Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 239 (18.9.1919)
- Date
- 1919-09-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979316--02134-2987614- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2 Wien, Donnerstag Die politische Stellung der Deutschen in der Tschecho-Slowakei. Aon führender deutschböhmischer Seite toitb den „Deutschen Nachrichten" ans Teplitz mitgeteU: Die unmittelbar bevorstehende Auflösung der deutschböhmischen und sudetenländischenLandes- und K r e i s re g i e r u n g e n schafft für die Sudetendeutschen eine neue politische Grundlage. Sie sahen bisher in den aufgelösten Regierungen ihre einzige legitime Vertretung und haben die angeblich im Einverständnis mit der Entente durchgeführte mttt* re rische Besetzung der deutschen Städte, ferner die von der Prager Regierung 'verfügten Auflösungen der Gemeinde-, Bezirksvertretnngen, Handelskammern, die Einsetzung von Verwaltungskommissivnen, die willkürliebe Versetzung und Beurlaubung deutscher VerwaltuugSbcmnter nur unter Protest hingenommen, der in zahlreichen Fällen auch seitens des Wiener Auswärtigen Amtes unterstützt wurde. Die Prager Nationalversanunlung sowie die Regierung haben bisher die politischen Interessen der vier Millionen Deutschen in der Tschecho-Slowakei als nicht bestehend erachtet und nicht versucht, eine deutsche Vertretung heranzuziehen. Mit der bevorstehenden, durch den Pariser Frieden diktierten Eingliederung der deutschen Gebiete in den tichecho-slowakischen Staat tritt an die deutschen .Parteien ohne Unterschied der fraktionellen Gliederung als erste Aufgabe die heran, der bisherigen- Rechtlosigkeit des deutschen Voltes ein sofortiges Ende zu bereiten. Sowohl die Sozialdemokraten wie die nationalen Parteien haben ein Lebensinteresse an der Schaffung einer geordneten parlamentarischen Vertretung, die den berechtigten Beschwerden der Bevölkerung Nachdruck geben könnte. Die nationalsozialistische Partei veranstaltet bereits in den großen Industriestädten Deutschböhmens öffentliche Versammlungen, um gegen die politische Ausschaltung der Deutschen zu pvolestiern. Der willkürlichen Gebarung der selbsternannten Prager Negierung muß ehestens ein Ende gemacht werden. Auch die demnächst zu erwartende Rückkehr mehrerer deutschböhmischer unb sudetenlandischer Führer steigert das Bedürfnis, die Tribüne des öffentlichen Lebens im Staate auch für die Deutschen wieder zu gewinnen und den heutigen falschen Schein, daß die Republik, wenn auch nicht ein reiner Nationalstaat, so doch von? einem alles beherrschenden Staatsvolke geführt sei, zu beseitigen. Die deutschen Parteien such daher bemüht, einen Vollzugsausschuß sämtlicher deutscherParteien zu bilden, der die grundsätzlichen staatsrechtlichen Forderungen der Sudeterrdeutschkn in gemeinsamer Taktik vertritt. Nach Erklärungen der deutschböhmischen Sozialdemokratie, auf dem Selbstbestimmungsrecht zu beharren, ist auch mit der rückhaltlosen Teilnahme dieser Partei in den prinzipiellen politischen Kämpfen der nächsten Zeit zu rechnen. Die Pogrome in der Ukraine. Das Organ der polnischen Bolschewiken in Rußland, „Glos Komunisti" berichtet über folgende Pogrome der Pelljura-Truppen gegen die jüdische Bevölkerung : Gelegentlich ihrer Operationen in der Umgebung von Zmermka veranstaüeten die Petljura-Banden eine Reihe grausamer Pogrome. InZmerinka, das sie total vernichteten, töteten sie 11 Juden, in Bradilow 23, in SzpiKpw 60, inBraz-!aw zirka 40, in Peczar zirkaM» und in Bar zirka 30 Juden. Durch besondere Grausamkeit zeichnete sich der Pogrom in Peczar aus, wo weder Frauen noch Kinder und Greise geschont wurden. In einer zweiten Notiz*derselben Zeitung heißt es: Die Zentralhilfsfektion für Pogromopfer erhielt folgende siatifttsche Angaben über die Zahl der Pogromopfer in dem Gouvernement Podolien, Es wurden getötet in Brazlaw 388 Personen, Lutin 213, Tulczyn 819, in Peczar die gesamte jüdische Bevölkerung abgeschlachtet, Ianow 300, Kaczanowka3, Stryzowka 8, Traszezanice S60, Obodowka 180, Brzerzada 300, Wapmarka 60, Bor 20, Ialtuszkow2V, Zmermka 35, Bochslaw 26, Plaskurow 35, Kitajgcod 85, Kamienic 100, Pikow 68 Personen. In Winnica weilen gegenwärtig zirka 4000 Pogromflüchilinge. _ Die Kämpfe um Kiew. Der Ukrainische Pressedienst meldet: lieber die Kämpfe unt Kiew haben wir weiter felgende Einzelbeiten: Der Angriff der russischen Freiwilligen-Armee Denikins war für die nur auf den Angriff seitens der Bolschewiken vorbereitete ukrainische Besatzung Kiews vollständig überraschend. Die ersten Patrouillen Denikins sind in dem südöstlichen Stadtteil Petschersk mit weißen Parlamentärfahnen erschienen und haben anfänglich keine feindlichen Absichten geäußert. Zum ersten ^-Zusammenstoß kam es erst, als eine Gruppe russischer Soldaten die ukrainische Nationalfahne auf einem öffentlichen Gebäude durch russische Trikolore zu ersetzen versuch ic, was von ukrainischen SoLaten vereitelt wurde. Als nachher die Hauptkräfte Denikins eintrafen, erfolfllo hi überraschender Weise ein allgemeiner Angriff der russischen Freiwilligen auf die ukrainische Besatzung, der nua/H numerischer und technischer llebermacht der ersteren vorläufig zugunsten Denikins ansfiel. Die ijtfrat»'' ,>.e.l Truppen, stehen vor der Stadt. Wiener MorgerrzeiürnA 18. September 1919 Nr. 239 Wie Friedrich seine Pogrome rechtfertigt. Eine Schwindelsensation der „Reichspost". Herr Friedrich läßt nichts unversucht, um die furchtbare« Anklagen, die gegen sein Mvrdershstem in Transdanubien erhoben wurden, tunlichst abzuschwächen. So läßt er den» auch heute durch sein Wiener Organ, die »Reichspost*, einen angeblich aus der Zeit des Kommunismus stammenden Flugzettel veröffentlichen, der die Juden Ungarns drffen beschuldigt, daß sie unter dem Protektorat de§ Spitzbuben Szamuely zwischen der Donau und der Theiß ein neues Judenreich errichten wollten. So lächerlich dumm die nachstehend wiedergegebene Fälschung schon auf den ersten Bück jedem objektiven Leser erscheinen muß/ so gemein ist auch die Tendenz, von der dieses schändliche Machwerk erfüllt ist. Der falsche F l u g z e t t e l, den sich die „Reichspost" auf Wunsch und Rechnung Friedrichs über Steinamanger aus Budapest drahten läßt, lautet folgendermaßen: Völker Israels! Mit unserem mächtigen Verbündeten haben wir die Revolutionszeit ausgesochten; wenn wir jetzt alle zusammengreren und uns nicht kür ungarische Juden halten, sondern w'.t der Zähigkeit unserer Raffe diejenigen Basteien verteidigen, welche zu zerstören vergebens sucht wer immer, so können wir Judäa anfbauen. .Strebet darnach, daß die allgemeinen Aemter durch unsere Glaubensaenoffen besetzt werden, magyansiert nicht mehr eure Namen. Fluch auf diejenigen, die sich taufen lasten. Jebova ist mit uns. Unsere tausendjährige Wanderung wird zu Ende, w>r bekommen eine neue Heimat zwischen der Donau und der Thech. Unterstützet die heiligen Vereins diese sichern jedem wahrhaft religionstreuen Jude» einen entsprechenden Platz im neuen Staat. Szamuely beschütze uns. Fürchtet nickt den Pogrom, hier kann niemals ein solcher werden, agitiert für die neue Heimat, denn der Stern leuchtet ja für uns. ' Das Wiener Friedrich-Organ bringt auch noch die Frechheit ans, zu diesem Dokument Friedrichscher Verworfenheit einen redaktionellen Kommentar hiuzuzufügen. Offenbar iühlt sich die »Reichspost* verpflichtet, für die vom Schwiegersohn des Erzherzogs Friedrich zyr Förderung de- Antisemitismus in Ungarn bereitgesiellten Millionen Herrn Friedrich zu eutlprechendnr Diensten zu verhelfe». Der unsinnige Kommentar lautet folgendermaßen: In Budapest waren am 1. Mai hei hex große« »roten* Beflagtzung der Stadt nur noch blau-weiße, also nat'onaffüdische Fahnen erlaubt, während etliche Ungarn wegen Hisiong rotweiß-grüner Farben verhaftet und zum Teile auch hingmchtet wurden. Beimesiene ReligionSschänder haben dem heiligen Gerhard am Gerhardsberae eine blau*we>ß« Fahne m d'e tzand gedrückt und dre Marrastotue am DreisalNkkeusplatz in Oken mit solchsarbigen Tüchern umhüllt! So triumphierten die Juden im Bolschewlkepstäate, denn — Szamuely, der Maffenmörder und Urheber der Ehnstmpogiome, beschützte die Juden! Die Identität zwischen de« unmenschlichen Bolschewiken Ungarns und den Juden wird heute geleugnet; die Flugzettel an die «Völker Jiraels* verraten aber mehr als dies, sie geben auch den kühnen Plan preis, Ungarn mit Hilfe der Kunrate als JudenparadreS auizurichten. Man muv all dies in Betracht ziehen, um zu verstehen. erstens, mit welche Hartnäckigkeit das u«gansche Volk jetzt die wiedergewonnen' Frechen vom Joche der Fremdherrschaft verteidigt, zweitens, warum die gesamte jüdische Presse der Welt, ohne Unterschied der Partei, Mit der gleichen Erbitterung die christlichen und nationalen Kreise Ungarns ansällt, die den Plan Szamuelye vereitelt haben. Und nun wollen wir der Oeffentlichkeit mitteilen, waZ hinter diesem Dokument ungarischer Schande eigenklich steckt, das nicht zuletzt dazu dienen soll, um der Entente Sand in die Augen zu streuen und sie davon zu überzeugen, daß die Pogrome in Transdanubien die dort wohnenden Juden verdientermaßen treffen- Dieser angebliche Flugzettel erfreut sich erst eines Alters vor, kaum drei Wochen und wurde in der vom Propagandaminister Haller, dem Busenfreund des Unterstaatssrkretär Ptlügel subven-^. tionierten klerikalen Druckerei, in der die erwachenden Magyaren ihre Pogromhetzschtüten drucken kaffen, hergestellt. Die weißen Terroristen Friedrichs haben mit diesem falschen Flugzettel auch ihr Glück in den Straßen von Budapest versucht. Dort siel ihnen aber niemand darauf hinein, da ja jedes kleine Budapester Kind davov unterrichtet ist. daß die Juden mit dem Mörder Szamuely ebensowenig wie mit den Horlhy-Buben gemeinsam haben. Die „Reichs« post" ist jetzt daS einzige Blatt, das Friedrich nach Budapest hineinläßt. Was werden da wohl die Budapester dazu sagen, wenn sie die Lüge der „Reichspost* lesen werden, daß am 1. Mai »bei der großen roten Beflaggung" nur noch blau-weiße« also nationaljüdische Fahnen erlaubt waren? Die »Reichsvosi* möge sich doch von den in der amerikanischen und italienischen Mrssion sitzenden Herren, die damals auch in Budapest waren, darüber informieren lasten, daß di« von rhr heute zum besten gegebene Geschichte mit den blaü-we,ßen Fahne« und den angeblichen Religionsschändungen der Juden nichts anderes als krasse Lügen sind. Es wird Friedrich und feinem Wiener Organ nichts nützen, wenn sie sich auch noch so bemühen, die Juden vor der öffentlichen Meinung der Welt zn verleumden. Die Entente weiß, was das jüdische Volt will, denn sie hat seine Wünsche auf der Pariser Friedenskonferenz als berechtigt erklärt und auch tatsächlich berücksichtigt. Wir brauchen also, da wir unsere historischen Rechte auf einen Fudenstaat im alten Palästina von dem kompetenten Forum anerkannt werden, kein Neu-Palästina in Ungarn, wo die dort wohnenden Juden nichts anderes wünschen, als daß man sie leben läßt und sie wie dre anderen Staatsbürger nach den geltenden Gesetze« behandelt. Eine größere Blamage, als bte mit dem Märchen vom Jndenstaat unter dem Protektorat Szamuelys, hätte sich daS Wiener Friedrich-Organ wirklich nicht holen körisien. Dre »Reichspost* möge es sich ein für allemal gesagt sein lasten, daß die Entente sehr gut informiert ist und-sich durch tendenziöse Lügm gewiß nicht von ihrem Urteil über das Mördersystem Friedrichs abbringe» lasten wird. Inland. Die Ausweisung der Fremde«. Der Befehl des Herm 0 e »11 an die Fremden, bis zum 20. September Wien zu verlassen» ist bis zur Stunde durch keinerlei wie immer geartete Durchführungsverordnung ergänzt worden, so daß die Oeffentlichkeit im Unklaren darüber ist, ob für die Abzutransportierenden auch tatsächlich Me' nötigen Bahnwagen bereitgestellt werden. Auch bezüglich ihres Vermögens und Gepäckes hüllt sich die Behörde in Schweigen. Herr Sever läßt feierlich erklären, daß die Fremden werden abreisen muffen, aber die Behörde ist nicht einmal mit ' der Erledigung der bisher überreichten Gesuche pn Aufenthaltsverlängerung fertig eworden. Wie sie diese Aufgabe dis zum 20. d. M., as ist bis übermorgen, zustandebringen soll» kann ihr weder Sever noch Austerlck sagen. Eine sehr peinliche Konsequenz hat die überstürzte Maßregel aber schon jetzt gezeitigt. Der polnische und tschechische Gesandte haben protestiert und wie man sonst den«, zeigt folgendes Telegramm: Bukarest, 17. September. Zur Ausweisung der Fremden aus Deutschösterreich, welches Vorgeyen auch lene Personen betrifft, die jetzt rumänische Untertanen geworden sind» fordert das Blatt „Romania* die rumänische Regierung aus, die in Rumänien ansässigen deutschösterreichischen Staatsangehörigen ebenfalls zum Verlassen des Landes zu verhalten. Die Oesterreich« in Rumänien können sich bei Herm Sev« bedanken. * Mitteilung des Wirtschaftsverbandes der jüdischen Studenten aus der Ukraine. Gesuche wegen Aufenthaltsbewilligung werden in unserem Lokale im Hochschulausschuß vis Donnerstag, 7,1 Uhr, entgegengenommen. « Wirtschastsverband heimgekehrter jüd. gal. Maturanten. Die MÜglieder werden aufgefordert heute zwischen S und 1 Uhr Meldezettel und Reifezeugnis beim Jüdischen Hochschulausschuß zwecks Erlangung einer Ausenthaltsbewilligung zu erlegen. Staatskanzler Dr. Nenner gegen die Bürgerräte. Gestern erschien eine Abordnung des Wiener Bürger-Und Siäilderaies in der StaatslanAlei, wo sie vom Staatskanzler Tr. Nenner und den Staatssekretären. El dar sch. Zer bi? «nd Ha« «sch empfangen wurde. Die Abordnung überreichte dem Staatskanzler eine Entschließung betreffend Hebelgriffe der Arbeiter- und Soldaten räte. » Staatskanzler Dr. Renner erörterte analog seinen jüngste» Ausführungen die Entstehungsgeschichte "des RätegedaukenS »nb die Mission der Räte nach der Revolution u«d bemerkte, gerade durch die Institution der Räte sei das Eindringen des Bolschewismus in Oesterreich verhindert! worden. Während sich in anderen Ländern die Revolution, blutig abgespielt hatte, hat sie hier, dank der Räte, einen friedlichen Verlauf genommen. Cs sind unleugbar vereinzelte Ausschreitungen und Ungesetzlichkeiten vorgekommen. Aber solche kamen in allen Kreisen vor und wurden sogar durch Behörden begangen. Es war eben in einem Zustand der Erschütterung unseres sozialen Körpers und diese Erschütterung, hat derlei Ungesetzmäßigkeiten bewirkt. Die Regierung will die Gesetzlichkeit auf allen Gebieten «nd will die Wiebevhersteklnng der Gesetzlichkeit unter Mithilfe aller Teile der Bevölkerung. Die Bürgerräte solle« daher nicht zu« Kampfe gegen andere Organisationen rufen,.sondern das Einverständnis mit ihnen anstreben «nb für die Wi^rerkehr gesetzmäßiger Zustände Sorge tragen, stkäteorganisativuen können e«ttveder das Mittel znm Bürgerkrieg ober zu dessen Vermeidung fein. Bisher waq» «nsere Äveiterräte trotz mancher Ausschreitungen ein Instrument znr Vermeidung der Bürgerkrieges. Die endgültige Sanierung der zweifellos bestehenden schweren Schäden i» »nserer Verwaltung kan« nur durch etne durchgreifende Verbesserung der Verwaltung erfolgen. Zur Mitarbeit an der Verwaltung müssen aus allen sozialen Gruppen beratende Organe berufe» werben. Die Vertreter der Wiener tschechischen Minorität beim Staatskanzler Dr. Nenner. Gestern erschien eine Deputation der Vertreter der Wiener tschechische« Mmoeität beim Staatskanzler, um in Angelegenheit des tschechischen Schulwesens zu intervenieren. Der Staatskanzler «klärte, er werde mit der Wiener Gemeinde wegen der Gebäud« verhandeln, dir man der nirderösterreickiischen tschechische» Mmorltät für Schulzwecke zur Verfügung stellen könnte. Was dr» Mmorrtätenschutz anlangt, wünschte der Staatskanzler, daß in der nächsten Zeit eine Konferenz mit den Vertretern de, tschechischen Mmvntät zustande käme, damit man über die Durchsührung der Bedmgungen des Friedensvertrages verhandelv könnte. Dr. Renner «klarte aber, es werde für ihn trotzdem maßgebend sei«, wie sich die tschechische Regierung in dieser Richtunz zu de« deutschen Minoritäte» verhalten werde. Die Reparationskommission. Genf, 17. September. Bezüglich der für Oesterreich bestimmten Reparationskommissiov wirb die Entente keinerlei Entschließungen treffen, bevor der Friedensvertrag nicht in Oesterreich ratifiziert wurde und bevor nicht in der österreichischetr Verfassung die durch den Friedensvertrag notwendig gewordeneu Aenderuuaen voraenommen wurdet»-