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Wiener Morgenzeitung · 1919-09-04 · Heft 226 (4.9.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 226 (4.9.1919)
Date
1919-09-04
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Donnerstag h--—----; hermetisch abgesverrt. Was Wunder, wenn dann die Regierung täglich tausende Kronen an Arbeitslose mrszahlen muß. Dierauf spricht Pvhl (Teplitz) über Sozialisi.eruny und Arbeiter schütz. Redner ist Anhänger der kleregelten Uebersührnng der kapitalistischen Betriebe"'in-Ve-' /neinschaftsbetctcbe. In schärfster Weise btritt er gegen die Bestrebungen der tschechischen Regierung auf, die seit langem. das Wort Sozialisierung" dazu imßbraücht, um Betriebe aus deutscher Kapitalistenhand aus chauvinistischen Gründen den tschechischen G'roßkapitalisten auszuliefern.' Auch die - Bodenreform der Regierung verdiene vpm Standpunkt: des! Sozialismus schärfste Zurückweisung. : Zrnn Schluß seiner Rede besaßt' sich.Pohl eingehend unk der Frage der Bergwerke. Auch hierin mißtraut er der gegenwärtigen Regierung bezüglich ihrer reellen' Absichten und spricht sich schließlich für die allgemeine Schaffung der Betriebsräte in allen zugänglichen Betrieben aus. Die Lieferung der Skodageschütze an Polen. Prag, 3. September. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung") Tschechische Blätter berichten, daß dem Syndikat des Landesverbandes der Maschinenfabriken in Prag vor etwa 14 Tagen von den Pilsener Skobawerken ein Gesuch um Bewilligung der Ausfuhr von ücht Geschützen mit entsprechender Munition nach Warschau, die von Polen aus bestellt waren, überreicht wurde. Das Gesuch wurde dem Ministerium für Nationale Verteidigung zur Entscheidung abgetreten und isb gestern dem Syndikat mit dem Bemerken zurückgek»mmen, daß dem Ansuchen zu entsprechen sei. Die tschechischen Blätter fügen hinzu, daß diese Angelegenheit unter der Beamtenschaft große Unruhe hervorgerufen habe und daß eine Aufklärung der Angelegenheit seitens des Ministeriums gefordert werden müsse. Die Großmutter der Revolution in Prag, iPrag, 3. September. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Heute Nachmittags kam hier Frau Breschkowskaja, die „Großmutter der russischen Revolution" an. Sie wurde auf dem Wilsonbahnhof von einer großen Volksmenge erwartet. Klofac und die Tochter des Präsidenten Masaryk begrüßten sie mit Ansprachen. Die Tesl^ener Frage. Masaryk gegen eine Volksabstimmung. Pratz, 3. September. (Tschecho-sbow. Preßbur.) Der Präsident der Republik empfing heute vormittags eine Deputation der Bevölkerung des Teschener Gebietes, 6ie tzegen die beabsichttgte Losreißuug eines Teiles des Teschener Gebietes von der tschecho-stowakischen Republik protestterte. Präsident Masaryk antwortete unter anderem: „Wir sind prinzipiell gegen das Plebiszit, weil wir an den politischen Grundsätzen, die wir zu Beginn des Krieges verkündet haben, noch Hnmer fest halten. Wir sind weder in Böhmen, noch irr der Slowakei auf ein Plebiszit eingegangen. Schlesien W durch Jahrhunderte ein Teil unseres Staates gerochen. Wir haben ein volles Recht auf Schlesien und diesies Recht wird durch Agitation und- Ltbstimmung nicht Säubert." Noch keine Entscheidung in Paris? ,. MÄhrisch-Ostrau, 3. September. (Tschecho-slow. Preßbur.) Die „Ostrauer Zeitung erfährt aus Taschen, daß gestern nachmittags um 4 Uhr eine offizielle Depesche H'ooVers an den englischen Oberst Walch' etngetroffen sei, worin mitgeteilt wird, daß die Teschener Frage noch immer den Gegenstaiw genauer Erwägungen bilde und die Entscheidung bis jetzt nicht gefallen fei. , ' * Loschen — polnisch. Prag, 3. September. (Tel.-Komp.) Wie der ^Vecer" erfährt, soll die Entscheidung über Teschm in Paris bereits gefallen sein. Teschen fällt den Polen zu; der tschecho-slowakischen Republik wird eine genügende Kohlenzufuhr garantiert. Iablnnkan fällt an die Tscheche«? Mährisch - Ostran, 3. September. (Meldung des Tschecho-slow. Preßbur.) „D'ziennik Cieszynski" meldet: Gestern wurde hier das Gerücht verbreitet, daß einer Meldung ans .Paris zufolge die Polen den Tschechen I ablunkau zuerkannt haben, damit diesen eine Verbindung mit der Slowakei über Friedeck und Jablunkau erhalten bleibe. Das Blatt bemerkt dazu, daß infolge der Angliederung von Jablunkau an die ischecho-slowakische Republik auch' eine Reihe von rein polnischen Gemeinden dieser zugefallen sei. Wiederaufnahme der Arbeit im Ostran- " Karwiner Kohlenrevier. t<> Mährisch-Ostra«, 3. September. (Tel. der „Wiener Morgentg.") Auf Grund der am Arbeitermeeting in O r l a u gefaßten Entschließung wurde nunmehr auf allen Gruben deZ Ostrau-Karwiner Reviers, auf denen bisher gestreikt wurde, die Arbeit in vollem Umfang ausgenommen. Auch in dm Oderberger Betrieben, in denen bis gestern gestreikt wurde, ist die Arbeit ausgenommen worden. Arbeitslosigkeit in Polen. Wmejchau, 3. September. (Tel. der „Wr. Morgenztg?) In dm Regienmgsämtern für Arbeitsvermittlung wurden bis zum 19. Juli d. I, insgesamt 459.698 Arbeitslose registriert. Mehr als die Hälfte dieser Arbeitslosen besitzt auch Familie. Kiew von den Ukrainern erobert. Kamenetz-Podolsk, 3. September. (Ukr. Pressedienst.) Nachdem der Widerstand der Bolschewiken-- truppen bei B oj arka gebrochen wurde, sind die ukrainischen Truppen P e 1 l j u r a s vom Süden i n Kiew ein ged r un g e n. In harten Straßenkanwien wird Kiew von den Roten Trappen gMubert. Wiener MorgerrzeltunK Das neue Jerusalem. Haag, 2. September. (Inad.) Ein drahtloser englischer Bericht meldet, daß Professor P a t r i l Geldes, ein bekannter Fachmann für Stadtanlagepläne, von der internationalen zionistischen Kommission den Auftrag erholten hat, zusammen mit Dr. Weizmann Pläne für die A nl a g e d e s n e u e n I e r u s a l e m und iür den Bau einer U n i v e r s i t ä t, die in Jerusalem errichtet werden soll, zu entwerfen, Die Orientfrage. Haag, 8. September. (Korr.-Bur.) „Nieuwe Courant" meldet aus New-Pork, daß dre Mitglieder der amerikanischen Mission für den nahen Osten, Frank und 9 i n g, der amerikanischen Delegation in Paris Bericht erstattet haben. Sie ntelden, das; die Meisten Türken' für ein amerikanisches Mandat seien: der 8 i b a n o n.gebe Frankreich den Vorzug. Die Syrier verlangen, daß P a l 8 st?n a nt 11 Syrien vereinigt werde. Sie sind geyeu den Z i o n i § m u Z, da nur 10 Prozent der gegenwärtigen Bevölkerung jüdisch sind. # ' Wir haben bereits in Nummer 311 unseres Battes vom 20. August einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der amerikanischen Kommissionin Palästina und Syrien gebracht, und dabei auch über die Angriffe berichtet, die von gewisser syrischer und arabischer Seite aegen den Zionismus gerichtet wurden. Das Argument, daß die Juden momentan eine Minorität in dem schwach bevölkerten Land sind, ist hinfällig angestchts der Tatsachen, daß das ganze indische Volk von 14 Millionen heute heimatlos ist und das zweitausendjährige Unrecht der Vertreibung^ aus seinem Lande bisher nicht gutgemacht wurde. Für diese außerordentliche Situation werden auch die Mächte Verständnis haben. Die Vorgänge in Ludwigs Hafen. München» 3. September. General F a h e l l e hat die vom bayrischen Ministerpräsidenten Hosfmann wegen der Vorgänge in Ludwigshafen erbetene Unterredung abgelehnt. DIE NEUE GOLD-EINLÖSEANSTALT dodd J, LANDE, IX. Sec&ssdfrfmmelgasse 26 zahlt die höchsten Preise für Gold, Silber, Brillanten, Perlen und falsche Zähne. Ueberzeugen Sie sich von der Reellität meines Anbotes, es Tagesbericht. Der Eisenbahnerstreik beendet. Nach den gestrigen Besprechungen zwischen den Eisenbahnern nnd der Negierung beschloß eine Versammlung am Nachmittag die Wiederaufnahme der Arbeit. Es muß betont werden, daß es sich hier hauptsächlich um die Durchsetzung des festen Willens der Gewerkschaften handelt, im Augenblick den Lohnkampf nicht mit einem. Streik zn führen, sondern die Unterzeichnung des Friedens abzuwarten. Ueberdies wurden den Eisenbahnern in der gestrigen Besprechung, einige Zugeständnisse gemacht. Gestern abends 7 Uhr wurde auf der Südbahn der Dienst von den Eisenbahnern wieder 'angetreten. Allerdings haben nicht säyttliche Bedienstete ditz Arbeit wieder ausgenommen, da die radikalen Elemente und die Beamten noch den Bericht in der für heute früh angefagten Versammlung abwarten wollen. Der' Personenverkehr wird erst heute früh wieder ausgenommen. Auf der Oftbahn dürfte wie auf der Aspangbahn ebenfalls heute "früh, btit Betrieb wieder, ausgenommen' werden. * Der von uns gemeldete Südba Huer streik hat gestern auf die Ost bahn übergegrisscu, die jetzt ebenso.wie die Südbahn vollständig skillfteht. Aus der Aspangbahn sind nur noch Streckenteile im Gange. Aus der Stadtbahn wurde der Frachten verkehr eingestellt. j Die Südbahrü Auf der Südbahn ist die Verlehrseüfft-ellung vollständig. Dia Vertrauensmänner haben 'ihre Funktionen niedergelegt und über ihre Köpfe hinweg hat sich ein Streikkomitee gebildet, das die weiteren Verhandlungen mit der Generaldireltion führt. Die Tatsache, daß an zwei Stellen Beratungen - über die Forderungen der Eisenbahner , geführt werden,-erschwert die Lösung der verwickelten Lage, da keine der beiden Stellen unabhängig von .der-anderen vor- ' gehen kann. . . . * Die Ostbahn. Der Ostbahnverkehr wickelte sich iit deu gestrigen Frühstunden noch in gewöhnlicher Weise ab. Um die elfte Stunde griff die Bewegung von der Südbahn auch ans die Ostbahn über. Die Züge, die nach. 11 Uhr zur Abfertigung^ hätten gelangen sollen, wurden z u r ü ck g e h a l t e n. Die ein gelangten Frachtwagen, besonders die Lebensmittel, tpurden jedoch anstandslos entladen. Auf die Strecke hatte die Ausstandsbewegung bis Mittag noch nicht völlig übergegriffen. Um 11 Uhr wurde die Abfahrthalle vom Publikum, das zum Teil bereits die Karten gelöst hatte, geräumt. Der in den ersten Nachmittagsstunden zn. erwartende B rünner Fern zu g dürfte auf der Strecke augeh^lten werden. Die Aspangbahn. Aus der Aspangbahn sind gestern früh die Züge mit bis Sollemau und. auf der Seitenlinie nach Puchberg abg-elassen worden. Auf denjenigen Teil der Wiener-Neustädter'.Strecke, die mit der Südbahn parallel acht, ruht dep Verkehr, da die Süd- 1 bahnet hiele Ajftaugzüge lischt duMassep .4. September 1919 Nr. 226 —-----—-—r? Die übrigen Vahnen. ' Auf allen mrderen Wiener Bahnhöfen sind die Züge fahrplanmäßig ab gegangen undeingelauftn, Auch in den Nebenbetrieben der Bahnhöfe Witt» normal gearbeitet. Allerdings ist auch hier die Situation voll-, ständig unbereitligt. Es finden weiter. Beratungen und Verhandlungen mit den Vertrauensmännern und den Slaatsstellen statt. Gefährdung der Lebensmittelversorgung. Die Versorgung von Brot und Mehl wird bei kurzer Dauer des Streiks k eine Störung erleiden.! Anders steht e§ um die Versorgung der. Stadt Wien mit Gemüse, Kartoffeln und Milch. Namnettich die gegen die ungarische Grenze zu gelegenen Gebiete Nirderösterreichs, für die die Südbahn die Verbindung mit Wien , bildet, sind für die Approvisionierung in diesen. Lebensmitteln von Bedeutung. Heute dürften die Milchankünfte sicherlich wesentlich geringer sein, die auf d«. Strecke befindliche Mlch fällt dem Sauerwerden anheiW Auch die Gemüse- und Obstmärkte werden gering ■ schickt sein. $ Verhandlungen mit den Eisenbahnern. Gestern vormittags fanden in den Räumen der Handels- und Gewerbekammer Verhaitdlungen mit dem Zentralrat der Eisenbahnbediensteten Deutschösterreichs Und. .den Vertretern der Behörden statt; an den Be- ' spr'echungen nahmen die Staatssekretäre Paul» Schumpeter und Löwenfeld-Ruß, ferner Be-, amte der Staatssekretariate und der Staatskanzlei teil. ' Diese Verhandlungen galten nicht nur den Forderungen. , der Südbahner, sondern denen der gesamten Eisen-/ bahnerorganisation Deutschösterreichs. ' In der Sitzung im Staatsamt für Verkehrswesen erklärte Staatssekretär Dr. Schumpeter, daß'es. unmöglich sei, weitere materielle Zugeständnisse für ' die EisenLahnangestellten zu gewähren. . Heute um 10 Uhr vormittags findet eine ideuer-' liche Zusammenkunft der Staatseisenbahnangestellten , mit den Vertretern der Staatsverwaltung statt. . * Die Lösung d:r Judenfragc in Rumänien. Bes dem.in der gestrigen Nummer unseres Blattes.veröffent?,. lichten Aufsatz „Die Lösung der Judenfrage in Rü--: Manien" ist ein peinlicher geographischer Druckfehler^ unterlaufen. Der Artikel stammt selbstverständlich nicht" aus Budapest, sondern von besonderer rumänischer Seite-aus Bukarest, anfangs August, und ist uns von - dort erst jetzt zugegangen. Angesichts des Konfliktes'-^ bezüglich des gerade auf der Tagesordnung der Friedens-.. konferenz stehenden Proölemes des Minoritätenschntzes - ' in Rumänien gewimrt der Aufsatz trotz seines verspäte-^, ten -Einlangens be^ndere Aktualität. - * KeM Abreife der iialieuischM WasftnstillstandKkommission ans Wim. Der Korrespondenz Herzog wird von unterrichteter Seite mitgeteilt, daß die Meldung von'eirier bevorstehenden Abreise der ' italienischen- - Wasfenstillstandskommissiou von Wien den Tatsachen Ui ch t' e n tzspricht. Die italienische Mission erklärt- - diese Nachricht für gänzlich unbegründet. "- * Äpoüs-Küustier-Theater. Em vornehmlich spmllich -'> - MtttListertcs ' Publikum füllt jetzt 'allabendlich die Räume des"- Apollo-Theaters. Direktor Btu Ti e b er Haies auch diesmal-" öcii’tanb’cn; etwas ganz Neues dem Wiener Pnblikuni m biclci:. - Der Barietätell ist kurz: aber äußerst amüsant. Die „rätselhaften ' Manipulationen" Noll H a n s e n s brmgen viel Hübsches, die'.- . künstlmschrn Tänze Ern:st und^ Claire van D ü r tn§ ent- ,. zücken durch Vollendung und erlesenen Geschmack. Die komische ' Burleske „L i e bestri ck" mit Josef König und \ Mizzi Z w e r e n z . entfesselt Lachstürme ohne Ende. Aber die SmsütM des Abends bilden die mternattoualen Boxkämpfe nach den Kauipfrcgeln des Marquis of Queenburg. Dieser Sport war : bisher in Mitteleuropa verboten, obwohl die Gründe wirklich nicht einzusehen sind. Es ist ganz prachtvoll zu sehen, wie stahl--. " harte Kraft gegen Kraft kämpft, und obwohl die Faust regntt, läßr die absolute Korrettheu des Kampfes ein ästhetisches Uubehagen nicht .äufkommm. Das Schiedsgericht haben bekannte.: W'.ener Sportsleute Übmwmmen, während Mr. E d nu» r b 5 sein verantwortungsvolles Amt als Kampfrichter mit viel Takt .. und Umsicht versieht. .. : * Schweizer Friede-ttsmarken. Die von den Phitate- ''' listen mit. Ungeduld erwarteten Friedensm-arken der ' Schweizsrnd nunmehr zur Ausgabe gelangt. Die Märken.: ^iw großen 'Breitformat ttagen den Text „Helvetia INL^ - undweisest. Verschiedeu'e allegorische Darsttllungen auf: Minen weiblichen Genius des Friedens' mit -dem - zweig'-in . der Rechten, -einen zu Boden geworfenen ^Krieger, der aus. die Devise „Pax", deren Flammen ihn blendenanfbli'cki und andere. Jede Marke trägt den Namett7des'-Kün'stlers, von welchen: der Entwurf herrührt. . * EMruch. Gestern wurde die Wohnung der Fräü' Gisela Fuch s, 5. Bezirk, Schönbrunnerstraße. 18, erbrochen. Gestohlen wurden mit Edelsteinen besetzte S-chmu ckg e ge n st änd e im Werte von 45.000 Kronen. Frau Fuchs hat auf die Wiedererlangung des Schnntckes - eine Belohnung von 3000 Kronen ansgesetzt. «nierschlagenes ^chmuggrlsgeld. Der Kaüft-ann Max tzle tter, Landstraße/.Petrusgasse Nr. "4 tvohn^fft, hatte noch unter der Herrschaft der llläteregierung m Dederchurg geweilt' und in einem Hbtel gewohnt. .Als Rotgardisten' kamen und-die Hotelgäste durih such ten, hatte Getier Angst um sein Eseld und hatte es einem jungen Mann mit der Bitte übergeben, das Geld über, die ungarische Grenze -zu schmuggeln und gegen Belohnung, nach Wien zu bringerr. Der Mann.'ist aber niit. dem Gelbe, 14.000 Kronen, durchgegangen, Am--1.- b.-M. wurde nun der ungetreue Bote von Getter in einem' Kaffeehause in der Taborstraße. erkannt und verhaftet.-Er. ist der 24jährige. Handlungsgehll^ Peter Groß, , 20. Bcz., Adalbert Stiftergasse Nr. 26 wohnhaft. Er . leugnete, der Täter zu teilt* wurde aber dem Lcmdesgerichte eiuttliesext.

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