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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-23 · Heft 273 (23.10.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 273 (23.10.1919)
Date
1919-10-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4‘ /Wien,^D'önnersta^ ZDiener MövgekzeMnK 23. OLtüver ISIS Nr. 27S Jtta» Die russisch-lettischen Kümpfe» " ^Helsiuafors, ». Oktober. Rach Meldungen auS Riga tonern die rusfisch-lettischen Kampfe fort. Die Stoffe» beschösse» «n Hauvt- und den Köeerbahnhvk von Riga. Helfingfors, Bi. Oktober. Die finnische Rementog hat die kstandstaaten benachrichtigt, daß Finnland an den Verhandlungen gut Rußland nicht teilnehmen wird. Der Reichstag berat heute in geheimer Sitzimg di« Frage einer möglichen Terlnayme Finnlands am Kampfe gegen die Bolschewiken. '* Estnische Truppen erbeuteten an der bollchewruschen Front jn den letzten Tagen S- Kanonen und 20 Maschinengewehre und nachtm 680 .Gefangene. Die deutsch-polnische« Verhandlungen. Berlin, SS. Oktober. Stf zwischen Dent'chland und 5Me« provisorisch zustandegekommexr Wirtschaftsabkommen steht xroßere. Kartoffel« und MineraHllreferxng« an Deutschland v«r; Äs Gegenwerte liefert Dentschland Kohle. Die G ch w , e r t gleiten bei den politische» B e r h a » d l v » g r « >LuernNN»er«i»d»rtM. Die Räumung Budapests von den Rumäne» < bszonne«. Budapest, 22. Oktober. (Privat.) Die Rumänen haben -gestern Dienstag nachmittags »fsiziellmitderRäumun'g Budapests bc-> rönnen. Bisher haben sie den Oiner Teil geräumt, von wo «e sämtliche Truppen, TiainS und Anstalten bereits abgezogen -oben. Der Abzug vollzog sich in vollkommener Rübe und Ordnung »lmrmäßig. Spät abends kehrte eine rumänische Patrouille'zurück,!ne auf das Hotel Szent-Gellert, wo das rumänisKe Dlmfiox?» '-mmando seinen Ntz hatte, wieder die rumänische Flagge hißte. Dre PatrouUle hat such den Zwech den Ofner Brückenkopf zn reobachten. Budapest, 82. Oktober. (Privat? Am Montag hat, da» ileine rumänische Wachedetachement in Ofen lein Lokal geräumt »nd ist nach Pest überfiedclt. Gellern find diese Truppen wieder »ach Ofen zurlrckgelrhrt. AuS dieser Verschiebung find die in Wien rer.brelteken Gerücht» entKand», daß die Rumänen von Budapest rbKehm. Wiener Lebensmittel für Budapest. Brrdapsft, Sv. Oktober. (Ung. Lel.-Korr.'Dur.) Oberst k'a n s e h ist gestern nach Wien abgereilt. Vor seiner Abreise tet er für Ungarn dir Aescrnng von b000 Tonne« wattowitzer Kohle gsfichrrt, die m allernächster Zeit nach Budapest ^liefert werden. AßoeterS tost»e or «it. dast «Bl Wir» « Waggons Äeb a» » »itt»l für Budapsst« Kinder odgegcmgen find. Wird Bsla ftmt nnd <S «söffe« ausgeliefert? ®ie österreichisch«« BvhSrdir vmAmtm n«»»*liH« Vewsise, Budapest. 24. Okiob«. ,Az Mt" ersähe p»x kvmpfßentor Vtelle, daß die Antwort d« österreichische» Rrgirrxng auf baS. ßrgehren um AxAiesau»- Aela Knn» «nd Genossen eingetrostca Die Antwort sei « sehr bösliche« Tone gehalten und betone, ß dre österreichischen Behörden daS Auslieferungsbegehren zum genstand ernster Eewägnng gemacht haben. Der gegen, die emaligen BolkSkommiffäre erhobenen Anklagen seien edoch nicht genügend bewiesen, weshalb um Angabe neuerlicher Beweise ersucht wird, welche « unzweifelhafter Sstrise auch den S ch e i n einer » o l i't i s ch e n V « r f o l a n n g beseitigen. Die ungarischen Behörden, die fich dreier Situation bewußt waren, »der im Interesse der Beschleuniguna des Verfahrens nicht das wlle Ergebnis der stratoenchtlichen Recherchen «dgewarlet hatten, rben noch vor Eintreffe« dw österreichischen Antwort neuerliche tweisstücke an die «egarische Gesandfichatt >n Wien übersandt, «slche auf dem olfizwl« diplamatische« Wege die Dokumente «n kompetenten Behörden Vergeben wird. A»S der österreichi« New Antwort geht hervor, daß dirf« G«dung sich mit der österkkichrschen Antwort gakreup hock. Der russische Patriarch «gsrk«nt die SowieLr-A«-lik. Moskau, SS. Oktober. Patriarch T y ch o n hat an die Geistlichkeit eine Enzvklika erlafien, in welcher-er die Lowiel« revublik anerkennt. In der früheren hatte er gegen die Doliche- »iken das Anathema ausgesprochen und die Bevölkerung aus« «fordert, die Sowieimacht nicht anzuerkcnnen und ihren Vertretern acht zu gehorchen. Der Patriarch verdammt jede auswärtige Ein« f lchrmg i« die innere» Augeloqenheiten Rußlands mit der Gerung, daß keinerlei'ftemde Intervention Rußland vom Ruin?!d von brr Unordmmg »Mo» »nng, solange ncht das russische ork selbst geeinigt sei. Vor besonderen Ereigniffen in Angarn. Bo« unserem Budapester Korrespondenterr. Wer in der letzten Zeit Gelegenheit hatte, die Stimmung in den maßgebenden politischen Klubs von Budapest kennen zu lernen, dem wird wohl schwerlich die in diesen Kreisen herrschende Nervosität entgangen sein. Einer raunt es dem anderen zu, daß etwas Besonderes in der Luft liege, daß schon die nächsten Wochen eine Wendung im. politischen Leben Ungarns bringen werden, die nach den vorhandenen Anzeichen sehr bedeutend sein müßte. Merkwürdigerweise sind gerade die Parteigänger Friedrichs stiller geworden, alman es von ihnen ix den letzten Monaten gewohnd war. Die amerikanischen und englischen-Ententevertveter in Budapest sind mit Rücksicht aus da- Gehaben des ungarischen Armeekommandanten Horthy stutzig geworden, von dem vielfach behruptet wird, daß. er »der zumindest Leute aus seiner nächsten Umgebung ihre Hand bei den Vorgängen in der Slowakei im Spiele haben. So viel steht fest, baß die Generalstäbler Hvrthys auS ihrer irvedentistischen Gesinnung kein Hehl machen und auch für eine dementsprechende Pwpaganda durch die „erwachenden Magyaren" Sorge tragen. Die irredentisiische Stimmung kommt auch in den Resolutionen zum Ausdruck, die von den unter national-chauvinisti'cher Flagge wirkenden Hochschulorganisationen in der ätzten Zeit gefaßt wurden. Selbst der Klerus ist nicht davon freizusprechen, daß seine Leute, gestützt aufihren mächtigen Einfluß in der Provinz, die bäuerliche Bevölkerung im irredentistischen Sinne beeinflussen. Diese Tatsachen sind selbstverständlich auch den Rumänen in Budapest nicht entgangen. Darin ist gewiß nicht zuletzt der Grund dafür zusuchen, baß die- Rumänen mit dem Abnrarsch aus Budapest s» lange zögern. SS ist nun bezeichnend für die schlechte Orientierung ix Paris, baß man in den Kreisen der Friedenskonferenz p»n diesen Vorgängen fast gar keine Ahnung hat. So kam. «s, daß man dir Rumänen bloß mit Rücksicht auf die von ihrem Militär geübte rechtswidrige RequisitisnSpraxis zum Verlassen der dieSseitS der Theiß besetzten Gebiete drängle. In rumänischen Zkreisen verlautet nun, daß die gegenwärtigen Besetzungstruppen Budapest erst dann völlig räumen werden, wenn eine w lese überhaupt ßeins Manuskripte, weil ein Bedarf «t Stücken längst gedeckt sei" —... Dann ging daS Manuskript ans Diener Aaimundtheater. Gon dort kam der Bescheid, daß Aüller Gutjenbrunn auS OpPortunitätSgrünben daS Stück, daS ihn sehr interessiert habe, nicht geben könne. Sc hatte es. um fein« Meinung überprtfen zu lassen, rck«m (hristen nnd «ine« Juden lesen gegeben. Öet Ehr'st sagte: M ist ein« Dtznamitbo mhe. Der tzude sagte: da» ist «in« Beschimpfung, da» Judentum». Ihr« Nufgabe, T«weta», ist nun. dal Stück' auf stir Bühne zu bringen. Wie «Lssen. wenn sich beschränk« fat Widerstand dagegen zeigt, ihn besagen. Fürchtet «an, die Juden zn »erletzen. s« »»erden Sie dem Di- Äktar »der we» sonst dagegen ist, die Augen öffnen a. ihnen erklären: DaS' ist eine Judenpredigt, kein Sabbiner spricht anders. Aber diese Predigt wird nicht fm der Synagoge gehalten, sondern in der Freiheit des AheaterS u. eS muß «ine erlösende Wirkung davon auS- Lhen. Ja, es ist «in Stück Jübenpolitik — und' wofür H Ihren Beistand anfruse, das ßst nicht dar Stück, ie-ndern die Judenpolittk. Seit einiger Zeit ßch niimlßG, Paß «» für »ein Leben beim» gröstevex Zweck gibt, ak» mich der stubexfache «avzunehmen, »bac awder» al» mau e» »Sher zethan, freier, höher und eigenthümlich. Mit Alfonse Baudot sprach ich jüngst über diese ««in« Absicht, ve ist Antisemit und war doch von rwtnen ^Worten ganz »rschiitbeet «nd hi^etstert. Und WS mir dieser Mansch sagte: „L'aat. baa«, v'eet denn I" tu war ich gewiß, daß ich <mf da« richtigen Weg bin. Aßbart Gchnabei» Stück ist der Anfang. Anderes sswd felgen. Da» Psaudon'hm muß streng gewahrt Sache« — ich daxe ruhig a»f Ihre Treu« und Be»- Ei« Arhertsrabkommen zwischen Frankreich und Polen. AuS W.arslbau wird der ^Korrespondenz Expreß" aemcldet: Nack» längeren Besprechimaen des fmnzösi« schen Gesehaftsträgers in Warschau m»t der polnischen Regierung wurde gestern «in Arbeilerabkommrn unterzelchnel. Nach drrsem Äbkornmen gewähren die beiden Staaten den Arbeitern deS anderen Staates in allen Dmgcn eine bevorzugte Behandlrmg. Der Austausch der Banknoten in der Tschecho- Slowakei. Pea-, 3». Oktober. (Tschecho-slow. ^refibur.f Aus anihextischer Onelle wird gemeldet: Nack dem Einüehen der Gin» «nd »iwei«Kronennoten w»ld zum Umia»l'ch der abgeßemprlte« Banknoten ge'chrrtten, die ohne Abschlag umgetauscht werden. Anfangs November.sollen die Hundert-Kronennoten und sodann die Taustnd-Krvnennoten an die Reihe kommm. Arrch die ^kinszrg»Kronennoten werden in der ersten Hälfte des LltonateS Rovcmber in Umlauf gebracht werden. Die Amtssprache des Prager deutschen Bezirksschnlrates. Pvag, ST Oktober. (Privat.) In der gestrigen Sitzung des dkuesch-» BgirkSichnlia'eS ließ der Bürgermeister Dr. Baxa, der den Versitz fßhrte, eine Debatte in deutscher Sprache nicht zu. Alk dir demschen Mitglieder dagegen protestierten, schloß der Biweermvifter die S'tznn«. Man soll e» unbefangen kennen lernen, unbeeinflußt durch die Person und literarische Vergangenheit' des BerfefserS. Ich suche keine Befriedigungen meiner Eitelkeit mit diesem Stück. Alles andere wird Ihnen dar Stück selbst sagen. ES muß auf die Bühne. TeweleS! ES schreit nach der. Bühne. In Prag, der deutschen Jubenstadt. hoff' ich, wird'- gelingen. Vielleicht gehtvon da auf andere Bühnen. Jedenfalls ist der Don damit angeschlagen, der nöthig ist, um die Judenfrage zu lösen und die Jude» hinauszuführen audem Ghetto. Ich. grüße SK herzlich Ihr guter Freurrd Herzl. - fiHe Aufführung möchte ich natürlich so bald als möglich!. Sofort! Ich pfeife auf „gute" Spielzeit und Geld." , TeweK» ä-ergab das ihm sodann 'zugekommene Manuseript bs» Drama», dessen Lektüre ihn ungemein gefesselt hatte, de« Direktor Angel» Neu mann. Dieserübersandte e» dem damaligen Intendanten, dem deutschen LaxbiagSabgeorbneben Dr. Schlesinger, der sich entzückt über da» Stück äußerte, jestoch riet, «it Rücksicht -auf den jüdischen Inhalt de» Stückcdie Meinung de» P ä'idenle» der Prager israelitischen KultuSgemeinde, Dr. Arnold Rosenback)er, einzuholen. Dr. Rosenback-er antwcr:e'e lon^e Zeit hindurch nicht. Als «r p»m Theater geprangt wurde, erklärte?t, das Stück sei sehr schlecht. Er habe er zwar nicht gelesen,- jedwch da» .Urteil eine» hcroorrage:ü>en Dichter» awgerufen. Dieser Dichter war der inzwischen verstorbene S. A«h n, Verfasser de» „Gabriel", ein. Mann, .von de« bük MM mehr etwas weiß. Mie Red.) . internationale Polizei geschaffen sekrr w ir^,^ die zugleich die Gewähr dafür bieten wird,, daß Horthy nach Budapest einziehei: und. seine in Transdanubien eingeleiteten Pläne-inr der Hauptstadt: zur Verwirklichung bringen Ärd. Unter dem Schuhs dieser internationalen Polizei sollen in den von den Ententcmissionen festzusetzenden Gebieten nach benr Abzug der Rumänen die Dahlen für die Nationalversammlung endlich vortzenommen werden. Von Friedrich wird behauptet, daß er diesen Absichten' gegenüber nicht gerade Zufriedenheit hekundet, da er unter dem Drucke dieser Vorgänge von der Verwirklichung seines Lieblingsgedankens, nämlich der Einberufung des alten Parlaments, Abstand nehmen muß-Dev klerikale Block sucht nun aus dieser Sackgasse irgendeinen Ausweg. Sie scheinen als besonders ' wirksames Mittel gegen die von d^n Ententemissionen bewirkte Strömung die neuerliche Enlfachung der a n t i f c m u tischen Propaganda erkannt zu haben. Don de» Zentren des klerikalen Blocks gehen wieder deutlich wahrzunehmende Fäden aus, die den um die Ruhe des Landes besorgten Faktoren besonder^ Bedenken einflößen müssen. Bon irgendeiner Seite her — sie läßt sich mit Gewißheit vorläufig nicht feststellen — sind' wieder einmal große Geldmittel flüssig gemacht worden, die eine zum Kampf gegen die Juden gerichtete Propaganda größten Stils entfachen wollen.. So ,soll der 'Entente eine Massenstimmung -vorgetäuscht werden, die der geschwächten Position Friedrichs gegenüber dem Ausland noch einmal auf die Beins helfen müßten. Seit einigen Wochen kann man deutlich wahrnehmen, daß die Ententemissionen von ihrem Grundsatz. sich in die innere Politik Ungarns nicht einznmischen, abgekommen sind. Man könnte dies geradtz mit Rücksicht auf die in Budapest he.rschende Abenteuerwirtschaft begreiflich finden, wenn man nicht zugleich bas peinliche Empfinden hätte, daß hier jeder höhere Ententsoffizier Politik auf eigene Faust machen will. Was also wird die nächste Zukunft Ungarn bringen? Die führenden Politiker legen ihre Stirne in Falten und geben, da sie auch nur ihrer Spannung Ausdruck geben können, »rakelmaßig zur Antwort: Ungarn steht vor bessnderen Ereignissen... ' t Ei«e mysteriöse Affäre in Pretzburg. Prag» 82. Oktober. sTel.-Kvmp.) Wie. der „Vecernik" aus Preßbvrq meldet, wurde der Preßburgrr Palizeidiredor, Hauptmmin Brunner, vom Minister Sr'obar plötzlich seines. Amteenthoben. Hanvtmann Brunner muff Preßburg und dit ganze Slowakei sofort verlassen. Dreier Fall hat in der Stadt ' yroße Sensation bervorger-Merr. Der Grund für die Entlaffunfl und Ausweisung Brunners find Zwistigkeiten zwischen diesem und . dein wanzöfischen Kommandierenden von Breffburg, Browne. Nach^ den m Umlauf befindlichen Gerüchten hat Brunner' sranzvfische und italienische Otfiz'ere wegen Banknorrn^chmuggels; aus Budapest zur Amerge geblacht.-Der fronzöfifche'MilM»'-"'! kommandant erklärte hieraus, daß er innerhalb 84 Stunden Preßburg' verlassen werde, wenn Haupimann Brunner nickt beseitigt würde. Minister Srobar hat ück daraufhin aus bie Seite des französische» Kommandierenden gestellt. Lrbensmitterkratvalle in Kuiieuberg. Prag, 2a Oktober. lTel.-Komp.> Am 89. d. M. fand i»?/ Kuttenderg e>ne große Protefivelsammlung gegen die mangelhalls Vebensmitlc!ver>0i(tung und besonders gegen die AuStohr: von Kartoffeln statt, die mit stüimckchen Krawallen endxte. Nach der Versammlung wgen etwa 400 Personen vor daS Gebände d<r BezirkSlraupimannschast, wohin auch der G'-merndevorsteher der Oltschafk geschleppt wurde. ES kam hier zu Mißhandlungen des BenrlSkommisfiirö Z e 1 e n k a und dcs Bi-zirkShanptmanncs, welche Beamten einen Revers unterschreiben mußten, daß sie sofort. - aut die weitere Teilung ihrer Äemler verzichten. Becke wurden, unter TodeKdivhungrn durch die 'ganze Stadt geschleift, wobei Kommissar Zclenka mehre»e schwere Verletzungen erlitt. Emrge Wachleute wurden blutig oeschlagen. Die politische LandeSver- - Wallung hat die nöi!gen M»ftnabmcn ergriffen, um die Ruhe und Ordnung wieder herzuücllcn und sofort Ästlitär und Gendarmerie nach Kultenberg entsendet. Ein Vefreiungsversuch Mmms. Preeg, 32. Oktober. (Tel-Komp.) „-C e s k e S l o v o* berichte! Über eine» 'chlgeschlagenen Befrei nngsv'ersuch des Bolichew stn Muna au) der Strastnstalt Pankratz, bei der der eh-malige Minister S t r i b e r n peme aktive Roll« spielt. Vergangenen Samstag hatte, de« Blatte ru'olge, Obttleutnant P o n i a t o w S k t in der genannte» Strafanstalt Wachdienst, als der Abgeordnete Stribernv im.Automobil vorfuhr. dem Wachkomma,idanten ein geschloffenes Kuvert mit der Foiderung. Muna a u s i u 1.1 c \ t r x, üherreichte. Als PonialowSki dre Forderung ablehnle. gab ibm Striberny zu verstehen, daß sich i n d e m K u v r r t K 20.: 00 h e f i n d e X. Au! die neuerliche Weige»ung deS Offiziers btstleg Sttlbrrny daS Automobil und luhr eiligst davon. Die Einwanderung nach PalLffin«. Ueber Einladung der hieslgen britischen Botschaft er- - schienen am 20. d. M. unter Führung bti Herrn Dr. Egon Zweig der Direktor der Jüdischen Palästina-Reise- und LranSPvctgesellschast m. b. H., Herr Y r i x g S, sowie deren Sekretär, Herr P o l l a t s ch t!, welche vom Vertreter der ' britischen Botschaft, StabSlapitän Baron Marr«chetti, aus da» liebenswürdigste empfangen wurde». Sie informierten ihn über Zwecke und Ziele der Gesellschaft u»h baten ihn, bei der britischen Zentralregierung die tunlichste Behebung der bestehenden Einwanderungsschwierigkeiten zu be. wirken, sowie die Gesellschaft tm Interesse einer gevegelte« Und einwandfreien Einwanderung nach Palästina zu unter» stützen damit dar unlautere und unlontrollierbar« Gebaren ' gewisser AuSwanberungSagenten völlig «uSgeschaltet würbe. Bar«» Marrochetti versprach der Gestllschaft die er» beten« Unwrstützung und lud den Direktor B r i n g S ein, ihm fallweise Bericht zu «rstatteu »nb ih« jck>err«it ßber aäbe ’ die jüdische Emigration nach Palästina betrefiendex Frage» am lanfend«» zu Halle». AS sei sin« Miverun, der Ei«. . wanb«rn«L»sSwj.erigke1ten A MrzaEak Zeit N> .Ei!«. "

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