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Wiener Morgenzeitung · 1919-09-10 · Heft 231 (10.9.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 231 (10.9.1919)
Date
1919-09-10
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Ät 221 Wien, Mittwoch Wiener AtorgenzettmrK 10. September 1919 Seite 7 Sport. Herbstrundspiel in Aütteldorf. AuS der Kovkmrenz ging Rapid als Sieger hervor. Die Hütteldorfer gewannen beide Wettspiele ebenso der Sportklub. Dieser allerdings mit schlechterer Goaldifferenz. Nachstehend berichte« wir über die Wettspiele des zweiten Tages. R ü p i b * H a r o a h 5:0 (2:0). Die Hakoah machte «neu ungleich befferen Eindruck wie am ersten Tage. Die E,nsrellung NußväuMs an Stelle Mollnars gab der Mannschaft einen ganz anderen Rückhalt. Nußbaum ist dank seiner Ausdauer. AuidpserUNg und Wucht ein schwer ersetzbares Gl>ed der Häkoahs- Slf. HüiPerN stand wieder im Tore. Einen Treffer batte er verhüten können, ansonsten zeigte er vorziicssiches Können. Für Senzer spielte Trümmer, dem seine große Agilität sebr zu Nutzen kam. An Stelle des verletzten Grümcld spielte Haußser Mt sehr gutem Ersolg als Halbrechter Stürmer. Scheuer vollbrachte ebenso wie am Vorlage wieder «ine Glanzleistung. Iszo Gans! war der , beste Stürmer; schwacher sein Bruder Jenö, der zahlreiche Chancen vergab. Die schwächsten Leistungen vollbrachten die betbctt. FlÜgelstÜrmer. Insbesondere Horwitz ist total außer Form, er ist viel zu langsam Und läßt zede Initiative vermissen. Ipi allgemeinen kann man mit der Hakoabmaunscb tit vollaxf zufrieden sein. Sie gab der durchwegs aus Teamspielern k^steh'Nden Rapid-Elk einen gefährlichen Gegner ab. Bei etwaS GIÜ» hätte die erste Halbzeit mit eine»! führenden Resultat der Hakvay abschließen müssen. Der Rapidtvrmann Kraupgr vollbrachte in diesem Spielabschnitt wahre Heldentaten. . Die Hütteldorfer zeigten sich wieder von der besten Seite. Svrelvrrständnis. Balltechnik und Srhußvermogen stehen auf höchster Stufe. Gegen enie solche Mannschaft nicht niederznbrechen, zeigt von bedeutender Spielstärke, die der Hakoah auch allgemein zugesprochen wurde. DaS an spannenden Momenten überreiche Wettspiel sab in der ersten Halbzeit die Hakoah etwas mehr im Angriff, doch blieb ihr jeder Erfolg versagt. Die Tore Oavids fielen durch Brand» Witter und Undil in der 33. und 37. Minme. Die zweite Halbzeit stand zumeist uy Zeichen der Rapid-Anguffe, aber b»c Haloahner erschienen auch ziemlich hänstg .vor dem gegneriichkn Tore. Während diese aber leer cmsgingen, war Rapid noch dreimal durch Wlcfer (2) und Kulhan erfolgreich. Schiedsrichter Griinbaum. > Wiener Sportklub — W. D F. 4:1 (3 : 0). Verdienter Sieg der besseren Mannschaft. Der W. A. F. hatte wieder sem« Hauptstütze am Tormann Plattko, der aber diesmal auch nicht ttstlos beiuedigen konnte. Die Tore der flott spielenden Dornbacher schossen Plank, Strnad. Karinhäuser und Giebisch. Der Ehrentreffer des W. A. F. fiel durch Schneider. Schiede rechter Lorenz. Der unausrottbare Lebensmiitelschwindel. . Vor dem Schwurgerichte unter Vorsitz des Hofrates Würth hatte sich heute der 22Mrifle Privatbeamte Johann P o l l a k wegen Betruges zu verantworten. Der Beschuldigte, em Sohn aus vermögendem Hause, erhielt eine sorgiältige Erziehung. war kurze Zeit während des Krieges eingerückt und verlegte sich dann. weil er nicht arbeiten wollte, auf den Schleich» Handel. Im März Md Abbil d. I. versprach er einer Anzahlvon Personen die Lieferung von Lebensmitteln, itdm Angaben entgegen und brachte das Geld in leichtsinniger Wckse durch. Meist führte er seine Auftraggeber zü irgendeutem Magazin, in deck die Lebensmittel «ingelagert sein sollten, lieh die Leute warten und bsischwand mit dem erhaltenen Beiraa. Ans dies« Weise entlockte er in zwei Monaten ß 5890. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Schlesinger, als deren Verteidiger tungierte Dr. S i l b d r'm a n n. Der Angeklagte behauptete, er sei tatsächlich bemüht gewesen, die Lebensmittel zü beschaffen, doch waren unglückliche Zusälle schuld, daß ihm das Nicht gelunam ser. * Die Geschwornen bejahten mit 12 Stimmen die Schuldfrage, jedoch nick M Einschränkung, daß die. Schadetißziffer den Betrag von ll 4000 nicht übersteige. Ätzt Grund dieses Wahrsprnches verurteilte dt/ Gerichtshof den Apgektaalen Johann Pvllak unter Anwendung des/ußerordtnilichen MrloerungStechies zu s ü n s M o n a t e n e r n f ü ch e n K e r k e r L. Zu deu jüdischen Feiertagen erscheint der Jüdische NatroAs;- Ka?ender5680 6. Jahrgäng * Heransgegsben von Htto Abeles und Ludwig BatS Umschlag und Buchschmuck von FakobLöw Dieses zionistische Jahrbuch wird unter anderem Beiträge enthalten von: Schalgm Asch, Ch. N. Dialik. Uriel Birnbaum, Matz Brod, Z. P. Chajes. L. A. Frankl, Artur Freud, Eugen Hoefllch, Hermann Kadisch, Leopold Komperl, Gottlieb von Leon. Ernst Müller, I. L. Perez. Marek Scherlag, Abraham Schwadron, Emil Stein. Robert Stricker, Robert Weltsch and Arnold Zweig Weitere Wettsplelergevniffe. Außer den großen Wettsvielen in Hütteldörf und im Prater g«o eS noch zahlreiche Freundschaftsspiele, bte zumelst erwartungsgemäß Verliesen. Die wichtigsten Ergebnisse waren: A m a t e u r e—V i e n n a 2:10:0). Ziemlich r.rffhe- . loser Sieg der weitaus brfserru Mannschaft. Die Tore schossen Konrad I! und Hans! für die Sieger, Weber sür die Vienna. Schledsrrchter Grünbaum. - Herth a—R udolfsh ügel 8:0 (0:0). Die bessere Mannschaft trug einen knappen Sieg davon. NndoNshüg el-Nenn weger Sp. V. 5:2 Irl). Ein Spieler der Rcnnweger hatte das Unglück, sich den Ar« zu brechen. Im übrigen leistete die Mannschaft energischen Widerstand. . H e r t h a-C r i ck e 1 4 :1 (4:0). Nach der Pause kamen du Erickrter mächtig auf» konnten aber nur einen Treffer erzielen.? Wacker —Sickmering 2: l (1:1), Verdienter Sieg -er Meidlinger. W. A. C. — B i enna 5; 0 (2:0). Der W. A. C. war nicht so Überlegen, als man «ach dem Resultate glauben würde. A d m i t ö — © i m m fti ft g 212 (010). Gleich« wertige Leistungen. Admira hat sich ln der letzten Zeit sehr ver* bessert. - Wacker —Germaftra 3:8 (ö:8). Fischer« war zuerst dreimal für Germania erfolgreich. Nach dkr Pause war Wacker bedeutend mehr im Atigstff Wo könnte auch ausglttchen. Gerichtssaal. M. Fahrten auf der Elektrische« find,Krisen". Am Samstag,, dem erstenSltztttigsmge nach dmGerichisftrie«, hütteM der Oberste Gerichtshof Unter Vorsitz deS Hof. rotes Dr. B e i s s e v mit der Frage zu befassen, ob auch dt- Zuruckteaung ganz k n r z e r S t r e ck e n auf der Straßenbatzwals „R e i s im im Sinne des Gisenbahngesktzes anzusehen ist. Der 43jahrigr Zuckrtvacker Nikolaus 8 e w i e l h wurde dörr, zwei PolizMenien beobachtet, wie er bet dtr Oper sich an derschtedttli Personen herandrängte, dann emstieg Und m der Elektrischen ertter Dame em Geldtäschchen zog. Bei die zweckt« Haltestelle stiegen sie aus, er gmg in ein Haustür und füMte näch dem Inhalt deS Geldtäschchens. Dte PolM aaeirten wären ihm gefolgt Und Nahmen thm das aesttzblene Gut, K ivs ab. Er wurde wegen V e r b r t ch e n 8 des Diebstahles weil, er ttt dev Bahn einen Gegenstand, den ein Rersenber mit sich führte, entwendete — zu 18 M o n a t e n schwerenKerkers vervrtktlt. Gegen seine Beturikilung hat es. dte Nichtigkeitsbeschwerde erhoben, in welcher unter anderem von seinem Verteidiger auSaeiührt würde, daß bas Gesetz allerd ums jode» Diebstahl att Sachen, die Reisende auf der Bahn mit sich führen, als Verbrechen almde. Allein iM voiltrgettdeN Falle könne man doch nicht ernstlich, behaupten, daß jenmnd, der zwei kurze „Stationen" M bet Mtmschm zurücktzge, eine weile aU solbiere. Dies entspricht weder deck Dprachgebranch noch den Tatsachen. Bon der Oper biSzutGschendach-> g'« s. s e »tttfr man nicht, weil es sich um .keine geographische EnisernuNli handelt. Es handle sich UM. keine Reise UNb UM keine Relsenbe, vie bestühlm wurde. Der An geklagte war daher nür wegen 1! e v ert r r-t u n gzu btstrasen.Der Vertreter der GeneralstaatSanwallschast bemerkte demgegenüber, daß Straßenbahnen, gleichgssktig ob sie Mit DMpf odek Elektrizität be» trieben werde«, zu ^'Kleinbahnen zählen, diese selbst unter daS E i s e n b a h N g e s t v fallen. Die Frage., Vv Straßenbahnen als Elscnbahnen anznsrhm sind, muß daher bejaht werden. Eisenbahnen dienen dem äffenrltcheu Verkehr Und befördern Güter und Personen gegen Entgelt. Ein Re>sender ist derjenige, der von einem Ort zum anderen Orte fährt, es ist dabei «an; gleichgültig, ob die Entfernung, die znriickgeleal wird, eine größere oder geringere ist. Der Oberste Gerichtshof hat sich dieser Anschauung^ angeschloffen und die Ntchtigkeitsbcschtverde v c rmorse«. Als erschwerend wurden die wiederholten Vorstrafen «ngesehe». Kernworte. / Reicher Bilderschmuck. / Preis bei Borausbsstellvng K» V./Bestellungen sind zu richten an den Verlag Jüdische Zeitung Wien, 2. Bezirk, Taborstrabe 1 Der Volkswirt. 100 Krotten.---10 Franken, Wie aus Zürich gemeldet wird, notiert dort die Devise Wtew 10,— gegen die letzte Notierung von 10.76. Die Krone ist demzufolge u n t e r 10 P r ozent ihres früheren Wertes gesunken. Vor Kriegsausbruch war das Wertverhältnis zwischen Krone und Frank 100.— zu 65.—. Der Kompensationsvertrag mit Jugoslawien. tzn den MiMungM übet dm vorige Woche in B e l g e a d abgeschlossenen Vertrag auf die.Lieserung von Lebensmitteln, Rohstoffen «Nd Halbfabrikaten mk > Ungefähr 200 Millionen Eonm sind nähere Angaben übet dm Termin der. Vertragsestüllung und übet die zur Anwendung gelangenden Preise nicht knthaltm. Bekanntlich wurde gi-meldkt, daß Jugoslawien laut vertraglicher Abmachung 6000 Waggons Schweine befcrn würde. Es soll sich jedoch, wie man in eingewechten Kreisen w,ffcN will, nur ilM 6000 Frtlschweiue handeln, wodurch die Fettfind FlttschversvraüNg aaüz bedeutend dettiNaert Wäre. Dr. Naschi« Über den wirtschastlichett Zusammenbruch. Der vmesene tschechische Finanzmimsier Dr. Rasch»« hielt jgnasi in Ptsek eine Rede Übte die tttnerpol,tischen Zustände t« dirDchechü-SlöwM. El' schilderte die Lage in ziemlich düstere« Farben. Beim Umsturz seien die Tschechen sckr stark gewesen; denn alle Feinde bc£ ischrrlnschen Voltes im INNtrft des Landes seien aus einmal verstummt und lltin akwotden. Heute aber erhibm alle Feinde wiedW iktkj Haupt. Der Redner bemängelte die. im Staate herrschende Arveitsunlust. beklagte die Notwendigkeit, sehr ^aroße Untersiühungtft a« Atbeitslose zu gewähren. Er wandte sich arge« die Hettschäst des .PEtänätS, gegen die hohe« Lebensmiltelpreise» gegen die Tätigkeit der staatlichen Getreideanstnlt und _ vor Mm gegeü die den Landwirten gewährten Prämien. Während im alten Oesterreich ütir Zeit der ersten Krise die MilitarausgabeN Monailtch zwei Milliarden betrugen, koste fetzt in der tschkcho-sldwakischen Republik die, FriedensÄt'tschask monatlich SjD Millionen, also gerade soviel wie in Oesterreich zur Zeck des hestiqsien Krieges. Die tschechische Republtt werde im Auslande Geld borgen müssen, wofür aber das Ausland Pürgschasten. fordern werde. Die tschrchische Republik , werde unter die Kürätel, des Aüskändks kommen, werde ihre Freiheit und Staatlichkeit und vor allem die Fätztnkekt rinbüßen, sich wirtschaftlich selbst verwalten zu können. Der Republik werde alles genommen, man. beute sie aus. lasse sich von ihr zahlen, gäbt ihr aber Nichts. AM svlcht WM habe sich Noch kein Staat erhalten und c8 werden auch zugunsten der tschechischen Rrpublik keine Wunder geschehen, DiS NoLwendl^keit einer internationalen Batu«aki!guli»u«g. DK »MiiMKr Stllmifl* S#9fH stch |u bntt Problem brr internationalen Balularrgulierung unter anderem wie folgt: Die schwierige Periode der Nachkriegswirtschast verlangt eine internationale Valutaregulierung, verlangt die Valutahilfe der gutsituierten Staaten an dieienigen, deren Valuten sich m Bedrängnis befinden. Wir haben ün dieser Stelle immer wieder betont, daß ein erfolgreicher Wiederaufbau der.dcutschm Volkswirtschaft, an dem ja die alliierten Staaten wegen der von l Deutschland geforderten Wiedergutmachungsleistnng hervorragend interessiert sind, mtr möglich ist,' wenn in großzügiger Weise des deutschen Volkswirtschaft K r e d i t eingeraumt wird. Dies^ Kredithilfe kann und mnß bestchen ick erheblichen.V al »t v a n l e i h e n oder ick der Gewährung sehr bedeutender B v stände an Lebensmitteln und Rqhstosfd» unter langfristiger Stundung der Zahlung. Gelingt es, em inter^ nationales Finanzprogramm aufzustellen und durchzuführve, ssawerden die untetwectigen Valuten der großen kontinentalen Wirt-, schaftsgebiete, weil diese ihre produktive Exportkraft, wieder zu ge-' wicknen vermögen, sich erhöleck.' Das GöLsördemvnopol in Polen. Aus T e s ch e n wird gemeldet i Das polnische Approvifio* nicrungsministerimn hat ein Gesttzl vom SS» Julr ISIS veröffentlicht, demzufolge von nun an der Handel mit jeder Art vor» Getreide, Mehl usw. nur der Regierung zusteht. Die Regierung wird zu diesem Zwecke wirlschastlirhe Organisationen schaffen, di« sich mit dem Handel von Grtteide ötfassen sollen. Die Landwirts sind verpflichtet, alle ihre Vorräte an Getreide den amllichr» Stellen a b z>u f ii h r e n. ES wurden folgende Preise festgesetzt r Roggen und Gerste fi0 Marl pro Meterzentner, Weizen 90 Mar< pro Meterzeniner. Für daS rroch vor dem 15. Oktober ahgelieferte Getrelde erhält dir abliefernde Porter einen Zuschuß von 10 Mark pro MeterzeNtntr. ■ -. ' Beraubung des Busfischen Staatsbank in ' ■ Moskau. Stockholm, 8. September. lFunkspr. des Tel.-Korr.-Bm.) Die Russische Staatsbank in Moskau ist von einer Bande von 16 Räubern angtgrrffett worden. 2Va Millionen Rubel stelw ihnen m die Hände. Der englische Außenhandel. London, 6. September. Englischer, Außenhandel ins August: Einfuhr 148,823.998 (Zunahme gegen das Vorjahr 38.652.892), Ausfuhr 74.773.278 (Zunahme 31,251.041), Wiederausfuhr 15,311.244 (Zunahme 18,033.909) Pfund Sterling? Einzclhcrten: Einfuhrzunahmen: Nahrungsmittel 19,810.758. Eisen 167.408, Paviermaterialien 446.1S5, fertige Eisen-/und Srahlprodnkte 162.4l'8. MefferwarenT96.370, Maschinen 206.34& Leder 4,097.336,. Töpferwaren 389.573. Papier 1,001.965 Psmck Sterling. Einstrhrzunahmen; Nahrungsmittel 1,649.310. Köhler» 5.18.765, Wolle 712.475, Oelsaaten 1,543.869, fertige Essen- und Stahltzrodukte 2,789.148, andere Metalle 1,057.980, Messerwarev 385^80, elektrotechnische Warm 497.274, Maschmen 1.870.974-i Baumwolle 124.879, Klerdungsstücke 597L47, Chemrkaliev 361.084, Leder 582.003, Töpfereien 193,410, Papier 105L63 imfr Eisenbahnwagen 1,048.237 Pfund Sterling. Dia Hatrdelsbttanz der Tschecho-Slowafiei. Die „Lidove Noviny^ veröffentl'cht die Ziffern über die Einfuhr uM - die Ausfuhr der Dschecho-Slowakei für die Monate Jänner bis April 1919. und zwar mit Ausschluß der Kohle. Ausgeführt wurden 6,297.61s Meterzminer Waren im Werte von K 737,606.77* ElNgesüytft wurden 2,709.528 Meterzentner Waren im Werte von 'S. 556,959.104. Die Ausfuhr war demnach um 8.594.060 Meterzentner und an Geld um L 180.677.674 großer als die Gnfuhr. Dk» Einfuhr betraf in erster Linie Deutschland und D entschoft er reich. - i Verkauf dev Kohlengruben Nt Jaworzuo au ei« polnisches Konsortium. Den „Polnischen Stimmen" wiraus Krük.aft gemeldet: Ueber .Initiative des, gewefmev Mmisterpräsidenttzn Dr. S t e c z k o w s k i wurde ein Syndikat gebildet, dem die Gemeinden < von Lemberg und Krakau, einigs polnische Bankm und eine Gruppe drivater Finanziers anachörrn! Das Syndikat ist mit dm Besitzern der Kohlengrube» iv Jaworzno wegen Ankaufs dielet Werke in Verhandlungen getretm. 'die am 19. August zum Abschlus»gelangtm. Der Kaufpreis bMgt 79'ö Mrllionem ,fi Bon den Getreidemarkten. Der Statistiker S n o w schätzt den Durchschnittsstand des Maises am 1. September auf 77'2°/» Üe#en 81*2°/« der amtlichen Schätzung am 1. August und den Erntsertrag auf 2725 (2788) MMoneft Bushels. De» DüMchurttsstand von Frühjahrsweizen. gibt er mit 46-9 (53-9). dm Ernteertrag aus 801 (2281 Millionen Bushels an. Dm Haferertrag dürste sich nach . seiner Schätzung aus 1245 (1266) Millionen Bulhels belaufen. Der Wmterweizen durste pro Acres einen Ertrag von 14*6 Bushels ergeben. Die Taxationen werben ft» allgemeinen als nicht ungünstig angesrhm Und stellen ein mittleres Erträgnis in Aussicht. Die Presse auf dm Märkten der Union unterlagen^der schwächeren, Richtung nachdem größeres inländisches Angebot zur Verfügung stand. Auch Berlin stand unter dem Preisdrucke des zunehmenden Angebotes, bä gräfferr Mengen unverkauften Hafers lagem. Auf dem hiesigen Matze herrschte nur geringe Betätigung, der Umsatz wickelte sich auf Basis Unveränderter Presse ab. ANS den landwirtschaftlichen Bezine» ltsgeft güttsttgs MelvMen über me Emheimsung und Bergung der jüngm Frucht vor» .. „j Annsbrucker Warenbörse. _ Innsbruck, 9. September. Der Besuch an der heutigen WarrMue tzestaltete.sich ^sehr lebhaft. Angeboten waren Südtirüler WetNS ItHb Obst, Schokolade, Zwiebeln, Paradeis, TextÄ» waren Und.Baumwollgarne. Zum Abschluß gelangten, kleinere Posten Zwirn, gejucht wären Holzstoffe, > Porzellan, Marmelade und Stärke. Wiener BSrse^ Rach der bkeitägigett Derkehrsuntetbrechung eröffne^ die gefirigeBörse in ausgesprochener Haussestimmung. angeregt durch die feste Haltung der Berliner Börse und in der Annahme, daß die Reparationskötmnisston die uns auferlegten Schwierigkeiten 'wesentlich erleichtern werde. Der neuerliche Rückgang .des KronenKürses im neutralen Ausland war ebenfalls bestimmend für die überstürzten Kaufes welche namentlich in vött führenden Spekulalionspapieren zur Ausführung gelangten. Im Vordergrundes des Interesses standen Startsbahnaktieuj dick vis K 1252.— unt K 80.— (nachbörslich Mg K 1285.— um weitere. K 33.—) avancierten. Lebhaft«! gestaltete sich das Geschäft m Skodaaktetn, welchs um K 25.— ln die Höhe gingest. Eine Steigerung von 47.— hatten Türkenlose zu verzeichnen. Kruppaktiest gewannen K 40.— im Kurs. IM Schrmcken war die Kauflust auf fast sämtlichen Gebietest vorherrsche^ 'Veitscher Magnesit setzten chre ÄftvLrÄ bewegung fort und gewannen neuerdings K 390.—1 Karpathen Petroleum erhöhten flch mi K 350.—, Galizia um « 210 —>. Tluffig chemische wurden um L 100.-^ Berg-

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