Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 258 (8.10.1919)
- Date
- 1919-10-08
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2o3 ' Wien? Mittwoch - - 8.'Offtodett ISlA .. . . Erk o- ---^_:_-___:_ - ______—----------- SHor^eit für dis Westjuden. Wir lmdeu Won siingst darauf hingewtesimsiiie, die Wi ncr ^nüsemitrn \b i e.We st i n d eit g t g.c n b i c .0 ft j -u d c n jl«Kspie l rit.' Beim letzten antisemitischen Maffeniueesing fest sichs fa recht .gezeigt, -wie mederirüchrrg .. diese schamlose Vkechode. .ist, den sogürännlen. Mnchetrw'chen" v» den' Bätt zu streichen, ihnen wohlwollend - aus'idle Schulter' -zn klopfen,' nm sie -als StüntckLck- -g^ch^die-östl.chen Anden zu. benützen, um sie — o deutscharische A-reue.! znm, Verrat .am Stammesbruder zu »verführen. ' Als ' -wenn Hefe Bersammlnngsredner titrier "sehr . gut - -wüßten, saß eine erkleckliche Zahl der ' von ihnen geschonten .Einheimischen" ' s e l bst Ostjudenvon vorgestern sind: .Und tiefe Unverfrorenheit,- mit welcher diese Moralischem die boden- JSnbtgc Juden schon als Duldnngswmdig von den räudigen Ositckeu absondern. - aber im selben Atemzuge die ,,Aümgurrtz* -der ßmtcaleü, der Slaaisämter tmd der sozialdemokratischen Führerschaft jchn deit jüdischen Elementen sordern! Sind Dr. Schüller und Dr. Dfaer, Adler, Ellenbogen und Bauer a u ch Dstjuden? Uüd sind nicht sie lobend erwähnten amerikanisch-jüdischen Helfer just du n ch - t» S Ostjuden? Wirklich schäbig und schmutzig dieses deuttehpidikal« und chrisilichsoziale Manöve^, dieser Fuhritt nach ünkS, jiabmrden mit dem gnädigen Lächeln nach rechts. - Die Jndenfchast weift, daß sie in ihrer Gesamtheitgetroffen. Werden soll und wird die Perfidie mit treuem ZHautmetihalteu Äürtworten. Jüdische Kmderausspeifimg. ErLffnnrtg einer dritten rituellen Mnver Küche. , Kaufe des Monates Oktober wird die fr*tti:c rituelle- K r n d e r a u s f p eisun g i>er ä m e r i k a n ischen K i n d e r h i l s s a k t t o n Hr der Roßauerkäfeme eröffnet. * Nur 6 c b ü r f t i g e unterer n a h r t e sch Ul p,f l i ch't i g e Kinder jrn Atter von 6 bis t4. Z'aßren werden n a ch v o r-'h e-ri'g er ü rz i* sich er Unt ersu ch uitg aufgsuommen. Anmeldungen werden beim American Joint Diptihutioü Committee, II./ Praterstrasie-17, eitttzegen- »enonmrerr. Dvrtselbst werden auch für die schon -be- «eheüb.en Ausspeisungen, II., Borg dt ten st r a ß e,. W i l h e l in s k a f e r n e und XX./ Denis g a f s e M 33^ Anmeldüngen entgegengenommen. Dle „Putschplane" des Ex-Grafen Lttdolff. Pp Wollte eine Wirklich demokratische Negierung. y‘ \ " einsetzerr. £ ■' Äw 4. d. M. in den Abendstunden erschien bei der Polizei" sirckrouder in dir Hinterbrühl wohnhafte 46 Jahre alte peister . der Reserve (irührre Graf) Emauucl, Ludolfs und kitte.-mit,, . er trage sich schon seit lüngxrcr Zeit m>.t dem Gc- :it, u etne Besserung . der traurigen wirtschaftlichen Lage schostdrreichs herbeizuführen. Hierzu seies vor allem "notag,'' die kvnimmnstisch gesinnten it.-g l i eid e t der f e g vn iD.kt i g.e n R.e g i.e r u u g., z-u. .v er h a f 1 e u ch eine wix-klrch -demokratische RegieriWg emzusetzen. Er habe sich «stS der Mitwirkung zweier BolkswehrbatätlloNe versickert und de nunmehr auch Poltzet und Städtschntzwache, aus deren iterstüßüng er zähle, - ein,' zueiner noch an - demselben.Abend, kttfiudeudcn Besprechung in den ttbikaüoncn des 18. Bachillous t.der Süstskaserne Vertreter. zu enlsendm. Ludolfs war. zu/zett, da,ep.diese Mütetlung machte, leicht a l k o h o l i s i e r t. Hi wurde sogleich in' Hast behalten und. wirddem Landestzerichte ßügekufert werden. -- -Nach den .polizeilichen Erhebmtgeu hat er tatsächlich am I,.d. M. nachnuttags versucht, Angehörige des 18. Bolkswchr- MÜllovs zur Teilnahme an semer Mion zu bewegen Und sie «ftzekordert, zu 'einer tiic denselben Tag um Uhr abenhs m «lKsicht genommenen Besprechung zu kommen, zu der jedoch, wie Mllich fcstgestcllt wmdr, niemand erschienen ist. ■ Er-zeigte sich auch sehr erstaunt darüber, daß er'wegen lnüer Handlung verhaftet wurde. 'Die in seiner Wohnung vor- »enommene Hausdurchsuchung hatte ,n politischer Hrnstchr. -kein Ergebnis, förderte jedoch Bnefschasieu zutage,-, aus dencg hervor-- gcht, daß sich Ludolfs mit geschalllicheu .TrauZaktioneu .befaßt hat. Dke Rückkehr unserer Gefangenen aus Aldnnierr. Der italienische - Gesandte Matchese T o r r e t t a hat dem Staatskanzler die Miiteiluug zukoumren lasten, daß die italienische RegittMg die notwendigen Maßregeln getroffen hat, um die iu MbaUien internierten deutschösterreichischen Gefangenen, deren Zahl-sich auf' ungefähr -5000 beläuft, nach-Italien zu transportieren-und hierauf helmzusenden. Der erste Teil dieser Gefangenen'ist schon'nach Bencdig abgegangen. Der Abtransport der Gefangenen wiid so schnell, als-es die zur Berfügung-ftehen-- de» TrauspottnutteL erlauben, fortgesetzt werden. ' Die Flecktyphus-Gefahr. Das Zentralbureau zur Bekärnpfung der Seuchen in Osteuropa mit . dem Sitze in Gens macht m einem Aufruf, auf die Ausdehnung der FlecktyvhrrS-Seuche in Osten aufrnerkfam .und verweist auf die Gefahr für Mitteleuropa. Das Bureau fordert dle Einleitung einer Abwehraktion seitens aller Staaten. Eine, solche Aktion wäre sicherlich begrüßenswert, weil sie die Sieger »nd Besiegten in einem Werk der Menschlichkeit vereinigen würde. Einen'besondere» Erfolg können wir aber, nicht erhoffen, solange der Kriegim OßM und die Not in Zentraleuropa Fortdauern. "''' * KutturdokLmeute. Herr Dr. Palll K a m m er er «sticht'mrs um BeröffentlichUntz folgender Notiz: n% rauerfe rer f ü r Cr nst H ae ck e l." .Der - Nachruf mrt Lichtbildern, den-'Unwersitätsdozent Dr. Paul K a m m e r e ran Ernst H a eckel hielt, fand' so großen Zuspruch, daß dre Lrauerlllndgebttng Dienstag den 7. d. M.> '/s8 Uhr, im großen Urastiä-Saalez u r Wied e r h o l u n g gelangt:" — Trauerkundgebungen werden wegen allgeineinen Beifalls und wegen der Beliedthett, deren sich Lichtbilder, Gestorbene oder Un-versitätsdozenten erfreuen, wiederboltund das Sterben wird zum Mürrhaltenden Gefellschaft-spirl. ' Die Rückkehr der KÄegSgefknsene« ans Jteuiea. Amtlich wird verlautbart: In der Zeit vom 14. bis ,Ist. "September 1919 sind 6200 dentschösterreichische Hemib br er WSiderltolientschen KrirgsgefqnMschast eiMetxosten, . , . " Die EknsMre»kz:nserr in die viartr Brirgerschulktwsfe.' Der' Mmemberat"'hatbeschlossen'.-dbß .:n 'jcdcin Wiener Bezirke je e-u: «'eile B»'f-.zerschtt!llnfse tiiv und le enic: solche' für Mädchen hviditet wird, u-eru ste't 'ür biete Klassen. eine genügende Zahl, von Schülern tuc-llet. .Der 'Unterricht an diesen neuen Bütgerichuiklafsen beginnt vbi'aussichtlich am 16. Oktober. Die Amntldnngrn sinden bis kim'chbeülich Sanrstag. den 11. Oktober jc-dcn BorMlitag von 8 bis 'iZ Ubi.' in den Ortsfchnlratskitnrleren statt» die in dein Bcziflsauiisgebärlde jedes Schulgeld ist kernes zu eutnchtm, * Hel'rLrsche Schulen' im II. '.Bezirk, Große Mohrengasie 18/8-2» rmd im XX. Bezirke. Denisgaffe 33/14. Die Einschreibungen in die hebräischen Schulen fih’ Kinder und Erwachsene, für ^Anfänger, mrd^lür FoUgesäinttene, insbesondere für solche, die Tülinnd, Tuach. Grammatik, hebräische Spiache und Literatur leinen wollen, werden^ täglich von 4 bis 6 Uhr abends mid Soumag von 11)'bis 12 Uhr vormittags entgegengenonimcn. Eine Gedächtnisfeier für Zola. Airs Paris wird geineldet: Wie die Blätter melden, haben sich zum ersten llttal fet Kriegsausbruch die F r e n n d e Z o l a s in M e e d e n bet seiner Witwe zur Erinnerung an seinen vor 17 Jahren erfolgten Tod versammelt. Unter den Anwesenden befand sich auch Oberst D r e y f n ß. Die Gedächtnisrede hielt im Garten des. Hauses vor Zolas Büste Henry Darb n s s^e. * Der Schutzbund dev Bukonrinaev teilt mit: Diejeuigtn Personen, welche sich benn Bu^ommaer Säiutzbuud zmi- HttMre-.se angrmeldet haben, werden in Kenntnis gesetzt, daß der Zug sim 15. d. M. abgeht und werden sämtliche Angemeldet-ni m ihrem Jltteresse eingeladeu zwecks Ue'oernahme der ,Pässe lDokumente) und weiterer Weisungen in 'der Kanzlei des Bukowinaer Schutzbundes sofort zu erscheinem Schließung de« Budapefter Tierärzlichen Hochschule. Aus B u d a p e st wird gemeldet: Das Ämisblati veröffentlicht eine Verordnung des Nestors der Trrrärztl i ch e n Hw ch s ch u l c, wonach die S ch l i e.ß u u g dieser Hochschule ängeorbner wird. Die Millisueugerviune zweie« Müller. Airs S a az wird berichtet: DaZ Wucherantt iN.Prag.bat gegen den Müller K r e r s l in Wiklelitz und den' Müller M u r ck e nb a ch in S.aaz bei der^ Staatsanwaltschaft, in Brüx die Strafanzeige , wegen Wucher und Preistreiberei erstattet, weil sie während des Krieges einen schwunghaften'Handel mit Mehl'betrieben und durch geforderte Wucherpreise sich-M i l l io' n e n erwarben haben. * Reue« Höchstpreis für Petroleum. Bei der dieSmonatigen Petroleumausgabe tritt der neue 1 Höchstpreis für Petroleum mit L 2.16 (nicht 2.60) in Kraft.. .* Sin Kredit für die Nnfallsrentcn. Für die Auszahlmrg der Zuschüsse an die Unfallsrentner der Gemeinde Wien bat der Stadtrat über Antrag des Stadtrates Speiser für das Verwaltuugsjahr 1919/20 einen Kredit von K 20.000.— bewilligt. * , . * Außerkrafttreten derfchwarzgedruckten Eiukauffcheine. Der Magistrat gibt bekamtt, daß die bisherigen amtlichen Einkausscheine und Nindflctsche nkaufscheme (beide mit Schwarzdruck) außer K r a f t g e t r e t c n sind und nunmehr die bereits ansgegeben Einkaufscheine mit Rotdruck und neuen R i n d s l e i s ch t in t a u.-f s cheine . m i t G r ündruck zur Berwendüng kommen. Die 'bisherigen amtlichen Einkaussche.ne müssen aber wegen des noch nicht erfolgten Zirckerbezuges für «September Qüt auibewahrt werden, weil der Septeuiber-Zucker nur auf die alten Scheine aüsgegeben wird und für verlorene alle Scheine in keinem Falle ein Ersatz geleistet werden kann. ■ * Palästiira-Esroslm. Die vom Wiener Palgsiinaamt direkt-aus Palästina bezogenen Esrogrm und Lulawim sind eingetroffen und gelangen im Lokale des Vereines, ^Iischuw Erez Israel*. H., Pratersiraßr S, 1. Stock, zum Verkaufe, Dieselben werden on detail und en gros an Interessenten abgegeben. Wiederverkäufer genießen Nabatt. Der Reinertrag wird zur Schaffung eines Reisefonds für arme. Palästma-Emtgrauten verwendet.' " . .. * Fälschungen des StempelaufdruckeS «ruf Banknsten, Vom nieder-österreichischen Landesrate wurden nachstehende z w e i F 8 l s ch u n g e n des Stenivelaufdruckes auf Banknoten im amtlichen Wege bekanntgeaeben: Auf Grmrd einer Mitteilung der Geschäftsleitung der Oesterreichischmngarischen Bank werden die hauptsächlichsten Merkmale einer als ..ziemlich gelungen" klassisizierttn Fälschung des deuifchösterteichischen Stempelaufdruckes bekauntgegeben: Die Herstellung des Skempelsalsisikates erfolgt durch Druck von Platten, welche ans reproduktionstechnischem Wege'erzeugt wurden. Die Ausfühnmg ist mangelhaft. Die mlillochierte Umrahmung zeigt gegenüber dem eckten Stempel Abweichungen m den Denuls. Die Buchstaben des Wories.D e u t s ch ö st e r r e i ch sind s ck l a n k e r und die Zwischenräumen größer. Die zweite Fälschung wird als „wenig gelungen" klassifiziert. Die Ausführung ist äußerst primitiv. Der Druck rst v e r s ch w o m m e n und die Farbe nicht intensiv rot, sondern b l ä ul ich. * Verschiebung der allgemeinen Wshnungsausnahme in Wien. Der für den,15. Oktober . in . Aussicht genommene Termin betreffend die allgemeine Wohnungsaufnähme in Wien hat eine Verschiebung erfahren. Der neue Termm ist noch nicht bestimmt. Man glaubt jedoch im städtischen Wohnnngsamte, es werde möglich serrr. die allgemeine Aufnahme der Wiener Wohnungen, die als Grundlage für einen Wiener WohnungSkataster geplant ist, innerhalb einiger Wochen sestzustellen. * Der Mörder' des sLchfischeu Kriegsministers verhaftet. Der ^Lokalan^iger" meldet aus- Dresden: Die Bodenbacher Grenzpolizei nahm Busse, den Mörder des sächsische» Kriegsmmisters Neuring. fest, als er die Fahrt von Bodenbach nach Prag autreteu wollte. Busse wurde den sächsischen Behörden übergeben. suchen- Sie -am.' erfolgreichsten im 'Wege des „Kleinen Anzeigers" der »Wiener Morgenzeitung"» bei Scfifcibmasdüaenrepafattifeo T«SI(ü{jSiom Np« 4073/3 >ntosr>urEra». 6i1 Werksltällr!! kllo?e!ift<n&c£iantk u. R»,S5He<ßi,straß«® WKW Der Marktbericht. Die Märt'rs boten gestern in arlgemeinen ein estväS sreunbiicher-es Bub. Gemüse gab es in vollkonuneir au.;- rercheitder Menge, dartruter auch viel. . Gärtnsrware guter Quack'ät-Die rei.hiichch Zufuhren auf den O 5 st.m n'rkteii Halle.r an, Wirtschast-säpfel von K. L.80 das Kstogrannn a-rrge'air-'.en trieb fe.lr schöne Hüdlirolec Tüfelli^ifel und.. Birrreir. gab. es iu großer. Auswahl. .Auch Weintranben, dns Mogtarnm -u St 14, ware-.r mehr als genügend vorhanden. ». Aus den Fis ch markten kamen gestern nach luvimtr-- langer. Pan'e wieder lebende Karpfen, - allerdings iu ganz . -gerin'geu Mengen, zum Preise von K. 18 für bas Kilo- .. gi-arirnt;ium -Eerkanse. Außerdem gao es geräucherre Klippfische unid Weißsifche' u>.rd Krebse. ' Geflügel war fast auf all.-u Märlten zu haben, doch waren die ztrr Verfügung stehenden Gorräle sehr gering. / - In der Großimarkth alle gab es außer de in geschlochi'eten Geflügel auch 130--.lebende..Gällfe'-zurrt.-'Glück- Priels von Ä. 90. Sonst bot gestern die iG'rotzmarkthall« fast gar nichts. . , Eier waren. auf allen Märkten zrc haben. Da aber die Ausgaben seltener und spärlicher, geworden sind, waren big Vorräte ans allen Märtrett balö'-Mch Beginn des Ver- Lauses vergriffen. MLLLettmrgerr der „Rohö". Wir brippen unseren Mitgliedern zur Kenntnis, daß uuine Abgabcstelle vo-.u ü. >n den IV. Bezirk, Hechlengafie 16, verlegt wurde: der IX , X., XU. Lezuk in die Zentrale, Vllk. Bezirk, Piaustengafsr 19, nrrd der XVIll. in den X!X, Bezirk. Biürotp- [traiic 24. — Zentralmakasin, Vll!,, Piarrstengaffs 19 Abgabe von r oten uub gelben Rüben, Franck-Kaffee, So-so-Kaffee-Etsritz, Wafckstärkr, Marmelade, Ban, - Neibtücher, Kattoffelwalzgurß urid (iinucb-'nliiict von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis^5 Uhr'. — Ma-Mui, Ntbelrmgengaffe 7: Abgabe von Haselnüfsen, Kartc'ssclwaiz!-!neß, Sardellcupasta, Senf, Masol und chin. Tre von 9 bis 12 Uhr und von 8 bis 0 Uhr. — U., IV., MU., XVll. Bezirk: Kleinigkeiten von 8 dts 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr.— XVUI. und XlX. Bezirk: Gcschlos,en. W. I. W. . . Don'nerstag' den 9: d. Wk. von 9 bis Vs12 Uhr Fletsch für die Rayonietien. ' KarLsfselabgaüe. Mittwoch bis Freitag werden im XII. und XVI. Bezuk V» Kilogramm K.trtoffeln pro Person zürn Preise tton K 1.80 pro Kilogramm gegen Abtrennung des Buchstabens 0 der Kartosselkarte aüsgegeben. Südslawische LeSensmitLsIaushilfe. Wien, I.^Ficktegaffe ln: Fleisch- und Fettabgabe Donnerstag den 9. Oltober für d'.e Nmnmeru 1 bis.800. Freitag den 10. Oktober 1i'ch.'801 bis 160). Vamstag pen 1 l.-Oktober jür 1601. bis 2100, Montag den 13. Ottobec für 2401 bis 3200, -Dienstag den 11. Oktober, für 320t bis 4000, Mittwoch den 15. Oktober für 4')01 Isis Schluß. Preis pro Pottton X 72.--. Menfr-Karten. Der, W i *"t s ck a s,t s v c r. b a n d . h e i nt g e I c h r t e r j ü d i s ch - g a l i z r s ch e r M ä h n-- r i tt t nt, Wren. teilt mit: Kollegen, die aus. M t n.s akarten der Llsl'.su. krerräeniro^ des I.H. A. reflektierLn, wollen sich nn Berdandslokalr Montag den 6. und Dienstag Len 7. d. Ak. Zwischen 10 und 11 Uhr vornnttags melden. " „Die Frau ohne Sch^LLen." (Zur bevorftehenden Urau','.:hrnng.)- Daß sich in wenigen Tagen die Olnfmarksmnkeil beS , ganzen Welt aus unser Opernhaus richte» wird, wo die, neue Hofmamisthal-Ltr-rmffsche Oper zum ersten Male erklingen soll, wolleir w.ir . als irostreiches Symbol deuten- - So sehr man sich bemüht, das ällgemeirw Jnleresse^ von uns abzulenken, d-en Wellverkehv ilüer neue (Leleise zu führen, weil (uns die alten berühren müßten, so wenig man uns von. Len dringendsten Lsbettsnotwetrdigsiilen zumrßt; es zeigt/ sich doch, daß man ups nicht entbehren kann. Der Künstler schasst weiter, auch wenn er auf schtnale Kost gesetzt ist. And die tiu'.stleriscki-potentielle Energie, die sich in unserem Musikleben gesammelt hat, wstrkt fort, .strahlt. Ot weiteste Kreise ans und bleibt Weltdosninante auch zur 'Züt der grötzien Verelendung unseres wirLschäftlichen Lebens'/ Das sollte uns Stolz und Zuversicht geben.' ES ist nicht alles' käuflich', was wir an Kunstfchätzcu besitzen, es kann nicht alles durch die erbrückendL Uebermacht des fremden Kapitals von uns ab gez ogen Werden. Die Liebe zur Stadt,' zu ihre» Bewohnern, zu der von irbevlieferter Kultur gesättigten Atmosphäre sind Jmponderabilieu, di: nicht auf den Markt geworfen werderrkönnen' und ihre geheinren Kräfte segens-- reich weiter sür uns. entwickeln. Auf sie müssen Wie Bellten, - wenn wir sür unser Krtnstleben in der Zukunft ettvas erhoffen ivollen. Auf. ihren Anteil wollen wir es auch setzen, .tlickrtr das wichtigste Werkder neuen Operultterakur — dafür «nutz es heute ohne Präjudiz genotnmeu wetten. — in Kürze bei uns zur Äufsührung gelangen kann. * Die Zauber-- und VerwandlungZoper, die mit der ,Araü' ohne Schatten^ neu belebt werden soll, hat ,ihre Wurzeln in der Wiener Vergangenheit.'Sie lebt unsterblich fort in. Mozarts „Zauberfläte", aus deren Ideenireis manche Aureguug das neue Werk befruchtet hat. Der Hofmanusthal sche Text zeigt gleich jenem 'Schikaneders das «Streben, ein btiptcv, märchenhaftes Geschehen zum Träger verborgener Weisheiteir zu machen. Währerrd aber der Textdichter Mozarts mit der Alltagsrouline. deS Theaterpraktikers schrieb, ist Hofmänns-- thals-Buch ins Literarische gewendet und kultiviert eins» Stil der Sprache und des dramatischen Aufbaues, der dem Werk auch ohne die Vertonung Gehalt und Wert verleiht. Die vielfältig verknüpfte Handlung ist nicht leicht zu einer klaren Folge von Geschehnissen aufzulö^s. Hax A«iser eines morgemändischeu Reiches gewinnt auf der Mgd. ein feenhaftes Wesen zum. Weib. Sie bleibt aus yahressrist fein Eigen, ohne doch ganz zum Menscheir -» ÄlssMk' Unkörperlich bleibt sie und ttnrft keinen Schatte^ Ä«§ Vchr durchdringt den Feenleib; würde sie Krperliches Wesen, dann genösse sie irdisches Muiterglück und bliebe apf ewig der Erda verbunden. Doch des Kaisers nnerfMllche Lw.be strebt