Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 235 (14.9.1919)
- Date
- 1919-09-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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« Ar. 235 Wien» Sonntag > *• ■ , Wiener Morgenzertung _14. September 1919__ Seite 3 Heute allgemeiner Wiener Sammeltag Jeder Jude spende' nach 'seinen Kräften Inland. Die innere Politik. Bo» maßgebender parlamentarischer Seite wird «ttftseteitt. die nächste Sitzung der N a ti o n a l v e r s - ck rü! u.n fl ungefähr drei bisher Wochen stattfinden ivird.^ Jn der m Zwischenzeit werde» die Stoatsamter, die aus dem Fnedensvertraa resultierende» Gesetzvorlagen ausarbeiten. Unmittelbar,vor der Nationalversammlung wrrd der-Hauhtausschuß zusammenrreteu. Da die gegenwärtige Regierung' in erster Linie mir der Aufgabe betraut war, den «Frieden abzuschließen, wird sich der Kcnchtausschuß die Frage vorzulegen haben, ob die Regierung in Wer jetzige» Zusammensetzung geeignet ist, die kommenden Aufgabe» zu erledigen. Die auszuarbeitenden Vorlagen beziehen sich auf dw Schaffung einer neuen Bundesverfassung, auf die dem Friedensvertrag^ entsprechende Abänderung des Gesetzes über/das Staatsgebiet (Deutschböhmen, Siidmähren, daö, Osirau-Teschener, Brunner, Jglauer mrd Olmützer Gebiet, Dcmsch-SLdtirol und die Grenzgebiete von Gmünd und Feldsberg), aus die Angliederung Wcstungarns und auf den Schutz der Minoritäten. Die der Nationalversammlung vorzulegeudrn wirtschaftlichen Gesetze, die sich auf die Regelung der Schulden an das'Ausland und auf die Liquidierung des Staatsygentmns in deu Nationalstaaten beziehen, stehen noch, nicht fest, da der Friedensvertrag in diesen Fragen außerordentliche unklar ist und man auch das Statut der Reparalionskomnussion abwartk» muß,, um die Kompetenzen erkennen zu können. ... Wie aus verschiedenen Vorgängen in Wellung a r u zu entnehmen ist, haben dre Magyaren mit der Räumung Westuugarns bereits begonnen. Die auf den Eisenbahnzweigstrecken in Westungarn besindlich gewesenen.Waggons mit Material aller Art, welche die Magyaren 'in der letzten Zeit als 9 e r g e g u t, vor den Rumänen in Richerheit gebracht hatte», werde« jetzt wieder aus Westunganr nach dem Osten geleitet. Vorgestern sind zwei Lastzüge uiit Artilleriematerial aus Oedenburg nach Ungarn abgegangen. Die Militäroberrealschule, die sich in Oedenburg befindet, überfiedelt nach Guns, wo sich bereits eine Unterrealschule befindet. Bezeichnend ist auch für die Pläne der Magyaren, daß die G e t r e i d e r e q u i s i t i o n e n m Westungarn zur Zeit besonders energisch vorgenommen werden. Die Korrespondenz Austria meldet aus Innsbruck: Wie semerzeit gemeldet, hat die letzte Innsbrucker Konferenz . von Landervertretcrn bekanntlich den Abbruch der Beziehungen zu Ungarn verlangt, was mittlerweile gegenstandslos geworden ist. Aber auch dre Fragen der F r e i z ü g i g k k i i, d e r Asylgewährung f u r Ungar ischeRäte f ü h r. e r, d e r E i n r e i s eu n d Au f e u t h cr l t 2 b e w rl l i g u n g in den Ländem und in Wien und andere aktuelle LandesgNgeleaenheiten machten den Wunsch , - nacheiner neuerlichen Beratung der Landesregierungen in. der Wiener Staatskanzlei rege. Die Einrichtung der Land - e sh a uvtkonferenz hat sich bereits eingebürgert und wird am Montag wieder' ausgenommen.' Die, diesmaligeKonferenz von Vertretern der Landesregierungen mit dem Staatskanzler Dc. Renner wurde bekanntlich schon im August gewünscht. Dr. Renner wird zuerst über den Friedensschluß berichten.. Als zweiter Punkt steht auf der Tagesordnung die Erörtermigder, Verkchrsbefchränkuiigen. der -die Beratung weiterer Landesaugelegenhetteu folgen wird. Auch dieses Ätal wird, hie Srt'U a tiouinUugarn zur Sprache gelangen. '» . Wie wir erfahren, wird die Auflösung der deutschböhnnschen Landesregierung in Wien nächste Woch erfolgen. Dr.Lydgman wird sich sodann nach Deutschböhmen begeben und auch die ührigen Mitglieder der Landesregierung werden ihm folgen. ' .' qbred)net und ihn besiegt, wird die eckige, ' knarrende Papageienstimme tief nletallen und seelenhaft volbksingend, wgs auf die beklommenett Zuhörer eine unbeschreibliche Wirkung ausübt.— „Der Student" war nftt Herrn Heinrich Fuchs, einem sonst''geschätzten Kstttstler, unglücklich besetzt. Dieser Jüngling'ist kein Schwärmer mit blondem Scheitel, süß wie , das Bellmäuschen aus Freitags „Journalisten". Dieser junge Männ, der die Welt durch Liebe erlösen will, sagt Einmal: „Jungftäulichkeit. Hab', ich nur int attatümischen Mussum gefeh'n"; der kann wirklich nicht' in' dieser ge- »lyssen himinelblauön MaGs gemimt tvexden^ Bon den übrigen Mitwirbenden setzn^nsbesondckre!'iü,-Hyrven Mittler und Friedrich erwähnt.. - Noch ein Wort, der Verwundemmg über die.Spielleftung: Warum wurde. denn auf dieser Kunststätte, Strindbergs Wrk sonst; mit Ehrfurcht pflegt-und . dizr eine Büste des Dichters schmückt, die „GespensterspnaiK" so arg verstümmelt? Der alte Hummel.mstßte stprben, ohne daß das, Harfenlied erklang, welches' für das Verständnis ^er Dichtstug nicht entbehrt.-werden kann; und ini dritten Akt wurde uns ddr Mn geschilderte Schluß gänzlich, börenthalten. Das Stück ist so' kürz, daß Strindbevg zweifelte,- ob es abendfüllend schn werde. Die angedeuteten und noch mancheandere Striche sind also durch -nichts begründet.- (Auch die ägyptische Finsternis zu Beginn des Stückeß. Uar eine arge Eigenmächtigkeit. Der Dichter schreibt „klaren, Sonntagsmorgen" vor!) Ein Kammerspiel, - für erneu engen -Kreis von Hörern bestimmt,' nach Beethovens Gespenstertriobenannt und von Beethovens Titanengeist angeweht. hat auch in. dem großen, für intime Wirkung uzrge-? eignebem Stadttheater in seinen Bannkreis gezogen. Hak.doch das Inferno des.Weltkrieges dieZeitgewossen reifer gemacht, die Dinge zu erfassen, „von denen man in Halbtöneu spricht, gedämpft, weil man sich schämt, ein Mensch zu sein?" ... O t to. Ab e les. . Telegramme. Nie Teschener DePutatio« i« Prag. Prag» 13. September. lTel.-Komp.) Die Teschener Delegation, die gestern rm Mimsterrate vorsprach,, war ans allen Ständen. Klassen .und polnischen Parteien zusammengesetzt. An ihrer Spitze stand der Gesandte Major S p a c e k. Dre deutsche sozialdemokratische Arbelterschast vertrat der Werkmeister Grill aus Oderbcrg. Dre einzclum Mitglieder,' Vertreter der verschiedenen Nationalitäten, gaben die kategorische Erklärung ab, daß sowohl dre t s ch e ch i s ch e als au ch d i e deutsche Arbeiterschaft dieses Gebietes treu zur Negierung der tschechischen Republik stehen werden Präsident Molar Yk,wie auch der Mmistcrpräsidem versicherten namentlich dem Repiäsentanten der Deutschen Grill und dem Repräsentanten der Schlesier, daß chre Loyalität zurRepublik mit dem. R esPektre r e n i h r e r g e r e ch t c n W ü n s ch e, mit einer wahrhaft republikanischen Freiheit und Gleichheit vergolten werden wird. Die tschechischen RatiorraLdemokraterr gegen das Teschener Plebiszit.. Pag» 13. September. (Tschecho-llow. Preßbur.) „Narodni Listy" meldet: Der Z e n t r a l a u s s ch u ß d e r t sch e cü of l o w a k i s ch e n N a t i o n a l d e m o k r a t i e'hitt gestern eine Kundgebung erlassen, worin er betont, daß. niemand anderer als das tschecho-slowakische Volk selbst das.Recht habe, über d a s Teschener GL bi e t zu entscheiden und .-daher die Lv-simgdieser' Frage durch ein Plebiszit e n r s ch i e d e n ablehnt. Weilers fordert er, daß die jetzige Ementekoumusiivn in Trschen ab-berusen werde, da sie durch ihre Handlungen, ' insbesondere durch ihre letzten Antworten an den Mimster. sür nationale Verteidigung bewiesen habe, daß sie nicht objektiv sei. Lobktorvitz aus der Daft euLlafferr. Prag, 13. September. Die Ratslammcr des Landesgerichtes als Strafgericht beschloß heute, daß kein Anlaß, vorliegr, die .verhafteten Dr. Friedrich L o b k o w i tz und Zdenko L o bk o w i tz noch länger in Haft zu halten. Auf Grund dieses Beschlusses wurden die beiden heute,um 3 Uhr nachmittags aus der H a f t c n .t l a s f e n. Sämtliche Militärversouen, die unter der Beschuldigung, einer monarchistischen Verschwörung verhaftet worden wären, wurden ech e n s a l l s e n t l a f s e n. Es imrd nunmehr bekanntgegcben, daß der-Befehl zu diesen Veriiafnürgen von ministerieller Sette ausging,. die Polizei aber nur diese Bcsehle durchsührte. Das tschechische Oberhaus. Prag, 13; September.. Es ist nunmehr entschieden, daß das Oberhans des rschechrschcu Smates *em S em a l sein wad. der aus allgeiueineii, 'gleichen Und gcheimen Wahlen hervorgehen wird.,Keines seiner Mitglieder wird ernannt werden. Tschechische Schulforderungen in Wir«. . Prag, 12. September. (Tel. der „Wr. Morgenztg."> In der gestrigen Sitzung des Prager Stadtrates wurde beschlüstty, die Regierung autzuforderu, .'bei.- der deufichösterreichficheu Ncgirrirng em-uschieiren, daß in DeurfchÖsterreich im Sinne des. 'Minderhetts'chutzes. wie esder Friedensvertrag fest setzt, für tichecklsche Schulen gesorgt werde, ebenso wie in Prag für .deutsche Schulen gesorgt werde. Die Prager tschechische Presse besaßt sich lebhaft mit dem drohenden tschtchischeu Schülerstreik w Wren. StVeik in Mähr.-Ostrau. . Mahr.-9stran» 12. September. Wie die ..Mäbrisch- .Osirauer Z"tuug" erfährt, haben die Fahrer am der Jda-Gruve in H r u s ch a u die Arbeit eingestellt. Als Grund sichren sie Lohndifferenzcu au. Bevorstehende Freigabe des Leders in Tschechien. Prag, 13. September. Die Regierung wird demnächst den Ein- und Verkauf von Leder vollständig f r e i g e b e n, aber vorher 1% Millionen Paar Schuhe für die Armen sicherstellen. Die Prager deutsche SchnLfrage. Prag, 13. September. Bei Unterrichtsminister Habennaun und bei Nkachar erschien gestcrrr eine Deputation von Eltrrn ^deutscher Mtttelschüler, um dre Freigabe des Gebäudes der Nikolander- Realschule zu erbitten, das bisher von Militär boügt war. Machar veranlaßte sgfort d i e F r e i g a b e dieses Gebäudes. Das Anschlutzuttimatum vor der deutschen Nationalversammlung. Berlin, 13. September. Wie die „93. Z. am Mittag" rnitteilt, wird der Ausschuß der Nationalversammlung für auswärtige Angelegenheiten am k o m m e n d e n D i e n s t a g hier zusammentreten, um zu der Ententenote über die Reichsversassung Stellung zu üehmcn. Die monarchistische Gefahr in Deutschland. Berlin» 13. September. (Tel.-Komp.) Wie ein Berliner Mittagblatt «rfährl, wird das Reichskabmett zu Beginn der kommenden Woche zu den r e g i e r u n g s f e t n d l i ch e u @ t r o nt u n fl e n i n der Reichs weh r Stellung nchmen. Man halt es für notwendig. Maßnahmen gegen ein U e b e r h a n d n e h m e n der m o n a r ch i ft l > ch e n T e n d e u z e n innerhalb der Berussorganisatlonen der Offiziere zu ergreifen, mu zu verhindern, daß die Truppen außerhalb deS Rahnlcns der Rcichsverfastung zu irgendwelchen Haudlunaen benützt werden. DaS neue Gesetz über das Einschreiten der bewaffneten Macht soll die Handhabe dafür bieten, daß in Zuknirst die gesamte Regierung die Beranttvortuna für die Verwendung der Truppen übernimmt. In der Affäre oes Obersten R e i n - hart soll eine - amtliche llntersuchuug vorgenommen werden. Südafrika nimmt den Frieden an. . Kapstadt, 12. September. Dre Karruner hat den Friede ns der trag mrt Deutschland angcnommtm Die interalliierte Kommission in OLerschleflen. Berlin, 13. September. Die- Juterulliiecle Militarkommissw» hat nach ihrer Rückkehr -von einer mehriätgigen Bereisung Oberschlesieus der Relchsregieruug errre vorläufige Aufzeichmma über ihre Auffassung der Lage ziüommcn lasfeu, chre Vermittlung zur Herbeiführung friedlicher Beihättmsf^ ,augeboterr und gleichzeitig einige Vorschläge gemacht. D>e Kommissiou hält eme Mitverantwortung der allpolnischen Agrtarrön von jenseits der Grenze für den Busbruch der -Anruheu >rls gegeben und eine R e i h e v o u M a ß n a h nt c n von p o ln i f ch e r S eite für erforderlich, vor allem die Rücksendung^ der nach Oberichlcsieu gesendeten FreiwtÜlgcn,' ,d-e Schließung der Werbcbureaus rm Posenscheu.,, die Einstellung aller Grenzübergrisie,' Beruhigung der Presse, endlich das Urtterlasten!-7dcr Förderung der geheimen Heeresoraanisation. Nach Ansicht der Kommission müssen die Polen Ruhe die Besetzung von Oberichlesteu Lurch die fceurdeu Truppen tut Vollzüge des Friedensvei.tragrs abwarten. Die Vorschläge an die deutsche Regierung betreffen eine allgemeine A m n e lli'c jixe alle Peisonev, die sich nicht gemeiner Beriireckjen oder Vergehen schuldig gemacht haben, vor allem aber die RüLkchrrrlaubnis stir alle Flüchtlinge; außerdem emvneblt die Kommission, daß gegenüber der Bevölkerung Aiisschrennngen unbedingt veruneden werden. Die Rrgiermrg rnr Benehmen,mit der preußischen Regierung hat die Vorschläge der Kommission im wesentlichen züstimmend beantwortet. GLnsLicie Kohlsnfördsrrrng in ObersthLesten< Berlin» 13. September. Die bereits gemeldere Zunahme der Fürderuygslerstung im oberschlesischeu Kohlmrevier gestaltete sich, wie dw „VMsche Zeitung" meldet, werter günstig. Wieste von zuständiger Stelle erfährt, betrug die Durchschuitisleisiung der letzten Lrer Tage 91.700 Tonnen. RemhardL enthoben. Berlin» 13. September. (Tel.-Komp.) Der preußische Kriegsmmifter Oberst R e r n h a r d t wurde vou feinem Posten enthoben, da dieser Posten nach Annahme der Reichsversassung und Uebergang der Kommandogewalt au das Reich erledigt ist. Oberst Reinhardt wird den Befehl über die Neichswehrbefehlsstelle Preußeris übernehmen. Der Münchner Geiselmord-Prozeß. München, 13. September. (Tel.-Komp.) Im Ntünchnee Geuetrnördcr-Prozeffe ist die B e w e.i s a u f n a h m e inrwcientllchcn abgeschlossen. Die Blätter bringen an aufsalleuder Stelle elnen Berichr über, eine geheime Sitzung des Münchner Vollzugsausschuffcs. Ern heute ernvemommener Zeuge sagt^mrs, daß Lev in« die Namen des Minzen von Thurn und Täris und der Gräfin Westarp wahrscheinlichim Zusammeithangc um der heim Emrücken der regulären Truppen auf München galanten Erschießnng dieser'Personen geuarmt hat. Rückkehr zur Akkordarbeit in Preußen. Berlin, 13. September. In einer Unterredung mit dem Vertreter des ^Lokalanzeiger" erklärte der preußische Ministerpräiiüertt-H i x s ch unter anderem, die Regierung wolle zunächst esumal auf drei Monate die Akkordarbeit in den Eisenbahn- ^merkstättru wieder cinführen und die Leistung nach Möglichkeit .'zu'-heben versuchen. Ob die Wiedereinführung der Akkordarbeit zweckmäßig und allgemein wieder anzuwenden sei,, müsse erst eine spätere Zeit lehren. ' Die Kampfe ist Rußland. Paris, 13. September. (Fuukspr. des Tel.-Korr.-Bur.) R e u r er meldet, daß der Vormarsch der Truppen der nordrussischen Regierung längs der W v l o g d a - E i s e u b a h n andauevt. Onegadürfte bald von den, Bolschewiken geräumt werden. In Südrußland habe D e n i k i n das Gebiet östlich; der Bahllkmie Kiew—Odessa besetz!, feine Reiterei rücke aus Tschernigow vor. Die bölschewikrsche Gegenoffensive auf Charkow sei gescheitert. Die neue Offensive K o l l s ch a k s an der Ostfront gehe gut vorwärts. An der Bahnlinie östlich von Jschim gehe Koltschaks erste „Armee vor, chre dritte Armee operiere südlich der Transsibirischen Bahn, den rechten Flügel der Rottruppen durch einen Angriff in nordwestlicher Richtung bedrohend. Die allgemeine Lage au der sibtrrschen Front' habe fidf sehr gebessert., , Amerika gegen italienische Einwanderer., Ehiafso, 13. September. (Tel.-Komp.) Bon der- Regierung der Vereinigten Starten wurden nicht weniger als 60.000 italienische Einwanderergesuche abgclchnt. Nach italienischen Blättern beschäftigte sich bereits . eine Mimsicrkonfrrenz mit diesen Ablehnungen, die in Italien starke Verstimmung hervorgerusen haben. Die Rumänen gegen die KommunifteninLernierung. Brrvapest» 13. September. Da§ Amtsblatt veröffentlicht folgeudc Mitteilung: Der ungarische Minister des Inneren hatte im Einvernehmen mit der ungarischen Regierung die Errichtung eines Lagers in Aussicht genommen, wo alle K o m m n n ist e n, die für die Gesellschaft gefährlich erachtet werden,' i n t eruiert werden -sollten. Das Kommando der ruulänischeu Truppen hat du Errichttmg .dieses Lagers mit der Begn'ulduuü verwehrt, d -tt ß in Ungarn d i e O r d u u n g durch die Anwesenheit der rumänischen T r u p p e n g e s i ch e r r sei und daß bei der Dm-chfüh« rung jenes Planes es leicht hätte Vorkommen können, das politische Berhastungen erfolgen, wozu das rumänische Kommando seine Zustimmung nicht erteile» könne. Der Wiederuusbau der jüdischen Kolonien in PaLastina. «PZnrschau, 18. September. (Tel. der „Wr. Wkorgenztg.") Dem „Mischen Bplk" wird auf Jaffa berichtet, daß der Baron R o r h s ch i l d. in Paris die jüdischen Kdlsmstcu in Palästina verständigt habe, ,daß er für den Wiederaufbau ihrer zerstörtenKolonien sorgen werde. Neder das Ausmaß der Hilfe und die Bcdmünngcn. unter welche» diese angenommen werden würde, hcrrsrt-l unter den Külomsten uoch Meinungsverschiedenheit.