Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 248 (27.9.1919)
- Date
- 1919-09-27
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 248 2Zft$*v Samsta» 2/. September 1919 Seite' & ... .J NemtchLA, -nicht das karge Brot eines SchaffrcerS oder Straß enkrhrers den hier heimatberechtigten Juden einräumen wollten? . / Eure neue Mt' ist angebrochen und H's?rzlZ Mahnung: „Wir sind ein Volk, ein VE!" ist Gemeingüt der neuen jüdischen Generation geworden. Wa^ krank ist im Judentum, in Ost und West, das. wissen wir, und wir wissen auch, daß unsere Krankheit eine Anklage ist gegen die artderen, die sich das Amt von Sittenrichtern amnaßen und wahrlich nicht besser sind als wtr. Aber baß man uns solcher Verworfenheu für fähig hält, daß man es wagt, einem Dell von uns die Ehre eines neuen Schutzjudentums zu erweisen, damit wir die anderen Brüder ans Messer liefern — dieses niederträchtige Ansinnen tveisen wir mit Empörung zurück und schließen uns um fb. mehr fester , aneinander. Jüdische Kinder im Schrebergarten. Es wird manchen unserer jungen jüdischen Ausflügler heimlich anmuten, wenn sr an sonnigem SonnLagwrchimttag von einem der schönsten Wiesenwege der Umgebung Mens aus plötzlich den Klang hebräischer Lieder hört, von fröhlichen Khrdern <rn gestimmt. *: / . Es ist der Kinderschrevergarten der Frau Pstak, mn .Ende des „Sommerheidenweges." gelegen, zwischen Wald und Wjese, im Anblick eines anmutigen Dorstales und/'lieblicher,' weinbepflanzter Hügel. s i. / Bald finden wir berrn auch richtig das niedrige Ein-, gangstürchen, durch ein blau-weißes Davidsschild kenntlich gemacht. Eine kleine Schar junger Zknaben und Mädchen sind eben an der Lürkevernte, und jeder trggt sein/Teil nach Hanse. Inmitten des durch die Kriegsnötz erweckten allgemeinen Dranges nach Selbstversorgung^ der in Wien prfreulicherweike i\tt Verbreituna cher in Deutschlk^id seit Jahrzehnten entwickelten Schrebergartenbewegnng geehrt hat, ist-hier auf geräuschlose Weise ein kleines Werk, enrstarrdien, zöas ungefähr sechzig Kindern, und es sind zumeist FlüchüinÄskiyder, die Gelegenheit bietet, täglich aus der 'stickigen- Großischdtlust 'herauszukommen, der Ar-beit an der St.atnr dertraut izu: sverden und ric den Jahren, in denen Eindrücke und Gewöhnungen dauernd haften bleiben, zu erleben, wie jüdisches Milieu' und Naturhastigk^it einen Bund eingehen können ititp1 dies bis zu einem gewissen Grade im Zeichen Palästinas, das hier Symbol und 'vielleicht entfernte Wirklichkeit zu- Mch! ist ... l - - ' Theoretisch mag da für gute jüdische Erziehung hier an' Ort und Stelle ein Problem erwachsen: Unter/beo 'Ziehe zur unsichtbar-fernen Volksheimat doch wieder die ü'aturwahrs Gefühlsoffenheit für die Unmittelbarkeit' des migenblicklichen Lebens nicht verkümmern zu lassen und oüidererseits dieses natürliche Einleben in ein frisches GegenwartÄeben, ohne künstliche Kinderagitation, woran ja noch immer gesündigt wird, auf unmittelbare und vielmehr, wrbeMßte Art getragen sein zu lassen von den großen Zielen des Volkslebens, die ja ebenfalls nicht in »es landläufigen Nationalismus polnischen Formen und ckuch nicht durch äußerliches Hebräisieren allein erstrebt sein Wüllen. ■ Wenn einen solche Erwägung auf einen Augenblick nachdenklich stimmt, so wird man . wieder erfreulicherweise 'abgelenkt^burch die prächttlsen FNßüoien, '/welche die/jungen: staben und Mädchen hier 'bekommen haben — bestehend aus riesigen Kohlköpfen, appetitlichen Gurken, reprü'e,jtLblen Dohnen ~ und durch die echteste Art kindlicher D^rkbarkeit! an' dis Gründer und Leiter des Unternehmens: ihr-eigenes Gedeihen, ihre Kameradschaftlichkeit und.'ihre fröhliche Liebe zur Sache. ‘ Es sind Kinder zumeist von neun bis zu 'etwa fünfzehn Jahrenl manche fast zu jung, einige wieder (auch Obergyiu- Ndsiasten/sind darnnterXwie junge Pioniere stich ausuestnrend. Und hie und da erblickt man bei ihren «älteren Gcschwistenr als -Gäste auch Kleinste, Vier- oder Sechsjährige', welche 5i«' ungewohnten Dinge mit verdutzten Blicken betrachten.! . /,Gnte Werke wachsen ümner auf einfache Weise:!, durch Vereinigung mehrerer glelchgewillter, einander ergänzender Manschen. Dr. Redlich hat in entgegenkommechber Weise den Boden zur Verfügung gestellt, Frau Pätai'-'ist l*.t rührige Juitiativin des ganzen Unternehmens,'dessen innerer Petxieb von Frau Schwarz, einer erprobten hebräischen Lehrerin, und von einem der leider noch feltehew "jüdischen' Wrtuer mit großer Liebe geführt wird. Im ' Vorjahre, kinIerichtek) hat sich dev Garten 'dieses Jahr utu ein Stück, bcw früher von den Bewohnern eines Kriegsspitales beärüeiwt Hrrde, verdoppelt. Der Verein der Wiener Schre-ergär'tster . erwähnt in seinem Jahresberichte den Garten, in, rühnierider M VMe' ünd auf einer jüngst im Wiener Rathaüs veranstälchten. iLchrebetgärtenausstellung fanden auch die Objekte HrSMbrtt ' Jttterssse. ' ' />'/ Hinblick ans dis Große des Flüchtlings-- uns) (Kinder- NeMs, aber anch ans das freilich in" ürisereri "VoMnuiisen." tioih nicht erwachte Bedürfnis imch derartigen Möglichleiterk/ bedientet natürlich solch ein Unternehmen nur einen Tropfen im Meere. Aber als erster .Schritt'könnte es/ vou^ seinem .eigenen Wert' 'ganz' abgesehen, von bleibender BchMüng lchrden.- Was sonst die Jugend durch'Ausflüge, Turnen und Sport-zu etteichen sucht/aber mehr als dies: ' . die /Ge-' wMnnug an den Duft der Scholle und.»» physisch und stelisch gesunde. Arbeit, gerade in jungen und.jüngsten Jahren, köffstte VM' erzieherische Fundament bilden für eitle: 'BerW- ÜMchichtung des jüdischen Letzen's, die uns als Ideal, vorschiveöt/ deren volle nationale Verwirklichung freilich d'en^ .Böden eines eigenen Landes vorausseht. ■ -!‘,y"^icim auch durch die mannigfachen Verzweigungen -Und PMW des Zionismus will ja dieser alte Bibelgedanke ust" geMbt erhalten bleiben, daß das jüdisch« Bol? zur 'eizesien (Malle zurückkehrc. Er sollte gerade in., der Jugend.' ichcher lMydigsten Widerhall finden, mitten in allen Entwicklungen pW nicht immer einwandfreien Seitenwegen, die mit Politik, sozial«! Einrichtungen und kulturellen Gründungen zusömMenh'änsen. /Aber.auch, abgeseAn von allen weiteren Perspektiven, wKre, rein um. ihrer selbst willen, die Gelegenheit für jüdische Kjnper, namentlich^ aus eenem naturentwöhnten Milieu, engen Oäärtleren und beengenden LebonsverhÄtnrssen, wo siesich siich-'bietet, aufzusuchen, in die Natur hinauSzukommeu, lurd iiiit der frohen Arbeit bvaußeu verfaul zu werden. Naue.-rt'ich zum Beispiel, auch in den Schulen des neuen Schulwrrks, Vor-bId bis zu.einem gewissen Grade die Form de? LapdeSerziehungs-heirns sein mag, die aber auch, wo nicht Mich--das Ganze zu ervetchen ist, in der örtlicher! Auswahl, durch.-Anlegung von Gärten und durch die Form des Lehv-. planesdiesen! wichtigen Bedürfnis jüdischen Jugendlebens. Recknung tragen sollten. Ernst Mülle Li Oesterreichische Kriegsgefangene in Iteüien verunglückt. . Aus Zür.i ch wird gemeldet: .Ueber die große Explosion enu'Z Munition sdepo ts'b ei B e n c d i g, wo größtenteils -österreichische Kriegsgefangene beschäftigt waren, liegen ergänzende Nachrichten vor, auS denen zu ersehen ist. daß dre Zahl der brr der Explosion getöteten Oesterreicher größer ist. als dres ursprünglich mrtgeteilt wurde. Die vom ^Secolo" angcbene Ziffer von 4V Toten ist viel zu niedrig. Bereits beim ersten Appell wurde festgestcllt daß 51 österreichische Kriegsgefangene, die in dem Munitionsdrpat beschäftigt warm, fehlten. Die Zahl der Verwundeten ist ziernlich groß, unter ihnen fast durchwegs österreichische Kriegsgefangene. Eine Liste der getöteten Oesterreicher wird, an das Rote Kreuz nach Wien und Budapest abgesendrt werden. Kurz nach der Explosion trug sich eine Explosion in Brescia zu. Auch hier sollen österreichische Kriegsgefangene getötet worden sein. Angeblich handelt es sich um eine B o m b e n e x p l o s i o n, doch fehle» nähere Angaben über den Vorgang. Die Tätigkeit des Kriegswucheramtes. Bauern als Preistreiber. Das Kriegswucheramt der PolizeLiireklion in Wien hat in Fortsetzung der Aktion zur Bekämpfurlg der Pre iÄtrerberei mit Wein die Grundbesitzer Rudolf Braungraber in Oberstinkerrbrurru, Leopold Geist in Pulkau, Josef Hol e-r in Schalladorf, 5kurt Gratz er in Mailberg und Franz Wilfinger in Jmmendorf bei der Staatsauwaltschaft Korneuburg zur Anzeige gebracht. Weiters wurde der WeinhLndler Karl Riepl bei der Staatsanwaltschaft in Krems zur Anzeige gebracht, weil er größere Ladungen» von Wein zum Preise von K. 19.50 an einen Wiener Wein- Händler verkauft hat. Der Grundbesitzer Karl Sch m i d t in Wulliersdorf wurde dem Bezirksgericht angezeigt, weil er zirka 500 Liter Wein zum Preise von K. 14.— pro Liter an einen Wiener Weinhändler verkaufte. Die Grundbesitzer Josef Januschek in Obritz und Franz K'itla in Jetzelsdorf wurden aus dem gleichen Grunde dem Bezirksgericht Haugsdorf und der Gastwirt Franz Kunz, 9. Bezirk, Nußdorferstraße 26, denr Bezirksgericht Josefstadt angezeigt. Freigabe von Holz ans der Slowackei nach Wien. s Pretzburg, 26. September. (Privat.) Die Vorräte an Brennholz in der Slowake! werden auf 100.000 Waggons geschätzt. 10 Prozent dieses berciiliegeuden Holzes wurden für Die Ausfuhr noch Wim und Budapest freigegcben. ELhrogim und Lnlawim in Wien. Das Palästirmaurt teilt mit: Die längst erwartete Sendung palästinensischer Ethrogim und Lulaw-m ist avisiert und wrrd kommenden Montag oder Dienstag in Wien emticffcn, wo sie nach Qualitäten sortiert und an die Ncflekianten ausgefolgt wird. Die vom Palästmaamt festgesetzten Preise .sind für Onalität l K 270.—, Qualität II K 170.—, Oual'tät III K 100.— für ein Stück Ethrog samt Beiwerk. Zu diesen Preisen kommt noch ein oyprozentiger Zuschlag, um d a m r t einen n em e n P a l ä st i n a r e i s e f o n d s für mittellose P a l ä st i u a e tu i g r ö n t c u zn eröffnen. Die Bezahlung erlolgt in Wien oder in der Provinz und im Auslände auf das eveniuell zu eröffnende Konto des Wiener Palästmaamtes, II., Z-rkusgafse 33, der der betreffenden Filiale des Wiener Bankvereines, Wu-n. oder einer Großbank. Gegen Vorweisung der Emzablnugsbestätimmg wnd dem Ueberbringer tue Ware ausgefolgt. Es wird prakuich sein, wrnn sich die Nctlektauten die Ware selbst m Wien abholeu würden, da für d-e rcchtzeit-ge postliche Zustellung keine Garantie übernominen werden kann. festnummer des zionistischen Organes JÜDISCHE ZEITIMO Ist soeben in Yerstürhtem Umfang erschienen AUS DEM INKALT: K. W.: Zionistisch© Nenjahrsbetrachtunfr / Ludwig Bato: Das Jahr 5679 in der Diaspora j Dr. Hermann Kadisch: Allgemeine und jüdische Probleme / Dr. Jakob Ehrlich: Die Wiener Kultusgemeinde / Max Brod: Bemerkungen iiberAssimilation / Adolf Böhm: Probleme des modernen Judentums / Dr. Wilhelm Stein: Unsere Stellung zum deutschen Volk / JakobWdner: Ein Mahnruf / David ‘ Jeliin (Jerusalem): Die Aufgaben der palästinensischen Jugend / Stephen Pichon, franz. Min. des Aeuss.: Frankreich und der Zionismus / Dr. Leon Reich: Die jüdische Politik in Paris / Scholem AJechem: Das Ende der Dreizehn 700 ferner zahlreiche Aufsätze und Nachrichten aus dem jüdischen politischen Leben in Palästina u. der Diaspora, Mitteilungen des Wiener Palästina- Amtes and des Jüdischen Nationafonds etc. Preis der Kummer 80 Heller ln Trafllken, Buchhandlung R. LSnit, 1., Roten, tnrmstrasse 22. und in der Administration der ^Jüdischen Zeitnng45, U., Taborstrasse Nr. 1—8 i t- ' » ---- ■' - Sch B*eib tBiaseiiiBieBi- Repssr'.aifiii'en schnell, billig’ und gut Franz Josef Pelz, I., BSberstrasse 9. Bei der Bezahlung wolle angegeben werden, wieviel/ Slhrvgim samt Beiwerk zu reservieren sind und wann die War» gegen Erlag des entfallenden Betrages oder der Bankbestätigung abgeholt wird. . .tw Ans Wunsch bcS Herrn Oberrabbiners Dr. Chat e sjoll.- ein möglichst großer Teil dieser palästinenstschen Rituamn in Wlen abgesetzt werden. - Interessenten, welche sich für die Abnahme des ganzen-/ Quantums palästinensischer Erhrogim samt Beiwerk (3217 Stücks oder -eines großen Teiles derselben eventuell zum Weiterperkäui in die Provinz utteressiereü, mögen dies persönlich Sonntag dm. 28. d. M. von 1v bis 12 Uhr, wochentags von 2 bis 3. Uhr- oder drmgend telegraphisch an dns Palästinaamt, Ui, Zirkusgaffe 33, bekanntgeben, welches sich bemühen wird i'm Bedarfsfalle für die Rttrialien eine Ausfuhrbewilligung zu erlangen. Abbau dev KünÄrgungsbeschränkunLen.. Mit der heute im Staatsgesetzblatt und m der „Wieltrr- Zejtung" kundgeinachten Vollzugsanwersung des Sraatsamtes 'für, Justiz vom 2b. d. M. wird, entsprechend Ergebnissen emer im . genannten Staatsamte durchgeführtm Enciuete, der Abbau der sür -die Dienstverhältnffse der Handlungsgehilfen im November *191 STeingeführten und zuletzt mit der Bollzugsanweisungvom- 26. August d. I. verlängerten Kündraungssperre geregelt/ Dis- Kündigung der dem Haridlungsgehilfengesetz unterliegenden Dienst-»- Verhältnisse ist nunmehr grundsätzlich gestattet. Im Hinblick auf Pis Lage des Arbensmarktes war es^ jedoch nicht möglich, sofort dre ein* monatige Mindestkündigungsfrist des Handlungsgehilfengefetzcs wieder eintretcn zulasten. Die Vollzugsanweisüu^. führt daruin nach der Dauer, des, Dien-stverMtnisscsabgesjuste Kündigungssristrn von zwei, drei und sechs Monatewein und setzt überdies für den Dienstgebcr, dcr vor dem 31. Mär; 1920 kündigt, die Verpflichtung fest, hem Dienstnehmer cme Ah-i fertignng zu gewähren. Die Kündianngsfrist muß stets am 15. oder traten Tage ctncS Kalendeunonares enden. Die Absertigun^, beträgt-' je nach der Dauer' des Dimstverhältnistes das Einfache bis Sechsfache des Mouatsentgeltes und ist nach Ablauf der Kündigungsfrist in monatlich fälligen Teilbeträgen zu bezahlen.' Die vorstchendcu Bestimmungen gelten auch für die tm. Jahre 1918 und ,im Jahre 1919, bis zum 30. September eingegangenen Dienstverhältnisse. Kündigungen, die nach den zur Zeck ihrer Erllärung.geltenden Vorschriften zulässig waren, werdeit' ausdrücklich ausrechtcrhaltcn. ' - - ' Die Anmeldmr^err der KÄßsrbnchsrUchett - Forderungen in der ZschechosSlowskrEc.'' - -Das Amt des Bevollmächtigten der tschecho-slowakischm- Nxpublik verlautaart: Forderungen und BrrstcherungsPolrrzcn von , den .. ischechö-.. slowahschcn Be!stchernngsanstalten nur bis Ende dieses Monates;, angenommen. Die Auineldcsrift wnd nicht verlängert werden^ Die Gläubiger, welche ihre bereits eingereichtcn Anmeldungen!, bis 1-1. Oktober l. I. nicht .eiuholm-,^ Werden ^'aufmerksam ge/ inacht, das? rbre A'Nneldungcn als-nicht geschehen angeschttmnerden' und nachträgliche Anmeldungen nur mit Belvrlllgmrg des ^-inanzmnnsterii'.Ais :n Prag angenommen werden. Dienichtangemeldeten. Fotderungen und Versicherungen verfallen hu Sinne der Ver-- o-tduung vom 10. April l. J. Nr. 184 und 185, Tschechische Amtssprache für die deutschen^ Mittelschule«. Prag, 26. September. Wie das „Pilsener Tagblatt" .er» täht'hch.n das Präsidium des Landesschulrates in .Böhmen, auf die Direküonen der deutschen Mntetfchulen am 19. d. M.^emem- Eplaßs gerichtet, mittels welchem bestuumt wird, daß im Verkehr zwischen den Schulbehörden und anderen öffentlichen AemterM a.'n L s ch 1 i e ß l l ch die tschechische Sprache zu gebrauchen ist. _ * Jüdisches Renlgymnaftr.m. Der Unterricht ' ivird Mittwoch den 1. Oktober um 8 Uhr früh in den Räumen-der H a n d r l L schule P a tz e l t. , f., Jude n p l a tz. IV..Ciock, anfgenommm. Dre Schüler haben sich Dienstag den 50. September um 2 Uhr nachmtttags dorrselbst enMsiudeu. - Die MUchversorgnng de« Kinder. Vom Staats-! amt für Volksernähruug wird mitgeteilt: Zur Verbesserung der, MilckM'.sorgung der Kinder in Wim wird, aus den zur Ver-, fnguug' stehenden Milchfortfervcnvotraten in der Zeit - vom 2'8. d: M. bis zum 11. Oktober an die Kinder vom vollendeten 1.. bis zum -vollendeten 6. Lebensjahre Kondensnillch abgegeben. Jedes Kind vom 1. bis zum 2. Lebensjahre hat Anspruch auf 3, jedes-Kind vom 8. dis 6. Lebensjahre auf eine Dose KondenSmilch.Dke Abgabe der entfallenden Quote, die auch in Teilmengen bezogen werden kann, erfolgt gegnr Vorweisung der Milchkarte znin amtlich festgesetzten Preise von K. 5.— für eine Dose. ' Die- Milchabgabesteltm sind verpflichtet, bei jeder-Ausgabe von Kondensmilch eine der Zahl der verkauften^ Dosen enlfprechende Anzahl der TagesabschnNte der 137. und 138.'Woche — beaninend mir dem Montagsabschnitte der 137. Woche — von der Pälchkarte abzurreunen. ' ' Die Brrdnpestep bürgerlichen Blättere erscheinen wieder. Ans Budapest wird gemeldet: Die Bndapester TageMätter. wetclie unrer der Prolctarierdiktatur eingestellt worpen waren, werden vou Sonntag den 28. d. M. an vorläufig, als MorgenbläNer wieder erscheinen. Ein Nachspiel znnii Veilisyrozetz in Moskaus AuS'S t o ck h o l m wird gemeldetDer Bcilisprozcß hm.jetzt ein Nachspiel. Nach einem drahtlosen Bericht aus Moskau-hat dort enr Prozeß gegen Wipper begonnen, welcher der StaattzanwgUschast angehörre und im Beilisprozeß eine große, RoK spielte. Er wird beschuldigt, die Verfolgung des Bellis inszeniert zu haben. - .. i Die Sicherung des Seaverketzrs. Die britische Admiralität gibt bekannr, daß die Beseingung der schwunmrndcn Mmcn mit Ende November beend er scm wich. Es werden zwar nicht alle Mmcn entserm sein, aber man wird eine genügende Anzahl von Fahrrinne \v für emen normalen und sicheren Seeverkehr» eröffnen lönnm. "/ * Kasseneinbvrrch. Kasteneinbrecher haben gestern ilgchts das Geschält der Firma D. G l o g a n. ü, Fichtcgaste b, heuugrsucht. In der Zeit von gestern um 4 Uhr nachmittags bis henke um"-7 Uhr früh wurde das Geschaffslokal vou der Straße ans durch Aussperren des Rollbalkens geöffnet. Dann -drangen die Täter durch eine zweifache Tür m die Bnrcanavtcrluug und haben eine eiserne Kaste erbrochen. Sie haben den Tresor aus-, gesprengt und chm ungefähr K ö5a-öo cniuouunciL,