Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 222 (31.8.1919)
- Date
- 1919-08-31
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ÄeiteA^ Wien. Sonntag Tagesbericht. ► >•■■ -■■■iw Die Kohlenkrise und der kommende Winter. Wie aus M L h x L \ ch - Ostxau geureld-tzL wird, hat die neueingeschtc in-.e.-vanonsle Kshlrnkommissivn unter dem Vorsitze bc-> amerikanischen Obersten Goodyear ihre Beratungen ausgenommen. Sie besteht aus den englischen Vertretern Brown und Bamyer, dem französischen Vertreter Loewenhart, dem belgischen Delnier, dem amerikanischen Rin gl and, bim italienischen M accel, ferner aus dem Vertreter Deutsch« laub*, Generaldirektor Hilgert. Die Arbeiten der Kommission werden sich vorläufig ans die Reviere Ostrau, Karmin, Katt-owitz und Dombwwa beschränken. Bezüglich der Kvhlen Verteilung kommen in Betracht die tschecho-slowakischr Republik, Polen, Dentschösterreich, Rumänien, Italien, Jugoslawien und Ungarn. Die Berattmgen wurden für vertraulich erklärt. Berlin, 30. August. (Tel.-Kvrnp.) Di« stöhlenkrise, die durch die oherschlesische Lage mach immer aus her Höhe gehalten wird, droht jetzt mehr denn je. außer den Industrie- -auch die Wirtschaftßkreise tn Mitleidenschaft zu ziehen. Von Fachleuten wich erklärt, daß die Binnenschiffahrt trotz der notwendigen Transporte ständig zurückgehe. Die gestrige Besprechung in der Kohlenstelle hat zu dem Ergebnis geführt, haß der D nrchschnittsverbrauch «n Kohlen für die Industrie aus 70 Prozent herabgesetzt werden soll. Berlin, 30. August. (Tel.-Kvmp.) Reichspräsident Ebert erklärte in Karlsruhe den Pressevertretern aus die Frage, ob im Winter neue Unruhen zu erwarten seien, die den Fortbestand der Regierung gefährden konnten, daß in allen größeren deutschen Städten die Schaffung von Sicherheitstruppen bsendet sei. Er hege die Zuversicht, daß es gelingen werde, die Kohlenversorgung in innnerht« erträglicher Weise durchzusühren. Organisierung der «sitze» ungarischen Offiziersgarden m Wien. Zu unserer gestrigen Meldung teilt uns die Wiener Vertretung der ungarischen Militärbehörden mit, daß im Gebäude der ehemaligen ungarischen Garde keine Anwerbungen stattftnden, sondern daß dort bloß die über Wunsch der deutschöMreichischen Behörden nach Ungarn abreisenden Ossiziere mit Marschrouten und Aeisedokumenten versehen werden. Die Ziehkinderordnmrg. Tw Ziehkrnderordnung (Vollzugsaruvelsung des Staatonmws für soziale Verwaltung vom 1. April 1619, Ct.-G.-Bl. Nr. 202) sollte, soweit sie nicht bereits tu Wirisamkeii trat, am 1. September l. F. in Kraft treten und sollten Pflegeeltern urck uneheliche Eltern verpflichtet fein, die vor geschriebene Anzeige bis 30. Seotember 1019 an die zuständige Ziehkinder- Nufsjänsstetle zu erstatten. Da aber in keinem Lande, »lit Ausnahme von Vorarlberg, die Errichtung der lZiehtinder-AufsichtSstellen beendet ist, sah sich das SraatsamL für soziale Verwaltung genötigt, in einer Vollz.rgsanweisung einheitlich für das ganze Staatstzedier den Wirrsamkeitsbeginn der Ziehkinderordnung vom 1. September 1919 auf de« 1. JZnNer 1980 und bcn Termin, bis zu welchem die erwähnten Anzeigen zu erstatten sind, dementsprechend vom 30. Septeml .1919 auf den 31. Jänner 1926 z u v e r tc g c n. Der verräterische Apfelstrudel. > Am Anglist brachte die Gattin des Kommunisten Änhußbnti dem in landrsarnchtlicher Untersumungsbaft vsmrr-trchkn Dt. Beitelheim emen A v \ 11 n t u b i t, vei besten Durchsuchung ein Zettelmit nachstehender Mrt- 11 i 1 ii n g in ungarischer Sprache gefunden wurde: ..Lieder Ernst! . 1' o v \m 111 11 \ n Geldbrrgeben, obwohl ich selbes benötige. Weise ih« an, tt soll mir einen a r 8 ß e r t n Betrag geben. K Stz.ööÜ bis K 3Ö.00Ö. Es grüßt Dich vielnials Szars? Unter dem Verdachte, diesen Zettel eingeschmuggelt zu habt«, wurde am 60. August eine ist Haust, XU., GchaÜerosste 38, unter dem Ramm yrtebittch Za iS, Hutiormmdrechfler, snyMch in Wien geboren und zuständig, wohnhaft» PttsüN vtthafttt» die jedoch laut vowesulrdrntr Dokumente ynd schlitültchem Ge- UärrdmL mit dem aus Lktcmeu über Dnttschlund Nach Wien ge« rklsten Komnlunislrn Abraham Samuel Bürüsch identisch ist. Die Amtshandlung ist im Zuge. Das Testament Carnsgies. Amsterdam, SN. August. DaS Rentersch» Bureau . meidet au« Acw-Aorl, daß das Testament EarüttzieS vrrbffrntücht worden ist. Äarnegle schätzt feinen Besitz aus So bis SV M r \* 11 o 11 e« Dollar. Seine Schenkungen wahrend seineS Lehens belanskn sich «ttf 48 bis 60 Millionen Dollar. Er hinter» lieb Zahlreiche Stiftungen für wohltätige Einrichinngcn. nichtrdem JabttSrtNten von 10.V00 Dollar an Lloyd Geor-v'. Taft und Llord Marlen sowie Jahrrsrenien von 5000 Dollar für die Witwen der früheren PMdmten Cleveland und Ncwlcvell. Der Haupkins fetneS BeimachinisftS und die Äunstme'.kc fallen Frau Carnegie zu. Die Salzburger Fremdenfporrr. Salzburg,. August. Der GtadtmaMrat hat di» fr u a tt e >l M n ß n a h m e n zur Durchführung der am 'L SwmM'kc in Kraft tretenden Borschristen betkrffeud dir Fremd'.Utt'.?rre oeiitzsten. llnbefngt über den Termin sich aufhaftend: -ii emde wcrdm der B r ft r a f u n g zugeftihrl und zur lofor*T;'U 'Jlbi-füc verhallen werden. Wiener Morgerrzeitimg 31. August 1919 Nr. 222 ' " ii. ... ..■■■■■■ ■■■■■■ "-''i »■■■— SICMUND ELSTER Einfuhr kasift Kßiiii verlea&ift Waren «Ifer WIEN, I., DÖNOTHEEi»tiaiü£ 7 Tel. 7510 «7 Telagr.-Adr.: Warex, Wien Nirckkehr aSer KriegSgsfaugene» aus Italien im September. Der ^Korrespondenz Herzog" wich von der italienischen Mijslon offrzlellmttgekeilt: Medie„Äarnziq Romana" meldet, hat die italienische Nraierung tm Einvernehmen mit den Alliierten geschloffen, die Rücksendung der Kriegsgefangenen derart zu bejchleunigen, daß die Rückirapsvorte in der zweiten HLlfte des September vollständig durchgeführt sein werden. Die Forderungen der Schneider^ehitfs«. Gestern vormittags wurden seitens der Gehstienschafl sowohl dm Verbände der Wiener Dameniflödefirmeu ülS auch der Bereinigung der Damenkundenschneidermeister und -Meisterinnen die voigrstem beschlöffenen Forderungen bekanntqegehen. In der Herrenbranche erhielt die Gehilfenschaft die VeLständigung» daß die Unternehmer dre Forderungen der Gehilfenschaft prüfen und a« M o n t a g ihre Beschküsfr bekannkgeheu werden. Es dürfte zu einer Einigung kommen, da beide Parteien zu Konzessionen bereit sind. _ * Urtfenthsttobestimmunge» für Ausländer Itt - Lalbach. Das Amtsblatt der Landesregierung für Slovenirst verSnemlicht «ne Verlautbarung des Kommissariaes für innere Angelegenheiten, wonach sich Ängehärkge feindlicher Staaten (Dcutichland, Oesterreich. Ungarn, Bulgarien und der Türkei) nur mit besonderer B e w i l l l i g u n g der Landesregiernng im Bereiche des PvlizeirayoNSLaibach aufhalten dürfe». Eine weitere Verordnung des genannten Kommissariates verfügt, daß jedermann, der im Bereicht der Polizeidireklion m Laibach siäubfg Aufenthalt nimmt oder sich vorübergehend länger als sieben Tage dort aufhält, hierzu einer besonderen behördlichen Bewilligung bebars. * Einstellung der Salzkrarumergut-Lokalbahn. Die Salzkammergut-Lokalbahn sieht sich infolge gänzlichen Kohlen« mangels gezwungen, ab 1. September den G e s a m t v e r« kehr auf dm Lin ieu Salzburg—Ischl und Sankt Lorenz—Mond« sie bis auf weiteres einzustellen. * Winterkleider für jüdische Kriegsrvaisen. Für eine geringe Zahl jüdisch erKriegswaifen, die tm tt. Gemein de bezirke wohnhaft s r n d. sind komplette WjnterauSstattungen zu vergeben, welche der Militar- Witwen« und Waiiensonds spendet. ES müsien schulpflichtige Kinder sein, deren Vater im Kriege infolge Verwundung gefallen oder an emer im Kriegsdienste zugezogenen Krankheit gestorben sind. Die näheren Bedlngmigen sind im Bor» ramm des Jüdischen NatjonalrateS (H., Taborstraße 2ÖA) asstchirrt, woselbst auch die Amucldungen bis l ä n 6 st.e n s 4. S e p t e m b e r z u e r f o l g e n h a b e n, dä die Nauleu der Pettnten den jüdischnationalen Bezicksräten bis 5. September bekünntgegeben werden müssen. * Krawalle bei der Hvftheaterkasse in der Brsiunerstratze. Gestern früh kam ts bei der Tageskasse der ehemaligen Hostheater (Burg und Oper) zu sehr unliebsamen Auftritten. Es hatten sich viele Personen in den Schranken angesammelt, die ungestüm Karten für die heutige und die nächsten Vorstellungen im Oprrnlheattr verlangten. Dem Begehren vieler Personen konnte keine Folge gegeben werden, worüber die Abge» wieseneu sehr energisch ihrem Unmut Ausdmck gaben. Sie behäüptetekt Unregelmäßigkeit itt b etoer Kartenausgabe, daß die Karten durch Schltrchbändler verschleppt und zu stark erhöhten Preisen verkauft würden. Die Zurufe wurden imurer energischer, das Gedränge immer ärger, so daß SicherhertS« wache einichrrilen mußte. * Aergtegruppe des Äalästinnamtes. In der nächsten Zen beginnt ein vbn der Arrztegrupse versnstaueter Kurs der Ohrenheilkunde, Aumeldllttgen ptrfvnuch in der Uerztegrnpp« täglich in der Zeit von %% bis ‘/i* Uhr Nachmittags. * Dia LohnbswSgung der Bäcktergvhilfen. Die Bäckergehilikn, die heute m den Streik treten sollten, haben beschlossen, vorla'ustg nur eine ^der Eiillohnung entfprechmde" Arbeit zu leisten, was soviel wie passive Resistenz bedeutet. » Die Meueegsluttg der Tabakausgabo verschoben. Dte NeuElung der Tabakautzgabs. die laut Verordnung Montag hätte in Kmst treten sollen, wurde viS zum 15. September v r rfch o den. Bis m dieser Zeit bleibt der bisher festgesetzte Gchlüstel vet der Verteilung der Rauchmaterialten und auch die ZitzarettenzUbuße itt der Woche austtchr. * Lotschlag in Der Kleeblattgaste. In dem kleinen Klerblattgäßchrn, das aus die Tuchlaubett münhrt, hat gestern dt» tzßjiihrige unter Kontrolle der Sittenpolizei stehende Marre Gömole un Streite die ötjähüae GlMwirtin Marie S t i d r r 11 durch Messerstiche in den linkeu Oberschenkel und in die Herzgegtttd so schwer verletzt, daß ste bei der Uebergnbe auf die Uniallstativn st ot b. .Die Lwmole wurde beim Stndtkonimrffanat ctnvernommen. Sie behnupiet, daß sie die Stiche nicht geführt habe und nicht wisse, wer die Wirlm erstochen hät. Tatzeugen sngleu 1idereittstlmu,rnd aus. daß Niemand anderer als dtt Hömsle die Stiche gerührt haben könne. * Demonstratkonoumzilg streikender Kürschner in de» Mneren Matzt. ' Die Kürschner stehen seit 14 Tagen im Gtreit. Sie fordern von den Unteijtebntmi eine lldvpraientigs Erhöhung aus ihren Grundlobn von ÜSlt— per Woche. Gestern volmtttags vcrsanimeltm sich vor dem .Sauptstreikidkat aus dem Iitdelipiav etwa i'-ttl^Gehmen und Gkhllfiuttktt und rangierten sich za atinu grsäü ^scnrn sjuge. der sich dilrch die Straßen der Inneren Stadt an den Großkürschnervclrreben vorder bewegte. Die Dcmonstrailvn nahm emen vollständig ruhigen Verlauf * UebersiedlNvg Leo Staatsamtes für soziale Fürsorge. Anfangs nächster Woche übersirdelt der Großteil der BureauS des Staatsamt iS für soziale Fürsorge vom Höhen Markt in daS AlbrcchtSvalaiS. das siir biefe Zwecke neu adaptiert wurde. Im Gebäude am Hohen Markt wird nur daS Jnvciliden-. Mit vninksebikgcht sein. * Beilegung d-S Streiks irr der Wiercer PelzryvtzeN'Verkstätto (MavWhikforstraße 8). Es ist uns nach ltzngen Berhantzlungen mit fcv Streikleitung gelungen^ durch Bewilligung sämtlicher Forderungen den vollen in unseren Werkstätten wieder aufzunehmcri- Wir gehen unseren, p. t. Kunden hierdurch bekannt, d-y.h: wir nun nach wie yoe wieder in der Luge sind, stellungen in Neuanfertigungen, Moderni/ierungen und Reparaturen entgegenzunehnten. Gleichzeitig weifen wir, ans unser reichasortiertes Lager in Füchsen aller Art und Preislagen imb luden zur Besichtigung unserer Wvdelle in Pelzmäntel, die durchwegs Schöpsuntteu erster Künstler sind, höslichst ein. * Verband der Angestellten jüdischer Organisationen. Anfangs September erfolgt die Ausgabe von DaMNstrümpftn, Rudnl-'.bchen. Knadensockm, Frauenhemden, Fratirrihosen. Handschuhen und Handtüchern in guter Oualcrät zu billigsien Preisen. Vormerkungen bei Herrn M, Bier, it.. Zirkusgasst SStSekretqckat) und Fräulein Lustig, It., Taborstraße 1/3 (Wierur MvrgenztilUttg), * Kafieneinbeuch bet dep Landesregierung. Um sv, h. M. nachts sind bisher unbekannte Täter rm Honst, t.. Nuihensteingasie 8, in bie im HI. Stock gelegenen^Kayzleien brr Wii ischaftslttlung der niederösterreichischenLandesceMrung tziyflcbvmtiKu. Sie bohrten eine eckcrne Kasse von vorne aN, legten die Sütässer bloß und erbrachen dann dlt Kaffe. Sie entnahmen \\n einen BetxagvvuL 200.000 unb entkamen mit der assehnlichen Beute. * Erste Deutschösterreichische Klaffenlottcrie. Der? ErneuerungStenmn zurllft Klaffe endet am Abend deS 1. September. Bis *u diesem Tage können dre Svieler, die an der Ziehung der IV. Klaffe tulnebmen wollen, die Emeuerungslöse: der IV. Klaffe der Ersten Deplschösterrolchischen Lotterie Zahlung. der einfachen Klaffenemlage und Vorweisung fas Lou der UI. Klaffe be> jener Getchästsstelle beziehen, bei welcher sie die Lose der III. Klaffe gekauft haben. Die Ziehung der IV. Klaffe findet Dienstag den 9. und Donnerstag den 11. September iw ZichungSsaale. Wien. Itt.. Lothringerstraße SO (KomepkhgM). öffentlich statt; der Beginn ist an beiden Tagen für 8 Uhr irsih festgesetzt. Am Dienstag den 9. September werden vör Betzmir der Ziehung 37SO Röllchen mit dm spielplanmäst'gen Gcwinnbeträgen der IV. Klaffe ttt das Gewinnrad öffentlich erngeschiittet werden. * DaS evglisch« KLregSgefang»ne» Auskynftsbureau in London, DaS englische KrregÄksangmenauskuvjlsbureau in London (Prrsotter j)f War Information Buregn, 49 Wellington Street. London W. C. 9) ersucht, alle Anfragen über Vermißte, Gefangene nsw. direkt an das Bureau selbst zu richten, da es eine Jnstilntton gemäß der Haager Konvew^rr darstellt. Düse Anfragen sind also nicht über dre englische MffstW zir senden. Anfragen sollen au den Direktor des Bureaus adressiert: werden und können in deuifcher Sprache verfaßt sein, woraus im «ormaleu Falle auch die Antwort deutsch erfolgen wird. * Bad-Gasteln, Penfior» KoKisch. Auf viele Anfragen wird mrtgetM, daß die destbekannte Pension K o k i s ch »sich während der jüdischen Feiertage g e ö*fs n e t bl e j h t. Feierlicher Gottesdienst..im Hause. Für vorzügliche..VeMrsMll ist^gesorgt. Voranmeldungen erbeten. * Privat-Voltrs, «nd Bürgerschule DirschinSzker. llm die infolge der Individualisierung erreichten Resultate auch weiter zu sichern, bleivt liie Schülerzuhl in jeder Klaffe nach wie vor beschränkt. Für die noch verfügbaren freierlHlätze stndet hie Schüleraufnahme dreimal wöchentlich vom 1. bis ilmusiae 14. September statt. ‘ , Veremsnachtzichten. (Nachrichten von Vereinen erscheinen von. «nnan stets amTage der Veranstaltuu g.). Heute: TuvttvereinAtakkabi, XX., beginnt feine Ta sitzkert anfangs September. Anmeldungen täglich XX.. Karl MsiFtt« stratze b, .Tür 1. von h.bis 0 Uhr nachmittags. — J^uüg Juda Jugendbund. Kleines Sportfest in der Hauplallee. Begtuu 10 Uhr. Mirwirkcnde treffen schon um 9 Uhr ein. MorzenMontag: K u l t u r ve r b a»n d a b n e". IX., Türkenstraße 9- 7 Uhr abends Menachem Frostig: Kurs über die Agadah. — Zionistische Bezirkssekt ionBrigitten an. (Iugendgmppe.) Adolf Lack: Valästmageogravhie. — Zentralverbändderdeutschösterr eich rs chen Kriegsbeschädigten, Ocksgruvpe Leovoldstadi. ß Uhr abends, Meterei M den drei Tauben", tt., Kleine Zusahrtstraße, außerordentliche VollversümmluNM I ü d i s.ch e s o z ta l ist ik ch o Partei Deutschosterrerchs. llt7 Uhr abends Cass Wien, I. Schottenring (gegenüber Univetsttä!). Zusänmrenmttft und' Diskussion über Tagessragem Letzte Nachrichten. Friedrich will endlich gehen. Budapest» 80. August, Das Ungarisch! Tel^ graphen-Kvrrrspondeng-Dureau meldet: In Budapsji wurden heute aus verschiedenen Quellen Nachrichten verbreitet, welche davon wissen wollten, daß die R egierung Frtedetch z urü ck trete, daß die Entente die Negierung nicht anerkannt habe» daß die Mitglieder der Regierung interniert werden und dergleichen. Don alledem ist kein Wort wahr. Ministtt- Präsident Friedrich steht auf dem Standpunkt» daß, wenn es sich als zweifellos Herausstellen sollte, daß nur seine Person der Grund für di» Ausrecht- «rhaltuntz der Besetzung und für das Ausbteiden der finanziellen Hilfe für das Land sei, e t demissionieren und bei Seite stehen werde, aber nur unter der Bedingung, daß die neue Negierung unbedingte Garantien sür die Abslellung der Mtßstände erhalte. Jedenfalls behält er sich ahm v o l le Fre ih eit für d ie W ah len vor, da er es für zweifellos halt, daß aus den Wahlen jene Parteien mit überwiegender Mehrheit in bic Station eil- Versammlung gelangen werden, welche den Siandottnlrt der jetzigen Negierung unterstützen.