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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-23 · Heft 273 (23.10.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 273 (23.10.1919)
Date
1919-10-23
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 3575 Wien. Donnersraff DZkener Morgenzennirft 23 Oktober 1919 - fehlte 5 ---- --£-- —-----. - .. ----- Keine DankerottpolitiL der Regierung. Eine Erklärung des TtaatSkanzlers. ■. St»atskanzlcr Dr. Renner hat flcjltn eine Alroi dnung beS fCcrciiKS Währt,ng-scbuy emvianvm. Er teilte dm Hrnen mit. ^>aß btt im Aufträge des Be> eines affchitihm PKikeK einen ar 8 blichen Mißbrauch der P r e K 11 c t b t vt da r st « l l e n. Es ,ttmb? batrn behauptet, daß das Sinken des KronenkmseS aut 5 Centimes eine Folge der Baükttotcholchk sti. NlchlS rechtfertige eme solche Behauptung, der dir Abfichim der Regierung direkt «iderstreirm. D,e Politik de»- Kabinetts «ehe vielmehr dahin, dem schon vollzogenen Zusammenbruch vetz Krv Neuwertes entgegen; „arbeiten und unsere Valuta ivieder Kerzustcllcn. -Was den E, u 1 oiun g S k u r 8 der Kriegsanleihe cmlange. sei dies eine Maßnahme, die it der Vermögensabgabe in Zusammenhang stehe und habe mit ankerottabsichtm absolut nichts zu tun. Die StaaiS^egierung könne rS nicht zulasten, daß ihre Absichten bewußt emsicllt werden, solche Entstellungen seien eher geeignet unsere BolkSivüti'chaik dem Bankerott zuzntreiben und begründen für am jme. die stc verbreiten, die schwerste Verantwortung vor dem ganzeu Volke. Das FiaanLexpofs. Leute, mittags wird der neue Staatssekretär für die Finanzen Dr. R e t f ch vor der Nationalversammlung sein Fmanuxposä mlatten. Im Zn'ammenliang damit m:rd der Staaiskanüer Dr. Renner über die innere «nd äußere Politik sprechen und da- Programm semrr Regierung rm Detail entwickeln,. Mkanz- «ad Vud getan-schütz. . Der Finanz» und BudgetauSschnß zog in keiner g'strigen Sitzung die RegteumgSvoilaa« bertcffcnb die Auibebung der Steuerbegünstigung für Alkohol zur Herstellung von Heckmlttrln, m Verhandlung, welche Mt rmrgen vom Berichterstatter S ch t c ß t beantragten Abänderungen zum Beschlüße erhoben wurde. Zum ' Dernchtnstatter für da- Haus wurde Ab geordneter S ch i e g 1 bestellt. Der Zudenparikt im Wiener SozkMsm«s. Unter den Führern der .deutfchosterreichischen Sozialdemokratie gibt es Juden. Das läßt sich nun einmal nicht leugnen. Mer man kann versuchen, durch Antisemitismus diese Tatsache zu verwischen. Dem kommt ein gewister Misch-as,imilatorischer Kleinheits- Wahn zu Hilfe, dem die Ueberlegun^, das Vekanntwerden jener Tatsache könne die deutschösterreichische.Sozialdemokratie nur schädigen, sehr geläufig ist. Aber welche Tragikomik, wenn sie erführt, daß es sich auch umgekehrt verhalten kann?! Der „Labour Leader" vom 9. Oktober enthält ein Interview mit der bekannten englischen,Sozialistin Mrs. Ethel Snowden (keine Jüpin), die-kürz-' lich irr Wien weilte und nun in England sehr intensiv. Propaganda für eine Aktion zur Linoerung der Wiener Nöt macht. Es handelt sich nun darum, den in England während des Krieges, auch unter, der Sozialdemokratie, gegen den „Feind" angesammelten Haß abzUbauen. Dabei ist natürlich von großer Bedeutung die Haltung der Wiener Sozialdemokratie während des-, selben. Sie kommt im Interview zur Sprache. ' . Ich fragte Mrs. Snowden, ob sie einige neue Tatsachen über die Haltung der österreichischenSozialisten während des Krieges in Erfahrung gebracht hätte. Mrs. Snowden: „Soweit ich entnehmen konnte, war die österreichische sozialistische Bewegung während des Krieges ihrem Geiste nach ganz international — vielleicht mehr als irgendeine andere auf dem Kontinent. Vielleicht hat dies seinen Grund in der Tatsache, daß sie in weitem Maße jüdisch ist. Die Juden bringen es eher zustande, international zu fühlen, als Angehörige anderer Nationen." --. . ' Daß die österreichische sozicilistische Bewegung „jüdisch" sei, ist natürlich ein subjektiver Irrtum von MrS. Snowden, der seinen Grund darin haben dürfte, daß ihr Otto Bauer als die bedeutendste Persönlichkeit dieser österreichischen sozialistischen Bewegung erschien. Aber jene Wiener. die so laut gegen die Juden schreien und dabei auf engliich amerikanische Hilfe hoffen, mögen es. erfahren, daß es Situationen gibt, in denen „Juden" als Aktivposten zählen. Und jene. Führer der österreichischen, sozialistischen^ Bewegung, deren Arbeit ihr bei ihren. Genossen drüben Sympathien erworben hat, mögen es sich, von einer Engländerin gesagt .sein lassen, büß sie gerade als Juden jene weite Denkungsart anfbrachterl, die es ihnen leichter machte.' interimlional' zu fühlen, „than poople vf other natio-• ' nalities". ■ t *- ' R8ckKa«A btt tjkcit ist Wkm. In der letzten Sitzung des Kreisürbei «rrates wurde die ArbeitSlosenfrage erörtert, zu der Staatssekretär Hanu sch daS Wort ergrijf. Der Slaatsfekvetär führte aus, daß in Wien gegenwärtig sich 96D00 Arbeitslose lrnd in der Provinz 17.000 Arbeitslose befinden. Die Arbeitslosigkeit lasse sich nichtdurch die Auswanderung bekämpfenweil bei einer Wiederbelebung unserer Produktion keine Arbeitskräfte vorhanden wären und es nicht gerade die schlechtesten Elemente sind, die den Mut aufbringen, in die Fremde zu-gehen. Dennoch sei er dafür, daß Arbeiter nach Frankreich geschickt würden, um die Arbeitslosennot momentan zu lindern. Eine Umschichtung , der Berufe lasse sich schwer , durchführen, besn erS bei den geistigen Arbeitern. Dies« können erst unlergebracht, werden, Ml alle manuellen Arbeiter bereits wieder tätig sind. Der Staatssekretär wandte sich entschieden-gegen den Vorschlag nach restloser Einstellung der Arbeitslosen in-die Betrieb«. Er warnte vor einer Ueberspannung des Bogens, denn die Erfüllung dieser Forderung würde dazu führen, daß viele Unternehmen ihre Betriebe sperren müßten. Die Arbeitslosenunterstützung werde in eine Arbeitslosenversicherung Übergeführt werden, müßte aber gegenwärtig, solange. die. Arbeitslosigkeit eins Massenerfcheinnng sei, aufrechterhalten werden- Die Erhöhung der Unterstützung, bildet keine Lösung der Frage, die nur durch Schaffung von Arbeitsgelegenheiten gefunden werden könne. , ■ ' Dev neue nnggrZsche Grsandte in Wien. Wie vr,tarnet, soll der cfientdMe <^cftioiiSrfief., m gememsimen Minnreunm , teh Anßrm Dr. .Gustav G f a tj, der sich, denen >n Wien iiuchäU, zum h'.esinen G'anpien Ungarns einannt werden. Der lnmarärl-e Ernälinwasmmiste, Km! E r e t p., der StaalSfekieiär tw Budareste»! AnßrnnMiüktinm Baron W lhelm L. e r s und der S^aatSickrelar im unaarö'chcn F nau minrster'tmr Dr. B a l k o stjid h erm euiäwunss», hand!lö>- und finanipolitis'chen Bervandlungen rlnact^offcn. Keine (BxtUtämß brt AbHesrdneLen Abram als GefauLten «ach Berlin. Z««sbruäi, SS.. Okiober. (Pr vM. Wre die fozialdemvirans^e „BolkS zenun a". das Oigan deS Abttcordnelcn A b r a m mrlbft, ist d e Nachi icht von d'r'B-'>niunü drS Abawrdn<'en ii nun «U Gesandim «ach Berlin eine Ecfi«»uns. ______ . Kleine NachrLchLen. / Tokio, 2ü. Oktober. lFnnk'Puich.l Es verlautrt, daß der Friede NSver trag gegen den 27. oder 26. d. M. r a t r.f i z l e r t wnden wild. Paris, 24 Oltober, Funstprnch^) AnS Triest wnd gemeldet, daß d eJuü^rnc' C a 11 a r o geuimnt haben, das nunmehr d;e SrebastsiIngoilawieps gewogen ist.. Washington, 22. Oktober. tFnnkspiuch? Der italienische Boischiifler m Wiühmgion, C c 11 o r t, ist Plötzlich g est o r den. Vuvapeft, 24 Oktober. <Uv« Dl-Korr-Dnr.^ DaS DirektranSMisalikd dn Ungarisäreil B-mk- und Handelsaktenges'll chail Marwi F 8 l d ' I wnrdk ge''ten> vo>. 'dein Wrstbahnhoi von einem Antomolni iib'tfahr n Er bl»cb aui der Stelle tj> t. Die in j seiner B^Ieitun-g befindliche. Frau Charloue Spitzer bat immere Vnl tvlitren. me* ft* 'fr 4- .'LLÄ MM gjß&Z Telegramme MMW WikW: Der Arrfbarr des neuen ZerussVeM. Par i^s, 22. Oktober. (Funkspruch.) Aus- Kairo wird gemeldet, daß der VizepräftdsrrS. der A'orristen» W i e h i n 4 hi, in BegteitünK des Architekten G e d e s in Jerusalem anm gekoinmen ist, nm die Pläne für das neue Jerusalem zu entwerfen. Die syrische Frage. Paris, 22. Oktober. ■ FunklyruM Mmisterprästdcrck» Clemenceau hatte heute neueiliche Besprechungen mit Emir Fatsul über die lyrische Frage. Die Vorgänge^ in der Türkei. Versailles-, 22. Oktober. Nach einer Meldung aus Kon* stantinopck sollen hinter dem neum Kabinett Nikaat Pascha dir deutichürundlichen Iung'ürken strh'rn, dte entschloslen seien, soviel als möglich' sich cnllchicdrn der Fricdcnskon'ercnz zu widersetzcn. Manglaube deshalb in gut unterrichteten Krrisen, daß ein Konfltkl zwachen dem. Sultan und den Jungtürken, als deren Fcind der Sultan snt snncr Thronbesteigung gelte, -ausbrechen werde. Die Jungti'r fen seven alles daran, lhn durch den Prinzen Mchmed Scl'.m zu ersetzen. Der DZikerdund als Mandatar, für die Türkei- Bukarest, 22. Oktober. (Tel-Komp.) Die Agepiue, ® atu meldet aus Konstarttinovel: Das Blatt „Ieune Turc" erfährt, die Entente beabsichtige, ehestens mitder Türkei Frieden zu schließen. DaS VerwaltungS» Mandat über die Türkei soll dem Vö lkerbund.e über« tragen werden. Der Sultan soll seinen Sitz ,m Kon st er« tinvpel bewehalten,. jedem AtinistcnMi wird rin Kontrollorgan des Vötkerbuüdcs zur Seite gestellt. ' Demonstrationen in Alexandrien. Amsterdam, 22. Oktober. ,T i m e s" meldet aus At e-, x a n d r i t u, daß dort am Freitag eine große Kundgebung fürdie Unabhängigkeit Aegyvtens staitfand. Es . wurden die NM laut: ^Weg mit Miiucr!" Berittene Truppen und Polizei trieiM die Menschcnmassen auseinander, wobei einrgeTodesop fW zu beklagen waren.- - Die Tagung des Völkerbundes. Rotterdam, 22. Oktober. <Tel.-Komp.) Aus Paris wnd, gemeldet: Der Äiedakrionsansschuß der Fliedensjonserenz legte dem Obersten Rate der.Allnetten den Entwurf einer Note vor, nach der sofort nach Onfiafttictcii des Fuedensvertrages eine Tagung deS Völkerbundes nach Paus ei"berusen wird. Allo- Auöschnffe werden antgeiordeit, ^am 23. Oktober Beucht erstatten, in weichen Punkten Deutschland die Be«: d r n g u n g e n des Waffenstillstandes noch mchl e'siilli habe, damit Minnahmen getrosten werden können, um die Durchführung der Bedingungen durch das Deutsche Reich zu! erzwingen. - t Theodor Herzl über „Das neue Ghetto". Der langjährige Dramaturg und spätere Direktor derPrager deut schert Bühnen. Heinrich Tewel es, veröffentlicht seit längerer Zeit im „Prager Tagblatt" Erinner-nngen aus seiner Wirksamkeit im Mtzater. In der neuesten Folge die er lesenswerten.Me.\icl\t v fonmtt TeweleS auf das „Nrue Ghetto" zu sprechen, dessen Uraufführung bekanntlich in Prag stattfinden..sollte, jedoch durch die Borniertheit des damaligen Kultus- Präsidenten Dr. Rosen Lacher, der um sein lite-. ' rarifd)cS Urteil befragt wrirde, vereitelt worden ist. . Wir entnehme» den Thca^cr rinnerungen Tewe?e-' tc i nachstehenden bezeichnenden Brief Herzls: Mein lieber TeweleS! Vier Jahre bin ich jetzt in Paris. Si« sind vergangen loie im Traum. Aber ans dem Spiegel sieht mir ein älteres Gesicht entgegen. Nckd Spiegel sind auch meine^Weeke. Ja, ich glaube, ich bin hier,in der Kunst gereift — ohne Pose sag' ich'S — in Manchem ist mir der Kvpf aufgegangen. Als man mir — ich war gerade in Spanien auf einer Reise, die nach Äsrika gehen i sollte und ich dachbe nicht an ZcitungZarbeit - -- als man mir vor vier Jahren anüot, Pariser Korrespondent der „Neuen Freien Presse" zu werden, da machte ich eben verschiedene harte Krisen in mir durch. Eine dieser Krisen war die meiner dramatischen Schriftstellerei. , Die Theater wollten nach nwinem Berliner DurchfaNen nichts mehr von mir wissen. Bis zur Erde war mein Selbstvrrtrauen gebeugt. Ich nahm die Zeitungsarbeit an und ich glaubke wohl, daß ich nie mehr fürs Thraker schreiben würde.. Paris ergriff mich und rüttelt« mich durch und durch. War ich hier 'geselM und erlebt Habel Einen Teil davon lasen Die in der Ltzttunt. Ubex N. kmn &ntn nicht jfft&m, »ataft für eine tägliche, stüirn iche Cr chütterung mit hunderttausenden heftigen Anregungen war und ist. Dabei wird, man 'ein anderer M nsch. ein anderer Künstler. Es begab sich, daß ich mir in Toulon bei den Russeufesten eine Malaria Holle. Monatelang-war ich krank. Die Aerzte behandelten mich dumm. Einer spritzte mir Chinin unter die Haut. Davon bekam ich einen .Abszeß am'Schenkel, der öster) operiert werden mußte. Ich ging am Stock wie ein Krüppel. Aber als ich einmal frisch geschnitten war und zwei Wochen Stilliegen verordnet beküm — es war im vorigen Frühjahr — da überflog mich wieder die' Dichtung und in acht seligen Tagen schrieb ich ein Lustspiel iw Versen „Die 0)losse" (ein Akt.) Davon will ich nicht viel reden. ES wurde, vom Burgtheater resü'iert, ich ließ es dann, bei Minden erscheinen und kümmerte mich nicht weiterdrum. Die Theater wepden ier. in ein paar Jahren ' hervor'uchen und inaii. wird e& überall spielen. An sangZ ve rdroß mich Pas Schicki al dieses Stückes. Dann sagte ich mir: es ist wahr, ich bin auf der Bühne diskreditiert/.. Ich bin eine Art Bankerottirer. Man kann kein Vertrauen mehr zw mir. haben. Und Vertrauen ist die wichtigste Vorbchingüng. Ich schlief wieder ein^ .. In mir arbeitete aber das Unbewußte weiter. Damals in Spanien lag der Plan eines Judenroman.Z vor mir. Ich wollte den Roman eines modernen Juden schreiben. Die Pariser Carrespondenz unterbrach mich. Hier gcrieth ich in die Politik und. lernte unwillkürlich die Dinge dieser Welt a-nberS an sehen. Zugleich ge-- wann ich ein freierer und höhere- Verhältniß zum 'Anlifemi.ismus 'meiner fernen Hritnat. Und ich war einmal beim Bistihauer. Beer, der meine Büste Machte. 'Während eiwr Sitzung schild.rt« ich ihm den modernen Juden und [tim. Ast-inkunA»«, Und ich. geiiaö dabei in die Gluth der großen Eruptionen. Als ich weggingp. schoß in mir wie ein Basaltb^lock das ganze Stück , herauf, das ich am nächsten Tag ansing und in nicht'! ganz drei Wochen, in unbeschreiblicher Aufregung fertigt machte.' Dieses Stück heißt „Das Ghetto" und uni dieses Stück handelt es sich heute. Ich will Ihnen! weiter vom Inhalt nichts sagen./Lassen Sie es au.h sich wirken. Sie betrachten.mich ja nicht als einestk. Bankerottirer. Ich glaube nicht zu prahlen, wenn ich sage, baßs an diesem Stück etwas ist. Sie werden sich ja übrigens im Handumdrehen überzeugt haben. Was Sie Neumann sagen sollen? Nur das, waSs Sie wirklich gefunden haben. Der.Verfasser heißt Albert Sch..»V, f;a; das S.ück von Wien, aus Ungeschickt. SA kennen ihn nicht. Tatsächlich wird das Manuseript gleichze'itig^ niE diesem BZefe von Wien an die/Direktion des LandeKtheäters abgehen. Ich lasse diesen Brief.von Wienl' aus an» Sie schicken, weil ich ihn recommanhierenj will u. hier dabei meinen Namen aufs Couvert setzefi! müßte. So käme man in Prag gleich? auf die Spur. Ich bitte Sie. mir Ihre Privatadresse ^anzugcben in dem Brief, worin Sie mir Ihre Meinung schreibe^ damit ich weiterhin direkt mit Ihnen correspondieren, könne. '' . , - ' Jetzt muß ich IHNEN noch die.Geschichte des' Manuscripts. erzählen. Es ging — natürlich unterm Verfassernamen Alhert Schnibel— an Brahm (Deuö» scher Theater) nach Berlin mit der Aufforderung, eSs im Falle der Nichtannahme nach vier Wochen an Blümenthäl abzugeben. Nach vier Wochen kam det/ gedruckt« Ablehnzettel von- Brahm, das Stück ging ans Lessingtheater. Nach mehreren Wochen und vielen Maknungeu kam von Blumenthal der gedruckt-

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