Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 274 (24.10.1919)
- Date
- 1919-10-24
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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"Seite < Wien, FreüaF Mleirer MorgeüzeikrrnK Telegramme. Der Rat zes Völkerbundes einbernfem Amsterdam, 23. Oktober. (Äorr.-Bur.) Wie die ^Times" aus Paris erfahrt, befragte der Oberste Rat Wilson um seine Ansicht über die durch ihn zu bestimmende Einberufung desRatesdesVolkrrbündes noch vor der Ratistkation durch den amerikanischen Senat. Wiffon antwortete, daß er mrt der Einberufung einverstanden sei. Darauf hin habe der Oberste Rat der amerikanischen Delegation einen Entwurf für die Einberufung des Rates des Völkerbundes durch Wilson Überreicht. Der Text sei sofort nach Washington telegraphiert worden. Wenn der Präsident seine Zustimmung dazu gibt, würden die drei historischen EreignUr: der Austausch der Ratifikationen, das Inkrafttreten des FriedenSvertragrS und die erste Zusammenkunft des Völkerbundes gleichzeitig nntreten. Der Pariser Aeberwachungsmrsschuß. Paris, 83. Oktober.' (Korr.-Bur.) Der besondere Ausschuß der Friedenskonferenz, dessen Aufgabe es' sein wird, die Auslegung und den Vollzug des Versailler Vertrages »n überwachen, bat sich -gestem konstituiert. Frankreich entsendet den Minister desAeußern P i ch o n. mit B r r t b e L o t als.Stellvertreter. England entsendet Lord Derby. Italien den Grasen Benin - Longare mit P a g l i a n o als Vertreter und Japan M o t s u i. Asquith gsgsrr bie xrrfftfchs PslisrK Englmrds. RoLterSsm, 88. Oktober. Wie der- „Nimw: Rottcrdamsche Conrant!' aus London meldet, hielt ASquirh in London eine Rede, in'der er sich rnergnch gegen die russische Politik der jetzrgen Ncgierrmg wandte. Er sagte. England dürfe auf dre Enischeidungeu und das ^Verhalten des russischen Volkes, soweit dessea innere Poluck, «t Betracht komme, keinen Einfluß arrsübm. Ich werde, führte er sodann aus, sicher rin B o 1 s ch e w i't genanntwerde», aber mern Protest bmchr auf den Grundsätzen, iuc die wir. gekämpft haben und die, wre behauptet rvtr'd, im Fnedensvcrtrage zum Ausdruck-kommen. Ich prottmere dagegen, daß unser Geld, rmser Material und unsere Männer für die Regelung der inneren Angelegenheiten des russischen vrrwrnker werden. Zum Schluß rrttärte Aramth-rs als Pflicht Englands und der übrigen Welt, die mrt Grund veö SelbftbestinlMungScechteS der Völker gebildeten nenm Staaten gegen jeden AngrM zu schützen. Der Oberste Rat «nd die BZorLade Nutzlands. Paris, '28, Oktober. Der Oberste Rat hat gewisse Erleichterungen der Blockade gegen Nnßland/ die von Deutschland verlangt wurden, namentlich was den Fischfang,betrifft, verworfen, jedoch eine liberale Auslegung der getroffenen Maßregeln zugefagt. Auch wnrde der deutsche Avirag, dir alliierten Militärkvnnnissioncn wDertschlcmd nach dem Jnkrajttetrn de- Friedens nicht mehr Uniform trüg«i z» lassen, als die Autorität dieser Missionen zu schmälern geeignet a b g e l e h n t. Während die Beratung standfand, wurde gemeldet, daß e i n d e v s ch e S Flugzeug, auf der Krise vvnDrrlm «ach Moskau begriffen, in K o w n o gelandet fei. An Bord befanden sich neben dem deutschen Piloten ein deutscher und Zwei türkische Passagiere. Eme Untersuchung wurde eingeleitet. < Dee Prozeß CaiLaRL. . ' Parks, rs. Oktober. Heute beginnt vor dem Senat alt Staatsarrichtshof der Caillaux-Prnreß. Entgegen der ursprünglichen Absicht soll davon adgrsehe» werde», dis-Anklageschrift schon heute Au verlesen. Die erste Sitzung wird nur den prozessualen Förmlichkeiten diene« : Ausruf der Richter und erstes Verhör C a i l t tt n r' zur Feststellung der Identität. An dieses Verhör dürfte Caillcrur erne. kurze Emörung an schließen, woraus der Genrralprokuralor L.e s e o ri v e eine Frm zur Vorladung zahlre'cher Zmaen verlangen wird. „ Die Verteidiger Demange, More, .Gasfteri und Moutet werden die Stellung auf ftrien Fuß beantragen. Hiermit wäre der öffentliche Teil der Sitzung erledigt. In geheimer Verhandlung wird der StaatZgerichtshos über die gestellte» Anträge beraten und das Datum der nächsten Sitzung bestimmen. Mau glaubt, Laß diese ttft nach den Wahlen stattstnden werde. Da die Richter während der, ganzen Prszeßdauer dieselben fern müssen, wird von mehreren Seiten der Meinung Ansdruck verliehen, daß nach den Wahle« nur diejenigen Mitglieder: des neuen Senats für beit StaakSgrrrchtshof zur Fortsetzung des Prozesses \\x Betracht kommen, i»c auch schon nn alten Senat einev Sitz hatte«. , Amerika gegen das eKgUsch-peestsche Abkommew. > Base!» 23. Oktober. (Tek.-Komp.) DaS arnertikanifche Staatsdepartement gibt bekannt, daß die amerikanische Regierung daS englisch-persische Abkommen nicht billige. Die „253mft>" erfährt hierzu, daß die amerikanische Ablehnung zu den scharsston Roten gehöre, die dem Auswärtige« Umte Englands je zugegangm sind. Die' ILEerrer rLrrmen die Umgebung von Fiume. Berlin, SS. Oüobrr. (Stove. ExhreK.d Der „Lskcrkamnaer" meldet aus Rom. daß die Italiener die Räumung von Bukari, Abazzia und Dolosca begonnen habe«, x ' Keine RLumung Budapests. Budapest, SS. Oktober. lTel-Komp.) Die Nachricht 88«' die Räumung Budapests durch die Rumänen l» est 8 tigtfrch ui ch t.* Die Rumänen befinden sich noch immer in der ungarischeu Hauptstadt. DLAttse Krawalle r» Aussig.' Aussig, SS. Oktober. (Tel.-Komp.) Hem« vormittags wurde auf dem hiesigen Josrfsplatze das Denkmal Kaffer Josefs ll von den Tschechen vom Socket gestürzt. Die deutsche Bevölkerung, die sich inzwischen auf dem Platze angesammclt hatte, gab ihrer Erbitterung über dieses Borgehe« Ausdruck. Gegen Mittag wurde die Nnfammlüng so groß, da- Militär zur Räumung des Platzes beordert wurde. Als die Menge der Aufforderung;am Verlaßen des Platzenicht sofort nachkam, gab das Militär eineGalve gegen dieMe u g r. ES wurde niemand verletzt. Abends trat Ruhe ein. Die Wähle« irr der Tfchecho-Slowaktei. Praz» tS. Oktober. „Ceske Elovo" meldet: Die Bew totec det koaliertr» Partei« in der Ranonalversammluna habt« gestern gemeinsam mit dem BerfassungSauSschub erne Beratung abgehalte», dm der neue« Wahlordnung galt. Man kau« damü «chnen, daß die Wahle» im Dezember, längstens kn Jännn stattsiM» wrrhm» Der Feldzug gegen Eowietrutzland. , Revolte in Petersburg. Amsterdam, 22. tOktober. Die „Asioziated Preß" meldeL aus London» daß Peter sb nr g sich Lm Auf stan d be finde und datz, wie verlautet, dis Gegenrevolution auch auf die So w iettruppen au der Front Übergegriffen hat. Der bolfchetvikifche Kampfbericht. Moskau, 2S. Oktober. (Funkspruch.) Frontbericht vom 22. Oktober: .An der Nordfrottt dauert der Vormarsch unserer Truppen an. An der Westfront dauern dir Kämpfe an. Bei Peierhof und KraSno je-Selo eroberten die Rottruppen mehrere Stellungen. Der Vorstoß entwickelt sich erfolgreich' weiter. Im Mschnitt Pleslau, Richtung Petschory, dauert die; Vorrückung . an. Im Abschnitt Pototzk entwickelt sich unsere Offensive mit vollem Erfolg. Unsere Truppen stehen 45 Werst südwestlich Polvtzk. An der Südfront wurden imKiewer Mschnitt feindliche Angriffe abgewiesen. Weiter südöstlich rücken die Rottruppen auf Bachmatsch vor.' Im Dongebiet günstige Kämpfe; wir stehen 20 Werst südlich von Orel. Die Vorrückung dauert an. An der TurkestanfroN't hat sich der erbitterte Kampf am 21. Oktober 40 Werst nordwestlich Fletsk zu unseren Gunsten-entschieden. Der Feind hat blutige Verluste erlitten und weicht in Unordnung zurück. Amsterdam, ZZ. Okwber. (Korr-Bur.) Die englischen Blätter vom 21. d. M. perLffmtlichen einen Bericht des brnnchen KriegsamtrS, demrnfolge dir russischr Nmdwesiamire du Linie nördlich Lrasnojr-Srlv erreicht hat. General Judenitsch besindet sich acht Meilen vor PeterSbmg. Nach einem drahtlosen bolschewlklscben Berrcht vom 19. d. M. dauern die Kample vor Gatschina an. Man kann daraus entnehmen, daß die Gegenoffensivegegen die Nordwrstcrrmee zulammengebrochen nnd daß Gaffchma endgültig m den Händen des Generals Judenitsch geblieben rfl. N Nach einem brahllosm Telegramm a«§ Moskau vom SV. d. M. erstärte Drnvwjrw^ eS sei beschlvsicn worden, Petersburg bis zmn äußersten zu verteidigen. Selbst wenn es den Truppen des Generals Indenitfch gelingen sollte, in die Stad! etwardrittgev. würden die Kämpfe noch innerhalb der Stadt fortgesetzt werden. Außerdem teilt das britische Kriegsamt noch mit, daß ei« Fort von Kronstadt am Freitag die wrche Flagge hrßte. Emzetheiten srim noch nicht bekannt. Petsrsbrrrg bedroht. (£hte GrklLrnng Trotzkis. BmÄerdsm» 22. Okisbrr. Nach einer Radlomeldnug englischer Blätter erklärte T r o ö l i, die Armee, bie Petersburg vrrtrch'gte, Hab« den ersten Schlag nicht ausgehalten ynd.. Petersburg sei wieder in Gefahr. Für seine BerteidigANg würben im Land« genügend Kräfte gefunden werden. Judeuitfch tct ein Kavallerievorstoß geglückt. Es seien Tnchpm unterwegs, nm-Petersburg zn helfe». Britische Flieger Lo-mbavdrererr Peffersbvrg. Verli«, 23, Oktober. , DaS .8-Uhr-Äbendblatt* mrldet Bafel: „Daffp Mail" berichtet anS Stockholm: Am Dienstag hak ein Geschwader druischcr Marineflieger Petersburg überflogen und Bomben adgeworfen. - Dre Flieger wurden heftig beschossen. Sie teüren mit. daß in nordöstlicher Richtung von Petersburg starke bolschemstsch« Kolonnen sich im Aufmarsch befinden. Koysretz der russische« Sowiets. ' Berlin, 23. Oktober. Der ^Abend* meldet aus Amsterdam: Die Exettuipzenttale m Moskau beruft für den 1. Dezember einen Kongreß aller russischen Sowjets ein. Pogrome der Weibe» in Owt. Mvska«, 28. Oktober lFunllvruch.) Die Stadt Orel war ttuei Tage m Händen der Weißen Truppen und wurde während dieser sjert schonungslos geplündert. Am ersten Tage wurde ine Sradt für vier Stunden als außer dem Gesetz stehend ntlärt und ein großer Pogrom veranstaltet. Die Moskauer Regierrrrrg an Eftiaud. Moskau, 28. Oktober. (Funkspmch.) Die Regierung der Srwirtrepublck hat sich i» einem Funkspruch an die estnische Rrgenuntz mit der Anfrage gewendet, warum die estnischen Truppen r« der Zeit einer. schweren Bedrängnis SvwietrußlandS gegen dieses voraehen, da Estland von Sowrerrußland anerkannt worden sei und die «ordwestrrffsische Regierung unter Judenitsch keinesfalls die Absicht habe, Estland als onabhcmglge» Staat be° stehm zu laffen. KE sch a ft erhM eine DoTavanleihe. Versailles, 23. Oktober. Nach einer Meldung der »Chicago Tribüne" fft ein internationales Bankenkonsovlum gegründet worden. daS der Rcglerimg Koltschak m Omsk finanzielle Helfe d,s -um Betrage wo« üv Millionen Dollar gewähre» wcll. Dr. Kor^tomskr polmsctzer Kommissär Ln DrnziK» De« „Polnischen Stimm m" wird anö Danzig telegraphiert: ■Rn« polnische» Kommiffär m Danzig wurde der ehemalige oster» reichffche Fcnanz«tnistrr Md Statthalt« von GalrM« Doktor Witold K o r tz t v « S k i ernannt. \ y EivkerufuMg des SalzSurger Letndkages. Salzburs, 2S. Oflober. Der Landesrat hat beschloffe», de» Laudlag für dm 18. N o v e m b t r rtnzubecufeu. Der Kursstvrz -er Lire i« I«»»br«ck. Jnnsbrnckr, SS. Oktober. Der in dm letzteü Tagen erfolgte Kursrückgang der -tre auf dem' Balntpmackte »rrnrsachte b« den hiesigen Linbesitzern eine Panik, in deren Borlanf die Are um L fg Zog« «m L 3,bo vrrkcnrft rvmdeu. ... «en» 1 t _: OBIokr 1919 Skr. Tf4 TÄgesÄericht. IuLULuMstage. Diese Tage fiti£> reich an Erinnerungen. Dsr einen? Jahr hat sich der große'Umsturz vollzogen, der ganze Monat Oktober war erfüllt von welterschütternden» Ereignissen. Endlich, nach fünfjährigem bangen Warten bereitete sich daS Kommen .des Friedens vor, eines Friedens, der im Geiste der höchsten Menschlichkeit des Selbstbestimmungsrechtes der Völker, der Demokratie und Freiheit geschlossen werden sollte. Seitdem anfangs/ / Oktober k.ie Mittelmächte^ Wilsons vierzehn Punkte angenommen hatten, war der'Bann des starren Eirtsetzens vor den: Militarismus, der vordern 'jede Stimme der Menschlichkeit gewaltsam erstickt hatte, gebrochen7 . Die Völker wagten wieder Menschen Zu' sein, rhreni- Sehnen und Hoffen, ihrem unermeßlichen Leid und' ihrem Willen zur Freiheit Ausdruck zu geben. Damals geriet auch das jüdische Volk , in Bewegung Die Eroberung Palästinas durch die Engländer knapp , vor Kriegsende verhieß dem jüdischen Volk seine nationale Erlösung; der Sieg der Entente, die für die > kleinen. -Nationen gekämpft hatte,' ließ auch für die Juden die Hoffnung auf endliche Anerkemnmg ihrer, nationalen Rechte, überall, wo Juden wohnen, entstehen. Das jüdische Volk fühlte, daß es jetzt selbst^ sprechen und seine Rechte-geltend machen müsse.'Die', gwßen Versammlungen im Wiener KonzerthauZ arw 14. urch 21. Oktober, in denen unbei!. ungeheuMü Massenandrang rntä) mit stürmischem Enthusiasmus die Forderungen des jüdischen Volkes an/die'Weltmächte - und an Oesterreich verkündet wurden, die zionistische Reichssionferenz, in der die Schaffung des JüLischen Natioüalrates beschlossen wurde, die Massenversammlungen in ganz Galizien und die Riesendemonstratiork in Lemberg am 30. Oktober sind Marksteine in der. Geschichte des nationalen Erwachens des AudenvolM, In diesen Tatzen ist bas jüdische Volk mündig geworden./; Es hat nicht nur die Fremdherrschaft, sondern auch die Führung ungerufen-er, votksfremder Notabeln, die das Bol? verraten veTkauft hatten, ab'geschüttelt. Jni "jenen Tagen war eine wirkliche Bewegung in der jüdischen Masse, sie atmete Leben und . hatte das beglückende Bewußtsein, daß ihr Schicksal und ihre Würde in ihre Hand gelegt ist. '»; Jubiläums tage sind nicht z um Feiern da, so ndern zum prüfenden Rückblick und zur Selbstbesinnung. Das Jahr hat dem jüdischen Volk nicht gehalten, was es'.' ihm versprochen hat. Auf dem Wege zum jüdischen" Ideal, der Verwirklichung einer gerechten Weltorduung, ist die Welt nur eimn sehr kleinen Schritt "vorwärts . gekommen. Das jüdische Volk selbst hat unermeßliche Leiden zu erdulden gehabt. Dennoch, hält es an dem * Ziel fest, das es vor einem Jahr feierlich verkündet hat. Aber, die Erinnerwnst muß uns auch eine Mahnlni^../ sein, daß wir nicht erlahmen dstr^n' m:d alle "unsere'-'' Kräfte für unsere Idee einsetzen müssen. Auch, unser Volk hat/nicht alles 'gehalten, was es damals versprach. Der Schwung, und die ' MenfreM'ge AktivltLtjener Tage ist heute zum großen Teil geschwunden. Jeder von uns sollte jetzt jeden Tag seine persönliche« . Erlebnisse des vorigen Jahres ioieLerzuerleben Machten, nm die Spannung in sich zu erneuern. Das Schreck-' lichste, was einem Volk geschehen kann, ist das Versinken in Trägheit. Leider ist besonders in gewissen Kreisen unseres Volkes die Disposition sehr stark/ auchj nach gelegentlicher Begeisterung wieder im zufrie^rew materiellen Lebensgenuß zu versinken^ Darurn ist /es gut, wenn man durch Gedenktage daran gemahnt wird, welches Ziel bas Volk sich gesteckt hat und wieviel zu. seiner Erreichung rioch zu tun übrig bleibt. Und daß es der Anspannung aller Zkräfte bedarf, um auch) nur einen kleinen Schritt vorwärts n'.id eine kleine Stufe höher zu kommen. WÄrrrrmg vor übersirrrztev Avswsttdrvurrg nach PaLästina. De« PalLfima-Amt in Wir« ist im Wege deS Zioüifiischt« . Vureäus m Kopmhagen vom P a l ä st i n a - A m t r n I a f s ä ein vom 17. September datrerter Brief zugekommen, der, sv betrübend fern Inhalt ist, vollinhaltüche Leröffenürchnng »8trg macht, um der überstürzte« AnSwcmdrrung nach.Palästma ent-- Lege«-uwirten: .Äir bksiLtigm den Empfang Ihres Srkrnbms vom 10. August und fteuen nnS sehr mt Fl»ren Nachrichten, die nach so langer Unterbrechung wieder emgelangt sind. Wir hoffe«, daß in naher Zukunft die Postverbindung-sich siabillsieceu wudund mir dann ra eme inniattt Kvirespondmz treten können. Der »sie Transport ifl glücklich ungekämmt«, aber bei der 8mibn«ß gab es Schwierigkeittn, denn brr dm Visen iehlteu einlge Förmlich» leite«. Nur der Vorzug, das die meisten Beanständeten tatsächtrch aus Palaftma stammten, ermöglichte ihnm die Landung; die-- jrnigrn aber, die nicht aus Palästina stammle« und keine ausdrückliche Erlaubnis für die Landung hatte«, durften vorerst «echt landen. Mrt schwerer Mühe haben.wir denselben schlreßpch auch zu« La«de» ve: Holsen, doch «ur vrovfforffch unter unserer Verantwortung und vorbehaltlich der endgültige« Entscheidung. Man möge künftig genau darauf achten, daß niemand ohne dee voll» ständiaen, gesetzlich vorgelchrrebenen Dokumente hicher fahre. Tiee h,er Gelandeten erzählen öo« den übrllriebrnen Nachrichten, welche im Ausland über das hiesige „ParadreS" verbreitet sind und daß dttse Nachrichten sogar anr Liauidrenmg von Geschärten und miolgrdesien »um wtit'chartlichen Ruin der Betroffene« führen, dre alle die Möglichkeit der Hrrieise so ersehnt haben. Sie führen alle Klage darüber» daö die Zeitungen solche märchenhafte Hoffnungen erwecken. Wir eiachten «4 als unser? Pflicht, i» warnen und nochmal» zu warnen vor dresen llebeoweibnnye», welche keina Grnndlage bateo. Die Loge hierMlande entipncht «och nicht emmal den Berhältniffm vor > dem Kriege, denn weder bie politischen noch d« wnffchMickey . Bedmsunken sind vorecll ms Kare aerückt und rS albt auck krme