Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 258 (8.10.1919)
- Date
- 1919-10-08
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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, Seite 4 Men. ÄMwoch 8. Oktober ES 9Ir. 258 -—-:----—;—--—— --.—,—^—.——————.———,—,—........ >... > ...————. i...... Einschranknng der The«terbeLriebe bis 8 Nhr Kdeuds, des SLratzenbahnverLehrs Mv Gänze an Sonntagen rmd zum Teil a?r Mschentag^r. — ELnsteKung der Stromabgilbe fkr Kanzleien und Kabriken ab 4 Uhr nachmittags und für die Schulen zwischen 9 und 4 Uhr. — Gast- und Kaffeehaussperre um 8 Uhr abends. Verkürzung der BLLeuchtmrgsdauer in den PriMtwohnungeu auf zwei Lampen zn drei StnNden. ' > Tslegeamme. -? Frankreichs Import nach DsrrLschöftrrreich. Paris, 7. Oktober. iKvrr.-Bur.) Der „Inlransigeant" meldet:' Das amtliche Handelsbürtzalt teilt-mit, Haß Frankreich im August Waren im Werte von jlö Millioneir. Francs, wie. S a r d i n e n, Kak a o. Kondensmilch lttw. nach 0 e st e r r e \ ch aus- : geführt hat. - Eine ncrte Note der Entente au Deutschland. i. Paris, 7. Oktober. Der Oberste Nat bsaustMte, dem „Tempr" zufolge, Marschall Foch eine neue Note an Deutschland wegen Räünmng der baltischen Provinzen, auszuarbeiten, da die Antwort Deutschlands ungenügend fei. Morgen wird über die von Deutschland vorgeschlagene Uniersuchungskommission efn - Beschluß gesagt werden. Die Neuwahlen in Frankreich, i- Paris, 7. Oktober. (Korr.-Bur.) Die . Blätter . ^melden: Die Regierung hat der Kammer ein auf die neuen Wahlen bezügliches Gesetz oorgelegt, das die - Kammerwahlen auf dm 16. Novernber fesisetzt. f Die ütationaloerfammlung für die. Wahl des. Präsidenten der Republik wird am 2. Februar 1920. «ufammenrretm. Das neue Aagaru. Paris, 7. Oktober. lFuMuuch.) Der Fr:«denSve'.'trag'M ' U n g a r ii ist nii§ßcarbcitet imb wird vor Ablaut deS Monats - Oktober den ungarischen DcN'giecleir übergeben werden. Das - neue. Ungarn wird, auf der Landkarte die Form eines Vierrcks mit rund 400 beziebungSweiie 3b0 Kilvmrler seitenlange haben, «twa 140.000 O.nadrnlk'.loiueker uinraffru und eine Be'völielurtg von 10 M i l l i o n c rr haben. - Die korrfessivuelLe Hetze in Ungar«. r - Du-QAest» 7. Oktober. Als beute vormittags an her: Handelsakademie die Lorlesimgen beginnen rollten, ertlaitLN (?) ’ die djnftlidicu Hörer, daß sie mit den israelitischen Hörern uicht ' Mammenbleiben und die Lehrsäle verlassen wollen. Direktor - Szuppaii versuchte vergeblich, die Stndentm von -ihrer' Absicht adzubrmgeu. Dir christlichen Hörer verlangten, daß die Borlesungeir aus weitere 14 Tage,susvendiert werden. Direktor Szuppan hat dem Unrernchtsmiuisterimn über den Vorfall Be- Mt erstattet. (Bon 'einem sofortigen Einschreiten der Friedrichschen Aregrernng gegen diese,organisierte Lansbnberei der Monarchistenrunglinge wird aber nichts gemeldet. Die Red.) Strafverfahren gegen Michael Karolhi. . VerharrdLrrnge» über seine Auslieferung. ... v i Buda^reft, 7. Oktober. (Ung. Tcl.-Korr.-Bm.) Wie „B »d a- - e st i H i rlap" erfährt, har die SiaatSanwasifchaft' das Strawersahren gegen den Grafen Michael Karo l y x wegen Diebstahls, Beruntreunng mid treuloser Gebarung em^eleiter. Die Untersuchung ist bereits soweit sortgeschriltcn, daß demnächst per H aftbe f e h l erluffm weroen wird. Gleichzeitig werden,die p t r q a n b l u rt q c it mit der tsch echo-slowakrscherr Äepubkik wegenAuslieferung des Grafen Karolhi femflclcitet werden, da es sich um genieine und nicht um politische Verbrechen handelt. Wiederaufnahme des Eisenbahnbetriebes in England. London, 7. Oktober (Tcl.-Komp.) Heute wird der allgemeine Betrieb der Eisenbahnen wieder in voller Regelmäßigkeit aufgenommen. Der Führer der streikenden Eisenbahstprbeiter T h o m a s teilte mir, daß die Arbeiter mit dem ge" schaffenen Kompromiß einverstanden feien. Wilson arbeitsunfLhig. .... ArrrfterLam, 7. Oktober. (Korr.-Bur.) Die ^Times" erfahrt aus Washington: Obwohl mitgererlr worden ist. daß sich der Zustund Wilsons g c ft c cn.g c b e s i e r l. bah?,, fürchtet man, daß es noch lange dauern wird, ehe Wilson seine Arbeit wieder aufnehmen kann, und überlegt, ob es notwendig; sein, werde, den Vizepräsidenten zu beaujttägen, ay Wilsons Stelle zu irerem Des Volkes Liebling. rV Ludendorfs hat sich nach' dem verkrachten Krieg 'auf t'oM kaufmännische Gebiet wie die „Freiheit^ schreibt und dabei beachtensweiiM'Talente erwiesen. fZeine (,/KrregLerin.aerungLii", in denen-.er auch mit seinen Feinden von gestern abrechnen will, haben ihm, nachdem er für .tüchtige Reklame gesorgt hat und düs Verlagsrecht für fremde iSprachen um hohen Preis verkauft hat, wie man üusrechnet, das ganz nette Sümmlem von etwa 20 Millionen Mark abgeworfen. Liibendorsfs geschäftliche Praktiken haben in einem Teil der deutschen Presse die Kritik herausgesordert, hiS endlich der „Vorwärts" zu berichten wußte. Luden-' dvrff widme die 20 Millionen, für Kriegskrüppel. Aber sbald müßte der „Vorwärts" widerrufen. Ludendorff gibt nichts. Dir „Deutsche Tageszeitung, die eS ja wissen muß, hat bald fcstgestellt, daß die Nachricht jeder Grundlage entbehrt. Herr Ludendorfs hat genug hergegeben. Wer es reicht glaubt, der kann es in seinen „Kriegserinnerungen" selbst lesen. Er hat — seinen Namen hergegeben und die Ludenhorff-LegLude brachte über 1.50. Millionen Mark! Nnn ist Herr Ludendorfs gekränkt, daß die Spende in der Revolu- (jion den Namen „Volksspende" erhielt, die doch um seines Namens willen, so viel erbracht hat. Es hätte nur noch' gefehlt, daß Herr 'Ludendorff für die Hergabe seines Namens eine prozentuelle Beteiligung gefordert hätte. Den Krieg hat er zwar verloren, aber am Kriege verdient er recht wacker^ Änd das deutsche Volk sieht ruhig zu, wie seine Verderbe« Hücher schreiben und sich in die vefsentlichkeit drängen und für daS natioualisttschs Deutschland bleiben sie Helden nach -vie vor. Wenn die Helden der heutigen Germanen Herr« ^Ludendorff' gleichen, so wird es nicht schwer fallen, dem letzten fildrsrhen Schieber den Vorzug zu geben. , Die Kohlennot ist rufs höchste gestrigen, wir haben den Höhepunkt „de r. Krise erreicht. Neue Einschränkungen, schön m den nächsten Stünden durch-- geführt, würden der Bevölkerung auferlegt, von rn§ öfsLNtliche und private Leben so tief - einschneidender Natur, daß es-fast wie ein Wunder erscheinen tnuß>. wenn wir noch) imstande sind, dieses Jammerleben fortzuleben. ■ . .. Diese Einschränkungen sind die unaufschiebbare Folge der andauernd schlechten Kohlenzüfuhren nach Wien, sie stellen zugleich eine Maßregel dar. welche die Bevölkerung im Winter vor der höchsten Not, vielleicht vor dem Zusammenbruch retten soll. Wiederholt' haben wir scharr auf die Ursachen der unbedeutenden Mhleneittläufe hingewiesen, welche außer in Trans- , portschwierigieiten zum nicht geringer: Teil auch in politischen Gründen ihre Ursache ljaben, die Deutsch-- : Österreich aus seiner unzulänglichen. Kraft heute nicht beseitigen kann. Die bevorstehenden neuerlichen Ein-., schränkungen sind von der ßoinmunalen Kohlen- Kommission ausgearbeitet und dem Staatsamt für Arbeiten zur Beschlußfassung vorg-elcgt worden. Das Staatsamt hat gestevn den ganzen Tag hindurch liarüber beraten. Es Handel: sich in erster Linie um die gmrzliche EtnfLrllung der Kmobetri:-e, ein Vorschlag, welcher lausende' Eristenzen plötzlich brotlos machen würde und deshalb gewiß einer sehr reiflichen Erwägung unterzögen werden muß. Der zweite. Vorschlag geht dahin, den Theatcroetrreb bis 8 Uhr abspds einzufchränken, eins Maßnahme, die, so drückend sic 'auch sein mag, bereits in Kraft gewesen ist und) wenn sie, was zu erwarten ist, nach einer gewissen Zeit wieder aufgehoben wird, nicht von so tief einschneidender Wirkung auf das Leben der Bevöl^rüng sein wird. Biel empsindlicher wird, wie dis. letzte Erfahrung gelehrt hat, die gängliche Einstellung des StraHLnöahnvrrLshrs 'uTöttntagen und zum Teil auch an Wochentagen, mög-.- licherweise gänzlich auck) am Samstag Nachmittag, und die - ' Einstellung d.'p StromaLgabe für Äauzleieu und Fabriken ab 4 Uh c nachmittags und für die Schulen zwischen 9 und 4 Uhr. Es droht uns also wieder eine ÄerkehrsmisLre, welche kaunr überstanden ist und uns noch in allen Gliedern steckt. Daß die Gast- «nÄ Kaff^hanssprrre und wne der DergnügungSlokale wieder' avf 8 Uhr abends - rückverlegt werden soll, wird für hunderttausend Einzelpexsonerl neuerlich eine Katastrophe bedeuten, die ja leider nur eine Fortsetzung in der KatastrophensLrie ist. . Ebenfalls von tief cinschireidender Wirkung wird für die Haushaltungen eine Tagesbericht. Die Ostjrtdenfrage. Die Regirieimgskurst unserer Sozialdemokraten zeigt sich m immex besseren Lichte. Die Valuta nähert sich dem Nullpunkt, Lsbensmittelkredite sind im Ausland nicht zn beschaffen, die Ernährung Wiens bietet beständig neue Schwierigkeiten und die Wohnungsnot will nicht weichen. Da hat sich der Larldeshauptmaun. Herr Scver zu seinem Befehl entschlossen: Kann der gordische Knoten nicht gelöst werden, fo zerhaut nran ibn. Die ostjüdischen Flüchtlinge müssen hinausl Wie das in kurzen Tagen zu bewerkstelligen ist, wie die technischen Neisemöglichkeiten zu beschaffen seien, wie den Leuten die Mitnahme ihrer -Habe zu ermöglichen wäre Und schließlich wohin man sie schicken soll — das ficht den ' neuen Alexander aus der Herrengasse wenig an. Die jüdischen Flüchtlinge belasten Wien, sie sind ein Erbe, beileibe nicht das einzige, der unseligen Kriegswirtschaft, toelche dieses Land und diese Stadt ruiniert hat. Aber während man tit allen anderru viel. drängenderen Fragen ratlos und ohne Initiative untätig zuschout, ist man betreffs der Ostjudeu übereifrig und tut so, als wäre^ mit der Austreibung dei^- Flüchtlinge Wien-, und Deutschöfterreich gerettet. Und da sich nun die Realisierung des Severscheu Erlasses, was jedes Kind voraus scheu mußte,^ praktisch als unmöglich erweist, zetern jene, welche der Reaktion das Stichwort gegebeir - haben, iibei: die erstarkende Reaktion der vereinigten Wiener Änttsemiten, die sich in lärmenden Kundgebungen nicht genugtun können und hinter der Wiener Östjudenfrage ihr politisches Süpple'n kochen^ möchten. Die r-;iMC)itrdif’i AuSllüqe des Wiener ^^.-^cuiokratischen Organs in8 Antisemitische sind seit zu langer Zeit bekannt, um noch zu überraschen. Mit wirllichem Befremden jedoch liest man im gestrigen „Morgen" die Aufforderung an die Nvgierung, die Äalizianer, die ja bereits »Palm" geworden sind und nicht mehr zum Staate gehören, endlich anszuwetsen und sich durch die sonntägige Demonstration an die Durchführung der von ihr „angeregtes Maßnahmen; erinnern zu lassen. Die „Wiener Sttmmen" avplaudierer, schon. Aber glaubt der „Morgen" wirllich, baß die Wiener > Not» urit .ld-x LtchrnaMveismiL ibr. Elche fänden?. HM tt Ve«MrzM»8 d»r Bel-önchtungSdoller in den DrfvgLs tpHnuilge» auf zwei 'Lampen ,yuje drei Stunden }eh:i' Bisherwai^ bie BllemhiungsdEL zu fr 4H» Stunde« gestatchü-'^ " > . - - , .. -.fr. -' Das sind in großen Zügen bis Einschränkungru, . welche', null ^iü Kraft treten sollen-^ Me lange *sie aus-- > . reicht bleiben, das wirdvoir .einer, rlaglnsen.- Kohlen-.' . lieferunE ckbhängen, welcha man endlich doch , zst er- - wirkest -hofft. Ob aber -djefe .Hoffnung nicht', zu. überitrisM"'ist'/'das wirb sich schon in allernächsiec .Zeit , zeigen stnüssen.' - . Heute abends reisen unsere Kohlenmüerhkinble» neuerlich nach Prag. - ' > ' -< ,,Die Entente und die Ashtevfvaz-e. X. Dje Entente soll endlich gewillt-sein, die Kohles" Versorgung, der mitteleuropäischen Staaten rapik.ildurch- Ausührchr» Zu-biesem-Zwe^e soll-die in te u,urt Hp.it <iXe K o h len lb,nt m i s s w JtA in A!ährisch-O)st^u ist eine SuKL«tüm>issiioy bet . ü«p»aratron skom- . - nt.i s s,ivn umgewaiidelt werben. Dies« Kommission.wird mir B-H.fte.h lsge W alt ausgestattet und .dieweit- . .' gch.".chsichr Vollniaa-^n.erhalten. -ihren Obli-rgenherteu wrrb es gehören, die. -im F:Hdensvertra<; enthaltenen Bestimmungen, wonachunS-ibie!Tsch"ccho--Slowakei und Polen mit. Kohlen ^liefern 'Müssest, zur Durchführung zu bringen. . ' ' . '''. SDstvcrstänblich wird ' sie auch die J a g g o ttr; f rage, lösen müssen, die in der Frage der Zufüh^ ein«: tzpoße 'Rolle. spielt.. Die, Kvhlenkammission ivuch-..H daher^ nicht nur über die in..Polen und in der TschechH SlöwLkei zutage geförderte.Kohle,-sondern auch über das in den .Nationalstaaten Vorhände ne. Löagg c n-n .i reri äl die ', Verfügung haben. -- . ■ .- ... .. < ' ch - ' Die 'Genossenschaft der Kaffeesieder ' nahm vorgestern-sin''einer von Delegierten der SchankgewerbeveÄmigungen Lesuchben erweiterten Sitzung der VorstehunL Stellung zu den infolge der Mhlkn'not. angee 'kündigten Einschränkungen des Kaffer- und Gasthausbetriebes.'- Deno sseirschaftsviorsteher .Vorsitzsnder Egkh<P. brachle 'zur Kenntnis, idaß.er angesichts der. BerschärsimH/ ' dep Zohlenkrise an - den SÜLärssekretär^DH -Zardik. ieLgraphiM Ersuchen ./gerHW' - Me/si'daß ‘M d?r " Diff ere,ilzieuung der.iLperrftüllde iM'.GMsi und Schankgewerbe nsich^L-gerüttelt Werda. '-Vor ivenfgen Tagen noch-gewährts man den Gastwirten und.Kraf-f^ - sicherü' -eine' Begünstigung- -die sie schwer-rn Herzens zu kostspieligen Jnveftiti-onen veranlaßt hat.^ Kannr haben sire-^die drückenden Opfer gebracht, soll cip: M« Verorhimng kommen, die ihre ohnehin arg gefährdete Existenz gänzlich vernichtet. ...? \ , ' . ' ' : '.M: .der., Frage.- der. .'Sperre -. sei' auch . dH B^'.i völkerung-' ürHressiert,' an' die man mit einem Appelfftherantrokenmüsse, um 'Gäft- und Schankbetriebe geg^n.. nutzlose Sekkaturen in Schutz zu.nehmen. Die 8 NhH Sperre- Würde nur eine BevorgUgung der Spielhöllcht, n.nd'geheimen Bergnüguugsst-atten irnd den..Ritn-.-d'?tz. äast- und i Schankgewerbes bedeuten. .; der „Morgen", der mit seinem großartigen Birketi voll Demokratie, - Völkerversöhnung und ähnlichen schönen Dingen ' debütierte, für demokratisch/menschlich , und pokiusch, heimatlose Menschen vor die Türe zu sichen, bevor - - man weiß, ob sich ihnen eins andere öffnet und. das Mjß- - : tränen des Westen?, den dir Schicksale der Ostiuden keines- - wegs gleichgültig lassen, gegen Dentschösterreich--zu ver- > stärken-?' Die Ironie des Zufalls fügt e«, daß wir dein „Morgen" , die — „Neue Freie Presse"- entgegen Hallen . können, welche ,- die politische Seite der Angelegenheit erkannt hat stnd pra?« tisch,'tvie sia nun einmal ist,-für die Zukunft unserer Jndststrie in' den östlichen Absatzgebieten besorgt ist, wo wir n'-.ch' keinem Freunde zu machen verstehen» während es Basiour - nicht, verschmäht habe, die Ostjuden politisch für England zu gewinnen. Dämmert, der „Neuen Freien Presse" dir Wichtigkeit des jüdischen Problems? Wir glauben es .nicht, aber-die zitie'rte Aeußerung zeigt doch von einem leistu Verständnis, das wir beim „Morgen" mit seinro ganzen '' „europäischen"- Einstellung vermissen. Der Münchener SpartakiftenfLhrer Leviev In Wien verhaftet. Vorgestern wmde'in'Wien drr seit tangerer Zeit von hx ' bayrischen Aegiernng steckbrieflich verfolgte Spattakmttiführei: Dr. Miix 8 e v i e« von der Polizei festgmommen. Seine Ergreisimg erfolgte m den AbendsiMden in der N u ß d o r f e r - st r a ß e-durch zwei Ä g e n t-e u d e r W i e n e r P o l i z r i. die seine' Spur seil längerer- Zeit verfolgt hatleni Dr. 8 e Vien lnstetrte, als er ongehaltm wurde, k e i n r n W i d e r st a n d, erklärte jedoch, daß ein I r r t u m vorliegen müsse. Er folgte willig den beiden Agenten in die P o l i z e i d i r e k t i o m Auchdort'versuchte er anfangs zn l e» g n e n, gab diese Taktil aber schließlich auf. Dr. Levien wird vom Standgericht in M ii n ch e n auch wegen deö Verbrechens deö H o ch v erra ts verfolgt. Auf seine Ergreifung stnd 8V.00Y Mark auSgrsetzt. ' Dr.' Levim war nach dem Münchner Umsturz gleichzeitig mit T o l l e r aus der Strafanstalt Lichte««« mtfpnmgeo und würde seitdem verfolgt. Er wohnte vMugemeldei im cc,,3käfct. }'L