Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-09-21 · Heft 242 (21.9.1919) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 242 (21.9.1919)
Date
1919-09-21
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979319--02162-2987645
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Nr. 243 Wien. Sonntag PslMsche RMdWM. GefiKAMNsschnWeLLi in Augarn.- Friedrich ifr gerade. i:t den letzten Tagen wieder voll girier Hossnungen und ec'mag sich jetzt ungefähr so fühlen, wie einst V:'/a Liün, als CEmeneecm seine Politik gegenüber Ungarn wenrgsie'uS' de.n S-cyeine. nach so einstellte, wie'wenn d'ia Pari er Fci.'.don-Kyuscr«n.v mildere Seiten gegenüber Budapest airschlagetz r-.rollte. Ob Friedrich recht hat, wenn er nicht nur sich selbst in diesen Hoffnungen wiegt, sondern auch die öffentliche Meinung Ungarns mit diesem Glauben erfüllt, dürfte sich wohl schon in den nächsten Tazienendgültig zeigen. Bisher steht so viel fest,•'dgß-i^f»«ich.st"Ä"em nh n n g e'n um hie G u n st-v«rDo z i aI b.e'irtt iit stoch immer nicht das fürihn'dringend otwedlge Ergebnis gezeitigt haben. Noch immer * ist keine' Entscheidung über die'von Lov a s z y znsLmmengostellte und dem Entejite- .^iererrat vorgelogte Kabinettsliste -bekannt geworden, jeden." falls wirddie liberal-demokratische Gruppe, die .sich um Lovaszy schart, morgen in einer außerordentlichen Plenarsitzung zur gegenwärtigen Situation Stellung nehmen ■ Ititb es dürsten dabei wohl für die weitere Entwicklung der innerpvlitischen Krise in Ungarn nicht uninteressante Momentezutage treten. Die Lovaszy-Gmppe geht einig mit den Sozialdemokraten vor, die dem weißen Terror rücksichtslos ein Ende setzen wolle. Ob Friedrich, der die meiste Terrov- Gardo seiner erwachenden Magyaren noch -immer nicht--im Stiche lassen will und ihre Hetztätigleit nach wie vor mit Geld unterstützt, jetzt ««1 Rücksicht auf das energische Eingreifen des mneri konischen Obersten Hor owitz sich endlich zu einer Aenderung seines Standpunktes veranlaßt' sehen wird, muß dahtirgestellt bleiben. Um so inehr als er heute durch das ungarische Lelegraphen-Korrespondenzbürean eine Rogiern,rgsverordr:>urg erläßt,: derzusolae jedermann verpflichtet ist, die öffentliche O r d n n n g n n d 'S i ch e rhst i t gefährdenden b o l s ch e w i k i s ch e n ' und an a r ch ist is ch cn P rc tzpr o d u Ltc der Polizei abzuliesern. Sollte der Verdacht mütaiicheil, daß irgend jemand solche Preßprodllkte besitzt/ .ist' die Polizei berechtigt,^eibesvisitchtiMen '• und Hausdurchsuchungen vorzuneyinen. Wer nun die -Verhältnisse in Ungarn seit dem Regierungsantritt. Friedrichs' kennen zn lernen Gelegenheit halte, tvü-d wohl Ke-Befürchtung teilen müssen, daß bei der ausgebreitelen^D e n wmz i a n t e n - O r g a n i s a t i o n der erwachenden Magyaren, die an sälschen Angebereien gerade den Inden gegenüber' nicht genug' bekommen können, die jüdische BevoLkecyng bei der Durchführung ihrer B/rordnnng a»n meisten zu 'leiden haben wird. Ist es doch' in' Transdanubien vorgekonunen, däß man einen. Studenten. von den,, die. Fama erzchlte/ daß er sozialistisch!-- Bücher lese, bloß wegrir dieser Angeberei hängte. Es ist jedoch zn hoffen, daß der, jede judenfeinKliche Astion der Polizei jetzt eisrigst versolaende - amerMnische Oberst Hor o Witz, her erklärte, das; cs ihn. nrit .Stylz erfülle, ein Jude. zu. sein, hier den; Treiben der erwgMuden Magyaren und ihrer falschen ZeugenorganisaLiön cinchr cstcr-. gischen Riegel vorschieben wird. Der Oberstadthäuptmann- Mwt ty a sow s ky und sein Delektivches 5i'ag Y -Kär ö l t) unter denen die -zur Oberstadthailptmannschast unschuldig eingeliefericn Juden furchtbar zu leiden.ü)atten,ckvnrden-beMts vom Dienste suspendiert. Das wird wohl einest.heiUänie. Lehre auch für andere, öffentliche Fünktiönäre sein,' daß man mit jüdischen Menschenleben nicht skrupellos nnstjeheststdürfl Eine Tarsache mag-noch hervorgehob'en sein. .Friedrich bat seinen Mimsterrat. vor ungefähr einpm.Monat /bereits Ü?.- . schließen lassen, .daß die i«h le'n!'sur tre Nationcilv.e r s ä m nt l.WÜ-tz bis zi;m-.- '.21^ dW.. morgen, unbedingt burchgeführt''sein'mrüssLn? Sekßs Unfahrgkeit, diesen Beschluß zur Verwirklichung zü bringen, - hat- Friedrich mit dem hinter ihm stehenden klerikalen- Wock nur all-.u deutlich bewiesen. An dieser Frage dürfte^er ja. doch nicht, ohne zu stolpern, vornberkommeu. Die'/Entente besteht darauf, daß 'in Ungarn wieder' gesetzmäßige Züstänbe eiütreten. Man kann darauf neugierig sein, wie -Friedrich diese kritische Frage zur Lösung bringen wirb. Mi b dem tveißen Terror wird er in Ungarn keine Wahlen' machen dürfen. Das hat ihm der EntenteEierer'rat in.. Budapest schon oft genug zu verstehen 'gegebene Es würde sonst zu Wahlen kommen, die erstens nicht dem Willen des 'Voltes entsprächen und zweitens Ungarn erst rxcht zn einem Schauplatz blutiger Ereignisse machen " würden. st War« RrmmKibN die FerLigmg .des FrreLensverLragLs VerWLigert,hkt. In den „Humanits" veröffentlicht die foz'tA-- I.iftische rumänische Gruppe die nachstehende Erklärung: st. ^st . „Die ganze Presse ist voll vom Lärnr überdie Weigerung Rumäniens, den österreichischen Pertrag zu unterfertigen. Der Grund? ES" ist der st berühmte Axlilel 66, welcher die Rechte der - natsirnaten- DfnchÄk» heiten enthält. -Die NumäUen wollen die Aufsicht des Völler-buntes nicht akzeptieren. Sie' weigern sichst-den Vertrag zu unterfertigen, weil.'er eure Klausel, enthält,' welche die Souveränität des Landes beeinträchtigt:' - Prinzipiell scheint die Weiaernug gerechts-ertiA. / Sicher' ist cs für ein Land peinlich, sich /einer auswärtigen Kontrolle, sei es auch der des.Völkerbundes--.unterwerfen. Aber die Frage liegt nicht so, wie B r a tia N n und sein Gefolge sie darstelten nröchten. Es handelt sich nicht um. Verletzung/- -her. - Souveränität, sondern vor allein darum, zu wissen, ob die/ Politiker,, welche, sich als Vertreter des. rumäitischen Bottes ansgeben, durch ihre Vergangenheit und ihre Negierungsmethöde würdig sind, daß man ihnen die heikle Aufgabe, das Los der unter ihre Herrschaft gefall-ure-n Hinöri-täten - zu regeln, anvertrauen kann. Kann inan iw der Tat den.rumämschelc Nsgicrungslnäuuern tr-inwn? Die. Geschichte der herrschenden Klasse in Ruumnirn ist'leidsr zu gut bekannt. Wir wissen, lvesseu sie fähist ist./Man kann der Witttüv dieser Negierungen nichtzwei. Millionen Uttg-arn, 781.000 Deutsche, 638.000 Ruthenen, 749.000 Juden. 282.000 Serben, 80.000 Slowaken, '41.000 Nüssen, 35.000 Bulgaren, .25.000 Polen überlassen, welche durch die Vergrößerung Rumäniens unter ihre Herrschaft geraten sind. Man kann diese ethnischen Minoritäten nicht ohne Hoffnung und Verteidigung lassen. Die schlinimste Lage, nehmen in diesem Falle die I u d e n e i n. Sie laufendie. größte Gefahr. Während die länderen Nationalitäten bei . ihren veuachbarlru .Stanunesgenossen eine Stütze Wiener Morgenzeituus 21. Septembep. 1919 Seittz ,S 1 ---- "n '■■■■■>.*■—■—■■ ■■ n .. --- " ... , , ■ .. in ■■ .. ■."ggi.l, Wilson in San Frarrzisko ausgepstffeK. . ' i Haag, 20. September. (Tel.-Komp.) HoNandfch Nieuwsbnremr meldet aus San F r a n z r s k o r Wilson hielt hier eine ReLe, in deren Verlauf er infolge des Pfeifens des Publiknms zweimal zn Anterbrechmrgen gezwungen war. Er konnte feine §?ede jedoch fchlietzlich beenden. Wilson befaßte sich hauptsächlich mit der für den Westen so wichtigen SchanLungsangelegenheiL und ftsMe die Frage, ob es Klug wäre, wegen Schantung einen neue «Krieg zu beginnen, denn ein neuer Krieg sei das einziges Mittel, die sofortige Rückgabe von Schantung zu erzielen. Auch waren es nicht die chinesischen Rechte, die Japan gegeben worden.seien» sonvern deutsche. Japan habe sich feierlich verpfLichtet, auf alle souveränen Ansprüche in Schantung zu verzichten. HmmailMMItWir^JMHWlMlim ■WMIBMIKMBHBMMHIffHHHBWIfWI'BlKffliBiliMBail III—Wllf finden formten, wie zum Beispiel die Ungarn, Serben oder Ruthenen, bleiben die Juden ohne die geringste Möglichkeit der Verteidigung.' Einer der Hauptgründe BratianuZ, die Unterfertigung zu verweigern, ist auch die Inden frage. Das ist für niemand ein Geheinknis. Man kennt die ganze jubenfeindliche Politik und alle Leiden, zn denen die Juden durch die Beherrscher Rirmäniens verdammtwurden. Die letzte Berordnung über .die Naturalisierung der Inden hat die Frage nicht gelöst. Die Art ihrer Anwendmlg und der Geist, der unter den Politikern und in der Bnreankratie Numanieus herrschte rechtfertigt alle Befürchtungen- Und nichts gibt eine Garantie dafür, daß bei der nächsten rumänischen Konstituante sich -nicht die Geschichte von 1879 wiederholt. Wir erinnern uns noch zu gut an die antisemitische Maskerade, welche Br a t ia n u s V a t er im rumänischen Parlament bei der Verhandlung über die durch den Berliner Vertrag befohlene Naturalisierung der Juden anfsührte. Nein, der rumänischen Oligarchie darf kein Kredit gewährt werden! Jedes Mißtrauen ist ihr gegenüber gerechtfrctigt. Der Grmchsatz-- des! - Schutzes, der -ethnischen' Minderheiten muß aufrechterhalten werden,- solange Bratianu und Lsuue -/-/seines.. Schlages -das Land regieren und nicht das wahre runränische-VoÜ.tl .. . st./Dst Es bliebe -<chz-vwart«n, inwieweit der Anti-- semiiismus in Rumänien verringern würde, ivenn das sltegime Bratianu durch eine sozialistij'ch-deni okratische- Partei abgelöst werden würde. Die Pogrome in Polen'. bracheu gerade zur Zeit der demokratischen Regierimg/ ans und die P. P. S. haben die Juden.auch nur -solange ihrer Freundschaft versichert, als./sie irr ihuert willDmmeM- Bundesgenossen im .-KchMfe;--^-gegen-die; rechten Parte-ien sahen. Als Flüchtling 'in sLondLN /verl-:-' Pffentlichte Wasfilewski Aufrufe - in', jiddischer .Sprache —/' äls'. -Minister -fand er wirr -Wort des Einspruches// gegerr die-, sinnlose Verfolgung von. 'Mischem r Lebchst'st Eigentrrm und Sprache. Solche Metamorphoßen haben. / diLstJUhM.schM'-'H^st als -steM hmWgairgtMs//OPferst mnitmrsehen .müssen, als.--baß sie jetzt in die Ver^- sprechungen. der rumänischen- Sozialisten allzu - großes st ÄerLrausn setzen könnten. " l- -' 'stDiie EiÄstützsphLrerr ln KLeiuasten. " Oberst T- E. Lawrence, .welcher wahrend des st .8tzrieges dem Generalstab' des Prinzen Faisul angehörte,.veröffentlicht, wie schon mi/geteilt, iii'drr „Times" vier Dokumente, welche die yerschiede-rren Wmachungen in bezug auf die Einflußsphären in Kleinasien enthalten. Dokument I: Das englische Versprechen an den Araberkönig Hussein vom 24. Oktober 1915/ Darin toird unter der Bedingung eines arabischen Aufstandes die Unabhängigkeit der Araber' südlich des 37. Breitegrades anerkannt, ausgenommen die Provinzen Bagdad und Basra, wo britische Inter-- essen besondere Verwältungsmaßregeln verlangen, und ausgenommen dort, wo Großbritannien nicht „frei ist, ohne Beeinträchtigung der -französischen^Interessen zu' handeln". - Dokument II: Das Sykes-Picot-Abkommen zwischen England und Frankreich vom Mai 19H.6. Es teilt die arabischen Provinzen der Türkei in fünf Zonen: a) Palästina vom Jordan zum Mittelmeer/Welches „internati-onal" sein' soll, b) Haifa und Mesopotamien von Tekrit bis. zum Golf, das britisch sein, soll, c) die syrische Küste von -Tyrus bis Alexandrette, Cilicien und der größte 'Teil von Siidarmenien von SivaS bis Diabckir, dax^'französisch sein soll, d) das Binnenland .(hauptsächlich die Provinzen ZLonistLsche VeZrrksseKLiVALeoPsLdstLÄL A7ontag, den 22. d. M. um halb 6 Nhr abends findet in den Seilen der ^Produktenbörse, II^Taborstraße' (0, eine M a s s e n v e r s a m m l ln n g flat L TWesm'Änrmg: Die jüdische Politik Ms der FriedeKskoNfbreNz Referent: . Dr. 2em Reich Vizepräsidenl des Lonntess der jüdischen Delegation auf der Medeiw-kouferenz. Aleppo, Damaskus, Uria, Dein und Mos ul), bas rnte abhängig „arabisch" sein soll unter zwei Einflußsphären:' 1... zwischen der Linie Akaba-Kuweit und Haifa-Tekrit,s wo die Franzosen keinen politischen Einfluß" suche« und die Briten die wirtschaftliche imd politische Priorität^ und bas Recht haben sollen, „solche Ratgeber beizu-/ stellen, als die Araber wünschen"; 2. zwischen der- Linie Haisa-Tekrit und der Sndecke von Französisch- Ülrmenien oder Knrdestan, wo Großbritannien „keinen!, politischen Einfluß" suchen und. wo die Franzosen diel wirtschaftliche und politische Priorität und das -R^hbst baden sollen, „solche Ratgeber beizustellen, , als die Araber tvünschen". . ' - . -s. Dohtment III: Die britische Erklärnmg-rui die/ssieben Syrier von Kairo vom 11. Juli 1917^ worin die Zusicherung gegeben mich,-daß die arabischen st Staaten, die vor dem Kriege existierten, und die ara-> bischen Gebiete, welche durch militärische Aktion ihrer? . Bewohner während des Lkrieges befreit werden,, 'gänz-st lich nnäbhmcgig bleiben soll. 'st Dokument IV: Dte ' englisch-sran/ösrsche Er-- klarung. vom 9. November 1918, worin Großbritannien' u.nd Frankreich ubiweirikommen, einh e im i s ch t Re-p giernngen in Syrien ünd Mesopotamien zn begünstigen und ohne Zwang die normale Wirksam-- - seit. solcher Regierungerr, als die Bevölkerungen - selW wünschen würden/zn .sichern. > - - ' Dazu bemerkt Oberst - Law reu ce: Diese Sr'-i -flärnng wurde im Orient.dähin interpretiert, daß dies „dttteUen" britischen und französischen Gebiete b) unds c) desstD'oknme?ries II in Einflußsphären umgeMyndelt! iverden sollen. : st Der. Autor - des.. Dokumentes I war Sic Henry- McMaho'm, die Dokumente II und III stammten'j .von Sir .Mark Sykes.. Lord. Robert Ce eil gab die! /'-Erklärung.'/IV.. Alle hatten ihren Ursprung in dem-. . Druck der militärischen Notwendigkeit, die .Araber z«m- .Ästschlnß au die Entente zu veranlassen.. . ' /st Wie MrEische Misfion - in ÄZyrschatt.' Der „Temps" veröffentlicht eine Unterredung seines! Korrespondenten mit Pawlük, dem Vizepräsidenten der u kr a i n i s ch en M i f s io n, bje nach War s ch au /'gelomnterr ist,' um F r i e b en und eventuell ein- B ü n dnis mit Polen zu schließen: Bei den Verhandlungen.- imirdcn drei-Hauptpunkte diskutiert: Polenverlangte, baß die Ukraüw ihr Desinteressement in der Fragevon Ostgalizien erkläre, die durch die Agrarunruhew /ruüüerten/Polen entschädige undschließlichden ulraini-- /scheu Polen eine personalnationale Autonomie gewähre.- Wie Pawluk erklärtest werde die Ukraine diese Drdingüw-- gen annehrnen urrd der Präsident der/Mission, P i lip-> ezue, hat sich /in das Hauptquartier Pettjürass in 'Winica begeben, um - dessen Genehiuigimg einzu-.! holen. Pawluk meinte, daß die Ukraine ihr Desmter-. cssemeut in bezug aus Ostgalizien in folgender Weise,- : ausfpre/chen' ' könne: „Wir , haben . eine nroralischsk ' Obligation, aber keine juristische Verpflichtung- - Dte- -Ukrainer von Oftgalizien haben in Paris eine von der unseren unabhängige Delegation unter der Leitung' Pa n e i ko s, welche ihre Interessen vertritt." Pawluk. bedauert, daß die öffentliche Meinung m den Entente-- ländcrn lein Vertrauen' zur Ukraine hat und behauptet-! das sei auf Manöver ans russischen Kreisen zurück- 'zusührcn. Für ihn ist.Rußland, sei es zaristisch, bolsche-- wikisch oder demokratisch, immer zentralistisch.nrid nn» ' fähig, den ehemaligen Teilen'des russischen Staates! das Recht aus eine unabhängige Existenz zuzurrkennen. s ,Pawluk pred igt einen engen B und der Staaten des ehemaligen Rußland. „Eine aufrichtige Union ztvischen- / Pole-:, Runräikten, Ukraine, Litauen und Estland wäre - der beste-Schutz gegen die deütsch-r'ussische Gefahr. Für. .uns ist die russische oder die deutsche Gefahr dasselbe^./ Ein wied-eshergestelltet Rußland.wird nosivendigerweis-es. / hcc Vasall Deutschlands werden." Pawluk entwarf- -'dann eine großartige Schilderung des Reichtums der Z Ukraine, gab aber zn, daß ein Moment dieses ganze Gemälde verdüstere: die Anarchie. Er gesteht Massakers an den Inden ein. „Schreckliche Massakers", sagte er, „haben in der Ukraine ftattgefnnden- und finden jetzt noch dort statt." Die V-er--- antwo.rtlichkeit dafür soll allerdings nicht die uikrainische. Armee, sondern die Bauden der Insurgenten brtrZfen. Der Korrespondent bemerkt dazu: „Das ist eine Unterscheidung, die für ein Land ohne eine grrt organisierte/ Armee sehr subtil ist. Mehr als 40.000. wehrlose Ge-, schövte, Greise,.Frauen und Kinder, wurden massakriert. Genügt dris nicht, um an der Menschlichkeit der. Ukrainer in /, an der — Ukraine zu ziveijeln?"

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.