Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-10-24 · Heft 274 (24.10.1919) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 274 (24.10.1919)
Date
1919-10-24
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979351--02452-2987967
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Rr 274 Wien. Freitag -- M e«er MsVgen?sMmss 24 Oktober 1919 Seite 5 »if immer fltarttte Arbcst für i»?e Neuankommendeii. SBcbfr ftibt «8 Boden zu kaufen noch andere Gckchäitc, Dre Ankommenden sehen sich m ibren im Ausl-mde erweckte» Hoffnungen h er vollständig enttäuscht und lst es Pstlcht. dem Publikum diese Wahrheit mttzutcilen." __ Die Kohlermot. Vehr «NKiiuftkge Kohlentteferunger;. — Herabsetzung des Kücliendrandes auf die Hälfte. -- BeherMrrgs-' «>ld Belenchtungsernschränkungen in den Schulen.. In der gell-'gen Stadrralssivung erffa'tc-eBjrgr>rmnster Reuman n einen Bericht Äer die Kohlmittfenmaw, aus dem heivorgcht, daß dnstlden sich w'ster sehr u ug ü n ff r ff ge« stal>en D.le' Knbstnul >chen ans dm Bchnbvfen und die BmratSwtity? der Ferschlecher von Bcennmalerialien blerbm andauernd leer. 'Infolge der schlechten Kolstene nlänff hat das sta'ettätl'che Komitee .die K ü ch r n d r a n d m e n g e a u f 10 Kilogramm B r a n n k s h l e, beziehungsweise 7 Kilogramm S di to a r * 1o b 1 e t e r n b g e s e y t. Allo eine neunl'che, schwere Knlamilä'her Hauthatte, dre aui den Wochmdrda's.au Kohle angewie'rn ffnd. Bechgi-chber Schulen, fürwelcheb^eiuilllich d'tEinsii-llung des Betriebes wkg'n Mangel an Hmmattrial drvkst, hat der Stadtrat gestern beschkosten, de? der Bcgrerung die B-w lltgnng zu erwirken, düst die nur mit Kas beiienba-ru Schüfen gehe-'t werden dürre». Ferner wurde weiter lleschlvlsen. d'L Maximal-' temvera'ur aus 18 Grad b>rabzusrtzm. T u r n s ff l e. ry d-nren kerne Auswci'e- oder Kälteichutzaktivn erfolgt, dürfen n ich t geherzt werden, während bei anhaltender Kälte solch''als Wärmestubrn jenen Kindern zum Ärsttnrklstt zu über«, lass-n sind^ dre daheim em warmes Zimmer entbehren Müllen. Bezützlich der B e 1 e u ck t u n g bat der Stadtrat den Beschluß pesatzt. daß über dre Torkperre sirnauS keur Schüftaum beleuchtet werden dan, es sei denn, daß er Ber.nnrn, die BstdungLzwecke verlnlgen, drcm. , . - .Aus bresen Beschlüssen rst zu eisehen, wie trostlos hie ganze -Situation ist und daß uur durch ä u st e rot t G va r s a m* keit einer Kaiastrsphe voraedeugt weiden kann, beider scheint sich em großer Te,l der Bevölkerung dcS großen Ernstes der 8age nrcht bewußt zu fern, denn von Amts wegen w rd immer daraus hrngewrese». daß die vorge chriebenm Svaimaknahmen nicht von allen Seiten vvllliänd g emg'dirlen werdrn Es wäre daher zu wimichen. daß die Behörden ffegen d eie unverantwortstchen Kreise endlich mit den angedrohien Strafen energisch Vorgehen. Weitere BerkiehrLrirrschriinLurrgen auf der Nord' rvestdvhrr. Wegen weiterer Beningnung der KohlnwsrrJte treten itachstrhende Neudernnai» rm Behiekr der verionen'ährenden Züge der drulschöstrrreich schm StamSb ihnen (Rordwe-drchndwett on^ ein: Eni'astrn werden mit Fr,ertag den St. d. M: m der Zweck.' S'ocktlau—Schattau lZna-mt Zug Nr. 16-ttKla (ELockerau ab 4 Uhr'18 Min. nachm ttags : in der Strecke Wren-Rordwestdahnhof-Siockecau vnd umgekehrt: Zug Nc. V4 sWren-Nordw-stbirhnhof. ad 3 Uhr 86 Mm. vorwU'agS); Zug Nr. 121 ^Wren- Nordwestbabnhöf ob 10 Uhr 35 Mm. vormü-ags; Zug Nr. 1>3 Mren-Nordwestbahnhos all 3. Uhr n:) . Mm. nachmittags; Zug.Nr. 139 (W'eri-Nardwestbahnlwf ab (5 Uhr 20 Min. nachmittagsZug Nr. 122 (Wrcn.NoidwesLbilmhvs a» 8 'Uhr St M>n. vormittags); Zug Nr. 182 (Wirn-Noidweslbahnhos an 4 Uhr nnchmittaos'.,. Entfallen werden nnt Samsrag den 25. d. M.r in der Strecke ' (Znarm)., Säiattan—Dtku-Noidmestdahnhofr Zug Nr. 162ll/IS2 lWien-Nordwestdahnhof au 2 Uhr Sl Minuten nachmrttagS' in der Strecke Etvckerau—Wren-Nvidwrstbahnhaf. Zug Nr. 113 . lMtn-Nordwestba-nhof an? Uhr S .Mm. vorrnntaäs). Dom 34. d. M. an wird Zug -" $tv' 161; (Wieg Nv'bwkfthähnhvf ab 3 Uhr 10 Miü. ''-nochmiltagZs " als -ÄWfi:" Nahzua in allen. Zwischenttai ouen und Bersvnendattesiellen der Strecke Dren-NoiLwestbahnhof—Stockeran apholrcn. Durch diese Fahr- Vlanäüdrrunaett enlallen auch dre bisherige durchgehenven Berb ndüngen Wren-Nordweftbahiihh!-ÄHSdvl \ - Hwyersaort und »impekehrt Ser den Zügen Nr. 121/S5KL und F5'>A/'t32. Am 21. d. M. w>rd der letztmalig verkehrende Z„g Nr. 162 we en Ausfalles d>-§ Zuges Nr. 133 m dcn Zwlscheustationen fm" Ausnahme der Perrönenhostestelle^ dt: Strecke Skockerau—Wren-Nold- «vestbahnhoj »nr'zum Äussieigcn der Re senden anhaltcn. ' Lrehlevhäxhler. Für.e!«r se^schtr Verteil««- tzer R»hle«. — Freigahe ves' Ho1zh«Kdels. — . Jus««men?iotz «it der Polirei. . Dgr Vrrsirrder SklrmkohlenhäMer berief für gestern eine ^roLestversarnrntung seiner Mitglieder in die Bolkshalle der nsuen NathauseS ei«, bis durch den Anschluß vieler Konsumenten llsu mehr air 2000 Personen besucht lvcu: und. einen äusjerst stürmischen Verlauf nahm. Schon bei Beginn der Versammlung üun es zu großen Lärmszenen, als der Dereinsobmann, K«f l a, mitteilte, daß von den eingeladenerr Vertretern der für die Brennmaterialien i» Ärtracht kommenden Amtsstellen niemand erschienen sei. . Kohlenhändler E.i gl schilderte als Referent die gegenwärtigen Zustände bei der Kohlenzuweisung und Brenwtzolzbeschrsfung. Die Ungercchiigkeit bei -der Kohlenzuweisung sei htmrNLlfchrrie'nd.> Die Kohlenhändler bekommen 6 bis 14 Wochen keine Kohlen zu gewiesen und bringen die bei ihnen rahvnierten §kunb«n in eine verzweifelte Lage. Fast die ganze einlansrnbe Kohle nehme die Gemeinde Wien für ihre eigenen Lagerplätze, alk für ihr Privatgeschäft in Anspruch, obwohl bei ihr nur 28.000 Konsumenten rayoniert seien. Dien, zähl« aber 'über zwei Millionen Einwohner, von denen mehr alS 70 Prozent nicht zu jenen Glücklichen gehören, die fuhren-- oder waggonweise die Kohlen bezrehen können. Heute können sich die Konsumenten Überzeugen, wo die Schuldigen an dem Kohlenskanbale zu suchen seien. (Rufe: ,3fm Rathaus! Di« Gemeinde Wien raubt den Geschästö-leutan die Existenz und protegiert den Schleichhandel 1) Der gleiche Skandal sei auch bei der Brennholzversorgung zu verzeichnen. Weil di4 Holzerzeuger auf dem flachen Lande wie in den anderen Ländern der Gemeinde Wien kein Holz, liefern wollen, nehmen sie dem Kleinhändler, von chern Holz«, daS sie vom Lande um 60 bis <»0 Heller pro Kilogramm nach. Wien bringen. 50 Prozent z u m P r e i se von 24 Hellern pr« Kilogramm weg. Der Kleinhändler sei daher gezd-ungen, »m nicht sein Geld zu verlieren, die restlichen 60 Prezent^ Holz, welche man ihm für seine Kunden läßt, um «inen weil höheren Preiö z« verkaufen. Die'Gemeinde Wien zwingt auf diese Weise die Klein Händler rur Dreist re i de rei. Der Redner fordert schließlich in einer Resolution um vvllkouupen gerechte . Verteilung de5 gesamten KohleneinlaufeS an alle Kleülhändler. - ' ' Mid der Annahme der Resolution und des. Antrages des Kohlenhändlers Krom acka, in geschlossenem Zuge vor das Rathaus zu ziehen und dem Bürgermeister Reumann 'die Forderungen der Kleinhändler zn unterbreiten, fcurd die Versammlung ihren Abschluß. Vor denr Rathause formierten sich .dann die Versammlungsteilnehmer zu einem geschlossenen Zuge, an dessen Spitze eine große Tafel mit folgender Inschrift getragen wurde: „Wir fordern von der Negierung für unsere rayonierten Skunden.und für die grmen frierenden 'Kjnder Kohlen! Heraus mit der gleichen Verteilung der- -Kohlen!" Als der Zug zur Ecke der FelderMllße gelangte,-stellte' sich demselben ein Kordon Wachleute, entgegen und verhinderte den Weit-crmarsch des Zuges, der durch die Felderstraße über den- Schmidt-Platz zum Rathauseingang Lichtenfelsgasse ziehen wollte. Durch das Einschreiten, der Wache entstand ein wüstes Geschrei. Stürmische Protestrufe schollen der Wache 'entgegen: ,L3ir sind keine Kommunisten! Freie Bahn den Geschäftsleuten!" Nachdem die Wache die Menge am Weitermarsch verhinderte,, entstand ein fürchterliches. Drängen gegen die Wache, welche der Menge Gewalt entgegensetzte. Plötzlich ging die Aufschriftentafel irr Trümmer und nun begämr ein Sturmlaufen der Händler, dem "die Wache nicht mehr standhalten konnte. Der Kordon war durchbrochen und nun nahm der Zug seinen Weg zum Einlaßtor des Rathauses. Dortselbst nahm die Menge Aufstellung, .während sich eine zwölkaliedriae Abordnung der Händlerfchatt Mm Bürgermeister Reumann begab, um die Forderungen zu überreichen. 'Nerrs GrMr'mÄesLenrrrr. VvLaussichtticher ErLraz- Ivv-YKiLionen Krsrseu. Gcllrrn nack'mrtaas dirtt daS Finanstom.tte eme Sitzung all, w^lchcr die Cbr stlichsoz a?!>« ferngrdl ebm waren. In denrlbrn wurde besäckslen, dem Stadt- und Gemeinderat vier Gesetz- 'rntwürfr über Stkunn zu unterhleuru. durch welche d^r Gcmtlnde N'ucrnnabmer, von rrmd IW üliillioneu Kronen gesichert werden sollen Dre Volaren ffnd wlaende: Ge'etzcnlwmf betreffend E niubunc; cmtv Genmndeallgabe vom höheren. Miktzrns mit einem .Jahresertt-age von. rund 60 Mil! onen Kronen. D'ele neue Steuer soll mit 7. Februar 1620 in Kraft treten. Zur Entrrchmng Vt Abgabe sind die Mieier, bez-ehurigSwecke die E^genlüm-'i von Häusern verpflichtet. Die Mietal'gabe beginnt be» eiuem-Jahrelz klS v-n . F 800 und rff , vrogrefffv.' Die Skala fft: lli 9oo bis 1200 f>ö/„ K1200 b».ö 1500 10%, K inOO biS' 2(;00 15%. K 200 ) bkS 3000 20%, K SOCO b’S f.OO' 95%, K 6( 00 bi«, 10.C00 30%, K 10.0>»0 b-S 15 000 35%, K 16.MU0 bis 2n.0»y 40®, 0. K 2u 000 bi© 30.0* 0 45%, über K 30.000 5u% M h>ere M^ctobf fte desselben Jnhüdns, die sich ,m glrichm Haute bcffnden, we'den nur dann alS em Mietobiett gerechnet, wenn sie Mm.tteldar' räumlich Zusammenhängen. Die zweite Steuer betrifft die EinMrrmg einer Abgabe vom gemeinen Wert, die schon gelegentlich der Budgetderatung vom 6>mkinde,a1e grundsätzlich desrhlosien worden lsi. Die Abgabe beträgt 5 Promille und wild sowohl auf verbflme alS auch auf unverbame Gründe eingehoben. Der Adgabebemeffung wird der gemeine Bovenwert zugrunde.gelegt unv als solcher-jener angenommen, den der Booen beim Verlause lür j-dermann hat. Als Stichtag tiir die erste Velanlagungspernvde gilt der 1. Oktober 1819. Dre dritie Matinabme ist eine zeugemäße Erhöhung der Abgabe a«f Alkohol, B r e r und Wern und die Ernffrbrung eines Gemclndezuich!nges zur Sch a n m w e r n si e u t r. Bisher war dre Steuer aus 1 Liter Bllohol 50 Heller, sie wird nun auf K 5.— eiböhk. genau jener Be»zehnfacliunq entsprechend, die der Staat im Kriege vorgeuommeu hat. Die B erabgabe soll von L 2.— aus K ,10.— pro Hettoliier erhöbt w rdni, was der den geeenwärngen Bierprcisen nicht en''chcldend ms Gewicht fällt. D e Gmreindeabg.che von Weine fihrt erne Erh o h un g von Li 8.— . auf L 40.— pro Hek'vlrler und wird nun ebenso hoch fait als die siaatliche Weinsieuer. Ang'sichtZ der jchiaen H ltol,tri Pi eile snc Wem, die sich zwischen kl 16>xj und K 2400 di-megen. können selbst beide Abgaben ursammcn für die s43i«iSbilbimß taum in Betracht kommen. Bl-her war Schaumwein genau io wre Wem besteuert, nun trttt als Eigännrng fiit 100%'g-r Zuschlag zur staatlichen Schaumwe nsteuer hinzu, die je nach dem Fatturenpreis geraffelt ist. D e Gesam'er.näge dieser Steuer werben nnt runh 25 MrÜlonen für das GedmungSjahr veranschlagt. Eckiließlich wurde noch e>ne Novell erung der Wertzuwachsstener beschlosieu, deren wesent! chstc Bestimmung die Fortführung der bisherigen Skala von 25®'0 b s zu 50®/» der dem über 200% hmallsgchcnden Wcrt'uwachs ist. D!e Krise im Nathanse. Dir chnsll ch'or alen Stadträte waren auch gestern nicht im Natbmlbei der S vrmg erschrenen. Heute findet ei«e Pcrrtribrrmuntz stait. ,n. welcher über die weitere Haltung der Christlichiozwlen ,m Raldame beschloffen wi-rbe« soll. Allgem in herrscht — wenigstens in ParlamentSkreise« — die Ansicht vor, daß eS m e ner Bereinba'ung zwischen Sozialdemokiaren und Christlichsozialen kommen wnd, welche eine. Sezession der Oprvsikion in Zukunft auSschlieht. Eist daher wiibrschrmtich. dadre Chrtsillchforialc» heute »icdec rm Nathan» erscheinen wcrdcn. Der Handel mit Palästina. Die jüdische Et«wanderung und dev Wirtschsstliche Aufschwung. Der .Internationale Nachrichtendienst" mZdet a«S S1 o ckl> o l m: Der schwedtiche Genrrallfonsul m Jerusalem, G. D a 1 m a « leg: in einer Znichrrlt an dat s ch w r d r s ch e Handel-amt dre Vrrbä tnille dar. welche gegenwärkig in - kommirzieller Hrn'icht in Palästina he,r'chen. Der Kr eg dal last den ganzen Be kehr »ach »nd von Palästina ladm^elegk. Nun belebt er sich wikder und vcnchiedene Nationen senden berertS ihre Schiffe an die syrische Küste. Der ganze srührre^ Handel w rd aber durch den zuküust gen Handel m den Swatttn gest llt weiden, da d>e Juden Palästina zu rmem Kutuirlano erster Oidmma zu machen suchen. Am Miist^n iviltman i» Palästina HolzwarenjederArr b-nönitn. Drr K'g dit de Iw« Neste der '^-äldrr d'SV,,ndze fiö. I. wran wird dt-hald alle», was an Holz zum W,rderrrrtdati,no ivettd » irm wrrd, Balten. Düren, Fensterrahmen und leriig« Mkdel e i « t tt d r e n miisien. Abe. auch Papier wird, je mehr die jürjsche Ermvanderung zummmr, g braucht Ferner werde» % 111 l e u m m » r » r e, Pelro 1 enm l fe» viel gefuchi, da das Land wederKodle noch anderes Brennbat, VtSbrr bat in Palästina bas Lelevl»o»- Größte Auswahl! Billigste Preise! 6« Leopold Steinhartz Wien, I., Biberstraße S. fast vollständig ge^hlt, da die türkische Regierung, dessen Aul guug aus Angst vorDerjrhwörnngen möglichst verbot. Deshalb wird die Nachfrage nach telephonischen Avvaraten und noch zugehörigem Matenal sehr groß werden. Bor denr . Kriege wrrrden bereits f ü n f E r s e rr b a h n 1 i n r e n, von I e r rtzs a l e m ausgehend, galant. Diese werden mm tcttieigestcllt werden. Ein gigantrscher. Plan existiert auch zur An- I^ciung eines Wassertalles nach dem Toten Meer e, wodurch man eine Krastgüelle schasse« will. Auch.der J.v r d a n f 1 u ß -soll durch entsprechende Grabungrir für elektrische Anlagen nutzbar gemacht werden. SchrsbeE«sLe. Denr nimmermüllerr ErflndungsgeisL des Schieben tums wird nichts zu schwer. Eine deutschLSchieberg-äsellschaft, allem Anschein «ach reinrassige Arier, die Lokomotiven nach Polen schieben wollte,'-wurde dieser Tage - in Preußen verhaftet. Anfang dieses Monats trat ein Mann an einen Werkmeister einer der größten Eisenbahnbetriebswerkstellerr des Reiches mitdem Borschlag heran, vollendeZ Eifenbah ttmaterial, zunächst zwei Lokomotiven, über die polnische Grenzezu bringen^ Er erklärte, er habe den Auftrag von einem Polen, und sein, Auftraggeber habe zum Erwerb des M-aterr-als bei einer Berliner Bank bereits eine'Million hinterlegt. Davon solle der Werkmeister 150.000 Mark erhalten. Weitere Maschinen'und Wagen sollten folgen, unter anderem ein ganzor D-Zug a«s Köln. Der Pltrn war bis im alle Einzelheiten ausgearbeitet, Maschinen usw. sollten Von deutschem Personal rrach' Repven gebracht werben. Dort sollten polnische Eisen-- Lahnbeamte in deutscher. Uniform bereitstehen, uw sie zu übernehmen und über die Grenze zn bringen. Ein Mittelsmann namens Christensen aus. Berlin sollte sich Ln Reppen von derUebergabe überzeugen und bann sofort mit dem Werkmeister und -Buchholz nach Berlin fahren, um auf der Bank die 150.000 .Mark^ für ben Werkmeister abzuhebcn. Der pflichtgetreue'Mann aber machte sofort feiner Dienstbehörde die Anzeige. Die eingeweihte« deutschen Beamten fuhren mit den Leiden Lokomotiven von Küftrin nach Neppen. Hier wurden sie zwischen 12 und 1 Uhr von den verkleideten Polen erwartet und empfangen. Die ganze Gesellschaft wurde jetzt von bereitstehenden Beamten des Landespolizei-- - amtes festgenommen. * Dev neue brasilianische Gesandte für Wis«. Drn englischen Blärtern zufolge »st Senhor Regis O 1 i v c i t « zum diplomatischen, Vertreter Brasiliens m Oesterreich ernannt worden. * NegrerurrgSrat Dr. Broch. Der Präsident der Nationalversammlung hat am H. Oktober d. I. dem Diresiorstellvertreter des ' Stenogravhenamtes der Natwnalverscimmlnng Dr. Adosi Broch dev Tilel eines Regierungsrakcs vergehen. a VermühlunF. Herr Norbert Kronberger in Auz hat sich mit Fräulern Olga K r l l n e r'ans Wien vermählt. 9 Werztsgvuppe des PalasirnaaMtes. Am 21. d. M. fand die erste ordentliche Generalversammlung der Äeritegruppe des Palästinaamics statt. Dem Arbeitsberichte rst zu entnehmen: Dre M r t g l r e d e r z a hl d er G r uppe ist auf 90 gestiegen. Es wurde erne Reihe ärztlicher Fortbildungskurse.veranstaltet. Wertere Kurse sind in Voibereilung. Es wurde eine berondrre Fachgruppe der Krankenpflegerinnen, Hebammen und Fürsorgerinnen organisiert und du Borarbeiien für die Schaffung einer Krankeupflegermnerischule in Wien emgele>tet. Besonders zu erwähnen wäre dre sanitärärztliche Fürsorgelätigkeit der Aerztegruppetür die Chaluzim und die Gewelbesettion des Jüdischen Nanonalrates. Bei der Neuwahl des Ausschusses tvurden gewählt als Obmann Dr. Leopold S o f e \\ Stellvertreter Stadsarjfi Dr. Hermann Mayer und Dr. Einst Stein. * Verlängerung öe§ Terminezv« RSnurung tm Dohnnngen und sonstigen Mumlichkriten tm Novembertermin. Im Einvernehmen mit dem Oberstanbesgericht in Wien wurde für das Gebiet der Stadt Wien der Termin zur Räumunz von Wohnungen und sonstigen Räumlichkeiten im November» termin 1919 für halb- und vterteljährige Mieten und Monatsmieten auf den 20. November verlängert. Demgemäß wird auch der Termin für die Räumung eines Teiles der Wohnung oder sonstiger Räumlichkeiten aus den 10. November verlegt. Dies« Verordnung findet auf Räumungen, die durch Möbeltransporte bedingt sind, die von außen in das Gemeinde-' gebiet'von Wien bewerkstelligt werden, keine Anwendung. * Reue Lizenzen für Tabaktraflksn »md Sp!ri1u»ftw> sch-änker tu der Slowakei. Der „Wiener Kurier" meldet an- Preßburg: Der Minister für die Slowakei, Dr. Sröbar, hat einen Erlaß herausgegeben, mit welchem alle Lizenzen für Tabaktrastken und Konzessionen für Spirituosenschünker. die vor dem 15. September 1919 erteilt wurden, «msilltiz sind. Reue 5konzessionen und Lizenzen können nur tschechoslowakisch« Untertanen erhalten, in erster Linie Kriegerwitwvn und Waisen und die Angehörigen solcher Personen, di« 6& Vorkämpfer d«S tschechs-jlowalischen Nationalgedankens gefallen sind. * Uazzia im «as» „HabtSurs». Eine große «atz-k» wurde gestern nachmittagvom KriegSwucheramt ix Gafß ^abSburg" in der Rotenturmstraße vorgenommen. - Aufgeboten war ein Stab von 12 konzeptiven Hilfskräften uni, 170 AusfichtSorganen. Die Zugänge zum Kaffeehause waren durch AmtSorgane besetzt und alle Gäste mustten sich genau auSweisen. Im Kaffeehaus« selbst wurden ungefähr 250 Personen angetrosfen und perlustriert und 90 Personen wurden dem KriegSwucheramt in der Wcbergasse vorgeführt. Dort wurde die Amtshandlung von den Referenten deö Amtes und 12 Beamten der FinanzbezirkSdirektion in Angriff genommen. Bei zahlreichen Leuten wurde» fremd« Valutml gefunden, doch sind die Beträge nicht sehr ansehnlich. Vafanden wurden unter anderen 14.500 Lire, 22.000 Mark und noch viele andere Zahlungsmittel in kleinen Beträgen. In österreichische» Bauknoten wurde» gestruden: K. 1,170.000 in abgesiempeltem deutschösterreichifchen Gelbe und K. 8.1.00t in uuabüektempeUem Gelds» 3

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.