Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 255 (5.10.1919)
- Date
- 1919-10-05
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Wien. Sonntag 6. Oktober 1919 Seite L ~yr. Politische Rundschau. Die Argder und Palästina. . Hersea, '4. Oktober. Mnkspß, heK Exr.-Ksr.) iJn einer dem „Jewish Wchnftlo" MKHrhßn Mter- Setzung sprach Emir FgiM Ger M KechMMgen Beziehungen der Araber «ich her MtdM M Palästsns, Palästina müsse unbedingt -in BeftgfchteLl SyrlenK V«r-!>leiben; es vertrage nicht dt4 Mrichtung von Demarkationslinien und Grenzen. Was ein Gebiet angehe,!gehe auch das andere an. In den Augen der Araber sei Palästina eine Provinz, aber kein Staat. Das urabische Reich werde mindestens Syrien, Mesopotamien und. Palästina umfasse«. Als dem. Emir Vorgehalte« wurde,, daß sich das ganze Judentum auf die Erklärung Bälfours stütze, nach welcher sich Palästina zunächst prr Heimat der Inden uyh dann D«r.Hjge«eA jMschcN Reich entwickeln werde, sagtK Msnl, daß diese Bestrebungen sich Mt hxn Ansichten der Araber keineswegs vertrügen, Er müsse M hm Ivdss» KppsMren, daß sie — die genau so wj- Hs- UMer MMlM seien -- an dxr Errichtung eines gßmMsgMKn AtSgW Mitwirken. Später einmal, wenn MtfpxschM pjej Jr>deN in Palästina wcfWN, ZAMtS HKfO MO MM ÜMk- .Provinz des arabischen MjchO MM«- - (Zweifellos wachen sich die FM« u«h hie UMe-r tzur gemeinschaftlichen Arbeit zusarunlenfinhsn müsse«. -Die Abgrenzung der Komps^M« uech dir MtZrschtliche Regelung hängt Be? letzten EnhßS hzpKn Ä, in welchem Sinns zwischen England n«h Fpsnftrich, den beiden zunächst inter-ssierM. KrstzMÜchltz«, MUß Verständigung erzielt wich- Da NUN sowohl hitz Ärgher wie die Juden weichende hiMM Zusggßn erhalte« habenwich es die Aufgabe h-x Frtzhens^ufersnz sein. Zwischen den etwa widerstrejteM« FMxßsfett $itm Ausgleich zu -Wirken. Rch.) Minister Venesch Über die Juden. . Aus Prag wich gemeldet: Pas Prager Jüdische Preßbureau gibt den Wortlaut jener Stell? her Rch? des Ministers des Aeußer« wseher, i« Welcher er übep den Schutz der Fudtz« sprach- Hiernach sagte der Minister: „Indem ich hie Situationhier barlege, füge ich noch hinzu, daß die Frtehenshsnfexenz damit einverstanden war, daß die Aaufek Über he« Schutz der Juden in der tfchecho-slowgkifchenRepublik im Frichensvertrag nicht angeführt werde, obwohl Polen und Rumänien diese Klausel in dem Bertrag hahen. Auch in dieser Sache hat die Konferenz uns gegenüber volles Vertrauen kundgegßben und ich glsubp, daß in allen nationalen Frage« mnstr? Republik ln einer Weise Vorgehen «ruß, daß sie sich dieses Vertrauen der Großmächte und des Völkerbundes in allen die angeführten Nationen betreffenden Fragen verdient, Ich konstatiere, daß sowohl der Völkerbund als auch die Großmächte m uns das Vertrauen setzen, daß wir unseren Minoritäten in gleichem Maß« das geben, was eine kulturell reise Nation bedarf und worauf sie wirklich den Anspruch hat. Wir haben den Vertrag über die Minoritäten unterschrieben, und ich bin überzeugt, daß die tschecho-slowakische Republik das gegebene Wort in vollem Maße halten wird." (Deutschösterreich hat durch die Unterfertigung des Friedens Vertrages eb-nfalls sei« Wort verpfändet, weist aber trotzdem die Juden aus. Die Red.) Die Adriafrage. TiLtoni reist nach Paris. Berlin, 4. Oktober. (Korr.-Bur.) Das „BeMmr TagphlaLtz« meldet ans Pasel: Lit-M «erdq demnächst nach Paris xeifen. um eine endgWige Regelung der noch nicht geWstep Adrkgfxage im Wege eines AnSMchs 5U erzielen «nd MNMönltch noch v V k deg Wahlen den Streit um Fiume auf gütlichem Wege beiznlegen. Die baltischen Länder ver- »SUHLvLKss vfUi vV»ytlJgiJim!£**• <8ev\\n, 4. Oktober, (ftortfeut.) Dem »,Vorwärts" wird au« Dorpat üher Helsiug» fors gemeldet r Ans der Delegiertenkonferenz GftlaudS, LtztLlgnds nnd Kitaneno würde befchloffen, Vertreter zur Hi nleitung von Friedensvsrhgudlungen mit den Bolschewiken zu bestimmen, die in der «Schstsn geit mit den hoMewikifche» Vertretern zusammentveffon AMdrm MonopaMerung dev vnmä- Nische« LebensmiLtetausfühv. Belgrad» 4. Oktober, Mdslaiv. Preßbux.) Rach Bnkarester Meldungen wird Rnmanien heuer über 199.000 Waggon sLebens» mittel ausführen können. Pariser Blattern znfolge wird Rumänien dieLebensmittelansfuhr monopolisiere«. Lg.nt dep Erklärung des Lebensmittelkantrysiors Hyopex kommt Rußland für die Ausfuhr vvutzebsns?» mittel« nicht in Frage. Eine Errrärung ungarischer Inden. Das Unflarische Tklrpravben-Körvtpsndmwursav meldet aus BudavrÜ: Der nnigegriindete Landrsve, band der gngyxMeg Jude« erläßt emen Auü'uß worin er der A n k l a q e e n toefltn tri t f, daß für die Gcschcbmffe . wishieud dex kommuuistlschen Herrschaft einzig Md S l l k t « d i - I « d r fl verantwortlich tu machen stt-n, Indem wir (iwfwm, heißt e§ in dem Atüruf, haß.es m Uflggrn untkx den Verkündern der kvmmunOüchen GmMutze und den Schöpfern d?r PeolktsrikrdistM^ viele VkNsnm iiihscher W'?wH Mi mii.ffm wir ßlkichMtfl feststellen, dsß d l k s e 8 k n t - sich m 11 dem I u b e nt um w e der N Reltgronsfl S ch i n m a s sengrm etflsch af( * t« « . t ÖJ U « n- Jhr? Anürlfst trafen i-n % r st er Zrnte d teJud on, . idweit sie Nevrissenmnte« des Kapitals waren. ' Pex. Wstm «Mt m eine Rusfordemns an tu« chrMrchm MPHürver m, tdmNdtz? d» Hstzd M tttchm zur Hettu^ 'dH VslnlsOß. Die Föderation der Rationalstaaten> In der Ewmtekreifen nadrftchenden Züucher MonqtssM'stt ,Das neurEurova" (Herausgeber Dr. Paul E o y n> wird über bje Nolwendigket «me? FödeMoy her Stagtr« d?r ehemab gcg MoMchrr gesagt; »Es ist zweifellos, daß nach den Mmpsen und KrSmvfen der Ettmde die ehewaliaen Teil« flchvtede-r mi f fl ra « c nfivdrn werden. Kufe kogerem Verband, desto bester. DieHrndn, niste aus dem Wear mr Vcrktn,o»ntz lreaen nicht au! dem Gebstj her Taikachen« sondern der Eit4s .ten. Der NmionalismuS ist w emem TmbhanS der Eitelkeiten geworden, hat in jedem Volk den G'.ößenwah« gevstegt, hat die Kulrur nicht vorwärtsgebeacht.- ssndrrv mückgrrvsrlen; denn tedr venr. Grenze, lehr neue Schranke, jeder neue Schlagbonm ist tm Rückschritt. $$ mehr Grenze« wir aujheben, je mehr Schlqgbäume wir VkMichten, desto weiter stehen wir? Frömmigkett und Bekennen. (Ein Wort zu den hohen tzeiertageru) Von Avraham Schwadron, Ich wM von einer Kleinigkeit sprechen und muß rin Großes, Tiefes berühre«. Ich möchtfl vom 38$** stecken der Gebetbücher und der Talessim «ruf dem Gange zum Tempel rede« und muß die Frage voranstellen, was denn «igentlich euch Inden und Jüdinnen, die ihr, btzben gehet, dieses Bechn i» Wahrheit ist? Ist es euch ein Bedürfnis, zumindest irgendwie ein Quentchen von Bedürfnis, von jüdischem Bedürfnis, oder ist euch das Beten ein Geschäft,-eine irdisch-himmlische Transaktion, ei» Tauschhandel zwischen euch und Gott: Ihr betet ihm, z» ihm, und er gewährt euch Gutes, Gesundheit, Geld. Glück usw., beziehungsweise stört er euch zumindest nicht, da ihr euch „jeder sein Glück schmiedet? j Ist euch das Beten ein Handel — dann aNerbtngS. Dann kann das Sich-Derstöll-n, das Verstecken haS Gebetbuches vor der Gasse, sinnvoll sei» im Gefüge deS Sinnes rekte der Sinnlosigkeit unseves Lebens. M gibt ja eben auch «ine» Schleichhandel. Oh allerdings die Gegenpartei, der lieb« Herrgott, damit einverstanden sein kann, ist eine ander« Frag«. Er soll euch ja als Gegenwert eures Gebebes reelle Ware reellster Provenienz liefern, die besten (wenn schon ni<W die höchsten) Güter, Ware, die sich sehen lassen kann und will, und M dürfte darum wohl schwerlich sehr erpicht darüber sein, mit lauter Wtnßel- Händlern, Hehlern und dergleichen zu tun zu haben.--» Wie sich überhaupt 'dieser Herr der Welten, den wir äm Gebet« feierlich preisen, daß er dir geheimsten, jtiefsten. Winkst und Triebfedern unserer Gedanken und Gefühle kennt, zu unserer frommen Wandlung und Einkehr in diesen heiligen Tagen stellt, darüber müßten rvrx.. eiLe.niM MMMen. Das sanLe liebe boxt einem Gkbete und einem Gebetbuch wissend, —- zumindest gilt dies von den meisten unwr-uns. ün Westen — auch nicht mit einer Fiber in uns an Gott, an sein« Gnade und sein Recht wahrhaft gebunden und ihn kn unser Lebenskakküi nie anfneljmend, spür«« wir an einem bestimmten Tag«, an he» E«tscheidungstagen, auf Kommando und aus Furcht, es sich mit dem Machthaber üb«r Himmel und Grd« und MenschrnschicksÄ — fafpa&t# v n f e? Schicksal ganz zu vekderbrn, so etwas wie Andacht und Sehnsucht nach Himmlischem in uns und sind durch, zwei halbe und einen ganzen Tag vom tiefen, unabweisbare» Per, langen erfüllt, mit IHM intensiv und gründlich im Gebete zu sprechen-wie eben dar Herrgott das. beurteilt, ist jedenfalls nicht so fragli-S, wie «S uns dünkt. Aber dies gehört nicht in unsere Betrachtung. Ist euch jedoch daS Beten, das jüdische Beten, kein Handel, sondern wahrhaft ein Bedürfnis, ein jüdisches Bedürfnis, so wisset: Ihr schändet gerade das Wesentlich«, ihr zerstört alles Jüdische am Beten, wenn ihr durch daS Verstecken dokumentiert, daß ihr euch des Jüdische» schämet! Gerade -i« ystentation des JDisch-Seins, des JÜdisch-Tuns war hei h-r Erfüllung der religiSftn Gebote immer für wichtig«? angesehen, als die Erfüllung selber. ,$« Zeiten der Verfolgung", heißt es in den alben Gesetzesvorschrift-KN, „muß man sich auch nur wegen eines Schuhbandes töten lassen, um den Brauch nicht zu verletzend Weil uns Juden immer die Religionsübung nicht eine iwdividuelle Angelegenheit, sondern mit dem Sinn und Sein des Volkes wesentlich ^verbunden war: „Israel und W* Lehre und Gott sind ein« Einheit.^ Wir jedoch sind leider stumpf gegen dt« Empfindung, wte ungeheuerlich, wie eigentlich kaum faßlich es ist: In' irgendeinem Maße, und sei es auch nur im kleinsten, fromm fein, jüdisch-swmm sein und sich seines Jüdisch- Setns schämen, sWschämen, als Jude erkannt, angesehen zu werdenM- und aerade beim Gano« M.M Die Retzynstimtzttgn der Negier««-. Heute beginnt bis Mße politische Woche, hj« bst! Vakhsndluugen dßs GtWtSkmzsers mit den Vurtflißn über dj« der KsakMofl und hd Wäuösm'rg 0 OshtmM hrinM soll. Di« tton Oesterreichverlsngt hrtngentz ein verirouenSysM Mp fammenarbeiten der Regierung «nd der Hevölkeruntz. Dle^ Kohlennot ist im Ansteigen, die tz-hensrnittelz«-, fuhren versagen, die Bauern kommen ihren Lief-xungs^ Verpflichtungen nicht, nach und versdeckn ihm McherslM fyififö d-r Ausrede, der Judenregierung nichts gkbM M wollen. Der Kurs der Krone ist soweit gesunken, daß-Änej. schweizertschs Brauexei? ch» Kl-schr» Mit nyten als Etikette vexsehrn kann. DaS übernlSchtige MssSvttge Sapsial mtätiil sich Ln tzesahxhxaSendK -Me unserer Maren und wir kymnuen durch den notwendig gewsrheiM ÄrkgUs her Knnstschätze auch noch in die Gefahr deSs geistigen Verhungerns. Die Perhandkunge» Mv die Kvakition' sind schon dr der damochs durch ttn sch« heftiges PkesseMcht.zwischen den grshen Partris» «inMiWt wsrdN, HM sich im WM uw» dir Pxabkmr bsr.'HMsisjkwns »»d de? HemSMahM dxtzht, Big -ah« di« Mierung sich dazu Mt, P yöch immer unklar. Der Fimmzpka« Tw, SchmnpelerS, ' der «nS nach christlichsozialer Angabe aus aller Rot befreien soll, wurde bisher »och nicht bekanntgegehen Und ME haxs sch-n m disstzk ttntßrlgssung schlieZchl, hgßvjM Ejisigkeit im Kabinett nicht besteht.' Auch der sonst so . redstNge' Finanzsekretär Leibst und der Staatslanzlcr hü!Lr>! sich ifl SchwejWl, währrnd Schumpeters Antagonist, Eoktor H a u er, w hetz kstx xjnrn Minister ziemwich Ungewöhnliche» tzom V8P ZMugsartikeln seine Mchmng gesggi . und seinem ' wMtqlWf de» Dqn!e rstt flicht verschmähenden ttägr MstgxtM hat. D?x'Staatskanzler Dr. Renner hat. hei hgU. Lmpfaflg 'von Industriellen -am Freitag auch ÜbW ' die Sogialifienrn« . . Und Über die Beschwerden gegen liebergriffe ■ der Arbeiter»-. rLte gesprochen. Er bemerkte: Die Bedeutung der SözialisttzMflgsaksion Weche oft unrichtig dargeftellt. Unter Ümstälchen wird hjß Sozialisierung daS einzige Mittel - sein,, ^flhustriebettiebe davor zu btzMhxen, A djß Hände d«^ «uslMischen.Kspitgls z« geratest. Was die Fratze der Tätigt kett der Ärheiterx-w hptrtlft, fy MstssW wir Mgrestt Wh habe» nach dew Zusammenbruch ein Empörwächs«»' neuer? Jnstttutisy-N und neue?. Idee» erlebt, es wurde manches - Gut- MH auch viel Ueb-rtriebenes geschaffen,, undj w A d« GrdanÄ der. Aäte ab. «ÄS OertMung berGWO' und sozLM KondsrinttW«» machtvoll vvHHdmnM; W ist Aax, daß KiWv so mächtiM Bewegung ' Gedanktz'zugrunde ttügi; wenn aber U eü e!D ä'n be ötziauKs sich «rgebe«: so zeigt dies, daß wir es mit Uebertreibüngens ditzses Gedankens.zu tzrn haben uyd man di-efen neueni MtitntwM» ein richtiges Maß von -SompeWM zuweisech muß. " "" ‘ ' " '' : ""; Diese Erklärung Vr, RnmrrS zeigt die Änstcherhett! «Ud die Labt'.stät unserer ganzen PolM. Das Hand ist arm au Jntetligenzen, au Rshstysfeu und' Raturprodnkte». W müßte sich also sehr pasch.Mt-' schließen, die Initiative he- Auslandes zu Hilfe' zv rufen und doch endlich mit dem A1 tn o f e n b e t t e l u aufzuhören. Dazu wäre aber das Vertrauen des AuslastdeSr die erste Voranssetzung? 'Mau erreicht daaber nicht mit frommen Handlung dieses wshrhäft beschämender Sich- Schämsn aufzubringen! Aber wollen wir einmal diese höheren Motive und Einstellungen lassen; ich möchte da eben nicht mit den hohen, Deale» Forderungen tommen. Seien wir «und betrgchben wir dieses Verstecke» vom tzin-. ützlichheitsstandpunft aus. Wo etwa das Beten, Betengeh«« verboten wäre, wo das Erkanntwerden wÄksich eine Gefahr bedeutete, da könnte einer einmal jeden Fanatismus beiseite lassen und sagen: Verstecke sich, wer .kann!. Man weiß, was die Marannen getan und unter welchen Gefahren sie es getan.-Aber so ist es ja jetzt im allgemeinen, besonders im UBefben, sagen wit etwa in Wien, nicht. Geschlagen wird man doch gemeiniglich wegen des erkennbaren, sichtbare« Gebetbuches nicht. Aber erkannt, als Jude — Jüdin erkannt wird man dadurch — und dem sott eben durch das sorgfälttgst« Einhüllen des Gebetbuches in ZeitungS- Papier, durch das Hineinstecken desselben in die Aktentasche u. dgl. vocgebeugt werden. Da aber frage ich erstens mein« alte-Frage: Schämen wir Europaftolzenj Modernen uns nicht darüber, daß trotz aller Aufklärung und Volksbildung und Evolution und Revolution wir wie-in den „alten, finsteren, Gott sei Dank! vergangenen Zeiten" uns auf dies« oder jene Art verstecken, verstehlch, müssen, so oder so nicht erkannt zu werden uns bemühe«, das heißt bemühe«Emüssen — wie ihr saget --mit nichts anderem erkanm zu wexden fürchten, als mit der bloßen Tatsache unseres JudefeinS'? Soll das nicht allein schon Anlaß und innerer Zwang genug sein., über unser Schicksal als- Juden, als JudeEenschen nachzutzenkön^ Und muß als Resultat dieses Nachdenkens, nicht der Entschluß in uns reifen, irgendwie tätig, als organische, organisierte Gemeinschaft tätig, dieses unwürdige Schicksal im einzelnen urch im Bolkäganzen abzuündern, gründlich .und für immer? Das. erstens. Und zweitens: Braucht es bei 999 von 1000 wirklich erst des Machsors, uw. als_Ltud^Mdm erkannt.