Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 248 (27.9.1919)
- Date
- 1919-09-27
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Tagesbericht. Wien, Samstag 27. SeptenKer 1919 9tr. W Wien ohne Kohle. Die Fremdenausweisnuge«. Erklärungen des Staatssekretärs Glderfch. Im Aufträge der Pogromverlammlung, die im Wiener Rachurrs abgchaltcn wurde, begab sich Abgeordneter Dr. Urs in sunt Staatssekretär des Innern E l d e r s ch und übergab ihm die nsfa^te Entschließung bezüglich der Abschaffung der Fremden, die das dnitschöstnreichische Staatsbürger-recht nicht besitzen.' In dieser Entschließung wird bekanntlich das Be'.langen gestellt, daß diese Fremden bis längstens 5. Oktober d. I. Wien und Niederösierreich zu verlassen hätten. Staatssekretär E l d e r s ch erklärte, daß die in der Entschließung angezvgene Verordnung der niedervsterreichischen Landesregiermig vom 9. September d. I. angesichts der bestehenden großen Nahnmgs-, Kohlen- und Wohnungsnot tatsächlich durchgeführt werden wird und daß die Abschiebung der betreffenden Fremden nicht nur jetzt, sondern auch in der folgenden Zeit unter Berücksichtigung der schon bekannt gegebenen Vorschriften erfolgen werde. Der von der Versammlung gewünschte (wie zartffihlend!) Termin vom ö. Oktober 1919 könne jedoch nicht ringe halten werden, er sei zu kurz gestellt, da die Abschiebung mit Rücksicht auf die besonderen Wünsche der in Betracht tommenden Staaten (insbesondere der Tschecho-Slowakei, Polens und der Ukraine) außerordentliche Schwierigkeiten bereite. Außerdem ergeben sich hierbei' auch große administrative Hindernisse, denn es muffe eine Ueberficht gewonnen werden über die Zahl der in Betracht kourmendcn Flüchtlinge, welche Uebersicht erst vorhanden sein könne, wenn nach einem bestimmten Zeitraum die bezüglichen, Gesuche vorlirgeu und ein sachgemäßer 5kataster anfgeftellk sei. Bezüglich der Unterbringung obdachloser Eisenbahner nkw. schweben Verhandlungen wegen Freimachung eines großen Objektes, welches fiir diesen Zweck geeignet erscheint. # Wie die ,.VmlamentZkorresvondenz* von irnterrichteter Seite rffähu, verlangen die Tschrcho-Slowalen die Durchführung der Abschiebung der Fremden aus Deutschösterreich in der Form, daß?ür dieselben eigene Balmzüge bercitgcstcllt werden. welche nach bestimmten Nichtlmim die in Demschosterreich.Staatssremden in die tschechv-slowakische Revublik befördern sollen. Nach diesen Richtlinien darf unter anderem die Abschiebung nicht in gepuderten kleinen Trupps erfolgen, sondern darf nur in größeren Massen vor sich gehen. , Die Pogromhetze. Die. donue-.Stägige Versammlung.des..DeirlsckM. Volksraies für Wien und Niederösterreich hat den.pon bicfeu Mariorretten geschickter Drahtzieher erivünschten Judeupogronl.nicht gebracht. Die auoerikanischeMissi-on gab.deutlich zu verstehen, daß die offenilicha Meinung der Vereinigren Staaten gegen Dentschösterreich ungünstig beeinflußt röerden könnte. Die Behörden hatten nrufassende Vorkehrungen getroffen, und. auch' auf 'i-discher Seite war man für den Empfang der Hilden gerüstet, die unter Führung von.Leuten in Ofsiztersuniform imd akadernischen .Bürgern, ein Tänzchrn versuchen tvvllten. Die BeranstMer hatten selbst nicht, viel Vertrauen zu ihrer rhetorischen Kraft, Sie präpa-.- rierreu daher die Bevölkerung durch die Ansteilung von Flugzetteln Wiener und Berliner ijZroventenz, durch, das Ankleben von AArcken mit der Aufschrift „Inden hinaus!", „Die-Wohnungsnot Schuld der Juden" und durch Anpreisung von antisemiteschen Schriften eines Münü'.eaer Verlages. Wie denn .überhaupt die ganze Anlage ver Sache viel reichsdeutsche „Äufnra'chunz". verrät, t'ln.f diesen! Gebiet Hl also der geistige Anschluß bereits vollzogen. Zur Verteilung gelangte weiters eine vom Deutschen Voltsroc (Werbestell« 8. Bezirk, Albertgasse 1b, verLNtrwortUcher Schriftleiter Alois Thiel, Druck Menzl u. Witt, Wien, X) verlegte Druckschrift unter dem Tirol „Der eiserne Besen", ein Machwerk ordinärster Sor^e, das nur dadurch interessant ist, das; der seine Unterschieb zwischen Ost-- und Westjudeu ivcgqeworfcu und einfach van dem „schändlichen Answarf der Menschheit, dein Mischen Parasitentum" geredet wird. Co dankt. man ocn Inden, die int Krieg mit Lebensgefahr die österreichifchrn und deutschen Sol-' daren vor den Nüssen verstecrr .habe»!' Wie ' gering das politische Urteil dieses Deutschen VolkSrates ist, mag nian daraus ersehen, daß sich auf Seite 1 unter anderen! eine lumpige Beschinrpfnn.q der Vereinigten Staaten befindet, mit denen die rK-egterung gerade jetzt über einen Lebensmittelkredit und über die Heinrbeföri^cung der Kriegsgefangenen aus Sibirien v-erha-ndsttl Die Hetze ist vorgestern' mißlungen. .Mer verschiedene Redner habe» von einem Zahltag gefpwche»» Wir möchten die Opfer dieser Verhetzung nachdrü'ck--. i ich st »MW,,, den oorgeftxkyeif Versuch nochmals zu wagen. F Ostjrrden hinarrs! Der Ruf, der setzt von Lausend Klugs'chr'iiren und Vtockaten mu-gi^gerffchaiit, ist n«n. Bischer wurde mit der nämlichen Wut und Lnngenkraft eme um ein« Silbe kürzere Parole, gebrüllt: Juden hinaus! -Sbite teutonische Herzensreiuheit treibt da eine höchst anrüchige Taktik: S. re spielt dieWestjuden gegen die O ft j üben am s. Diese guten Kathvliteu und über freindrassige Uumvual cnrporten Alldeutschen rneinen natürlich alle, alle die verhaßte« .Hebräer, ob sic nun einen geölten SchLitel tragen oder ein Modeiatci oder Stirnlocken und Kaftan, ob pe uns. bedn Heurigen gut wienerisch untjode'ür, oder, noch ihr jüdisches Jdvom sprechen. Aber es ist höchst vorteilhaft,- sieht' im Ausland besser ans! und erleichtert die .Arbeit' üierznlande, wenn man einen Teil der Judenschaft! veranlaßt, bei der Judenhaß selbst mitzutun. Pfui TeusU über otejes Beginnen unserer ^rbiindc, jüdische MiistteUrr heranzutocken mrd g2gen die andere,: Juden loszuürfsen, ülmr diesen.geuieinen Herfuck. den Bruder vom Bruder zu reisten und ihn wl den ouüsemitifthen Streitwagen zu spannen! Sic wurde schon einmal versucht, diese jesuitische- Wiederaufnahrne des Straßenbähnverkehres am Montag. Gestern vorinittags ist in der Straßenbahndirektion der Auftrag des Staätsamtes für Handel und Bauten eingelaufen, den Straßenbahnverkehr Montag den, 29. d. M. wieder anfzunehmen. Der Verkehr wird sich in dem Ausmaße des Verkehres vom Samstag den 20. d. M. abwickeln. Der Betriebsbeginn wurde auf halb 6 Uhr ^früh .angesetzt. Die Sparmaßnahmen bleiben aufrecht. Wie aus dein Staatsamt für öffentliche Arbeiten mitgeteilt wird, ist die Wiedereinfuhr ung des Betriebes der elektrischen Straßenbahn vorläufig die «einzig e Erleichterung/die der Bevölkerung' geboten werden kann. Alle übrigen Sparmaßnahmen, tvelche mit Sonntag den 21. d. Min Kraft getreten sind, also . der. Schluß der H'austore, um 8 Uhr abends, die Einstellung des Betriebes der Personenaufzüge usw., bleiben vorläufigin unvermindertem Maße aufrecht. Ein Tetmiu für-die Aufhebung dieser Maßnahmen läßt 'sich zur Stünde; nicht a»geben und wird erst nach Wiederherstellimg. der normalen Kohbrnsituation möglich fein. Wahrscheinliche Einschränkung des Eisenbahnverkehres. Die Kohlen.not. hat sich N'.m auch bei den Eisenbahnen so bedeutend gesteigert, daß die fast, gänzliche Einstellung des Bahnverkehres an Sonntagen ernstlich erwogenwird. Im Staatsmnt für VerkehrswesM sind interne Vorbereitungen getroffen. worden, um bei einer Verschlechterung der Kohleneinläufe nötigenfalls Vorkehrungen, zu. treffen. Man hofft jedoch,, diese Maßregel vermeiden, zu können und finden in dieser Frage Beratungen--stakt. ' -! Der gestrige Kohreaemlarrf. . Der allgemeine Kohleneinlauf mn gestrigen. Tage war gering und deckte den Bedarf nicht- Im Staatsamt find auch keine Meldungen über weitere Verladungen nach Wien eirrgelaufen, so daß man dem städtischen Elektrizitätswerk auch weiterhin mit den yon der.Industrie requirierten' Kohlen stark zu Hilfe komncen ' muß. . Der angefammette Vorrat der Elektrizitätswerke betrügt 200 Waggons mü> man hofft, daß nach.Abschluß der Prager Verhandlungen weitere Reserve-.F; airlagen möglich sein, werden. ' j Ausgabe nerrer KohlLrrausrveife. ' ■" Anfangs''.OktyVer werden in der ZÄt von 2 5' Uhr nachnMags durch die zuständigen Brotkom-j Missionen dry neuen Küche st- und Zrnr'mer-ä brandkarche» ausgege'ben-, und zwar für-- W'-ohnungsinhaber mit den Anfangsbuchstaben A bis. C' und E' am S. 'OkwbeEr, 'D,. U, Ä am '3. Oktober,' H bis I arn 4. Oktober, K und L am 6. 'Oktober, P bis R am 8. Oktober, S, Sch 'ustd St anr-.9; Obtoüer und T bis' aur 10. Otdober. Bemerkt wird,' daß gegenüber dem "Vorjahre ütsoförne eine Aendsr'un g der'Bestimmungen emgetreten'ist, als nunmehr ' Haushalte, welche über ein Gasbratrohr verfügen, jenen .Haushaltungen gleichgestellt werden, welche bloß einen Gaskocher besitzen. - - Die neuen -Bezugscheine und Kohlen-(Kv?s--)Bezug- Iarten für Gewerbe, Betriebe. und Anstalten werden auf Grund einer neuen Bedarfsüberprüsung von Amts, wegen zugestellt werben. Jene Parteien, welche bis znnr 25. -Oktober eine amtliche Aufforderung-nicht erhalten haben, können rmch. diesem Zeitpunkte ihren Anspruch beim Kohlenkommissär des zuständigen magi- .' stratischerr Bezirksamtes geltend ruachen. Die Berliner Kohtenverhandlungen. Berlin, 26i Srsttember. Die österreichische Delegation traf heule in Berlin ein mib es fanden nachni Ulags Leim Michskommissär für die KoMnverteiluu g Verhandlungen wegen der Belieferung Deütschösterreichs statt. Der Reichskohleukoürnckssär erläuterte zunächst die schwierige Kohlenlage Deutschlands und die unzureichenden Abtransportnm glich Leiten aus dem oberschlcsischon Revier!' Insbesondere wurde darauf verwiesen, daß die Wagengesietlung am gestrigen Tage, das,ift den 2b. September,.im oberschlesischen.Revier nur. 3300 Wagen erreichte und daß veveinbarungsgeriräß eine W'agentzestellung von sördertäglich. 6500 Wagen nötig - ist, um die Lieferung von l HfWmnilOT BMBaMBK— 7500 Donnen täglick. .nach Deutsch oster reich zu ermöglichen. Der Reichskohlenk-smmissär erklärte sich von dev schwierigen ddotlage Deutschösberrcichs überzeugt und, stellte in Aussicht, das; die vertvagSmÜßig festgesetzt^ fördertägliche Menge zur Anlieferung-gelangen.-werbe.. Die Steigerung der derzeitigen Lieferung hänge jedoch-' vor allem'von der Wagengeflellung' ab. Mit Rücksicht davaust baß. die Belieferung Teiüschostcrreichsdemnach 'zunächst eine. Tmnsportfrüge .darstült, toerderr die Verhandlungen morgen nachmittags int Ministerium für öffentliche Arbeiten fortgesetzt werden. Die österreichische Delegation dürfte spätestens am Montag in Wien einbresfen. : 5 Bürgermeister Reumarrn über den gegen- " wärtigen Stand der Kohlenzrrfuhr. Zn Beginn der. gestrigen . Sitzung'verlas Bürgermeistes Iieutnaun einen Bericht über den gegenwärligen Sland d'er Kohlenzufuhr, dem-wir -folgendes entnehmen:' Die. Zustände bezüglich der Kohlenzusuhren habe» bisher eine BesfermM ni ch t erfahren. Im. Gegenteil, es hat sich gezeigt^-daß sie konstarlt a b n e h m eü. Auch der nördmestböhmische Kohleneinlauf, der für den Betrieb der elektrischen Straßen-' bahn in die Wagschale fällt,-hat sich bisher nicht 'giinffigeN! gestaltet. Er betrug für/ den Hausbrand anr- 22. und 23.f je 465 Tonnen, am-; ,24. 339 Tonnen, bei -deW- Elektrizitätswerken liefen am 22. 435 Tonnen» aW 23. 167 Tonnen, arn .24, .125 Doniren nnd am 25^ 224 Tonnen ein. Ausführliche Nachrichten über die Ei> gebnisse der Prager Verhandlungen liegen zwar noch michii vor,, doch scheint der Schluß nicht unbegründet, .daß diese. Verhandlungen eure Besser ung der Kohlenversörgung er^ warten lassen. DerHerr Staatssekretär, für - Handel ,uM Gewerbe hat heute .ftüh. .telegraphisch bekanntgegebsjr,., daßl di« letzten. auf den...BahilbLtrieb .bezüglichen S parma nahW.en aufzu.h ehein . seien.. Das /Telssgr-anlnr läutet^ Der dir Stromabgabe äir Bahnen einschränkende. Test. de^j letztLn.' Sparmqßnahmebestimmungen ist mit. Wirksamkeit öönp Mon'täg 'den 29. ' September ' 1919 sofort anfzuheben. Es! geht darairs hervor, daß jene Verhandlungen, die in P.räD. wieder angeknüpft wurden,, aller WahrfchLitt.lichke.it.,nach züeinem Resultat geführt 'hattest», daß .von seiten besi'StaaLH.. sekretärs für Handel, Gewerbe und Bauten ulupirehr stiii'. die Gemeinde Wien herangetreten. werden komite, ab MöntE den 29. d. M. den Straßeubalinverkehr wieder zu .er--, öffnen. Alles weitere, muß ich vollständig bcnt Herrn. Staats'- sehretär überlassen, dtsGenreinbe frisst künftighin, wenn'öZ wiedeH zn Kalamitäten kommt, keine Verantivortung. Der 'Staats-,' sekretär-hat dieses Detegranunentsendet, , da- 'er ivohl dtßj' Gewißheit' hat, Laß der Betrieb wirklich Lilsgenolnttten.werden^ . kann. -Wenn nun der Herr Staatssekretär die WsicheW^..., gibt, daß der Verkehr ausgenommen werden kann, werde, ichf'' kmnen .Moment -zögern,--den Verkehr ansnehmm M. kässrn^' So. steht^die'Sache für-mich' . . .. Zwischenrufe oo n^eiten der Christlich sozialen'.und derew Beantwortung durch die Sozialdemokraten machLU die üörigenj Ausführungen des Bürgermeisters, Unverstand llch. 'Airs einen! unvernehmbaren Zwifchennrf des Gemeinderates Nnterniüller (Christlichsoziall ruftHemeiilberat Forst.ner (Sozialdemokrat):! Die mann Kurz . .... „ . Bürgermeister Reumann: Es ist wohl vollkomrnenj unangemessen, mst diesem -Unglück der Bevölkerung so zw / spieleü. Das Urteil überlasse ... . , (die. übrige» Aorist!, des- Bürgermeisters sinh unverständlich).. ... M- Der Lärm erhebt sich von neuem. Gemeinderati' Forstner (Sozialdemokrat Mft in den Saal; D'cshalbf habt Ihr zum Krieg , gehetzt? 'Gemeiuderat Untrrmüller (chriist-: lichsozial): Lesen Söe 'die: „Arbeiter-Zeiw.ng" vom Angristj 1914! Gemeiuderat 'Forstner (Sozialdemokrat): Habt rhrf keine» anderen Ziv'eck, als dre 'G«'ge»re.vol«tiön"he'röeizusührrn^ .Gemeinderat. Huber;Hristlichfozial): Die Erwidepiug.'Mb) auf sehr schwachen Füßen? Gemeindemt Brewer schriftlich-,, sozial): Habts vielleicht . Angst vor der Gegenrevolutibu?. .Gemeinderat Kimschak (christlichsozial): Also jetzt tun wir wieder Genremderat spielen und- .nicht Wählerversattünlung! Frml Gemeinderätin Glöckel (Soz-raldemokrat): Der Christlich soziale Zerdik war doch in Prag! Gemeinberat Huber.(christlichasozial): Ja, wie der Emmerling allein draußen war, .hat! -er nichts äusgerichtet! •. - Nachdem sich der Lärm gelegt hat, führt. Bürgermeister-' -Reumann weüers Ms: Es-hatuns allen schwere .Sorge,'- gekostet, 7 Tage lang vor der Bevöllerilng die Verantwortung zn haben. Ich nmß sage», daß ich beglückt davon - war,i daß dieses Telegramm,voy seiten des Staatssekretärs du*, gelangt ist. Ich glaube,.-daß ich aus dem-Herzen aller spreche,> wenn ich -der Wiener.Betölkerung de,: Dank dafür -ans- .spreche, daß sie diese Last mit so großer Geduld getragen hat. ' und noch Samstag u.nd fS-onntag zir tragen haben tvird... Don. den. iShamnaßMlMen wird also die..Bestimmung bp-'.! Züglich-.t^sf,Otraßen'öähnve.tMMs außer Kraft gesetzt werden/, . er wird ausgenommen^ eh-enso . der elektrische (Verkehr'. vmif.!Wie».:nach' Baden Änd' nach Pteßburg. Was. die To.r-, sspe ckulangt, wird.sir bis 8 Uhr av. frcchterhaltci»; und hat sich der Herr Staatssekretär vorbeWieu. nach seiner;' -Rückkehr einen Bericht zu..erstatten und jjitc ÄitgelegeuheiL. tveßeni.der werteren.'Sparmaßimhmerr in die Hand zu rwhmeni. Die. SkoMmission. weilt. gegenwärtig in Berlin, um dort entsprecheude Abmachungen- Zu, treffen. und wird dann in Prag.-: 'die ÄbschlußveLhaydlnngL». vvtNtzhmen. . Ich Litte dies vori läufig zur Kenntnis zu nehnre«. Ich habe Ihnen dannü' klargelegt, in. welcher Situation wir uns. gegenwärtig be-- sülden. ' mdm nmmmmami Taktik. Knapp, vor - Kriegsausbruch- Huben sie es unterrrommen, rnü verruchten Kniffen eine westjüdische Merkte zn dressieren, und"-auf die östliche Judenschaft losznKoppeln. ÄaD war beim Beilisprozeß. Damals konnte man's Är hundert Varianten in den 'Antisemitenblättern. lesen, vom Versammlungspodinm vernehmen, im PrivLtgesprä'ch süß flö'ten hören: „Ihr westlichen Israeliten seid kultivierte -Menschen)- niemand glaubt daran, daß ihr für rituelle Zwecke Chriftenblut nötig hübt.' Aber warum gebt ihr israelitischen Mitbürger nicht zu, daß jene fanatischen dunklen Massen des -Ostens diese nrittelalterlichen Asketen, mit denen ihr doch, garnichts gemein habt, zu Ostern Chri'stcnkirlder schachten? ' So Lange ihr versteckt in bieset Lüge" vc-'charrt, macht ihr.euch' »üttschnldi.g. Sagt ihr aber die Wahrheit, da.m zahlt ihr euch von dem Verbrechen los und btemt. der Menschheit.". Uehnlich wird jetzt durch förmliche AuLünbignng'. einer „Westjudenschonzeit" ein jüdisches Bataitton zn( i formieren getrachtet,, das man ins Vorbertreffcn gegen «die Ostjuden zu entsenden gedeE. Es ist. die traurigste' Seiteder Jnde-nfrage, daß unsere Zerrissenheit auM i nnr den Gedanken an ein solches Manöver mügliM machte -,Mrd^ es wäre unsere ärgste Schnmch, wenn^ siD Mische.Eternente. färchen, die. sich zu solcher. .Verderbt- .heit chriedrigten.- Muß .'man erst dararr.erinnern/ dM die: nämlichen Alldeutschen, welche ihren -Rassenhaß jetzt bloß auf die OstMen einflsllen, alle Jud-snsölM von Geburt aus beAhalb für ehrlos erklärten, weit sie aus'Mischern Mutterlei'be stannnen,- sölbstdann/ wenn sie narh Wien, Znaini oder Eger Zuständig -warerr? itub daß dieselben Ehristlichsozi.rlen, welche jetzt deir 1 Wiener israelitischen Mitbürgern um den Bart gehen,'.!> in der Zeit ihrer Stadtherrschrrst nicht das kleinstes