Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-10-23 · Heft 273 (23.10.1919) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 273 (23.10.1919)
Date
1919-10-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979350--02443-2987957
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

: Nr 273 Wien» Dvnnerstav fr-;-------— ----—— Tagesbericht. Die ZrrkmnfL der Technik Ln Palästina^ Der Verband der jüdischen Ingenieure in Jaffa rerSfsentlicht einen offenen Brief an die jüdischen Ingenieure, in welchem auf die gr^ße Wichtigkeit »er systematischen Betätigung der Mischen Ingenieure w Palästen« tzingewie'en wird. Palästina ist ein Land, >aS industriell unentwickelt ist und die Erforschung des KeichtumS <m natürlichen unmineralischen Stoffen lasse vieles zu wünschen übrig. Die jüdischen Unternehmer, die ins Land gekommen seien, hätten keine Anstitution gefunden, die ihnen die nötigen Kenntnisse and Informationen vermittelt hätte. So haben sie aur oberflächliche und widcr'prüchsvolle Auskünfte erhalten, infolgedessen manche Unternehmer ihre indu- Zriellen Pläne aufgegeben und andere nur unter Verlusten gearbeitet haben. Der Mische Ingenieur in p-aläs'ti.uL besaß bisher keinerlei Verbindung mit seinen FachLollegen und der Mangel an einer wissenschaftsichen Anstalt habe sich sehr stark fühlbar gemacht. Jüdische Techniker und In mstrielle und unsere Jugend, die sich außerhalb Palästinas für nationale Arbeit vorbereitet, wählen oft mangels einer fachmännischen Beratung Gebiet«, die vorläufig inr Land« keine Zukunft haben. Geleitet in der Erkenntnis der großen Bedeutung des gegenwärtigen geschichtlichen Zip unk.es, haben ti,e jüdischen Ingenieure Palästinas beschlossen, einen „Verband jüdischer Ingenieure" zu begründen. Das Ziel dieses Versandes ist, alle jüdischen Ingenieure in Palästina und in den anderen Ländern zu folgenden Aufgaben zu vereinigen: 1. Das Gero erbe und die Arbeit in Palästina zu entwickeln. 2. Alle Er fahrungen, wissensch aftlich en For sch unge n und Ve rs uchs er geb n isse zu sammeln, die auf diesem Gebiete bisher gewonnen wurden oder später gewonnen - werden. 3. Eine [i Sit di ge dauernde Verbindung mit den Fachkollegen außerhalb des Landes herzu stellen. 4. DaS wissenschaftliche und wirtschaftliche Niveau der Zdollegen zu heben. 6. Zuverlässige Kenntnisse über die jüdische Industrie, ihre Leistungen und Erfindungen sowie über die jüdischen Techniker und Handwerker der ganzen Welt nach den einzelnen Gegenden und Industriezweigen zu sammeln. Aus denselben Erwägungen heraus schritt gleich nach dem Umsturz eine Anzahl von jüdischen Ingenieuren i n W i e n zur Gründung einer technischen ß t ii & i e n g c u p p e des Palästina-AmtcS. 5 In der allernächsten Zeit rvird auch an die Gründun g ei.n^e s Verbandes sämtlicher jüdischer Techniker, die sich für Palästina interessieren, Geschritten, um, so eine möglichst große Anzahl von Zpe'zialkrästen zur Arbeit heranzuziehen. ES ergeht daher analle jüdischen Ingenieure und Techniker, welche, für die eminent wichtige Frage des technischen Aufbaues Palästinas ein Interesse haben, die Einladung, diesem Verbände beizu.reten. . Anmeldungen sind münd.ich u-rb sch iftlich zu dichten an das technische Referat des Palästina-Amtes Dien, 2. Bez., Zirkusgafse 33 (täglich vormittags, -Asgenommen Samstag). Wiener Modenschau. Die gesternt abends im Wiener Konzerthaus statt- .gefundene, von der Wiener Modellgesellschaft unter Förderung der GewerbrförberungkinstituteK der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer veranstaltete Modellschau war die größ e, die man jemals in Wien sehen konnte. Be'onde^eS Interesse hat hies« Veranstaltung im Au?h n.e erregt; schon seit langer Zeit er'olgten Anmeldungen und ein sehr großer Teil der Publikumbestand aus teils sich hier zufällig 'aufhaltenden, teils speziell zu diesem Zwecke her* gereisten Fronden. Er ist sehr zu begrüßen, daß die Regierung die tzr^ßr Wihti t*it der Mode-Industrie, die zu den. wenigen Gebieten gehö 't, die heu'e bere tin der Laß« sind, produktiv zu sein, erkannt und diesen ersten Schritt zur Gestaltung »Wiens als Modezentrum gefördert hat. , ' < Charakteristisch für die Mode ist die besonderin der Hüfte betonte Linie. Bei den meisten Toiletten ist dies so vorteilhaft ausge ü^rt', daß der spezifisch wienerisch« Einschlag d:r Figur nicht beeinträchtigt wird. Am gelungensten sind besonderin dieser Beziehung die vom Hause C. Bojko in montanster Äieise vor geführten Modelle. Auch von den an'.«ren großen Wiencr Häusern, besonders der Werkftä'tte und von Zwieback, wurden originelle Toiletten zur Schau gebracht.! Ewäre sehr zu begrüßen, wenn der Mode-Industrie auch weiter,in Förderung zuteil Mrbe, damit sie, die heute zu den ganz wenigen^produktiven Industrien zählt, zu dem ihrer Bedeutung entsprechenden Aufschwung gelangt und ihre soziale Funktion erfüllen kann, tausend fleißigen Händen Arbeit zu schassen. Aus der Bukowina. Au» b«r Bukowina bringen nur sehr spärliche Nachrichten zu uni, seitdem die rumänische Okkupation bas Land gegen Westen hermetisch abgeschlossen hat. Einem Freunde unsere» Blakte» verdanken wir etliche Informationen über die gegenwärtige» Verhältnisse im Lande. Während in de« ersten Zeiten der rumänischen Okkupation verschiedentlich AnSlÄwittumen «aen die Luden stattLejunden habe», hat jich Wiener Morgenzettung di« Situation gegenwärtig im allgemeinen .gebessert, doch ist die jüdische Landbevölkerung noch immer vielfach der Willkür des Militärs ausgesetzt, wje es überhaupt die neue Verwaltung au mancherlei Schikanen nicht fehlen läßt. Zahlreichen Juden wurden die Lizenzen zur Führung von Trafiken und zum Salzverschleiß entzogen. Gegenwärtig werden die Wahlen für Kammer und Senat vorbereitet.- Der Wahltermin ist plötzlich angesetzt worden, nachdem «ine aufgezwungene Wahlordnung die Mehrheit des Landes des Wahlrechtes beraubt hat. Da in der Bukowina eine strenge Zensur und überdies der Belagerungszustand besteht, so bedeuten die Wahlen natürlich nichts mehr als eine Komödie und die Negierung ist in der Lage, die ihr genehmen Kandidaten so'u'ageii vormschreiben. Unter solchen Umständen dürften die Inden wahrscheinlich Wahlenthaltung üben, da überdies in di« Wählerlisten nur ein geringer Teil der Judenschaft ausgenommen wurde. In bete letzten Zeiten hat der jüdifchnationale Gedanke im Lande eine gewaltig« Stärkung erfahren und die hebräische Bewegung macht die erfreulichsten-Fortschritte. In den kleinsten Orten bestehen Kindergärten mit hebräischer Unterrichtsspra>'be. in Czernotvitz überdies ein jüdisches Gymnasium. Die Entwicklung des höheren jüdischen Schulwesen? wird al>«r durch die Behörden gehindert, die nur die eine nationale Anstalt zulassen und die Zahl ber; Schüler .für die erste Ktcckse in diesem Schuljahre auf 120 beschränkt haben. Auch die jüdische Sportbewegung hat große Fortschritte gemacht und vor kurzem fand in Czernowitz ein großes Sportfest statt, an dem über 600 Turner und Turnerinnen mitwirkten und ein' vieltausendköpfiges Publikum teilnahm. Da? Sportfest bauerte zwei Tage und gestaltete sich zu einer großartigen Manifestation der jüdischen Bukowina. Vorsicht bei der Rückkehr nach Rumänien. Wie man mit den Heimkehrern umspringt. Die Czcrnowitzer „Allgemein« Zeitung" vom 16. Oktober schreibt: Der Heimkehrerzng. der gestern in Czern-owitz eingetroffen ist, hatte ein eigenes Schicksal. Die heimkehrenden Personen, welche nicht von Czerwowitz ausgestellte Pässe hatten, erhielten nicht die Bewilligung, den Zug zu verlassen. Es wurde ihnen erklärt, daß die Pässe de'' rumänischen Liquidierungskommission in Wien keine Gül igkeit haben. Unter den eingrtroffenen Personen befanden sich nicht nur viele Bukowinaer, welche sich die Reisepapiere bei der obigen Kommission beschafft hatten, sondern auch beutschösterreichische Staatsangehörige, die zur Ordnung ihrer Angelegenheiten nach Czernotvitz reisten. Auch diese letzteren haben sich ihre deulschösterreichischen Pässe bei brr rumänischen Liquiftierungskommission in Wien vidieren lassen. Es wird erzählt, daß die Beschaffung von Nei jepapieren bei der rumänischen LiquidierungSkommlssion in Wien mit einem ungeheuren Zeit- und infolgedessen Geldaufwand verbunden ist." . . DaS rumänische Hauptquartier anerkennt die Gültigkeit der von der rumänischen Liquidierungsbo nmifi'o i in Die : amg fertig en Reise doku me n te nicht. Der Heimkehrerzug wurde an die polnisch-rumänische Grenze geschoben und die unglücklichen Passagiere, darunter auch ehemalige österreichische Offiziere, die sich, bisher vergeblich, an daS Staatsamt für Heerwesen um Abhilfe wandten, sitzen noch heute in Sniatyn. Die Polizei km Klub der EÄrlfteln ändler. Wir haben im gestrigen Morgenblatt kurz über die Razzia berichtet, die am Dienstag durch Polizei und durch Finanzorgane im Klub der Kaufleute und Händler mit Perlen und Edelsteinen in der Spiegelgasse 10 durchgeführt worden ist. Beim Betreten des Klublokals durch die Polizeibcamten wurden dort insgesamt l84 Personen angetrosfen. Darunter waren 102 Personen hiesige Juweliere Und Edelsteinhändler, die nach Feststellung ihres Nationales sofort wieder entlassen wind'" Die übrigen 82 Pes'i'e' w. rdn le'm Kommissariat Inn re Stadt einvernommen, und zwar nach polizeilia-et.-, jwue.ränltlicher und gefällSämtlicher Hinsicht. Fünf dicser 82 Personen, die Ausländer sind und sich unberechtigt. ohireAufenthaltsbewilli g ung hier ausgeholten haben, wurden dem Strafgerichte zur An^iqe gebracht, und eS wuftr« das AuSweisungSvsrfahren gegen sie eingeleitet. Gegem 77 Personen wurden steu-r- und finanzomtliche Untersuchungen eingeleitet. Im. ganzen wurden bei der Amtshandlung Schmuckstücke im Werte von mehr als fünf Millisnen und Bar-' geld in ebenso hohem Betrage beschlagnahmt. Unter den hier angetroffenen Personen befand sich auch der Edelstein Händler Jakob u j h a z i auS Budapest, der in Wien sein« Geschäfte betrieb, aber, da er keine AufenthaltSbewillignng hat, in Baden, -Hab-burgergaffe 30, gewohnt hat. um sich so der Kontrolle zu entziehen. In den Taschen seine» Nocke» wurden Schmu ckge gen stände undi Edelsteine im Werte von mehr als zweiMillionen^ gefunden, ferner fand man bei ihm auch ausländische Valuten im Betröge von einer B i er te lm ill ion. Bei «inem anderen Bnda pester Juwelier namen» Gerson Weißmann, der sich ebensall» ohne AufenthaltSbcwilligung in Wien aufgel-alten und in Baden gewohnt hat, wurden eine Bi ertelm illion in barem Gelds unverschiedene Gchnmckgegenstände beschlagnahmt, die sich nach der oberflächlichen, durch Sachverständige vorgenommenen Schätzung auf mehr al» 600.000 Kronen beziffern. Bei den meisten hier ongetroffenen Personen fand man Bargeld in der Höh« von 100.000 Kronen bi» über eine halbe Million. K in< allgemeine Schiilsperre. In der gestn-en Sladtrat-sitzüng, zn der die Elnistlicksopalm wieder nickt er'ch enrn waim. eillmte dcr Vüiiermeister, daß du nock nickt allgemein geplant in. Dock fc die Kodlmsitualioir sehr emsi. Man setzte zur Beratung der Frage tut Komitee tut, daS heute dem Stadtrat dtrichtrn soll. Eingesendet. M&thKdo Weidenf»Id mm, I. X2»„ SftiAuol Vogelfcaum Wm«, IX W a* 1 «» V» # «»• Wl#n. im Tletkrt 23. Oktober 191$ Seite 5 - ______7----^ Erste Hilfe bciSchfdfemaschincn* reparaitfren Telephon Ni*. 4073/8 iotopurltan. m FS werkstSfte für Feinmechanik u* ■ w» ■ Maschinenbau, B.,B!berstraßeQ Die Wohnungsaufnahme in Wien. h Am l. November sollen die 500 Kommisstouen der Gk? meinde Wien mit der W o b n u n g s a u f n a h m e beginnen. Die Arbeit bürgte den ganzen Monat m Anspruch nehmen. Die hierbei als angksoroert oder verfallen erklärte« ^stohnungcn sollm zum Februartermin neu vergebm werden. Äng^v'dert werden leerstehende Wohnungen, Doppev« wohnungrn. unznlänglick Venüvle Wohnunaen (Sommerwohnungen und Absteigquarlierel. überzählige Wohnräume nr Wohnungen mit mehr als drei Wohn, änmrn, wobei Küchen, Borzimmer, Badezimmer und Dienstbotenzimmcr nichtals Wohnräume gezählt werden Bei mietete Wohnrämne werden micht angefordert, dünen jedoch ein Bierrel der vvi handelten Fremdenzimmer nicht übeisch>citcn. ferner Wohnungen von Ausländern, die seit 1. August 1914 wegen Preistreiberei verurteilt wmdeg. Eine Banknotenfälscherbanbe. Dem S'cheiheltSbureau ist zur Kenntnis gekommen, daß M Wien angeblich für ein ausländisches Konsortium einGraveur pc'ncht werde, d"r Klischees für falsche Banknoten zu bl 200 Herstellen soüie. Es ersnhr auch von den Absichten dieses Großunternehmers, Banknoten tm Betrage von anderthalb M i l l > o n en K r o n e n zu erzeugen und unter die bevorstehende Entission .in Ungarn etnzuschmuageln. Die vier Personen, die sich mit dem Plane! efaßtm und festgenommen wurden, stnd der besckL'tiaungslose Buchhalter Josef F e i 1 s ch m t d 1, der Bauvolicr Franz S t r o h m a v e r. der Reisende Nikolaps Roman Surmocky und schlesrlich der Hauptschuldige, der Rriscnde Moses A l t m a n aus Rußland. In der^Wohnung dcs Alirnan, der von Beruf Photogravh ist, wurde ein Photograph schcs Notenb ld einer 260-Kl onen-Note gefunden, das brr der Herstellung dcr Gravüre als Unterlage dienen sollte. Moderne Sklaverei. Die Sr jü(jriße, aus Ungarn stammende Theresia S z e l 1, X.. Hmengaste 27. wnide wegen Eipieffung. gefährlicher Drvhuvtz und Kuppelei verhütet. Die Szcll, die ehedem unter Sitterkontrolle stand, bat in ihrer.Wohnung drei Mädchen beherbergt. denen ste dreHölle auiErden berettote. Sie ließ stch von den Mädchen täglich für Kost und Miete 25 Krvne» zahlen und bot ihnen ha'ür em fast nicht zu genießendes Mittai» und Abendcfs'n. K tmen die Mädchen von ihren Spaziergängen beim, so wurden sie von der Szell genau durchsucht, wstzei sie ihnen daS gc'rmdene Gcld abnahm. Sie.Hane sich auch ein Berfahren zurechtgclegt, um ihre Sklavinnen , für immer in ihren Klanen zu behalten. Sie kaufte ihnen nämlrch Kleider und Wäsch e, die die Mädchen nicht bezahlen konnten. Wollten sie das Hans verlaßen, so. drohte sie ihnen drm't, sie ohne Kleider und Wäsche sortzwchicsen, so daß bte Unglücklichen immer wieder bei rhr blecke» mußten. Eines der Rlüdchen wurde von der Szell zur Ausüdml» der ProstituNon gezwungen; brachte die Unglückliche nicht genug Geld nach Hause, so wmde ste von der Szell mit btc Peitsche gezüchtigt o d e r s o w st mißhandelt.. Die Kupplerin wurde dem Landesgerlchte emgeliesert. *■ Persanalnachricht. Herr Hans P e r u tz hat sick am 7, d. M. mit Fräulein Dr. A » n i t S. erabski .aus Liverpool vermählt. " * Beulenpesi in KonstKAtlnopel. DaS Londoner Handelsamt teilt Mit, daß m Koustammopel die Beulmpest herrscht. * Tschechische Danknotenbesterlungen irr Wien. Fnp dm tschecko-ilowakischen Staat sind in Wien 300.000 Noten zu 5000 Kronen und 6-> Millionen 5'Kroncnnoten hergesiellt worden. Ferner sind vom tschecho-siowaknchen Staat bestellt: 2 Millionen l000-Kronennotm. 1 Million 500-Kronennoten, 10 Millionen 50'Kroncnnoten und 30 Millionen 10-Kronennoten. Im Umlauf sind bere is 100 Millionen 1-Kronennolen und 10 Million«" 100'K» onennolen. * Deutsche und jüdische Schulen ht der Bukewin«. Die ^Pa'.lament«karrespondcnz" meldet' anS C z e rin o w i tz: Der rumänische Minister Dr. N i st o r hat m einer Konferruz dcr Cchulinspektoren m Czeinowitz mitgeteilt, daß er in de» nächstcn Tagcn die Austeilung der deutschen Schulen in deutsche und jüdische Schulen anordnen werde. Der Schulerlaß werde auch die Emennung von jüdischen B e z i r k S s ch u linspektoren und jüdischen Sch.ulleiter» Vorgehen. - * Wiener Stndtklnb. In der Borwoche fand die gründende Versammlung deS „Wiener Gtadtklub" statt, der Vc»> ein gung der Besitzer v o n K a e e h a u s g r » ßbetrieben in der Inneren Stadt. Der Bere« bezweckt außer der Gcselligke'tspstege die Wahrung und Förderun« aller g'w'rblicken und Standes,nterestcn Zum Obmann wurde Herr Otkar Grazer, zum Obmannstelltzertreter Herr Wilhelm rl l d o r gewählt; in den Aurschuß wurden entsandt die Herren: Adolf Haag, Adolf P r e t s ch e r, Avolf Richter, Eduard Sacher, Josef G i l l r r, Leopold S t e r e r und Karl S t i e b e r. * Ernenn««« des StaatsfekretLrS a. D. S»KSse Bratusch zum vberLandesgerichLsprüftdenten in «raz. Der Piästdent der v^ationalveisammlung hat dm diSderizm , Sraatslekretär für Justiz, SeltionSchei Dr. Richard B r a t » sch, zum Obtilandesgerichtsprästdemen in Graz ernannt. * Eröffnung einer Bergakademie in Kraka«. AM Krakau wird telcaiaphierl: Am 21. d. M. fand hrcr die ‘netltc&t Eröffnung der ersten polnischen Bergakademie statt. Mit Rückstchs auf den Umstand, daß das Dcrg- und Hütlenw:sen neben d« Vandwirisckaft dte wichtigste Gnmdl.igc tzc» ganzen w rtschasilich« Lebens in Polen bilden wird, kommt der »euerrichteten Hvchfchrcke eine sehr große Bedeutung zu. * rrnter dem Verdachte der Veruntreuung. Am Sl. d. M. wurde der 4:-tjährige Kaufmann L'pa Werß im Hotel Sächstfcher Hof, Taborstraße 46, von einem Polizeiagentei, v.'rhaitet. Er wird vom LandeSgcrichte in Czernowrtz Wege» Benlnti enung eines Betrages von 60/00,foi zum Nachteile d^ KausmiNiie» Markus Ste,nbcrg in Czernowitz steckbritstich »ru> folgt. Leva'Weiß erklärte, -die 6« >.000 Lei n v'n Ste nderg im Herbßt I?l8 zur Bkiwahrung übernommen zu becben; er stellt eme Ve»» nntrrmmg m Abrede nnd veramwortel sich damit, daß ihm dtt^ Betrag be, emem m seiner damal gen Wohnung in Ezernowitz' »erßbtm E ubruckSdiebstahl gestohlen worden sei. Lipn Weiß wurde hcu.e dem LandeSgerichle eingcl efeef. 17S7

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.