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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-22 · Heft 213 (22.8.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 213 (22.8.1919)
Date
1919-08-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 213 Wien, Freitag Wiener Morgenzeitnng 22. August 1919 Seite 5' .'l Tagesbericht. Bei $>ett jüdischen Kinderfreunden. Es ist uicht jedermanns Sache, die organisierte WÜttätigkeiL der großstädtischen,.Wohltätigkeitsvereine zu preisen und die Trommel zu rühren, damit den zur eigenen Beruhigung Kleidungsstücke und Almosen Spendenden Betrage zufließen. Aber was in jüngster Z?it von bewußtjüdischer Seite an sozialer Fürsorge unternommen wurde, ist von der bisher üblichen Armenbemutterung zu himmelweit entfernt, wie wahrhaftige Nächstenliebe von „Wohltäterei". - Ein Besuch der jüdischen Kinderheimstätte am Donauufer nächst der Reichsbrücke wird jeden mit Rührung, Genugtuung und Zuversicht erfüllen. Der Verein der jüdischen Kinderfreunde will hen ärmsten jüdischen Kindern helfen, ihnen menschenwürdige Unterkunft und Pflege bieten und sie in jüdischem Geiste erziehen. Sie sollen nicht mehr an Krätze, Rhachitis, Mundfäule leiden, an Körper und Seele zugrunde gehen und freudlos ihre Kindertage verbringen. Die erste und wichtigste Maßnahme sind Tagesheimstätten mit Verpflegung. Der von Bäumen beschattete-- Spielplatz am Rande ' des Judenbezirkes ist der bescheidene Anfang. Dem Kuratorium steht die „Helferschaft^ zur Seite, die sich aus. den besten -Elementen der neuen jüdischen Jugend zusammengesetzt. Sie haben im Praterviertel bisnun 480 jüdische Kinder aufgelesen, welche zu den allerärmsten gehören und rettungslos der Straße verfallen waren. Alle wurden von dem Mitglied des Kuratoriums, Herrn Dozenten Dr. Kornfeld, untersucht, ihr Körpergewicht wurde festgestellt, die allerbedürftigsten — 200 an der Zahl — der amerikanischen Kinderverpflegung in der nahen Praterkaserne zugeführt. Jetzt schon sind dank der Erziehlichen Arbeit der Helfer alle dies« Kinder an körperliche Reinlichkeit gewöhnt und haben bei günstiger Witterung auf dem Spielplatz, bei ungünstiger in den Sälen der Kinderausspeisüng wirklich frohe Stunden. Wir sahen am Spielplatz die einzelnen Gruppen m freudigster Geselligkeit. Die größeren Knaben waren gerade vom Donaubad zurückgekehrt und wurden bei Turnübungen unter fachgemäßer Leitung angetroffen. Eine Schar von'Mädchen saß im Halbkreis um ihre geliebte Freundin, die' sie bei einem Kinderspiel Hebräisch lehrte, 'und die ganz kleinen Knaben und Mädchen waren mit heitersten Gesellschaftsspielen beschäftigt. Die Anhänglichkeit der Kinder an die Jünglinge und Mädchen, welche als „Helfer" mit einer herrlichen Hingäbe freiwillig ihre Nachmittage dem Hilfs- und Erziehuügswerke widmen, ist. wirklich ergreifend. Zufällig kam gleichzeitig mit uns Fräulein.Mathilde Weidenfeld, welche die Leitung am Platze irmehat, in der Heimstätte an und wurde von-den Kindern miK wahrem Jubel empfangen. Wir erfuhren, daß schon ein.ansehnlicher Teil der Schütz-, lj^rge an den Kindererholungsfahrten nach der Schweiz und Holland teilgenommen haben. Frau Anitta Müller hat gerade unter diesen Allerbedürftigsten ein reiches Betätigungsfew und schon ist" eine neue Zahl für die Reise jüdischer Kinder nach' Triest bestimmt worden. Die Helferschaft hält allwöchentlich im Jugendheim anregende Besprechungen ab, und unsere Jugendbünde nehmen auf ihren Ausflügen regelmäßig die Besucher dieser Kinderheimstätte mit. Schon ist eine zweite Heimstätte im 17-. Bezirk entstanden, und wenn es nur auf die Helferschaft ankäme und auf die Initiative des. Kuratoriums, an dessen Spitze Herr Oberrabbiner Dr. Chajes steht, müßte im nächsten Winter ein ganzes Netz von Heimstätten jene Stadtteile überziehen,' in welchen das jüdische Elend wohnt. An diesem erhebenden und so dringend nötigen Werke teilzunehmen, ist nicht nur Pflicht den Allerärmsten gegenüber, sondern nicht minder deshalb, damit die ausgezeichnete jüdische Jungmannschaft, die ihre ganze Kraft dem Verein jüdischer Kinderfreunde widmet, sticht irre wird und erlahmt. Es wird schon heute daran gemahnt, daß am 14. und 45. September Sammeltage für Zwecke der jüdi schen Kinder fre unde stattfinden, die einen reichen Ertrag bringen müssen, soll die wichtigste Tätigkeit, nämlich die.in den Wintermonaten, den nötigen Umfang erreichen. Die Kohlenkrise. Seit Montag ist aus Oberschlesien keine Kohle in Wien eingetrosfen. Das bedeutet, wenn nickt noch im letzten Moment eme Aendcrung eintritt, den nahen Stillstand aller Fabriksarbeit und tiefgehender Einschränkungen. Das Kohlenamt des Staatsamtes für Handel hat gestern verfügt, daß bis auf weiteres nur a:i die Spitäler und die wichtig st enLebens- Mittelbetriebe sowie an die Kleinkohlenhändler Kohle und Koks abgegeben tvcrden dürfen. Die gewerblichen und indu striellrn Betriebe werden daher in nächster Zeit keine neue Kohle erhalten. Die Lage des städtischen Elektrizitätswerkes .und der städtischen Gaswerke lft nach wie vor sehr kritisch. * Die Gcneraldirektion der Südbahn teilt mit: Wie bereits wiederholt verlautbart wurde, mußten infolge der herrscheuden Kohlenkrise einschneidende Einschränkungen des f a h rplanmäßigen Zuysverkehres Platz greifen. Daher kann künftighin an S a m s t a g e n bei diesen beiden Zügen in Wien-Südbahnhof und Meidling nur eine b esch rankte Anzahl von Fahrkarten zur Ausgabe gelangen, umsomehr, als an ,Sonu- und Feiertagen der Personenzug Nr. 40 b (Paperback-Reichenau ab 7 Uhr 15 Min. abends, Wrrn-Südbahnhof an 9 Uhr 81 Min. abends) n r ch t geführt werden kann. Da sonach für die die vorgenannten Züge vorzugsweise benützenden Ausflügler in daS SchneebergwndRaxgebirtrmr wenig Gelegenheit zur Rückfahrt mm Sonntag besteht, kann die Mdbabm für diese auch Ikeinerlei Gewähr übernehmen. Es ergeht daher insbesondere an die Besucher dieses Gebietes, und zwar in deren eigenstes Interesse, das dringende Ersuchen, derlei Ausflüge an Samstagen, beziehungsweise Sonntagen bis auf weiteres tunlichst zuvermeide n. Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß ab Freitag bei d<;m um 8 Uhr 10 Minuten früh von Wien-Südbahnhof abgehenden Personenzug Nr. 31, bis auf weiteres Fahrkarten nur mehr nach den von Wiener-Neustadt südlich gelegenen Stationen zur Ausgabe gelangen werden. In der gestrigen Stadtratssttzung stellte Stadlrat S ch m i d folgenden. Antrag: Die Kohkennvl ist in Deutschösterrcich und besonders in Wien zu einer K a t a st k o p h e geworden und es muß alles aufgeboten werden, um dem Brennstoffmangel wenigstens teilweise abznhelfen, daher muß auch auf dlche Brennstoffe gegriffen werden, die bisher als minderwertig äum in Bewacht gezogen wurden. Dies güt insbesonders auch vom Torf, der sich, in Deutschösterrcich in größeren Lagern vorfindct, hauptsächlich aber nur zur Erzeugung von Torfmull und Torfstreu ausgenntzt wird. Der Torf kann aber nicht nur als Dünger, erner zu hygienischen und Isolationszwecken, sondern auch im Wege der Verkohlung, Verkokung und Brikettisierung als Brennstoff zur. Kessel Heizung benützt werden. Da die Gemeinde in Schrems und Admont eigene Torfbetrirbe besitzt, so wird der Antrag gestellt:. Der Stadtrat wolle beschließen, daß in den städtischen Betrieben zu Schrems und Admont Versuche gemacht werden, um die Eignung des dort lagernden Torfs zur Verkohlung, Verkokung und Brikettisierung festzustellen. Im Falle des Gelingens dieser Versuche wären geeignete Vorschläge behufs Erweiterung unserer Torsbetnebe zu erstatten. r Erleichterung der Einreise in die Schweiz. Laut Beschluß des - Schweizerischen Bundcsrates vom 1'9. Juli wurden die für die Einreise in die Schweiz bisher geltenden Vorschriften abgeandert. Abgesehen von Erleichterungen bei der Einreise für frühere Schweizerinnen und deren Ehemänner, für Kinder unter 17 Jahren zwecks Aufnahme in schweizerische Pensionate und für weibliche Dienstboten, die sich über ein dauerndes Anstellungs- Verhältnis als Dienstboten ausweisen können, werden die schweizerischen Gesandtschaften sowie auch gewisse Konsulate ermächtigt, an Angehörige des ‘ betreffenden Staates die Bewrlligrrngzu^ Einreise für die Maximaldauer von zw ei Monaten zu erteilen, ohne zuvor die Zustimmung der Zentralstelle sürFremdenpolrzei in Bern einholen zu müssen. Zu den wesentlichen Voraussetzungen für die Erteilung des Sichtvermerkes seitens der Gelandtschasten oder Konsulate gehört cs jedoch, daß der Zweck der Reise klar und deutlich umschrieben s e i n m u ß und von Seite' der betreffenden Personen keine die Sicherheit der Schweiz gefährdende - agitatorische oder sonstige Tätigkeit zu befürchten ist. Nähere Details der bezüglichen Bestimmungen können beim Handelsmuseum in werden. nls der bezüglichen Bestimmungen n Wren, IK Bezirk, Berggasse 16, eingeholt Durchzug der Mackensen-Armee durch Deutschösterreich. Heute vormittags trifft im Ostbahnhofe der erste Transport der Mackensen-Armee in Wim ein. Diese Heeresabteilungcn sind, wre erinnerlich, nach ihrer Rückkehr vom Balkan bei dem Versuche, durch Ungarn zu marschieren, interniert worden. Mackensen selbst ist damals in Budapest verhaftet uttd schließlich von oen Franzosen in Saloniki interniert worden. In den nächsten Tagen werden noch weitere Transporte der Mackensen-Armee folgen, die nach Deutschland heimkehren. Im ganzen dürsten es etwa sünszigtausend Mann sein, die durch Wien durchfahren werden. Auch Mackensen selbst soll durch Wien durchreisen, wo er aus hem Bahnhofe begrüßt werden wird. Fleischartsgabe in Wien \n der Woche vom 21. bis 27. August 1919. Vom deutschösterreichischen Staatsamt für Dolksernahrung wird mitgeteilt: In einigen Morgenzeitungen vom 19. d. M. ist bei Wiedergabe der amtlichen Verlautbarung über die Fleischausgabe in der Woche vom 21. bis 27. August 1919 insoferne ein Druckfehler unterlaufen, als es dort geheißen hat, daß ausländisches Rindfleisch zu den Gestehungskosten bei jenen Fleischhauern abgegeben wird, deren Familienname (Firma) mit dem Buchstaben A bis einschließlich F beginnt. Demgegenüber wird richtiggestellt, daß Pränumerati ons- E in ladung. Am I.Septemberöeginnt ein neuesQuartal.Wir bitten unsere Abonnenten, das Abonnement rechtzeitig zu erneuern, damit keine Unterbrechung in der Zustellung des Blattes eintritt. BeMgsbddingimgern Für Wien: mit Zustellung Monatlich . . . Kronen 7.— Vierteljährig . . „ 20.— Halbjährig ... „ 40.— Ganzjährig ... „ 80.— Für die Tschechoslowakei: mit Pöstvrrsand in tschechischer Währung Monatlich ... Kronen 7.50 Vierteljährig . . „ 22.— Halbjährig ... „ 44.— Ganzjährig ... „ 88.— Für Deutschösterreich: mit Postversand Monatlich . . . Kronen 7.8Y Vierteljährig . . * 22.— Halbjährig ... „ 44.— Ganzjährig ... „ 88.— Für Polen und die übrigen Nationalstaaten: mit Postversand Monatlich . . . Kronen 8.50 Vierteljährig . . „ 25.— talbjährig ... „ 50.— anzjährig . . . „ 96.— Einzelexemplar 36 Heller. Für Deutschland monatlich 5 Marh Schweiz 5 Franken, für das übrige Ausland vierteljährig 26 Kronen. Die Geldsendungen kür die Tschecho-Slowakei sind per Erlagschein an das Postsparkaffrnamt P. S. Nr. 150.693 in Prag, für Polen, Westgalizien und Polnisch-Schlesicn ^Yer Post anweiinng an die Wiener Lombard und Eskomptebank Filiale Krakan, für „Wiener Morgcuzeitung", Krakau Rynek 12, zu richten. Administration der „Wiener Morgeuzeitung" Wien» U.»Taborstraße 1—3. Telephon -44.038U.L3.319. Sch reib masebisien Reparaturen schnell, billig und gut FraaBZü Josef Peflz, i.,E5b er strasse 9J 64t! Auslandsfletsch bei allen jenen Fleischbauern abgegeben wird,,deren! Familienname (Firma), mit dem Buchstaben A b i s e i nZ ' ch 11 e ßlich 8 beginnt. Es werden somit in dieser Woche!' 'amtliche Fleischhauer Wiens mit Fleisch beliefert, und zwar jenel dcren Namen mit dem Buchstaben T bis 2 beginnt mit! inländischem Rindfleisch, das zu 'dem geltenden Höchstpreise für.,- Einheils-, beziehungsweise Extremfleisch abgegeben wird, während; alle übrigen Fleischhauer Auslandsfleisch zur Abgabe.zu den Ge--, stehungskoftcn erhalten. ____ 1 Der Stadtrat für die Kriegsgefangenen. Der Stadtrat" hat gestern folgende Kundgebung Ve-j schlossen: Der Stadtrat beauftragt den Bürgermeister, an'.' die deutfchvfterreichische Frredensd^legativn in Saint-Germkiw mir der dr rügenden Horderung heranzutreten, es' möge \ dem Obersten Rat der Alliierten eindringlich^ vorgeftetlt! werden,, daß die rasche Freilassung unserer K rieg s-i’ gefangen'en ein unabweisbares Gebot der Menschlichkeit ist. -Ebenso wie die italienische Regierung tste. Heimkehr Kriegs-' der Frauen und Kinder endlichein Ende findet. VAey * Wirtschaftsgemeinschaft jüdischer Festbesoldeker», H.» Lastellezgaffe 31/11. Vormerkungen aus 80 Zentimeterbreiten gebleichten Kotton (g l a t t - w e i ß e,m B a 1 t i st) sind, unverzüglich bei Herrn Amcnrat L e m b e r g e r in der Kultus-» gemeinde, 1, Seitenstettengaffe 2, und im P a l 8 st i n a« Amt, II., Zirkusgaffe 33, auf Grund dort erliegender Müstev anzumelden. Für diesen Artckel "sowie für Schuhe und. Gummiabsätze können die Bestellungen nur noch bis zum- 28. d. M. entgegengenommen werden. Später einlangende Aufträge können erst bei der nächsten WareMbgabe Berücksichtigung finden. j * Die Kriegswrrcherbekämpfungs - Kommission. Nächste Woche wird eine Kriegswucherkommission eingesetzt werden/ der Vertreter des Ernährungsamtes, des Kriegswucheramtes, des Magistrates, des Marktamtcs, der niederösterreichischen Landes- Wirtschaftskommlssion und der Arbeiterräte angehören werden. Diese Kommission soll in Exposituren, die in allen Wiener Bezirken errichtet werden, den gesamten Lebensmittelhandel über-> wachen. . . j * Richtpreise für AlkohoLesstg. Die Zenttalpreisprüsungskommission hat mit Beschluß vom 19. August 191^ )ahl 1953, die mit ihrem Beschlüsse vom 25. September 1918/ ^!ahl 7383, festgesetzten Richtpreise für Alkoholessig außer Kraft' gesetzt und nme Richtpreise festgesetzt. * Außerkraftsetzung, beziehungsweise Ermäßigung, von Zöllen. Im heutigen Staatsgcsetzblatt wird eineVollzugsanweisimg verlautbart, die den Kreis der Waren, für die schon bisher die Zollfreiheit oder eine Ermäßigung des Zolles verfügt wurde, erweitert. Die bestehenden. Zollaushebungen werden, soweit sie in Geltung bleiben, darin neuerlich angeführt, neue Zollanshebungen festgesetzt, unter anderem für. Obst, Eier, Gerbstoffextrakte, Rohpappe, Teer,' rohes Mineralöl, Leuchtpetroleüm,' Gasol, Zement; für Papierabfälle wird der Ailsfuhrzoll erlaffen. Die bisherige Zollfreiheit wird aufgehoben unter anderem für Rollenpapier, für Papiergarnfabrikate, für Säcke und landwirtschaftliche Maschinen. Ermäßigt werden die Zölle für getrocknete Feigen und Kaffeesurrogate. Die Zollermäßigung für Marmelade bleibt bestehen. Da die .Vollzugsanweisung die früheren einschlägigen Verordnuugm aufhebt, bietet sie eine vollständige Liste. der m Geltung stehenden Zollaufhebimgen rmd Ermäßigungen, soweit hierdurch der autonome, beziehungsweise Vertragszolttarif abgeändert wurde. - * Erhöhuug des rreberuahmspreises für Rafls und Rübsen. Durch eine im morgigen Staatsgesetzblatte zur Verlautbarung gelangende Vollzugsanweifung des Staatsamtes, für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten im Einvernehmen Nut den beteiligten Staatsämtern "wird der Uebernahmspreis für Raps von Li 140 auf £ 250 pro 100 Kilogramm, für Rübsen von K 135 auf K 245 pro 100 Kilogramm erhöht. Diese Erhöhung ist in den steigenden Gestehungskosten, in der steigenden Tendenz der Weltmarktpreise für Oelsaaten und Oele und Fette und in der Notwendigkeit begründet, den Produzenten für den beschlagnahmten Raps einen mit anderen Bodenerzeugniffen im Einklänge befindlichen Ertrag zu sich cm. , * Rücktransport unserer Gefangenen ans Sibiriens Dem deutschösterreichischen Kriegsgcfangenenamt ist folgende Mitteilung dmch die schwedische Gesandtschaft zugekommen: «EngliKe Negierung hat mitgeteflt, daß sie Dr. K ö n i g s Vorschlag! österreichische Kriegsgefangene in Sibirien über das Eisnreer zu befördern, für unausführbar ansteht." * Zugseinstellung Strecke Wien-F. I.-B.—Krems an der Donau—Spitz an der Donau. Wegen andauernder Verschärfung der Kohlennot werden ab Sonntag den 24. d. M. iw der Strecke Wien-F. I.-B.—Krems an der Donau—Sprtz au. der Donau die Züge Nr. 317/1313 ab Wien-F. J.-B. 11 Uhr 5 Min. vormittags, an Spitz an der Donau 2 Uhr 47 Min( - nachmittags und in der Gegenrichtung die Züge 1314/204 ast Spitz an der Donau 6 Uhr 59 Min., an Wien-F. J.-B. 9 Uh, 28 Min. nachmittags aufgelaffen. * Die Holzkarte. In der nächsten Woche dürste bereits die Verordnung erscheinen, mit der die Rayonierung des Holzbezugcs eingeführt wird. , * Der Schutzbund der Bukowinaer in Deutschösterreich, V., Siebeichrmmengaffe 37, teilt mit: Die Bukowina^ , werden hiernut aufgefordert, ihre K-'r iegssch äden ' ü n.d Krieg slei st ungen beim „Schubbunde" anzumelden. In -einer kurzen Eingabe sind der Wert des Objektes vor dem Kriege; der gegenwärtige Wert, eine Mitteilung, ob der Schaden kommisstonell ausgenommen wurde und die hierfür vorhandene« Belege anzuführen. Auch kommisstonell nicht ausgenommen« Schäden mögen angnneldet werden, * Die Automobilluxusfahrten. Infolge' der drückettfep Benznmot wurden für den Betrieb von. Personenautomobiler Sparmaßnahmen verfügt, die. in erster Lmie die Hiutanhaltmig von Luxns- und Vergnügungsfahrten sowie, die Einstellung det Verkehres an Sonn- und Feiertagen betrafen. Diese Ansrdnmch wird vielfach nicht eingehalten, namentlich die Fahrten an GZ»»- und Feiertagen wollen nicht anfhoren; so. wurden am lrtzteit Sonntag 109 Automobile notiert. Es wird in Erinnerung gebracht daß eine strenge Uebcrwachnng des Automobilverkehres eingelertej wurde und daß bei Ueberschreitungen der erwähnten Verordnung gegen die Schuldtragegden mit unnachsichtlichec Strenge.-vorgv .-LMpr.we^dM.. würde...

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