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Wiener Morgenzeitung · 1919-09-23 · Heft 244 (23.9.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 244 (23.9.1919)
Date
1919-09-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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-Mn. Diinstag Wiener Älorgenzeil»«lK 23. September L91V 9lr.?44 ML igeftoffef sich i« den Detailbetrieden die Lage -*• ich bin durchaus kein Schwarzseher geradezu lat astrophal. Aber auch die Erigrosbetriebe sind stark in Mitleidenschaft NyÄgen, weil die Eingestellten zu spät erscheinen und die geschäftlichen Abwicklungen nur vereinzelt oder gar nicht Kkiedigt werden können. Eine große SchwierigLi: ludet in dieser Situation die Mittagspause, die es jetzt mit sich bringt, J?ic Angestellten. die nach Hause gehen, nun mehrere Stunden darauf serivenden müssen. Welcher Schaden dadurch Be* sonders den Detailisten trifft, ist leicht auZzudenken. Wenn die BctriebSeinstellung der Straßenbahn noch mehrere Tage andaucru sollte — und das müssen ja die verantwortlichen Faktoren wohl wissen ~ dann wird eö unbedingt notwendig sein, wenn nicht der Handel untergraben, in überwiegenden Tvällen vielleicht vernichtet werden soll, daß die Regierung wenigstens für die Angestellten Sanuuelwageu oder Lastantvs beistellt, damit sie zum Mittagessen befördert werden. Drohende Girrfchr«nKrmft des Eisenbahnverkehres. Wie von unterrichteter Seite miigeieilr wird, sind die K o h l e n v o r r ä t e der E i s e n ö a h n s n derart zusammengefchumlzen und di: Eiulauie so geringfügig, daß dir' maßgebenderr Stellen sich mit der Frage der Ein s.chr önkun'g. des P e r s v « e n v e r l e h r e S besckjäfiigeu. Wie verlautet, ist z« beiiirchten. daß die Reftringierung des Eisenbahnverkehres schon in unmittelbare Nähe gerückt'ist. Die DerkehrsKertLstrophe und die Sprtiiler. Srilend eiucL Lesters einegroßen Wiener Spitales .wird der „Korrespondenz Herzog" muzewill: Die Emsrrllnug des GtraßenlahuvnkrhrrS hat auch auf die BtrforWMg dcr Potiruten der Wiener Spitäler eine verhängnisvolle Rückwnüma, ha die Zlngehöri§e» der Patienten außerstande'sind, ibre ÄnarMrigen zu besuche». So unterblieb.am gestrigen Ssnntnz/ Lern Hauptbchrchstag. fast jeder Krankenbesuch. Abgeschen von dem seelsichen Tröste, den Patienten durch dem Besuch stirer Äu/'chöriM erhickten, sind die Patienten aber auch i«soferne Sit Schaden gekommen, «ls Gnm die Besucher stets MmagemSnßen mitdrtnsrn» die AugeftchtS deö ie$tf en VerpstegSstkwdeS »ür d:e Orienten vielfach nnentbchrlich sind. Bei Fortdauer der i'tzia'n ^erkehr-ßzuständr ist die Nückrvwknng derselben auf den DerpstezLzustand der Patrrntrn iridjt rv» der Hand zu weisen, selbst brr der kuö'stec: Aufopfmmg ist es von den Angchoriaen der Palientr« ittdjt 5« veftcmMn. zu Fndie vielfoch west entfernt liegenden Svrtaler anfzusuchen. Die AerzLe urL» die Verkehrsuot. Ans fttftKdjeai Kreise* wird iutß gs-chrivieu: EZ tnup bk ForArmmg rrHabLN sotsfon, önß Tag iwfe Nacht et loa drei rünf MttmuMl? zu erschwinglichen Pisisen und au islL*h»nt^h sicher erreichbarem Orte fürAer-te in bds»nders drüHenden Fälle» 3erfßg*.ng stehen. Dir ft g-orfttruTtf tuuß nicht so sehr im Inte reffe der Aerzk, als de^ PMikumS eryobLu werden. Erft ihre ErfüLtmlg wird es ermöglichen, daß bei schweren plötzlichen Erkrankungen, schweren Geburten usw. rasch ein Arzt kommen kann. ErMärnngesr eirres Berg«rrbeitqrfLHrers. P r a g, 22. September. (Privat.) Im LeitactiLl des „Prudv Aidn" bespricht be.r führen der Bergarbeiter NordwestböhmenZ, Budill, dir Kylllftuk-alamit iit. .Wir befinden uns, schrecht erctitf der Hohe des kritischen Kohlemnangels. Die Kslamitär wird durch den Daggonnurugel erhöht. Der Sohlen inan gel ist frs-tm vielen GrnbsnkLitüntzLn eine wrllkonlnsenr Geft-genheit mx die Geltendmachmrg; Ht stasiiveA Resifteuz und yar auch' euren a-ewissen Einfluß «us die Leistungen bed Bergarbeiters. Wenn die Wagen nicht retzelmäßig beigcsttllt werden, kann die Arbeit nicht pünktlich beginnen. An dem.Drcdrraufbm: dies r--)tku'.ndig?n Asgrnparks wird . si-eberhast gearbeitet. Kii foc.c.'H monatlich 300 neue Wagen herzesjellt/ die twc-r nnr'em kleines Pflaster ans den heult,rn Mrrtgel ' fhr'. T-> G'Kn.-mnr5- und Metallarbeilergruppen sind tii/tbiid}' bedroht und werui sie nicht m der t'.ächsk n y#ii d»? HÄr»ut-eu evfjdttsK, öech Ahnst, rxcht wenigstens Mii»mafwwersnngen Kohle gÄiesect we^en, )ver^ir sie die Erzrugung einstelien uno r*rld 1s0Aj»g T-DeilLr wsrdcu nur in Nordbohme». beschafieguvzMV uterim, D^e ^vh^rrtpEnkii»n ist ' gegenliber. der nur SO Peszent gefuEn, um 40 PrvzenL 'ist die .stEmpA-drEion niedriger, als dje.knige. vor r«m Kriege, und vsn dieser OOprozeniigen Produktion, der KriegsgLwannurltz entscheidet der Bier verband über |40 .Prozente Etz bkÄ-t fik unseren iuütnoischen ^eb-rrr nur eine unbedeuwndc Kohlen men übrig. Budil berner kr, daß einstimmig der Ruf. erschalle »mch Erybhuug der K^ykn-ew^mrung und dieser Ruf Z'.anskNtlich den Brrz-arLeilern gelte. Die Seele des SKergarbsireÄ» iß mEr d«« Wnstmssi; der jährlichen A.ÄeiL hart <ew»vden, nicht aber weniger einföchiig. Der ^e^z«ak>eißec Amr die Be-cisi>s«ng der Arsachat des grgen!»tisrige» GLilfftattdeS der K^lengewinnung derust* weÄdex. Sie Wolken wägjt die Ursache fein ter Heschasiignngslssigkeit von Arbeitern anderer Fach^ tzruppen. Die Mgirvimg hat amen Gesetzentwurf auf d>te Girtfttzung von Betriebs - und Revierräten vordie Nativnalirersammlnng wird diesen Entwurf c>r! kürzester Z«iL erledigen. Im nächste« Monat Lörtnen die Mrhlen Luichgefichrt werdtzu. Den BergarbeiMn',' bhi':> Hie Macht und bie' HauptveranttvocLlichkekt Äderst rri-esLn wecL«. D« Bergarbeiter werden nicht rnehr Bwi- 5!yhse» fchstrfen. fa&vcn auch NTrgreign'ets Mn'-- ' 'i-.nngLn LsjLLügen. KohLs«not m SaWxrg. LMSUdA» SkL. Gdp-rrüSer. Rach einer MtzeMmg d?>. Lidekttan d«v stWrifch« V«r«,»rk»» stitzt ein» vorü«iGch«ch» UM«isß»»inß4lt«vinfolge -küd- 1 to* ft»^Z«W-chßis sHe dt» nLchsiUl.T*Lkbqd«v. Die SsdsckL der Wiener. WchtMlBer. D« tzMUentlicht ' Wiener Brief seines Sonderberichterstatters, der ixrbyrhebt, mit welcher Geduld die Wiener^JNöikc- Die Fremdenausweisung derzeit nicht durchführbar. Eine amtliche Erklärung. — Gegen die Pogromhetzer. Zur Frage der. Entfernung der Frernden aus Wien wird amtlich, verlaittbartr Die in der Kundmachung der niederösterreichischen Landesregierung vopr 9. September 1919 für die Abreise festgesetzte Frist ist am 20. September abgelansest, und es ist auch bereits eine große Anzahl von Personen im. Sinne der Aufforderung aus Deutfchösterreich ab ge re ist. Mit Rücksicht auf die im Eisenbahnverkehr bestehenden Schwierigkeiten, ferner mit Rücksicht auf die Vermögenssperre und ähnliche Hindernisse ist es jedoch der Mehrzahl der von der Verordnung Betroffenen bisher nicht möglich gewesen, der Verordnung zu entsprechen. Auch sind wögen der verschiedenen notwendig werdenden Wtrmrsporte iwch Verhandlungen misi den beteiligten Rrgierungeit im Zuge. In derb Maße, als'der Abtransport der noch in Be-7 tracht. kommenden'Fremden, technisch möglich sein wird, wird die restlose Durchführung der Verordnung fort- 'gesetzt, i "■ .? ..fj - , ■ Bis dahin muß die einheimische Bevölkerung die bisher an den Tag gelegte gastfreundliche Haltung tverter beobachten und auch bedenken, daß Komplikationen, die sich aus der Frage der Fremdenbehandümg ergeben könnte«, die Schwierigkeiten, van denen Deutschöfterreich jetzt betroffen ist, mir vermehren ivürden. Die Regierung ist sich ihrer Verantwortung ebenso wie des Weges/ den sie in der kritischen Frage zu gehen hat, vollkonrmen bewußt rmd wird sich in ihrer 'Mtion auch durö^ Versammlung^« und Stwßenkmidgebrmgö« nicht beeinflussen lassen. rimg die Not. an Lebensmitteln und die Lruernng ertrage. In diesem wateriellen Min, schreibt er, habe ich keinen nwralischen Zusammenbrrtch güsehen. Wenn - eine Not, bei der 800.000 Menschen unterernährt sind und . Hundert tausende Hunger leüüm, m Paris beherrschen würbe, gäbe es. Aufstands. Die Kshlstmot in Bsyer«. MllachM, 28. September. Behufs Beseirtguivg der ÄohlLuüüt hat'die Aegbernng einen neuen Gesetzentwurf auLgearbeitet, der gewisse Aeuderrtngen im bayrischen Bergrecht ein führt; dieser Entwurf wird dem Landtage in der allernächsten Zeit unterbreitet werde«. Die Kohlerrverforgrrng der ungarischen Schifffahrt. ■ Budapest, 28, > September. Das Ungarische DeleigrQphen-KorresPonbenzbure.au meldet: Der Vorsitzende der interalliierten. .Eisenbahnrommission und Mitglied der Lvüau^mmissivn Oberst. Causey traf gestern früh wtittels 'Souderszuges in: Budapest-ein,' um hier über die Frage der Kohtenversorguitg der ungark scheu Schiffahrt und der Eisenbahnen zu verhandeln. Oberst Causeh hatte zunächst eine Besprechung mit -Admiral Trvubridgo.- Spater verhandelte 'er mit den- Vertretern der in'lsressierten rmgarischen Kreise. - . TeLegMMMe.! Tschechen gegen Polen. Prag, 22. September. (Tel.-K.omp.) Gestern veranstaltete die t.s ch'e Ä i s ch e. n a t i o^r a l d e m 0 kratische Pari er eine große Vnsammsimg unter dem Motto: „Tesche.n — U.rwä—Zips". Der Sekretär der tschechischen FriedenSdckegation Slavik berichtete über seine Eindrücke auf der Friedens KoZfereuz, insbesondere in der Tes ch.en er Frage und hob hervor, daß F r a n t reich a lleinsteLSdiets check i-- f che n Forderungen vertreten habe. Dü schließlich m Nngunsten der Tschechen ein getretene Situation sei auf keine 'Umtriebe hinter dm Kulisien. zurückrufsthren, sondern auf eine überaus mirchtige Persönlichkeit,nämlr«aus dem W e lte r n ab r u u g h d t k t a t 0 r H 0 0 v e r Bei der Abstininnmg tm Fiir.ferrak siel der tschechische Stairdpuuki, woraus übir dm polni- - schm ab gestimmt rverdM sollte. Vor dicker Abstimmung stellte jedoch ©Ic.nttuceß u dm Antrag, daß die Teschmer Frage noch nicht endgültig gelöst^werden, ^.sondern daß eine V0 l rs a b- <fi in m tt n g entscheiden solli .Der entscheidende Faktor bei dieser Volksabstimmung werden nun die Deutschen sein. Wmn diese nach gesundem Verstände urteilen, so würden sie sich für die Tschechen eMscheiden. Es sei aber notwendig, sich jetzt ihr Verk'aum zu .erwerben, Schließlich w a r n t e der N«dn?r vor einer k r i e a e r i.s ch e. n Aktion, wenn das Plebiszit etwa gegen die Tschechen eMsch^sidm sollte, nick empfahl znr Entscheidung der Negierung Verträum m haben. ES werde wieder einmal ein nüichligeS und. großes: Atzchland geben und wenn dann Polen zwilchen zwei große Mühlsteine, geraten sein werde, werde eS die Tschechen' für ihre Intervention gerne m>r dem gestohlenen Teschen brzahlm. Drrs Schicksal Oftgattzierrs. Mäh'r.-Ostrau» 22. September. (Korr.-Bur.) Die Polnische Telrgrapl)?'nagmtur mesdet aus Daris vom LO.d.M.: $häj Uebcrreichung dw Friedensbchmglmgm an die bulgarischen Drlegierun hat der Rar derFüus den Entwurf des -Ver-- der für.- dir G r o.ß m ä ch t e n n d Polen hin--. fiWch ,O st g a l i &t* tt ö tmtbenb sein sog, in Beratung gezogm. ,. D^e BalLsabstimmuttg itt.Teschen. P«ris^22. September. tKorr.-Bur.) Der »Temps* brachtetDer Oberste st'at' hat beschlösset^ daß die Volksabstimmung m Teschen in läng'steriS drei 'Msneum stättzüsinden habe. DLe Nuae»s»rchvtmg Lss AufchLUßoerbotos. BsvfaUkvs» ». September. Wie d^ . .TrmpL" mckvet, .fiydst m»v«« nachuvitaB ku Tri,irwn-Pcrlält--H»tck die Inte«« zeük)p«ug 'd«S diplsnxrtüchm bctrsjfmd den'ArtM Sil der dcrUschen Acichovc'rs»fsnuM.dur'ch B^?on von sjerSner statt. Die tt«1tw,nchnimß ch rucht offe»M). 8s werden rbr beiw-hueu für -FrsnkrriK Jules, Cambon, für Aulcrika Volk, für England Sir ^pre E^'vwr, \\\x Jtaiiru' Scialvsa und Uiv Iavau Aiahui. Deborftehende Räumung Budapests durch die Rumänen. Der Bevollmächtigte rumänische Minister für Ungar» Diamandi, ist, wre die ^Korrespondenz Expreß" erfahrt, gestern ftüh ans Budapest in Mim eingelrosten. Sein Wiener: Alifmthalt hangt unt der b e v 0 r st e h e n d e n R ä n m u » g B u d ä p est durch die Rumänen zusammen, die gestern begonnen Hat. ( ' D'Anunuzios Herrschaft in Fiume. « Lugano» 22. September. (Privat.) Samstag hielt D-Anuimziv iu Frunre einegroße Parade ab. Sr verleiht seinem , Heer eigene blaue Abzeichen. Es melden sich fortwährend neue .. Freiwillige, darunter eine ganze Kompagnie der Brigade Florenz. Admiral Runef erklärte brieslich, daß die italienische Flotte Finme ' niemals beschießen werde. Wie locker. die Blockademaßnahmen. 1 gehgndhabt werden, ist daraus zu ersehen, daß aestrru das; Pasiteren' eines Ersenbahnzuges mit 30 Waggons Lebensmiltek . möglich war. El» MrmWer Miniftervat in Rom. - Rom, 22. September. (Korr.-Bur.k Gestern uachmittags / fand cm Kriegsral statt, an dem Ministerpräsideut Nrlti, der Äarmemmister, der Kriegsuunister, der Unterstaatssekretär des Auswärtigen, General Draz und Admiral Cagni teilnahmm. ' Dem »Corriera . drllr Sera" zufolge soll - die Debatte außer-i ordentlich bewegt gewesen sein. Adnnral Cagni verzichtete auf de« ibm vom MmisterpräsidentM Nitti erteilten Auftrag, . mir D'A innnt s i 0 eine Verständigung herbeizuftihreu, nachdem er mit Tittoui eine Besprechung über die diplomatische Läse gehabt hatte. Vorbereitungen zur Feier des ersten Zahres» tages des Umsturzes. Prag, 22. September. (Privat.) Der Vollzugsausschuß der sozialistischen Partei hat beschlossen, dm ersten Jahrestag des revolutionären Umsturzes am 28. Oktober Lurch eine ausgedehnte poliüschr Manifestation zu feiern. In Bezirksstädten und Industriezentren sollen Volksmeetings nno Uurzüge, am Vorabend. Lheatervorfiellungen veranstaltet werden. Einen ähnlichen Beschluß hat auch der Vollzugsausschuß der sozialdemokratischen. Arbeiter gefaßt, der überdies Plant, den,11. Oktober, an welchem im Vorjahre die tschechische. Arienerschaft die ersie Manifestation für die Errichtung einer sozialistischen Republik veranstaltet hatte, gewissermaßen als Gerveralparade zu den Vorbereitungen für den 28. Oktober festlich ' zu begehen. Der tschecho-slowakische Katholikeurat will den St. Wenzekstag durch Prozessioneu, Brrsainmümgrii, Fackelzüge, Höhenfeuer, Illumination am Vorabend und Beflagguug. Deranstültüng von Pilgerfahrten zmn Grabe des heil. Wenzel nach Pr«q «fw. feiern. ' Es« Kampf zwischen Denikin und den Polen? Mäht^sch-Ostran, 22. September. (Tschecho-slow. Preß-. bureau.) Die Meldimgeu der poluischeu Blätter über die Silnä- ' riou an der Ostfront sind verworren. „Przeglond Wieczomy* meldet,, daß/ die Bolschewiken die Front Prtljuras durchbrochen vnd sich Züawas bemächtigt haben. »Gazeta Polska" nicldet, daß die polnischen Truppen die Linie Olewsk—Korec erreicht haben. Die Polen und Dmikin seien nur mehr hundert Kstometer von cinauder entfernt. Dem gegenüber bringt „Recz" eine Meldung, daß, Denikms Vorhuten mit den p 0 l n i s ch e n A bt e i l u n g'e n bei K 0 r 0 'c z' e n i e zusainmengestoßcu sind.', Polnische Arbeiter für Frankreich. . Paris» 22. September. (Funtspruck:)- Die Ilnterzcichumig - deZ französisch-polnischen. Vertrages . über die Beisiellmig polnischer Arbeiter zum Wiederaufbau Frankreichs, macht weitere Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Arbeitsminister« notwendig, da der Vertrag nur m augrvieiuen Ms-. drücken gehalten war.. Weder die Zahl der. zu,entsendenden Arbeiter-noch die Hohe des Arbeitslohnes stnd bis setzt bestimmt worden. Der polnische Ärbeitsminister wünscht die Arbcttslosigkttt in Polen.nach Tunlichkeit zu verringern, begegnet jedoch in den Kreise« der polnischen -Gewerkschaften erheblichen Widerstand. . Der erste Arbeiteriransport wird 1200 Mann umfassen und mit der Bahn nach Frankreich gebracht werden, da der Seeweg länger mrd. teurer ist. Der Vertrag zwischen Frankreich'und Polen hindtrt nicht, daß sich die in Frankreich bestehenden polnischen Kolonien vergrößern. Ein Riesenstreik in Amerika. Paris, - 22. September. „New Hör? Herold" melbek auF New-Dork: In den Gegenden, die von dem heute- beginnenden Skreik der Ersenarbeiter betroffen werden, sind nach Versicherung der amtlichen Stcllan Unrnhett nicht zü befürchteu. Gleichzeitig aber werden die Stahlfabriken omr drn Arbeitern in Berteidigungszust-and gesetzt/ indem sie mit.an starke ekektrische Ströme angeschlossenen Drahtz äunen umgeben und mit Scheinw er f e r n versehen werden. Die Leiter des - Zlnfstandes geben als Hauptziel an, daß M-or gan und Gary Nachweisen miisfen, wann, wie und wo sie-ihren Stahlaktienbesitz J erworben haben. Ferner verlangen sie die Anerkennung 'seitens ' der Stahlkorporation und ihrer Verwaltung. „Daily Mail" zufolge stimmten die englischen und amrri- ^kanischen Arbeiter gegen die fremden Arbeiter für den Streik. Es sei auf beiden Seiten keine Neigung zunr Nachgebenvorhanden. Man müsse sich a u f e l n e n l a u g t tt K a m p f - gefaßt machen, der einige 100.000 Mann iimfässe. In ' der Lohnfrage seien übrigens alle Arbeiter einig. Diesmal handle eS sich nur darum, ob der Streik gleich ausbiechnk - solle oder, wie Wilson wollte, erst nach - seiner Rundreise. Ninv»Dork, 21. September. Wenter.) Dir Zahl.'der. Angestellten der Steel Eorvoration und der Induftrie,, die durch/ den AuSstnnd mittelbar oder unmittelbar betroffen, werden, wird auf 600.000 geschäht, abgesehen von den Arbeiten der unabhängigen Betriebe, deren sich einrgr den '' gewerkschaftlich organisierten Arbeitern angeschlosscuhaben. - Aafteilung der deutschen PetroLeumflotte. Lyon, 22. September. In der Samstagsitzung dcs Obersten Wirtschaftsrates der Alliierten tvinde die deutsche P'el r 0 l e ums l 0 1 t e. p r 0 v i s 0 r i s ch aufg eteilt: Frankreich erhält 80.000 Tonnen, Belglen 12000. Italien 6000 Tonnen, Großdutannien drei Viertel und die Vereinigte« Staaten ern Biertrl deS Restes. t» «Be« ‘ftnaamw Revemmren «jle Hylttme, antrtn-iii'.. LiG. Kium. Wien, WrstbaWraßc 23.! .' . Telehpyy NM. m.

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