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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-25 · Heft 275 (25.10.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 275 (25.10.1919)
Date
1919-10-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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v & 'Men» DamsW LMener Germindrrat. / Gitztmg *m S4. Hdto-?v. Die igeftrige Sitzung fand wieder in Abwesenheit der Ehristlichsozialen statt, welche vorläufig noch streiken. Wenn sie am nächsten Dienstag bei der Sitzung wieder nicht erscheinen, das heißt, ihr Fernbleiben nicht entschuldigen, dürfte der Bürgermeister ex lege sie ihres Mandats verlustig erklären und die Ersatzmänner einberufen. Jedenfalls ist es als sicher adzn nehmen, baß die Herren der dritten Sitzung nicht „ohne Entschuldigung" fernbleib-n werden. Hi« das Wesentliche arrs her Sitzung: Mßchaffrmg der SiraßMlren«rnu«K-n, die au die monarchische Zeit ertAEern. Gemeinderat Klimesch interpelliert wegen der Abschaffung aller Benennungen iii Wien,' welche an die monarchische oder dynastische Zeit erinnern. Bürgermeister Reumann: EL besteht bereits ein sechsgliedriges Stadtratskomitee zur Deuennung von Straßen und Plätzen» das sich auch bereits mehrmals rnit dieser Lürgelegerrheit beschäftigt unb heute nachmittags Beschlüsse in dieser Richtung gefaßt hat. Die Interpellation kommt etwas spät, denn wie Sie sehen, sorgen wir für alles vor. Vsn -er r^LerprüfunZötommlfsIs>n im stL-rishm Ge» snndheitsamt. Gemesnderat Dr. Ptaschkes (jüdischnational) in-!r.oelliert wegen schikanöser Behandlung pan Aerzten durch Die beim städtischen Gesundheitsamt eingesetzte Ueberprüfungskoytmission. Der praktische Arzt'Doktor Hugo Strauß ist seit 1. Oktober 1910 in Wien wohnhaft und hat im Dezember vergangenen Jahres die Staatsbürgerschaftserklärung abgegeben und es wurde ihm im April bas Heimatre'cht der Stadt Wien verliehen. Bon der Ueberprüfungskomrnission wurde ihm milgeteilt, daß seine Praxis voraussichtlich nicht genehmigt würde, well er angeblich zu Unrecht die Staatsb'ürgerfchaftserklärung abgegeben habe. Der Interpellant fragt, ob der Bürgermeister . seinen Einfluß geltend machen wolle, daß den von städtischen Behörden ordnungsgemäß aus ge fertigten Urkunden Glauben geschenkt^ wird. Bürgermeister Reumann: Ueber Auftrag der Landesregierung ist von einer Kommission zu überprüfen, ob bet allen seit dem 1. August 1914 im Gebiete E Deutschösterrerchs zur Ausübung der ärztlichen Praxis zugelassenen Aepzten die Bedingungen zutreffen. Diese Kommission besteht aus Vertretern des Magistrates, der Wiener Aerztekämmer und der Wiener ärztlichen Kommission und amtiert im stütz tischeri Gesundheitsamte. Was den speziellen Fall der Jnte'rpellation anlangt. so dürfte hier eine unrichtige Information vvrliegen, da die Ueberprüfungskommission in ihrex Sitzung vom 29. Oktober d. I. auf Grund der polizeilichen Erhebungen dem genannten Arzte die, Bewilligung zur Ausübung seiner Praxis zuerkannt hat. 'Zu einer Intervention meinerseits liegt symit kein Anlaß vor. . Kriegswohnhäuscr auf her SHwelz, Gemeinderat Siegel (Sozialdemokrat) referiert weiter über die Grundpächtung für die aufderSchmelz zu errichtenden Kriegswvhnhäuser im Gesamtbeträge von 35 Millionen Kronen. Die Verhandlungen waren seinerzeit mit dem Eigentümer, der Militärverwaltung. fast bis zum Abschluß gebracht worden. , Durch den Umsturz kamen sie ins Stocken und wurden dann durch das - Eingreifen des Staatsamtes für Finanzen wesentlich verschlechtert. Nach dem Anträge des Afferenten sollen die Gründe auf der Schmelz 30 bis 40 Jahre gegen einen Anerkcnnungszins von lOY Kronen jährlich gepachtet werden. > Rach kurzer Debatte wird der Antrag angenommen. Die Neuwahlen der Armenräte. Gemeinderat Speiser (Sozialdemokrat) berichtet weiter über die Neuwahlen der Armenräte für 1980 bis 1625. , Gemeinde rat Dr. Plas chkes richtet-an benRefprenten die Anfrage, welche Neuerungen bezüglich deS Armenwesen geplant feien, insbesondere vb es wahr sei, daß, wie in der BezirkSvertrstung Leopoldstadt besprochen wurde, die Absicht bestehe, beanrteteArmenräte zu bestellen, und zwar in einer sehr großen Zahl mit relativ sehr hohen Gehältern, die in ihyer Gesamtheit das Budget der Gemeinde in ganz besonderer Weise belasten würden. Redner fragt weiters, ob es nicht möglich wäre, im Einvernehmen mit allen Parteien eine Reorganisation des ArmenwesenS in der Weife vorzunchmcn. daß ohne eine finanzielle Belastung der Gemeinde und ohne Einstellung von. Beamten die Armenpflege verbessert werden könnttz. denn d^r bis- - herige Vorgang int Armenwesen könne keineswegs gebilligt werden. Die Anträge des Berichterstatters werden hierauf angenommen. Die Dtraß-lMbahnreklame — ewe MNi-nren-Einnahme. Gemenrderat Weigl referiert über die Grundsätze für d«S Ankündigungswes«» bei den städtischen Sb»»A»ch«h«en und beantragt, daß Ankündigungen nur im fffroewi Hl Mag««- zulässig sein sollen unb de» Anmy-v dSck Recht bar Aanfürlerung j-d« einzelmn. MGivdigung Vorbehalten sei« solle.! Aameinderat Mäkle« betont, haß nach Ansicht )m Vachverständig«» die «ußen«eklamo bei den N«chS«bshMEMWMM tm. & HM 6 Millionen Wiener MorgrnzeitisnO - ", -—:;--JJZ’ '; n , - - — ■ - - ---- Kronen bringen würden- Man dürfe sich deshalb nicht von ästhetischen Rücksichten leiten lassen. Nachdem noch einige Redner zu diese« Krage Stellung genommen hattyp, wurden die Referenten' ' anträge augenymmen. . ' ' Reform des Heimat» »tnb VtnalsbärgerttchteS, Grmeinderat Dr. Winter beantragt, hur Psrheratuflg von Vorschlägen wegen einer Reform des Heimat- und StaatSbürgerrechtsS einen gsmeinderätlichen Ausschuß einzüsetzen, der nach seinem Dorschlage aus 11 Mitgliedern besbehen soll. Gemeinderat Eldersch führte folgendes aus: Wir haben eine große Zahl von Staatsbürgern, dieihre sogenannte StaatSbürgerschafLSerklärung abgegeben haben, die nrelstep zu Recht, manche zu Unrecht, weil ja die Vorbedingungen für di« Berechtigung nicht alle geprüft werden' konnten. Merauch bei jenen, welche diese Erklärung zu Recht abgegeben haben, fehlt jetzt die HeimatSberech tigun g kn einer d« ut sch österreichischen Gemeinde- Es wird also ein Gesetz dafür Vorsorge zu treffe^ haben, daß jene, welche deutschpsterreichische Staatsbürger geworden sind, auch einer deutfchästerrei- /chischeu Gemeinde bezüglich ihres Heimatrechtes Angewiesen werden. Ich kann mir die Lösung dieser Frage nicht anders. denken, als daß man dies« Personen ihrer Aufnahmsgemeinde zumeist und da wird Wien, wo ja diese Staatsbürgerschaftserttärungen in besonders großer Zahl abgegeben worben sind, stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Gemeinderat Eldersch schließt seine Ausführungen mit der Erklärung, daß die Regierung den Vorschlägen der Gemeinde die gebührende Beachtung schenken wird. Bei der Abstimmung, wird nach dem Vorschlag des Vizebürgermeisters Emmerling die- Zahl der in den Ausschuß zu wählenden Mitglieder auf 12 erhöht; die Anträge werden einstimmig genehmigt und die Sitzung geschlossen. Die neuen Gemeindesteuern. Iu der gestrige» Sladtratsützung belichtete Stadstat Brrrtner Über die gestern von uns veröffentlichten neuen Gesetzentwürfe betreffend die Emhebung emer GemcKdeabaabe von höheren Mreuinskn, vom gemeinen Bodenwerte, von gefpannttn geistigen Flüsfigkeiten nnd von Schaumweinen, welche zu» sammeu einen Betrag von 10b Millionen Krone» an Steuern emdringen werden. Stadtrat Dr. Scheu berichtete im Anschluß daran über dis Rcurrgrlung des Gesetzes über die Wertzuwachssteuer von Liegenschaftey im Gebiete der^ Stadt Wre». Die neue Fciffuna deS Gesetzes wird eine Erhöhung des Steuersatzes vorsehm. Es werden vom Zuwachs des Wertes bis zu 50 Prozent an Steuern einbezogen werden. Nach einer längeren, Debatte wurden die ReserentenantrLge Einstimmig angenominem __ Die Ernährung. Die Maffeuausspeiswngeu. Wie wir beveitS mitgetsilt haben, ist eine weitgehende Reform des AusspeisungSLienstes beabsichtigt. ES wurde festgestellt, daß in den verschiedenen Gemeinschaftsküchen eine höchst imrationelle Wirtschaftsführung eingerissen hat u.nd seitens des ÄülchenpersonalS bedenkliche Mißgriffe an der Tagesordnung sind. Der Leiter der amerikanischen Kinderhilfsaktion, Dr. Geist, hat sich bereit erklärt, neben der Kinderausspeisung auch eine Million Erwachsener in den ehemaligen Kriegsküchen, die von der amerikanischen Lebensmittelaktion übernoinmen werden sollen, Zu verköstigen. Die Ententevertretungen planen, baß nicht nur die städtischen KriegSküchen, sondern auch sämtlich« Wiener Anstalts- und Gemeinschaftsküchen in bezug auf ihre Belieferungen und ihre Führung unter di« Aufsicht der Amerikaner gestellt werden. Die Beschaffung der Lebensmittel und ihre Beförderung. bis gesamte Küchenleitung und Verrechnung wird duvch die «mexikanische Hilfsaktion erfolgen. Der Zeitpunkt der Eröffnung ist noch nicht, bestimmt, doch dürften die neuen Küchen sehr bald betrieben werden. Inzwischen bleiben die alten städtischen M'vchen geöffnet. Die wichtigste Neuerung besteht darin, daß nach der Nährwertstheorie des Professors Pirquet, die bekanntlich auch bei der Kinderausspeisung in Anwendung steht, fortab auch für die Erwachsenen in,berr Wiener Kriegskibchen gekocht wevben wird. Die Preise werden verhältnismäßig billig gehalten sein, Fleisch wird so oft als möglich geboten werden. -». Die Korrespondenz Herzog meldet: Die Bestrebungen der in, Wien weilenden LebensmiLt-elkomntission dev Entente sind äußerst intensiv«. Die Mitglieder der Kommission erkundigten sich in eingehender Weis« über alle einschlägigen Verhältnisse und sprachen di«. Zuversicht aus, daß «S gelinge» tvexde, mit vereint«« Kräften über bis zweifellos' großen Schwierigkeiten, welche die Lebensmittelversorgung für Deutschöfterreich schon mit Rücksicht auf den Winter mit sich -ringe, wenigstens so weit zu mildern, daß di« Sanierung d«S Staates und feiner Bevölkerung sichergestellt sü. Die Tätigkeit der Sntentelommisswn ist momsrrtan nur eine informative, daß heißt, di« Mitglieder der Kommission sind tm Begriffe, sich nicht »m bei allen offiziellen Stellen, kmdern auch auf tösttnk 25 Oktober 1918'_ ", eigener Wahrnehmungen über di«, in Betracht kommenden --Verhältnisse und die Möglichkeit zue Schaffung, einer Abhilfe oder doch Mstündesten Auer Milderung derfeKen eintvandfrei zu informieren. Dieses irr Wien gesammelte Material wird .unverzüglich dem -Obersten Rate in Paris zur Verfügung gestelltwerden, damit dieser die' Entsprechenden Maßnahmen: ' treffe, welche in der Lage sein dürften, Deutschöfter» reich .Üb^r den Winter hinwegzuhelfen. In Entente^ kreifen erklärt man, daß, wenn es gelingt, Deutfä^» öfter reich bis zur Ern te 1930 über Waffen zu halten, daS Aeußerst« vermieden toerde» HeldstveLlorgung mit Kartoffeln. Die DwöllmMK ' wird neuerlich üü'mklkmm gemilcht, daß für die Gesuche iM BewiÄiguvg uw Selbstversorgung nut KiU'wffckn avsschlreßnch dre amkffch vnfgelegten Formulare ru vertuenden stnd. Sn Knp vom Sonntag den 36. Oitober a» beim Porürr der Lander^ regierung, l., H'crrngasie.19, zum Preüe von L0Heller vro Dmäl, rrhLülich. D>eGesuchestndbeim magrstralischenBezerks» a me r brS Wohnortes der ansuchenden Partei emzubringm, wen» der Bemgsvlt im Gemrmdegebieie Wie« sieldst ffegt. LiM der Bezrlööort außerhalb Wiens, so. stnb die Gesuche b» W K a r t o s f e l t r a n S v o r t s ch e i n st e l! e :m GrbSnve. der Landesregierung ein.mbrmgen. Der Verzicht cmfbie Kartoffel» karten ist beim magistratischen Bezirksanne deS Wohnorte-de« anlnchenden Parter, und zwar gleichfalls austchffeßlich unter vp* Nützung des erwähnten fformularrS anznfprechen. Mtkzabrmgm sind der amtliche Elnkau schein und sämtliche KarwffvkmttM ' samt NavonierunflSabschlutten. Dres« Abschnitte uns ovder Kartpffelabgabestelle. bei der die HauSdSltmrs rayonierl ist, zu beheben. Lehr* und Erziehungsanstalten, Klöster^. Krankennnd Bersorgungshäuser haben bei der zustandtarn. KonskriptionSamlsablciluna deS magistratischen DezirksamteS em^ BestZtiaung über dm Personalstand und »nter Vorweisung dieser Bkstötigimg bei der Wiener Gemüsenvd Obst'ilebernahmS^ und Berterlungsstelle, WlM, I.. Bauermnatlt Nr. LS, eme Btz» sünmigung über den Bericht aus die Kartofsllbelirsnung r» vS»- heden. j' Verminderte Erhöhung der Fettprrise. Durch bstM» stellung der staatlichen Zuschüsse in der Bewntschaiwng>n' Feustoffk ist «ne bedeutende Erhöhung der P'.eäe W Fettst os,e cm getreten: und sollte, wie verlautbart wurde, Schweineschmalz ans kl 75.-— und Speck auf K 61.— pro Kilogramm erhör werden. Ja letztvr Stunde ist eS dem EruahxungSamte gelungen,. die Preye derart zu drücken, daß es möglich sein wird, Schwemeschmalz «« K 62.— und Schweinespeck mit K 5£,*— pro Kilvgrarn» ab>»- geben. Für dre am 27. d. M. beginnende Abgabewoche werde» jedenfalls diese Preise bereits in Geltung treten. Jene Orgaru« mtionen, welche inzwischen zu den erwähnten höherar Preis« Fettstoffe bezöge» haben, werde» die Differenvergütet «chatte»^. Kartoffelabgabe. Samstag bis Dienstag werde» v» X^ln. und XX. Bezirk V, Kilogramm Kartoffeln pro Person zum Prerse von X 8.56 gegen Abtrennung des AbschuittB K j« 1. Bezirk und des AbschnrlteS Q in den beidk» andere« Bezrrrek abgegeben. Im XXl. Bezirk kommen an den genannten Tag« inlSudckche Kartoffeln züm Preise von X 1.80 das Kilogramm argen Abtrennung deS Buchstaben- Q der Kartoffelkarte zum Verkauf. Rudolf ^eldschuh, N., Prateeftraße 34. Zucker* abgabe für.September, Schokolade, Tee, Kakao, Tffchwripe, Sardmcn usw. Geöffnet von 8 bis 13 und S bis 7 Ahr atz««. Bühne und Kunst. Wksderauftreten KnnS DuhanS. , Ein künstlerisches Ereignis, bei dem auch Bibratiove« best Herzens vernehmbar mltfprmtzen: HanS Duha», der fei» empfindliches Organ durch längere Zeit schonen mußte, gqtz wieder ein großes Konzert und widerlegte kamst z« allgemein« Freude die dunklen und betmrnhigenden Gerüchte, die über seine« Gesundheitszustand verbreitet waren. Die kostbare Stimnre hat an Wärme, Kraft und Tragfähigkeit nichts verloren. Der samtartig dunkle Glanz der Tiefe wie die mild lmchtende Hohe sind unversehrt gebffebm. Unverändert blieb auch die wertvolle Fähigkeit, den Gesang »um Ausdruck persönlichen Erlebens werden zu lassen, in ihm nicht nur Kuustübung, sondern wahre Sprache der Seele zu sehen. Duhan Hot die heimliche Traue in der Stimme, wie auch daS stille Lache» eines irungm Humors. Schumanns ^Dichterliebe^ gestaltete « mit dem rechten Dtaß von sentimentaler Würze, in de« »Hebräischen Balladen" wuchsen die bibllschrn Gestalten m mystisch« Ge öße empor. Die abschließende Ballade LöveS MeereSritt" zeigte die Glimme in vollster, ungebrochener Krasrenlfaltnng. Ein Sturm von Begeisterung brach Über den Wrrdrrgesundcnen herein, vor dem es keine Rettung gab als die erwünschte Verlängerung des Konzertes. DuhanS Fernbleihk» hätte in unserem Musilleben eine empfindliche Lücke geschaffm. Um so berechtigter ist dre Freude, ihn wieder mit nugeschwächt« Kraft an der künstlerischen Arbeit zn sehen. daS empfanden auch die Hörer, die unermüdlich Beifall klatschten und nicht genn- Bcnoerse ihrer ausrichtigen Sympathie für den Sänger g-be» konnten. vr. X. Kl. „Professor Bernhardt" in Wiener-Neustadt. Aus Wiener'Reustadt wird unterm 28. d. M. gemeldetr Gestern abends kam es >m hiesigen Stadttheater anläßltch der Auf» führung von Artur S ch n l tz l r r - ,P r o f e s s o r B e r y» h a r d zu großen Skandalszerien. Dre Komödie wurde vorigm Sonntag zum erstenmal auigefvdrt und von chrlflltchsüzialer und deutlchnationaler Seite war seither gegen eine zwecke AnffÜbrnntz «ne heftige Agitation geführt, worden. Anhänger dieser beiden Parteien waren gestern rm Theater in großer Zahl anpesentzs aber auch die Sozialdcmotraten waren stark vertrete». Die ersten zwcr Akte gingen ruhig vorüber. Am dritten Akte ertönt« vlötzlrch vom Slehparierre aus und von den Galerie« lautes Zischen. Am vierten Akte wurden bei der Szene, wo Professor Bernhardt vom Ger,cht zmückkymmt. Pluirufe laut, rö.wurde gezischt und getrampelt und der Skandal w«ch» bryarti an. das die P » r st e l 1 u » g unterbrochen werben mußte. Die Polizei fchrut ein und Verhaftete andem Ätehpa;»erre vier wtufctntnt. Run zog ein, große Men»» Eh Mich sozialer und Drutschnatronalet zum Zentraln»ach»imm-r M Rathaus« und verlangte Auskunft Über daS Ochsckiat der vier veihaffeten Studenten. Die »bücht der Demonstrant«» dt« Kundgebungen vom Theater auf die Drraße m «eirfwiiwu w«»de durch die Maßnahmm d« PolM verchek»

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