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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-25 · Heft 275 (25.10.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 275 (25.10.1919)
Date
1919-10-25
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 \ Wien, Samstay ' . Wlsnsr- Morgsrr-sLS'umz' >».....————---— -1 - ' ——7---'—- Die Neffe des Abgeordneten Perlmutter. Der orthodoxe Abgeordnete Rabbiner Perlmutter, -er eine Rene nach Holland und England unternommen hat und auch nach Amerika, fahren wollie, um das Elend der Juden in Polen zu schildern, soll dieser Tage wieder in Warschau rin? treffen. Die Reise Perlmirtjers hat zweifellos Much( eine gewisse politische Bedeutung gehabt und nach der Haltung der jüdischen Presse ist anzunehmen, daß er sich auSpolitischer Unerfahrenheit zmn Werkzeug gewisser 'Tendenzen gebrauchen ließ. Seine politische Stellungnahme in einer orthodoxen Versammlung in London soll einen derartigen Unwillen her vor gerufen haben, daß Perlmutter seine Absicht, nach Amerika zu fahren, aufgab und nach Warschau zuruckkchrt.- Er hat in Holland und England mit zahlreichen jüdischen undnichtjüdischen Persönlichkeiten über die polnisch-jüdischen Beziehungen konferiert. ._ Eine Erinnerung an die Piave-Katastrophe. Die von der provisorischen Nationalversammlung eingesetzte „K o m m i s s i o n z ur E r h e b u n g m r l r t ä r r s ch e r Pflichtverletzungen" wird sich heute mit den Borgängen belassen, die sich nach dem Abschluß des Waffenstillstandes nnt'Italien an der Front der österreichisch-ungarischen Armee abspielrcn. , . Bekanntlich wurde damals - an der ganzen , österreichischungarischen F>ont irrtümlich ein Befehl verbreitet, der den Tiuppcn den Eintritt des Waffenstillstandes u ns s echsundd r e i ß i g S t u n d e n z u f r ü h mitteilte. Die Folge dieses Irrtums war, daß d:e Italiener während dieser emrmhalb Tage mehrere hunderttausend, Soldaten der k. u. k. Armee gemngennahmcn, die-erst jetzt allmählich aus der Gesangcnschait zurüEchren. Zur Aufklärung dieses geradezu rätselhaften Vorganges werden nun heute Generaloberst A r z, der bekanntlich der letzte Chef des Generalstabrs der k. u. k. Armee war, und Feldmarschallleutnant W a l d st ä t t e u, der damals Chef der Operationskanzlei des Generalstabes war. vor der „Kommisston zur Erhebung militälifcher Pflichtverletzungen" erscheinen, um ihre diesbezüglichen Mitteilungen zu machen. N " v" TelegraMMs. Der Fried ensZnstand effektiv. Versailles, 31. Oktober. (Korr.-Dur.) Das „Journal Osficiel" veröffentlicht ein Gesetz, wonach vom 21. d. Mab dre Zeindseligketten em Ende erreicht haben und der Friedenszustand Uektry geworden sein wird. Jmsrnstronaler Wirtschaftsorganismus. , Versailles, 21. Oktober. Der „Dailh Mail* zufolge hat die internationale Wirtfchaf'.skonferenz m Ailanüc Cup einen Antrag. angenommen, wonach ein internationaler Wirtschaflsorganismus gegründet werden soll, der dem Völkerbund glrichkommt und die internationalen wirrschafklichen Beziehungen regelt. Jedes Land, das der neuen Organisation beitrrtt, errichtet eme nationale Handelskammer, die zwei-Mitglieder für den Rat-des wirtschaftlichen Völkerbundes zu ernennen hat. . - Die Volksabstimmung in de» strittigen Gebiete». Paris, 21. Oktober. (Funkspruch.) Der Oberste Rat hui de« Bericht der Kommijstsa für die Durchführung des FriedenSvertrages bezüglich der administrativen Organisation, der Äotn». Missionen für dl« Volksabstimmung gutaeh.eißen und die Vorschläge deS Marschalls Fach über die Durchführung des Fneder.svertrages in miliränscher Hmsicht entgegengenommru. Alle notwendigen Maßnahmen dürften aller. Wahrscheinlichkeit nach AnfangNovember beendigt sein. ./ - Verfahren gegen Ex-Kaffer Wilhelm. ' , Leister-um, 23. Oltober. (Korr.-Bur.) Das Preßbureau Radio meldet aus H o r f r a, daß B o n a r- 8 a w im Uni er hause ertiärt habe, daß alle notwendigen Vorbereitungen für das Verfahren geg ende «deutschen Kaiser g e t ro ff e n werden. Das . Auslieferungsersuchen an die niederländische Regierung könne jedoch nicht erfolgen, bevor alle beteiligten Staaten den Friedensvertrag Mterzeichnet hätten. Die SuÄflawen ratifizieren den Saint- Germainer Fried ensvertrag. - Paris, 24. Oktober. (Funkspruch.) „Petit Parisien" teilt mit, daß der jugoslawische Delegierte.bei der Friedensdelegation, Trurnbrc, die Ermächtigung seiner Negierung ' zur Unterzeichnung des Friedens von Saint-Germam MltgevraÄI habe. Die jugoslawische Delegation habe jüngst an den Obersten Rat eine Note gerichtet, worin sie ersucht, in. den Fnedensvertrag vnt Ungarn eine Klausel aulzunehmen, welche Jugoslawien das alle'nige Recht der Ausbeulung der. Bergwerke non Fünf- Archen gebe. Pafie hat demmWonlerL. Versailles» 24. Oktober. (Korr.-Bur.) Nach Meldungen aus Belgrad har Pafic den Borsitz bei der südslawischen Friedensdelegation medergelegtt Offenbar hangt diese Demission damit zusammen, daß dre südslawische Regierung, sich entschlossen hat. dm Frredensvertrag von Eaint-Gerrtiam za unterzeichnen. Trumbic wird jedenfalls Paste ersetzen. N S)ie trifte Handelslage Europas. Haag, 24. Oktober. „Nirwe Courant" meldet aus Atlantic Eich, daß aus der internationalen Handelskonlerenz der Präsident der Nationalen Handelsbank von New-York erklärte, rS fei eine anerkannte Tatsache, daß, wenn keine besonderen Notmaßnabmeu betroffen würden, die ausländischen Valuten immer werter sinken werden, bis die amerikanische AuSfuhr nach Europa so eingeschränkt wird, daß'die Einfuhr «ach Amerika als Zahlungsmittel in Bet r a ck t kommt. In den ersten Monaten deS JahreS 1919 hatte England gegenüber Amerika eine Uuterbllanz von über S Milliarden Pfund Sterling. Die Einschränkungen Lei der Eintvarrderrrng »ach Amerika. ArrrsterLanr, 24. Oktober. Dem Preßbureau Radio zufolge hat der amerikanische Senat einen Gesetzentwurf angenommen, wonach die Kriegsbestimmungen für dre Einschränkung der Einwanderung noch em Jahr m Kraft bleibe» solle«. Lenoir hingerichtet. Parke, 24. Oktober. (Havas.) Der wegen TmversiänduisseS mit dem Feinde zum Tode verurteilte Lenoir ist heute r»yxsevK..m BmcmM humerichlrt worden. Die neuerliche Blockade. Stettin, 84. Oktober. Seit der Blochade-liegen im hiesigen Hafen 58 große Seeschiffe. Dampfer und Segler mit rund 1QQO Mann Befatzuna still. Durch das Stillieaen des Be«..kehres >verlieren etwa 1250 Arbeiter ihren Eiwerb. Außerdem werden .viele'Gewerbktre-bende', die hauptsächlich von überseeischem Verkehr leben, betxonen. Ferners liegen im Halen etwa 1000 andere Schisse, . Hafenschlepper ufty., die keine Labung staben rmd deren Eigentümer und Besatzungen ohne Erwerb' sind. Es kommen wöchentlich nü'- ' zwei, neutrale Damvsir mü Her in gen aus Norwegen an, sonst liegt der Verkehr vollkommen still. , GroJ? Streiks im Bhemgsbiet. Düsseldorf, 24. Oktober. (Wolff. > In sämtlichen Betrieben des l'uksrhkiuischer! Bezirkes Ober-Kassel haben gestern, wie die „Düsseldorfer Nachrichten" melden, die Arbeiter die Arbeit piede,- gelegt. Diese Bewegung sicht wt Zrssammeuhanae m?t^ der allgemeinen Streikbewegung auf dem linksrheinischen Gebiete. Die rbein schon Bahnen haben auf sämtlichen Lünen den Bctueb eingestellt. Deuffchlarrd ttiU itt keine BeziehuAgen zu Sorvietrutzland. Berlin, 24. Oktober. In der Sitzung der Nationalversammlung- Matte Minister des Aeußern Müller: Die Dinge in Rußland sind so .verworren, daß eine klare Politik mit Rußland gar nicht niöglich ist. S.o'ltnge wir nicht die-Garantie da ürhaben, daß di-' Sowletregre-üng sich nicht in d-e inneren Verhältnisse Drusschlands eirimn'chi, werden wir nicht in Beziehungen treten Die russische VoltZwirrschaft ist zerstört, die Transpoitverhältnissc sind desoiganisi'rt, wirtschaktl che Vorteile sind daher nicht zu erwarten. Dre, west: Esche Regierung haben wir Nicht anerkannt. Große Eisenhshrrkataftrophe auf der Streke Ratrbor—Tropprm. Brennende Waggons. — 19 verkohlte Leiche«. — 78 Verletzte. Vrrtthen, 24. Oktober. Heute früh ist auf der Strecke Nati b o r — Tr o p p a u der ansahrende Personenzug M 1002 dem im Bahnhof Krano witz haltenden Güterzug in die Flanke gefahren. Der Postwagen des Personenzuges und zwei Abteile! der vierten Wagenklaffe desselben Zuges wurden ineinanhergeschoben und gerietcn in Brand. Desgleichen noch ein Wagen der zweiten und dritten Wagenklasse. Bisher wurden 19verkohlte Leichen geborgen. Etwa 6 0 Schwerverletzte und 18 L e ich tv erl etzt e wurden in den Krankenhäusern von R a t i b o r und K r a n o w i tz untergebracht. .Die beiden Lokomotiven und drei Wagen des Giiterzuges wurden stark beschädig t. Der grosse ^imsang des Brandes ist hauptsächlich auf den durch die Reisenden mitgeführten g e sch m u g g e l t en S v ir i t u s zurückzuführen. Die Schuldsrage ist noch nicht geklärt. Beuthe«, 24. Okiober. (Korr.-Bur.) Nach den jetzt vorliegenden Meldungen hat sich die Zahl der>Opfer bei der Eisenbahnkatastrophe von Kcanowitz weiter eihöht, indem e-n größerer 1 Teil der Schwerverletzten seinen WundM erlegen ist. Wie berichtet wird, betragt die Zahl der T o t e n vierzig. Auch dre Zahl der Lelchtvelwurideten ist bedeutend größer. Dev AchMmidentag irr Polens Warschau,'24. Wob'«.'Der .Ausschuß fstr Handel und .Gewerbe,^ welcher vom Landtag.kinßesetzt wurde, beriet beute die Gesetzvorlage über, die Regelung,der Arbeitszeit unh beschloß einstimmig, den Achtstundentag einzufvhren. . . Arrgarrr veryfLndeL seine Eisenbahnen? - Londorf 24. Oktober. (Tel.-Komp.) Es verlautet, daß di« englische Regierung sich bereit erklärt hat, Ungarn einen Kredit von 100 Millionen Pfund gegen Verpfändung der Eisenbahnen zu gewähren. . - '. AuLonomieffrir Dentsch-SWLiror. Innsbruck, 84. Oktober. Die nunmehr aus Rom nach Bozenzurückgckchrte Abordnung des Derttschen Verbandes hakte, dem „Allg. Tiroler Anzeiger" zufolge, in Rom mit drm Mlmftervrästdcnten N r 1 t i und dem Chef des Amtes für die neuen Provin.;cn, Valuta, Verhandlungen gepflogen, der denen als gnmdlegend dre Forderung, nach, weitgehender Autoyomie Deutsch-Süd-' tirols auf dem Gebiete der Gesetzgebung und Verwalkuug erhoben wurde. Nur bei Erfüllung dieser Forderungen werde der deutsche Verband, zu loyaler Mitarbeit am Wiederaufbau Deutsch-Südlirols mit der italienischen Regierung bereit sein. Dre Regelung der staatsrechtlichen Stellung Deutsch-Südtirols müsse aus dein Grundsätze aufgebaut sein, daß der nationale Charakter des Landes unangetastet bleche. . Dem Blatte zufolge schim die italienssche Regierung von vornherein an .eine Zusammenfassung Deutsch-Südtrrols mit dem Trentino nicht zu denken und sagte schließlich eine weitgehen, de Autonomie in.allerForm zu. Der einschlägige Bericht der Agenzia Stcfani ist direkt von. der Regierung ansgegeben und stellt die erste schrifkliche politische Verpflichtung der üalirnifchm Regierung gegenüber Deutsch-Südtirol dar. Y I ' Die SoldatenrLts in SnwieLrußlattd f abgefchafft. London, 24. Oktober. Englische Blätter bMtigen die Nachricht, daß Trotzkl erklärt habe, er fet m der Ucberzeugrmg gekommen, daß das System der Soldatenräte nichts tauge. In einer Versammlung der Moskauer Svwiets habe er die Einfühmng e,nes einheitlichen Oberkommandos über die Sowlettruppen befürwortet. . ' . BolkskommisiLr Sinowjew sagte in einer Versammlung in Petersburg, daß die kommunistischen HrereSkommissäre von der Front zniückberufen werden, so daß die Otfiziere in Zukunft vollkommene Freiheit haben und sÄbständlgx Operationev «erden durchiühren können. Ein Tagesbefehl TrotzkiS. Veettn» 24. Oktober. Nach einer Genfer Meldung der -Dossischen Zeitung" hak Trotzki bei Uebernabme der Leitung der Verteidigung Petersburgs am 21. d. M. folgenden Taarsvesehl erlassen: Der Tag war für unS sehr kritisch. Unsere Truvven haben bis auf die Höhe von Pulkowo zurückweichen müssen, die die äußerste Verteidigungslinie von Petersburg darstellt. Sollten wir gszwungen sein, noch weiter zurückzuwe'chen, so würde der Kamps m die Mauern der Stadt selbst getragen werden. Um undagegen zn sichern, dürfen wir nicht eine Minute ruhen, sondern müssen Mf* der Befestigung Petersburgs arbeiten und an der Organisierung der Derterdignng innerhalb der -, Mqurm der Stadt tätig mii helfen. I.; t. 5 JutCv’Jt' Nr. 278 . Der boffchetyMsche Kampfs-rricht. Berlin, St. O'kodLr. Der ./Äbclid" meldet aus Amsterdam; Das bylichowikische Hauplqnartnrvrrbrettrt folgenden Berichtüber die Militärische Lage: Englische nur schwedische FmM'rilch? melden, dap Kronstadt.und Petersvurg grellen sei. Diese Nachrichten sind falsch. Dre Noten Truvven fiiiö un Gegenteil, nackdem sie zunä6)st von Krasnoje- Selo und G.nschina smii-j« l gkw-chen waren, wenige Stunden später m-beide Orte siegreich Wieder, ecngyzogen und haben eLwlgrkich: Gegenstöße unter-- -> nommen. DaS Prsleiariat der Hanvisiadt hat' alle Angriffe - mrückgewicfün. Kronstadt ist fest in unserer Hand. ' Dre Frage der D-za.h'r»«fi. der Kriegsemlerhe in der Trchechs-Slowakej. Peng» 34. Oktober. (T'chrcho-slow. Prrßbur.) In der heutigen Enquete des Finanzausschusses der hiesigen Handels» nud Gcwcrbekammer wurde die Anfrage der sozialdemokratischen Partei bezüglich der. Kriegsanleihen in dem Smne beamwortet, daß die' Annullierung der Kriegsanleihe nur im Wege deS G e f e h e 8 m o g l i.ch ward, wa^8 aber vom wirtschaftlichen S t a n d p u n k t nicht m ö g l i ch s e L Durch gLnzliche Rückzahlung der Krsigsanleihe wäre die tschecho - slowakische. Republik geschädigt; niemand habe aber erwartet/ daßdie Kriegsanleihe gänzlich '.ückgezahlr würde. So lange das Ergebnis der Vermögens-, konskrivtiou nicht bekannt sei, kann man von einer individuellen Rückzählung mcht.sprcchcn. Ein individueller Vorgang würde die Gewishert voraussetzen, wieviel und wann, ob vor oder nach dem Umsturz durch die.Paiteien auf >die-Kriegs rnlerhe subskribiert wurde. Solange eine statistische Grundlage des Vermögens fehle- und die Fr edenswlrtschaft der tschecho-slowakischen Republik 'noch' nicht aeregclt sei, lönnc man auf die Frage, ob die mit.der Vermögensabgabe verbundenen Kriegsanleihen - zurückgezühtt werden sollen, nicht Antwort geben. Dev Serrrov der tschschjscherr Patttrkev geftdrdev. Peng» 24. Oktober. (Privat.) Heute ist hier der ehemalige tschrchische ReichSrats- und LandtagZabgeordurre Dr. Mat tusch im 85. Lebensjahre gestorben.' Der Verstorbene war Führer der. ehemaligen al'tschechischm Partei und stand ans einem entschieden a-lstrovhilen Standpunkt. .Während des Krieges, in der Zeit der politischen Pürsekution war Dr. Mattusch Obmann des tschechischen Nakionalrates. «Er hatte sich große politische Verdienste um das t'chtchische Bol? «worben, aber die jetzt in Prag Herrschenden haben ih» nach dem Umsturz ganz bei Seite gestellt rmd sich recht undankbar gezeigt. Dr. Mattirsch war auch Mitglied deS ösft°^' reichischen Herrenhauses. , ' ‘: Dre neuen tschechischsn AnivepftMten. Prag» 24. Oktober. (Tel.-Komp.) Am 8. November wird -die neue tschechische Universitot in Brunn und am 15. desselben Monates die neue tschechische IlNipersträt in Kreßbürg eröffnet. Aus diesem Anlasse werden große Feierlichkeiten ftattsindrn, K'iieu' auch Präsident Masaryk beiwohnen wird. Der Ertrag der ZrnÄevruÄsnevnte in der Tschecho-Slowakei. Prag, 24. Oktober. .(Tschecho-slow> Prcßbne.) In.K:eusn der Zvckerindustrie schätzt man den Ertrag der' heurigen^ Zuckerrübenernte approximativ aus vier bis filu! Millionen Tonnen/ wa§ einer Zuckerproduktion > von Vk Milliouen - Meterzentner entsprechen würde. Allerdings nur in dem Falle, wenn die Zuckerfabriken rechtzeitig mit Kohle versorgt werden. - > Ausländische B6fteKim.grm bei den Pvnzer ^Raschrnenfabrrkefi. Prag» 24. Oktober. (Korr.-Bur.) Der Prager Zuckeiuun kt meldet: Die franwsische Zuckcrindustri« bat bei der Maschinen-' fabrik Danek A.-G. Maschinen' um eine Milllvuen Franken distellt. Bekanntlich hat vor kurzern bei derselben Geselkschast die argentinische Zuckcrmdustrie eine Bestellung ani .4 Mlllioneu Kronen gemacht. ' Freigabe der ZimreLten und Isgaresn in Vor Tschecho-Slowakei. Prag, 24. Oktober: ^Benkov" meldet, daß die eingetrosientn Tabakvorräte eS -gestatten, die Zuweisung au'die Raucher um 50"/, jiu erhöhen. Der Handel mst Zigarren und'Zigaretten'werde demnächst freigegebm werden. Ein Kulturkampf in dev Tfchscho-Slowukei. Prag, 24. Oktober. (Privat.) Die tschechische Gastlichkeit erläßt Aufrufe, in denen sie das Volk» auffoedert, om 28. Oktober Mit der römischen Kirche vollständig zu brechen. Än diesem Tage sollen in allen Kirchen dre Messen ttchechisch gelesen und überall das Bekenntnis zur Konfession der böhmischen Brüder abgelrar werden. Kleine Nachrichte«. London, 24. Oktober. AuS Washington wird ge> meldet, daß sich das Besinden des Präsidenten Wilson wesentlich gebessert hat. 1 ‘ Washington, 24. Oktober. Die Leitung der amerikanischrn Arbeiterföseration hat beschlossen, die ausstäudischen Stahlarbeiter moralisch und finanziell zu u n t e r st tt tz e u. Paris, 24. Oktober. Aus Brüssel wird gemeldet, daß gestern eme neuerliche demsche Sendung von 40 M r l l r v n e n Mark Geld über Anlwerven zur Bezahlung von Lebensmitteln nach England abgegangen ist. Washington, 24. Ottober. Atach der „33S a shi ngton Morning P oft" wldersetzt nch die öffentliche Memung tu den Vereinigten Staaten lrnmer mehr dem Gedanken emeL Mandates in Europa. Es sei wemg wahrscheinlich, daß die Bereinigten Staaten em Mandat, sei es über Konstatt-- tinopel oder über Armenien, annehmen werden. Bersalves» 23. Oktober. Der „Ch icag o T r i b u n c* zufolge hatBulgarien bei der Friedenskonferenz' gegen die Besetzung West-Thraziens durch griechische und französische Truppen Einspruch erhoben. Rotterdam, 23. Oktober. Dem «N i e u w e R o t t e rdamschen Laura« t" zufolge meldet ,D a l l y M a i l" auS S i d n e y. daß die aufrührerische Bevölkerung von .P o r t Darwrn dort eine S t m i 11» c t u> ci 11 u n* a eingerichtet hat, __ ** V 4

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