Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 275 (25.10.1919)
- Date
- 1919-10-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr 275 Wien, Samsmtz ' AZlener 33. Oktober "MV &eüc 3 - «mS!<■■'!■'■»«■?* ■ ■ i. ...i . TÄgesherichL. -■ Die jüDLsche MMZ in LeMerg. Die Uuterf«Hung gegen die «rr-gedkagten Milizlanlen eingestellt. Am 17. Oktober wurde die Untersuchung gegen die . beschuldigiLN Mitglieder der jüdischen Miliz in Lemberg, die feit den Novembertagen des vorigen Jahres anhängig war, auS Mangel an betastendem Beweismateciyl eingestellt. Damit ist offiziell durch das Militärgericht bestätigt worden, daß die Verleumdungen über eine antipolnische Haltung der jüdischen Miliz völlig unbegründet waren. Es ist noch'erinnerlich, daß kurz nach-dem Lcmberg-er Pogrom zur Rechtfertigung der judenfeindlichen Haltung des - polnischen Militärs von der gesamten polnische» Presse dieNachcicht verbreitet wurde, daß die Juden eine Miliz gegründet haben, die ijtt Verein mit de» Ukrainern gegen die Polen kämpfen sollte. Diese gänzlich aus der Luft gegriffene Beschuldigung wurde aufrechleryalten, trotzdem^ die jüdischen Instanzen ihre Unrichtigkeit überzeugend dargetan hatten. Um dieses Märchens willen ist neuerlich jüdisches Blut geflossen. Es ist daher von größtem Interesse, daß selbst das polnische Militärgericht die Unschuld der Juden aussprechen mußte. Die tatsächliche Grundlage des maßlos aufgebauschten Gerüchtes war die Verhaftung von "acht füdisch.en Mi-lizianten, welchen zur Last gelegt wurde, sie Hütten am 17. November ukrainische Abteilungen unterstützt. Die Untersuchung ergab, daß die jüdische Miliz vom polnischen Oberkommando durch ein tlebereinkommen vom 10. November anerkannt.worden war. Am -17.' Oktober erhielt' Leutnant S t a u b den v. Auftrag, mit einer Patrouille von acht Mann einige. Nassen von Banditen zu säubern. Leutnant Staub wollte diese Aufgabe im Einvernehmen mit dem polnischen - Militär durchführen und näherte sich daher mit einer weißen Fahne den polnischen Linien. .Plötzlich würde die Patrouille von einer polnischen Abteilung umringt, ein gewisser Antoni David-ovsky erschoß den jüdischen Offizier und verhaftete, die acht Mann mit der Begründung, sie hätten auf polnisches Militär geschossen. Im 'Untersuchungsverfahren hat sich herausgestellt, daß DapiKovsky mit einem bekannten Verbrecher identisch ist, der später in ein Irrenhaus gebracht wurde. Auf dieses Mannes Aussage hin ist. also das ungeheuerliche Gerücht in die Welt gesetzt worden, das ein ganzes Volk kompromittieren; sollte. Schon im März hat der Untersuchungsrichter den Antrag auf Einstellung des Verfahrens ge- . stellt. Der Justizreferent des Oberkommandos gab jedoch den Befehl,' eine Anklageschrift auszuarbeiten. Gegen einen Militanten wurde die Verhandlung bereits im Juli durchgeführt.und mit Freispruch beendet. In der. Vegründpng' des -Urteils?wird .darauf lsingetviesett, daß die . Absichten der - jüdischen. Miliz durch aus loyale waren, und daß sich .schon aus? technischen, Gründen ergibt, daß die Juden, nicht.-auf die polnischen Linien schießen Vonntsn.- Nach diesem. Freispruch würde aber,die Untersuchung gegen die anderen weiter geführt und erst jetzt,-wie eingangs erwähnt, vollständig eingestellt. .. - >. Es ist zu hoffe«. Laß nun das Märchen vom Kampf der pUnschen.Miliz gegen die Polen auch aus der polnischen -Publizistik endgültig verschwinden wird. > Wers wird da geplant? Der großder,ische Abgeordnete Dr. Straffner sagte gestern in der Nationalversammlung^: «Nutzer uwerer Maicrurig gcht es eme Nebeneegiemng und c§ nt uns zur Knirms ac- Ummen. daß ine Regieiung sich hinnr diese N'ebenr'genina stell! Dieie Nebenregierung hat nämlich verfügt, daß Angriffe gegen die Regierung m den Blattern nicht mehr gebracht weiden dürfen; d l e' v e r e c N i g t e n Seyer e r 5 l ä r l e n, 11 e wcrbnt keine schärferen Angriffe gegen dre Regierung bringen." ' Es entwickelte sich folgendes Zwrege'pi ach: Abgeordneter Dr. Ono B a u c v: Wo wurde das deschlosien? — Abgeordneter .Dr. Straffner: Gestern. — Abgeordneter- Dr. Otto Bauer: Bon welcher Körperschaft? — Abg-ordintcr Dr. S t r a f f n e rk Im Nahmen der Ncbenregrerung! — Abgeordneter Dr.' Oriv A a n e r: Was »st daL? Nennen Sie die Nebenrcgnruiig! — Abgeordneter Dr. S t r a f Ni e r: Die Nngelc'geriyeit wlttde gestern rm Verbände der Zeitung^herausaeber eingehend besprochen. — Algeordncter Dr. Otto Bauer: Nnnen Sre mir Zeit, Ort und Äörverschast des Beschlusses! — .Abgeordneter Dr. Straffner: Der Bert, strr der Gehilfenschaft S ch r st a k hat düse Mrileilrmg gemacht. Ern neuer NorariaSstar^. j /Eine heute zur Verlautbarung gelangende Vollzugsanweisung des Staatsamtes für Justiz setzt an Stelle,, des^ alten., aus dem Jahre 1871 stammenden Notariats tarifes einen neuen und sucht damit eurem dringenden Bedürfnisse des ^Mtariatstandes zu genügen, der bei den herrschenden Denerungsverhälinifftn und 'den gewaltig gestiegenen Regieauslagen mit .den Sätzen,des alten Tarifes nicht mehr das Auslangen zu senden vermochte. Diesem Zwecke entsprach.nd mußten hie Sätze vielfach'bedeutend erhöht werden. Doch ist in Sachen von geringem Wert die Steigerung nur eiine unwesentliche. Da die gegenwärtigen wir schafteichen Verhältnisse keine genügend sichere Grundlage für die Aufstellung eines dauernden Tarifes bieten, beschränkt sich die Bollzugsanwcisung auf eine provisorische Regelung der Tarifsätze. Die innere Einrichmng heS Tarifes zeigt mehrfach Neuerungen, die auch der Grund sind, warum anders als beim Tarif für Nechtsänwälte nicht einfach, mit der Auiltellnua eines Zuschlages zum alten Tarif vorgcgangen werden konnte. So sind die Sätze jetzt nach Ortsklassen abgestuft, um der Verschiedenheit der auf dem Lande, in den Städten und insbesondere in Wien bestehenden. Preisverhältnisse Rechnung zu tragen. Die bei den Gebühren für diö Errichtung von Nechtsgeschäften bisher bestehenden Höchstsätze sind, aufgekassfen worden, die Gebühr-für hochwertige Geschäfte, die regelmäßig von den wirtschaftsich leistungsfähigsten Pe.sonen abgeMossen werden, sollen esinen Ausgleich dafür bieten, daß die Tätigkeit der Notare in Sachen von geringerem Werte nur ungenügend entlohnt wird. Die Kshlenkriss. f Die.krisenhafte Lage der Kohlenversorgunii dauert an. Der gestrige En l ms war j'dvch etwas besser und ermöglichte es, dre Bahnen ansgrebiger als m den letzten Tagen zu dotieren. Aus Mähst'cli-Ost> an kamen loft, aus Oberschlesien 164, aus Polen 83 und aus Böhmen 114 Waggons Kohle. die nach den augenbl cklicbeu Bednstmffcn aut dre verschiw'nen Konsumenten ansgeteilt wurden. Auch lauaien einige Waggons Koks cm. Die Schw er>gke >en m derAuieilung l-egm dann, daümrn nicht mit stationä en Leser utigen rechnen fanu und von den schwankenden Tagesscndungm abhängig ist. Die Razzia im Klub der Edelstein^ändler. Das Prändllun des genannten Klubs bittet um Aufnahme nachsteh arder Zc len : Es entspricht,nicht dm Tatsachen, daß der Klub offiziell den. Abschluß von Geschälten in se-nen Raumli chkeit en v erb i er er. um sie heimlich zrrzulafien. Vistmehr ist es geradezu 'der statutarische Zweck der Genossenschaft der Edelsteinhändler m. b. H, die mit dem Klub du>ch ihre Mügt^rr und das gemeinsame Lokal unlösbar zusammeuhLirgt, d'.e GcschättsabjchlÜste der ihr angeborigen Kausleute. untcreinarider zu fördern und zu ermöglichen. Ties ist auch der Behörde ichr wohl bekannt, da das Statut ke nerfteu von ihr genehm gt und dieser ge'chästl'che Wirkungskreis seuber in wrednHollen 'Emaaden und anrlrchcn Errischeidungen anerkannt winde. Klub und Genosse-nschast dienen beide dem unleugbar -voibandenen Bedstisnis nach einem Tressvunkt der legitimen- Kamteute unseres Gcschästszwciges. Das Präsidium ist stch bervicht, daß d'erer-legale Wnkungskieis in keiner Wcn'e überschrit'en wmde und stutz hreriür auch die schärfsten Konbollmaßrearln rn Üebung. E ne Darstellung, die den Eindruck belvorluten' könnte, daß imier Klub nncm >ÜLg>iimen Handel diene oder geradezu eine Schlcichhandelsbörse vorstelle, entspricht daher Nicht den Tat achen * Gemeindevat Dr. Plaschkrs bewricht -heute, 7 Uhr abmds, in einem Boitraa in der zion st"'chm Bez'rks'ekt'on Alürgiund sCafS City) „Did Rtchtliuren der jttdlschcn Volksgcmcmde".D »«Lichtinspektoren.* Das Staatsamt sür Handel und Gewerbe. Industrie und Bauten bat mchrere Funktionäre des^ Kohlenamtcs zum besonderen Kontrolldicnst tür die angeordncten Sparmaßnahmen beim V-'.brauclie von Gas und Elektrizität und ■•In* die Boi'chnlten über den Verkehr mit Kohle, Koks und Briketts bestestt. D'eü «L cb in'pckioreu", w>-lche mit anulichen Legitimastonskarien der Polrreidlrestwrt versehen wurden, stnd berechtigt, zum Zwecke der Uebkrw'ichnua der M't den Sparmaßnahmeveroidiurngen versiigken Anordnungen, B-stchtigungen in den in Betracht kommenden B.t'.reds- und ,Bvrratsränmen, und zwar in den Fabriken, gewerblichen Betrieben, den Ladengrschästcn, den Bcrkaufelokalen, den Magazinen, den .Kanckcen, den K-intoren. den Gast- und Schanklokal täten, dm Vereins-, Velsammkimgsr, Klub- und anderen Gesellschchtsräumen. denKo'izertiälm.deiiTheatern, dmK uos.Pariet^s undBergnugungslokalen vorzunchmen, d»e bezüglichen GrschästSaus-eichnnngen, Bormertbüchcr und Kundeiilistcn riNZüsehen. die er'orderl chcn Anskünlte zu vei langen und alle zur Sicherung der Beirlgung der Anorduunpen notwenKlgen Ma'mahmm. insbesondere die Abmonlierung von Beleuchtnngs- oder He-rr'nrlchtnngm oder der dazu gehörigen Leitungen, ferner, 'd e.Plomb'eiUng oder fonfirac Kennt'ichnung der unter Benützungsverbot stehenden derartigen Einrichtungen zu veifüg'-ir. * Eine Preiserhöhung der K,iffe-:si^-er in Sicht. Gestern nachmittags fand eine sehr zahlreich besuchte Versammlung der Funktionäre der Wiener Kaffeesiebergenosse'nschaft statt,, in weicher in sehr eingehender Weise die gegenwärtige Lage diesös Gewerbes erörtert und einhellig fsstgeftcllt wurde, daß eine Erhöhung der Preise' sich angesichts der auf allen Gebieten bestehenden, noch stetig steigenden Teuerung aller PrKll A m e r K i i o n s- EiMlllduAg. Akn I.Noventberbeginnt ein neues Ouartal.Wir bitten unsere Abonnenten, das Abonnement rechtzeitig zu erneuern, damit keine Unterbrechung in der Zustellung des Dlpttes eintritt. Die neuem ab 1. November gültigen Bezugsbedingungen: F8r Wien: mit Zustellung ins Haus Moncrtbch . . . Kr onen?>.— Vietteltähng „ 21 — Halbjährig ... 52.— Gau jährig ... „ 100.— Für Dsrrtfchöftsrrelch: rntt Postversand Monatlich . . . Kronen 9.— Vierttliährig . . m 27.— Haibsähng ... m öS.— Ganziähng ... „ 100.— Für bh T'^echo- Slowakei: rntt Postvcriaud tn tschechischer Währuna Monatlich . . . Kronen st.— V>ett"liährig . Halbjahr,- . . Ganzjährig . . 97- 52.- 100.- Für Polen rmd die übrigen Nationalstaaten: mrt Postvcrland Monatlich . . . Kronen 10.— V erteljähng . . 30.— talbiähr z . . . „ 80.— 'an'jäbr>r ... 130.— Einzeln <rmplar 40 Hecken. Für Tentschlond monatlich 5 Marl, Schwen b st-'anken. iür das iib' ge Auöland vrerieltähng 26 K auen. D ' Geld n'dl'. .r"' 'iir die Tscheckio^S-owakei stnd ver!k'r1agsä>em nr das Volt>v-rifast'N>i»u' P. 2. Äir. 150.603 m V>aa, im Polm. '''«'stfial .---n rmd Polnisch- <cklesten rer Post« anweonng an o>e LomkorL und Gskomptedank» Filiale KrckSc»«, tür untere Zelluug Krakau» Ryuek 12, zu richten. Administration Wirn, U.,Tab»rÜrakLl—S. Televkon 44.038«. 43.319. ifliliHEr Größte Auswahl! Billigste Preise! r wo Leopold StemhlirhWien, l,.,Bzberstraße 9. Nohmaterialien und Bcharfsarcktkel als unumgängliche Wendigkeit heraus gestellt. habe. Es wurde insbesondere ans. waren, auf die enorm gestiegenen Kosten der Beheizung^- waren, auf die enorm gestiegenen Kosten der Bel^nchttmgsniaterialien, auf dis LLOprozeutige SteigerMig der Preise für elektrische Beleuchtung,, auf dre neuerliche Verteuerung der Einkaufspreise von Kaffee, Schokolade, Tee nsw. hrngewiesei,. -Einhellig wurde der Besch ins, gefaßt, die Preis - prüfiingsstelluin. Festsetzung vom neuen, den Lerzmttgen TenerungSverhältnissen Mlsprechsnden Richtpreise dringend zu ersuchen. . - Wiener Gruppe HapoeL Huzair. Am ' 18. Oltobcr d. I. bat |btc H. ordentliche. Generalversammlung der lmsiacn 'Grupde des^ H a v o c.l H a z a i r stat^etunden. Nach dem Tälchkertsbrr.chte des abwerrnden Waads uns nach einer längeren Debaye, m der alle Redner auf die Norwendrgke't einer positiven Arbeit hinwicssn und d« NichMunü der zukimftigen Tätigle-t klarlegten, wurde., em unter Wo ad gewählt.'Das Sekretarmt der- Oraanrsatipn befindet'' stch im Lokale.' der Delegation des Jüdischen RationälrateS^ für ÖstgÄrzlen.' II.?- Daborüraße 20». Sprechstunden täglich von 6 blö 7 Uhr abends. ~; * Volkskvmmissäp Krsrrft irr ÄVie«. Drr Bollskommifiär der ehemaligen ungarischen R8rerwM?k. Dr. S'.eg- .umnd K u n f r. ist, wie mttgeteilr wird, vor einigen Tagen in Wien eingekroffen. Er bewegt stch hiev/frei und halte uut k eil hiesigen Kommnnistcntührern wiederholte Zusammmkiinste. * S>K Grde zittert. Aus N o ur wird genreldet: GeKenr? Uhr morgen« fanden durch 5 Sekunden E x st ö st e vierte-.,. und tünftm Grades statt, deren Zenirmn. bei Brllctri - mnd Cwrtavccchia war. Bisher sind keine Schäden, gemeldet, * Bis umerMimrsche GsogLSpNescl Goeiaty in Rew-Dorr hat an den Verein lür Landeskunde von stüedrr-- ö,Erreich die Emladmrg aerrchtet. den wisJnschafilichen Verkehr, der zwnchen den berden Vereinen vor dem Kriege bestanden hat,' wieder ansiunehmen und um Uebmendung der seither erschienenen Verösfemlichungen des Vereines ersucht. * Demonstsatronsstreilr Lev Lirrrzev Wirte. Ans Linz wird unterm 24. ö. '.0k. gemeldet: Als Protest gegen das . Vorgehen von Kontrollorganen der Landesregierung, welche liü lich m hiesigen Gast- und KasteewrUschakren R e'b t i t o u e u Vornahmen, haben heute sämtliche Gastwirte und K a f s e e s i e d e^r ihre Betriebe geschlossen.' * ViSveinhalb Millionen MetSvzemtuev Polnisch« Kartoffeln für DeMschiarrd, Poienev Blätter me'den. dak out Grund des polnisch-deutschen Uebereinkommens in Bcrl >: 4V, Millionen Meterzentner Kartoffeln in den nächsten Tagen aus Polen mach Deutschland, gelieter-t werden. * Antevbrechzmg des amerikanischen Seetransl yortdienftes. Aus New-Iork wird gemeldet': Die Seetrausvorte sind immer noch umnbrocken. La fich.die Krahttarbeiter wergern, die Arbeit wieder aufzuitchmen. * Ein Betrüger sestgenommerr. Aus Berlin wird gemeldet: Der 'Artist T h o m a. einer der Täter, dre vor einiger Zeit den Wiener Fabrikanten Goldschmied nach Bayern gelockt und lhm dorrselbst K 680,000. abgenommcn haben, ist gestern rn Berlin verhaftet worden. - . ' * Folgen der KoWnnot. Aus dem städtischen Ko'hlenlagerplatze Michelbeuern im 8. Bezirke herrschte vorgestern ein derartiger Andrang von Kunden, daß im GedrüngS"' sechs Personen von O hnmacht befallen würden. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung war ein Aufgebot von 15 Sicherheitswachmännern notwendig, die mit gwßcr Mühe' den Zu» und Abgang regeln konnten. Auch für gestern-war«!:,- um Folgen hintanzuhalten,. ähnliche Vorkehrungen getrofftir. * Die Reisen nach Ünsanr. Es wird nochmals einbringlichst daraus aufmerksam gemacht, daß zur Reise nach Ungarn itmder direkte Budapester Zug ab Wien-Ostbahnhof vm 7 Uhr 40 Minuten früh benützt werden darf. Am Bahnhofe Bruck' a. d.. Leitha (Abzweigung) findet sodann die Zoll-, und Paßrevisiow statt, nach welcher die Neisenden, ohne umznsteigen, ihre Fahrt fortsetzen. Eine Abfertigurig von Frenreisenden bei den Brücken in Bruck a. b. Leitha' findet unter keinen Umständen statt. Reisende, die dahin gelangen, müßten unuachsichtlich verhalten werden,/zur Weiterreise den nächsten Fernzug zu benützen. * Aenderung des Zugsvevkrehses auf Lev Pbdstalbahn. Wegen ungenügender Koblmbclieserung werden ab Montag den 28. d. M. auf der?)bbstalbahn nur mehr nachsichende Züge gelührt: Strecke Waidhofen a. d. Vübs-Krenberg- Gamrng: Ab Wardhoscn a. d. Ubbs 9 Uhr 30 Mm. vormittags, an Göstiing U Uhr 53 Min. vormittags, ab 12 Uhr 4 Min. nachmittags, an Kienberg-Gaming 1 Uhr 48 Min. nachmltags. In der Gegenrielrtung ab Kienberg-Gammg 3 Uhr 3 Min. nachmiitags, an Göstiing 4 Uhr 41 Mm. nachmittags, ab 4'Uhr 51 Min. nachmittags, an Waidhofen a. d. Ad.bs? Uhr 20 Min. abends. Strecke Wardbvsen a. d. Mds—Mbfiy: Ab Waid- Hosen a. d. NbbZ 6 Uhr vormittags, an Bbbfitz 6 Uhr 89 Mm. vounittags. In der Gegenrichtung ab Dbbsitz 7 Uhr 24 Min. vormittags, an WatLhosen a. d. Mbs 8 Uhr vormtttagr. ' Vereinsrrachrichtnr. nn 1 e r/st ü tzu n a s v e.r e i n jüdischer H , ch- 1 ch Ü l e r a u s G a l'i z i e n'i n Wien. Heute, 4Mr nachmittags, im Lokale deS Jüdischen HochschulSusschufieS, Ix., Alserstraße .88, Generalversammlung. — Heilte findet die Eiönnungsfeier des Heimes der Gruppe für die westlichen Bezirke d s jüdischen Wanderbundes „B l a u - W e i ß", IV., Schleismühlgafie 14, statt. Beginn 5 Nhr nachmutays. — H c b r ä - isch^r Lehrerverband. Dre hebräischen Lehrer werde» h'cm t zu emer wichtii,en Bcsprcchuna für beute SamStag v« 3 Uhr nachm ttagS im Schullokale,!!., Große Mohrengaffr lS/S-/ eingZaden. — Leie- und Nedehalle jüdlsche^ H o ch s ch Ü l e r. tzente um « Uhr Abends Vortrag deS Herr» 5tuä. pKU. Meir. Landau über das Thema »Sozi a* lisierung deZGerfie s". — I ü d.- a k a d. K n l t,n w v e r b a n d a h n e". IX., Türkcnstraße 9. Heute mm 4 Uhl > na bmittags Frau Esther R ä p a p o r t °> M t e s e 8': BtbelknrZ (Genesis). Z, o «rstis che Bezirkssektion XX. An 14., d. M. fand die erst» definitive Generalversammlung der Brigistenauer Zionisten statt Nach Annahme des vorgelegtev Siatutcs wurde da- Bestrkslomstee mit Herrn E m l l N i m- Käufer als Präsitentcn gewählt. Ferner wurden die Herrez S a l v m o n P , ck e r znm l. Brzepräsidenten, Dr. L Kürschner znm H. Vizepräfidenten, Adolf 8 a ck zuä Schnslsührer, Israel Siegel zum Kafiicr, I a k o 1 Schwarzbrot znm Ingegdreferrrsten und Frau E m i l i > Weiß »irr Frauenreirrmstn aewäblt.