Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-08-23 · Heft 214 (23.8.1919) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 214 (23.8.1919)
Date
1919-08-23
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979291--01910-2987365
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

Nr. 214 x . Wien. Samstag Telegramme. Ein Bericht über die Pogrome in der Ahrains. Odessa, 22, August. (Funkspr.) Das'O d e s s a e r jüdische Komitee hat der Friedenskonferenz einen, genauen Bericht über die Pogryme in der Ukraine ü b e r m i t t e l t. In E l i f a b e t h g r a d dauerte der Pogrom zwe-i Tage, 315 Juden würden hierbei erschlagen. In Bogrä wurde die gesamte jüdische Bevölkerung mit Ausnahme von einer Frau und fünf Kindern erschlagen. In Proskurow wurden 6500 Juden erschlagen. /In S l a t o p o l dauerte der Pogrom acht Tage. In Nebomirgorew dauerte der Pogrom sechs Tage, 200 Juden wurden erschlagen. In K u b i t s ch wurde die gesamte jüdische Bevölkerung getötet. Fast in allen größeren und kleineren Städten fanden Pogrome statt. Hoovevs Bericht <w -en Obersten Rat. Versailles, 22. August. (Korr.-Bur.') Der von einer Studienreise aus Polen und Oesterreich zurückgekeh-le Lebensmittelkommissär Hoover berichtete gestern dem Obersten .Rat der Alliierten . namentlich über die Lag e i n O b ersch l e s i e n. Nach dem, „Echo de Paris" alaiüit Hoover, eine interalliierte Kommission könnte dre Schwierigkeiten beseitigen, die sich rn Obrrschlesien zwischen' Deutschen und Polen ergeben haben. ° , Hoover soll in brr heutigen Sitzung des Obersten Rate« .die Entsendung von amerikanischen, englischen, sran;ösischen und italienischen Sachverständigen iür Bergbau beantragen. . Das Blatt glaubt. daß von erner m>litarisch!ett Beübung Oberschlestens nicht mehr die Rede fei. Einige Morgenblätter hingegen nehmen an, daß sie doch erfolgen werde. Die amerikanische Presse gegen die Blockierung Rußlands. Belmar, 28. August. (Fankwnrch? Die jüngsten Ereigi-ilie in der Ostsee werden von den Ncw'Dorkcr Zeitungen zum Anlaß genommen, abermals die Frage der Blockade Rußlands in besprechen. Dre Bereinigten Staaten hätten sich, ausdrücklich gegen die Blockade ausgesprochen. Sie sei niemals vublßiert worden. Tatsächlich aber, heißt es in einem Blatte, werden trotz der entzückendsten amerikanischen Theorien alle Zugänge au Rußland von der englischen Flotte abgespcrrt. Wenn em Kiiegsschinko.don krnic Blockade fei, mögen die internationalen Secrechtslehrer uns sagen, was der gegenwärtige Zustand wäre. Es ser überans merkwürdig, welchen sonderbaren Wandlungen die amerikanische Politik aus der Friedenskonferenz unterliege. Russischer Kriegsbericht. Moskau, 22. August. (Funklpruch.^ D e n i k i nhat seine Offensive e i n g e st e l l t, weil seine Kräfte gegenüber lenen der Roten Armee zu schwach sind. Infolgedessen bat sich unsere Lage an diesen Teilen der Front wesentlich ge» beffert. Nordfront: An der Bahnlinie Pskow—Pcrczew sind hestige, für uns günstige Kämpfe. An der kmländisch-livländischen Front stehen unsere Truppen 40 Werst von Ostrow. Im Rayon Dünabmg wurde der Feind um 10 Werst zurückgedrängt. Di« Lage in Westungaru. — , Draz, 22. August. (Korr.-Bnr.) Landeshauptmann Doktor R i n t e l e n begab sich gestern, . sine bereits gemeldet, nach Deutschwestungary und fuhr zuerst nach Körmend und Stematnanger, wo er von den Funktionären der ungarischen Regierung empfangen wurde, und zwar vom Chef der Zivilvcrwaltung Grafen Szigray und vom militärischen Kommandanten Obersten Lehar. Die Besprechung hatte den Zweck, die Wahrung desSelbstbestimmungsrechresder deutschw e st u n g a r Nch e n B e vö lk e rung und die Fre,ilassuttg der Verhafteten zu erwirken. Bezüglich des ersten Punktes vertraten die ungarischen Funktionäre den Standpunkt, daß über daö Schicksal des Gebietes erst der Fricdensschluß zwischen der- Entente pnd Ungarn füc sie bindend fei und daß.sie daher bis dahin bte volle Versiigunsgewalt über die strittigen Gebiete beanspruchen und geltend machen müßten. Demgegenüber betonte der Landeshauptmann das Prinzip der Selbstbestimmung und dre bereits erfolgte Stellungnahme der Entente. Bezüglich der Enthaftung wurde nach längeren Erörterungen Entgegenkommen zugrsagt. Nach einer heute früh eingelangten Mitteilung werden heute von acht Verhafteten sieben sreigelaffen. Die Szegediner Regierung stellt ihre Tätigkeit ein. Budapest, 22. August. (Korr.-Bur.) Der Ausschuß - der 48er- und Unabh ängigkeitspartei hielt heute nachmittags eine Sitzung qb, in der Desider Abraham über die Bildung und die Tätigkeit der Szegediner Regierung Bericht erstattete und mitteilte, daß die S z e g d i n e r Regierung ihre Tätigkeit e in q e ft e 111 habe und alle ihre Organe und Truppen der Budapester Regierung zur Verfügung stelle. Bevorstehende Einreisebeschränkungen für Großbritannien. Earrrarvo«, 22. August. (Funkspruch.) Die Regierungsverordnung, daß kein Angehöriger der früher feindlichen Länder den Boden des Vereinigten Königreiches betreten darf, er wäre denn im Besitz einer ausdrücklichen Erlaubnis des Staatsamtes für Inneres, wird in etwa zehn Tagen in Kraft treten. Zusammentritt der türkischen Rational- Versammlung. Prinz Abdul Mezid zum Sultan vorgeschlagen. Bukarest, 22. August. (Tel.-Kymp.) Die Agentur D a e i a meldet: Ein aus Konstantinopel elngetroffenes Telegramm besagt, daß die türkische Nationalversammlung in Erzerum zusammengetreten ist. In der Eröffnungssitzung der Nattonalversamntlung wurde der Antrag gestellt,, den Primen Abdul Mezid, der als Aimanger der Iimgtmken bekannt ist, zum türkis c n S ul, t a n z u pro* klamire n. Wiener Morgenzeitung 23. August 1919 Seite 3 '— 1— :---*-----: .. . ■ ■—1 Was geht in der Ukraine vor? Authentische Znfsrmatronen über die politische Lage. Die Herren Meer,Großmann, Mitglied der jüdischen' Nationalversammlung, in der Ukraine, Mitglied, des Präsidiums deszentralen Pogromschutzkomitecs in der Ukraine, und Dr. Coralnikbeide ausKiew, sind Im>Aufträge der zionistischen Organisation der Ukraine in Berlin eingetrofsen, um sich von hier nach London wciterzubegeben. Beide Herren gewährten der RebaMvn der Berliner „Jüdischen Rundschau" «in Interview,, das zum ersten Male über die Verhältnisse kn der, Ukraine authentisch informiert und insbesondere über dje beispiellosen Pogrome nähere Details enthält., Wir entnehmen den Mitteilungen der genannten Herren die nachstehende Darstellung der politischen Verhältnisse in der Ukraine. Angesichts des undurchdringlichen' Dunkels, daS bis jetzt über die verwirrte Lage in der Ukraine gebreitet ist, ist strie übersichtliche Zusammenstellung der Ereignisse außerordentlich aufklärenb. Dt« Herren berichten: Ende November 1918 erhob sich gegen den bisher mit Unterstützung der Deutschen in, her Ukraine herrschenden Hetmar; S k o r o p,a d S k i an der Spitze einer ukrainischnationalen Bewegung Petljura. ES gelang ihm, die g a n z e 11 kr diu e (GouvernernentS Kiew, Poltawa, Tschernikow. JefateriNoslaw, Charkow, > Cherson, Tpurien, Podolien, Wolhynien) zu erobern. Gegen Petsiüra und Minitsche.Uo (daS sogenannte D i re'ktv r i.ii tn) beginnt im Jänner 1919 die bol sch e!v t l i's ch e 1 D f f e'i, s l v'e, bet es am 5. und 6. Februar gelang, Kiew zu erobern, woraus sich Petljura auf die galiztschr Grenze zurückzog. - Dainals gingen Grigvridff und M a ch ti o; die hiSher auf Petljuras, Seite gestanden halt, zu den Bolschewiken über, von denert ^rsterer den Auftrag erhielt, gegen Odessa vorzugehen, während der letztere das durch seine Erz- .und Kohlenschätze wichtige Twnehgebset halten sollte. Die bolschewlkische Offensive wurde von Mvskar^ aus orgänisiert und stellte sich immer mehr als eine ausgesprochene russische Bewegung dar, die sich auch bewußt bestrebte, eine Vereinheitlichung des tzukrainisch-bolschewikischen Heeres mit dem russischen herbeizusühren. Während die Bolschewiken erfolgreich operierten, organisierten -die ukrainisch-nationalen linken Sozialrevolutionäre gegen sie eine Bewegung, die sich gegen den russische» Charakter des Bolschcwtstnus und gegen die angeblich zahlreichen jüdisch e n Führer wandte. Es entstund' 'eine, große Anz ah l au fständ ischer Banden (zum B'isviel unter der Führung von Selom, Sokolowsli, Struk), die im Zusammenhang mit Petljura gegen die Bolschewiken operierten. Gleichzeitig begann G r i g a r i e f f ebenfalls einen Kampf gegen die Bolschewiken und Juden unter, hem Schlagwokt „gegen die Moskauer Freßzentcale und die Leute aus dem Lande, wo man Christus gekreuzigt hat"^ In allen diesen Känchftu blieben zwar die Bolschewiken Siegers aber sie hatten ihre Truppen nicht mehr fest in der Hand.! Gleichzeitig stiegen die Lebensmittelpreise ungeheuer. Das Pfund Schwarzbrot, bas noch kurz vorher 2 Rubel gekostet hatte, kostete am 8. Juni in Kiew 82 Rubel; ein Preis, der inzwischen weiter gestiegen ist. Nunmehr griff die Armee D e n i k i n «in. Sie kam aus dem Kuban-und Dongeblet. Sie besteht größtenteils aus russischen Freiwilligen, ist im ganzen gut diszipliniert und durch die Hilfe der Entente gut ausgerüstet. Machnos der gegen sie das Donetzgebiet halten! sollte, verriet die Bolschewiken und ging zu Demkin' über. Dadurch gelang es Denikiu, die Gouvernements Jekaierinaslaw» Charkow und teilweise Poltawa zu erobern. > Im gegenwärtigen Augenblick zerfällt die Ukraine in! folgenden Herrschastsgebiete: 1. Die Bolschewiken blitzen die Gouvernements Kiew, Tscherntgosf, Teile von Po-' d o l)ie n, W o lhh n ten und Je katerinoSlaw; 3. Denikin steht tri Charkow, Cherson, Poltawa, der Krim und Teilen des Gouvernement-- Jekgtertnoslaw; 8. zwischen beiLen Gebieten besitzt Petljura (das' sogenannte ukrainische Direktorium) Teile der Gouvernements Podolien und Wolhynien; 4, endlich befinden sich im ganzen ■ ukrainischen Gebiet' mehr .oder weniger große! Räuberbanden. * Ueber die Pogrome machten die Herren genaue An>» gaben, für deren Richtigkeit das nationaljüdische Sekretariat der Ukraine die Verantwortung übernimmt. Das nationale jüdische Sekretariat hat sämt-> liche Pogrome genau registriert. Hiernach hahe« in der Zeit von Ende November 1918 bis zum 29. Mai 1919 in 127 Orten Pogrome und blutige Exzesse stattgefunden. Von weiteren 40 bis 50 Orten laßt sich nicht genau jagen, welchen Umfang dort die Ausschreitungen angenommen haben» da das Sekre» tariat mit ihnen nicht in Verbindung treten kann. BeidiefenPogrome« find 30.000 bis 95.000 Iuden e r m ordet worden. Eine grotze namentliche Liste der Ermordeten ist in den Händen des nationalen Sekretariats. Diese Ziffer ist absolut zuverlässig, sie ist eher «och zu klein. . ■ i Aus Polen. Der Bericht der amerikanischen Kommission über die Pogrome in Minsk. I Warschau, 22. August. (Tel. der- „Wr. Morgenztg.") Nachdem seit dem M i n s k e r Pogrom fast vierzehn Tage verflossen sind, hat die amerikanische Kommission, welche zur Untersuchung dieser Vorfälle nach Minsk entsendet war» heute den Bericht über diese Ereignisse f e r t i g g e st e l l t. Der Bericht bestätigt im großen und ganzen die bereits gemeldeten Einzelheiten über den Pogrom in Minsk. — General Iadwin schildert die Ereignisse in einem langatmigen erzählerischen Tone mit vielen episodenhaften Schilderungen, was aber nur bei einem naiven Leser den Eindruck eines Pogroms verwischen kann. General Iadwin lobt die Zuvorkommenheit des . polnischen Kommandanten Szeptycki und des Zivilgouverneurs H a skiewiez, denen er gute Absichten bezüglich der I u d e n züschreibt. Eine Stelle aus dem Berichte sei zur Eharükteristik wörtlich zitiert: „Wir (General Iadwin und mehrere Mitglieder der amerikanischen Kommission) haben weder bei der Einfahrt in die Stadt noch auf den Straßen, welche wir passierten, irgendwelche. Unruhen bemerkt. Eine halbe Stunde später habe ich mit noch einigen Mitgliedern meiner Begleitung eine Straße passiert, wo ich Soldaten gesehen habe, welche Fenster aufgebrochen hatten und raubten. Am nächsten Tage hat sich auch die Zivilbevölkerung an den Plünderungen beteiligt. 96 Prozent der Geschäfte gehören Juden und alle Verluste treffen die jüdische Bevölkerung.* — Es waren also keine Unruhen, aber es wurde geplündert, das ist so der Tenor des Berichtes. General Iadwin bestätigt, daß 31 Juden erschossen wurden, davon ach t, wie es s ch e i n t. während der Straßenkämpfe, 12 Personen sind u m g e k o m m e n, und zwar aus Militärisch nicht genügend entschuldbaren Gründen. 376 Geschäfte sind aus geplündert worden. Als Ursache der Ausschreitungen < gibt General Ikdwin an, daß die polnischen Soldaten sämtliche Juden des B o l s ch e w i s m u s beschuldigen und daß die Soldatenabteilungen zumeist ohne Offiziere waren. General Iadwin lobt im allgemeinen die hohe Intelligenz und das st a r k e N a t i o n a l g e f ü h l der Minsker Juden und hofft, daß die Entwicklung des Schulwesens und 'die dadurch bedingte Aufklärung der Landbevölkerung, sowie die Minderheitsschutzgesetze, welche den Juden ermöglichen werden, sich mit der Larckwirtschaft' zu beschäftigen, eine gute Wirkung auf das Verhältnis , beider Nationen haben werde. Der Bericht des Generals Iadwin stellt, wie man sieht, den Pogrom als eine ziemlich harmlose Sache hin. Dieser Bericht steht nun im Widerspruch damit, daß General Iadwin es für nötig fand, die Juden nach der Versammlung der Kultusgemeinde, über die wir berichteten, in die Synagoge zu berufen und sie zu trösten und zu beruhigen. Polnische Informationen über Minsk. Krakau, 22. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg/) Die Polnische Telegraphenagentur verbreitet folgende Informationen über Minsk: Nach der Einnahme bon Minsk vcröffentlichle die Warschauer jüdische Presie p h a «\ rastische Berichte über Pogrome, die in Minsk stattgefunden haben sollen. Diese Berichte enthielten sogar die Zahl der Opfer dieser angebkchen Pogrome.' Nach Einholung von Informationen können wir erklären, daß alle diese sensationellen Mitteilungen der Warschauer jüdischen Zeitungen aus der , «L « f t g e g r i f f e n s i» b, I Am ersten Tag nach der Eroberung von MinSk, bevor noch Soldaten patrouillierten, ereigneten sich F 8 l l e v o « R a « b, an denen sich vor allem die städtische Bevölkerung beteiligte. UnzähligeSoldaten, Marodeure, dieunt erdest .Plündernden bemerkt würde«, wurden festgenommen. Während der Besetzung der Stadt kamen int allgemeinen nicht mehr als sieben Zivilpersonen nmS Leben. Zeuge der Vorfälle fast vom ersten Momente der Eroberung von Lsinsk war das Mitglied der Morgenthaumissiou Iadwin. (Nach den; bisherigen Erfahrungen, die man speziell in bezug auf Nachrichtendienst der Polnischen Telegraphen-Agentur in Sachen der! Pogrome gewinnen konnte, mahnen diese „Informationen* zur Vorsicht. Bisher haben sich leider die Meldungen der Warschauer? jüdischen Zeitungen über Pogrome eher bestätigt, als die Dementis der Polnischen Telegraphen-Agentur. Auch Reuter scheint vö« ' derselben Quelle informiert zu sein. — Die Red.) - Generalversammlung des Jüdischen Rational» z rates. s London, 38. August. (Tel. der »Wr. Morgenztg.") i Für den 25. d. M. wurde nach London die Genrralversmnnüung ' der Jüdischen Nationalbank und deS Jüdifchm Nationalrates f einberufen. Keine Stadtratswahlen am Samstag. Warschau, 82. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Wie wir bereits gemeldet haben, wurden m vielen Städten PolenS die Stadtratswahlcn für einen Samstag ausgeschrieben. Nach dem Landtagsklub beim Jüdischen Nativnul-i rat für Polen hak jetzt auch der Abgeordnete Rabbiner H alp er« m dieser Angelegenheit beim Minister des Innern interveniert' und die Verschiebung der ausgeschriebenen Wahlen gefordert. Der Minister entsprach d e m W u n s ch e der jüdischen Abgeordneten und verfügte telegraphisch die Verleg u n g d c k W a h l e n auf einen anderm Tag.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.