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Wiener Morgenzeitung · 1919-09-20 · Heft 241 (20.9.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 241 (20.9.1919)
Date
1919-09-20
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 241 , Wien, Sanlstas Italien entläßt die Kriegsgefangenen. Zürich» 19 September. Die Telegrapheninformation erfahrt vus R o m, daß sich die italienische Regierung bereit erklärt habe, nach der Heimbesörderungder österreichischen Kriegsgefangen en voraussichtlich int Oktober die ungarischen Kriegsa e f a n g e n e n m ihre Heimat zu schicken. Blutige Vorfälle in Villach. Weil er ihr den Zopf aLschneiden «vllte . . . Aus St. V e i t a. d. Glan wird amtlich gemeldet: In der Rächt von Montag auf Dienstag kam es in den Strafen der Stadt Villach zu bedaucrl'chen Vorfällen. ,Em Kärntner Hrimkehrersoldat beschimpfte aus der Straße eilt mit einen: 11 alie nischen Soldaten gehend e S ihm bekanntes Mädchen und wollte ihr den Z o p f a bschneiden. Der italienische Soldat verteidigte das Mädchen, was zu einer Menschenansammlung und Stellungnahme der Menge gegen den italienischen Soldaten siihrte. Eine einschrettende Naliem-' scbe Patrouille verhaftete den Heimkehrer und mm, da die Menge auch gegen die Patrouille Vorgehen wollte, zu einer Schießerei, wobei fünf Personen v e r w u n d e t w u r d en. Da die Aufregung der Volksmenge über den Vorfall ständig wuchs, erbat der Bürgermeister von Villach vom rtaliemschrn Korpskommandanten die Freilassung pes Heimkehrers. Diesem Ersuchen wurde stattgegrven und der Hemuebrer der städtischen Sichcrhcitswache übergeben. Durch me Bemühungen des Bürgermeisters und anderer öfsentlichcr FiMkttoNare wurde die Ruhe in Villach wieder hergrstcllt. * Die Freqirentattonszeirgnisie der ^^"kr.medtztnifchen Fakvltüt. Das P r ä s i di um d es Indischen H o ch s ch u l a n s s ch u s s e s teilt mit. daß E Grund leiner Intervention beim Staatssekreiär für Unterricht G l o ck e 1 der Dekan der medizinischen Fakultät Professor D.r. H a h er d a angewiesen wurde, seinen Ettaß, daß er keine Fregueutalionszcugniffe aüsfolae, zurückzuziehen. Die als Beilage für die Gesuche um Aufenthaltsvewilligung erforderlichen Frcciilenttitiouszeugmfse werden daher ab heure wieder ausgefolgt. * Der Nachfolger des Hofrates Dr. Weichselbäum. Professor Dr. Anton G h o n wird im kommenden Wintersemester die Lehrkanzel für pathologische Anatdnne übernehmen« Professor Gbon war zuletzt an der medizinischen Fakultät an der Prager deutschen Universität tätig. * Ukrainische Trauerkundgebung' _ Gestern fand brer eirle vom ukrainischen Bürgerkomitee veranstaltete' kirchliche Tran.erku u d g e b u n g statt, zu der stch sämtliche m Wien iverlcnden Ukrainer ein gefunden hatten, tLingelettet wurde die Feier mir einer von Monsignore Zak unter Assistenz des KonsistorialrateS P. Basilius LYzYniak und Pfarrers Gulyn zelebrierten Messe, worauf Domherr Sembra.tomicz in einer kurzen, aber tiefempfünbenen Ansprache der unglücklichen Opfer gedachte und für derM Seelenheil ein Gebet verrichtete. Anschließend daran tagte mi Saale, des Arbeitervereines „Jedmst" eine Trauerve,rs am m ln n g, in der Minister a. D. Nationalrat Dr. Longftt C e h els kyi die Gedenkrede hielt, deren Gedankengang danU g'hielte, daß die galizifchen Ukrainer trotz der unsäglichen Leiden, die sie erdulden, dennochnicht verzweifeln und vertrauensvoll "t die Zukunft blickest. Zum Schlüsse erhob Redner feierlichen Protest gegen dre polnischerseits 'an Kriegsgefangenen und Zivilvettonen ukrainischer Nationalität begangenen Verbrechen, deren OpM unterwanderen Staatssekretär Marthnetz, die Pfarrer NizankoAskyi, Pidlasreckh: nnd viele andere waren, nnd gedachte in Wehmut derer,. Die seit Monaten unschuldig in den polnischen Konzentrationslagern i , ■ * Ein Dementi des Exkaisers Karst. Die ^Schweizerische Dcpeschmageutur meldet aus Prangrns<JL Das Sekretariat des ehemaligen Kaisers Karr dementiert die Madrider Meldung, wonach der frühere Kaiser nach Santander w Spanien ubersiedeln werde. * Der. Erbauer der Festung Przemysl ^gestorben. Die Schweizerische Depeschenagentitr meldet: Gestern nachts starb hier im Alter von 94 Jahren Freiherr Daniel von Salis-Soglio. ehemaliger k. u. k. Feldzeugmeister m Wien und Erbauer der Festung Przemysl. * Ein Generalstreik der — Vvlksschulvr. Aus Pas kan wird berichtet: Dieser Tage sind die Schüler der hiesigen Volksschule in den Ausstand getreten- Es handelt sich darum, die Forderung, eine mißliebige Lehrpttson zu entfernen, durchzusrtzen. Von 800 Schillern hatten sich mir 50 zum Unterricht eingefundeit. Nnnmehr sind auch diese &> Schüler in den Streik getreten. Die Entfernung der mißlu!bigen Lehrkraft soll bevorstehcn. Jüdisches Realgymnasium. Die letzten Aufuahmsprüfirirgen für die I. Klasse (schriftlich und mündlich) finden Montag den 22. September, 8 Uhr früh, ll., Mohrengasse 16/33, statt. - ' ' *' Am Jüdischen Realgymnasium in Wien sind noch 8 Latein-, 4 Deutsch- und 6 RaturgeschichtsstlMdeu tn der!. Klaffe zu vergeben. Geprüfte jüdische Bewerber wollen ihre Gesuche sofort an die Direktion (U., Taborstraße 2Öa) richten. » Fabriksbrand. Gestern nachmittags gegeni 3 -Uhr brach im Raume für Naphthasnblimation der Teersavrlk Johann Bosch, X., Wmdtengasse 1, eru Brand aus, der das Gebäude der umfangreichen Fabrik zum großen Teile einäscherte. « Die Elektrische Wien-Baden stellt ihren Verkehr nicht ein! Die Direktion der Wiener Lokalbahnen (Elektrische Bahn Wien—Baden) teilt berichtigend. nut. daß die Mitteilung, daß auf der Linie Wien—Baden gleichfalls,ab Sonntag der Personenverkehr eingestellt wird, nicht richtig ist. Der Verkehr. Wien—Baden wird dadurch ansrechterhaltm, daß die Züge auf jener Teilstrecke, welche bisher vom städtischen Elektrizitätswerke mit Strom versorgt wurde, mit Däwpslokomotwen befördert werden. Der Verkehr kann jedoch nur, vom. ^beziehungsweise zum Matzlemsdorserplatz (Ende der Oreduer Hauptstraße) erfolgen., . * Preiserhöhung für Süßstoffe. Mit der heute zur Verlautbarung gelangenden Kundmachung des Staatsamtes für Finanzen wird eine Preiserhöhung für einzelne Erzeugnisie des Süßstoffmonopols veclautbart. Diese Erhöhung bewegt sich" M bescheidenen Grenzen, war jedoch durch die. stetige Steigerung der Süßstoffbeschassungskosten geboten. Auch, die neuen Sußstoffprrise sind um mehr als die Hälfte billiger als die gleichwertigen Zuckermmgen. Im Hinblick auf die der Vollendung entgegengeheude neue Staatssabrrk und eine zweite SüMoffabrik m-Lmz wie auch die Sicherung anderweitiger Bezugsquellen kann in Aussicht gestellt werden, daß der Bedarf der breiteren Verhraucherkrcise an Süßstoffen in Bälde in umsaffender Weise gedeckt werden könne. __ Französischer Kredit für den Ban von Handelsschiffen. Paris, 19. September. (Tel.-Äomp.) Die französische Regierung hat einen Kredit von 1.850,00Ü.M9 Franks wurden Ban von Handelsschiffen bewilligt. Die scaaMlche HandelSsto'.te inüsüßt jetzt 1,800.000 Tonnm. sic soll aus kO'XlOOO Töniu;« ae- Wiener MorgenzeitnnA i.nnmMW»nT< 20. September 1919 Seite 5 Kommunales. Wiener Gemeinderat. Sitzung am 19. September. Die gestrige Sitzung, die erste' nach den Sourmerferien, wie§ 93 Geschäftsstücke aus. Der größte Teil derselben, die im Stadtrat erledigt wurden, gelangten glatt, ohne Debatte zur Annahme. Eine Erklärung des Bürgermeisters über die Kohlennot. gleich zu Beginn der Sitzung löste große Bewegung aus. Sonst gab es noch eine lebhafte „Schul-" und „Baudebatte". Die Kohlenkatastrophe. Bürgermeister Reumann erklärte in seiner Eröffnungsansprache u. Der Wiener Gemeinderat nimmt seme Arbeiten in einer Zeit wieder auf, in der die vielgeprüfte, Stadt Wien von einer furchtbaren Katastrophe ereilt wird. Die bisherige Lkohlennot hat einenl gänzlichen Mangel an Kohle Platz gemacht, der unsere^ gesamte Wirtschaft zu vernichten droht. Wir standen heute vormittags vor dev Gefahr, daß der Straßenbahnverkehr augenblicklich e i n g e st e l l t wird, denn die Zufuhr von Kohle sank neuerlich. Der verfügbare Kohlenvorrat betrug nur mehr li/s Waggon. Die Maßncrhnlen, die beschlossen wurden, und am Sonntag in Kraft treten, sind schwer zu ertragen. Dabei droht in naher Frist die Mstierung der Stromabgabe für industrielle Zwecks und darnit ein gewaltiges Ailwachsen der ^lrbeitslosigkeit.. Geradezu völlig entmutigend ist aber der Gedanke, daß diese noch nie in einer Großstadt dagewesenen Einschrän-- kuugeir sich schon irr der guten Jahreszeit, in den Monatrir bescheidenen Kohleuverbrauches ereignen. Wie. soll es erst werden, weiur die Tage kürzer werden, die Kälte hereinbricht, wenn die Zusuhren naturgemäß Störungen urrterliegen? Ich appelliere au die Wiener Bevölkerung, auch diesen harten! Schlag mit Ruhe zu tragen. Die Abreise der Wiener Sokoln nach Znaim. Gemeinderat K l i m e s ch (Tscheche) bespricht in einer Interpellation die Vorfälle bei der Abreise 'der Wiener! Sokoln nach Znaim am Nordwestbahnhof und fragt, ob der Bürgermeister geneigt ist, künftighin bei den kompetenten Faktoreir seinen Einfluß dahin geltend zu machen, daß sich derartige, das gegenseitige freundschaftliche Verhältnis zwischen der deutschösterreichischeu und tsthechü-flvwatischen Republik, welches die tschecho-slowakische Minderheit in Wien vollen Ernstes mit voller Aufrichtigkeit anstrebt, gefährdende Vorkommnisse nicht mehr wiederholen uitf» daß einigen skrupellosen Hetzern das Handwerk gelegt werde. Bürgermeister Reumann: Ich werbe von dieser Anfrage dem Herrn Staatssekretär für Inneres zur weiteren Verfügung Mitteilung machen. Die Finanzlage Wiens. Gemeinderat Breitner (Sozialdemokrat) berichtet über die Finanzlage der Gemeinde Wien und beantragt aus den Beständen des Jnvestitionsanleheus des Jahres 1914 einen Betrag von 30 MMonen $£toitctt vorschußweise zur Deckung laufender Erfordernisse .zu Verwendern Die Abgabe non Lernmittel«. Stadtrat Speiser (Sozialdemokrat) berrchtek über die Bedingungen der unentgeltlichen AdLabe von Lernmitteln gn die Kinder dev städtischen Schulen. Bau von Arbeiter Häusern. — Eine erregte Debatte Dr. Scheu, referiert über den Bäu von ztvci Arbeiter- Häusern in der Däubruckgasse und beantragt die Erwerbung dev Häuser und die Vergebung der Fertigstellung der Arbeiten Ln Baunreister Melcher. Dr. Ehrlich führt darüber Beschwerde, baß ihm vour Vizebürgernieister Enurrerling zweunal mit aller Entschiedenheit eine öffentliche Ausschreibung dieses Baues zugesagt wvLrden war, daß nichtsdestoweniger dieser Bau vom Stadtrat unter der Hand vergeben worden fei. Die beiden Häuser seien vor Kriegsausbruch bis auf den Verputz von einem Baumeister fertiggestellt worben, der bei Kriegsausbruch eingerückt sei, fünf Jahre cur der Front war nstd wiederholt für tapferes Verhalten ausgezeichnet wurde. Redner habe lediglich verlangt, daß in dieser Angelegenheit eine öffentliche Ausschreibung stattfinde, damit auch diesem Baumeister, der sein Vermögen in dem Bau investiert habe, Gelegenheit zur.Konkurrenz gegebeir werde. Dr. Ehrlich beantragt Rückverweisung der Angelegenheri an den Stadtrat, und spricht die Hoffnung aus, daß die Majorität in Hinkunft einen derartigen Vorgang vermeiden werde. Gemeinderat Biber schließt sich der Kritik des Doktor Ehrlich an und findet seine Beschiverde als vollkommen begründet. Er habe schon im Stadtrat dagegen angekümpft, daß der Bau unter der Hand vergeben werde, habe aber nicht gewußt, daß der BauntLister, der vor dem Kriege die Arbeit durchgeführt hcrbe, sich um deu Bau bewerbe. Es wäre selbstverständlich gewesen, diesem den Bau zu übertragen. Vizebürgermeister Emnrerlin g gibt zu, daß er dem Gemeinderat Dr. Ehr lich die Ausschreibung des Baues tzugesagt habe. Er sei jedoch in dieser Sache Laie und habe sich dann dein Gutachten des Bauamtes angeschlossen. Dev Baumeister habe alle möglichen Mittel angewenbet, um den Ban zu bekonrmen, und habe insbesondere ihm vorgeworfen> „tan müsse Beziehungen haben, um einen Bau zu bekommen. Damit imi» mit dem Versuch, sich hinter den Vteidlinger Arbeiterrat zu stellen, sei der Vaunreister für ihn erledigt gewesen. Dr. Pla schkes erklärt, er habe zufällig einmal bei Bürgerineister Reiunann in dieser Angelegenheit interveniert nnd erkläre, daß keine zureichenden Gründe vorliegen, dem Baumeister, dev die Häuser fast fertiggestellt habe, die Arbeit zu versagen. Der Baumeister steht der sozialdemokratischen Partei und auch dem Arbeiterrat vollkommeik ferne und sei für migebliche Briefe des Arbeiterraies im den Bürgermeister nicht verantwortlich. Es sei Gerechtigkeitspflicht, den Stadtratsbeschluß aufzuheben und die Angelegenheit einer ftnständigen Erledigung zuzust'ihren. Bürgermeister Reumann betont in großer Erregung, seitens des Baumeisters sei mit Mitteln der Einschüchterung gearbeitet worden unter werktätiger Unterstützung des Vorredners und läßt sich daM Hinreitzen, das Einschreiteir in dieser Sache als eine Unverfrorenheit zu bezeichne«. Dr. Pla schkes vertvahrt sich gegen den Ton des Bürgermeisters, der ganz einfach unerhört sei, erklärt, daß er und seine Parteigenossen sich eine solche Behandlung, verbieten und die Erregung des Bürgermeisters sei begreiflich, weil er daS Gefühl haben müsse, daß nicht richtig vorgegangen wurde und daß der Stadtrat ein Unrecht beganger? Habs. Jeder objektive Hörer lverde an dem Benehmen des' Bürgernreisters eine verrtt"cht?nde Kritik üben. Vorläufig habe er Herrn Reumann nichts weiter zu s2f>eu. Bei deL.Abttiwmnna wurde, fae Rekeventenaritraa an? MLLWLk. Sch reib maschinell« Reparaturen schnell, billig- und gut Franz Josef Pelz, I., Biherstrasse 9 Mlj Der Vorsitzende Vizebürgermeister Emmerling ver-!, tagt mit Rücksicht auf die vorgeschrittene Zeit die Debatte■. für die nächste Sitzung. Die übrigen, der nachträglichen i Genehmigung des Gemeinderates unterliegenden Referates tverden sodann en. bloe angenommen. ,■« ' Letzte Nachrichten. Lenoires Hinrichtung verschoben. Paris, 19. September. Während einige MorgeuMlte^; die Hinrichtung Leno.ires als vollendete Tatsache meldeten^ anders sie als unwiderruflich bevorstehend mitteilten, ver-' öffentlichen die Abendblätter eine amtliche Mitteilung, 'dasi-. die Hinrichtung aufgeschoben worden sek, weil Lenoire-Er-s. klärungen abgegeben habe, die im Zusammenbange mit eiltet1': im Zuge befindlichen gerichtlichen Angelegeis.^it stehen. AuÄ den Mitteilungen der Blätter geht hervor, haß es sich uni! die Angelegeilheit Caillanx handelt. , .. Eine Niederlage der Bolschewiken. Mähr.-Ostvau, 19. September. (Meldung des Tsche'ch'o^ flowakischen Preßbnreaus.) Die bolschewrkische Offensive inj der Richtung auf Kupy-Owek soll gänzlich gescheitert sein, j 15.000 Bolschewiken wurden umzingelt und gefangengeuommen.!^ Die Ernährung. Der Marktbericht. Die Beschickung der Märkte fiel gestern verhälinismäßigi ' günstig aus. Die G r ü n w a r e n m ä r k t e boten genügende,' Mengen an Gemüse. Der N a s ch m a r k t verfügte auch übers reichlicheres O b stangebot,' da beute nebst Aepseln auch, Weintrauben, Zwetschken, Himbeeren, Preiselbeeren, Heidelbeeren! und Brombeeren zu haben warm. j. In der Groß Markthalle standen für den! heutigen Verkauf 70 Kilogramm Schweinsköpfe, frisches! Schweinefleisch für Rayonierte, etwas Kalbfleisch und eine! Anzahl lebender Gänse zur Verfügung. Eier waren auf allen Märkten erhältlich. Heute kommt in dev G r o ß in a r k t h a l l t\ amerikanisches Speckfleisch zur Abgabe, ferner wird Schasfleisch! und Geflügel zu haben sein. Eine Mehlkrise? Die Stockung i n d e r M e h l z u f u h t h ä l v, a n. Die Aufbringung der inländischen Ernte bleibt anssallend! hinter der des gleichen Zeitabschnittes des Vorjahres zurück. Da! auch bezüglich der amerikanischm Lieferungen und der ausländi-j schen Getrerdelieferungen überhaupt eme große Unsicherhritherrscht,j muß von einer M e h l v e r s o r g u n g s k r i s e gesprochen! werden. Trotzdem ist die Mchlquote bis 27. September unbedingt! gesichert. Von einer Kürzung wird vorlausig nicht gesprochen, wohl, aber dürfte es einige Zeit hindurch noch bei der sogenannten! „indirekten Kürzung" bleiben, und die Hälfte der Mehlqnote mj Ersatzmitteln abgegeben werden. Rudolf Feldschuh, H.» Praterstvatze 54. Zucker«! abgabe für Juli, Schokolade, Tee, Kakao, Tischweine, Smdiucn, usw. Geöffnet von 8 bis 12 und l[ß bis 8 Uhr abends.! i Bereinigung jüdischer Exportakademiksr. ' Mit Rücksicht auf .die in diesem Jahre außerordentlich cr-> höhten Studiengelder hat die Bereinigung eine Aktion zwecks Er-! Mäßigung beziehungsweise Stundung derselben eingcleitet. Alle! wirklich mittellosen Erportakademiker (ohne Rücksicht auf ihre Staatsbürgerschaft) wollen ihre diesbezüglichen Gesuche wie folgt! ' emreichen: cb Montag den 22. d. M. täglich im Heime, II.,; Taborstraße 13, l. Stock, von 8 bis 5 nachmittags, ad Mittwoch!' den 1. Oktober täglich von 9 bis 12 vormittags in der Aula der, Exportakadcmie. — Dienstag den 23. d. M., 4 Uhr nachmittags,! im Jüdischen Hochschulausschuß, IX., Alserftraße 28, apherordeut-! ' liche Ausschußsitzung. Tagesordnung: Hochschulparlameutssrage^. Avsschußmitglleder werden ersucht pünklrch zu erscheinen. Vereiirsnachrichten. Kulturverband ,Jabn e", IX., Türkcnstraßc 9^' Heute, '/,& Uhr nachmittags, Fran Esther R a p a p o r t-!'' Mieses: Bibelkurs (Genesis). — I u n. g Juda. Heut« , Samstag: Heimabend im Bnndesheim um 5 Uhr nachinittags.l Sonntag den 21. d. M.: Ganztägiger Aiisflug auf das Eiserne. Tor, gemeinsam mit der Badener Ortsgruppe. Treffpunkt.: uiN!. ' 9 Uhr vormittags im Heime der Badener Ortsgruppe, Badens Grabengasse 12. Treffpunkt für die Wiener Teilnehmer um 7 Ubri' 30 Minuten am Südbahnhof. — I ü d. Hochs ch u l a n §=*! ' schuß. Diejenigen Kollegen und Kolleginnen, welche sich'' im, Jüd. Hochschulaiisschuß für Temvelkarten vormerken ließen, können selbe am Dienstag den 23. d. M. in der Zeit von 9.bis 1 Ubv und spätestens Mittwoch den 24. d. At. m derselben Zeit ab» holen. — In der h e b r ä i s ch e n A r b e r t s z e n t r a l e,' II., Zirkusgasse 33, findet heute am 20. d. M. um 6 Uhr abends hebräische Konversation statt. —Zionistisches Lande s»" komiteefür Deutschösterreich, W r e n, U./ Zirkusgaffe 33. Der Referent für Jugendbewegung, Heinrich'. Margulies, amtiert jeden Dienstag und Donnerstag pon HaQ bis 7 Uhr abmds. Referent für hebräische Sprache. Dr. Ehaiur Tartakower, amtiert jeden Dienstag und Donnerstag von 3 bis V«5 Uhr nachmittags. — Gedenkfeiern. Der Verband des Israel. Tempelvereines für den XIX. Bezirk veranstaltet am 21. d. M., l/,7 abends im Vereinstemvel, XIX., Dollmgergaffe 3, der Vorstand des 'Bethäuscs „Chel Abraham" am gleichen Tage um 7a5 Uhr nachmittags utr Bethaus, IX., Grüiiethorgasse 28, eine Trauer- und Gedenkfeier für die Kriegsopfer der Gemeintze. Briefkasten der Redaktion. 2$. Jerusalem. Wenden Sie sich an daS AonMÄ Bureau, Kopenhagen, Hhökenstrede 10. — I. B.» Kremsler. Leon Erdstern, Wien. IX., Ellsabethvromcnade 17. Die anderen Adressen sind uns nicht bekannt. — E. E. Wenn der böse Hnusivirt Ihr Later ist. können Sie nicht von uns verlangen, daß ivir uns in Ihre Familienverhältniffe cinrnengen. — Irene,! Kremster.; Am^iM Joint Distrihntion Committee.,.^..Seilrr-j sichte Lb..

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