Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 222 (31.8.1919)
- Date
- 1919-08-31
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 222 ,Whn,^SonntaG, . 2VLe«eVMorgemZerLung 31. August 1919 •&>£&£& Die Ernährum. Der Marktbericht. Die Vermutung, daß gestern das Angebot der Markte sich etwas reichhaltiger, gestalten würde, brachte den Märtten wieder einen außerordentlich starken Besuche Die E^ Wartung der Verbraucher hat sich aber. nur zu geringem Teile erfüllt. In der G r v ß m a r k t h a l l e standen für den gestrigen Verkauf nebst 11.000 Kilogramm amerikanischem Speck- Reisch an markenfreien Fleischgattungen nur etwas Schaf- und Ziegenfleisch und das Fleisch von einem Kalb zur Verfügung. Die Fifchmärk 1 e blieben .wieder ganz ohne Zufirhren. Aus dem 'Äeflügelmarkte kamen nur 400 Kilogramm Ganse, nach Fleisch und Fett geteilt, zum Verkaufs ' Gemüse langte wieder in großen Mengen ein. Mit Gemüse, namentlich grünen Fisolen, Kürbissen und Gurken sind die Märkte überMt. Mit Rücksicht aus das überreiche Angebot wurden die ,Preise fast für alle Arten von feldmäßig gebautem Gemüse weiter Herabgesetzt. Die geforderte Erhöhung der Preise für Gärtner- 'artikel wurde nur für einzelne Salatarten und Gurken bewilligt. 1. Aus Südtirol kamen wieder Aepfel und Birnen au. Birnen!aber vur in nicht bedarsdeckcnder Menge. Empfindlicher Mangel herrschte an Aepscl zu erschwinglichen Preisen. Die Preise für >Arpfcl niederosterreichischer Md steirischer Herkunft wurden herabgesetzt, doch kommen diese billigen Aepscl nur in sehr geringen Mengen nach Wien. Eier waren gestern auf dem Naschmarkte und m einzelnen Bezirksmarklen in knapp ausreichender Menge zu haben. *r“xr* Erhöhrrng der PetroleumquoLe. Mit 1. September tritt die Erhöhung der bischerigen Petroleum quote in Kraft, und zwar werden ausgegeben: In der Zeit vom 1. bis 13. September auf 'Grund der derzeit giltigen Petroleumbepigskarlen für finstere >Küchm (Wohnungen) und für die Hcmsbrlcuchtung je V< Liter 'pro Woche, in der Zeit vom 14. September bis 4. Oktober auf -Grund der neu auszugebenden Petroleumbezugskarten wöchentlich Hür Wohnungen -und Hausbeleuchtuug je V4 Liter, für' Untermieter l/8 Liter, für Heimarbeiter und Geschäftslokale je % Liter. Waschküchen erhalten bis auf weiteres keine Zuweisung. Der 'Termin der Ausgabe der neuen Petroleumbezügskarten wird ^rechtzeitig verlautbart werden. Ksirsumverern von Bankangestellten in Wien. > 36; Woche vom 1. bis 6. September 1919. Verkaufszeit von .'V*8 bis 1 und 3 bis 5 Uhr. Montag Nr. I bis 1000, Dienstag fbis 2000, Mütwoch bis 3000, Donnerstag bis 4000, Freitag ärber 4000. Im Lokale I., Schottenbastei: Mehl, Schweinefett, M-aisgrreß, Kaffeezusatz „Amador", Kürderzubußen, Franckkaffee, Salz für alle Mitglieder, Eier für Mehlrayomerte. Im Lokale 1.. Rockhgasse: Lequar, Maggi-, Knorr- Md Graf-Suppenwürfel, Dens, Paprika, Nelken, Lorbeerblätter, Fenchel, Anis, Pfeffer, Majoran, Sardellen, Kognak. Rum, Mineralwässer, Marsala--^ wem, 7Ao Liter, Marke „Florio", Flasche X 16.60. Erster Wiener Konfnmverein. ' ' Fortsetzung der Spiritusabgabe in der Lerschleißstelle MI., Landongaffe 11, 1 Flasche pro Mitglied, nur an dort rayornerte Mitglieder und nur gegen Rückgabe einer leeren Litern flasche auf Nummer S der .von unserem Verein rosa Bezugskarte, ab Montag den 1. September. W. I. W. . Mittwoch den 3. September von 7-9'bis 7S1I blau, gerade Numnlcrn, von VaH bis 7<£ blau, ungerade Nummern; Donnerstag dm 4. Septeiuber von 7»9 bis 7,11 rot, .gerade Nummern, von 7,11 bis 7-2 rot, ungerade Nummern; F r e i t a g den 5. September von '/,9 bis 7*11 gelb, gerade Nummern, von 7,11 bis 7-2 gelb. ungerade Nummern; - Samstag den 6. September von 7,9 bis 7,11 grün, gerade Nummern, von V-tl ßis 7,2 grün, ungerade 'Nummern. Bühne rmd Kunst. Freilichtaufführung in Schönbrunn. Von herrlichstem Wetter begünstigt, fand Freitag die Generalprobe der heutigen Freilichtaufführung von Fragmenten der Goetheschen „Iphigenie" im Schönbrunner Park statt. Herr Dr. Paul C. Thndall, dem dieser erste Versuch einer Freilichtaufführung zu danken ist, darf sich über den Erfolg freuen. heraus in eure Schatten, rege Wipfel Des alten heil'gen dichtbelaubten Haines,. Wie in der Göttin stilles Heiligtum, >. Tret ich. . . ." Die traumhaft schöne Szenerie bei der römischen Ruine .(nämlich weniger die recht pretHrtiös hingestellte Ruine, als vielmehr bas unvergleichliche Gärtenstück dahinter) bot tatsächlich einen stimmungsvolle Rahmen. Der Wiesenplan oberhalb des zerbröckelten Torbogens,-von einem reine«, blauen Himmel überdacht, die leicht dnrchrauschten Bäume und Sträuche.? und eine langsam schwelende Fackel ließen das klassische Gedicht erst lebendig werden. Rampenlicht, bemalte L-ärp-vand und Theatervorhang wurden mit Vergnügen der-, mißt. Ein abgestimmtes Mockengelaute kündigte'den Beginn. Die Schauspieler bewegten sich natürlich und unbeengt auf dem hügeligen Gelände und — das Ueberraschende — ihre Stimmen klangen voll und llar, ohne daß sie ,/ruftragen" mußten. Frau Erika W-agner war eine Iphigenie von edelstem Ebenmaß, eine anbetungswürdige Priester!« in dieser tiesgrüneu Landschaft. Herr Tyuball sprach den Orestes sehr gut, brachte aber ein mädchenhaft schönes Antlitz und eine'altzu sorgsam hergerichtete gezierte Haartracht mit, die für den von Dämonen gejagten Muttermörder viel zu kokett war. Herr Philip Ze§.ka (Phlades) genügte, er hat aber kernen Hellenen verkörpert. Die Ansfüh«rng übte auf das' zahlreiche Publikum, das auf primitiven Bänkerr vor der Ruine saß, eine tiefe Wirkung aus. O. A. n Größte Auswahl^ 7 Billigste Preise^M Leopold Steinhach Wen, I., Biberstraße 9. l- . Die Grhöhmrg der Brotprttfe. Die Leiiung^der nieder« österreichischen Landesregierung hat in der gestrigen Sitzuüg den Beschluß gefaßt, v o r der endgültigen Regelung der Frage der Brotpreiserhöhuug nochmals eine Besprechung aller interessierten Kreise am Montag dm 1. September zu veranlassen, um nochmals zu versuchen, die Brotpreiserhohung in dem von der^Landeswntschastskomtuission becmiragtm Ausmaße von 20 Heller zu vermeiden. 7 Abgabe von Kondensmilch. Zur Verbefferung der Milchversorgung der Länder in Wim wird aus den zur Verfügung stehenden HiWonfenvenvorcaten in der Zeit vom 31. AugEbis 13. September an die .Kinder vom vollendeten ersten bis zum vollendetm sechsten LebnMahr Kondeusmllch abgegeben. Jedes Kind vom ersten bes zum zweiten Lebensjahre hat, Anspruch auf drei, jedes Kind vom dritten bis zum sechsten Lebensjahre auf eine Dose. Die Abgabe der entfallenden Quote, die auch in Teilmengen bezogen werden kann, erfolgt gegen Vorweisung her Milchkarte zum amtlich festgesetzten Preis von K 5.— für eine Dose. Die MilchabgabcsteÜen sind verpflichtet, der jeder Ausgabe von Kondensmilch eine der Zahl der.vnkanstenDofcn.enHpvechende Anzahl der Tagesabsthnitte der M3,.. beziehungsweise der 134. Woche, beginnend mit domMvrckigabschuitt der 133. Lösche,, .von der^Muchkarle abzutvennen. h ' Abgabe von FrLhftnvtoffeln.. Dienstag bis Donners-- tag'wecdeil in' deck Bemkerr 1., XW., XV. und XVI, WühkartoFeln inlandqcher Herkunft, und zwar 7* .Mograun pro Kopf zum Mise volmL 2r60 für das. Kilogramm gegen Abtrennung des Abschnittes „Leiber Kartoffelkarte abgegeben. Der Marstpreis der Ware wurde dem Preise der anskäNdischewN Kartoffeln gleichgestellt. Die Belieferung der noch ausständigen . Bezirke XVill. bis XXI. mit holländischen Frühkartoffeln wrrd^' nochkim-iLause dieser Woche erfolgen.!-*r. Mehlabgabe. In der kommenden Woche besteht die Kopfquote an MaUproduktw aus Küograrum Mehl und 7?Mlogramm Mvisgrieß; «tßerd-errr Kckmnt. eme ällgemerne Zu-qj bM von 7, Kilogramm Ma-vsa«ch.auf G«uud der gelben, vezlehunKveiss liftckrrboWn MMegttMwto sowohl bei den städtischen MkhtabMrstellrn, Mauch boidcn Konsmwutmorgamsatumen» Sirr M§gabe.M)üallvvrbrch8preiS X 5.40> pro Kilograuun. rAbgnb^ von Daarsrkremt. Die Abgabe von Sauev- MA wird mich m fotmnenjjcti Woche fortgesetzt und die Mare chne CiuschOMmz bfx Mtm «ck ^shm Borwchrmg .rchxv AuswMarte Megeven. 1 KttvMmm rostet 10 Heller. wMfdlfti Dhk Abgobe von ste . .DilogramnWckrtzMholm vmm HaMall Wr eine Mche Ära M ZeitDvm Ub»S<<Ächtember gegen Abtrennung M Wernabschmttes ,l^-r MK«kärtz. Preis ist SOHefer ixittbola, 4o-Heller,Ar WelÄoEUMß-gramm. Aus den Theatern. Der .Spielplan des B u r g t h e a be r s : Montag den 1. September „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua" (Anfang halb 6 Uhr); Dienstag, den 2. „Das Band", „Vorm Tode" (Anfang halb 7 Uhr); Mittwoch den 3. »Iphigenie auf Tauris" Sng halb 7 Uhr); Donnerstag dm 4. „Der Verschwender" ng halb 6 Uhr); Freitag den 5. ^Dev häßliche Ferasrte" ng halb 7 Uhr); Samstag dm 6. „Garten der Jugend" (Stofrmg halb 7 Uhr); Sonntag dm 7. „Das Band", „Vorm Tode" (Antang halb 7 Uhr); Montag dm 8. „Fasching" (Anfang hslb 7 Uhr); Tier Spiklvlan des Schönbrunner Schloß- 1 h e a t e r s : Montag den 1. September „Das Konzert" (Anfang 6 Uhr); Dienstag den 2. und Mittwoch den 3. „Logik -des HerzcrrS" (Anfang halb 7 Uhr); Donnerstag den 4. bis Samstag dm 6. „Das tfomcvt" (Anfang 6 Uhr); Sonntag den 7. und Montag dm 8. „Logik des Herzens" (Arffang halb 7 Uhr). Der Spielplan des O P er n t h e-a t e r s : Sonntag a«sgegovem»>»f> j, s®# „Tannhäuser" (Anfang 5 Uhr); Montag den 1. September „Oavalleris. -rustlvLas". „Der Bajazzo" (Anfang halb 7 Uhr); Dienstag dm 2. „Margarete" (Faust) sAntang 6 Nhrj; Mittwoch'den 3. JSMencr Walzer", „Die Prippenfee", „Sonne und Erde" (Anfang halb 7 Uhr); Donnerstag den 4. „Der Rosenkavalier" (Anfang halb 6 Uhr); Fveitag dm 5. „Mgvletto" (Anfang halb 7 Uhr>; Samstag den 6. „Carmcn" (Anfang 6 Uhr)Sonntag den 7. „Der Freischütz" (Anfang , 6 Uhv-; Montag dm 8. „Die Hugmottm^ (Anfang 6 Uhr). Im WienerKomödieuh ans findet mWrauffiihrung des musikalischen Schwankes „Das Nachtlokal" vE G. T i tz e vnd H. Könne. Musik von Ferry Fels Dienstag den 2. September, 6 Uhr abends, statt. Für die Premiere find nur noch wenige Sitze zu haben. Montag den 1. Septenrber ist das Theater wegen der statlfindmden Generalprobe von „Nachtlokal" geichloism. — Dw Premiere beginnt pünktlich um 6 Uhr, die nachfolg nachfolgmdm AuWrrmgm beginnen um halb 7 Uhr. Rto!M! Ei«gese«der. Wien, X. V erlol>tö. Wien, im August 1919. RüGif Knie Im Wiener Ko mödienh a u s wird Drmstag den 4. September zu Gunsten der Volksbibliothek „Zwn zum zweiten Male ankaeführt: „S ch m a I s r u e i l", Drama m drei Akten von O. D y m o w. Regie: OberreMmr JonaÄ Reißmann. Anfang 7 Uhr, Ende halb 10 Uhr. Karten zu,haben,:! Verein „Zion", 1l., Glockmgaffe 30; Buchhandlung Löwü, l., Notenturmstraße 22; Kartenbureau, II., Taborstraße 5, und. au; dm Tageskaffm deS Theaters. Die Gesellschaft „Wiener Kammer kirnst* v'e-f ginnt ihre Veranstaltungen am 15. September mit) einem klassischen Kammerorchesterabend unter der Leitung Dr. Richard Ehrmanns und der Mitwirkung Hermine Kittels und mit einem Rezitationsabend „Der unbekannte Strindberg", an welchem hauptsächlich RaouL Aslan mitwirkt. Es folgen dann ein Rezitationsabend Erich Kobers vom Reuen Schauspielhaus in Berlin,^ welcher Dichtungen von Grillparzer, Hebbel undHamerling. vortragen wird, und ein Liederabend, der den' selten gehörten Meistern Robert Franz und Peter Cornelias gewidmet ist, gesungen von Elsa Weigl-Pazeller und Mlli Ub l. Ferner wird sich noch im Lauft des September ^das „Altwiener Quartett" irws Rahmen der Wiener Kammer tun st hören lassen. Artur. Trebitsch' wstrd euren Vortrag „Wort und Lebens halten, Max Mvrold anläßlich des' 100. Geburts tages Adolf Pichlers aus dessen Werken vorlesens? Vom Oktober allgefangen sind verschiedene intimeMusi^ abende, Volksliederabende sowie literarische.und.mrrsi kalische Autorenabende geplant. ' Die Theatervorstellungen der „Wiener Kammerkunst" beginnen erst Ende Oktober. , "'MT Das Programm der Wiener Volksoper.^ Direktor Felix Weingartner hat den Vertretern der Presse folgende Mitteilungen über seinen Arbeitsplan für das kommende Spieljahr gemacht: Nach den..Meistersingern" wrrd der „Fx-lr^ g e n d e Holland e>r" neu einstudiert und auch szenuch «eu gestaltet, indem der 3. und 3. Akr miteinander verbunohn werden. Schriftsteller S ch r e d e r besorgt die Jnszeuieruug^ Daun wird - Mozarts „E n t f ü h r.it u g a u»s d e,mj' Serail" mit den Resttativen von Max Schi l ' n"-g/S> herausgebracht. Dre erste Neuheit wud O s f e n b aß s'Opev ,.D e r Goldschmied von Toledo sein.' Werk ist vom Komponisten La Z a m a r a bearbettet.^ M Stupp empfehlen sich als Verlobte, Wien, im Ab. 5079. Werk ist vom Komponisten La Z a m a r a begrbeNtt.-^Dauw folgt ,,M öi'U von Magdal a", Text von Rlchardj B a t k a, Musik von L>o Hau s. Späterhin folgt dw Erstautz führung der Oper „Ritter Blaubart" von Ernst! Resnizek. Ueber die weiteren Pläne^ für das erste,Jahr, seiner Wirksamkeit erklärte der Direktor, Näheres jetzt noch^nichh augebeu zu können. ß In der Volksoper wurden wichtige b a n l r ch e V e r-j 8 n d e r u n g e n im Z u s ch a n e r r a u me' vov^', geuonlmen. Auch der Orchesterraum wurde umgebaut.,Schneßllcm berichtete Direktor Weingartner, daß ihm die G a. g^eM-j forder ungen der Bühnenmitg l r e d^e v vor schwere Aufgaben stellen, daß er aber hoffe,, d<E Buhnen^ personal lverde berücksichtigen, daß die Bolksoper keine Subventwus habe und vollständig auf sich selbst angewiesen ist. Wochenspielplan der Neuen Wiener Bühnet Heute uachmittags 3 Ubr zu ermäßigten Preisen: „Das! Bett"; abends 7,8 Uhr: „Die Sch,Wrüchigeu"; Montag den! 1. September, abends 7 Uhr: ..Die Büchse der Pandora p Dienstag den 2., 7 Uhr.: „Die Büchse der Pandora"; Mittw.och! den 3., 7x7 Uhr: ..Der lebende Leichnam"; Donnerstag den'4.« 7,7 Uhr: „Erdgeist"; Freitag den 5., 7 Uhr, zum erstenmale: „Dimpfl", Komödie in drei Akten von RobertKopah SamstagdenL.^ 7 Uhr: „Die Büchse der Pandora"; Sonntag den 7., nach-,, mittags '/-3 Uhr, zu ermäßigten Preisen: „Der lebende Leichnam";; abends 7 Uhr: „Dimpfl". ' Evhöhimg der Eintrittspreise im Bnrgtheate^ mrd OperntheaLer. ch s Wie mitgcteilt wird, werden die Eintrittspre^i s el i m B u r g t h e a t e t> « n d Operntheater; a bi 1. September erhöht. Die Erhöhung t wird mit der. LOProzentigen LustbarkeitSsteuer begründet und beträgt gleichfalls 3 0 Prozent. Im Operntheater sind die billigen^ Setze m Preise' teils gleichgeblicben, teils nur um 10 Prozent erhöht »vordem Auch die Eintrittspreise für das Schönbrunner Schloßtheater' ' wurden um 20 Prozent erhöht. Die Theaterzettel für das^Burg- « "pr tbcater und Qpernthe cker zeigen den Vermerk: „In dem Pceffew ist die lOprvzentfge Gemeindeabgabe inbegriffen." Aus dem Theaterzettel des Schloßtheaters ist zu lesen: „Ju den Preisen ist die lOprozentige Lmides- und die lOprozentige Gemeindeabgabe inbegriffen." _ 1M6 15S8 1 u. Imhöh fekoratiös n gxSflste»»Answalil. Nur gediegene 619*> Erzeugnisse. J. SPIRI itee, VII., ArdMNW. 1 u. 2. (Ecke Karl Schvveighofecgasse). litte; t+fmm mer MPM 2MA «He tmb Dr. (Hermann, KL. Me 1a. Tel. 215S8. Dich. 9—12, 3-6. SLmttiche msLernen^Herlbehelfe sütt Erkrankungen der AimuinMr^a;- , RherrmatiMen, Gicht, Ischias, Drüftnschwcllnnqcn. Baren wjtesv I. F. Hummel geftorrbeu. In Salizchurg ist der chomalige Direktor des Mozarteums I. F. H u m m e l gestern im Alter von 77 Jahren gestorben. Er war bis zu seinem Ableben Ehrenchormeister der „Salzburger Liedertafel" und Dirigent des Damen-Singvereines „H»mmel". Der Verstorbene hat als Komponist wie als Lehrer bedeutendes Aftrsehen genoffen. Wagnev davf in Patts nicht gespielt werden. Der Pokizeipräfckt von Parishat cinKonzcrt.daS unTuilerlengarteu statl-- finden sollte, und deffm Programm Stücke von Richard WagUer cnt-- hüelt, verbieten lasten. Wie berichtet wrrd, erftckgte daZ Verbot aus, eine briefiiche Beschwerde hm und um MmuWationen zu vcrmeiden. Das Vorgehen der Polizei erreqt Aufsehen, und cs ist wn so unverständlicher, als Stücke von Waguor seit dem Waffenstillstand in Paris schon öffentlich gespielt worden sind, ohne dass es zu Kundgebungen gekomnnn wäre. Drr Croniqueur des „Jour-! ttüti" bespricht den Vorfall auf seine Weise in einem Artikel, in tarn es hnßt: „Unsere öffentlichen Gärten sind für Hunde olme Maulkorb und für die Musik von Richard'Wagner verboten. Ich finde dUe Boykottierung Wagners idiotisch. Sie wäre zur j)?ot vevstävdlrch gewesen vor dem Kriege. Damals waren wir die Äeflegten uns hatten ein Recht, diese Opern zu Haffen, in denen sich stolz der siegreiche Rane breitmachte. Seitdeue ist die ganze Walhalla zujammengebrochen und Lohengrin fioh nach Holland. Jetzt können wir Opern des Gottes von Bayreuth ruhig an- Horen. Der Drache Fasner, der uns Furcht machen sollte, ist ein dickes Tier in der Menagerie, dem wer Brottugelv-Hchwerfen." -