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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-24 · Heft 215 (24.8.1919) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 215 (24.8.1919)
Date
1919-08-24
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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r €ette 2 7 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung 24. August 1919 Nr. 215 Was Ententegenerale nicht können und die rumänischen Landsknechte nicht wollen, das werden die Repräsentanten des einigen Judenvolkes tun, sich mit dem ungarischen Judentum solidarisch erklären rmd das Gewissen der zivilisierten Welt wachrufen, damit dem Treiben der magyarischen Reaktionäre Einhalt geboten werde. Bon den Brüdem in Ungarn, die so rauh aus ihrem Asiimilationsträumen geweckt wurden, erhofft das jüdische Volk Einkehr und Eintritt in die Reihen der Kämpfer für jüdisches Volksrecht. Der Zionismus.*) Bon Adolf Böhm. Das Zahr 1882. — Leo Piusker. — Die erste» Kolonien. In der Geschichte des Zionismus bedeutet daS Jahr 1883 einen Wendepunkt. In seinem Verlaut spielten sich eine Ncche für die Weiterentwiilluna der Bewegung bedeutsame Ereignisse ab. Die Hauptmasse der Juden, die m Rußland konzentriert ist. war durch om liberalen Zug des Regimes Alexander II., der die Bauernbefreiung durchgeführt hatte, in sozialem Ausstieg begriffen, wodurch die Aufklärungsbewegung begünstigt wurde. Die Bauernbefreiung hatte aber ein Zuströmen der von ihrer Schollenpflichtigkeit befreiten Masten in die Städte und Städtchen zur Folge, wo in dem industriearmcn Lande die Emgewanderten vielfach keine anderen Berufe ergreifen konnten, als die dis dahin von Juden nahezu monopolisierten, insbesondere das Handwerk. Es entwickelte sich wie mmrer und überallhin der Geschichte mit dem Eindringen der N'rckckjuden in bisher jüdische Berufe eine antisemitische, auf gewaltsame Verdrängung der lästigen Inhaber dieser Berufe gerichtete Bewegung, die in dem ungebildeten Volke atavistische Instinkte erweckte. Außerdem war eine kleine Oberschicht von Juden an dem wirtschaftlichen Ausstieg Rußlands als Großhändler, Bankiers, weniger als Fabrikanten, in die Hohe gekommen, was den Neid der zu diesen Berufen minder aualiffzierten russischen Intelligenz hervorrief. Dres und die Tatsache, daß die Inden in den Dörfern und Städtchen die Händler und Kreditgeber warm, verursachte, daß sie als „Unterdrücker" des Volkes verschrien wurdm, die die „autochthone Bevölkerung in rettungslose Abhängigkeit von sich gebracht" hätten, wie sich Dosiojewsky im Jahre 1877 ausdrückte. Dazu kam die starke Anteilnahme der Juden an allen freibeitlrchen Bewegungen, welche eS beit russischen Reaktionären leicht machte, die dumpfm, strengglÜubigm und zarfrommen Masten gegen die Juden zu Hetzen. Die Ermordung des beliebten Zaren durch Nihilisten (März 1881) war das Signal zu dm ersten großen Judenverfolgungen in Rußland, die am 15. April 1881 beginnmd, bis 1883 sich fortseytm und Mit der starkm Teilnahme von Juden an den revolutionären VartelM begründet würden. Tolstoi hat öffmtlich die russiche Bureaukratw beschuldigt, die Pogrome angestlftet zu haben- Der berüchtigte Minister Jgnaticw setzte schon 1881 eine Kommission ein,, um dm „schädlichen Einfluß" der Juden zu untersuchen. Das Resultat war eine Kette fortgesetzter weiterer Nechtscimchrällkungen, der Schaffung der Ansiedkungsrayons, außer dem Juden nur m besonderen EirizelMen wohnen dmftm, das Verbot des Kaufes von Gnmd und Baden, die Prozmlnorm an den Schulen mw. Diese Ereignisse wirktm auf die russische Judenschaff und ihre Führer aller Lager erschütternd, war doch dir Astimilativnsbewegunk so stark gewesen, daß ihr die hebräisch geschriebene Haskalaliteratur diente und selbst der hervorragendste hebräische Dichter, I. L. Gordon, die Juden m hebräischen Versen zur Assimilation aufforderte. Daß dry nationalgcsinnten Schriftsteller durch die Pogrome einen mächtigen Anstoß znr St: gcrung ihrer Propaganda für den Zionsgedanken empfingen, war die erste natürliche Folge. PerezS molenSkh, der m den ersten Jabren seiner Tätigkeit nur-den Nationalismus, dm Kampf für die Erurnrnmg des Judentums und gegen die Assimilation geführt hatte, inachte nun diezionrstischeJdee zum Hauptpunkt seiner feurigen Agitation. Aber auch bei ihm hatte sie selbst in diesem Zeitpunkt noch keine politische Färbung, er dachte nur an die national-kulturelle Wiedergeburt, er sprach, wie später Achad Haam. von der Schaffung eines geistigen Zentrums in Palästina, sieben ihni wirkten DavidGordvn. der schon seit 1871 in seiner Zeitschrift „Hamazid" zionistische Idem verfochten hatte, ferner der berühmte hebräische Schriftsteller M. L. L i l i e ub l n m (1843—1910), der eine Broschüre über „Die Wiedergeburt des jüdische» Volkes im heiligen Lande feitftr Ahnen" schrieb und anderes. Doch atzch in dm Kreffm der russifiziertm jüdischen Intelligenz wirkten die Pogrome und RrchtslMmnkungm wie Donnerschläge, die sie aus ihrm Träumen vom Ende der Juden» not iäh aufrüttelrm. Ihr Persönlichkeilsffolz war auftiefste getroffen worden. Aus ihrm Rechm. aus denen sich manche bedemmde Männer, wie 8. O. Lrwanda, plötzlich der nationalen Bewegung anschloffen. ertönte ein wahrhaft erschütternder Ruf nach völliger Umkehr: Die Broschüre „Die Autoemarrzi" v arion". die unter dem Pseudonvm „titi russischer Jude" 1882 Dr. Leo Brüsker (1821—1891) veröffentlichte. Dieser, der Sohn eines bekanntm hebräischen AufklämngSschriftstellers, rm Arzt von europäischer Bildung, war ein Vorkämpfer der Assimi( lativn gewesen. Die Ereigniffe imes Jahres öffneten ihm dir Augen, ähnlich, wie es spater Herz! anläßlich der Drehfußaffäre erging. Die Schulung durch modeme Idem ließ ihn. ganz ebenso wie Herzl, die Judenfrage in einem völlig anderen Lichte sehen, als den aus dem Hevrarsienlager stammrnden Vorkämpfer« der indischen Renaissance. Er erkannte wie Herzl die Judmfragt als cm soziologifch-volitisches Problem und denAufvaueineS autonomen jüdischen GemeiwesenS als ei« einziges Mittel zu seiner Losung. Die denkwürdige Schrift ist das crsteDolumentdespolitikchenZiogismuS, VmSker mnt darin, daß die Asfinsilotiovsidre (Lösung der Judmtuige durch Anfgehm der Juden M den Völkern) schon deshalb absurd sei, wer! die Juden gar nicht Mmilmbar sind; die Rationen cmpsiuden sie als heterogenes, ihnen wesenSkremde- Elemmt. Deshalb ist dre Emanzipation nur rechtlich, aber nicht talrisch gesellschaftlich durchgeführt worden. ,Dcr Jude ist überall l'nwekcnd und nirgenS zu Haufe" Der Judenhaß ist eine erbliche Volkspsychose, also unheilbar. Unsere Rettung kann nicht darin ' l^gen. daß wir Beschützer suchen, sodern daß wir unS selbst helfen, '«dem wir wieder eine Ration mit allen Attributen einer solchen iv'rpen. insbesondere einem eigenen Land, in dem wir uns frei entwickeln können. Dam ist Lin nationaler Entschluß nötig. Der Weg, ihn zustande zu bringen, wäre, die indischen Hilssgesellschaften zu veranlassen, einen Nationalkongreß e'.nzubrrufen oder wenigstens ein Direktorium rmznsetzm. das bi*: Ausgabe hätte, ein paffendes Territorium zu suchen. Möglicherweise sei Palästina geeignet, wahrscheinlich aber eher Amerika. Das Terrain muß R a t i o » a l g u t werden, eine i>c a rionalsubskription muffeisfe Mittel lieHl n. Wenn ettvas die unbedingte Richtigkeit der politischzuniistischei, Idee beweisen könnte, so ist es sicher der Ümstanv, da.; m'; Männer, ohne von einander zu wissen (Herzl, der! - 7 i hnte später den Jndenstaat schrieb, kannte weder K r.;vtcr . noch die ChoweweziaubewHjMg), sie mit *) Sr. he Nr. 85 und Nr. 207. Es gärt in der Welt. Vor neuen Konflikten und neuen Kriegen. Paris, 23. August. (Tel.-Komp.) „Chioago Tribüne" veröffentlicht einen Uebcrblick über die allgemeine W eltlage. Das Blatt meint, daß er überall in der Welt gäre. Italien werde sich vielleicht gewaltsam zum Herrn von i Fiume machen. Die Griechen bereiten sich zur Besetzung Thraziens vor. Belgie n will Holland planmäßig zu den verlangten Zugeständnissen bringen, die Serben haben gleichfalls ein Heer gebildet, um ihre nationalen Bestrebungen, wenn nöttg, mit Gewalt zu verteidigen. Die Tschecho-Slowa ken, Polen und die Ukrainer liegen einander in den Haaren wegen der Festlegung der Grenzen, die Türkei bereite einen Angriff zur Wiedereroberung des verlorenen Reiches vor. So geht es überall in der Welt zu. Es liegen weiters Anzeichen über Konflikte in Südamerika vor. Hier sind Peru und Chile im Begriffe, gegeneinander die Feindseligkeiten zu eröffnen. Diese beiden Staaten haben ihren Vertretern in Paris den Auftrag erteilt, die europäischen Großmächte auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die ein Krieg zwischen diesen beiden Staaten heraufbeschwören würde-. In diese« Krieg würde wahrscheinlich ganz Südamerika verwickelt werden, da sowohl P^ru als Chile über Bundesgenossen ' in den südamerikanischen Staaten verfügen. Ferner droht noch die Gefahr eines amerikanischmexikanischen Konfliktes. Der Friedensvertrag ein Paple.,''.^err. New-Aork, 23. August. (Tel.-Komp.) Der Korrespondent der „United.Preß" interviewte den italienischen Delegieren Modi gliani über da? Friedensabkommen von Versailles. Modigliani sagte, das Friedensabkommen bedeute nicht das Ende des Weltkrieges sondern schließe nur eine Phase des WelLringkampfes ab. Jetzt fängt der Kampf der Besiegt!« und Enttäuschten an. Innerhalb weniger Jahre wettren die 215 Seiten des Fri-edensab kommenS sicherlich nichts mehr als eine Menge von Papierfetzen geworden sein. Elsaß-Lothringen bedarf nur einer anderen Verfassung. Die Bewohner des Saargebleies sollen in einer Volksabstimmung selbst entscheiden, wem sie zugehören wollen Pole« darf nur aus Pole« und nicht zum großen Teil auch auS Deutschen bestehen. Deutschösterveich muß das Recht gewahrt bleiben^ sich an Deutschland anzuschließen. Die Bestimmungen Über die Abrüstung, wonach die Sieger die Waffen behalten, während' die Besiegten entwaffnet werden,, ist barbarisch und uner trLgl i ch. nichtsdestoweniger werden die Besiegten durch die Entwicklung'der Ve^ haltnisse ihrerseits ". "••/rj; die Sieger zur Avrüjjttmg zwinge«. . Das Abkommen, das nicht nur die besiegten Staaten. , sondern auch die Bürger der besiegten Völker Wühl-' los vereinigen will, ist der Gipfel der Torheit, deff«. selbstredend wird nichts Positives aus' den 'vieteff, aüfdem Papier befindlichen Paragraphen entstehen. Das Abkommen scheint von Juristen ab gefaßt worden zw sein, die ihr Wissen gewissermaßen in den v Dienst des Kannibalismus ' gestellt haben. Eine völlige Aenderung des Fdiedensabkomme ns hat genau soviel Interesse für den -intern alliierten Kapitalismus wie für die deutschen Arbeiter, dbe alles zu verlieren haben, den« Deutschland würbe/ um die geivaltige Kriegsentschädigung zahlen zu können, vorminderte Löhne und längere Är-eitszeit emführen müssen. Die Frage ist nun, wie eine Revision praktisch durchgeführt werden könnte, ob. Deutschland zum Aufstand übergehen oder ob es allmählich mit seinen Gegnern zu einer Uebereinstimmung zu kommen trachten soll. Ich glaube nicht, daß die Eintracht der Sieger lange bestehen wird, denn gewisse Mitglieder der Entente haben sich die fettesten Brocken gesichert, namentlich Frankreich und England, außerdem haben auch nicht alle Alliierten di« gleichen Interessen in bezug auf Deutschland. Sobald aber die Eiutracht der Sieger verloren geht, wird Deutschland seinen Vorteil daraus ziehest,- und wenn dies nicht geht, werden wir bald sehen, dastdie Besiegten sich erheben. Schwierigketten hüben und drüben. Die Lage in Oberschlefien hat sich nach deutschen Berichten gebessert, und die deutschen Truppen stehen cklberall an der schlesisch-polnischen Grenze. H o o v e r soll im Obersten Rat auch über die Lage in Oberschlesien Bericht erstattet haben, die ihn naturgemäß aufs lebhafteste interessieren muß, da durch die Wirren in jenem Gebiete die Kohlenförderung aufs stärkste gehemmt ist. Hoover soll die Beschleunigung der Volksabstimmung angeregt haben und die Engländer haben den Polen zu verstehen gegeben, daß die Entsendung polnischer Truppen einen Rechtsbruch darstelle, da Obrrschlesie« vorläufig zu Derrischlmrd gehört. In den nächsten Tagen soll sich eine interalliierte Militärkvmmission zu Jnfyrmatton-- zwecken nach Oberschlesien begeben. Der Widerstand der republikanischen Senatoren in Amerika gegen einzelne Punkte de- Friedensvertrages hält an, und Wilson hat sich zur Erklärung genötigt gesehen, es hatten vor Amerikas Eintreten 'in den Krieg ' Gesteimverträge zwischen einzelnen Staaten bestanden, von ben-^u cr vor seiner Ankunft in Paris keine Kenntnis gehabt habe. Der Berichterstattcr des „Echo h« Paris", der diese Nachricht übermittelt, meitö mü einem gewissen Recht, diese Beußerung wäre geeignet, den Widerstand der Gegner des Völkerbundes zu verstärken. In bezug aus die bentschan Kolonien hat Wilson erklärt, daß die Verträge über die Verteilung der 5kolonien vorläufig provisorisch seien und nur durch die Zustimmung des Völkerbundes^ Kraft treten könnten. Einige Senatoren, darunter Lau-- sing, sollen in einem Briefe an Wilson, den zu Ht*:\ öffentlichen er sich geweigert habe, ihre Meinung^ ausgedrückt haben, daß die . Zuweisung SchaNtungs an Japan den Krieg bedeuten würde. Wie man sieht, halten die Unstimmigkeiten ia' Washington an und dadurch wird auch die Arbeit der Friedenskonferenz in Paris verzögert. Nach Nachrichten aus Tokio soll die Regierung - n aff II mW smttopK gCfuitjt sein und ihre Archive und Goldreserven nach JrkutSb. geschafft worden fein. Es werde nunmehr der j a p a Nischen Armee die Aufgabe zufallen, den Vormarsch! de« Bolschewiken gegen Osten zu verhindern. Solche/ Nachrichten sind wie alles, was über die Vorgänge, m Rußland berichtet wird, mit der nötigen Resezjpe aufzunehmen. Daenglische Arbeiterblatl „Daily Herald" berichwt gleichzeitig, daß in Deutschland ungeniert sürKoltschakTruppengeworben werden. Die Allianz zwischen der russischen Monarchie, den deutschen Junkern und den englischen Militärs werde täglich, offenkundiger. Die Nachricht von den Werbungen heu. deutschen Offiziere für Koltschak ist richtig und von uns bereits erörtert worden. Neu ist nur, baß auch englische Militärs dabei beteiligt fein sollen. Es kann .sich hierbei nur um Vertreter der englischen Militär» mrssion handeln, welche in den ehemaligen russischen Ostseeprovinzen ihren Sitz haben. einer verblüffenden Jrentität in allen Einzelheiten: Diagnose 1 des Problems, Heilmittel und Methode, .fassen konnten. Wir j können den ParalleliSmuS zwischen beiden auch noch ein I Stück weiter verfolgen, wenn wir den Weg betrachten, heu sie nach Veröffentlichung ihres Programmes gingen. Beide, denen nicht die ,MiedorgeburtS"tdee mit ihren nationalen Gründelementen. Palästina und Hebräisch, am Herzen lag, sondern bas jüdische GtaatSwesen als Abhilfe der soziologisch-politischen Judennot, stießen, als sie zur praktischen Wirksamkeit übergingen, auf die schon vorhandene Zionsbewegung. Beide schloffen sich nach anfänglicher Schwankung dieser an, beide schritten, nachdem sie von de« Haltung der jüdischen HilfSj gefellschaften, auf die sie ihre Hoffnungen gesetzt hatten, . enttäuscht worden waren, sofort an die Organisierung der zionistischen Bewegung und traten an ihre Spitze. Hier ‘ aber endet der ParalleliSmuS. Während Herzl seine politische Idee als Programm durchsetzte und die Ehowewe-gisn zu ihm bekehrte und eine jüdisch-politische Weltorganisation schuf, erlag Pinsker der ihm gleich auiarlgs gemachten Opposition,' wobei schon damals der^unge ufcher Ginzberg (Achad Haam) ihm als Verfechter der Zionsidee gegenübertrat« und schlotz sich voll und ganz der Ehowewe-Zionbewegung an, ohne ihre Enge und ihren stark philanthropischen Charakter ändern zu können, 'was allerdings m seiner Seele eine», nie Ättwundenen Schmerz zurü^eß. . WWr^0WWV>WW>W>WWMeW>lWW>WW>>W>>W>WU>IiIWU>>WIAM>>eNWi^^W^ * , Ptnskers Position war von vornherein feine starke gewesen, da seine, übrigenin deutscher Sprache geschrieben-, also auf westliches Publikum berechnete Broschüre, in Rußland Mae großen Eindruck gemacht hatte, doch nicht cntferiit\ -; die ungeheure Sensation, wie später HerzlS „Judenstaat"^ der freilich noch andere Qualitäten hatw als jene Broschüre, , won einem berühmten Schriftsteller stammte und in . einer; Zeit der völligen Entmutigung der Chowewe-Zionkreis^ erschien. 1SL3 war diese Bewegung gerade in ungeheuersten. Aufschwung begriffen und hatte zu praktischen' Taten geführte : Ein Echo fand er auch im Westen nicht. Nur in England, we seit jeher die ZionSidee christliche , und jüdische Porkämpfsv gehabt halte, waren verschiedene Bestrebungen im Gang-,., bei der Pforte Konzessionen für jüdische Ansiedlungen in> Palästina zu erreichen. Dem englischen Millionär Sir Edward» Gasalet bot die türkische Regierung, wie später Herzl, Kmizesslonen für Anstedlnngen — außerhalb Palästinas an. Ehr anderer nichtjüdischer' ZioySsreund, Sir Lamence Olipharit,/ nyterstützt von Disraeli Veaeonsfield, hatte trotz des MdcrtändeS der führenden englischen Israeliten gleichfalls A>,-/ trengungen bei der Pforte gemacht, .war auch nach Brodst, zu >en PalSstinap1oni-.'re,l gefahren und ließ sich schließlich in stiira nieder, wo er später den jüdischen Kolonien ein '.iitj*r opfernder Helfer. war.

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