Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 231 (10.9.1919)
- Date
- 1919-09-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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r Vettr G , t ÄAien, Mittwoch Kommunales. : Die jüngste Indendebatte im Stadtrat. In. einer -er jüngsten Gtadtratssihungen beantragte der fiozDakdemokratt sche Stadtrat Dr. Grün als Referent, hie Anstellung von -7 Aerzten für die Vcrsorgrmgshäuser. Die tzReichSpost" und das „Deutsche Vvllsblatt" wollen nun guS WabtvaiSrreisen erfahren haben, daß Dr. Grün,lauter jüdische Kandidaten vorgeschlagen habe. Auch Hütte er bereits früher einen jüdischen Arzt mit einem gut christlichen Namen „eingeschmuggelt". (Es handelt sich um bin bekannten Tuberkulosesachmnun Dr. R. Götzl, den Dr. Grün öJB Referent über Antrag des Gesundheitsamtes vorschlug.') Der Bericht der antisemitischen Blätter über die ob« erwähnte Sitzung ist natürlich unrichtig. Stabtrat Doktor' Grün hat unter 13 in Betracht kommenden Kandidaten auch zwei jüdische Aerzte ausgenommen und nach Schilderung ihrer Qualifikation 6 katholische und einen jüdischen Bewerber vorgefchlagen. Stadtrat Müller wollte Rechenschaft. wie viele der vorgeschlagenen Aerzte Juden seien. Gtaptrat Dr. Grün antwortete, 'et prüfe bet Bewerbern die Eignnng und nicht die-Konfession., Falsch ist ferner die Behauptung antisemitischer BlHttcr, t>&jj der sozialdemokratische Stadtrat Dr. Siegel ehen-- fallZ an der Anstellung Abstoß genommen habe. Im Gegenteil: Als über di« Anstelllrng des. gut deutschnationalen Arztes Dr. Poindegger verhandelt würde, fragte Stadtrat Ziegel' scherzhaft: „Auch ein Jud?", worauf Dr. Grün ebenso scherzhaft antwortete: „Daß auch ein Parteigenosse so fragt, wundert mich.". Dies der richtige Sachverhalt, der hier zur Steuer der Wahrheit mitgeteilt'wird. Der rlutobusverkehr. - Am Sonntag würde der städtische Gtellivagenvctneb auf der Linie Rordbahnhvf—Stephansp La tz—S ch o t t e n t y r eröffnet und fand schon vor BrtriebsLeginn an trotz der .Feiertage, die erfahrungsgemäß einen schwachen Verwehr durch die Innere aufweisen, einen recht guten Anspruch. Es verkehren vorläufig sieden Wagen, deren Chassis von den. yster- » reichischen Saurertverken geliefert wurden. Es ist dies eine bewährte Omnibnstype, die allerdings mehr M den Ueberlauhverkehr bestimmt ist, dasie wegen des Kettenantriebes nicht so geräuschlos läuft, wie dies Lei den ausschließlich für den mnerstödtischen Verkehr gebauten Kraftstellwagen erreichbar ist. Die Wagenkasten Hatzen alle ein Obergeschoß teils offen, teils geschlossen, nach der patentierten Wiener Originalausführung, die insbesondere für die schlechtere Jahreszeit Vorteile bietet. Nur durch diese, in Wien bereits vor dem Kriege erprobte Ausführung ist es möglich geworden, das Obergeschoß von Autobussen geschlossen zu erbauen, ohne dabei die Standsicherheit des Wagens zu gefährden. . Durch die eigentümliche Jneinanderschachtelung derSißbünke im Unter- und Obergeschoß wird dieses um rund 400 bis 500 Millimeter niedriger, gls es' bei einfacher AufemanderseZnng der Geschosse möglich wäre. Dadurch wird ein tieferer Schwerpunkt des Wagens und eine Derkbeinerung der dem seitlichen Winddruck ausgesetzten Wagenwand erzielt. Diese Verminderung der Höhe ist wegen der Durchfahrt durch Piadukte notwendig. Nach, rveittwer Lieferung der bestellten Wagen und Beistellung der noch ausständigen Gmnmireifen sott der AutobuSverkshr zunächst auf den Linien Nordbahnhof— Stephansplatz—Oper—Südrmd Oftbahn Hof., sowie Schottentor— Stephansplatz — Mollzeile—Bürgertheater ausgenommen werden. -T~-~ Die Besoldung der Gemeindefrmktionüre. , Wie feintr^tt berichtet würbe, hatfl>ie Bezirksvertretung Währing dem. Gemvnderatr in Anbetracht' brr finamielleu Lage der Stadt Wien die A v f h e b u n g der den Gemeinderätsu bewilligtenEntschädigung vvrgeschlagen. Ebenso stimmte sie der beabsichtigten Auflösung deS Stadt« r a t e s und der E i n t e i l u n g b es G emeinde rat es in Sektionen zu. Auf die bezüglWe Eingabe der Brzüksvertretung hat mm. Bürgermeister R e u mann mitgeteift, daß die beantragten Aenderungen mit der beabsichtigten Nenredi« g i e r u n g d r s G r m e i n d e st a t n t e s zusammenhängen und daß sich die Gemeindeverwaltung in kurzer.Zeit mit den notwendig gewordenen Aenderungen deS Gemeindestatrttes befassen werde. Bet Regelung dieser Frage wird wohl auch die Fr a g e betressendder Entschädigung de« Bezirks« r S t e, die von anderer Seite aufgeworfen wurde, erledigt, werden. Auflassung der Ntagistratsahteilung XI a. Zufolge Erlasses der Magistraisdirekljoii wird die' MüMratsabteilung Xis (H e r m a t S g e s e tz n o v e l l e) amgelyffen and werden ihre Agenden der MagistratsaSteilung XVI zugewiesen. _ Die Ernährung. Neue PetrolertmLarten. Für die ampruchsberechligten Bewerber mit den Anfangsfctjchftnbcn des Familiennamens A bis ö werden am 11. September. L bis Qu am 12. September und R bis t am 1#, September bei der zuständigen Brotkommission die neuen P e t r o l e.u m b e z u g s k a r t e n in der Zeit von 8 b,s 11 Uhr vormittags und von 2 bis 6 Uhr nachmittags aus« gegeben. Die Bewerber um neue Pelrolenmkartrn haben den nolizeilickest Meldezettel, lind bte alte P e t r o l e n m b e 7, u g s k a r 1 e, die dann eingezogm wird, bcimbringen. Hauselgentümer haben sich mit einem^ ihre Eigen« schalt bekundeten Dokument, Heimarbeiter mit einer Bestätigung ihres Arbeitgebers oder einer anderen die Heimarbeit t dartuende Bescheinigung, Wohmmgsmhabcr, mit Untermieter mit dem Meldezettel dcs Untermieters auszuweisen. Reu aüSgeyeben werden; Berroleumbezugskarten für die Beleuchtung von Waschküchen, Geschäftslokalen und Heimobeiterwohnungen, die einzig und allein auf Petroleumbeleuchtung angewiesen sind. Hausbesitzer, deren Waschküche ausschließlich auf Petroleumbeleuchlmtg angewiesen ist. bähen für diese, sofern sie mcht hierfür einen 8 Lfter übersteigenden Pctrvleumvorrat haben, die PetroleumbezugSkarte anzin'rncchen und für dre Beleuchtung der Waschküche an allen Wochentagen den Parteien Über Verlangen den entsprechenden Teil der jeweils l>estimmten Wochmmenge an Petrolemn gegen Bezahlung des Einkaufspreises zu überlassen. Ferner Petroleumbezugskarten für Wohnungen. die zu ihrer, Beleuchtung ' einzig und Min aus Wiener MorgerrzerrrmK to. September 191# Nr. 231 Petroleum angewiesen 'sind und endlich solche für in Untermiete gegebene Wohnräume, die ebenfalls nur auf Petroleumbeleuchtuna angewiesen sind: Für eine Wohpung wird nur eine Bezugskam für Aftervermietung, unabhängig von der Zahl der Untermieter, ybgcgebtn. Für dre Beleuchtung der Wohnräume des Dicnstpeuonales sowie für Badezimmer, Keller ltfro. werden keine Petroleumkarten ansgegebrn. Die für dir Bcleuchtun g des Flures, HoteS, der Gänge und Süegen ausgegebenen Petroleumkatteu bleiben in Gültigkeit. Die auf die em;elnen Petrölemttbezugs'kärten entfallenden Wochenuienaen werden' rechtzeitig «n den TageSblchtern bekannt gegeben wervem Betretend die Rayonierung mit den neuen Petroleumbezugskarten tritt insoferne eine Aendmmg ein. M dem Verbraucher wie bisher drr fteie Wqkl der Abgabestelle zusicht,.er jedoch nach erfolgter Naponierung während der Gültigkeitsperivde der PetroleumbezuaSkartrn. in der Regel andre gewählte Abgabesielle gebunden bleibt. Es wird empfohlen, die bisherige Bezugsquelle beimbehallen. Kann der Inhaber einer PetrollumbezugSkarte keine PewolmmverlauiSstelle finden, hie ihn zur Belieferung übernimmt, so hat er sich mit icwei- Lezugskartc an das BezjrM wirtschastsamt, Stelle ö, Neues'Rathaus. U. Styck, zu wehdnr. Im Falle der Umravonieruua ist von der bisherigen Berkaussstelle der Bestellabschnitt zurückzuverlangen. Hausbesitzer. Geschäfts« und Wohnungsinhober. die wegen ihres Vorrates an Petroleum vom Bezüge der amtlichen P-lrolruMrren ausgeschlosien sind, erwerbey den Anspruch aufAuSfolgung vonPrtrvlenmvkMslarten erst nach Verminderung des Vorrates bei einem das .zulässige Maß nicht übersteigenden Verbrauche. Der Marktbericht, Da während des Dovpelseiertages nur wenig verladen wurde, fiel gestern die Beschickmg der Märkte im allgemeinen sehr schlecht aus. , Selbst die G r ü n wäre n m 8 rkt e, die bisher ziemlich günstige Zufuhren aufzuweiseu batten, waren gestern nicht .ausreichend versorgt. An befleren Gemliseärteü herrschte sogar enipfindlicher Mangel, da die Ankünfte zum Überwiegenden Teile ans minderwertigem Feldgemüse bestanden. . Ueber Obstverfügten nur wenige Märkte. Sehr begehrt waren die steirischen Aepsel. dir zuin Preise von K 140 für das Kilogromm auf dem N a s ch m a r k t e erhältlich waren. Bezeichnend für die Höhe «userer Obstpreise ist es, daß sin Kilogramm gerebelter Hollunder K 2.60 kostet. - In der V j k t n a! i r n P a r k t h g l l e i m Ul. B ezirke war gestern das Angebot. g-nstig. Heute kommt ein Waggon Weißkraut und em Waggon Tiroler Birnen zum Verkaufe. ' Aus den F i s ch Märkte n waren nur tote WeiWsche zu K 36.— mid geräuchertes Seesifchflcisch zu L 20.— das Kilogramm zu haben. . In der G r o 8 m a r k t h a l l e kamen nur die rayonierten Fleisckmrnarn zur Abgabe. . « Geflügel und Eier fehlten. Die Aktion zur Negelnyg dev MUchalrttsfsvMg. Viele Wiener BezMvertrrtunarn sind daran gegangen, angesichts deS Schleichhandels, der mit Milch getrieben wird und angesichts der Unregelmäßigkeiten, die bei der Milchabgabe vorkomwen, den Verkehr mit Milch regeln zu Helsen- Die Brzirksvertretung Währing hat bei dieser Arbeit insofern einetz^Krsolg auszuwerfen, als die Milchablirfmrng in SalmannSdtzrs und Neustifk am Walde von täglich 10 Mer a-u ft 70 L ft e r q c«; ft i c p c n ist. In absehbarer Zeit dürste.pieseMenge noch-erhöht werden.- Die Beiirksvertretunfl will, wen n% i e M ilcha b« l r e-f e r. u n g d yi nach d:t m G1 a n d k d e p M i l ch^ k ü h e s i ch er g e b e n d e Mil ch m en g e n ich t e rre r ch v bei der Gemeinde V'en beantragen, dch- \ e n.e n Wirts ch a ft 8 l>es i tz ern, t> i e Ha chtyründe (Wiesen nutz Weingärten) von der Gemeinde.Wien h a d e n. d i e s e g e k ü n d i a t w e r d e n. Die Bezirksvettretimg Josefstadr hafte im Kampfe gegen den Schleichhandel mir Milch weniger Erfolg, In Anbetracht der bescheidenen Geldmittel mußte sie sich darauf beschränken, an die Bewohner drS Bezirkes mir einem Aufruf hrranzütreten, her sie zur Anzeige, bei Verschwiegenheit deS.AnzeigerS, bei Unznkömmlich« keilen i» der Milchvertefluna ansiorderte. Diese Aufrufe wurden an sämtliche Milchübgabestellen verteilt, von diesen jedoch entweder gar nicht oder an ganz unsichtbare Stellen angebracht, so daß die Wirkung des Ausrufes anSblleb. S e i t A u b ring « n g des Ausrufes ist der Bezirksvertretnng eine einzige Anzeige eingelaufen.? A«eh Afpans muß bis LS. d. M. von Sommvvkästen geräumt fein! Der Grmeinderat der Gemeinde Markt Aspana hat beschlossen,^ dir AufenthaliSdWer der Sommergäste in Markt Aspang aps die Zeit bis iS, d.M. zu beschränken. Di» Sommergäste, glerchvirl ob sie in Privalhaufem oder in GasthSse^ wohncm werden nrn'gefordext, gm 1b. d. M. rmdedingt Afpang zu verlasieu. widrigenfalls ihre Ausweisung au8 der Gemeinde im Wege der Laudeöregimmg iwranlaßt werden müßte. Hie FloifchversovgMg. An Flrlschhaner mit. dev Anfaugsbuchstaben A bis K gelangt in dieser Woche inländisch es Fleuch zur Ausgabe. Fleischhauer mir den Anfangsbuchstaben l hiz 2 yckommtn ausländisches Rindfleisch. In Seiden Fällen bandelt ,s sich nur srischeSGleisch. Mellchsclcher mit dm Büchstabm l. J, K erhalten frisches Schweinefleisch sür rayonierte Kunden. Küchen und Gastwirte werden mit Pökelfleisch in gleichem Ausmaße wie m der Vorwoche versorgt. Die Giusuhrm aus Älawien bleiben gleich nno es ist somit kein Grund zu einer rdnng der Schwkinrstrischausgahe vorhanden. Frübttartoffelabaabe. Mittwoch bis Freitag werden in dm Bezirken XII., XVII, XVIII. nnd XX. FiüHflttoAn bollälldi'cher Herkunft, und »lvar.'/ä Kilogramm pro Kopf zum Preise von L 2M für das Kilogramm gegen Abtrennung des Abschnittes «A" dv' Kartoffelkarte abgegeben. fftzsttversorgung. In den letzten-zwei Geptemberwvchen, also vom iS. bis 20. und vom SO. bis 27. September, gelangt wiederum S ch w e i n e s ch m a l z -zur Abgabe. Die Wochenmrnge bleibt uuveränLcit und beträgt 13 Dekagramm für reden Berbrancher. Mttrilttnstz« der „Nohö^ . Heute den 10, Sevlembrr. Zentralwagaz i n, vul., P > a r,«st r n g a f f e 10: Abgabe von frischen gkleuchleten Nern und FUichtmmarmelode ftw die Mitglieder des I. Bezirk?-, und zwar: Nr. 1 bis 1000 von 8 bjS 12 Itfir, 1001 bis 1861 pon bis 5 Uhr. Die Mitglleder dv' Genossenschaft werden ersucht, ihre Anmeldescheine miizubringen. -- M a gazin^ i., N i b e lu n g eng a s s e 7: Haselnüsse, Kartosfelwalzgrieß. Sardellmpasta, Mmol, chinesischer Tee, Aevfelspalten von 9 bw 12 und von 0 bis ö Ar. IV., VXW„ XVH. und XIX. Bezirk: Friichtmnmmeladc. Sardellen in Oel, Kartoffelwalzurieß, Reibtüchcr von 8 bis 12 Uhr und von 8 bis 6 Uhr. — UI,, IXV %, XI., XII., XX. Bezirk: Sardellen in Oel, Kartoffelwalzgrieß, Reiblücher und Kleinigkeiten von b bis 12 Uhr und von S bis 5 Uhr. — XXI. Bezirk: Geschloffen. , ' W. I. W. > DoniieiLlaü den 11. Sevtembec von 9 bis 11 rot, von 11 bis 1 blau. Freitag den 12. September von S biS ll^gM von 11 Btfi 1 ÖCÜ>.* 3L ~ r -«t V. Bühne nnd KMst. Das dreitzWährrge Iuvilünm des Dentschstt BoMstheaLers. DaS Deutsche Polkstheater begeht am 14. d, M. die Wer seines dreißigjal,eigen Bestandes. Der - Jubiläumsfeier geht am 13. d. M. in sämtlichen Räumen des KonrerthauseS das heitere; Fest der Peiisionsanstalt voran,' daS große Ueherrüschungett bietett «zvird. In kollegialer Weste hat eme Reihe von Mitglredem der anderen Wiener Bühnen ihre Kuvft zur Berjüguna gestellt, sowohl für daS Programm, wie auch für die große Mödvrscha». Der - Schriftpsych-Ipge Raphsel Schermann hat sich auch bereit erklärt,.. im intiinen Kreis eine seiner graphologischen- Kousultatlvnm abzuhalten. . - ' Sonntag den 14. b. M>, dem Jubiläumstaae deSdreißigO ' jährigen Bestandes, gelaugt nachmittags um Uhr tzu volkstümlichen Preisen, ohne Bormerkgebühr) Anrengruders ^Pfarrer von Kst'chfcld^ zur Aufführung. Die eigenmche Festvorsielluna, beginnt um 6 llhr.ünd wird durch das Festspiel „Dreißig Iahre^ von Heinrich Glücksmanu eingeleitet, an dem dir durch die ganze Zeit an dieser Pühne wirkenden MWieder Frau Pohl und die Herren Amon mid Kutfchera beschäftigt sind. Hierauf svlgt, von/ Regiffeur Fnednch Rosenthal ne» inszrmerr, >.DaS vierte Gebot". Mt den Damen Schweighofer, Denera, Glöckner, Keller, .Thaller- - und Pohl undd<m Herren Weiß, Homma, Kutscherar TeMet, . Sirmböck, Amon, Norvotnh, Burian, Leicht, Nanzenhofer, - Fischer und Pater m dm Hauptrollen. Aus den Theatern. Die .Wiener Philharmoniker veranstalte» ' unter Leitung Felix Wemgarlnns in der kommenden Saison acht Abonnementskonzerte, die am-9., 23. November, 7.- 31.Dezember, U 22. Februar, 7., 21. März rm großen Musikveremssüale stattfinden weichen. Im SpiMan der Neuen Wiener Bühne - erscheint die Groteske' „Dimvfl" Mittwoch,, Donnerstag, Sayrötag und Sonntag», -- Fexitag wird „Die Büchse der Pandora" wiederholt. Im S t a d tth^ at-e r gelangt morgen Donnerstag den II, d. M. Strindberas Drama „Der Vampyr" (Totenkmz, U. Ml) mit Gertrud Ey \ o ld t als Gast zum erstenmal zur de» 12. d. M. ,,Dw mit Rezitativen .von Zn der V o l k 8 o p.e r ge Entführung auS dem Serail' von Mozart mit . _ Max S chrlling § nrueinstüdicrt in Szene. Dwigent! Felix Wein g g. r t n e r. Spielleitung: Oberregiffenr M a t*' l o w Sk.h. In 'der JüdischeuBÜhne, 2., Taborstraße 12, findet h e u t e -Mittwoch ein i ü d i s ch-l i 1 e r a r r s ch e r Abend statt. Mstwirkende: Fra» Berson-Glückmann, Fra». Weintcaub-Graf und die Herrn: Bell, Deutsch, Reismann und Streng. Beginn 7 Uhr abends. Karten irw.Vorverkauf an^der Theaterkasse und bei den Komiteemitgliedern. , ' , Die Dir ek t i o n d e r N e'u e n W i en er B ühne teilt mst, daß sie gegen ihr Mitglied Friedrich B a n t l r wegen andauernde» vertragswidrigen Verhaltens die Anzeige des schweren- Konkraftbruches dem Demschm Bühpmverein und dem Österreichischen Dlrektorenvcrband erstatten mußte. Die Kontraklbruchs- - erftärnntz hat den Ausschlußdes Betroffenen von.sämtlichen--' deutschest Tyeatern? durch eine Reihe von Jahren* nebst Zahlung - her »Konvenyonalstrase zur. Folge. Volstsoper. - In Verdis „Rigoleito", dem musikalischen Ahnen so manchen Filmdramas unserer Tage, war gestern eine; neue Gilda z« hören, ein Singvogel, der - jetzt in dir Wieyer . HeiMat zurückkehrt, nachdem er sich in.Prag die allgetneine Gunst s ersungen hat. Fräulein Stella E i S n r r -gefiel auch hier, trotz einer Indisposition, für die sie um Nachsicht gebeten hatte. Eine weiche, nicht übermäßig ausgiebige -Sopranstimme mit dem charakteristischen Timbre der Koloraturdiva — zuweilen glaubt man ein Stimmporträt der Frau Kurz zu höre» — »nd voll jugendlicher Frische, dazu die anmutige Erscheinung mid daS. lebendige Spiel, das sind Vorzüge, die der Sängerin auch an dev/ Volksoper ein dauerndes Verweilen stchent. Man kann ihrem ferneren Auftreten, dem hoffentlich ein günstigerer Stern leuchten wird, Verträum' mtgegenbringm. Herr Tau der als Rigoletto ' wurde gleichfalls mit den Ehren deS Erfolges bedacht. Er verfügt) wenngleich seine Tongebmtz vo»' manchen Schlacken getrübt ist, über ein dramatisch schlagkräftiges Organ und bringt die schwierige Nolle auch darstellerisch a» bester: Geltung. Fm übrigen war der/Grundstock deS Ensembles, von kleinen Äerschlechterungen .abgesehen, unverändert gebliehen, unverändert auch die Leistung deS Orchesters, das .unter Herrn S t r r m i ch S Leitung einen gemütlichen Schlendrian huldigte, .' i Dr. X. U. k Kollekrtlvausstellung Braun. Maler Rudolf B v a ü £ -veranstaltet in feinem Atelier, V., Reinprechlsdorferstratze öS,'eine/ Ausstellung, welche vom 14. vis 22. September »in her Zeit zwischen 10 und 12 Uhr vormittags und 8 und 6 Uhr abends geöKret ist. Urtel Birnbaum, der.Mt uur als Waler, foubevu auch als Schriftsteller schon Bedeutendes geschaffen hat. läßft in, Be:- - jage R. Löwit eine Schrift unter dem Titel „Gläubige Kfluftt" erscheinen, in der er sein künstlerisches Glaubensbekenntnis vor' der Oeffeutlichkeit abjeat. Ein Band Sonette -^Gottes'- Krieg-', vorn Künstler ausaestattet, wird alö zweites Werk die Bermnitschaft mit Uriel BirnvaumS Persönlichleit vermittln. Die Broschüre «(Wübiao Kunst* erscheint in den nächsten Tagen. Vorbestellungen sind an R. Löwit-Brrlag, I„ Flrischmarkt 1, zu richten. — --n , — .. -.«,.1^’ Ver-rnSnaHrichten. (N a <b r ich t e» v o n V er eGi e u e r f ch 11 n t rt v'o.»/• nnu an stet 8 am Tage der B er a n ft a l k u u g.) Heute: - Vert e im , M.a k k a b t. Il (Turnverein Leopoldstadt). Infolge Ve -lchtleistung auf die Obmannsielle deS Tb. Blume findet h o n t abends um 8 Uhr die außerordentliche Generalversammlung i Palästmaamte, U.,. Zirkusgasse. öS, statt. - Jüdischer Gesangverein. Dre Gesangsllbungen haben in dem neuen VeremSlokale im Wiener Äonzerthause, ft, Heumarkt 6, IX. Stiege (VereinSsaal), bereits begonnen. Die Proben finden allwöcheMch Dienstag um »/»7 Uhr abends statt. Einschreihtmge» neuer Mitglieder werden vor Beginn jeder Probe imBereinslokale cntgcgengenommen. — Exe knt t v e betd er Verbünde j ü d. aal. Maturanten i n Ä t e n. Sätnlliche in Wien weilenden jüdischen Maturanten auS der Ukraine wollen bis einschließlich Mittwoch den 10. d. M. tttalrch zwischen 1» bis 13 Uhr im eigenen Jntereffv im ÄerhandSlokalc, L^Mftrstraöje.SY. zuverlässig erscheinen,.