Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 225 (3.9.1919)
- Date
- 1919-09-03
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 tojgW^ > > Wien, Mittwoch Wienex DtorgettKeitrmK 3. September 1919 9tr. 225 —.... Die Komödie in Ungarn. Friedrich über die „Klärung der Lage". Die Christlichsozialen für Friedrich. wich bereits Mittwoch/mit' ih'rew Programm vor. dik Oefftntlichkeit treten., ' Telegramme. Die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Südslawien und Deutschösterreich. Laibach, 2. September. (Tel.-Komp.) Ueber die Handels-' veriragsverhandlungen, die derzeit zwischen dem südslawischen Staate und deutschösterrcichischem Staate' geführt werden, wird dem „Slovenec" beuchtet: In einer der letzten Sitzungen hat der Chef der Außenhandelsstelle in Belgrad, Dr. F l o k a r, den Unterschied hervorgehoben, der zwischen den bisherigen und dem amen Handelsabkommen mit Dentschösterreich besteht. Er verwies ans die Notwendigkeit, daß von südslawischer Seite der monopolistischen Stellung der deutschösterreichischen Industrie und des deuischösierrerchsschen Handels im Königreiche S. H. S. eine Organisation entgegengestellt werden müsse, wenn man nicht wolle, daß das südslawische Königreich im Handelsverkehre mit Dentschösterreich verkürzt werde. Dr. Flokar ist der Ansicht, daß die südslawische Regierung für die Ausfuhr eigene Verkaufspreise «nfstellen müsse. Am lebhaftesten war die Debatte darüber, wie die Getreidepreise gegenüber Deutschosterreich festgesetzt werden sollen, damit dieses mit seinen monopolistischen Verfügungen die Getreidepresse in Jugoslawien nicht diktieren könne und damit das,Interesse der südslawischen Landwirte geschützt werde. Die Preise soll ein eigener Ausschuß nach der internationalen Getteidemarktlagc festsetzen. Gegen den Anschluß. Saint-Germain, 2. September. (Korr.-Bur.) „Jonr'nal" mAdet, das juridische Komitee der Friedenskonferenz hat dem Obersten Rat seine Anstcht über die Artikel 2 und 61 der deutschen Verfassung vorgelegt, die die Zulassung österreichischer Deputierter zum deutschen Parlament vorsehen. Das Komitee hat erklärt, daß durch diese Verfaffungsartikel der Artikel 80 des Versailler Friedensvertrages verletzt werde. Der Oberste Rat hat daraus beschlossen. Deutschland eine vierzehntägige Frist zur Aenderung dieser Berfassuttgsartikel zu gewähren. Ist die Aenderung bis dahin nicht erfolgt, so werden s ch a r f e M a ß n a h m e n ergriffen werden. Man würde in diesem Falle die Stadt Frankfurt am Main besetzen. Die. übrigen .Pariser Blätter enthalten diese Meldung nicht. Budapest» 2. September. (Ung. Tel.-Korr.-Wrr.) D'ie'christliche Nationalpartei beschloß in ihrer gestern abends, abgehaltenen Vollversammlung einzig und.allein die Regierung Friedrich zu unterstützen, denn nur diese Regierung biete unbedingte Bürgschaften dafür, daß in Ungarn nicht neuerlich eine Karolytpolitik oder gar der Bolschewismus das Haupt erhebe. Die Minister Blehe.r, Csillery, Erektj und Schnetzer, sowie Staatssekretär Pekar betonten ihre vollkommene Solidarität. Mit dem Ministerpräsidenten Friedrich. Sodann wurde Ministerpräsident Friedrichs zur Teilnahme an der Versammlung eingeladen. MinisLerpräsident.Friedrich führte hierauf ans« die Ereignisse der jüngsten Tage hätten die politische Lage in Ungarn endlich geklärt. Nur zweiFälle seien möglich. Entweder werde die oberste Gewalt in Ungarn von der Entente selbst übernommen oder es werde das Ergebnis der Wahlen, welche die Regierung noch im September durchzuführen gedenke, ruhig ab gewartet. Zusammenschluß der Reaktionären. Budapest, 2. September. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Die unter dem Namen „Vereinigte Parteien des christlichen Ungarn" in einem Block vereinigten Parteien, und zwar die christliche Nationalpartei, die christlichso zierte Partei, die Bauernpartei und die Partei der kleineir.Landwirte, beschlossen auf Antrag des Ministers Haller mit Rücksicht auf die jüngsten Ereignisse eine vollständige Fusion. Die vereinigte neue Partei Die Zersplitterung der 48er- und Anabhängig- LeitsparteÜ Budapest, 2. September. (Ung. Tel.-Worr^-Bur.) In der gestern abends abgehaltenen Konferenz der .. 48er- und' Unabhängigkeitspärtei wurde, obwohl Vor-; sitzender Abraham und der Präsident der Partei, Lovaszy, mit Berufung auf die bestehende Regierungskrise für einen Aufschub' der politischen Stellungnahme der Partei eintraten, folgender vom« / Klubdirektor Sepien hi verlesener Beschlußantrag in. Verhandlung gezogen: Der Ausschuß der 48er- und Unabhängigkeitspartei^ machte es zur Parteifrage, daß : die christliche Weltanschauung und die religiössittliche Grundlage als' integrierender Bestandteil des . Parteiprogramms betrachtet werden. Die Partei unterstützt die Regierung Friedrich bis zum.^Abschlüsse bet Wählen ohne Vorbehalt, wovon die in Budapest weilen- . . den Missionen der Ententemächte gleichzeitig verständigt. ' iverden. - Die Verlesung des Antrages wurde von einem Teile des> Ausschusses mit lebhafter Zustimmung ' begleitet. Einige Redner verlangten, daß zu einer Entscheidung in dieser wichtigen Frage eine Landesversamm lun'g der Partei einberufen werde. Schließlich , wurde für Donnerstag nachmittags eine neuerliche Ausschußsitzung. zur meritorischen Erledigung des Antrages anberaumt.. Allem Anscheine nach bereitet sich Äne' neuerliche Spaltung der Unabhängigkeitspartei vor, was' ' eine vollkommene Zersplitterung der ohnehin schon sie- - schwächten Partei herbeiführen wird. Die Ententemission in Oberfchlesierr. Berlin» 2. September. Das Wolffsche Bureau meldet: Fm Einvernehmen mit der Reichsregierung und der preußischen (staatsregicrung begaben sich heute die Generale Dupont, Malcolm und Bencivenga, die Chefs der fremden Militarmissionen, nach Oberschlesien, um sich mit der bereits dorthin entsandten mtecalliierteu Militänmjsion zu vereinigen., Die Befugnisse dieser Mission werden dadurch selbstverständlich nicht geändert.Die vielfach verbreiteten Gerüchte, daß die im Friedeusvertrag vorgesehene Besetzung Oberschlesiens durch fremde Truppen schon vorzeitig erfolgen werde, entbehren jeder Grundlage. . Französische Gewaltmatznahmen in Oldenburg. Oldenburg, 2. September. Letzten Samstag hat d«,franrösische Kommandant in Birkenfeld. Major B a st i a u i, den eandesausschuß aufgelöst und die Mitglieder der oldenburgischeu Regierung abgesetzt, weil die berufne,Vertretung des Landes in Uebereiustrmmung mit der oldenburgischen Landesregierung den Anschluß Dlrkmfelds an die preußische Rheinprovinz erstrebt. In Birkenfeld lst eine neue revolutionäre Provinzialrcgiernmg emrichtet worden, bestehend aus dem Rechtsanwalt Zeller (Zweibrücken), Sekretär Eiszel sSaargenründ) und dem Referendar a. D. pauth (Birkenfeld). Das oldcnburgische Staatsministerium hat gegen diese verfassungswidrigen .Gewaltmaßnahmen schärft Verehrung eingelegt. Die Vorgänge in Ludwigshafen. Mannheim, 2. September. Die französische Besatzungsbchörde in Ludwigshafen hat den gestern verhafteten Postbeamten V o r m a n n auch heute noch nicht frcigelassen. Die Arbeiterschaft hält an der Freilassung unbedingt fest, so daß ein Generalstreik auszubrechen droht. Verhandlungen hierüber schweben noch. Die Beerdigung des getöteten Postverwalters See hat gestern unter ungeheuer großer Beteiligung der Ludwigshafener Bevölkerung ftattgefimden. Ueber die Vorgänge am letzten Freitag im Ludwigshafener Hauptpostamt gibt die pfälzische Regierung mit Genehmigung der französischen Besatzungsbchörde einen amtlichen Komeutar heraus, wonach bis zur Stunde jede ordentliche Untersuchung seitens deutscher Stellen fehle, die nähere Angaben gestatten würde. Berli«, 2. September. In einer Unterredung mit dem stellvertretenden Regierungspräsidenten der Pfalz von Klingensperg äußerte sich General Fayolle dahin, daß die pfälzische Frage eine rein deutsche Angelegenheit sei und daß die Besatzungsbehörden strengste, Neutralität zu beobachten hätten. Allen Parteien, ohne Unterschied der Richtung würde vollkommene Freiheit gewährleistet, sich über die pfälzische Frage in Wort und Schrift, in Versammlungen und in der Presse auszulassen. Schließlich bat der General, daß die obersten Verwaltungsbeamten der Pfalz der in weiten Kreisen herrschenden Besorgnis um die Zukunft der Pfalz entgegentreten möchten. Die französischen Behörden haben die Freilassung aller m Ludwigshafen verhafteten Beamten an- «-eordnet. Ruhe in der Pfalz. Berlin, 2. September. (Tel.-Komp.) Nachrichten aus der Pfalz besagen, daß dort die Ruhe wieder hcrgestellt ser. Die Arbeit wurde bereits wieder ausgenommen und die von de« Franzosen Verhafteten befreit.. Der deutsche Kaliexport. Berlin» 2. September. (Tel.-Komp.) Zwischen der deutschen m»d englischen Regierung-ist ein Kaliaükommen getroffen worden, wodurch sich die deutsche Regierung verpflichtet, an England bis Jahresschluß 22.000 Tonnen Kall zu liefern. Der bulgarische Friedeusvertrag. Paris, 2. September. Die „Agence Havas" veröffentlicht folgenden diplomatischen Situationsbericht: Beim Obersten Rat der Alliierten besieht.der Wunsch, den Friedensvertrag mit Bulgariens» rasch wie möglich zu erledigen. Der Rat hat beschloffen, der bulgarischen Friedensdelegation dm Text, der die politischen Grenzen des Landes bezeichnet, zu übergeben. Bulgarien wird ein AuSgangzum Meere versprochen. Die bulgarische Delegation wird mi Namen ihrer Regierung das Versprechen abgebcn, daß sie auf gewisse durch den Friedens- Vertrag zu bezeichnende Gebiete keinen Anspruch mehr erheben wird. Die Zuteilung dieser Gebiete wird erst später erfolgen. Unter diesen Umständen wird Thrazien, über dessen Schicksal die Delegierten der Alliierten noch verschiedener Meinung sind, keinen Anlaß fj'rr eine Berzökmma des Fmdenslchlnsses mit Bnlaarien bilden. ': Wilson an die Arbeiter. Washington, 1. September. (Reuter.) In einer aus Anlaß des amerikanischen Arbertcrtagcs. an die Arbeiter gerichteten Botschaft teilte Wilson mit, daß in Kürze eine Konferenz der Vertreter der Arbeiterschaft und der Industrie werde einberufcn werden, um die grundlegenden Mittel zur Besserung der gesamten Beziehungen zwischen Kapital und Arbeitern zu beraten nnd die Frage der Arbeiterlöhne ans eine neue Grundlage zu stellen. Das Komitee des New-Aorker Arbeitsvcrbandes schlägt vor, wahrend sechs: Monaten keinerlei Streiks in den Bereinigten Staaten zu veranstalten und die Produktion zu erhöhen, um es Wrlson zu ermöglichen, die Teuerung zu verringern. Die Einschränkung! der Einwanderung nach Amerika. Amsterdam» 2. SepMiber. (Korr.-Bur.) Die „New-Iork Times" meldet dem Preßbureau Radio zufolge, daß der im amerikanischen Senat eingebrachte Gesetzentwurf bezüglich der Einschränkung der Einwanderung auch von den Arbeiterverbänden, die die Konkurrenz und ein Sinken der Lohne befürchten, unterstützt werde. Senator Krio§> Feldzug gegen den Friedensvertrag mit Deutschland. Amsterdam, 1. September. (Korr.-Bur.) Die »Times" meldet aus Washington, daß-Senator Knox in der am Freitag gehaltenen Rede noch erklärte, er sehe nicht em, warum Amerika Deutschland einen Vertrag auferlegen wolle, dessen Bedingungen von der amerikanischen diplomatischen Welt als undurchführbar bezeichnet werden. Der Vertrag verübe auch einen Mord cm der seit langem befreundeten chinesischen Nation. Er lege die Grundlage für Jahrhunderte Blutvergießens, in das die Amerikaner hinemgezogeu würden. Der Vertrag verpflichte die Bereinigten Staaten, alle Abkommen über bestimmte Gebiete mitMriterzeichnen, die der Völkerbund anerkenne., obwohl die meisten dieser Abkommen sich auf die Unterdrückung der schwachen Nationen gründen. Dadurch werden die Vereinigten Staaten zu ungerechter Handlungsweise gezwungen werden, wie im Schantungfalle. Die „Times" meldet, daß die Rede des Senators Knox großes Aufsehen erregte und daß Wrlson die von Knox angeführten Beweisgründe widerlegen müsse. Vom Internationalen Friedensbureau in Bern. Die Haltung der deutschen Pazifisten im Kriege. Bern, 8. September. (Schweiz. Depeschen-Aacntur.) Der Rat des Internationalen Fricdensbureans beriet Sonntag und Montag über die Haltung der deutschen P a z ifistenwähre'nd desKriegesund über die Verantwortung für den Krieg. Er nahm säst einstimmig eine Resolution an, worin er den deutschen Friedenskongreß, der vom 13. bis 15. Juni d. I. geragt hat, dazu beglückwünscht, die Verantwortung Demschlands und Oesterreichs am Ausbruch des Weltkrieges unumwunden zugegeben und die den deutschen Heeren zur Last geleaten Ausschreitungen v e r u r t e i l t zu haben. Dre Vertreter Deutschlands und Oesterreichs an den Sitzungen sind Professor Q u i d d e (München), Dr. H e i l b e r a (Breslau), v. G e r l a ch (Berlin), Eduard de Neufville (Frankfurt a. M.) und Dr. Fried (Berit). Der Weltbaumwollkongreß. Washington, 2. September. (Tel.-Komp.) Die amerikanische Regierung hat Einladungen zum Weltbaumwollkongreß versendet, der im Oktober dieses Jahres in Ncw-Orleans srattfinden soll. Die Bukowina wird Rumänien einverleibt. Bukarest, 2. September. (Tel.--Komp.) Das Rumänische Preßbureau meldet aus Czernowitz: Aus amtltcher Quelle ersahxcn wir, daß dre g a n z e B u k o w i n a in i h r e n historischen Grenzen, wie cs der allgemeine Kongreß des Landes beschlossen hat, Rumänien e i n v e r l e i b t werden wird. Der rumänische König in Czernowitz. Bukarest, 2. September. (Tel'Komp.) Das Rumänische Preßbureau meldet: Gestern traf König Ferdinand von Rumänien in Czernowitz ein und wurde am Bahnhof von den Spitzen der Behörden empfangen. Das Volk bereitete dem König Ovationen. Die Stadt trug reichen Flaggenschmuck. Nach dem Tedeum, das in der erzbnchö^ichen Kathedrale statlfand, empfing der König im Regierutigsgebäude Vertreter sämtlicher Nationen des Landes» d.ercu..Muschr er in girier Mümn Audiem .mtarsmuglus. Dolschewikischer Kampfbericht. Moskau» 2. September. (Korr.-Bur.) Froutbericht vom 1. September: Nordsront: Im Abschnitt vcgt Ä r ch a n g e l sl - wurde der Gegner über die Jemza znrückgeworfen. — Westfrontr Im Abschnitt Pskow greifen wir werter an. In der Umgebung von D w i u s k, schwere Kämpfe. Im Gebiet von P o Ij f besetzten unsere Truppen, die Station B a g a t j-e mrd das Stäbchen P y ch n o. — Südsront: Unsere Truppen -setzen ihr Vordnngen fort. Im Abschnitte von C h a r k o w stehen wir im Kampfe' östlich von W o l t s ch a n s k. Die Station ' Ariwensk wurde besetzt. Im.Gebiete von Modwonnik besetzte ' unsere Reitern die Bahulinie.zwischcnS ob r a k o w. und S rlew o w da, wobei v«r Panzerzüge des Gegners «beutet wurden. Unsere vorrückenden Truppen befinden sich 70 Werst nördlich von ... Z arh z h n. 'Bei Zarewik besetzten wir Kapustin-Ar. Die Kämpfe itt Rußland. Die Pariser Ausgabe der „Chicago Tribüne" meldet, daß das bolschewikische Heer das baltische Heer siegreich verfolge und daß die Balten fick auf Narwg Mrückzichen, wo . sie jedoch der . Gefahx aüsgesetzt find, von den Truppm, die ausWrburg ronWfin^:-.'^ 'eingekeilt zu werden: Die weißrussischen TruppestIveMW sich''in'"' ein« kritischen Situation. Die baltische Artillerie bombardierte Gdow und die cstländffche Front. - Die Ernte in Rußland. . Moskau, 2. September. (Fuukspruch.) Von der Ernte im Gouvcruement Samara sind 95 Prozent' eingebracht. Im Uralgebiet sind von der Ernte des'Vorjahres über 1 Million Pud übriggrbltrben. Die heurige Ernte dieses Gebietes ist überaus günstigman wird etwa 45 Millionm Pud aussi'chrnr können« Albanischer Bandenkrieg gegen die Italiener. Belgrad, 2.September. (Südslawisches Preßbnr.) „Politika" meldet aus P o d g o r i c aAus Sotraui und Dmazzo «ingelangten Meldungen zufolge haben sich die Stäinnie Klcmenti,; Kastratl und Hott in Albanien gegen die italienischen Truppen., der besetzten Gebiete erhoben. Aus mehreren Gegendeir werden M a s s a k e r st) .o;tt Italienern gerireldet. Die geschlagenen italienischen Garnisonen ziehen sich gegen Elbassau, . Duraz-v'. und Valona zurück. ' Die polnische Kabinettskrise. Mähr.-Ostra«, .1. Srpteniber. (Tsckecho-slow.. Preßbur.) „Kurier Polstt" meldet, daß Jussüminister S t a p i n s l i die Demission überreicht hat und wahrscheinlich der Präsident des Avpessationshofcs S o b e u i s k i sein Nachfolger werden wird. Als Kandidat für das Mulisterium für öffentliche Arbeueu nnd soziale.Fürsorge wird. Ingenieur W a r t o genannt. Die Ber- Wallung des Ack«banniinisieriums an Stelle I a u i tz k i s wird Jan D pla g übernehmest, der früher im östelreichischen Acker- 1 bauministerlum tätig war. „Gazctta Warszawska" erfährt, daß Wojcirchows.ki das Ministerium für öffentliche Arbeiten, Dr. Bobrzpnski das Portefeuille des Inneren unb :, S o s u k o w s k i das Kilegsminlstcrium übernehmen wird. Die tschechische Presse gegen die deutschen / Sozialdemokraten. Prag, 2. September. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") - Die gesamte, tschechische Presse . lehnt die in der Re-? solution Scligers ausgestellten, Forderungen rutschiedeu .: ab. „Pravo , Lidu" schreibt in se'rücm Artikel zu drescr Resolution: Dre.se Forderungen werden m dem Augenblick m Taten umgeietzt wertzm. in dem diejenigen, dre jetzt die Welt emrickten, von --' denen, die sie eben geschlagen haben.'wicdcr besiegt werden. Der Kon- - greßdcrtschechischen Sozialdemokratie wfrd demnächst zu diesen Forde- , ruugm Stellungnchmen"i „NaroduiListy" sagt: „Dieses Programm ist eme antistäatliche Kundgebung. Der tschecho-flowalssche Staat soll darnach einfach vcruichtcl wcrden. Diese Forderungen sind ganz im alldeutschen und autitschechiscken Geist gehalten. Auf diese Weise wird nun die Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen nicht fördern." Der „Venkov" ruft als Antwort auf diese Forderungen den Deutschen zu: „Ihr seid Feinde der Republik.' gestcbet es nur vffcncklch, uns werdet ,hr nicht tauschen!" „Narodni Politika" . nennt die Resolution erne KampsaMage an dm tsehecho-slowakischen Staat und sagt». daß auf eine solche Wesse dm Boden für eine Veiständignug ' schlecht. volbercitet werde, zu der die Tschechen aut Grund der Gleichberechtigung immer bereit gewesen seien. D»e „Demokratra" - nennt diese- Programm die gehässigste Kundgebung gegen die Tschechen seit dem Umstürze und behauptet, daß die. Deutschen . eine Jrredcnta schaffen wollen. Man müsse sie in der Antwort ‘ auf feie Reckte, einer Mind.«heit„veiwejscn.*