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Wiener Morgenzeitung · 1919-09-23 · Heft 244 (23.9.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 244 (23.9.1919)
Date
1919-09-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 244 ■ Wien, Dlensrag ' _Wiener Mlorgenzermn-' __ 23. Septemver 19HT. Deüe-s- , Tagesbericht. Monarchistische PoHromagttation. , In der Brigittenau hat gestern abends eine Monarchist i s ch.,e AgitalronsVersammlung stattgefunde», die. wie es der Natur der Sache entspricht, von antisemitischen Erscheinungen beßletteÄ war. Der Redner des Abends war. der. aus dem Egerland davongejagte alldeutsche Abgeordnete Dr.- U r s i n. Nach der Versammlung formierten die GrWeuenm, etwa 30v deutschnattonale Mittelschüler, die -nnt Abzeichen geschmückt waren, einen Demoystrattonszug,' -der auf dem Mathildrnplatz Halt machte. Dr. N r s i n hielt eine Rede, die."er k mit dem Ruf -^Hoch d i e M o n a r H i e" schloß. Die Behörden hatten alle Vorkehrungen getroffen, um die Demonstration in dem gebührenden Schranke» au halten. Ein Züg Bolkswehr war für alle Fälle in Bereitschaft gestellt. Die Tellttehmer an der Versammlung fanden es, als sie die Vorbereitungen sahen, für geraten, «ach Hause m gehen. Einige von ihnen, bte in den dunklen Neoenstraßen auf eigene FmO Politik zu ^machen versuchten. wurden mrt blutigen Köpfennach Hause geschickt. ES sei ihnen dies Ar alle Zukunft eine heil» sacke Lehre. Vortrag Dr. Leo« Reich m einer jüdische« Massenversammlung i« Wien. . Gestern abends fand im großen Saal der Produktenbörse eine jüdische Maffenversammlrmg statt,, an der uuaesähr 3000 Personen lerlnabmen. Der Referent Dr. Leon R e 4 ch, Vizepräsident -es Komitees der jüdischen Delegatiorrert.- bei der Friedenskonferenz in Paris und Mitglied des - großen Aktwnskomitresbelenchtete in einer mehr als einembalbstündigmRede die- Tätigkeit der jüdischen Delegationen in Paris nud die EtruNgenschasten der jüdischnationalen Politik.!Die Rede, -die stellenweise von Beifallsstürmen begleitet war, ries in der Bersammlrmg "»'ostest Enthnstasmus hervor. Flüchtlingselend. LuOenvurg, 23. September. (PrÄal.) . Am l2o. .August wurden die Mischen Flüchtlinge au§- Vunidenburg ausgerviiesen.- Trotz ihrer dringenden Bittd, den Aufenthalt noch 14 Tage z«r Beschaffung der nSWn - Dphrmeflte zu gestatten, mußte» sie innerhalb Tß.Stuiiden die Stadt räumen. Am 28. Anglist wurden sie über Antveisrmg der Statthafterer nach Groß ° Mesexit s ch' -ab geschoben. Die dortige BezirkshuupLnlännschasLwoltLe die Flüchtlinge in verschiedenen Orten nnterbrnlHn'. Die verhetzte Bevölkerung Keß dies jedoch nM'Lit^ LtzdwhLe den ganzen TrvnSpsrt und betvgrf ihn - mst t' Steinest. Nach 36stündigem. Aufenthalt 'in "den Wag'gvns wurdeii die Flüchtlinge nach Stud.enitz lEeHefördert, wo, sie jetzt schon beinahe'-vier SHche.n.in den Waggons, inmitten von Waldungen,.' ftuWie Epledigstng ihrer zur Heimreise nötigen''Doku-- mMe. wartest. / - H Falsche BankuotenftempeLmavken. ... Dieser Tage wurden in einem Kafseehausein -der Iösefstadt von Polizeiagenten drei Männer in dem Mg-cublick verhaftet, als sie eine größere Anzahl falscher tschDo.-flöwäkifckM Nanknotenstempeknarken ■ zu einer KHM'ustli An 50 Heller zu einem Stückpreise von-16, beArHungsweise 8 Kronen einem Herrn liefern wollten. M Verhafteten sind: der 21jährige beschäftigungslose Kontorist 'Lothar Akt sch ul, Ottakring, Hofferplatz >8, wohnhaft, der ebenfalls beschäftigungslose 26'isthrige' Handelsangestellte Salomen L a n g be t g, Äss^rgrund, Nußgasse 1 wohnhaft, und der 42jährige Markör Jmre - Donner, 1. Bezirk, Seilerstätte 10 tvohnhäfk. -Das Sicherheitsbursau war schon früher vonder.' Mchecho-slowakischen Gesandtschaft auf - das Tc^iben der Bande aufmerksam gemacht worden und hgti dieMestnahme her Stempelhändler angeordnet- -Bei shiwtt, wurden 205 falsche tschecho-slowa'kische Baukuqj^lj.ck»'beschlagnahmt: ';; t* *Gi» Zug js die Bukowina. Am. 3. Oktober,l. I. ßtt)t eist Transport u a ch der- Bukowina ab. Militär- Personen, .Pie tljre Bagage abhole wollen, können diesen Zug zur EmrLisc 'benützen. Erforderlich sind: Paß, Marschroute, Zertifikate, .d.-rest Äusstellnna selbst besorgt werden muß. Anmeldungen bis 87/d, M, Uci Rittmeister DelhaS im StaalSamt für Heerwesen). l. Stock, Tür t>9. Visa werden besorgt. Der Transport dauert etwa '3 bis 4 Wochen. . * Abgängig. Paul B iß, 2l Jahre alt. HvchschMr,'ist seit Mittwoch den t7. d. M. nachmittags a b g ä n g k g. Wer Auskunft''über dessen Aufenthalt geben kann, wird um Mitteilung an Ignatz Bist, IiX..Berggasse4, oder 0., Große Aä)hrengasse 14, gebeten. ' Gelvsendüngen an Kriegsgefangene in Sibirien. Amtlich ' wird vcrlcintdart: 1. Geldsendungen an KrregS-- gefangme in Sibirien find in Kronen beim K r i e g s g ef an g e n e n a m t. Wie u, VI., G u m p e n d o r f e r° st Mastel, Aus k n n f 1 e i, zu erlegen oder ver Post einzusenden. 2. Pakete an KriraSgrsangene iu Sibmen stnd in Leinwand veuttAstbeim zuständigen Postamt aufzugebe». — Keine Klstchen, Größe 5VX30X20. Die Sühneverhandlungen bei den Gemeindevermittlyngsämteun. Die Bezirksvrrtrrtnng Alsergrund hat'eine Aenderung des LandeSgesetzeS vom 17: Ssptember 1917 dahin befchloffeu» daß die Parteien verpflichtet wMn, bei den Siihnevnhandlungen der Gememdevermittlungsätstjer/zu' erscheinen und daß seitens des Wiener Gemeinderares dre/Dezirksvorstehcr und die Vezirksvorstcher-Stellvertrrter, wenn sie nicht Vertrauensmänner stno, als solche in das Gemernde-' UermittlungSamt ihres Bezirkes entsendet werden. «• Spenden für das jüdische Kind. Anläßlich der Berlodrma des Fräuleins Alice Dauer mit heM'H. Reisfeld geiammett (durch Karl Blume) K 100.—, i DereinS«achrichten. iN « ch r ich 1 en » » « v, reine« 11 f chei« en a u Sn g h m S l o S n «t a m kage d e r «er a n ft « I t u n g.) i : Heute: In gestdve rein „Ahawa 1 h Zion", DiLN,!!., Ennsgasse 15/4. Jugendliche, die au einem hebräischen Kurse teilstebmen wollen, mögen sich im Sekretariat deL BrremSheinits Mick von 6. bis 7 Uhr ghendd vormttken .. Jüdischer Hochschrrlausschritz. Die Delegierte« der akademische» Fach- Vereinigungen, der poale-zion., jiid.-sozial., bund. Organisationen nnd der Bereinigungen, die die briefliche Einladung erhalten habe«, werde« ersucht, ohne Mckficht auf de» Straßenbahnverkehr in der Sitzung im Saale des AochschulausschuffeS, Als erstratze 28, heute Dienstag um v Uhr abends zu erscheinen. Tagesordnung: Zusammenarbeit aller politischen Gruppe« im Jüdischen tzochschulausfchufse. ■ Makkabi, jüdische Sportler, jüdische Hochschüler, Heimkehrer, bewußte jüdische Volksgenoffen! Erscheinet heute Dienstag» 7 Uhr abends, im EafS Industriellen (Souterrain), I.» Rons Kordiaplatz 4, zur Entgegennahme wichtiger Mitteilungen. Deutschösterreichische Jüdischer Hochschnl- Turnkreisleitrmg. ansschutz. Fünfhauser Gesinnungsgenossen! Heute Dienstag findet um V,8 Ahr abends im Eaf6 Raimundhof, VI., WaAgafse 6, eine Lußerst wichtige Besprechung der Zionistischen Bezirkssektion XIV und XV statt, zu der alle in Liefen Bezirken wohnhaften Gefinuungsgenoffen unbedingt erscheinen sollen. Bühne und Kunst. Fritz von Anrnh's „Ein Geschlecht". (Zum kosten Male <mf$c m&Et im Burglh*ater am 20. September.) „L> Gräßlichest Mein Auge fault bawttt!" .Dieses Work drL Dichters eutriugt sich dem Leser des Buches überall dort, wo ihm brr Sinn der Verse klar wird. Denn dies schickt der Uritrrzeichnete wenigstens fiir seinen- Teil kleinmütig voraus, daß er sich der Sprache Unruh's nicht -gewachsen suhlt- . Dieses Drama ist die Rede eiussBesLssenrn, fieberhaft fiackernd, mitunter von prechtvo'ler p7)o)pyorc^ierendsr Schö..- heit, dann dunkel lallend, die ohnmächtige, verzweifelte, zähne- ' knirschende Jrrede eines Dichters, der vor Verdun die Not, den Zwang, die tausendfache Schande des Krieges ersebLe, Mau wird.au das Wort errimert, welches ein anderer junger Dichter, Albert Ehrenstein, über sein Büch setzte: Der Mensch - schreit".' Fr'itz von Unruh schreit mit ' wahnwitziger Geste imb was er' aus seiner Brust - herausschleubert, -geht durch - Mark und Bein. Man must .zuhören, .man äst 'festg'eLannt — — aber mau versteht ihn nicht oder es gcht einem, im besten Falle so,' wie der Greisin in dieser Tragödie, die . verzagt zu ihrem Sohne sagt: „Erahnend, nicht begreifend, was du willst ..." . ,; Der erfaßbare Inhalt: 'Im Tale treibt der grausame Muß die Soldatenskladen , in die' Schlacht. . Oben, im Soldatenfriedhof wird ein Gefallener von Mutter,-Schwester und jüngstem Bruder bestattet. Da werden von Soldatensühr-rn zwei andere Söhne dieser Mutter zur Friedhofsmauer ge-- schleppt. Sie sind zum Tode verurteilt, der eine („ältester Sohn"), weil er schändete, der andere weit er feig war. Der jüngste Bruder soll das Todesurteil vollziehen, aber das Beil entsinkt ihm undsie schleppen ihrr in die Schlacht, auf daß er „zum würdigen Glied 'des großen Volkes gehämmert", werde. Vom Fri-dhvf kommen Mutter und Schwester zu den beiden Gefesselten. Der eineden sie wegen Schändung ver:rr-ei!ten, verlangt gierip nach dem Körper , der Schwester: „Ich streiclite saust den Schatten, deines' Schenkels mit der Zeh." Die Schwester, von ber/nämlichen perversen Lust getrieben, stürzt sich mit dem Nus: „Zerreißt mich, Hünoe", auf ihn, löst die Stricke und' sie um» schlingen sich vor den Augen der Mutier in stöhnender Geilheit. Abrechnung mit der entsetzten Mutter — Raisonnement von Schillers Franz Mohr, in ezrqnälte Verse umgegossen —- Anklage der Muüttr gegen den Krieg, der solchen Greuel schuf — Ekel des Sohne? vor der Blutschande, di« ihm zum „feingeschlitztrn, lustgsdröngten Fleisch" der Schwester hintrttb — Hinstürzen der beiden Kinder aus die Mutter, um sie zu erwürgen. Die Greisin reißt sich los, wankt zum Friedhof nnd vergräbt ihre Arn:e in oie laue Erde, die ihr bestattetes Kind birgt, währ-::;d der älteste Sohn dir Grabkreuze auSreißt und zersplittert. Er erklimmt die hohe Friedhofsmauer und mit dem Nus: „Vielkopf'ge Macht aus einer Mutter Leib, mich beugst du nicht!" stürzt er sich rücklings auf die Gräber. Allmählich bricht der Tag an (der Dichter läßt die Müller auSrufen: ,O eitrig Auge dieser kranken Nacht, läufst du mm aus?") und die siegreiche Soldateska, „gehorsam, helmgedrückt", kommt mit dem jüngsten Bruder aus dem Tal. Die Mutter entreißt dem Soldatenführer den Feldherrnstab, wächst über all« Köpfe hinans nnd verkündet die neue Zeit: O Mutterleib, o Leib, so wild verflucht llnd aller Greuel tiefster Anlaß erst, Dü sollst das Herz im Bau des Deltalks werden Und ein Geschlecht aus deiner Wonne bilden, Das herrlicher als Ihr den Stab gebraucht! — Während der Führer die Mutter tötet, schleudern die Soldaten Helme und Waffen von sich, heben den jüngste« Sohn auf die Schultern und „stürmend Licht reißt sie fort." Zwei Blasen treibt der Blutsumpf „Krieg": Todesangst und Ltebesbrunst. Aber sie zerspringen, wie eine spitze Flamme zuckt an ihrer Stelle aus dem Blutsurnpf die Empörung ans, entfacht die Seelen der gepeinigten Mutter u,rd der^ versklavten Söhne, riesenhaft ■ loht der Brand und vernichtet die Kasernen der Gewalt". DieS scheint unS der Sinn des Gedichtes zu sein. * hellgrünen Rampenlicht, aus dem schauerlich schönen Hkntrrgmnd einer kahlen Felsenlantschaft, an die sich der Kirchhof schmiegt, von ersten darstellenden Künstler« , gesprochen und gemimt, kommt man leichter über unfaßbare Reden und Vorgänge hinweg und hält sich a« die Höhepunkte, di« eine kluge Spielleitung zu unterftreichen wußte. Frau Bltz^dtreu, di? gewaltige. Tragödin Bleibtveu, tritt vor. Größte Auswahl! Billigste Preise' f C40 Leopold Steiichart, Wim, I., BiberstraßeS. wendet das gramburchfurchte Antlitz zürn Publikum und - , . ruft die Frauen an: -Hervor aus Euren Kummerwinkeln, Mütter! . . - Wie können wir den Wahnsinn weiter dulden, . Der '.diesen Bau der Menschheit, den wir schufen, " ) . Sinnlos zerschlägt und in die Gräber schleift!/ . :r'V- Diese Standrede gegen den MeltDernichtungsgeistniuy > mau aus den; Munde der Bleibtreu gehört haben.- Uud- Herr S-chott, ein großer Ki'mstler, der den „ältestenMohn" gibt und manchen Versknänel ganz wunderbar entwirrt hat', beschrettet eine Erhöhung, tritt gleichsarn hinaus aus dem Rahmerc der Szenerie urw schleudert'eine Anklage in ihrrnnos, - daß die Herzen beben. Gewaltig auch das Ringen, depi Muttermit dem Soldatensührer um den FührerstM . LiN ', sie ihn den Männerfäusten entwindet und. (die Bleih treu!)'.... dämonisch über den Helmen und Lanzen schwingt.)Dis?,. Tochter spielt das edle Fräulein Mayer mit Hintzade.! Die Galome-Lüsternheiten (,F)ie Finger spreize ich lDM dein Deruch um alle .Glieder wehe! Packe michMsind ihr -wesensfrernd. Sie war' mehr Tochter dieser' Mitttt'r! als.-:'-Schwester dieses Bruders. Groß «rsomreuVOM- Dichter ist die Gestalt bes „feigen Sohnes", der wahrtchd der-ganzen^ . Tragödie: jammervoll strumn an die Mauer.gebunden'dasteht,.s.- i*i'n. K^«* v\4> mwt - Herr.' Ei dlitz wirkte erschreckend mit "feinem stümmLUSpielt-. Hoch zu preisen die Spiellettung bes Herrn Paul'sen,-di«') nur der ganz zu würdigen weiß, welcher das Werk zu eüt-- zifsern suchte,. bevor er. cs auf den, Brettern sah.).'.. V; l Als dieses Werk entstand/ wurde die- Erdevon /Eisen- . Hagel - und Schwefelregen verwüstet.' Ist. .Unruh), der Dichter dieser Zeit, ist er der Sänger einer neuen- Jugend,---'die ein-enerw Sprache spricht, seitdem sie der Leicheugettrch"oer.Schlacht- . felder gruseln machte? Verstehn ihn wirklich die^eScharen.- im Stthparterre und auf der Galerie, die ihm. zujnLeltenf und ist' schon den junge« - Menschen von gestern der Sinn seiner Rede verschlossen? Wir zweifln daran, denn auch, mit-den Worten Hans Sachs' in osrr- Meistersingern,,Nur.) ist's. .schtver zu behalten ttwd das ärgert unsre Alten": wirdnarger Unfug getrieben. Otto Abele-s. . -: Neve Wiener. BLhue. - - (,M1-s gelbe Zilie", eine 'Geschichteans der nngarisckM! Mobmtz ün drei Akten von Ludwig Biro, deutsch« .Hear-, l 'ch Leitung vor: Ludwig lil lur an n.) Do.s Stück handelt vor dem Kriege und will iü. derb- - lnuigech Art-das monarchistische Regiment -im Magyareula^de aEdBHra'uger stellerr. „Der Erzherzog", ein uichtssrigell^rL-'-.'. jrMMicher -Hinkopf und Schwächling, sehnt sich i:a,h einer . währen Liebe" und lechzt nach der Ipjährigen Judith Peredy, > diI, . oLzwar lut Kloster ausgewachsen, rächt unwelilich veraMgt'' ist. Er stellt ihr ans die urrwürdigste Weise nach,- dex.'^«der'-guf der: .Szene,.der Erzherzäg: .zieht d.en> Säb.rl, . der.-Arzt -dlNl'MLvo!vsd-«uv'"ber"übercküttgef^ül'rgling. 'bleibt iM^esner- Kugel. iw der Brust liegerr. :Därst herbeigeholtt-/ Adjutant zwingt Peredh, seinem - erzherzog'lichen Feind de--' - sägte - stugel' ensr der Brustzu entfernen. Die Opvpatisn.i gelingt. Aber Pered!) verliert seine Schtvester an den Erz-: herzvKl dir sich nunmehr sterblich in ihn verliebt hat usth; ei'flL--Morganatische Ehe mit der „Hoheit" eingeht. , . . Deri -A^t.-Wrd nicht nur von -seiner Schwester im Stich gelassen-,: söuöeri'r. lernt in: seine» demokratischen Anhängern.-Prinzipien-': lÄ.e, stur um ihr persönliches Wohl amd arm ihren Vorteil s lMächsr: Spitzbuben kennen. Die Satire auf. die Mänarchiej ustdt ihre Lotterbuben und Gewaltkerle klingt aus in ciifr blasse.jSatire auf das Bürgertum. Der erste Mt mit Tanzein'äM und Zigeunergefidcl gefiel am besten und.-fand lel^ . hWen Beifall. Der Autor hat. in dessen Lebendigkeit u»d mättL-Schluß des stark humoristischen -dritten --Aktesverhinderie / e-rM-.Horden-il'lcheu Erfolg. Hohes Lobgebührt der. vortreff- ) H'djm Regie Ludwig Stärks :' aus dem magwarischLn PMi-Z'., daS' ausgezeichnet, wiedergegeben wurde, sind der- Echher.zog Lothar M e rr d e s, Kurt Lessen als sein - Ud-- - jntattt, Leopold J-wald als Dr. Peredh, Adolf Schütz äls:- Cüfätter Jacques Süß, Ludwig. Stärk als Zigeuner, Engen-. , Je-nsen als Oörrstadthauptmann u«d von. den Damen- Elisabeth Bergner als Judith, Phlliue Weugerdt als: P.rimLd'vnna- und Josesiue Bier« als Dienstmagd mit be--'- sonder<nl Lob hervorzuheben. . --Äl Aus den Theatern. Im Opernth rater wird in Abänderung de? Repertoires DonmrStaa den 25. d. M. statt der an«rllmdigtcn Bvrftellung ^Nigoletto „Der Maskenball' mit den y Damen Kurz. Windbeusrr, Damr-Pilecka. dm Herren Ziegler,- Fischer, Stehmann. Betetto, Madin, Breuer, Mazzarrelli - ge-', geben. Anfang YJ tt^r. Zudischev Orchefteeverern. Die für beute angeskift'e Generalversammlung muß wegen Emstellung der Siraßentoßn 'und Sperre der Kaffeehäuser vorläuffg abgesagt werden. - Weitere: Weffuugen ergehen sÄrisllich an die Mitglreder. „Mirele Efros". Die für Montag den 22. d. M. «»gekündigt gewesene Aufführung von „Mircle Efros" int Komödien- - hause mußte infolge der eingekretenen BcrkrhrSschwierigkeiten auf' kurze Zeit verschoben werden. Die gelosten Karten behalten ihre' Briefe a«S Palästina in den Schrrsten der..Arbcit".' herauSaegebtn vom Haperl Hazair, siud Briefe deS PaläftlttMschen Arbeiters A. D. G r o d o n an seine Brüder ' \ä Jtv -t Diaspora erschienen. „Diese Briefe geben ZcugntS v»u cher -Mr^. heit, die wir m Zion für unser gespaltenes Volk und nuftr gejVglteneS Leben suchen, und die emigc rn Arbeit und Oysrr der rsßr 22-

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