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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-15 · Heft 265 (15.10.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 265 (15.10.1919)
Date
1919-10-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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c Wien. Mittwoch 15 Oktober 1919 Nr. 265 Mer dies« zerstörten Länder dürfen nicht Deutschkands wirtschaftliche Wiederherstellung dadurch leichter piachen, daß sie einander bekämpfen' und Deutschland den Wellnrarkt ohne Wettbewerb überlassen.! Deutschland hat Rußland überflutet. Seine Leute sind dort organisatorisch tätig. Sie werden die russischen Hilfsquellen beherrschen und sie bei der Bekämpfung her übrigen Länder verwenden, wenn nicht ein starkes Polen zum Schutze für Europa geschaffen rmrd. Mit feinen großen irürustriellen Hilfsmittel» und feinem wunderbaren Gifenbahnshstem ist Deutschland in einer sehr glücklichen Lage. Es ist stark und kräftig und einer großen kommerziellen und militärischen Anstrengung fähig? Nationen wie Italien, Griechenland, Rumänien und Jugoslawien, welche ihr Gebiet nach allen Richtungen hin ausdehnen, haben keine Industrien hinter sich wie die, welche Deutschland mächtig machen. Außerdem versuchen sie vielfach,' Völker verschiedener Rassen zu verschlucken und versuchen, mehr zu beherrschen, als sie bewältigen können. Deutschland wird Frankreich vielleicht in Ruhe lassen. Wer unausweichlich wird es Rußland und viele der kleinen Staaten von Mitteleuropa an sich reißen, i Amerikas Aufgabe ist klar. ES muß vollständig wirksam mit dgn Alliierten zusammenarbeite«, Staatsmänner, die in der internationale!! Politik erfahren find, ausrüsten und den besten Generalstab, der je existierte, schaffen, um Führer zu haben, lvelche verstehen, was Weltentwicktang bedeutet. Gin Amerika» welches ideell und materiell bereit ist, hinter dem Völkerbund zu stehen, kann die Wage der Kräfte in der Welt im Gleichgewicht halten. Wenn Amerika das Maß seiner Verantwortlichkeit nicht begreift, wird Deutschland in der nächsten Zeit die Herrschaft oer Wett erlangen und befestigen. Politische Rundschau. Der Zionismus — ein Problem Organisation unserer ökonomischen Kräfte. In „Jewish Times" veröffentlicht Dr. Daniel Pasm an i k, früher Privatdozent in Genf, rn letzter Zeit Mitglied der Kr im,er Regierung, eine Artikelserie über Len Zionismus. In dem ersten Artikelnimmt er gegen die Borwürfe Stellung, die von Seite einiger jüdischer Politiker (darunter besonders Zangwill) Ma§ NsrdM für, einen Wischen WeltkoNgreß. Für ein rmgeteiLies Palästirra einschlietzlich des Kanran.— Für NatisnalisieruM des Bodens der StaaLsländereien. gegen die zionistische Leitung erhoben wurden, weil die zionistischen Vertreter nur eine »Heimstätte" und Leinen „Staat" gefordert haben. PaSmanik führt dann unttr anderem aus: ■ * " Was ist Zionismus? 'Ein jüdischer Staat, den man von einer oder vielen Großmächten erhält und Schluß! So denkt die Masse und so denken bedauerlicherweise alle großen unb kleinen „Träumer aus vem Ghetto". DieS alles ist aber nicht richtig. Mmn man dem Zionismus auf den einfachsten Ausdruck bringen will, so ist er zu allererst kein politischer Erfolg, nur eine Aufgabe für eine Organisation der ökonomischen Kräfte des jüdischen Volkes. Die Verwirklichung des Zionismus hängt nur davon ab, was unser Volk allein mit seinen eigenen Kräften schassen wird. Je mehr ökonomische Kräfte der Zionismus haben wird, desto schneller wird er politische Erfolge erziele» können. De« Zionismus ist praktisch zu allererst ein Problem de« Masseriansiedeluug von Jude» in Palästina» ein sehr schweres Problem und ein Unternehmen, zu dem man Hunderte Millionen Pfund Sterling benötigt; wenn man von einer Emigration nicht nach New-York oder Lvrckvrr in schon fertige ökonomische Zentren spricht, sondern nach Palästina, tos man alles erst von Grund auf schaffe» muß. ES handelt sich nicht vm eine Jmmigratton von städtischen Arbeitern mck Kaufleuten, sondern um eine solche, die eine ügrijknlturelle Bevölkerung schaffen soll. Dies find alles Fragen nicht eine« gelungenen Politik, sondern einer systematischen Organisierung unserer ökonomischen Kräfte. Bestenfalls kan» die Pvlitrk für Mrs bloß Bedingungen für die Arbeit schaffen, aber picht die Tatsachen» die WrttichMt. , Man darf nicht vergessen, daß unsere wirkliche Politik erst dann beginnen wird, wenn die Juden die Mehrheit der paläßinen ische» Bevölkerung bilden wer« den. Mit anderen Worten: wir müssen zu allererst in den nächsten Jahren in Palästina 600.009 Juden wrsiedeln. DieS ist eine riesige ökonomische Aufgabe. Laut Berechnungen der maßgebendsten Fachleute befnötigen wir für die nächsten Jayre mindestens 80 Milli-, Duett Pfund, um eine planmäßige Immigration in Palästina leite» zu können» daS Heißt» um raschesteneine jüdische Mehrheit in diesem Lande zu schaffen, eine Mehrheit,, die in ihrer övsiwmische» und kul- Iturellen Schöpferkraft stark sei« soll, stark nicht mit Prätentionen, solcher» mit realer Kraft. Um diese Frage zu lösen» bedarf es der Anstrengung aller Kräfte unseres Volkes, der materiellen und geistigen. Das Bott muß alle SchivlertMten der vor uns stehenden Aufgabe kennen ünd mutz verstehen, daß von seiner eigenen Energie» Organisierung und Opfer Willigkeit die Erreichung unsere-Ideal-, das heißt seiner Rettung, ftbhättgt» |' Schließlich weist PaSw-anik auf den bedeutenden' Ausfall hin, den die jüdische Sache durch den ökonomischen Ruin des östlichen Judentums erleidet, dessen DaS Kopenhagens« Zionistische Bureau , berichtet: Dr. Max Nordau hat an den Delegiertentag der amerikanischen Zionisten ein Schreiben gerichtet, in dem er amerikanischen Juden auffordert, ihren ganze« Einfluß geltend zu machen, damit die Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina durch die Erfüllung einer Reihe bestimmter jüdischer Forderungen gewährleistet werde. In Doktor Nordaus Br'.es heißt es unter anderem wie folgt: „England hat uns durch den Mund B a t f o u r s das Versprechen gegeben, unser historisches Land an uns zurückzuerstatt-Ln und uns. in den Stand zu setzen, dort die nationale Heimstätte unseres Volkes von neuem auszubauen. Fast alle anderen Mächte haben diesem Versprechen , mehr obdl weniger deutlich zu gestimmt. Aber biß ':tzt ist es.ein Wort geblieben und nichts wvcder. Jetzt müssen wir ihm einen konkreten Inhalt und eine praktische Vedeutm^ geben.. Ihr amerikanischen Inden genicßetdie K kti ven Sympathi en der. edelsten und besten Eurer Landsleute und erfreut Euch des Wohlwollens einer Mächtigen Neuerung« Uebrt jetzt allen Euren Einfluß aus, damit wir ohne Verzug folgeiHe Konzessionen erhalten: 1. Palästina muß als eine u nteilbare geo grast h i f ch e Einheit, innerhalb seiner traditionelen Grenzen be rächtet werden. Jeder Versuch, es rm Norden oder Süden zu verstümmeln, muß mit äußerster Energie zurückgewiesen w rhen. 2. DaS Larid muß einer Ungehemmten jüdisch e n. E i n w a n d e r u n g weit geöffnet sein. Es ist eine Vechö.muni und eine Beleidigung, wenn man uns feierlich sagt, „Palästina ist Euer" und seine Grenzen gleichzeitig hermetisch vor uns verschließt. Dcrs Argument, daß Palästina gegenwärtig eine wachsende Zahl von Einwohne.n nicht ernähren icmn, ist keine Entschuldigung für eine so ich triderspruchsvolle Behandlung. England und die übrigens Mächte mögwn es uns überlassen, m i t d iv'se r eit f e rtig zu werben. Wir werden keines Fremden Almosen und Hilse für die Erhaltung unserer neuen Ansiedler vergangen. Wir werden sie organisieren und selbst für sie sorgen'. 3. Das Hauran-Gebiet (die Hochebene östlich der Hedschasbahn. Die- Red.), .jetzt ein leeres und unfruchtbares Land, in welchem nur kleine Horden von Nomaden hausen, die niemals versucht Habens mit der Italien ««Ä ZÄgoslaWir«. Was io lange bMrchlrt wurde, droht *ttr Wnllichtt l zu werden, cm Krieg zwischen IraUm mw Ingoskaw cn. Dir Besetzung Fiumes durch d'Annunz o ist wohl naht der ansschli ßlichc Gund der belderniiigen Mstanorn, und d r immer drohender wridntd uKriegsgr ahr, aber der Anlas; hierzu. Iwlim ist m keht>r Lüue ja doch nur deshalb ui den Krieg an dcr Seue der Entente riuaetreten, um sich als KriegsergrbmS ^die alleinige Herrschaft über dir Adria^zn sichern. CS hat wohl gegenüber den Deutschen und auf ihre Kosten alle seuieZielr eiwr t; an» wikl wge, ist e ne andere Fiac«. Aber nun droht ihm eine nu»e Gefahr. daN an Stelle eins fredlichen und m sich' zert!ü>te.'cn Olstcrrnch-Ungarn^em starker füyslawischer Staat ihm seine Herrschaft nicht nur m Fiume» fonberu auch m Istrien, Tuest uub Dalmatien stremg mache. Ja noch mehr, selbst im Falle, als alle diese Löndrrgebiete in drnBisitz Italiens stbki gehen wist den. droht stim eine Mslawsche Icredema. unter Urnständen eene südslawische Otrstrukrion im tialienischen Parlamen'e. . So weit ist bereits der Gegensatz zwischen Italien rmd Jnw« slawien gediehen, das; der trühere Atg'oldn'te von Triest, der Führer der töstmlündilchen Slowenen Dr. Ntzbar. im „Slvvenec" ein BünddiS zwischen Jugoslawien und Oestrrrerch pegen Italien v o r s ch l a a t. Dazu trrtt noch d>e Tatsache', das; der grö ne Teil der rtallknifchm Sozialrstrn Men rmrn nmrn Krieg energisch Stellung mmmt und mit d:r Rldgtichken rmes starten Anwachsens, der sozratdemokrati'chen Mandate bei dm Neuwahlen irt die rtatieursche KaniMk gerechnet werden muß. Der Boden hierfür ist durch den langen Krieg und die wachieudewutschaftliche Not der italienischen Bevölkerung geebnet. Dre rtalikni'chr Reginung steht vor,' der. Seylla der wachsenden sozialistischen Flut und vor der CharhbdiS der nat«onalist'schm Bewegung, die Ztalren Mit der Entente zu verfemdrn drohe. . .. Ämw'ka und lveziell Wilson Häven wiederholt gegen den ital «Nischen Jmvtr^alismus und seine AP,rnnon n auf F'UMe Stellung genommen und auch m Frankreich sowie in England sucht man wohl zwischen Italien und Iugoilaw en m vermrurln, ist aber keineswegs geneigt. Italrm zuliebe sich mit den Jugoslawen zu verfeinden, mn so w'u.g«», als Feankretch die italienische Allernhenschnst an der Adria itidjt wünscht und die italienische Rivalität in Tunis und Tripolis fürchtet. Schließlich verfolgen Frankreich und England auch kn Mitttlemova vielsirch Italien e«tgeg''ngesedtt Interessen. Symptomatisch iür die Dezichnngen der Euttirtemnchte zueinander ist aber Nicht n«r der Umstand, daß' sie über d,r Ankunft Mitteleuropas und speziell OtsterrcichS verschoben r stlttitiungen sind, sondern ,n de» akiaellstm Fragen des TageS eine sich gegenseitig direkt durchkrenzeude Politik verfolgen, wie es sich besonders drastisch anläßlich deS itallmisch-süvslaw schm Aniagomsmus zeigt. Amerikanische »Md englische Blätter, aber auch ein Ten d t französischen Presse führen seit einiger H*tt dmiis eme sehr grrrizle Sprache gegen dm üal.enischey Iiuverialismus» ia es ist de» «ner Zuspitzung de< italienrsch-südsliiwischeu Gegensatzes nrche aus« geschlossen, daß es zu Weiterungen zwischen den Ententemächten untereinander lommt. ... Bar Abba«,as'ndbereitSenglischkund französische KriegSichisfr gelandet und amtirkanische Zeitungen drohten den Italitnern. daß ameiitanlsche Schisse die I t a l i e n e r » u 8 Dalmatien v e,» treiben werden, falls die itQltctttfdien Ttuppm daselbst weiter Vordringen. Bon italienischer Seite versucht Van «UN sowohl dir ÄumänrL. jßl* ..dir. Waavareu eiuem Bündnisse, gcaeu dw geringsten Kulturarbeit zu beginnen, muß in die Grenze» des jüdischen Palästina ernbezogen werven. Wir tverden und wir können es für die Kultur erschließen. 4. Alles Land in Palästina, das der früheren tür-. kifchett Regierung gehörte, muß den neuen Ansiedlerrr überlassen werden, aber es mutz ewiges und imUcr^ - äußerliches Eigentum des jüdischen.Volkes bleiben unb, den einzelnen Ansiedlern nur nach einem System einer! erneuerbaren Erüpgcht zugeteilt werden, in ließemtt-j stimmung mit unserem wunderbaren prophetischen Gesetz' von MvseS über das Sabbat- und Jobeljahr, welches! Nivadavia praktisch in Argentinien nnd Henry Georgs theoretisch in Nordamerika zu modernisieren versucht haben. ' ö'. Es ist Zeit, daß die Stimme des jüdischen Dolles gehört werde, nicht durch das Organ selbsternannter, wenn auch noch so verdienstvoller Sprecher und Führer, scn' ern durch den Mund dex rechtmäßig, erwählten Dertre.e'r, die ein formelles Mandat von den Millionen unseres Volkes aufzeigen können. Nur'so legitimierte Vertreter können mit der nötigen Autorität im Namen Israels zur Welt sprechen in diesem Zei alier tes Triumphes der Demokratie und derSeldstbestimmung der groß.» und k.einen Nationen. Die Einberufung eines Weltkongresses der jüdischen Natron ist baser eine tr ugen':« und gebieteriicho Notwendigkctt, und Ihr amerikanischen Juden müßt die Sache in die Hand, nshmen, die Bedingungen für die Wahlen, die Zeit und den Ort dieser Versammlung, welche der Ausgangspunkt der neuen politischen Existenz des altenNolkös Israel fein muß, fixieren. Ihr amerikänlschcn Juden habt euch wunderbar bewährt in diesen schrecklichen Jahren des Krieges und der Zerstörung. Ihr habt großzügig eure Millionen hergegeben, Ihr seid vor keinem Opfer zurückgeschreckt. Ihr habt Werke der Solidarität vollbracht, die vhue Parallele in der Geschichte find. Dessen wird man in unseren Annalen immer gedenken und es wird euer ewiger Ruhm bleiben. Aber Gpld ist nicht alles. Jetzt fordern wir uno erwarten wir von euch, daß Ihr neue und n^ch entschiedenere Anstrengungen machen werdet, um diese fünf Pinkle, die ich euch soeben unterbreitet habe, zu verwirklichen. Möge euer Werk gesegnet sein und möge der Tag eurer Inferenz von 1919 ein bedeutender Tag in der Geschichte Israels werdenl" * Jugoslawen zu btwc-cn, ja man fpekoüert sogar auf den alten nnd veriodtsck immer von neuem au tauchenden Gegensatz zwischen cinz-lnen kioalischen und ttowennchm Fialrionen cmcrseiks und. serbische» ande,eri'clts. Wie wett die diksbechgllchem Ver'uch« wow italienischer Seile gcl «gen, hängt zu nicht gcung.'M Tcüe auch davon ab, welche Giupven in der nächsten Zen in die pailamentarischen VettretungSlölper von Rom nnd Paris, aber auch m die Parlamente von Bukarest, Belgrad und Pest un* znhen. Die Uebeispannnng dcS nationalen Gedankens in. dm einzelnen Slaa en und rnsbesondere die des italienischen Jmvclialismus zer lg» allüberall und hat bereits m Italien als Gegenströmung das Anwachsen des lrnken Flügels der ' o z r a l l st l s ch en Bewegung gezertrgt. Kommt es zu neuen Knegen. dann muß — und dies nicht nur in I'alien - mit der ernsten Möglichkeit von sozialen Revolutionen, aber auch mit erner Neugruppiernngder verschiedenen euivväischen Mächte zueinander gerechnetwerden. Man sucht von i alienischer Seite, nachdem man Oesterreich auch Gebiete adgmommm hat, die ethnisch deutscher Besitzstand sind, nun auch, syeziell die Deutschen für ein Bündnis mit IiaUen m gewinnen und vor allem anderen auch zu dem Zwecke, um einerseits die Donauföderatlon^zu verhindern und andererseits die Jngvilawen zu isolieren. Für eine solche Politik schwärmen natürlich jene deutschen Politiker und Ze,tyngen, denen Minier wieder eine anuilawstchc Koalition vorschwebt und d>e da meinen, jede Politik nitve um 'o mehr der deutschen Sache, je m:hr sie die slawischen Böller schäd'.ge.. Andererseits aber soll'e man doch nicht übersehen, daß, besonders m den Provinzen Dcu'.schösterreichs. wo man aber immer wemger Geschckack an der sogenannten Wiener Politik empfindet, sich dlt Kreise mehren, welche aus nationalen wie aus wirtschaftlichen Gründen für eine B e r st ä n d r g u n g mit den Tschechen und ganz besonders mit den Kroaten cmtreten, damit nicht» w-e so o t m der Beigangenheit so auch in Zukunft neben der polnischen und magyarische» Oligarchie die itauemschen Chauvinisten im Tr iibcn fischen. Bon der Einsicht der führenden Politiker der verschiedenen Nationen wird es abhängen. ob der italien>!ch»s!idslawlsche AnbravnlSmnS, aber auch die anderen nationalen Streitfragen einer friedlichen Lösung zugcsührt wrrd n oder aber, ob wir neuen Umwälzungen entgegengebtn. bei denen wcü mehr auf d'M S viele steht, als sich unsere Tagcövoliilker der verschiedenen Parieren m den einzelnen Staaten Vorsteven. „Schulter an Schulter." ®oS Budapest«! Blatt „8 Oral Ui sag" (Asja» Blatt), berichtet vün zuständiger Soite über den seinerzeitigen plötzlichen Abgang des Grafen Leopold Berchtold und führt aus: Die deutsche Diplomatie äußette anfangs des Jahres 1915 die Ubsicht, mehr Einfluß auf die Leitung deröftLrrctchilch-iiNMrlschen Politik zu gewinnen. Sie wollte u nferen LußerenD ienst unter K<S n t,r v lle stellen, d?r dermalige deutsche Bot'cha'ier T s ch i r s ch k y hätte die K o n t r o l la g e tu den Über den Ballpiatz übernehmen .iblle tt Die'er Plan . verursachte bei den leltenben ö.terreichi^ch?n Stellen so vjel Auf.egung und Anim,ö,i.ät, daß sich Kaiser Wilhelm ll. veranlaßt fühlte, Kaiser Franz Josef!. in einem Privatürief.zu beruMen. Ohne vorherW

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