Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 262 (12.10.1919)
- Date
- 1919-10-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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12, Oktober 1919 ,9tt. 262 Men, Sonntag —--- ""■■ ...... , -——— ..««».-»^»-r Helte S -< Ein betrogener: Fabrikant. S80.VVV Kenn«« pttanbt, Uever einen in Neichenha^ ausgeführten Raub, bei dem einer Bande von Einbrechern «ine "Summe von 680.000 Kronen in die Hände fiel, wird gemeldet: Ausgeführt wurde der Raub von zwei Männern, dem Artisten Hans Thoma und dem Artisten Ewalo Det tlesf. Das Opfer ist ein Wiener Fabrikant, der Teilhaber der Hohenelber Mechanische Weberei I. Goldschmibt>und Sohn, Herr Wilhelm Goldschmibt, der hier, Wipplingerstratze S, wohnt. Herr Goldfchmidt ist von der Räuberbande, die sicher und vertrauenswürdig auftrat, von Wien weggelockt worden 'und wurde t«' Reichenhall ihr Opfer. Die, Gauner haben sich in der zweiten Hälfte des vorigen Monats in Wien ausgehalten und hier im Hotel „Goldener Adler" auf dev Landstraße, Radetzkystraße, gewohnt. Sie kamen auch mit dem Fabrikanten Goldschmidt in Berührung und erzählten,daß sie sich mit dem Edelsteinhandel befassen und auch die Absicht hätten, in Holland «in Geschäft der Art zu errichten. Thoma und Dettleff ietlttzn Herrn Goldschmibt schließlich, cU er aus ihr Anerbieten eingiug. Mit, daß die Geschäfte nicht hier abgeschlossen werden könnten, sondern daß er sich zum Abschluß nach Salzburg und München begeben müßte, wohin auch das Nötige Geld mitgenommen werden müßte. Ende, vorigen' Monats sollte die Reise , nach Salzburg angetreten werden. Herr Goldschmibt reiste ab und nahm eine größere Summe Geldes mit. Auf welche Art nun Herr Goldschmidt den Gaunern in die Falle ging, legt eine telephonische Mitteilung des Wiener Fabrikanten an seine Gattin dar: Die Gauner 'lockten Herrn Goldschmidt in Reichenhall in ein Gasthaus. Als sie sich mit Herrn Golbschmidt dort aufhielten, trat ein Herr ein, der sich für eine^ Polizeibeamten ausgab von einem zweiten Herrn begleitet war. Das Auftauchen der beiden, die in Wahrheit Mitglieder der Bande waren, war abgekartet. Die beiden Männer förderten alle im Gasthaus anwesenden Frerriben, darunter natürlich auch .Herrn Goldschmidt auf, ihre Rationale und Rainen anzugeben, dann wurden alte Gäste einer Leibesdurchsuchung unterzogen. Auch der Wiener Fabrikant kam daran und bei ihm fand man die Brieftasche «mit 680.000 Kronen und nahm sie ihm ab. Ru» freilich stiegen Bedenken auf und eS wurde Lärm geschlagen. Während aber vier Genossen der Gauner festgenömme» werden konnten, find Thoma und Dettleff mit der Riefensumme, entkommen. Opfer der Jett. Am 7. d. M. um S Uhr abends bemerkten Passantey tm Waffir deS sogenannten SacherteichcS nächst dem Konstant i nh ü g e l im Prater einen Mann aut dem Rücken mit dem Kopfe nach unten liegen. Mit Hilfe zweier Bicher heitSwachleute wurde der Mann geborgen; er war schon t o t. Der Tote wurde older SOiahrige Uhrmacher 'Adolf Sonnenschein erkannt. Rach Angabe, seiner Wohnungsgeberin hat Sonnenschein wielrerholt geäußert, daß er rineg S el b st m o r h a u S f U h re n werde. Der Mann hat sich in f e h r m\ h liche n ,B e r- M v g e n S v e r h a l t » i s s e n befunden. Er hat nach und nach alle seine'Habe und seine Kleiber verkauft. ' Im Pollzeikommiffarlato RudolkShe-m «ahm gestern der LSjährige unterstandslose Chemiker Karl Leig eine konzentrierte Sublimatlosung. Die Rettungsgesellschaft leistete chm Hilfe Md brachte ihn i« das Sophienspital. * Persynalnachrlcht. Der sozialdemokratische Abgeordnete Karl L e u 1 h n er begeht heute seinen bO. Geburtstag. Abgeordneter Leuchncr, der bei den allgemeinen Wahlen im Jahre 1807 zum ersten Male in den NeichSrat enisendet wurdb und seit dieser Zeit der Volksvertretung angehört, genießt bei allen Parteien großes Ansrhed, betaßtt sich im alten Hause insbesondere mit militärische« und marit men Fragen und zählt heute zu den Ährenden Männern seiner Partei. * Heute Kein CifenbahnverKehv. Die „De«tsch5ster« ^lchlsche StaatSkorresPondenzverlantbart: Wre schon vot kurzem aygekündigt wurde, wird wegen der bestehenden Kohlenndt vom lK. O k t o b e r an bis auf weiteres au! den mit Dampfkraft betriebenen Menbabne» kzr DeulschSsterwch der g e f a m t r öffentliche Personenverkehr, also sowohl der Fernv erkehr al« au ch der Nah v erte hr ledenSonntag vollständigruhen.DieAufrecht- ^rhaltung deS Verkehreeinzelner Züge im Fern« obcjr Nahverkehre, aü Sonntagen k a n n n i ch t p l a -g r e i f e n, weck dadurch dtt beabstchugte Zweck der KohlenerfpmniS im erforderlichen Ausmaße nicht erreicht würde und durch die Ueberfüllung solche weniger Züge ganz unhälrbare Zustände geschaffen würden. An Feiertagen tritt eine BerkehrZeinschränkung nicht ein. « Bevorstehende Erhöhung de» Postturife». Derzeit fm&ftt im StaatSomt für . Finanzen Verhandlungen, wegen einer E r h § h u n g s 8 m t l i ch e r postalischer Gebühren statt, um halbwegs ein Gleichgewicht zwischen den t n* u n d ausländischen Tarif e n herzu bellen. Die Verhandlungen haben augenbl'ckuch wegen der Kuse im Staarsamt für Finanzen eine Verzögerung erlitten, werden aber vermutlich in der n a ch st e n W o ch e wieder ankgenommen und bald beendet werden. Du GebührenerHöhung wird dann unverzügltch m Kraft treten. * Die Kriegsgesangeneu. Im gestrigen VerordnuriyS» blatt deS HeereSamte« ist dieses zu lesen: Das Kncgsgewngenenamt hat de» allen Staalsamtern darüber Beschwerde geführt, davon vielen staatlichen Stellen der besonderen Wichtigkeit der KrregSgefangenenangelegenhkiten n>ch> St Augenmerk zugewendet wird, danotig ist und da-diese elegenheiten verdienen. Dadurch erleidet die Durchtrihrmg reicher Beschlüsse deS Kriegsaeiangenenainles großeBerzö gerun a. D.rS Heeiksamt fordert nun alle »hin U'iterstehenden Stellen auf. sämtliche Kriegsgefangenen- und Z,v>t« idterniertmangelkgenhelten nicht nur mit der größten B eschleunigung, sondern auch mit dem aiWien Wohlwy-M und (SuiacaenEommcn durchrutMen^ * Protest der Hochschulen und KÄnstlerverelnlpungen gegen die Berüntzerung von Aunstschätzen. Der Rektor der Wiener llnversirät, Hosiat Schwind, bat gestern im Namen der Unw'ttstlät. der Akademie der Willenschäften, der Akodem-e der' b ldrnden Künste sow«e im Namen sämtlicher W'ener Hochschulen,und^d-r Gen»ffenschast der bildenden Künste ,n Wien erne P r o t e st k n n h g e düng gegen die Veräußerung von Künstschätzeu an die Regierung geleitet. * Die Kohlenabgobe. Die bisherige Wochcnmenge des Ki'ttllenbiandes von 1b K'koaramm. Stern-,- bez,ctnmgswe>«e. Kilogramm Brannkoble ble>vt biS aus weiteres a u f r ech 1. Infolge des herrschenden Kohkenmangrls können die Zimmerb r n n d karten n i ck r e i n g e l S st werden. Aus dem gleichen Grunde entfällt brS auf werteres auch die Abgabe von Kohle tKoks. Buketts) zn HciUwtcken für Gewerbe, Betriebe und Anstalten. BerVond jüdische» Invalide» und Heimkehrer 'in Wien, Dex neugewädlte Ansschulr LeS Verbandes iüdr'cher Invalider und Heimkehrer m^Vrin h'at sich folgendermaßen konstitu ert: Dr. L S w e n f o b n. Präsident; P. Stöber, Vizepräsident; Moklaang Weisl, 1 Schri'üührer; Siegmund Brie f er, ll. Schriftführer; Mo/eS M armer, KMer. dllle jüdischen Invaliden und Heimkehrer, die dem Verband als Mitglieder an'ugchorttt wünschen, haben sich ohne Rückicht auf frühere' ÄnNttldungen neuersich p e r f ö n k i ch mrk ihren mck?- tär'schen Dokumenten anznmelden. Die Aumeldnng'n werden im Lokale des Verbandes jüdischer Angestellter und Privtttbcamten, ll., Dbere Donanstraße 6-^, Hochparterre-, Tür 4, an folgenden, Tage» und Stunden entgegengenommen: Heute Sonntag den 12« b, M. von » bis 13 Uhr vormittags, tHerren Brawer und Marmer), Montag den 19. von 9 bis fr Uhr nachmittags /Herr Wolfgang Weksl), D,enStag den 14. von S bis 5 Uhr nach" mittags ^Hrrr Felix PolkeS), Mittwoch den 1ö. von U b!S 5 Uhr nachmittags (Herr Siegmund Briefer). * Beda-Abend der Hakroah. Wie herrltS veröffentl'cht, veranstaltet die Hakoab am 19. d. M. um 6 Uhr abends in den Sosten'älen nach fünfjährige'- Unterdrechung den erst-n Friedens- Beda-Abend. Dir restlichen Karrest sind m baden: Cals Indnstrlellen, l., Konkvrdiaplatz 4; Buchhandlung A. Bauer, I./ Wipplingerstraße 25, und R. Löwit, k., Rotentvimstraße 32. * Die Lohnbewegnnq in de« Detaildomenkonfektton beendet. Die Stückyrerster der Delalldamenkonkeklron überreichten durch ihre Organisation an die Vereinigung der Konsektiviiäre Oesterreichs rm Laufe der ahaelanfenen Woche, emen Lohne arü, zu welchem gestern eine von* d:r Bereinignng inberufene Plcnaryktsimmlung Stellung nahm Nach Beilesustg der vereinbarten Lohnsätze durch den Bizepmstd-nten S t e» n e r, der deren Annahme empfahl, ent'pann sich eine lebhafte Debatte. Nachdem der Prästdcnt ZabranSki für die unveränderte Annahme deS m l den Vertretern der Glückmeister vei eindarten TnriteS eintrat. wurde er e i n st i m m i g a n g e n o m m e n. Damit erscheint die Loh n h e w e g u n g beendet. Morgen w»rd der Tarif der Plenarversammlung der Ststckmeister zur Genehmigung vorgrlegt w irden. * Transport in die Bukowina. Ungefähr am 2. Novrmber b. I. geht, der letzte Transport nach der Bukowina Der K r a k a u-L e m b e r g-C z e r n o w r tz ab. * Einziehung der Ein- und Iweikronennoten in der Dschecho-GLowakei. 3luS P r a g wird gemeldet: Aus dem Bankamt des Finanzministeriums w'rd mitgeterlt: Mit dem l 4. Oktober abends werden we G r n-- und Zw e r-, kr o u e n n-'o, t.en aus d e m V e r k e b r e ,g e-z o tz e n. Der Umtausch dieser Banknoten ist noch a»n' 18. Oktober de» den StaatSanstallen und Bankinstituten gestattet. Nack dickem TeiM'n darf kein SmatSamt dre Ein- und Zwrlkronenno'en -annehmen. Ein n a ch t r 8 g l i ck e r U m t a «'s ch ist ausgeschkvffen. * Glänzende Weinernte in SLdtirol. Aus Bozen wird gemeldet: Dre,Weinernte in Süb!nc»l ist überall in vollem Gange und wird durch daS henl'che Herbstwekter auf das günstigste beeinflußt. Nach den Nberemstlmürmden Aüssagen aller Wcingarlrnbesttzer rst Heuer quantitatrv und quaütatrv noch rin vorzüglrcher Jahrgang zu erwarten. * Der Kampf gegen die Proftitirtton in Prap. AuS Prag wird gemeldet: ^.V e n k o , meldet, datz dre Prager Polizei den Kamvf gegen die P r o st r t n t i o n energisch aufgenominen hat. Durch em Gesetz werdm alle Bo'deüe und P"vailvkale. dre der Prost'tM'on d'.encn, geschlossen. Die Polizei unte>n>mmr übe»d»eS S t r e i t n n g e n » n d i e Hotels und führt. d>e dort autgegriffelien Dirne» samt ihren Brglcilern ab. ___ Briefkasten der Redaktion. Chiffre Kurzweil. 1. In jüdischer Sprache erscheint die „Jüdnche Mm grnrost", W'en, ll., Taborstratze 52 d, iäglrch. Bon Wischen Wochenblättern empfehlen wit d>e ^Jüdüche Zeitung^ 11.« Taborstraße 1/3 (demich vracknlL In j dd,scher Sprache erscheint hier kein Wochenblatt. 3. Melde«' Sie Ihre Ansprüche bei bet polnischen Gesandtichast. Sckw nzenbergplatz. an. — Schleien Bernhard. 1. B^ucsch ist fein Iride. 2. Da muffen Sre den sriiheren Berliner Polizeipräffdmten von Jagow fragen. ,__ Letzte Nachrichten. i D'A?mn«zlü räumt Fiume. Bern» 11, Oktober. lTel.-Konw.p W»e von authentischer Seite gemckdct wird, ist der Kommandant von Florenz, General Eephermi, plötzlich nach Fkrune abgereist, um aut Ersuchen d'AnnrrnzioS den Oberbefehl. über d e Trnpvcn ln F,»me zu übernehmen. Es wird angenommen, daß dieser Schritt die Vorder ei:rmg ckir die Ue b e r g a b r d er S ta d 1 an reguläre ltallenische Truppen ist. Die Dftgrenze Polens. Thvrn, 11. Oltober. (Trl.-Komp.1 Die Warschauer- Blätter behaupten, daß die O st g r e n z e P v l e n S nach den aus Paris eingckaitfenen Melsungen diejenige von Köngrcßpblcn d t S JahreS 18 1 5 fein wiril. Eingesendet. Möbel u Innen- I CDiQI äekoralion »■vriflll {rrfitster Auswahl. Nur ^edicucn# llliß*, IW., SltilSOStBfllpi 1 11. 2 hSd Erzeugnis«* iEcfee ICnrl Srb«vetpVoicr«ssse). II11 fn belSchtei^ li I I 1 K maschinen«. H1 -t 1. M fepafatnreu Telephon Np« 4073/8 Interurfean. Ffl 19a! v Wetrhsiatlo JBp Feinmechanik u. iJi rlSiZ Maschinenbau,lMBiberstraQQ8 Die Ernährung. Der Marktbericht. Dir Nachfrage in der GroffmarNhallr nach amerikanischem PökelklEifch und Selchsteisch war gestern noch weit stärker als sonst an einem Samstag, da viele Verbraucher, denen der M'ng deS leneren RrndsteffcheS unmöglich, ifl,- wenigstenS etwas von diesem billigeren Fleüch erwerben wollten/ Außer dem r amenkanifchen Fleisch und dem rayonirrten Rmth» lle'/ch standen nur ganv kleine Mengen Würste und etwas Schaf» und Zitgcnklcüch mr Verfügung. Am dem G e N ü g e l m a r 1 t e gab es etwas übe« 100 Kilogramm Gänse. . Die F l s ch m 8 r k t t boten nichts als gewaffert« ^^Ar^ den G r ü n w a r e n m 9 r k t ^e n waren gestern die Zufuhren aller Arten van Gemüse mehr als ausrerchend- Namenckich Kraut war aus allen Märkten in großen Mengen anoekomm'n. AM dem Naschmarkte und m der Bitkualienhakle im NI. Benrk winde noch ein großer Teil der gestern eingelangte» Sendungen für den morgigen Verkauf erübrigt. > Obst, das heißt Äepfel, Bimm und Weintrauben warm genügend vorhanden. Eier fehlten. Aufhebung der Höchstpreise für Marmerabb. DaS Staats.rmt für Volksernährung hat über Antrag der landwirtschaftlichen Warenoerkehrsstelle die bisher geltend enNebernahmSprerfrfürMarmela de und von einer Neufestfehuna amtliche« Höchstpreis eabges eben. Die staattiche Bewirtschaftung der ÄHarmelade wird sich in Hinkunft aus die durch die BewrHt schallilng dcS Zuckers sich ergebende Zuweisung und Ucberwachl " der Verwendung des Zuckers beschränken. Konfumverein von BanbangefteMen. 4L. Woche vom 13. big 18. d. M. Verkaufszeit von Vr3 bis 1 llhr und S b»S b Uhr. VjMwg Nr. 1 diS 1000. DienStag bis 20 »0, M'Nwvch b S 300), Donnerstag bis 4uOO, Freitag Über 4000. Rickhgrffe: Frarnvinche Gulalchkonserven, Stocks Medizinalkognak. Sardellensrnt, diverse Gewürze, Flaschenbier, Zünder, Waschstärke. Obst jeweils nach Einlangen, frische Parade-ser. C chotienbast«,: Mehl. Bohnen. Speck, Eier, prima Waschpulver, Toilerte» und Wakchttrse. Kartoffeln. Kilogramm pro Kopf, nur für mir Mehl Nayoniert» nach ^inkangen. Neue Lebensmittelkarten für vorübergehenden Aufenthalt. Am l9. d. M. treten neue Lebensmittelkarten füe vorübergehenden Aufenthalt nt Kraft, welche sich von den bisher.'gen durch dm geänderten Druck und dadurch unterscheiden, daß die Karten mrt dreitägiger Gültigkeit aus rotem lbisher blaium^ und die Karten mit llebenrägigec Gültigkeit aus blauem fvistzer rotem'' Papier hergestellt sind. Bon dem obengenannte» Tage, an dürfen an Personen, die in Wien nur v o r ü b e raehend im Auf ent halte sind, Brot. Mehk, Feit, Zücker, Rindfleisch und Kartoffeln nur gegen Abschnitte der neue» harten abgegeben werden, und zwar nur dann, wenn die Karte vorgewiesey wird, deren Vorderseite -dre Gülugkeitsdauer und.de» Sremvel der Brotkommikston, deren Rückferte Mn Namen und die Adreffe deS WobnungSrnbaberS enthalten muß. Bon der Karte bereits adaetrennte Abschnitte rmd Karten, deren Gültigkeit abgelauien ist. sind ausnahmslos zurückzuwersen. Mißbrauch wird strengstens bestraft. > ZubnkkN kür Kinder bis z« 2 Zähren. Dom 1b. bis 23. d. M. gelangt an die K'N-er b:-zu 2 Jahren Weizengrieß oder Mehl als Zubuße zur Ausgabe. Jedes Krnd bekommt 1 K loaramm. Haushalte, die mtt dem Mehlbezug bei städtische» Abgabestellen rayoniert sind, erhalten dre Zubuße bei den städti- Ichey Abgrbestkllen für Kinderzubußm, Mitglieder von Konsummlenorganiiationrn de, der Verlchleißstelle der Organnation. D e Zubußen werden gegen Vorweisung der gelben, bezirhungsweise sila MehlbezugSkarie und Abtrennung des Abschnittes 4 der blauen. beziedunaSweise braunen Mckchlarte abgegeben. 1 Kilo-» gramm Mehl oder Grieß kostet K 6.40. Für Mehlumrayouiernng. Anläßlich der Ausstellung der nrnen Mehlbezngskarte werden brrjen gm HorShalte oder Ginzelpersonm. welche nach Ablaut der gegenio ä r t i g gst l t i g e n M eh 1 b ez u g s kar t e von der mlländ'gm städtischen Meblavgabestelle lbraune Karte) zu einer Kvn'umtnievvrganckativn fiila Karte) übertreten, und diejenigen Mriglieder von Kon umentenor ganisationen. welche der zuständigen städtr'chen Mehkabgabestelle zugrwkesen werden wollen, in Kenntnis gesetzt, daß sre den beabsichtigten llebcrtritt b i S längstens am »1. Ok 1 ober der zuständ-sea Brotkommisston zur Vormerkung anzergen müssen. Kartoffelabgab«. Sonntag.bis Dienstag werden im IV., V«, Vl„ VI*., VIII. und IX. Bezirk V» Kilogramm Kartoffel« (itas enischer Herkunft) zum Preise von K 8.56 gegen AburnnMg t>eS Buchstaben- P der Kartpffclkarie auSgegebm. „Zrwivrrba." Verkauf der rahonierten Waren ab Mittwoch den 15. d. M. An Ranvn>erle pro Kops: Kilogramm Mehl. '/« Kilogramm Bobncn, 13 Dekagramm Schmalz */, Kilos»ranim Kaztoffeln, 1 E> und 1 Kilogramm Törivflaunien.. Pr o Haushalt r 1 Tube Saccharin gegen Abtrennung der Ziffer 4 des rieüeN Einkauffchernts'zum Preike von 5 i.6a. An Nichtrayonierler Solpnge der Vorz-at reicht, gelbe, ganze Erbsen, pro Kilogramm K 14.50, Kaffeezusätze, verschiedene Sorten Liköre und Kognah Etldow'tz. Kn'idenanzüge aus Zelttckatrsioff, Schürze», Chiffon, Zwrrn, Kochkisten. Sparkocher, verschstdener Systeme. Vereinsnachrichten. Zionistische Sektion Sieben»®?«rfta* r e f e n. Morgen Montag den 13. d. M. sindet »m Terassen- Nestau-ant, V., Margaretenvlatz Nr, 4. e,n Bornags- und DiSrwstonsabend statt. Reierenl Dr. Philipp Waschitz. Beginn '^«8 Uhr abendS. Thema: Dre jüdischt Bolksgemeinde. Gäste herzlich willkommen. Ferner veranstaltet obi^e Sektion Samstag den 18. d. M. eure SimchaS Thora-Feier. Näheres >n der heu'igln Annonee. —-JüdischerWanderbund Blau-We'ß. Heute, V»6 Uhr abends, im Saale heS Ingeniem- und ArchtteltenvrrtineS, l.. Eschrnbarhgaffe Nr. S, i«ngiüd>icher Äbend. Zum Bortrag gelangen L rdcr zur Laute durch Gynla Fisch ,md Rezitationen von Otto Schick.