastan,' der zu diesem Zweck eigens eine Geburtszange mitgebracht hatten warf das Instrument auf die Bühne. „Rasender Tumult erhob sich. Einige wollten ihn aus dem Theater werfen, andere traten für ihn ein. Man spielte das Stück mühsam bis zu Ende, lachte den Helden des Dramas aus und jubelte doch wieder den Verfasser hervor — um dann zu zischen." Mit Ausnahme weniger, die für ibn eintraten, .wurde Hauptmann allgemein als der „Dramatiker dcs Häßlichen", das „Talent in unsauberer Verpackung", der „unsittlichste Bühnenschrfftsteller des Jahrhunderts" verurteilt. v Aus den Theatern. Der Spielvlgn des B u r g t h e a 1 e r s für die kommende Wockt lautet: Montag den 27.: „Der Verschwender". (Ansang Vg6 lt(n\) — Dienstag den 28.: „Candida". (Anfang V«6 Uhr.) — Mtt woch den 29.: „Anna Kcuenina". (Anfang 5 Uhr.) — DonnkrZrag den 30.: „Das Konzert". (Anfang 'A>6 Itljr.) —{ Freitag den 31 : „Erde". „Kärrnerseitt'". tArttang Vs6 Uhr.) — SaniStag den 1. November: „Dre Räuber". .Anfang V-4 Uhr.) — Sonntag den 2.: „Ein Geschlecht". (Anfang lj{l Uhr.) \ Der Sviclplan des< Operntheatevs für hie kommende Woche lautet: Montag den 27. d. M.: „Dalibor"^ Antang 5 Uhr.) — Drcnstag den 28., zu erhöhten Preisen: »Dre Boheme". (Anfang *Ia6 Uhr? — Mittwoch den 29., zu erhöhten Preisen: „Die Frau ohne Schatten". (Anfang4 Uhr.) — Donnerstag den 30, zu erhöhten Preisen: „Dre Hochzeit des Figaro", iAnfang 5 Uhr.) — Freitag den 31., zu erhöhte« Preisen: „Cavallaria rusticana". „Der Bajazzo". (Anfang 5 Uhr.)' —- Samstag den 1. November, zu erhöhten Preisen: „Das Nherngold". (Anfang V-6 Uhr.) — Sonntag dm 2., zu erhöhten Preisen: „Die Wallküre". (Anfang Uhr.)! Im Deutschen B o l k s t h e a t e r gelangt Donnerstag den 30. d. M. das dreiaktige L u st s p i c l ,.M e i n F r e.u n d Teddy" von Andrv R i v o i r e und Lucien B e s. n a r d zur ersten Aufführung. Spielleiter: Dr. Heinz Schulbaur. ' ' . Das deutschösterreichische Volksbildüngsamt beabsichtigt, für die Bürger-. Handels-, Mittel- und Hochschüler Wiens. eine Rerhe von wohlfeilen Klassikervorstellungen zu veranstalten. Am WienerKomödienha u s geht Freitag den 3l. Oktober 1919 die Operettennovität ^,D e r Liebesteufe!" von Leopold Jakobso n und Robert Bodansky, Musik von Juirus B r s t r o n erstmalig in Szene. Das Werk, in welchem Rosy Wergrnz rhr Engagement antntt,-wird vom Obrrregiffeur Arthur G u t t m a n n in Szene gesetzt, die musikalische Leitung ruht in Händen des Kavellmeistels JüliuZ K ata h. Die Erstausführung beginnt um 6 Uhr abends. Neues The-ater. Kammersvicle rm Volksbildungshaus..Die Erstausführung von ,.K o m ö d r e d e r Lieb e" von Ibsen findet Samstag den ' 1. November auf dieser Bühne statt. Im Stadtheater wird - die Schausprelneuhe'ck „Gottsucher^ von I. W. Rakasoss vorbereitet. Dre Erstmttfübrung dieses Werkes findet Freitag den 3r. p. M. statt. Die Hauptrollen werden von Hans M a r r und Otto D r e ff l e r dargestellt.' ' Der Vorverkauf für diesen Prcmierenabend h a t bereits begon neu. / Spielplan des Wiener Stadttheaters: Montag den 27. d. M./ 6 Uhr abends, „Der Vater". Drenstall den 28. d. M., V«6 Uhr abends, „Die Stützen der Gesellschaft". Mittwoch den 29. d. M., 6 Uhr abends. „Freiwild". Donnerstag den 30. d. M., 6 Uhr abends, „Der Vater". Freitag den 31. d. M.. 5 Uhr abends, zum ersten "Male. „Gottsucher". Samstag dm 1. November, 2 Uhr nachmittags, „Der Vater", %6 Uhr abends,. „Gottsucher". Sonntag den 2. November, 2 Uhr nachmittags, .„Freiwild", V26 Uhr abends, „Gottsuche/'. V Konzerte. _ Ignatz Körner hat für seinen" am Donnerssag den 6. November ,m grahen Konzerthaussaaie startsindeudeck'. Arlen- und Liederabend solgendcs Programm gewählt:. Mendelssohn: Arre aus „El as"; Mozart: Arre aus „Cosi fan tutte“; Verdi: Arie aus „lla (orra ttsl össtino" und „Rigoletto"; Puccim: Arre aus der „Boheme", ferner Lieder von Jönsen, Hermann Fehrrnger, Lre Hanns. Korngold und Richard Strauß. Restliche Karten an der Könzerihauskaffe und der-R. Löwit, h, Rotentmmstratze 2y, . /

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