Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 237 (16.9.1919)
- Date
- 1919-09-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979314--02116-2987594- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2 Wim. Dimsmg Wiederaufbau. Die Statistik zeigt, daß auch in Wien endlich wieder zu arbeiten begonnen wird, Die Zahl der Arbeitslosen sinkt von Woche zu Woche. Sic betrug noch am 28. Iulr U9.3S6, grng am 11. August msi 113.470, am 85. Attgvst aus 111.297 herunter und betrug am §ev:ember IVtr.ltzl. Und dies» obwohl die Stadt noch immer ich Zeichen,der HttmdWinvasiyn steht! Es scheint also doch mchr ganz rrcbttg ruftin. daß die Fremden den . Ansässigen Br or und Arbeit sormchmen umgekehrt dürsten gerade unter ibnen?,ablre>che sein, die BeustbAkapital mitdringen, um luer neue 'l'lrr'ütsgrlegenhesicn zu schaffen. „Sn. den westlichen len der alten Monarchie, die von den Kriegsgreueln verschont blieben, haben hie, galizischm FlsMulge Ehrliche Arbeit gesucht nnd l>'olt sei Dank vielfach gefunden und bannt der öfterre chn'cheu Wirtschaft manch wertvollen Dienst geleistet,- schreckt m: frühere Minister T w s r h o W s k i, der Bevollmächtigte des polnnchcn Hauptliquidierungsauttes,. in der „Neuen Freien V . sse" und fügt hinzu, daß -re seitens der österreichischen.Regierung „den Polen gegenüber beobachtete Haltung den Pr und zu e uer Verärgerung und Vcrffsiwmryq zwischen dm beiden Staaten gelegt habe. „Ich muß bekennen," fährt er fort, „das auf polnischer E.'te das nrangrlnde Entgegenkommen Oesterreichs um so nrehr wunder nimmt, als es ja bekannt ist, ^daß die Polen in Samt-Geimam ruckt gegen DeutschLsterreich gearbeitet haben. Man legt , n P y l e » Wert auf frr« n d s ch a f U l i ck c Beziehungen zu Oesterreich, für die ja l-c! fccut vollständigen Mangel an Differenzpunkten und ^ieibungöflächcn die Bahn frei wäre, wobei Überdies Polen weit m e h r g e h e n d e r' a \ $ empfangender Teil sein könnte. Der unfreundliche Gcrst jedoch, von dem die Maßnahmen der österreichischen Negierung Polen gegenüber erfüllt sind, ist wohl k a umg e e i g n e si d i e G r n n d l a g e n f n r e i n f r e u n d s ch q f t l r ch es B e r h a l t n i s zu schaffen. Ich kann auch nicht verschweigen. daß in Warschau die letzte Verfügung der niederösterrenlnsche!: Landesregierung nichts weniger als angenehm empfunden wrrd und schon erhält, wie ich höre, die polnische Gesandtschaft tncilich unzählige Zuschriften mit der Aufforderung, z u R e t o r s i o n sm a ßr e ee ln zn 8 reifen/ Wahrlich, die Wege der Herren im Auswärtigen Amt sind dunkel DieArbritslust beginnt wieder zu erwachen, die Arbeitslosigkeit sinkj — aber wenn dieses Sinken nur so allmählich erfolgt, ist lediglich der Kohlenmangrl daran schuld. Oesterreich ist heute unbedingt auf das gute Emvernehmen mit Polen angewiesen. Gelingt es, polnische Kohle zu bekommen — und wenn Oesterreich mit den Schikanen aushort, wird sie nicht lange auf sich warten lassen -~ so werden bald wieder die Schlote dampfen, die Arbeitslosen zu den Fabriken strömen und daS ganze Problem gegenwärtiger Berbittcrimg, Bcrsolgungs-, Ausweisung-- lmd Rachsucht wird eurer friedlichen Losung entgegeugeführt werden. m. Die Fremdenauswersurrgeir in Deutschösterreich. Das Fnrforgekomiteederheimkehrende» F! ü ch t l i n g e veranstaltet im Emvernehmen mit der Schrift' lcmmg des polnischen Wochenblattes „Glos Wieden-kr" am 17. September um 7 Uhr. abends im Festsaale der Handels- und. Gemerbekaurmer, I., Stubrnring 8/10, eine Versammlung milder Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Ausweisung der polnischen Sraatsangchörigen, 2. Ständige Lebensmittelversorgung der polnrschm Staatsangehörigen, S. Tätigkeitsbericht des polnischen Kvlvuicrates. Die Prosefforen der Czernorvitzer deutschen Anivs»'srtLt beim UnterstaatsfekrelRr Glhckel. Bekirnntlich hat die rumänische Regierung hen Professoren der deutschen Universität in Czernowitz das Ultik: a t ii jh gestellt, entweder biS zum Herbste die Borte sungen in rumänischer Sprache zu halten oder di- Er-.tlassuu^ u nehmen. Dieser Forderung kamen pou den 18 Professoren nur vier nach, hie übrigen. 14 Professoren^ 3 Bibliothekare und 3 Verwaltungsbeamte wurden entlassen mo kamen nunmehr mit ihren Familien hierher. Die Proscsi oren erschienen nun beim Unterstaatssekretär Glöckel, mit dem sie eingehend ihre Lage erörterten. Sie betonten vor allem, daß sie nicht freiwillig, sondern .Unter dem Drucke rer rumänischen Regierung die Ezernowitzer deutsche Universitär verlassen hatten. Die rumänische Regierung hatte mit der Rumänisierung der deutschen Universität in Czernoivli-, sehr eilig, denn sie entsprach nicht einmal der bp* sch'idcnen Forderung der deutschen Studentenschaft noch ein , a' ce hindurch die Vorlesungen in deutscher Sprache halten zu lassen, sondern erklärte klipp und Aar. .daß im Kerbst di,' Universität rumänisiert sein müsse. Die Abordnung betonte auch, baß die Ezernowitzer deutschen Professoren den hiesigen Fakultäten nicht anfoktroiert werden, sondern nur Unter Zustimmung der Kollegen aufgenommen werden wollen. Demgemäß seien sie dagegen, daß die Autonomie und das Borschlagsrecht der Universitäten irgendwie angetastet werde. Uetechaatsfekretär Glyckel erwldekw. dqK er 'den gleichen Standpunkt einnehme und teilt« mit, daß sich di« Fakultäten gegen Ire Aufnahme der Professoren der deutschen Universität in Ezernpwitz ausgesprochen haben. Einzeln« Fakultäten erklärten jedoch, daß sie nichts dagegen hätten', wenn die Czeprowitzer deutschen Professoren - wie Honorar» bojcntcu an der hiesigen Universität beschäftigt würden, doch würbe ihnen kein BorschlagSrecht zukommon und würden sie auch nicht im Kollegium und in die Prüfungsbvmmission ausgenommen tverden. Aus diese Art sei es möglich, einen Teil der Herren unterzubringen. Das sei aber nur eine vorläufige Lösung der Frage, die noch nicht abgeschlossen sei. Die übrigen Lehrkräfte werden von der Liguidtemngsksmmisston ein« Beihilfe bekommen. Die Abordnung erklärte sich mit dieser provisorische,! Lösung für zufrieden. Weener MorgrszeiÄrng »■' 1 mf-n, fing* i 16. September 1919 9ft. 237 Das ungarische Mördersystem Herr Friedrich, der dunkelste Ehrenmann in der Reihe der bisherigen ungarische» L.chftiettSchesK, ist beileibe kein Decheugter Antisemit. Er h-at) wieWne besten Freunde erklären, überhaupt keme Ucherzeugung aP die, haß er am Ruder bleiben muß und dazu ist ihm eben jedes Mittel gut genug. Er kopiert.'Pela; # u.n und Tibor S zamuelh in einer Person, nur dtzß dieOopie' leider allzu oft dqS Original nbertrifft. Herr Fvicdrich hat sich jetzt auf derr Antisemiiisnnts c.mgesDvoren, weit er weiß, daß er bei den Männern, die sozusagen .hinter hinter. .deMn^ Mer--L-M NW das ganze Land steht, nnv dann Liehkftrd bl-eihen kann, wsyn. er ihnen dazu perhilft, das jüdische Talent'durch die Roheit bäuerlich-reaktionärer Bajonette, .nicht zur Geltung kommen zu lassen. Das ist im großen nnd ganzen sozusagen die Theorie Friedrichs, die. Herr Hör t f) y, der Oberkommandirrends der weißen Mörder- Horde, in die Prariß umzusetzen hat. M Herr Horthy seine Truppen von Gsegedin. nach TranBunuhien leitete, erklärten deren Asthrer ganz offen, ihr Ziel wäre die Ausr ottnng der Huden und di« Bertreibung der überlebenden Juden aus dem Lande. Das war keine leere Drohung, das war nicht der Terror ans dem Papier, sondern blutige Wahrheit, die von Offizieren als Henkersknechten von Anfang an gepredigt wurde und wird. Di« Fälle, die die blutige Pogromchvonik füllen, sind bereits so zahlreich geworden, daß sie den roten Terror geradezu als ein« harmlose Spielerei erscheinerr lassen. Bisher wurdennicht mehr und nicht weniger als 30Q0 INd«it getötet, die mit dem Bolschewismus nichts gemeinsam hatten und. deren Verbrechen nur darin bestand, daß sie Archen waren und es. bleiben wollten^ Herr Friedrich wird ebenso wie einst Herr Bela Kun vielleicht beim Lesen dieser Behauptung die Dementüwspritze in Aktion treten lassen. Es wird ihm wahrlich in diesem Falle nichts nützen,, denn wir such im Besitze so vieler Protokolle über die von den Jüngern des weißen Terrors verübten Greueltaten, daß selbst der wütendste Antisemit, wenn er nur etwas Menschlichkeit in sich hat, vor diesem furchtbaren, Tatsachenmaterial zurückschauaexn muß. Mr haben aber, auch Zeugen, klassische Zeugen: -Exminister jüdischer und nichtjüdischer Couleurs,di« den Plattensee bereisten und in gewissenhaftester Weise das Material sammelten, das der Enternte zur Verfügung stehen soll. Wir besitzen auch über Herrn Friedrich oder zumindest sein Kriegsministerium kompromittierende Akte, in denen Situationsbericht« über Judenmeheleien enthalten sind, aus denen klipp und klar hervorgeht, daß Herr Friedrich und sein MinistersoziuS Sch ne her über die viehischen Grausamkeiten der weißen Offiziere nicht gerade entrüstet sind- Einige Fälle seien hie'r skizziert: Am L9- August traf inTolna-Ozorain spater Abendstunde ein Trupp weißer Terroroffiziere unter der Führung eines Majors ein. Durch Trommelschlag wurde die Bevölkerung zusammengerufen, um dabei behilflich zu sein, alle Juden aus zu rotten oder zu vertreiben. Der Major selbst gebärdete sich wie ein Wahnsinniger. Er lief die Straßen auf und ab und schrie wie besessen: „I u d e n w i l l i ch h e rhaben, treibt mir die Juden hierher!" Und nun begann eine unmenschliche Hetzjagd auf die arm?n jüdischen Einwohner des Ortes. Fast alle Juden sind eingefangen. Dann ging die Tortur los. Der Beamte Franz Klein hatte eine lange Nase, die dem Herrn Major mißfiel. Dafür wurde über den Mann eine Prügelstrafe von 60 Stockhieben verhängt- Als er in seinem arg hergenommenen Zustand sich dann noch die Frage erlaubte, weshalb er dies alles erdulden müsse, erhielt er die schlichte Antwort: „Kein Jude wird unschuldig bestraft und kein Jude darf ungestraft bleiben." Selbstverständlich entgingen auch die anderen jüdischen Bewohner des Ortes dieser Prügelstrafe nicht. Noch ärger als in dem hier geschilderten Falle erging es der in demselben Orte wohnenden Familie Weiß, die ihr Judentum mit dem Tode büßen mußte. Mit Bernhard Weiß lebten zusammen dessen Sohn Emmerich nnd sein Schwiegersohn Hermann Weiß. Bon diesem behaupteten klerikale Provokateure, daß er komm uni* stische Bücher gelesen habe. Die Horthy-Buben sahen darin bereits einen Grund zur Verfolgung. Als man ihn zu Hause nicht fand, wurde an seinerStatt der 60jährige Vater festgenommen. Dessen lyjährigerSohn bat die Offizier« händeringend, man möge doch ihn statt des Vaters mitnehmen. ES wurden nun beide fortgeschkeppt, an einen Wagen gebunden und so unter dm unmenschlichsten Mißhandlungen zur Grenze geleitet. ' Dort machte man mit ihnen kurzen Prozeß: sie wurden, ohne ein Wort zu ihrer Verantwortung spreche» zu könmn, erschossen. Die Leichen der beiden fand mau zwei Tage später im Sioflusse. Aber auch mit anderen Fällen schrecklicherer Art können wir Herrn Friedrich dienen. Der Güterdivektop Sch w ar z, der einigen ^Offizieren auf der Heide'deS'OrteS begegnete, wurde , am nächsten Baum aufgehSngt. In Simon-Tprnia wurden drei I uden gehän gt. In.Tama.fsi wnäw em reicher jüdischer Kaufmann namens Kertes des- HM bum-Tods durch den Strang vermE, -wsrl. ep.sitzjwe Mißbilligung über die vor seinen Au gen erfolgten Hinrichtungen- Unschul- 'd i g^ r auszusprechvn wagte. - Die, Horthy-Buben schsuen kolu Mittel,, um von Juden'das ^»beu so sauer alS nur nröglich zu machen. Um 12 Uhr nachts ließen sie jüngst in mehreren Ortschaften aut Plattensee austvotnmem, daß die Juden bis & Uhr morgens die angeführten Ortschaften zu verlassen haben. Aus En y i n g und S i M o n-Tor n ia wurden alle jüdischen Familien vertrieben. Sie durften nicht einmal ihre armseligste Habe mitnehmen. „Zu Fuß,'hungernd und durstend müßt Ihr über die Grenzs tvqndern!" das war dev Schiedsspruch des Kommandanten jener Gruppe, die mit her Vollstreckung dieser wenig nienschenfreundlichen Wünsche des Herrn Horthy betraut worden war. Daß Juden blutig geschlagen werden, ist langst' keine Seltenheit mehr. Die Arme» sind froh, wenn man wettigstenS ihre Frauen Und Kinder' verschont.- Sv geht es in der Provinz zu. Wenn man aber glaubt, daß man die Juden Budapest in Fuhe läßt, so täuscht.man-sich. Hieb.hat Herr Friedrich feine Terrorgarde der „erwachenden Magyaren", deren einziges Sinnen und Trachten darauf gerichtet ist, die Juden in Budapest unmöglich zu machen. Die erwachenden Magyaren arbeiten mit der Polizei Hand in Hand. 'Sie erstatten falsche Anzeigen, sie sorgen für falsche Zeugen, die sich nicht nur aus den Reihen des Mobs, sondern auch aus der sogenannten Intelligenz rekrutieren. Juden werdcP von der Straßenbahn yeruntergezerrt und auf die Oberstadthauptmannschaft gebracht, wo Hann die grausamste Tortur mit Gewehrkolben und Fußtritten beginnt. Wir hatten Gelegenheit, mehrere dieser bedauernswerten Menschen zu sehen, die nach vielen! Tagen der Qual Mt verletztem Auge und geschwollener Nase, halb taub und. hinkend die Stätte der offiziellen. Marter verlasse» hatten, Kennt Herr Friedrich den Fall des Budapester Juden Friedrich Ernst, der ohne jeden Grund bei einer Straßenbahnfahrt festgenommen! utu dann yon den Rohlingen der Budapester Polizei! so' zugerichtet wurde.' daß er nach drei Tagen starbt Herr Friedrich M di« Welt und das Gewissen der öffentlichen Meinung nicht länger zum Narren halten! Da nützt kein Leugnen, denn blutige Tatsachen sind es, die ihn Lügen strafen. Glaubt Herr Friedrich, daßj wir Juden nicht davon Kenntnis erhalten, wenn» r wir Juden nicht davon Kenntnis erhalten, wenn er in dem beschränkten. Kreis seiner reaktionären Mordgesellen judenhetzerische Reden hält? Wenn vor den Schulen erwachende t%<aßt)avtn stehen und die zur Einschreibung erscheinenden Kinder ohne Taufschein ntchr vorlassen, so ist das doch nur sein Werk und seine Methode. Wenn in der Nähe der Markthallen sich verdächtiges Gesindel herunltreibt, das die Händler aufhetzt und sie davor warnt, an Juden Lebensmittel zu verkaufen, ist das nicht der Ausdruck des Willens Friedrichs? Wenn in einem Judenviertel «in Agent- Provokateur aus der Reih« der erwachenden Magyaren Alarmschüsse ab feuert, um dann den Rumänen sagen zu können, daß die Inden den Bolschewismus wiederherstellen wollen, ist das nicht das Machwerk der gegrnwärtigen verbrecherischen Regierung von Ungarn? Wenn eine Razzia nach der anderen, gerüe in den von Juden bewohnten Straßen stattsindet, und gerade mn Samstag Massenverhaftungen von Galizianern erfolgen, fällt, das nicht Herrn Friedrich und seiner Polizei zur Last?, Wir freuen uns auf das nächste Dementi des Herrn Friedrich, um ihm dann noch mehr sagen zu können, Di« Liste seiner Verbrechen wird vor der Welt nicht verschwiegen bleiben. Mr werden so lange die Auf-» merkfamkeit der Entente auf die Roheiten Transdanubiens und die Gemeinheiten von Budapest lenken, bis sie endlich aufhorchen wich und Herrn Friedrich und sein« Schergen durch ein« strenge Untersuchung alle« dieser Scheußlichkeiten unangenehm überraschen wird. mm iiMFi'u.iM'if Die Entscheidung über Oftgalizien Der Ukrainische Preffedimst meldet: Aus Pariser Konferenz* kreisen erfahren wir zuverlässig, daß der Biererrat den polnischen Antrag zmückgewiefeu hat, Oftgalizie» dm polnischm Staate «inzuvrrletben. Dadurch ist der p r o v i s o r i s ch % Charakter de- Statutes für Ostgaltjim. welchedemnächst von der Entente- Mission und vom Obersten Rate fertiggrstellt wrrdenwird, gesichert. Davom Blererrat in Paris au-gearbeitete Statut Ulfy Ostgalizien mit tzemberg als ein s e l b st ä n d i g e s 8 a « d erscheinen, daß seinen eigene« Landtag wählt. Polen erhält ein provisorisches Mandat des B y lkerbundes, doch wird die Verwaltung des Landes der Bevölkeruna. also uickt de» Polen allein, sondern rualeick der ukrainischen Mehrheit nnd den deutsche« und jstd i s ch ea Minderheit«« übertrage». AUS VerkehrSrÜcksichtmdürften Zollgrenzen. Eisenbahn, Post- und Telegraph mit Pole« für die Dauer des Mandates de- Völkerbündegemeinsam sein. Die endgülttge Entscheidung Wer Ostgalizien wird eine Volksabstimmung bringen, über deren Modalitäten poch nichtbekannt ist. Das provlsorsiche Mandat Polens kann nicht von langer Dauer sei«, da der Wiederaufbau heg vollständig verwüstete« tzandeS und die Notwendigkeit von Investitionen in der Höhe mehrerer Milliarden iw Interesse deS Landes Ostgalizien die endgültige Zugehörigkeit zu einer selbsttürdiaen und vnabbänaiaen Ukraine bklMeuoioen muß.