Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-10-21 · Heft 271 (21.10.1919) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 271 (21.10.1919)
Date
1919-10-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979348--02427-2987939
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 271 Wien» Dienstag 81. Oktober 19 lS yseacv vate GefchäftKztvecke mißbraucht haben und sich in der Führung der Bücher usw. Inkorrektheiten zuschulden Kimmen ließen. Diese Beschuldigungen verdichteten sichbald zu einer umfangreichen antisemitischen Agitation,, die auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Eine Gruppe von beutschnationalen Mitgliedern hat die alte Leitung abgesetzt und sich durch einen Handstreich der Führung bemächtigt. Die „Neue Front" begnügte sich nicht nur mit der persönlichen Verunglimpfung jedes einzelnen jüdischen Mitgliedes der alten Leitung, sondern überbot an Pauschalverdächtigungen und Pogromhetze die bewährteste alteingeführte Wiener Antisemitenpresse. Die außerordentliche Generalversammlung sollte nun über die Vorgänge im Verband Klarheit schassen. Wer jedoch mit Objektivität und Voraussetzungslosigkeit zu urteilen kam und Aufklärungen zu erhalten erwartete, wurde grausam enttäuscht. Die Versammlung, an der beinahe tausend junge Männer, meist Studenten, teilnahmen, stand auf einem erbärmlichen Niveau und ließ einem das Grauen aufstchen beim Anblick des Bildes dieser deutschen Jugend, die die deutsche Intelligenz von heute repräsentiert. Völlig unfähig war allerdings auch das Präsidium der Versammlung, das eine geregelte Diskussion gar nicht zu initiieren imstande war und wahrscheinlich. auch nicht wollte. Es hatte allerdings leichtes Spiet, da es sich auf die Majorität der Versammlung stützte und noch überdies ein paar tausend' Vollmachten auf dem Präsidialtisch liegen hatte, die der neuen Leitung uneingeschränktes Stimmrecht übertrugen.' Sehr sicher scheint man sich trotzdem nicht gefühlt zu haben; denn man wagte nicht, dem Der-, treter der alten Leitung vor Durchführung der Wahlen das Wort zu erteilen. Infolge einer ganz lächerlichen Handhabung der Geschäftsordnung konnte Herr Doktor Hora Witz erst zum Punkt „Evrntualia" das Wort -rgrnifen. Er versuchte es, die Arbeit der beschuldigten alten Leitung in großen Umrissen in sachlicher Rede zu skizzieren, ohne vorgekommene Mißstände und Fehler zu beschönigen. Aus seinen Ausführungen erfuhr man auch, daß der alten Leitung eine große Zahl arischer Mitglieder angehört haben, die über die Geschäftsführung informiert waren, niemals Opposition machten und nun — in die neue Leitung übernommen wurden. Ms die Sachlichkeit des Dr. Hovowitz der wahrscheinlich an Kneipen geschulten Hörerschaft zu langweilig wurde, wurde er einfach niedergebrüllt und sodann beschlossen, ihn noch fünf Minuten reden zu kassrn. Natürlich war alles in den Wind gesprochen, denn keinem der Anwesenden ging es um die Wahrheit, sondern lediglich um ein Ausleben der demagogischen Instinkte. Ohne ein abschließendes Urteil bilden zu können, mußte jeder objektive Zuhörer nach der Rede Dr. Horowitz' den Eindruck haben, daß mit beispiellosen Verleumdungen gearbei'et worden ist und baß-'es hier ganz augenscheinlich nicht um eine wirtschaftliche oder vereinstechnische, sondern ausschließlich um eine politische Angelegenheit geht. Die Versammlung, die von 9 Uhr früh bis 2 Uhr es kam zu lauter persönlichen Zänkereien, Geschimpfe, es kam zu lauter persönlichen Zänkereien,, Geschimpfe, ehrenrührigen Beleidigungen, Drohung mit dem Gerichtssaal usw. Es war zum Uebelwerden. Charakteristisch sind jedoch einzelne Episoden, zum Beispiel, die Erklärung des Hauptmannes Hoffer, Präsidenten des Niederösterreichischen Landesverbandes und Spiritus -reclor des Wirtschastsverbandes, der sich offen als Monarchist bekannte und dafür jubelnden Beifall erntete. Hauptmann a. D., Pollak, ein naiver alter Herr, der ebenfalls völlig uninformiert hinkam und etwas über Schuster- und Schneiderwerkstätten erfahren wollte, stellte die Frage nach dem Verhältnis des Verbandes zur „Neuen Front". Darüber wurde eine' 'Auskunft und eine Beschlußfassung verhindert, mit der grotesken Ausrede, daß diese Frage nicht auf der Tagesordnung stehe. Die Herren sind eben zu feig, um sich offen zu diesem Schmutzblatt zu bekennen. Später stellte Hauptmann Pollak den Antrag, man möge beschließen, daß alle Juden aus dem Verband ausgeschlossen werden. Auch das hat man sich natürlich nicht getraut. Dagegen redete man immer lauter vom „östlichen Geists von den „Gästen ans Asien" usw., die den Verband und den guten österreichischen Geist „verseuchen". Hauptmann Hoffex erzählte von seinen Erfahrungen — an der Front? Nein, aber — in der Etappe, worüber er einen Bericht an daS KriegSministerium erstattet habe, worin er nachwies, baß schuld an der. Wirtschaft,, die zum Zusammenbruch der Armee •unb zum Untergang Oesterreichs führen mußte, nur die..jüdischen Proviantofsiziere waren; jedenfalls eine originelle Art, die Vrrtrottelung des österreichischen Offizierskorps und die notorische Schlemmerei und Diebswirtschaft der höheren Konrmanden zu rechtfertigen. Natürlich konnte man sich gar nicht in der wollüstigen Schilderung der „jüdischen Schieber" genug tun, die sich in der Etappe hernmgetrieben haben, während draußen im Schützengraben das deutsch-arische Blut floß. Man scheint in diesen sauberen Reserveoffiziers kr'i'en schon die Stimmung vergessen zu haben, die im Schützengraben unter arischen und jüdischen Kamera' en, welche sich dort durch die Fiktion der fV genannten „Kameradschaft" verbunden fühlten (auch viele Juden sind auf diesen Schwindel hiueinge fallen^ über die aktiven Offizier, die Grasen und Aristokraten herrschte,, die sich so trefflich zu drücken verstanden, daß sämtliche. Mischen Reserveoffiziere, deren Handwerk und Beruf wahrhaftig dieser Krieg nicht war «nd di« futbfttt Sorten haben« bei ih.NL» hätte» ln die Schule gehen sollen. Darum wollte man auch die persönliche Bemerkung des Dr. Horowitz nicht hören, der gegenüber der Behauptung, daß die jüdischen Mitglieder der Leitung alle.im Hinterland gesessen sind, kurze tatsächliche Angaben üb r seinen Frontdienst, Verwundung «sw. machen wollte.. 'Nun sind die He ren glücklich dort» wo sie sein wollten, und man kann begierig abwarten, welche Fürsorge sie den Helmke-.rennen notleidenden Kameraden werben zuteil wrr:en lasen. Ss ist selbstverständlich, daß kein Jn^e weiter Mitglied die'eS „Wtr'fchaftsverbandes" fein kann. Es ist aber auch notwendig, daß die Oeffentlichkeit darüber informiert ist, welcher Herd reaktionärer, chauvinisti ch-r, volkZverhetzender Gesinnung und anlisemiüscher Pogroniagitation sich unter der Firma dieses alldeutschen Wir.schasts.wrbandcs verbirgt. Man wird verstehen, warum das Mißtrauen der Entente und der übrigen Völker gegen diese Art Deutsch um twtz Frieden und „Rrvotution" unverändert fortbesteht. Heilsam war es aber, unmittelbar nach dieser Versammlung, in der der Krieg unmtwegt als Stahlbad und als höchste Stufe münn.ich-arischer Kraftbeiä.lgung und Mutes ge eiert wird, in das nebenan gelegene jdonzerthaus zur Vor'esung von Karl Kraus zu gehen,, dessen unverg eichliche Epopöe „Die letzten Tage der Menschheit" mit wahrhaft dichterischer Gestaltungskraft die Wahr eit des grauenha'ten Inferno, das der Krieg üher die Menschheit gebracht oder eigentlich aus ihr heroorgeholt hat, enthüllt. —sch. Die „IüMcherr Kinderfreunde". BlsherigesGraebnis der HansfammlnngSS.VOü Kronen. Eröffnung netter Kinderhelrn statten. MS bi« Wiener „Jüdischen Kinderfreunde" ihre erste TageSheimstStte im Praterviertel eröffnet hatten, ergab sich alsbald die Notwendigkeit, die begonnene Arbeit großzügig fortzusetzrn. Es wurde wiederholt in diesen Blättern berichtet, wie groß die Anzahl der jüdischen Elendkinder ist, die der Straße überlassen bleiben und welche Wohltat im besten Sinne deS Wortes die Bereinigung und Pflege dieser Heranwachsenden Jugend in der Heimstätte bedeutet, wo sie unter Leitung berufener junger Mensche« erzogen werden, frohe, gesellige Stunden genießen, ärztlich überwacht werden und nach den vorhandenen Mitteln auch Nahrung erhalten. Am 14. September fand nun für Zwecke der „Jüdischen Kinderfreunde" ein Sammeltag statt, um daS Betriebskapital für die Wintertätigkeit zustande zu bringen. Wer die Schwierig ketten der Organisation eines Haussummcldienstes kennt, wird das Resultat zu würdigen wissen. Es betrug 85.000 Kronen. Da aber einzelne Sektionen ihre Sammlungen noch nicht abgeschlossen ha-ben, kann wohl mit einem Gesamtergebnis von rund lOO.OOO Kronen gerechnet werden. Dieser Betrag steht natürlich in keinem Verhältnis zu den Anford-rungen, welche die Not der Kinder an den Verein der „Jüdischen Kinderfreunde" stellt, besonders wenn man den geringen Wert des Geldes in Betracht zieht. Aber sie ermöglicht doch, die Tätigkeit des Vereines erheblich zu erweitenr. Allmählich sollen im 2., 20., 9., 10. und 17. Bezirk weitere Tagesheim st ätten eröffnet werden und wie wir erfahren, wird der Verein schön in zwei bis drei Wochen in der Lage sein, die Eröffnung der T a g e s h e i m st a t t e it im 2., 10, und 9. Bezirk anzuzeigen. Wir können unsererseits an die jüdische Bevölkerung nur deu dringenden Appell richten, dem Sekretariat der „Jüdi'chen Kindersreuude", 2. Bezirk, Obere Donäustraße 91 (Jugendheim), weitere Spenden zukonuuen zu lassen. * Der Verein der „Jüdischen Kinderfreund«" ersucht diejenigen Sanunelsektionen, welche die Haussammlungen auch späterhin fortgesetzt und noch nicht abgerechnet haben, möglichst um gehend daS Endergebnis der Sammlung an das DereinSsekretariat bekanritzugeben. Allen Mitarbeitern derSanim- 111,16, insbesondere den Seitionsleitern und den zionistischen B-zirkSfektioncn, sagt die Leitung im Namen der jüdischen Kinder den herzlichsten Dank. Die Kohlermot. Die Situativ« andauernd trostlos. — Geheime Kontrolle der Sparmaßnahmen» Da d e Kohl neinISttsk bei letzten zwei Tage sich auf gleichem niedrigen Nivcau wie bisher bewegt haben, so ist die Kohlenstiuation weiter trostlos. ES besteht sogar die G e f a h r, weil hie Braunkohl« fast vollständig anSb leibt, daß die Bahnen, die gleich dem städlischen Elektrizitätswe>ke mit ihr gespeist werde«, eine neuerliche Einschränkung erfahren werden. Unsere ganze Hoffnung ist ans hie Entente gerichtet, welche einiig und astem durch energi'che Einflußnahme auf die Nationalstaaten und Bkistellnrg von eigenen Lokomotivcn undWaggonS, deren Ablieferung str erzwungen hatte, Hrife bringen kann. Durch Bcrcitstellilng von Transportmitteln ist die Möglichkeit sehr wohl gegeben, die Bcheseiimg Dcutschöstenrichs wenigstens halbwegs in sichere Wege zn leiten, um so mehr, als es frststeht, daß die Produkt!»» sowohl von Mährisch-Osttauer Schwarzkohle als auch im wtstbLhrriische» Braunkohlengebitte sich bedeutend gehoben h.rt. Angesichts dieser trostlosen S tnation ist eS tief bedauerlich, daß die Sparmaßnahmen, »um Schaden der Allgemeinheit. nichi vollständig e>ngehaltr« werden. DaS CtaatSamt für öffentliche Arbeiten hat mm eine geheime Kontrolle der Gparmatznahmerr eingessihri. ES werken nämlich Beamte deSDtaalSamteS unerkannt d i e D t a d t durchstreifen und sofort alle Fälle von Nb r.rtimfrn zur Anzüge b> Ingen, damit die S t > o m e i n sl e l l u n g durchgeii'ihil wede. S' ckirngrbUelrene Lebensmittel'8 xe. T e gestalt' sich besonde S für d.e westlichen ^.ihildirekl-snm kaiastrorhai. D.e Borril.e reichen nur litt zweieinhalb Tage auS- D,e D.rMone» rn 8 i n r, Innsbruck und Villach sind durch diese Lituarion außer»identüch in . MckliüdMjchajt & * l fe t t SilLda.huuufeanf beiSchrelb masdiinenrepafatören Telephon Np. 4073/3 fint«g*urban. WerkstStte föcr Feinmechanik u.i Maschinenbau, l.,Blbersftraße9 denStaatsbahnen sind bereits mehrer^ Lebens mittelzüge steckengeblieben. j DaS Verkehrsamt hat sich in der dringendsten Weift an die Ententeinffsionm und nach P>ag gewendet, damit sie im letzte« Moment die Situation noch retten. * Dr. Arpnv Bokay qestorden. UniversitätsdrssrffoL Hoftat Tr Ärvad B o k a h, Großmeister der ungarischen Frei-' man,erschuft, ist gestern in Budapest im Alter von 63 Jahre» gestorben. , , , * Selbstmord des Sohnes des Ministers Starres Der l^jälmge Sohn des Postminrsters Stanek. Prokov, Schüler der Hivdl'lSakademie, hat sich m Prag erschosien. Die Polizei teilt allcrdmgs mit, daß er daS Opfer eines- JagdunftÜrS geworden lei. * Weitere Zrrgseknstellungen. Die gänüich vnzu-» reichenden Kobleneinläuse zwingen zu weiteren BerkebrScm-' schräiikungen. Von heute D cnstag an entfallen die Züge: Wien— Sa^zbmg ab Wien 6 Uhr 40 Min. fiiih und umgekehrt an 9 1% 45 Min. abends; Wien—SigmnndZhcrbera ab Wie« 8 Uhr 5 Min. irüh und umgekehrt an 6 Uhr 5 Min. abends; SigmttNdZherbkrg-KrrmZ ab Digmnndshrrberg 4- Uhr 3 Min. nachmittags, an Krems 6 Ubr 34 Mur. abends und umgekehrt ab Krems 8 Uhr 28 Mm. üüb. an SiamundSherberg 10 Uhr 50 Min. vonn tlags; KrcmS-Gre>n ab Krems 9 Uhr 30 Mm. vormittags und umgekehrt an 5 Uhr 34 Mm. nachmittags: Pöchlarn—Kienbcrg'Gamminfl ab Pöchlarn 10 Uhr vormittags und umgekehrt an « Ubr 3<> Min. abends; Hainleld-Leobersdorf ah Ha nfeld io Uhr 30 Mrn. vormittags Md umgekehrt «fe Leobersdoii 7 Uhr 50 Min. abends. * Wiederaufnahme des Verkehres auf dem Dnjestr. Dte Agentur Dacia meldet: Da daZ O st u f e r deS Dnjcstr von den ukramiichcn.Truppen besetzt ist, wird demnächst der Verkehr auf dem Dniestr ausgenommen werden^ * Was die ungarische Sowietregierung kostete. Da? Rumänische Preßdureau meldet auS Hermannstadt: Die Koste« feer Sowletregierung m Ungarn belragcn 14Vs Milliarden Kronen. * Verhaftung eines frühere« ungarische« Volkebeauftragten. Dcr v»> malige BolkSbeaultragte für Grsunfehkitswesen und VolkswohUahrt in Ungarn, feer 33jährige Arzt Dr. Johann G u t k;u Szomoskorod m Ungarn geboren, Nffergi-und. Pichlergasie 4 4 wohnhaft, winde heule wegen der Vesbtkchen der versuchten Erpieffung und dn gcfahrltchen DrohmM dem Wiener LandeSgeuchte eingeliefert. Die Verhaftung gründet sich auf eine Anzeige des im Hotel Tegctthoff wohnhaften Klavtervirtuosm Gabriel v. Markus. Dr. Ginh war der erste Gatte der jetzigm Fiau de§ Klavieivirtuosen. Er bat sich von feiner Fmu scheide« lasten; ste hat dann Herrn v. Marlus gcheiratet, ist aber jetzt auch m't ihm im SchcidungSprozeffe. Herr v. Markus und seinr Frau Alize sind nun in einem Streit wegen eines AutomodilrL besten Eigentum beide Ehegatten geltend machen. Frau v. Mark« hat sich nun an ihren hiiWoi Gatten gewendet und Dr. Guth ist gestern mit seiner ftüheren Frau und m Gesellschaft zwei« - Freunde zum Virtuosen Markus gekommen und hat den Versuch unternonime. durch Drohungen eine Erllürung zugunsten der Frau Alize Markus-Guih zu erprcffen. * Der Stratzenhondel in Budapest. An? B u d «-» Pest wird gemeldet: Die Polizei hat für die auf der Straße gehandelten Artikel neue Prerse festgesetzt. Darnach muß eme Schachtel Zündhölzer 20 Heller, eine Bretze oder Ktpfel 30 Heller, ,/» Kilogramm Echokade L 14.—, eme gestopfte Zlgaretiv 40 Heller kosten. ' * Verhaftung eines Automobildiebes. Wie berichtet, st Sonntag dem Automobilbcsitzer Hans Q u e st e r aus Tarvi? ein großes Automobil für zwölf Personen im Wette vorfe 90.000 K flcfiotjten worden. Noch im Lause des Sonntags hat daP Stadtkommisiariat.das Automobil zustnndegcbracht und den Täteu verhaktet. Es ist der beim Gastwirt und Autotaxi-Unternehmer Stadler, l., Wipplingerstraße 23, als Chauffeur bcdienstete August Niedling.. * Spende. Wir erh eilen für den bei den antifemitffche» Demonstrativven in der Brigittenau vnwundercn F e l d m ft « xi K 115.— als Sammlung fees Herrn Halpem, iL, ArnctShoftr-; straße 5. \ * Kataster der zionistischen Vereine. Dar Zionisffsche Landeökom'ter Uic Deut'chösterreich ersucht alle in Deutschs österreich befindltchcn zionistffchen Bcreine, Verbindungen usw» umgehend die Adrcffen zweck Richtigstellung des VrremskatasterS mirzuteilen. * Familienhäuser für Hotel-, Restauratkons- und Kaffeehausangestellte. Der Plan, kür Hotel-, RestaurationS-» und KaffechiiuSangcstrllte Famtlienhäuser zu schaffen, ist durch Genehmigung der Statuten der gemeinnützigen Bauunfe Wohnungsgeuoffenschast „Schwaldcnheim" der BerwirttichunG näher gerückr worden. Direktor Karl N e i ch h a r d t, VM., Iosesstädterstraße 103/7, ersucht die Jteresienlm, sich nunmehr an ihn zu wenden. * Wie sich die arischen Schieber amüsieren. AuK Bregenz wird beeid» et: Ein bekannter hiesiger Schmugglev. hat kütjl'ch beim Kegeischeiben K 70.000 heileren. Einzelne Schübe g irgen um % 10.000. * Jüdisches PSdagsgium. Die Vorlesunam am Jüb»-- fchen Päfeagoginm beginnen Sonntag den 26. d. M. um 8 Ufer iiilh. Sämtliche Hörer, sowohl die älteren als auch dir ne« ein» geschrieb ne«, werden aufgefordeit. sich heute Drensta» feerr 21. d. M. oder im BerhinderiingSsalle den 22. d. M. vm 10 Uhr vormittags m unserem Schullokale, H., Obere Donanstraße 91, kmzufinden. Sekretariat des JüdischenPädsn H o s i u ttt S. * Polnische Arbeiter nach Frankreich. Eine sranzisische Soudukommiffion ist in Warschau eingetroffe«, m« die Reift feer po!n>'chen Arbeiter, die am Wiederaufbau der rersiortcn Gebiete Ml'w-rkcn weiden, zu »rganisierm. Wschenuich werden 8000 Arbeiter a b r e l f e n. Jnssesamt dürsten gegen 100.600 Mann nach Frankreich kommen. Dft Elsenbahmvagm wcrdcn von der ftanzvfischcn Regierung beigestellt.; " Kaffeneinbruch. Am 19. d. M. nachts wurde bei fech Firma K u r z e r L W o i t, Gold- und Silderwaicnerjengm, Vl.. Mollardgaße 89, ein Kasiencmbruch begangen. Die Duke haben vom Hole auS feie Mauer deS Kühlianmes dis enst-ßenfec« GochästeS des FlriichhanerS Hoibaunfemchbrochen u«fe find vvp dort ans in deu im zwe, rn Stockwerke gelegenen Kaffenranm fenj Fum« gelangt. Dort hoben sie di« ei,'eine K«sie durch Blsfelog» der SchlSsirr geöffnet mefe Hchmuckgegensiänfee me Vaillontz» «nfe ftitige n«b unfertige Dilberwarev, zu« aröhtch knU Ziraroitendosen, ii-Werte von mehr alS lL 1S6.0-0 L % ft » % l c «L. SUäia 909MI K IOjOOO BLGtlfe VÄÄM. fit ÄÄh; , j

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.