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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-07 · Heft 257 (7.10.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 257 (7.10.1919)
Date
1919-10-07
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Wien, Dienstag 7. Oktober 1919 Seite 2 Der Zionismus. Von Adolf Böhm. Achad Haam.*) m. ' - (Schluß.) , Dir Bedeutung Achad Haams erstreckt sich. tficht nur darauf» k>aß er eine neue mtfc geistvolle Theorie des Zionismus schuf, ein Erzieher zu einem vertieften Nationalismus, ein Vorkämpfer für die Kulturarbeit und ein jüdischer Geschichtsphilosoph ersten Ranges ist, sondern er ist ebenso groß als Sprachschopfer. Schon sein erster Aufsatz erregte nicht nur wegen seiner kririschm Schärfe, Originalität der Gedanken uftb durchgängige Neuheit der Pro« blemstellung Aussehen, sondern ebenso wegen seiner Sprache und seines Stils. Wohl hatte es vor ihm schon eine« neuen wissenschaftlichen Stil _ des Hebräischen gegeben, vor allem chei Smolensky. Doch dieser war eine Dichttrnütur und sein Stilbrillierte in allen Farben. Erst Achad Haam schuf einen Stil von durchsichtiger Klarheit, Knappheit der Diktion und Treffsicherheit des Ausdrucks, wie wir ihn nur bei den besten europäischen Denkern, an denen er geschult war, finden. SÄn« sprachschöpferische Kraft ist erstaunlich. Gr meistert das attfßc* häufte Sprachgut und sonnt sich ein Hebräisch von einheitlnhe^ ^Prägung. Wort, Stil und Ausbau erscheinen' bei ihm in gleicher Weise, als Ausdruck innerer Notwendigkeit. Hier ist nicht jene' Weitschweifigkeit, der Mangel an Prägnanz, die wir bei so vielen neueren hebräischen Schriftstellern 'finden. Form und Inhalt harmonieren, die Architektonik dt- Aufbaues ist meisterhaft. Achad Haarn hat sich seine eigene Sprache. schaffen muffen und ist dadurch zu einem Lehret Und Führer Ms dem Gebiet deSsprachlichen AutMuckeS für theoretische und wirtschaftliche Arbeiten für die nachfolgende Generation geworden. , Viel weniger hat sein geschichtsphilvsophWee SLMpMkt, ider sich einseitig ans die englischen Evolutionisten und die ftanzösischen Psychologen deS letzten Drittels deS 16. Jahrhunderts stützt, Schule machen können. Seinem EvolutiöniSmuS, nach dem sich alles nur langsam und schrittweise umändern soll, wie im Organischen so im Psychologischen, ist die blitzartige ^Erleuchtung, die eine innere UMktzhr vernrsachk, wir wir sie aus der Geschichte der Aslker Md der Individuen kennen und vie das Charakteristische der Wirkung H e r z l ö auf die Juden war, fremd. Für Achad Haam ist zwar das Besiehe« von inneren Kontrasten etwas Gegebenes, doch spricht ee immer nur vom Kamps der Gegensätze, nie von plötzlicher« Umschlagen, von einer murren oder äußeren Revolution. Diese HttüUSarbeitung und GegenNttstellung von Gegensätzen ist. Übrigens eines der charakteristischen Merkmale von Achad HüöüiS Drnkmechode, die sehr stark an die Hegelschr erinnert. Ueberall ficht er die kämpfenden Prinzipien L« scharfem Gegenüber: Das Positive und das Negative, das Innere . und Aeutzere «sw. und diese Kategorien führen, ähnlich wie bei Hegel, die Ideen, ein Eigenleben, bewegen sich selbst, so 1)aß Salomo« Schiller einmal sagte, die Psychologie Achad HaaMS ist eine „Dialektik der Gefühle". Dir Abstraktion des psychischen Inhalts, eine gänzliche Losgelosthert von irgend welche« materielle» Bedingungen, ökonomischen, politischen, soziale», ist der schwächste ,Punkts in Achad Haarps Methode, Dari« ist er ganz und gar der spintmerende Jude-dem Geist, Geistigkeit, gelsttger Inhalt usw» ein für sich SMdrs bebrütet, so großartig auch innechalb der Betrachtung her seelischen Entwicklung fein psychologischer Scharfblick' U Bei solcher Anschauungsweise ist eS natürirch» daß ex eine« »Geist deS Judentums"., als etwa-. durchaus Kontinuierliches und Bestimmbares ansieht. (Darin dürfte er übrigens von dem Philosophen Nachman Kcochmal [1785-1S4Q], beemslußt worden der, als Schüler Hegels, zuerst von einem „Geist" des JudeckumS sitz Wen Wesen sprach rach VW auch -: die Religion nub ritte ErschetMgsfvkW dieses Geists war.) So ' sehr Achad Haam auch immer Monh ' düst nur ein lebrridigeS ^Volksleben diesen'.Geist erzeugen und erneuern kann und einsieht,, daß zu der Erneuerung der Bolkskultar eine „große Md grordmtr AUsirbluM" in Palästinanötig ist, ssMeM tt böch> dastein altes Bott mit großem Kulturbtsitz, wie dir Juden, imstande sei, seine Kultur durch Lehranstalten, AterStur, Zeitschriften usw. aller Art zu erneuern, «och bevor dieser Unterbau ist seiner ganzen Breite tzeschWen würbe. Achad Haams Theorien haben ihm nicht nur die Gegnerschuft der poMchen Mmste« gedtticht/ von der «och öfters zu sprechen sein wird. Auch ein Kreis junger hebräischer Schriftsteller hat es abgelehnt, sich ans irgendeine« jüdische« „Geist" tinzitschrvörM, sonder« hat erklärt» daß batz »Judentum" «ttt das fein wird, was daS freie jüdische Lebe« in Palästina zutage bringen wird. Der berühmte Schriftstelltt M. I. B e r d y c z e w S k y (Micha bm Gorion) hat schon bei Gründung deS »Haschiloach" (1896) dagegen protestiert, baß Achad Haam daS „Jüdische" und baS »allgemein Menschliche" trenn,» will, für welche Anschauungsweise Gordon einst daS berühmte Wo« r »Sei Jude drinnen, Mensch draußen" geprägt hat. Berdhezewsky sieht in dem Sieg der Geistigkeit im Verlauf der jüdischen Diasporageschichte bas Resultat einer Verkümmerung dt- LebenstrirbrS, der sich, solange er natürlich ist, allseitig zu entfalten strebt. Wenn Achad Haam mitunter als Wesen der jüdische« Religion daS Postulat absoluter Gerechtigkeit erklärt, so könnte eS die jüdische Politik dennoch einmal erfordern, mit solcher ethisch» Forderung zu kollidiere«. Die Vergeistigung ist quasi ei« Sündenfall der Juden, die baS Ghetto, die Absperrung, gewollt haben. DaS Resultat war, daß lebendige Menschen,' die ganze Menschen sein wollte», btt Olssnung deS Ghettos dorthin gingen, wo sie eise BolkSkultur sahen r zu de» anderen Völkern. Rur eine völlige Wandlung unseres Lebens r baß wir ein Volk mit all seinen natürlichen Bedingungen und EntwickluttgLMögllchkeitm werden, kann uns frommen. Ähnlich argumentiert rin Jfttiö von Schriftstellern» die in Palästina leben, an ihrer Spitze I. Ch. Brenner» Auch er lehnt es ab, feste '*) Siehe »Wiener Morgenzeituua", Nr. 8S, 207, 215.^ Nr. 257 i rfMhmitioiiiiMH I« i Auf seiner Rückreise von Paris nach Prag hat Ministen des Aeußern Dr. Mne sch Ln Zürich trotz der äußerst kNüpp Lemssstzuett Mt, die dem Minister zur Verfügung stand ~~ bskanntkich hält der Diplvmatenzug in Zürich nur achtMinuten — den Heeüusgedsv der „JMschen Prstzzenteuls Züvtch" zu einer Unterredung empfangen, in der er sich Mer die Stellung der tschech o-slowakischen RegivkuM ' zur Judenfrage außeriL. Der Minister wies unter anderem auf die verschiedenen freundlichen Erklärungen des Präsidenten M a s a rh k und deS MittisterptäskLentLN Tusar hin und erinnerts an die von ihm wiederholt zum Ausdruck gebrachte günstige Stellungnahme zu den nationale« Be strebirirgeit der Juden und zur ganzen Behandlung der Judenfrage,. An ' warme« Worten Mb in sehr MzÜch gehaltenem Tone führte Exzellenz Dr. Benesch aüs: „Es ist ja weiteren Kreisen bekannt urck) das Komitee der jüdischen Delegationen an der Friedenskonferenz' in PärlS weiß zur Genüge, Latz ich die zionistischen Ideen schätze und der mtivnaljüdischen. Bewegung , sehr frsn redlich gegenUh.er'stehe. Dieser meiner lieberzeugung Habs ich wiederholt deutlich Ausörnck-verliehen. Erst kürzlich HM ich diese Ansicht in einem Brief an Dr. Ludwig Singer, den Präsidenten 'des' Jüdischen Nationalrates für die Tfchecho-GloMkei, ntödergelegt. Die hin und wieder gehegte Befürchtimg, die Juden der tschecho-slowakischen Republik würben auch nur irgendwie den anderen Bürgern gegenüber zurückgesetzt werden, ist irrig. Die tschechs-slownkische Negierung wird ' mit alten Mitteln bestrebt sein, etwaige Mißverständnisse zu boseLtigen." ExzMnz Dr. Benesch schloß mit den Morte«: „Ich kehre jetzt nach P.ag zurück mb schon bi^ allernächste Zukunft wich zeigen, wie gerecht wir die Oe- Handlung der Jude« durchführen 'werden. Ich mit aller Kraft darüber zu Wachen, daß älle ft tfchßchö^ flowakischen Staatsbürgern ein« gerechte Behandlung: zuteli. wird." Die'Worte Minister Benesch', die auch dem Geiste seiner Prager Parlamentsrede e^ksprechiitt, lassen Hoffen, baß die rfchechtsche Regberuirg^nun doch endlich alles daran setzen wird, um ihre Anschauung über Gerechtigkeit gegenüber alle n Staatsbürgern auch Lei ihren untergeordneten Organen burchzusehen. nsbesondere ist da? angesichts, der Verhältnisse in der Slowakei, wo der Vohkott weiter geführt wird, und in einzelnen Orte« richtige Pogwmfurcht besteht, energisch zu fordern. Auch die tschechische Presse muß sich endlich eineSchrMwestr angewöhnen, dis eines Kulturvolkes würdig. M. In den . Vertrag über den Minoritatenschutz/ mit der T^checho-Slowaküi sind dis speziellen ,^udeNpUttktL" nicht ausgenommen worden. Nach den Mrsichermrgen Benesch' ist jedoch zu/erwarten, daß die Negierung baZ in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen Und lieft Aulen den ihnen zukommenden Schutz wirb. zuieil werben lassen. Benesch hat in seiner Parlamentsr^e ausdrücklich anerkannt, daß der MinocitäteNsckM W auch auf die jüdische Ration bezieht., Der Kampf um den Völkerbund. Aus Washington wich gemeldet: Usnaösv Kitchook hat jetzt die altgemeine Führung der Verteidigung des Vö'cksMndplLMs übernommen. Während die Befürworter überzeugt sind, baß sie das Abkommen nicht ohne jede« Vorbehalt bnrchzuörmgen imstande sein werden, versuchen sie dennoch nüt allen Mitteln, die Aenderungsanträgtz zu beseitigen. Taft hat zu diesem Zwecks mehrere Besprechungen mit MaeGumber gehabt. Senator Jshustons erkäete, baß der Schwerpunkt der-amerikanischen auswärtigen Politik künftig nicht mehr in Washington, fföndern in Genf liegen würde, ivährend Gsnator Reed behauptet, dH der Völkerbund, anstatt die Gefahr «euer Kriegs zu verkleinern, sie herüeifülMn.würde. Der Gkkretär der republikanischen Gruppe erklärte, daß die Verhandlungen und die Abstimmung vor dem 1. ^November beendet sein werde.. In der „Ebenittgpost" sagt dsrBertrauettsjüurnalist Wilsons, Lawrence, die Gefahr,d daß der Senat dennoch Aenderungsanträge anuehmen würde, fei nicht völlig beseitigt. Die Ablehnung der Anträge Falls sei wt« Beweis, baß es mit den, andsren ebenso gehen werde. „Sun" schreibt, baß Präsident Wilson svgleichnach! Ratifizierung das Vertrages durch' Irgendeine dritte, Macht die Völkerbundversammlung einbe" rufen wird. Diese Versammlung werde jedoch unabhängig sein von jener, die seinerzeit in Washington stattfinben werde, wenn die Bereinigten Staaten vatifiztert haben würden. Die Völkerbund Versammlung müsse zusammeutvöten, da her Völkerbund unter anderem:fünfzehn Lage nach der.Ratifizierung durch eine dritte Macht die Ver»valtung de- Saargebietes übernehme« müsse. . „New Aorl Herald" berichtet aus Paris, daß dis Mitglieder, dev ArledenKkönfsrenz über die Kraalheit WitfonS überaus S e st ft r z t feien. Keine andere Persönlichkeit hübe genug Selbstvertrauen, um an Stelle Wilsonsden Mlbs.rbundgedanken zu einem gedeihlichen Ende, zu führen. Für W i t so« k ö n n e e S ke i n e n Stellvertreter gebe«. Lansing oder Hause kämen nicht in. Betracht, da sie in dielen Einzelheiten nicht mit Wilson übvreinstimylten. Der Vizepräsident sei viel zu wenig in den Werdegang etngeweiht, um eimn bestimmenden Einfluß auöüben zu könne«. Gebote zu Übemkhmen, wenn sie seinem innersten Geist wider- . sprechen." Wir sind lebendize jüdckche Menschen. «eit« nichts". So erfährt ^-jJndivlWliSmus,/ daS Recht'der.freien PrriLvlichkeit,- das von den Äuschauunacn Achad Haams ebenso bedroht.ist, wie vorher von den Ansprüchen, der Ghettos und der . Orthodoxie feine Skättt im nmr« Judentum und er muß nicht Mehr, wie bisher, aus dem JMntum hmüusfiihren. ' I»' ähnlicher Weis« haben die jungen hebräischen Schriftstiller Stellung genommen gegen die Act. und Weis«, wre Achad Haam die getsttgen GrscheWNgk«, vor allem das Judentum und daS Christentum, in eine feste Formel zu prelle« versucht. Auch hitr erhebt sich di» freie, unabhängige Denkungsart gegen die BesormnndUng tm jungjiibtscheu Lager selbst. Einen weiter«« ge» wichtigen Einwand hat in jüngster Zeit Dr. Jakob Kl.atzkiÜ gegen den.Achgd HaamtömuS erhoben. Wenn vow Geist deS JudrntumS Mröch'en wlrd, so ist düs!m Grunde dasstlbk, woS 'dik Prediger der Mifston" getan haben, die auch die Ethik» die Gerechtitzkett usw» als die Idee deS JudentunrS ertlärt hüben. Ideen sind IrauSportlähig, Übertragbar, und sie können auf die Dauer Nicht «ational-konsirhierend wirke«. Allerdings beachtet Klatzkm dsbri auch» daß bei Achad Haam der ,G«st des Judentums" etue spezistsche Vrtwurzelung hat Md nicht in ab« stkakten Ideen besteht. Die jüdischnational« Bewegung lleugnet allerdings nicht die geistige Sonberart deS JudealumS. Dach ist diese kein nationales Kriterium, sondern ei» «atiönalee Wert. Nm objektw« Momente, wie Land und Sprache, können nationale Arittrien Hilden. Gl« »Inhalt" kann nie ein nationales Dtsteeenzierungsmommt sein, nur die Form vermag es. Achad Haam ist infolge der Art seines Denkens durchaus Aristokest. Nur wenige AuSgewShtte find im Besitze der Wahrheit. Düse Berufenen haben das Volk zu belehr»» — daher such seine OrdenSgründung. Jede laute Propaganda, jede formale Demokat!» ist ihm zuwider» Auch aus diesem Grunde «Ate er manche Anscchtung ersahren. Je größer aber der Raum wurde, .den di« kulturelle Arbeit deS Zionismus »innshm, je mehr deren Bebeulung erkannt wurde, desto Mker trat Achad HaamS Persönlichkeit in den Bvrdergmnd und 'desto mehr wurde seine Bedeutung für die Nationale R<«a>llanee erkünnt und gewürditzt. Semem . Wirken ist es nicht zuletzt zu denken» daß jrnrs Postulat in der Bewegung «rtüllt wmdv das er ttir dm jüdischen Nnt>onaliStNttS in seinem Programm tstr den Bund Mosche" ausgestellt hat; Ihn zu einem ethische »Ideal zu eghebe». Inland. Ans dem Abgeordnetenhatt». In beu nächsten Tagen werben die - Beratungen im Parlament, welche dte.Herbstsesston vorbereiten sollen, ausgenommen. Für heute werden die Parteiführer, dte an der Sitzung beS H a u V t a u S s ch »s s e S am Mittwoch teilnehmen, erwartet. Die Ehcistlichiozialen halten am Mittwoch ein« Besprechung ab, während die Großdetttschen ihre Klubberatüngen über die Regelung der staatssrnünzielle« Frag en unddieVerfassungSfrageam Donnerstag wieder sortsetzen. GroßeS Jnterelle wirb auch der Sitzung deS ErnährungauSschufieS. die slir den '11. d. M. einberufen wurde, entgegm* gebracht. In dieser Sitzung wird der Staatssekretär für B olksernährung über den gegenwärtige« Stand unserer Er- «ährtmgSlage sowie Über die Aussichten für die Zukunft berichte«' Ein.Dementi. Amtlich wird vnlautbart i Die MlUellunge» einiger Blätter Üb« den Gegenstand der jüngsten Unterredung zwffchm dem amerikanischen Äommiffär Mr. H a l st r a d und dem StaatSkauzür Dr. Renner beruhen auf einer Kombination. Darüber ist weder eine privat« noch eine amtleche Information prrlautbart worden. ___ . Dvmoastrativtt-steeik der steketmA-krscherr Gvaz» 8. Oktober. (Kdkr..Bur.) Die steiermärkische Letzen schüft» die heute über Beschluß der. Organikatio« in Grgz Und im!tanzen Lande einen k r ch S t ft g ig i n DemonstrartonSlreik zur Erreichung ihrer materiellen^ yorberMgen, dis in »er O l e i ch st e l l u n g der Lehrerschaft mit den Staat-- GMtrn Mein, deponnrn bat, yiett vormittags in den Annenkättn «me DemonstMiouSversamMluna ab. Nüch. der Versammluna zogen die Teunchm« vor das Landhaus. Elne Avordmigg begab sich zum tzsndeShauplmann Dr. R t n t e l t«, Jem der Whur Rr SedreMast, FaMchm H e r z, die t» der Betsamnljung aesaßte Entschlietzung üvermchre. wobei er sie Wünsche der Lehrrrschnfl eingetzetzv begründe!- und dte Abänderung d e S Beschlusses des LandeSrateö vom legte» SamStag forderte. Der Landeshauptmann erwiderte, daß der Lanbesrat auf hie nicht mehr erträgliche Belafrung Rücksicht nehmen muß, die sich aus weiteren Zuwendurigen für die übnge Bevölkötung rcmbm würde-

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