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Wiener Morgenzeitung · 1919-09-12 · Heft 233 (12.9.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 233 (12.9.1919)
Date
1919-09-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 23L „^/Wien, FrertaZ Der SammeAagder jüdischen KLndersremrde. Zum ersten Mocke wird Sonntag den 14.; September, titte ■ großzügige >DamMelaktion in Wien stättsinden, welche »er^ j ü b i s ch e n E len b kin de r »L der Großstadt zugute lommen soll. Die Tätigkeit der Jüdischen Kirrderfreunde im ssraterviertet hat doch schon die, AufmLrsamkeit der Mischen Orfsentlichkeitauf sich gelenkt, und in der letzten Wochedie »er Vorbereitung deZ Sammeltages galt, haben sich im üdischen Jugendheim sehr zahlreiche jüdische Sammler und Sammlerinnen zür .'Verfügung gestellt. Insbesondere die monistischen Organisationen! der einzelnen Bezirke haben es sich zur Aufgabe gemacht, für regste Propaganda am 14. Sepismber zu sorgen., .Wenü der Sammeltag das erwartete günstige Ergebnis hat, wird es möglich sein, im kommenden Vinter in mehreren 'Kinderheimstätten die allerirmsten jüdischen Kinder tagsüber zu versorgen, shr trauriges Dasein durch das Zusammenleben mit Gleichaltrigen zu verschönern, für ihre geistige und körperliche Ertüchtigung zu sorgen und, was das /'wichtigste ist, sie vor den Gejahren'der Straße zu retten. Noch einmal sei auch »arauf aufmerksam gemacht, daß die Organisation der ,Helfer schasl", das sind jene jüdischen Jünglinge u»d Nädchen, welche ihre freie Zeit diesen Kindern tvidmen, cknen wahrhaften nationalen Gewinn bedeutet, und daß die iegeisterte Liebemit der. sie seit Monate» am Werke' sind, un unseres - Volkes -willen die größt« Förderung verdient. * .Für den Sammeltag anr Sonntag den 14. September verdeu im 9. BHirk noch dringendst Sammler gebraucht. „ Nädchen und Herren, welche sich.für die gute Sache beteilige,- vollen, mögen sich in der zionistischen Bezirkssektion, 9. Bezirk, Liechtensteinstraße 11, Tür 13, täglich bis 9 Uhr abends rmnelden. Es wird dringendst ersucht, dies bis spätestens Samstag zu tun. Sitz am Sammeltag Cafe Ci ty, 9.Bezirk, Porzellangasse 1,, Telephon Nr. 14.328. Schrrrfovderrmgen der Wiener Tschechen. Gestern fanden in Wien einige Versammlungen tschechischer Wern statt, die der Frage der Errichtung von tschechischen Schulen oder wenigstens einiger Klassen für tschechische kkindar in Wien gewidmet waren. Es-wurde folgende Ite-- jolution angenommen: „Die versammelten tschechischen Väter rirb Mütter erklären, daß sie unerschütterlich auf dem einzig richtig?» pädagogische Prinzip. Komenskys beharren, 'daß tschechische Kinder in tschechische Schulen gehören Und fordern, noch in diesem Schuljahre in unserem Bezirke' eine/ hinreichende .Zahl von Klassen für die tschechischen Kinder ge-- kiffnet-werden, und wir fordern den Wiener Gerneinderat auf, baß..er gegenüber unserer Minderheit den von den VersreterU Oesterreichs Unterzeichneten .Vertrag erfülle. Wir Verden unsere Kinder nicht in deutsche Schulen schicken und geloben,- daß wir unsere Kinder lieber überhaupt nicht in r»ie Schule schicken werden, falls ihnen nicht der Unterricht tri der Muttersprache zuteil werde. Diesmal werden wir tircht weichen. Durch einen allgemeinen "Streik Und eventuell durch die Demonstration von streikenden tschecho-slowakischen hindern vor dom Parlament hoffen wir, das Interesse aller, kultivierten Menschen für unseren Kampf zu gewinnen, auf den wir ails tschechische Arbeiter unsere Brüder in der tschecho-slowakischen Republik aufmerksam machen. Verhaftete Bahndiebe. Eine halbe Million Schaden. Auf hem WienerWestbahnhose wurden in der setzten: Zeit wieder zahlreiche Güterwaggons erbrochen und ihres Inhaltes beraubt. Der Schade, der nach und nach erwuchs, überstieg schon eine halbe Million Kronen. Lange dauerten die Erhebungen zur Festnahme der Tater, die das Sicherheitsbureau nachhaltig und unauffällig betrieb, und schließlich wurde festgcstellt, daß am 2. d. M., nachts, bei der Plünderung eines Waggons des Ernühruvgsamtes, aus dem vierzehn KistenSardinen g e st o h l e'n worden waren, Leute vom Verschnbpcrsonal beteiligt waren. Es wurden verhaftet: ein Lokomotivführer, ein Heizer, sechs Wücher und ein Wächterkontrollor. Nur dadurch, daß Personal und Bkwaclmrigsorgcme :m Einverständnis handelten, waren die Diebstähle möglich. Ern Teil des nach und nach gestohlenen Gutes und der Erlös aus dem Verkaufe der Sarbmensendung wurden beschlagnahmt. Die der Tat Ueberwiesenen wurden gestern dem Lcmdcsgerichte cingelrefert, Wien wird ans dem intsrnationaLen Expreß. zngsVerkehr nicht ansgeschaltet. Die von Paris auslanfenden internationalen Expreßzüge werdest auf Vorschlag der Wiener französischen Mission Wien ebenso berühren wie Prag. Der Entmle-Expreßzug, der den Verkehr zwischen Paris und dem Osten vermittelt wird in Straßburg tu zwei Abteilungen geteilt, deren erne nach Wien, die andere üver Prag nach Warschau geleitet wird. * Taufend neue Doktoren an der Wiener Amiverfttat. An der Wiener Universität waren im ersten Sludicnjahr nach dem Weltkrieg, im Studienjahr 1918/19, nicht weniger als insgesamt 1007 Personen zu Doktoren promoviert worden. Die Promotionen verteilen sich, auf alle vier Fakultäten; die theologische Fakultät hat 18, die juristische Fakultät 581, die medizinische Fakultät 247 und die philosophische Fakultät 167 Pro- Motionen auszuwecken. Unter den neuen Doktoren der Medizin befanden sich 38 und unter den neuen Doktoren der Philosophie 58 Frauen. * Allgemeine Einführung des nngeteilten Vormittagsunterrichtes. Der Unterstaaksfekretär für Unterricht hat angeordnet, daß an Stelle des bisher fast allgemein üblichen Ganztagsnnterrichtes, der sich auf die Vorimd Nachmittage erstreckt, künftighin an den allgemeinen Volks- und Bürgerschulen sowie an den mittleren Lehranstalten, wo immer die Verhältnisse es gestatten, der ungeteilte Vormittagsunterricht zu treten hat, bei dem nötigenfalls die Unterrichlseinhert auf 45 Minuten beschränkt werden kann. * HeimbefSrderimg der Palästinenser. Die in der Evidenz des Palästmaamtcs befindlichen Palästinenser werden hiermit verständigt, daß ihnen Gelegenheit zur Heimreise geboten ist. Anfangs Oktober wird ein Palästmaheimkehrcrtransvort von Wien abgehen. Anmeldungen zur Mittels« werden bei der jüdischen Palästina-Reise- und Transport-Gesellschaft m. b. H.. II., Praterstraße 9, Tür 5, von Montag d e u 15. bis Donnerstag den 18. d. M. in der Zeit von 4 bis 6 Uhr nachmittags rntgegengcnommen. Da die Vorarbeiten zn einem Transporte längere Zeit in Anspruch nehmen, wollen sich auch diejenigen anmeldcn, welche infolge der Feiertage erst zu einem späteren Zeitpunkte abznrrisen beav° sichtigen. * Meldung der Reichsdeutschen in Wien. Reichsdeutsche welche die elsaß-lothringensche Staatsangehörigkeit besitzen, wollen fich umgehend wegen Bcibehal ung ihrer deutschen Reichsangehvrigkeit an das deutsche Konsulat in Wien, i, Graben 12, unter Beibringung, . beziehungsweise Einsendung ihrer Hemmls- «vaviere,wenden. - -v ietier MorgerrzeitunK ,; * Verhaftung von kommunistischen Kurieren. Wie ans L t n.z beuchtet wild, wurden in P a s s a n von der Grenz- . kontrolle zwei komm u il i st i s ch e K n r i e r e v e rhaftet. Die Beiden waren in Ungarn tätig, von wo sie nach dem Zusammenbruch der Näteregierrmg nach Deutschostcrreich geflüchtet find. Jetzt wollten sie nach Dcutühland. Nach ihrer- Verhaftung wurden sich nach M!mchen'"em6cliefert, von wo sie nach Berlin gebracht wurden. Ihrer Nationalität nach sind es ein' Amerikaner und ein H o l l ä n d e r. * Technisches Referat des Palästinaamtes. Die,angemeldeten Teilnehmer des elektro technischen Kurses werden zu einer Besprechung, für M o n t a g d e n 15. d. M. u m 6 U h r abends i m Bere i n 8 l o k a l e des a k a d e m i s ch c n Vereines „I üdif ch e K u l t » r", I., B ö r f eplatz 7 (S o u t e r r a r n l o k a ll, eingeladrn. '* Geburt eines Sohnes des ehemaligen Kaiferpaav^s. Nach einer Mitteilung aus Genf teilte der ehemalige Kaiser K a r i dem Präsidenten des Schweizer Bundesrates mit. daß seine Gemahlin Z i t a einem Sohne das Leben geschenkt hat. Der ehemalige Kaiser spricht in seiner Mitteilung davon, daß sein jüngstes Kind in der Schweiz das Licht der-Welt erblickt habe, in dem Stammlande des Ahnherrn seines Hauses. * Verbot des Hasardspieles in Deutschland. Durch eine Verordnung des Oberbefehlshabers Noske wird das öffentllche Glücksspiel sowie das Glücksspiel in Vereinen verboten. * Volksbildung im Technischen Museum. Samstag den 13. d. M., B Uhr nachmittags: Führungsvorträge: Dr. O. Bryk: „Handelsmarine". Ing. A. C o r n u: „Automvbilwesen". Sonntag dm 14. d. M., 10 Ubr vormittags: Fühmugsvortrag: Ellenbahnmuseum: Hoftat Ing. F. G erst n er: „Geschichtliche Abteilung des Eisenbahnmnirnms, Lokomotiven und Wagen, Betriebseinrlchtustgen" Lichtbrtvervortrag Professor Adalbert B e r u y „Antike Technik". * Ausnahmsweiser Verkehr eines Fernpersonen? zuges Wien - Westbnhnypf — Innsbruck — Bregenz. Dienstag den 16. d. M. verkehrt ausnahmsweise in der Strecke Wien-Westbahnhof—Innsbruck—Bregenz der ' Fernversonenzug Nr. 913. Abfahrt ab Wien-Westbähnhostl Uhr 30: Min? nachm., an Innsbruck Hauvtbahnhof 7 Uhr 5 Mm. vorm, und an Bregenz 7 Uhr 45 Mm. abends. y * 1. Oktoher regulärer Zugsverktzhr zwischen Polen nnv derTschechs-SloNrnkei. Aus.Präg wird gemeldet: In dm letzten Tagen wurden in W ä r s ch a u die Beratungen der polnischen und tschecho-slowakischen Ministerien über die ' Einführung des d r r e k t e'n 'V e r k e h r e s zwischen der tschecho-slowakischen Republik und den Polen eröffnet. Hierbei wurde volles Einverständnis erzielt. Vom 1. O k t o b er a n wird der gegenseitige Eisenbahnverkehr zwischen beiden Staaten auf Grund des Berner Vertrages eingeführt. * Ei« schwerer AutounfaK. Aus P r a g, 11. Septeutt ber, wird uns gemeldet: Heute nachts fuhr das Amo des französischen Generalissirnus P e^l t e bet der Fahrt vom Weißen Berge nach Prag mit derartiger Wucht gegen eine Telegraphenstangc, daß es total zertrümmert wurde. Bon den fünf Insassen, durchwegs französische Offiziere, wurden drei schwer verletzt in das Hradschrner Krankenhaus übcrgeführt. * An alle Auswanderer. Freitag findet um 7 Uhr im „Rochnsreller", Hl., Landstraße Hauptstraße 45 (Gartenfalon), eine wichtige, für jedermarm zugängliche Besprechung der. „G es e l l s ch a f t für g e 1 ch l o s f e n e S i e d l n n g" statt. Da über die Verhandlungen mit den ausländischen Gesandtschaften und Konsulaten sowie mit den deulschösterreichischen 5 t a a t s ü m t e r n Bericht erstattet wird, so rst es Pflicht eines jeden Mitgliedes, zuverlässig zu dieser Besprechung zu kommen. An alle anderen Auswanderer ergeht die Bitte, auch zu dieser Besprechung zm erscheinen und sich der Gesellschaft — die von ihren Mitglledern keinen Bcittäg-fordert — vollzählig anzuschließen, da diese sich zur Hauptaufgabe gesetzt hat, auch den Minder- und Unbemittelten die Auswanderung zu ermöglichen. An alle H e i m k c h r e r aus der U k r a i n e, die fich dort nach Eintritt geordneter Verbältniffe anstedeln wollen, ergeht die Bitte, auch zu dieser Besprechung zu kommen. * Zur Kohlennot, Die bisher in Geltung gestandene Bestimmrma, daß Haushalte, die einen Gaskocher (Rechaud) un d ein GaZbratrohr, besitzen, bei einem Fam'.lrenstande bis zu 6 Personen nur einen halben Küchenbraud erhalten, stände seit der durch den Kohlenmangcl verursachten Drvsftlung des Gasver- . brauches für Beleuchtuugs- und Kochzwecke mit den -tatsächlichen Bcdürsniffen nicht mehr im Einklänge. Deshalb hat dre ruederösterreichische LandeZregiemug mit emer soeben erscheinenden Verordnung verfügt, daß auch solche Hanshaltimgen in Hinkunft Anspruch auf einen > ganzeue Küchcnbrand haben. Der herarrsgelockte BriKantving. Der schon abgestrafte 22jährige ehemalige Haudelsakadernrker Leo Salomon, der mrter dem falschen Namen Dr. Ernst Lechuer im Hotel Erzherzog Karl wohnte, wurde heute dem Landesgerichte eingelirfert. Sr war am 9. d. M. im Geschäfte des Juweliers Alexander-, Witte, l, Spiegclgaffe Nr. 13 erschienen und hatte sich einen Brillantring im Werte von 10.009 ausgesucht. Er gab das Hotel Sacher als sein Quartier an, erklärte, er habe nicht so viel Geld bei sich und lockte den Juwelier ins Hötcl Sacher, wo , er den Kaufschilling zu Leisten versprach. Im Hotel schwatze er Herrn 2Lltte den Ring ab und verschwand nach bekannten Mustern. Noch am selben Tage wurde der Gauner von der Verkäuferin des Juweliers Witte," Fränleiu Mclame Goger, in der Kärntuerstraße erkannt und auf ihre Veranlassung nach aufregender Jagd verhaftet. Den Rrng hatte er schon um den Preis von K 10.000 einem Juwelier veräußert. Von dem Erlös hatte er noch K 7700 bet sich. * Bevorstehende Kasernierung dev Prostituierten. Das Siltcnamt beschäftigt sich gcgenwärtrg mit - dem Entwurf einer neuen Prostitnltonsordnung, derznsolge d i e K a s e r n r erung aller unter sittenpolizeilicher KontrollestehendenMädchen durchgeführt werden soll. Dieser Plan soll in Anbetracht der ungeheuren Ausdehnung der unkontrollierten Prostitution und der erschreckenden Zunahme der Geschlechtskrankhvrtm schon in der nächsten Zeit verwirklicht werden. Letzte RkchrrchteN. Eine neue Note an Deutschland. Die Entente hält an ihrem Standpunkt fest. Paris, 11. September. Der Oberste Rat hat nach übereinstimmender Meldung der Abendblätter beschlossen, am Prinzips der Aufhebung des. Artikels 61 der Deutschen Verfassung festzuhalten und eine dementsprechende Note an Deutschland gerichtet. VolksabstimmUng in Tsschen. Paris, 11. September.(Korr.-Bur.) Der Oberste Rat hat in Uebereinstimmung mit den Polen und den Tschechen für das Teschener Gebiet das Prinzip . der Volksabstimmung angenonimen. September 191V i'&tWT# * ------- , , ~ \ S#nB!>eife masehineii^ r'mliapaturon schnell, VIIIIZ' und gut r Joöe# P©!z, 8», Bäb©a«sftpasse T. 7 - 'Me ErsÄhrmW. Der Marktbericht. Gestern boten dir G r ü n w a r e n m ä r k t e, wohl ettti etwas freundlicheres Bild, die Vorräte an Gemüse reichten aber! auch nur für /bit, ersten Verkaufsstunden mtb. nur die ersten Markt« , besuchcr hatten eine etwas größere Auswahl. Die Knappheit an Gemüse dürste ja nur vorübergehende Erscheinung sein, aber immerhin macht es sich jetzt fühlbar, daß wir Heuer aus Ungarnnichts erhalten. Aus diesem Grunde herrscht auch au Gurken Mangel tmd dürften Paradeiser kaum in nemteNswerten Mengenaus dre Wtener Märkte kommen. - - , J, Die O b st z u fuhren umfaffm uur Aepfcl und Btrnm,' . sind aber äusreichend. Angeboten sind last ausnahmslos Tiroler Achsel und Birnen zu'll 7-30 für das Kilograutin, obwohl jcht - auch aus Nledcrösterreich Achsel emtreffen, die zu L '4.40 das Kilograntm zum Vemrufo kommen sollten. Dre G r o ß m a r k t Halle bot - wieder nur das rayo- - nte'rte Rindfleisch. Geflügel fehlte in der Großmarkthalle gänzlich.- - Ans. dem R a s ch m a r k 1 e kam eine kleine Sendung zum Verkaufe;- die darunter befindlichen Hühner waren so schlechter^ Qualität, daß sie fast unverkäuflich waren. p t c x waren aus fast allen Märkten zu haben, doch wurden; für die gestrige Ausgabe nur so geringe Mengen zur Versügu^- gestellt, daß der Bedarf nicht gedeckt werden konnte. < ,2Bfe gervirtschaftet wird. 'Der Bezirksarbeiterrat S r m m e r^i u $ teilt mit: Der Bczirksarbeiterrat nahm am 9. d. M. einen Lokal-, augenschcin in den Kühlräumen des Simmermger. Brauhauses vorwo n e u n W a g'g o n s S e l ch fl e is ch (amerikanisches! Schwemefleiich) im Gesamtgewicht von 127.000 Kilogramm lagern und bereits d e m B e r d e r b e N unterlieg e tt,! Ein großer Teil des Fleisches war für den, menschlichen Geuußbcreits unbrauchbar geworden. Wahrscheinlich sollte das ver-i dorbeue Fleisch als Induftriefett dmch Schleichhändler vertriebet werden, was enormen Gewinn abwirft. Das Fleisch ist Elgeztum der Wurstfabrik Josef Ziegl^ Wiedener Hauptstraße 76. ' ' ' - Die Serrdirrenpreise. Amtlich wird bekanutgegeben::Dees Richtpreis für 20 Dekagramm schwere Dosen Sardinen wurde mit L 6.20 für das Stück festgesetzt. Die einschlägigen Geschäfts-! lente werden im eigenen Jutereffe gewarnt, .Einkaufspreise - zu -llewWgen, welche mit dm vorgenannten behördlich festgesetzte»! Verkaufspreisen nicht in Einklang gebracht werden können/ •' #<■ / - MMsiSmigen der,Mohö". Heute den 12. September, Z e n t r a l m a g a z i«, P i n t i st enga s s e 19: Abgabe von frischen geleuchteten Eiern und Fiüchtmmarmelade für die Mitglieder des XVI. Bezirkes, und zwar: Nr, IM 1387 von 8 bis 12 Uhr, und für die Mitglieder des XVII. Bezirkes von Nr. 1 bis 1700 von %3‘. bis . 5 llijv. Bemgskarte für 1919 ist vorzuwecken. Die Mitglieder der Genoffcnschast werden ersucht,, ihre Anmeldescheine mitzubringen. — Magazin, 1., N i b e l u n g e n g a s se 7: Haselnüsse, , Kartosselwalzgrieß. Sardellenpasta, Senf,, Masol> chmeslicher Tee von 9 bis 12 nud vom3 bis.5 Uhr. — XIII., XVII., XVM. uird XIX. Bezirk- Abgabe von rayonierter Ware von 6 bis 12 Mr. - Hl.. IX., X., XI., XII.,, XX. Bezirk:! Sardellen in Ocl, Kartoffelwalzgrieß und Kleinigkeiten von 3 HÄ. 12 Uhr. f W. Z. W. NenerUchs Abänderung VerkserrfsLsge. Freitag den 12. September von 9 bis 12 Uhr, rot/ gerade Nummern, 2 bis 6 Uhr, rot, ungerade Nummern. Samstag den' 13* September von 9 bis 12, blau, gerade Nummern, 2 bis 5 Uhr, blau, ungerade Nummern. Montag den 15. September von 9 bis 12 Uhr. griht, gerade Nummern, 2 bis 5 Uhr, grün, ungerade Nummern. Dienstag den 16. September von 9 bis 12 Uhr, gelb-- gerade Nummern, 2 bis 5' Uhr, gelb, ungerade Nummern. KSMMNKÄLS. Borr de« städtischen Fe«evwehr. Nach dem Jahre5«> bericht der städtischen Feuerwehr für die Zeit vom 1. Juli 1917 bis 30. Jlrui 1918 betrüg der tatsächliche Stand der Feuerwehr vom 1. Juli 1918'495 Atanu,xl91 Stellen warm unbesetzt. Zitt Kriegsdienstlecktimg waren 173 Mann eingerückt. Im Berichts^ fahre würden 4137 Anzeigen über Brände und Unfälle bei der städtischen Berussfeucrwehr gemacht. Dce Höchstzahl der Alarmrttnngm brachte der 9. Jänner 1918 mit der Zahl 46. An zehn Tagen wurde die Feuerwehr je einmal alarmiert, au 53 Tagm je fünfmal. Bon nennenswerten Branden fallen in dieZeitdes Berichtes der Brand der Servitenkirche, das Feuer m dm Bogelschen Mühlen, das Grvßfeuer am Wagenvlätz des städtischen Fnhrwerksbetriebes im XX. Bezirk, das Großsener im israelitischen Tempel in der Leopoldstadt, das Großfeuer in. Kroatifch-Haslan, der Brand m der Mnntüonssabrik Weiffenbach. das Großsener im Hotel National^ in der Dampfmühle Mallowan. Brände am Nords und Ofibahnhof. das Großsener im Militärbarackenlager in der Hemrlch Collinstraße und in der Roinnde. Die Summe der ordemlichcn Ausgaben betrug im Berichtsjahre rund 3 Millionen Kronen, denen Einnahmen von nmd 600.000 Kronen gegenüberstehen. ----;---j. BereiKsNachrichterr. (NachrichtenvonBereinen erscheinen von n u n a n st e t 3 a m T a g e d e r B e r a n st a l t tt n öO Heute: . Z i o n ist is ch e S e kt i o n Brigittenau.' Dii!' m Nr. 232 vom 11. d. M. unter den „Verelnsuachrichten" er^ fchienene Notiz: „Zionistische Bezirksscktion Brigittenau (Ingens gruppe.) Freilag den 12. d. M., 3 Uhr nachmittags, Versaimro lung der Jugendgruppe der Bezrrkssektron Brigittenau im Jüdischen Jugendheim, II., Obere Donaustraße 91“ bericht anj Unrichtigkeit und wird widttrufen. Briefkasten der MedakLion. Treuer Abounent. 1. Dürfte unseres Erachtens tan zu Evidcnzzwecken erforderlich sein. 2. Durch den Answeisungserlaß vorläufig überholte ^,

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