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Wiener Morgenzeitung · 1919-09-07 · Heft 229 (7.9.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 229 (7.9.1919)
Date
1919-09-07
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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srr. 229 Wien, Sonntag Wiener ÄwrZeAzerrmrS 7. September 1919 Seite - BKaueareet*. Und dennoch hak der' göttliche Funke Unseres! großen Ursprunges in unserem. zu glimmen aufgehört'. Wir lebten gewissermaßen -ebr -doppeltes Leben ' in zwei Autonomen Prod.inzcir: das Lehen, unserer passiven Existenz mit all seinen Vcrztrenügen, und' öln inneres Leben, in dem-der' Strom -altjüdkfchen Geistes in unterirdischer Glut sich jortpfianzte. . ---,'- ' •, Undin.'-diesemA5lugLybrrck„ ha uns die Freiheit wieder g.-schc.nlt werden soll,, tut uns-,not zu wissen,, daß wir aus dem Schci'nleächr üud LuftlebSn/das wir durch zwei Jährrausende geführt habe»,. wieder zu unserem w i r k l ich e n Leben umkehren müssen. -Dies ist''eine Wiedergeburt sondergleichentu,'-Kölkerleben. Wir müssen den Wut haben, uns einzngestehen, daß das heutige-'Judentum eine ganz unzulängliche uud verzerrte Erscheinung, ist, .daß wir, wenn uns/ die Freiheit geschenkt wirb, daS heutige Judentum überwinden müssen. Die Verwirklichung, des Zionismus kann sich nicht durch eine einfache Uebersiedlung nach Palästina vollziehen, wo man seine alten Geschäft weiterbetreiSt. Sie . bedeutet ' vielmehr eine v öl lige Verw an d l«ng. im: Leben. des Morres, und jedes Einzelnen. In Palästina wird - nicht, nur die hebräische Sprache und der hebräische, urjüdische Geist, seine Auferstehung feiern, sondern alle Häßlichst, die unserem Maluthdasein anhastet,-muß ab geschüttelt wDcden ünd-jede Erinnerung an unsere Knechtschaft: muß schwinden.. Darum genügt es nicht,', wenn, man heute.mit.inehr : oder -weniger.. Befriedigung die. bevorstehende-DrschtunHHdes- JudenstaateS zur Kenntnis nimmt und sogar" in -Erwägung zieht, wenn,cs vorteilhaft ist, sich dort niederzulassen. Sondern Miw^ber '2Ütteu Wen^ivill, Mt§r5M^ÜchWMuntz mit SEe vollziehen. Freiheit-/ bedeutet -Verantwortung. Die Verantwortlichkeit, pie man dem Judentum jetzt und hier für altesMögliche zu schiebt, ist Schwindel. Erst dort, in. der Areiheit, werden wir wirllich.verantworHüh ^sein, Äöer nicht nur^füv die,, die sich -ustmittefturr zum MifßrüK .Nach' Palästina rüsten, gilt dies, sondern für, das,'ganze Volk, das, wo'immer es-lebt,' ein' unteilbares ' Ganzes mit Palästina als/Herzbilden wird. - -;, . Wenn sich.^ das jüdische Volk in diesem nie wiederkehrenden Moment der Größe. der Aufgabe nicht bewußt, wird, wenn es dieses - „Stirb und Werde" nicht ganz , sich zu, eigen nracht,, dann .wird, ich, auch im eigenen.. .Lande nur ein - trsiber Gast sein.. In uns stirbt heutedas alte. Galitthjuh-ntum, -das kchn Judentum, ist und es w i r d , wird durch unser Wexk^das Judentum Zions. - Robert Weltsch.. r;;- rWilsSN /urv Präsident W i l s o ü-'. hielte in ..Diajlop.olis dö r-.'ittehreren warten, daß es dem Völkerbünde gelingen werde, die -Möglichkeit. eines t Kriegsausbruchesunwahrscheinlicher. zu; ^gestalten. .Die, tpirtschaftlichen- und' -Schiedsbestimmungen,Pie in' der Völkerbundverfässung enthalten sind, -.werden.-'Kriege in Zulunftnur noch..im äußersten Falle-.erforderlich machen. Der Kernpunkt des Völkerbundes siegt in. der Bestimmung, daß man erst neun- M'o nate nach Am s üruch crines Konfliktes zmn --Kriege übergehen .-dürse,. - . Wilson glaubt nicht,'-.daß diL Kritikerder Völkerbunds Verfassung diesen Punkt/ gehörigein Betracht, gezogenhaben Und. betont,, daß, falls . eine , solche. .Bestimmung, schon - im Jahre'1914 bestanden hätte und' 'wenn seinerzeit eine -Wartezeit,': sei es auch nur von neun Tagen und nichtvon neun Monaten, zur.Pflicht gemacht worden wäre» daß ^Deutschland den Krieg nicht hätte , beginnen können- Die Verletzung-dep Neutralität Belgiens sei. das.charakteristischeste Moment nes KviegsbLtzinnes. gewesen. Artikel '10 des Völkerbundabkommens verhindere künftig eins derartige - Verletzung. Selbstverständlich müsse iedes Land auf einen Teilseine r 'H o y e r'ts r e ch t e v-e-r z ichten, wenn e§ verspreche-.das stecht seiner Nachbarn, zu respektierml. Aber darin liege , ja schließlich Win. großes., Nebel, denn ein solches Versprechen diene 'dem allgemein' Richen.. . - Brief Lus der Schweiz. ' . . Bor kurzem war die Schweiz Schauplatz - eines M-eigniffeS, das man früher gewohnt war, als behÄMnd zu bezeichnen. UM' doch nahm' die- Welt - sehr wenig Aotiz davon. Die Zeitungen berichteten einiges von der „internationalen Atbeiterkanferenz" inLuzern, das heißt, der MNserenß des' interuationaM Rades derzwEen soziÄiftischerrInt Lrnatiouäle, weil man doch nicht gut anders konnte/! Aber sie hätten für'eine ihtetnationale.Konferenz der-Tierschichvereine'' .kaum weniger Interesse' auMingeP können.' PolitiMe Fragen 'sind Machtfragen, -lehrte einer Oer 5kirchenväter -der beutscheü SozialdemokratiL- MM jetzt ut uß sie fejctrati glauben. Ja, vor denr Jahre '1914, da hatte -Man Respekt vor der' „Internationale"-'-denn man war der Meinung, sie repräsentiere Me Macht." - Mer ihre Macht' bestand irr nrchts"<mderenlsMs /eberpiLm dieser Meimutg^dü: nlau -von/ihr hatte. Nur das^D. wirklich: Mölcht,' 'tSas^inl-.'ULgebtznen'^WdofliLNte 'chächtvols ' scherttung treten - .kann." 'Der- - Krieg hat. dcyrn ssezeigt, wiel>wenig dahintersteltte': rmd. >der^, Friede--hat -.-Hezeigt,- trer die wahren Machthaber sindH Die Nesolutioueu von Luzern srnd-./schwörKch^LiSi-.H.axrs> gedrungen-nÄ die Sozialpatriotön voy. hüben, und drüben, die jich-jeht wieder zttsaniNwnfaMenj'cheLöech sich eidgestehenünüssen, daß sie beide den Kürzeren ge'zv'M haben. Wandervelde versuchte wieder die,,Schuld frage", aufzuwllen; man hatte nicht vW -JpteM^ dafür,.-, deny es gilst , heute Brfriedi'gilnc hat sich.wieder gefunden,. sind nicht -nrehp national ßiegerijätze. welche, die, . OpMururg ansrechthiolren^ Der Friede Wird NKterZeichnet. Mit 97 Legen 2b Stimme«. Der gestrige Beschluß der Wttonaluersammlung. -—«7—wrT Mit 97 gegen 23 Stimmen beschloß die gestrige Nationalversammlung, den Staatsüanzler Dr.'R e nn e r zu beaustragen, den deuMösterreichischen Friedens- Vertrag zu unterzeichnem Die Sitzung trug das Gepräge der sogenannten ^großen Sitzungen"; die Tribünen und Galerien waren überfüllt, von der linken Galerie wohnten die Vertreter der besetzten Gebiete, die früheren Abgeordneten L o d g e nt a itn, T eu f e l, F r e i ß l e r den Verhandlungen . bei. Auch den Landeshauptmann von Tirol -S ch r a f f l sah man auf der zweiten Galerie. Fast alle Abgeordnete waren im SiZungssaale , anwesend. So würdevoll die Sitzung sich .anließ, so maßvoll die Reden des Präsidenten und des Staatskanzlers an sich waren, so verflachte' doch bald., die Debatte und damit das Interesse des Hauses.. Es wäre der Sache besser geKent gewesen, wenn nach kurzen Erklärungen der Parteiführer, die Sitzung ein ebensolches feierliches Ende wie einen schönen Beginn gehabt hätte. In Deutschland war es so, Dort hatten sichüuch> die Llbgeordüeten, .die die Resonanz ihrer Reden besser-Msahenj cruf das Thema vorbereitet. Aber was -man'gestern, zu^chören bekam, ging nicht über den Horizont emes Wirtshausdisputs hinaus! Nur der SudMül'et,NnZD..l n f s i trüg einerr Hauch von GtM' in die Debatte, als .er in bewegten Worten chschied nahm, um, wie er sagte, mit seinern-VM in die Knechtschaft zu wandern. Haus und Galerie applaudierten stürmisch. -/yi" Nachstehend dev Sitzungsbericht: GLaatska«zle»-.Dr. 'Neuner , - , kennzeichneie ''in fernem. Berichte über -die.' Saittt-Gcr'.nü>ner' FriedcttZver^midlungen derr Wandel, der nch im gau;eu Geiste der Fnedcnsbedin^ung cnuvrschen dnn erstmaligen und dem endgiltigen Entwürfe voMog.'' Die Friedcnsdclegation mußte wegen der absurdeil Fiktisueu des ursprünalichjen Entwurfes zuuü zähen Äamvf den NationMaatcn, uüsühubares Unrecht geschehe. In Besprechung der t e r r i t o r i a l e n " Beüimnumaen' erklärt der Staatskanzlcr, daß der.geführte Külupf um dnS Setbstbestrunnungsrecht in der..Hauptsache.ohne Erfolg geblieben sei...Der. FüedenZvertrag' legt, uns .die bittersten nationalen Ovier aus. Der Staatskanzler' emp'stchlt schließlich der Nationalverfamüllung, den Vertrag zu Unterzeichnen; wir können weder den Krieg wieder aufnehmen, noch können wir weiterleben in dem. Zustande, in,-dem wir uns befinden. Bringen Sie das Opfer, schließen Sie die.Vergangenheit' ab .und öffnen Sie uns den Weg m. Zuknnst.!. lLebhaster Beifall, Hündellatschcu.) Der - Verhandlung der Nationalversammlung' lag folgender Antrag des HauptauSschusses ziigründe, den Präsidwit Dr.- H amse r. als "BerüHterstatter. zur Annahme -empfahl: 1 „Die Nationalversammlung der Republik »Poutfch- Lsterreich nimmt den Be r ich't d ss.S taa is kK-nz le rs über den Verlauf' und die Ergebnisse der VerhaudUmgen . in Saiirt-Germain zur.Kenutnis. Dis Nationalversammlung., erhebt vor aller Welt feierlich ihren Pro t e st dagegen, daß ‘ der Friedeus- vertrag von Saint-Gerinain' unter dem Vorwände, die Unabhängigkeit Deutschösterreichs,. zu schützen, dem - b e u t f ch?ö st^e n r ei chi s che w. Ä'o l k e - \t in -Gelb st-, \ b est im mu n g s r e ch-t -ni mmt, ihm chie Wfüllnstg.seines Herzenswirnsches,' seine wivtschastliche, kultrtrLlls und poli- , tische LebensnoLwelrdigvelt; ‘ die Vereinigung Deirkschösterreichs mit dem deutschen Nlutterlande, v er w e i g e r t. .Die Nariouaiversaurnllung, spricht - die.. Hoffnung aus, daß sobald dev. Friede den Wst n.L-tionale r Gehns sigkeit und Feindfeligkesit, den der Krieg hervor- ' gerufen hat, überwunden' haben woird, der V ö l.keir bm n d auch dem deutschen Volke das lptecht auf.Einheit .'Und.- . .Freiheit der -.Natioit,,.'jias'",e^/allen'^mrdefen.' MWLn'.-^e-:: tväyrr, liichL dauernd^^werwe'igern werde.' In schmerzlicher Entläuschung legt sie D'er w ahsondern sozialistische. Oder um präziser zu sein: der einzige' Gegensatz der sozialistischen- Taktik. Die französische Mehrheit trat zusammen mit der deutschen Minderheit geschlossen gegen die deutsche Mehrheit und französische. Minderheit auf.' Die Konferenz war einig in der Stellungnahme gegen die Pariser FrüderrL- Verträgesie -war gespalten.in''.der^SLLMngnühme znm 'neuen ParteiftaLnt und züv dritten Internationale, Es ist nicht gelungen, in KowMssionssitzNNgen und'. Be-' sprechungen den Kitt zu finden,- der den Spalt hatte schließenkönnen. Man hat es-dem für den 2. Februar. l'920' in.'.Gens - in -Aussicht genommenen ^Vollkongreß überlassen, die Wunde zu heilen. BorLäufig hat Camille , Huysmmls den Ausweg gefunden,-die Wünde-wenigstens schön.sauber bloßznlegen, irldem er. als Dirigent darauf verzichtete, die Stimmen--. Zum Entlang . zu- -bringen und jede gesondertfür. sich.- laut, werden ließ. .Man weiß'-.--also..-Micht, ob die-!7!zweite. .-Juternatlynale mit Vlie.gew,/-ie SicherMg der völligen Befreiung der Me n-s ch h eit"- .anstrebt-, wie. die Mhrheitsresolution^ lautet, oder vb. sie mit Mistral lediglich das Proletariat befreien will, wie in der Ziesolution der Minderheitrheißt. Man weiß nicht, ob sie. dieses Ziel . aufchem Wege her Demokratie oder der.Diktatur (selbst-' , verständlich der Diktatur des Proletariats) erreichen ' will. Das alles soll Genf entscheiden,' sowie man die . Entscheidung seinerzeit von. Bern nach-L-nzern verschob. , Man kann zum Bol-schewisumtz .noch nicht Siallung nehmen; weil die Studienkommissian, welche nach Ruß- ' land .hätte gehen sollen, noch - keine -Pässe bekam. Aber inzwischen ^ist -der Bolschewisrnus.' aus Ungarn verschwunden - und - wer weiß,, ob nicht bis dahin auch in Rußland -eine neue Diktatur ersteht, -eure Diktatur,, per gegenüber es keine, M-einungsdifferenz »lehr geben,- wird, der man.aber.mit Nesohitioüell cbensow^nm wird r.-n'ng ein gegen den leider unwiderruflichen Beschluß' der alliierte >L urib assoziierten Mächte, d r c i e i u fi a t K, M tlli ön en ^nbeteudeutschc von beu Atvendentscheu, init denen sie seit Jahrhunderten eine politische und Wirt-- schastlichü Gemeinschaft bilden, >; e >v a l t s-a-m lnS zu-j resttzen, ihrer nationalen Freiheit zu berauben und! unter die Fremdherrschaft eines Volkes .zu stellen, hm, ' sich in demselben Friedellsvertrag als ihr Feind bekennt.! p Ohne alle Macht, dieses Unheil abzu.wendeu. unb Europtr die unvermeidlichen Wirren zu ersparau^ die avJ dieft.r! Versündigung au öem. öetkrgsten - Rechte einer "Nation er-- ivächsen müssen, legt -die deutschösterreichische Nationalversammlung die geschichtliche V'e ran tia 0 r t u u g für! diesen Ratschluß auf das Gewissen jener Machte, die ihn trotz unserer ernstesten Warnungen vollziehen. Die Nationalversammlung weiß sich eins mit allen Bürgern! , dieses Landes und spricht aus aller Herzen, wenw ste übte die A b t r e n n u n g 0 e r D e' u t s ch e n "U ü d-. h t i r 0 ls von ihrem einheitlichen Heimatland Tirol, »ort y den übrigen deutschen Mperilauden und bannt von ihre« Nation vor der gesamten Kirltirrwelt Klage und Pl-orest. erhebt. Sie weist angesichts ihres Vorschlages, .das Land j, militärisch zu neutralisieren, den zur ErkKiruug der Ailä nexion angeführten Scheurgrund einer nötigen militärischen Greuzsicheririlg zurück, den übrigens auch die Wehr- -utiö Machtlosigkeit unseres verstümmelte» Staatsgebietes! als, haltlos erscheinen läßt. Die Nationalversammlung erwartet, daß der Völker- . bünd das unfaßbare Unrecht, das an den Sudetendcutschen, an Derrtsch-Sudtirol sowie au wichtigen Teile:: Kärntens, ' .Steiermarks und - Niederösterreichs verübt werden soll,'-' ' ehebaldigst! wieder gutmachen wird. Die abgetrenntew 'Volksgenossen im.-Norden und Süden geleitet in ihre .kämpfreiche - Zukunft der h e i ß e st e Ssg e n stv u ns ch 'derdeutsch österreichische n ' Nativ nalver- ' sann mlun g! So innig, wie die natürliche Gemeinschaft des-Blutes.und der Sprache, welche den Wechsel der Staatsfvrmen überdauert,' wird uns mit ihnen jene tiefe Sympathie dauernd verbinden, die aus den Jahrhnnderten genreinsamer Geschichte und gleicher Schicksale erwachsen ist. ■ Mit Befriedigung nimmt die Nationalversammlung zur Kenntnis, daß die alliierten und assoziierten Mächte den ethnischen und ökonomischen Tatsachen in Deutsch- - W eftüngarü Rechnung getragen und den Anspruch dieser Gebiete auf Berer'n'iguu g mrt' d«it 'beut-: fq e-N '-Alp enl ändern anerkannt haben. 'Me begrüßt- - dir-Volksgenossen D'eutschwestungarnL und beauftragt bie Staätsregierung, sofort alte Vorkernungen zu treffen/ um den Deutschen Westun'garns die Ausübung des Selbstbestimmüngsrechtes^zu. sichern, dem Lande durchs allgemeine 'gleiche Verhältniswahlen eine geordnete. VerLretung 'zu schaffen, es mit ulten Rechten der Sclbstregiornng zuVe^ . kleiden und ihm die. Mitregierung in chen gememsamert- . Angelegenheiten zu.ermöglichen. ----- , Die Nationalversammlung entnünmt der Antwort ' der alliierten und assoziierten Mächte ans, die vorgeschla- ..gene'n finanziellen und wirtschaftlichen Bedingungen die. : Zusicherung,'daß sie-willens, seien, unserer. Vukßerorben't-. lichen Bedrängnis Rechnung zu tragen unduns die' n0! d ür stig sie Existe-nz z u. p<ch er^n. "Bereit, .das Mögliche zu leisten, um Sie Vergangenheit äbznschließen. unb sich eine neue Zukrülft unter den Völkern zu eröfftien,' hält die Nationalversammlung einen g r0 ßen T e il d e r wivtsch a,ft lrch en un'd frnan- - ziellen Bedingungen für undurchfüh-r.bar und befürchtet, daß unser Volk sie einfach nicht ertragenkann. ' ■ "■!-' Dennoch bleibt ihr keine Wahl: Land und Bölkbrauchen endlichen Frieden, der ihnen die Welt moralisch' und wirtschaftlich wieder öffnet'und den Massen unseres' .Volles daheim und in-der Fremde wieder Arbeit schaffen . kann,' sie brauchen den Frieden, der die Kriegsgefangenen! endlich den Ihrigen " wiedergeben wird; sie brauchen den ' Frieden, der die völkerrechtliche Anerkennung des Staates bewirken und.-ihm den ruhigen Ausbau.seiner Verfassung' i und die- Wiederherstellung seiner Volkswirtschaft möglich machen soll. i Es bleibt ihr auch deshalb keine Wcchl, weit unser! Land in der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Kohlen und industriellen Rohstoffenwie in der Herstellung sekness Kredits und seiner Währung von den Großmächten abhängt. anhaben können, als der Diktatur, die von Paris) aus dirigiert wird. , - - Was die jüdischen Interessen anlangt, so hat sie die Konferenz weitgehendst vertreten. Chasanowitsch und Kaplansky waren Mitglieder verschiedener Kommissionen uird nahmen mehrmals zu verschiedenen Fragen. Stellung. Renaudel befürwortete warm „und mit Erfolg eine Resolution bezüglich der , polnischer: Judenpogrome mrd die Entsendung einer Kommission. . Da M Internationale sich noch immer nicht von .dern veralteten Standpunkt befreien kann, die Staaten für wichtiger zu nehmen, als die Völker, gibt cs aber . in ihr noch immer kein jüdisches Volk. Die beider: VertveLer der Poale Zion figurieren als Abgesandte : von Palästina, (!). Dazu paßte gut, daß ein Druckfehler Chasanowitfch zu . einem, Hafsanowitsch machte. ' - Vor so viel Lausend Jahren schon hat unser großer König David die Philister so. total vernichtet und mm - mußten wir sie hier zwischen AsserLeidschan und Korea ' wieder zury 'Leben erwecken! Aber es war doch ein ' Ausweg 'für die vielen Juden, die nicht Palästina, das Land der Philischtim, vertreten^ sondern Rußlarrb, Frankreich, Deutschland, Deirtschösterreich' und andere Länder anderer Philister. . ' Ja, die! Philister siud. über..dir, S-irusou, foifcrt* : loser Simson! Dir steht keinL Brachialgewalt zur Verfügung, du kämpffL mit den Mitteln des Geistes, mit Protesten mrd Resolutionen. — Satnstag abends. Die Konferenz war geschlossen, die anmutige Sarah, Camille!Huhsmans Tochter '(nie noch traf ich ein jüdisches! Mädchen dieses N an re ns, die schämen sich ihrerStannnmutter), verLeilte die letzter Resolutionen und daun . saßen wir im Garten des Kurstrals, unten der blaue , (natiirlich blauel See. bevölkert^müt' Waaten in allen ■m lüf'■' IW! '.WM ■ Ä: W"!:!' I'i V II;:.! ä:f. 5 fcily

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