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Wiener Morgenzeitung · 1919-09-12 · Heft 233 (12.9.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 233 (12.9.1919)
Date
1919-09-12
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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■$sr$ Mm, FrettüK . g&itfttt MopgsrrzxLLNttL. 12. September 1918 Är. m DÜHm Md Knust. Wiener StadLthealer» (Strnrdbevg-Zyklus.) . Mit drin ziMEigrn ^Dotsiitanz" Mt derSiritwberg- Fykkr? Gtadtttzeatsrs begsnue«. Fm^tv hat^das Stück «D Ab schieösvorstellnng gewählt, als er im verflossenen iAonrnrer vom Wtadttheäter scheiden mußte Und nun weiß, daß seine Leistung als Kapitän Edgar meisterhaft ist. Im i„Bamp^ schien er uns noch gewachsen. Seine Partnerin Gertrud Eysolbt hat er sich a«ch wieder nach Wien verschrieben. Ihre Mi<e ist längst gewürdigt. Herr Tiller als Kurt war ziemlich farblos. Diese 9fc>Ift, die Gtrindberg ganz besonders liebte und in der et sich felSst verkörperte, harrt . noch des öerufeircn Darstellers. Moissi sollte sie spielen. Im ,^?amphr" siel die sehr wlentierte Eliowore Br i n k e n anMrehM ans. Nur käme sie der Fudith näher, wenn sie im ersten und zuzeiten Akt mehr „naive Wildkatze" und weniger ^raffiniertes Frauenzimmer" fnl'are. Änch die Herrs'n Fuch s und'Walther sind zu loben. Ä. 2l«s den Theaters. Im D en t s ch eu B o lEsth ea t e r gewuM, wie, bereits gemeldet, znr Jnvilänmsseier des 60jährigen Bcsiavbts Sonntag den 14, d, M. A n; e n a r y b e r s VollSktück -Daß Verbinder als rasch «ntschlossen und nberavs flink. Im rechten Verteidiger Kah, in seinem - Vockermmm Mesinger, im Mitteldecker' Gowenzweig, im Mittek-, stürmen Adler und der linken Angriffseite Kraus und Weich selb amn hat disMannschaft sehr intelligente Kräfte, die Zu den besten Hoffnungen berechtigen. Der beste Mann ist Goldenzweig, der auf feinem Mittelbeckerpoften alfe BsrMgs vereinigt, die dieser Posten verlangt. Aufopferung, Fleiß, Unermüdlichkeit, gutes Kopfsptel, .genaues Pasfin und eine eir.sprechende Pottion Schärfe wemt man st« gerade brauM, das alles steckt in ihm und findet richtige Be^iAertrmg. Das Spiel gehörte zum Großteil der Hakoah. Wenn man zum Resultate erfährt, daß zwei schön« Angriff» Mit " Stangenschüfsen endeten, wird man aus dem Lesen dieser Zeilen ersehen, daß die Mannschaft noch mehr überlegen war, als es das Resultat an zeigt." Aas Spiel zeigt die Hakoah sofort tm Angriff. Weich fel Ja u m erzielt nach eittetn schönen „Zuspiel Fretöergers I den ersten Treffer. Das zweite Tor war ein Äfmeterstoß, den F re ib er Her unhaltbar verwandelte. Der dritte Treffer hätte wieder W e i chs elbautn zum Erzeuger. Kwapp vor Schluß fiel das. Ehrenkoe der Gegner.. vierte Gebot" neumszeniert zur AsWrnng^ Die Nolle des Schalanker spielt zum erstenmal Herr Krrtfchera; neubefetzt sind weiter die.Rollen des Hutterer mit Herrn Weiß, bet Hrdwitz mit Fräulein Denery» des Marän mit Hrnn Tsitbler, dir Wesä mit Fräulein Keller, des Gärtners mit Herrn Amon, otr MMeM mit Frau Pohl u. a. Spielleiier Friedrich Rosenthal. Den Abend leitet das Festspiel „80 Jahre" von Heinrich G l ü ck s m a n n m folgender Besetzung ein: Stadelmcher — Herr Amon: Kathr — Fräu Pübl; Köchin — Fraü DE r Schatten des Dichters — Herr Kutschers. Fm Wiener Stadttheater spielt Gertrud G h s o l d t heute . Freitag in der Erstausführung des Schauspieles „G e s p e n st e r s o n a t e" von ' Augnft Strindberg die Rolle der Mumie, der Alte wird von Joses Jarno dargestellt. Morgen Samstag wird „T o t e ta N z N. Teil) gegeben tmd Sonntag abends findet die erste 'Wiederholung von „Orspenstersönate" statt. . . Im.Josefstädter Theater wird Samstag den 13. d. M. ein Einaktex - A b.e n 8 gegeben. Anffährvng gelangen vier einaktige Novitäten, und Mar: „Loch eB g r i n^. „T o b b h", „D e r f l i e g e n d e G e h e i m r a t" and „M i n n a M a g d a l e n a". Diese vier Grotesken haben den Berliner Schauspieler Kirrt G h tz zur» Verfasser und wurden in der vergangenen Spielzeit am Kiinstlertheater in Berlin Me ganze Saison hindurch gegeben. Die Hauptrollen werden hier dargestellt von den Damm G c ß n e r, G r o o s, H a f s t r, Fröhlich und den Herrin Hartberg, Marich, M a b r, R h o d e n, B r e b e ck, Richter, Pfan d! e r. Die Inszenierung besorgt Oberregisieur Julius H e r tz k a. Am Wiener Komödienhäns gastiert Donnerstag den 18. d. M., V?7 Uhr abmds, die deutsche Tragödin Irma Strunz.als Medta. Herr Hans Kurih. erster Held UNd Liebhaber» tritt als Jason sein Eugagemem an. Das Stück wird von Oberregisftur Egon Brecher in Szene gesetzt. Für diesen Gastspiel abend bereits sind fqst alle Karten Vergüssen. — SvnNtag deN 14. September, V?3 Uhr, gelangt eine Wiederholung . dek litt vorigen Jahre so erfolgreich aufgeftihrtett Opktette „Der baroü" M Anffiibnmg. Die Operette wird auch Heuer börn Obetregrssmr Artur Gnttmann inszeniert. Die Neue W 1 e rse k Bühne bringt 'als nächste Premiere Ludwig Brios „Die gilbe Lilie", welches Stück dtkanntlich bis zum Stnrz des alten Regimes Von det pi verboten iDtttbc, da sie seinerzeit namrntlrch in tlngarN ernt vielbesprochene Liebesaffäre eines Ercherzögs darin behandelte Hierauf folgt ,Semanis Sendung" (Rrtualmord in Nngam) LoN Arnold Zweig und schließlich als dritte Erstaufführung im Laufe der nächsten Wochen dir Tragödie ^Tödliche Jugend" des bekannten unganschen Dramatikers Bela B a l a.s z, der unter den inngen ungarischen Dichtern führenden Rang einniMMI. Die Jüdischen Handbücher des Verlages R. Läwit haben sich als wertvolle Kompendien, die in gedrängter. ForM Las'Wichtigste ans den einzelnen Gebieten südsichen Wissens vermitteln. überall aüf das beste erngesübrt. Die Reihe wird demnächst Lurch Aufnahme einiger wertvoller Monographien erweitert. Bisher sind erschienen: Band I, Prof. M. B r a u n „Ein kurzer Gang durch die Geschichte dtr jüdischen Literatur" (Preis K^O); Band II, »Ein kurzer Gang durch Sie Mische Geschichte" (Preis K 2.40): Band III—V, Moses H e ß „Rom und Jensialem" (Preis K 6.48). Zn beziehen durch R, Löwits Buchhandlung, I., Rotmtmmstraße 23. . Sport. Jüdischer Sport in Graz. HaSvüh siegt int «Lsten Meifterfchafrsspirk gegen Gräzev Spsrtklriv 8; L st % 0). Montag feierte die Grazer Hakiah ihr Debüt in der Meisterschaft. Ihr erstes Auftteten war von einem gkünzenden Erfolg begleitet. Die Hadoahner könnten den Grazer Sportklub, der möMnian zu. den stärksten Vereinen von Graz zählt — er üntetk-ag in der Vorwoche feegwt den führenden A. E. Ginrm nlrt 1:6 — übetüegan ab fertigen. 8um ersten MM tmt die Hctkmh^ «uf rBN SpMtdes Grazer AMettkklub an, der bisher jeder ß^gessmlng mit den jüdischen Sportsleuten misgewichen war. Das Wettspiel wies einen wahren Massenbesuch aus. Die Hakoah übertraf die Erwartungen der fgrößtev Opttmisten. Wr hervorragendes Spiel löste auch bei dem neutmLen Gportpüblikum lebhaften Bei- M ans. Die Mannschaft spielte über auch wie ans einem Guß. Bas „Grazet Bdttsbkat^, beüi Man sicherttch nicht dchnche« Sympathien für den Mischen Sport Kerschieh-n kann, schreibt über fies „Me HstSoatz, bi« wir schon M Mutter gttt nW mehr gesehen haben, hüt gswckktig däzugMM. Me MmmMft srbeitek Mt Verstand und betreibt Aaches, rasches» MW ZUstuNEttspwk. Aeöer einzelne Spieler verHchi M «ichtig zu stellen Mlö richtig den Ball, tmflfön Au virigiererk, wvhin vü ^hstrt. Nvr f^Wre-pxwieseri M Ler Mrke Telephonersotz. Dit bekaunte BlttsanmöbekfirAs! Ed. F r i t dlLn d i\- im Tli. Bezirk lft eine KöllcküvfiMä ittüi besteht aps den bewvi Gesellschaftern 8 o-v i s Md' D s k at Ftrßdl 8 Nd e-v-r Zwischen den beiden Kr'Adittl WMisN ZerMrsMr und ste vrp) kfiiren nur durch ihren WrrkwelM.B-.Pttb er, der bettjNtes abgibt. Die Firma besitzt ick XVII.Bezw MlSMMWgsMtz, «f; «mtC. in Welchemfich'e,n M K MSMe« EMwMSWmS- GWnkvkal befindet; dieses Lokal würde von LöUis WrdWidet' per i. Juni d. I. au den KäufmaM Julius F H e h iun i iltft' 'den GietttyMsM Sün M OwnW »eMietßü Noch m der Vermietüng fragte er -ei seinen Brdöitt Oskar FrieSländy durch den Böten an, ob er ztt derselben etüverstanden fei. DSkns - FrieSländit ließ durch den Boten sage«, 11 5 e i t» P v i n za p e t n v erstanden, doch mM er sich vvrh« über den Mieter erkundigen. Tlet ' Bote richtete „m a n" cküsie sich erst über dm Mieter etdmdigm. Loms Fried« läMr ethNt eine gute Auskunft. Oskar Frstdländttv kv Einen zweiten schönen .Erfolg erra.ng dieHutoah in einem Ablöselaufen über' 3500 Meter (1Ö' Läufer zü 850 Mkker), ttt welchem sw hinter dem G. A. K. Zweiter wurde. Htt der Stafette liefen: Bruck, Thakhvfer, Foeisierger 1, Posickk, ^aufittüM III, Reich» Hirsch, Wagner, Goldtznzweig, Kaufmann Ü. Dis Hakoah-LeichLarhletSn Ln MsitrchSst. Am Sonckag starteten die Wiener Hakoahner beim Meeting dsS Münchner Bar Kochba, Ihr Amtreten kam einem Triumphzuge gleich. Die Hakoahncr fieglcri mU Ansnahm« des Kugelstoßens in sämtlichm Konkurrenzen, Die erzielten Lcmungen sind ausgezeichnete, was auf die scharfen Kämpfe zmiittzuführen ist. Es gingen außer den Münchner und Wiener jüdischm SvortslenteN Noch solch« ans Berlin, Fransiuri und Br es! all an Sen Stakt. Düs Meeting fand aüf dem schönsten MünchniMporwlatz statt und bvtein prächtiges Bild von der hohen Ehtwicklung der jüdische« SporkvLwegMg. V Die Hkgebnifse der einzelnen Wettbewerbe wäre«: Offene ÄZettberserVe. 16 y - M e t e r l a n f. 1. Lrderer (Hakoah, Wien) in 11^ Sek., 2. Dr. Friedmann, (Hakoüh Wten'i in. li“7 Sek., 3. OrljanskyckBar Kochba, München) in 11)8 Sek. 2 0.0-M e.i e rl a uf. 1. Aderer (Hakvüh, Wien) in 22'3 Sek„ 2. Wektheimer (Hakoah, Wien), 3. Orljanskh (Bar Kochbü München). < 8 6Ü- M e t e r l a u f. 1. Iuwald (Hakoah. Wien) in 2 Min. 10 Sek., 2. Nevay (Hakoah, Wien) ist.2 Mi«, lö Sek., 3. Bebreüdt (Bar Kochba, Berlm) in 2 Min. 2s Sek. H o ch s H r u n g. 1. Hirschler (Haksah, Wien) mit 1‘55 reUt, 2 Misch (Bar Kochba. München) mu 1'45 Meter, WtMer (3üd. T.-V., Bresla«) mu t'4Ö Meter. Weit s h r U n g. 1. Lederer >Haköah, WerN mit 6'11 Meter, 8. Karpab (Hakoah Wren) mu b-^Mster, S. Rikoler (Bar Kochba. Berlin) mit 8*65 Mete'-. . Lüge i ft o sie«. 1. W-ener (Jüh. T.-D., Breslau) mit 9'77 Meter, s. Dr Friedmann H» loaft, Wun) «ttt 6‘42 Meter, 3. Levitt (Bar Kochva. München! mu s'66 Meter. . ' D r c i k am b st Dr. Friedman« (Hakoah. Wie«) Mit n Onuktttr, s. Levtttr (Hakoah. Wrrn) mit 10 Punkten» 3. Litvitz (Bär Kochba, BettM) Mit 8 Punkten. 4X100,* i.e t e r - S 1affellaNf. 1. HükSäh, Wien» l.- Mannschaft in 48 Sek., 2. Hakoah, Wie«,!l. Mannschaft i« SO Sch, 3: Bar Kochba, München, in 51 Sek. O l m p i(f ch e r G t ü s s e N a « st 1. Hakoüh, Wien, I. Mannschaft, 2. Hakoah, Wie«, lt. Mannschaft, 3. Bar Kochba, Berlim A«SSsid-Wsitbew«rbs r 60 - M e t t r l a u f: 1. Schr« (Hakoah, Dien) in 10*^ Sek, % Grünzeug (Bar Kochba, MlwchtN) in 1Ü*8 Sek-, 3, Kornhaüsek (Bar Kochba, Miinchen) in ii Sest W e i t f p r n n g: 1. Scheu (Hakoah, Wie«) mit 8'30 Meter, 2. Kolnhäuser (Bar Köchda, München) mit 6*10 Meter, di Glaser (Dar Köckba, Berlm) Mit 4'6i Meter. KügelstößöN: 1. Kottihausee (Bar Kochba, München) mit 1010 Meter, 3. Schm (Hakoah, Wien) Mt 8*90 Meter, 3. Äevay (Hakoah, Wien) mit 8'86 Meter. D t t i k a mp f i 1. Scheu (Hakoah, Wien) mit 15 Punkten, % Kornhauser (Bar Kochba. München) mit 14 Punkte«, 3, Glaset (Bar, Köchba, Berlin) Mt 10 Punktvr. Damen-Wettbewsvbe r 80 - M e t e r l a N f: 1. tdrljanSky (Bar Kochba, München) in 7'ü Sek., 3. Landmann (Bar Kochba, München) 8*8 I5 j '* 8* Katzenellenböge« (Bar Kochba» Berlin) in Ho chsprungt 1. Fkeund (Jüb. T.-B., Breslau) mit IlSS Meter/ 3, Wüstem (Iüd. Breslau) mit l'SS Meter, S. Cobü (M. BrrSkmtt^^mit 1*20 Met». Mn g e l« 0 fi e Nr 1. Sohn (Iüd. T.»V., BreSlau) mi» 6*80 Metetz. tz. BttNstein ÄÜd. T.-B,. Breslan) mit 6*37 Meter, 8. FttnNd (^Üd, A.-T, Brcslütt) mit 5'M Meter. _. 4X100 - M e t e r - S1 a s k e l l a u s: 1. Bar Kochba» München, 3. Bar Köchba, Benin, 8. Iüd. T.-D.» Breslau. ^Dr eikam Pf. 1. Freund (ssüd. T.«B.» Breslau) mit 11 Punkten, 2. Bernstein (Iüd. Brrslätü mit 10 Punkten, 8. Cohn (Iüd. T.-B.» Breslau) mit 1V Punkten durchs Los; entschieden. . ^Die Hakoackttt sind M zkrhlreichen Ehrenpreise« beladen m Wien rmgettdffen itttb sprechen mit den WövttN größter Begeisterung von der überaus herzlichen Aufnahme, die sie bei allen Brndervereinen gefundeu hüben. InterrraÜottarßS WettschwtmUeÄ im Dianabavs. B!e vet'ünstokwng deS D. S. K. „Wieu* war pon einem vvllen Eksols begletttt. Wohl bltebm dir ungarischen Schwimmer dem Starte fern» aber die Deutschen waren fast vollzählig erschienen. Sie warm den-Wiener Schwimmern und Schwunmerinnen um ein bedeutendes überlegen und trugen zahlreiche Siege davon. Für den guten Sport zeuge« vier Mte Rekords. Die ranjMtunfl erfreute sich an bnde» TsgeN elnsS ^gezeichneten J 1 1 t»'tHh*****fUtW*H . tliilws. Sdilt nlj a W Stalittas tut fcüit r^naen Bmltiii)« AM»« WM. * ■i 'marw.w.wi h.ii.w%.~ ij?r. erkundige«. Der Bote habe ferüc Dötte falsch wietzerMebmwenn er sagte: m an müsse sich vorher erkundigen. Der Mieter der bereits für zwei Monate den Zilis.bezahlt hatte, klagte bern Bezirksgerichte Herttäks aus Uebergabe des Lokales. Das Gench! hak Mit Urteil vom.17. IM der Klage st t i t g e g e b e «, dt d«rch Zeugt« . ftstgeftrllt wordenem, daß Oskar Fnedliwde» Matzt Me : ^W< solle sich teji iwfc 'jm. tm ttkrckdktzen. Dres ’M bttrch den GesöllfchaftK 8SMS Ätedländer geMsheN, die AüskiW war emo öntf, tftij dadurch die Willensmeirrung tzergestellt.' Dagegen erhob Oskar Friedländer beziehungsweise die Firma Ed. Friedkände! die Berufung an das L a K d e s tz «r t ch t, worüber heute m Senat unter Vorsitz de- ObetlandesgerichtsratesV el»c 0 g na zt entscheiden hatte, Der.Vertreter des Klägers Dr. Desider Med' mann führte bei der Perhandlüng aus, väß dte beiden feindlicher Brüder de» Boten als Sv r ü ch r 0 h r benützten, er vtrttai bei chnen die Stelle des E e l e p h 0 n s; . der .Bote war bs ihnen eine interne Geschäftseinrichtung. Wen« dieser T e l e p h o ck e r s atz Gebrechen und' Fehler aüfweise, indem er dre chm anst gegebenen Worte falsch oder nttrichtig wiedergebe, so sei dies ein- Mgelegenheit, dte die Firma, beziehungsweise dir MsellschasM selbst austragen müssen, die die Brüder i«t % t n, innerlmll mreS Unternehmens zu ordnen haben. Dieser Familtenstre« d8rft nicht änf dem Rücken stner dritten Perf«i ausgefochte« werden. Das Landesgtticht hat dre Brrufimtz am gewftseM und die Firma Ed. Ftiedlklnde« zur Nevergabe m Lokals an den Kläger und zum Kosienerfatze.dttttrtMt. Der WolksWlri. W«MzieL«s a«ts Deutschböhme»» Bon deutschböhmischer Seide wird uns geschrieben» Das Moratorium in der.Tschcchv-Slowakei hat begreifliches Aufsehen hervorgÄUfen. Als der industriell am stärksten entwickelte Teil' lutr Tschechv-Sloivakei habe« wir das größte Ingressiv an dem Kredit und der Fittanzpolitik dieses Staates. Die Raschinsche Politsi war durchaus berfehlt. Die ZurüNehaltung.vvn 50 Prozent der Notenbestände bei der Abstempelung war kein« geeignet« Borberettung der Äermögensabgabe. . Denn die zufällig bei deck, einzelnen Steuerträger SestMiche Banknvtenmenge gibt keinen Aufschluß über dessen wirklichen Vermögens stand. Das Bestrebe«, bas tschechisch« Geldwesen durch Loslösung von der Gebarung der Oefterreichisch-ungavischen Bank zu verbessern, ist gründlich mißlungen. Zufolge der bilettanttsch durchgvsührbett Mstentpelung zirkulieren in her TschLchv-Skowäk«i viele Hunderte Millionen an mit falschen Stempeln versehenen Rot^tt. Wie sehr das die Rechtssicherheit und die, Moral untergräbt, ist off-enkuudig. Der eigentliche HintevgMnke RaschinS war, durch di« Scheu vor der 50prozentig«n Zwangsauleche möglichst viele Banknoten aus dem Lande zu drängen und die Verpflichtungen des tschechischen Staates aus Kosten Deutschöflttvöichs zu verringern. Diese Taktik war unwürdig und zwecklos. Denn wenn Deutsch österreich bankrott wird, so haben di« tschech o-slowatischen Staatsbürger» deren Guthaben sich bet beutschösterreichischett Instituten befinden, erst recht den Schaden davon. Mich verhängnisvoller war di« Rafchinsche Politik hinsichtlich der Kriegsanleihen. Die tschechischen Banken haben auf Grund vertraulicher Informationen ihre Kriegsanleihen größtenteils abgestoßen. Dabei iaurden sprunghaft« Kursbewegungen erzielt» wie sie sonst kästm Lei SpekulatiSttspapiereN Vorkommen. Die Evklürungest Kaschins waren stets widersprechend. Erst wurden alle Kriegsanleihen als wertlos bezeichnet, dann wieder hieß «S, die letzten zwei KriegSüttlethen werden bezahlt, weil sie vom österreichischen Parlament beschlossen find. Bast» darauf wurde eine Zwangskonverslon angekündigt. Der - tschechische Staat löst J>te (LouponS der KrtegSünleihsn nicht ein. In letzter Zeit stellt er als Sequester der Präger Filiale der Oesterreichisch-ungarischen Bank die von ^** KriegSanÜeihezeichnern seinerzeit aufgenomn^...! E ^arddarlehew teilweise fällig. Diese- Verhalten gegen die eigenen! Staatsbürger mußw zum MißttaMn gegen die Kmdtteinrichtunge» und zur Verhängung b«s M o r a t v r i« m A führen.! Di« Bedeutimtz der deutschböhmischen Banwn nnd. Spürrassen für das WirtschasiSlöben daß tschechischen Staates ist eine solch«, daß ihr Zusammenbruch di« gesamt« Wirtschaft mstrvißen würde.'8s ist uugSttcht, den deutschböhniifchen Krebitiustitiltsn vvrzuwerfen, Laß! sie hohe Bestände an Kriegsanleihen besitzen. Bei d«L Zeichnung wurde ein starker Dr,tck auf die Institute ansgeübt. Damals galt dtt Krt-e-Sanleihe als dw sichMstü KapitvlsüNlage. M lieSerzsthMS war vfstM« Mchj bei den Tschechen vorherrschend» sonst Hütten nicht pick

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