Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 207 (16.8.1919)
- Date
- 1919-08-16
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Wim» Samstag sozialistischen, trat, aber m der großen Müsse hatte sie nur innerjüdische Betvegungen zur Folge. Das Eindringen moderner Jd-een, die Befreiung aus der unerträglichen Enge eines Geisteslebens, das vielfach, wie bei den Orthodoxen, nur in spitzfindigen Auslegungen von Auslegungen oder in finsterstem Aberglauben, wie bei den Chasfidim, bestand, wirkte auf die jüdische Intelligenz belebend und lies; sie das Wesen jüdischer Geiftigst'it und jüdischer Werte in einem neuen Licht sehen. Es entbrannte ein Kampf gegen geistige Rückstänoigkeit und Aberglauben. Die mächtigsten Impulse empfing dadurch die neuhebräische Literatur, deren hervorragendste Gestalt — nach denr Schöpfer des hebräischen Romans, Abraham Mapu (gestorben 1867), der Dichter J-. L. Gvrdon (1860 bis 1892) durch die Schule der europäischen Bildung gegangen war. Die Zahl der Dichter in neuhebräischer Sprache mehrte sich, man begann hebräische. Zeitschriften zu gründen (dre erste 1860: Hamelitz in Odessa), später auch Zeitrmge«. Doch die junge Schriftstellergenerativn, belebt durch die nrodernen Ideen, blieb nicht dabei stehen» bloß die alte Sprache far Inden erneuern zrrj wollen, und die Enge, der Aberglauben, die Heuchelei, die sie allerorten im jüdischen Ghetto als Folge des, jahrhundertelangen Druckes sahen, zu bekämpfen. Sie erkannten die Notwendigkeit einer radikalen- Umkehr, denn sie empfanden die Hohlheit'des assimilierte Westjudentnms, das sich zwar ein paar jüdische Formen bewahrt hatte, aber vom wahren Wesen rmd Wert des Judentums nichts mehr wußte, zu sehr, um in der Assimilation das Heil zu sehen. Es war Perez Sm olenski (1842 bis 1885), der durch solche Gedanken ,md Erfahrungen betrogen, zu einem Vorkämpfer der Renaissance des jüdischen Volkes im heiligen Lande wurde. Smolenskis Bedeutung für diese Bewegung kann nicht hoch genug geschätzt werden, so wenig auch sein Name h«rte noch genannt wird. Anfang der Siebzigerjahre gründete er in Wien die hebräische Zeitschrift „Ha Schachar" (Die Morgenröre) zum Kampfe für die Erneuerung und gegen den mittelalterlichen Obskurantisrmrs des Ostens, wie den Jndisserentismus in jüdischen Dingen des Westens. Um ihn scharte sich einr Anzahl von jungen Schriftstellern. Er selbst schrieb verschiedene literarische Werke, in denen er die Erneuerung des Volkes durch Besiedlung Palästinas als neues nationales Ideal verkündete und stellte sich voll und ganz in den Dienst der Propaganda dafür. Neben ihm ist vor allem Ben Jehuda zu nennen, der das Hauptverdienst um die erste Einführung des Hebräischen in Palästina als Verkehrs- und Unterrichtssprache hat. Insbesondere war es die studierende Jugend, auf die Smolenski und sein Kreis die tiefsten Wirkungen ausübte. . So stark diese Bewegung war. sie zog, außer der Vertiefung des Hebräismns, doch keine-besonderen, praktischen Resultate nach sich. Es fehlte ein KristaMsativuspunkt, eine Organisation, ein einheitliches Ziel. Wohl entstanden an vielen Orten Zionsvereine „zur Kolonisation Palästinas und Syriens durch Juden" sowie hebräische Sprachvereine, aber sie blieben vereinzelt und schwach. Der erste praktische zionistische Kolonisationsversuch. den.1879 Jerusalemer Juden in Petach-Tilwah bei Jaffa machten, mußte vorerst wieder ansgegeben werden. Doch eine gewaltige Katastrophe, die über die russische Judeuheit hereinbrach, die ersten großen hÄgrome 1881/82, führte eine Wendung mit nachhaltiger Wirkung für die Bewegung hetzh-ei. Es begann eine neue Periode des Zionismus. Politische Rundschau. Eine Publikation über die Pogrome in der Ukraine. Unter bent Titel »Die Zeit" erschien ein von einer Gruppe jüdischer Schriftsteller in Odessa herausgegebenes »Sammelbllch, das den Pogromen in der Ukraine und dem Andersten der jüdischen Märtyrer gewidmet ist. Dieses Sammelbnch enthält folgendes Pogromverzeichms: Ä a d i m e. 5600 Bauern der benachbarten Dörfer schlachteten die jüdische Bevölkerung unter Saug und Klang, ab« Haastzerate, Waren und Lebensmittel wurden auf vorbereitete Fuhrwerke geladen und weggeführt. I el i s s a w e t g r a d. Die Schlächterei ist unter aktiver Beteiligung der Intelligenz vor sich gegangen. In die Kellerwohnungen der jiidifchen Bevölkerung wurden Granaten geschleudert. Habidiwke. Me Jaden des Ortes wurden auf einem Platze versammelt und von einigen tauseud Bauern umringt. Bei der Abstimmung über die Frage, ob man die Juden haben wolle, stimmte keiner dafür, worauf alle männlichen Personen (gegen 30V) erschossen wurden. Zabakricz. Zwei Tage dauerte die Schlächterei in diesem Städtchen. Jedes Haus wmde ausgesucht «nd die versteckte».. Inden einzeln und still hingemordet. In T r o st i n e c »(Podolien) wurden 314 Personen abgHchlachtet und die jüdischen Wohnungen auSgeraubt. InEziczilnik wurden 2V Juden ermordet. In K a d i m e wnrde geraubt, 260 Männer ermordet. In Czerkas betrug die Zahl der Ermordeten gegen Sytzy, in Ire di s s a w e t g t a d gegen 3000, inKriwon? gegen 700 männlichen Persorten, in Li 1in über 409. In Bracla w konnte die Zahl der Toten nicht festgestcltt werden. In B o b r y wurde die gesamte ftidische Bevölkerung bis aus nm Frau und fünf Kinder ermordet. R i k o l a i e w. Viele Tote. In P r o S k a c o w ueae« 5609 Ermordete. F i l s z l i«, Wiener Morgenzeitung 16. August 191S Nrl 207 RAMKniM. Wirdi das besetzte rrtrgarlsche Gebiet nicht räRMen. - Die Note -er Entente srn NuMänren. Paris, 15. August. ... R. (Tel. der »Wr. Morgcnstg.*) Havas j meldet aus Jassy. Der rumänische Parlamentsausschuß beschloß i einstimmig, daß das rumänische Heer das besetzte Ungar: s ch e Gebiet nicht r ä n m e. Die Antwortnote Rumäniens. Paris, 15. August. (HavaS.1 Der Oberste Rät hat heute nachmittags die Antwortnote der rumänischen Regienmg verhandelt. Sie ist in versöhnlich e m T o u e 41 - Zürich, 15. August. (Tel. der „Wr. Morgenzig.) Der Oberste Rat fordert in seiner Antwort an die rumänische Negierung. daß. diese der Ernährung Ungarns keine Schwierigkeiten bereite und über das erbeutete Material nicht verfüge, ebe sie sich nicht nut den alliierten nnd assoziierten Mächten auseinandergesetzt habe, da dieses Material gemeinsames Eigentum bilde.. , Paris» 15. August. (Havas.) Der Oberste -Rat der Alluerten beschäsugte sich gestern mir der Antwort der rumänischen Regierung aut die Rote der'Euiente. Die Antwort hat auf dre Vertreter der Großmächte' einen durchaus günstigeu Emdrnck gemacht. Der rmuämsche Befehlshaber und der r u nt äulsche Obcrlomnnsiär haben Weisungen erhalten, nt Budap e st n ä ch den A not dm ungen der Entente zu hn n b e l n. Der Oberste Rat hat an die mmwusche Regierung eme ytotc gmchtrt. worin er diese ersucht, uni der stach Bridaven eittsaitdien interalliierten Koinnsission und den Generalen, der Alliierten in Verbindung zu treten, um dre Wüns ch e der Entente e n t g e g e n z u n e h m e n. Der Oberste Rat vertagte sich sodann aus Wontag. Amsterdam, 15. August. (Korr.-Bur.) Das Reutersche Bureau meidet aus P a r i s, daß sich der Oberste Rat in seiner gestrigen Nachmittagssitzung nüt der Antwort der r u mä n i^s ch cn Regierung befaßt habe. Die Antwort erbebt in höflichem Ton Einspruch gegen die Beschuldigung, daß Rumäne» gegenüber^ llngarn sich ein B c r b r e ch e.n habe zu schulden kommen »lassen und daß es sich von den Alliierten trennen wolle. Rumänien sei der Ansicht, daß es mit Rücksicht daraus, daß es s e l b st a u s g e p l ü n d e r t worden 1 e:, sein gutes Recht sei, sich mit den Vorräten, die es in Ungarn angelrosfen habe, - ur s o r g e n. Ungarn habe noch Ueberlchuß, den es artsführen könne. Rumänien erklärt femerlnu. daß es die Bevölkerung von Budapest, die vor der Ankunft der rumänischen TrrwPen vor Hunger rnngekommen wiirc, mit Lebensmükeln versorgt habe. - Die Mssiov der EntsrrLegenerale irr Budapest. «« - ,^?***> W. August. Der O b e r st e Rat hat die Mission der interalliierten Generale m B udapest angewiesen, daß sie nicht befnnt sind, ' der rum an ii ch en Armee Befehle zu geben, da der Oberste Rat sich diele Machtbefugnis selbst Vorbehalte. Was den Erzherzog Joses anlange, so sollten die Generale jede Mitteilung von seiner Seite entgegrnnehmcn, aber in keiner Weise dm Obersten Rat aus die Anerkennung seines Regimes verpflichten- Beratrmgsn der Ententemisfrone«. Budapest, 15. August. (Nng. Tel.-tzorr.-Bur.) Die Mitglieder der Büdapester E n t e n t e m i s s i o n c n s etzte n g e^st e r n ihre Beratungen fort. Es handelte sich hierbei nm Besprechungen, die die innere n n d ä u ß e r e P o l i t i k Ungarns betreffen. Um ein positives Ergebnis zu erreichen, werden noch weiter Verhandlungen notwendig sein. Im Lause des Tages haben die Mitglieder der Missionm den Beftrch einiger führender ungarischer Politiker empfangen. ILattenrschr Trupps« nach LLrigämr. Innsbruck, 15. August. (Tel. der Jfiv. Morgen.sig.*)' i Hier trafen heute i t a l i e n i s ch e Truppe n ein, die balb. •> daraus mit der Bestimmung nach U n g a r n weitergmgm.! England «nd die ungarische Regierttng. Amsterdam» 15. August. (Korr.-Bnr.) Englischen Blättern: ' vom 13. d. M. zuiolge erklärte B o n a r L a win: Untevfiaufc>, i am 12. d. M. ans eine Anfrage, ob die Regierung die Ber-»i fichernng geben könne, daß keine ungarische Regierniig anerkannt^! it'A-de, die nicht ans, freien Stücken vom ungarischen Volke erwählt^! 'sei, diese Fordern n g k ö n n t e s e i n e s E r a ch t e n s j n i ch t g e ft eUt w e rde n. Eng l a n b k o' it u e n u r!: j s c in e e i ge ne R eg i e r u n g u n d nicht^die. j Negierung eines änderen Landes Control l: e r e u.! Eittfteltnng der Arbeitsliosemmterstützung.! - Budapest, 15. August, (üng. Tel.-Korr.-Bur.^ Eine Ver» ordun'.ig der Negierung versirgt, daß entsprechend denr Beschlüsse \ des Mmii-errates vorn 1. o. M. bis aut weiteres' keine, j A r b e: t S l o s e n u n 1 e r st ü tz n n g ansbezahit werden' z wird. Diese Bersügiing tritt bereits in der lansenden Wocke in Kraft. ' ‘! Der Vormarsch der Mummren, Irrgoskawen und Tschechen. i Budapest, 15. Augnst. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) ungarische KrriigSnnnisterium verlantbart e . - j Die Rumänen, die S z e i e S f e h e r v ar, (Stuhlweißen'« I bürg) besetzt halten, haben den ungarischen BcMsuntcrvsflzieren r j das Verlassen-der Station verboten nnd den Esienbalmverkehr \ nach G roß- K a ni - sa abgesperrt. Am 12. d. Pt. sind drei nimänische Jnsankerieregimenter und ein Artillciiei(gim-.nt gegen r Eger (Erlan) ^marschieri, nm das Bülkgesitge von dm roten! Elemeiiten, die dorr noch ihr Unwesen treiben, zu säubern. Im i Äohlengebstt D o r o g sowie in F e l s o - G a l l a und! Ta t a sind R it m ä ne n ei n m a r s ch : e rt. Rach rmniittii schrn Angaben sind 2000 Rmnämu im-Anmaisch ans E s z l e, i g o m (Gran). : / | Die von Muraszombat geflüchletni Gendarnien - \ >m> Grenzpolizisten melden, daß die I u g o s l n w e n mit vier Division e n v o r g r h e n, d'.e Bc volle', ung esitwaffnen und die Soldaten austv'eisen. Die Wege seien von Flüchtlinge« überfüllt. Dre Jugoslawen wollen mit den diumänen bei' S z n nt b a t h c l y <Ste.namanger)! zuianlmentxcffen. Einem ungarischen Parlamentär erklärte dec.! jugoslawische Oberstleutnant Ferko in Also-Leudva, daß die j (5j r c u 3 c des O k k n p a t i o n s gebiet e s folgendermaßen verlaufen werde: . K e.r k a - S z ent - M i'k los, Redics. Gömberhaza, weiters längs der steirischen Grenze über! dem Oberlauf des Kerka-Flirsjes. Die Besetzung soll entsprechend dem Beschluß der Pariser Friedenskonferenz als Okkupation betrachtet., werden.! Die Tschechen sind in K i s - T e r e n n e einrnarschiert und sichen vor M a t r (inttn d sz en t. Sie wollen ihren Vormarsch bis K a l - K a v o l n a fortfetzm. Am13. d. M. ist., eme kleinere tschechische Abierlmtg in Satire v^e emmarschiert. Mit dem von den Tschechen deietzten S"a t o r a l.j a- U j h e l y ist jede Herbindung nnlerbrochcn. ' Verftimnirnng der Tscheche« gegen die Rmnänen. Prag, 15. August. Die ans Preßbitrg eingetromne Nach« richt, daß die Rumänm das von deu tschecho-slowakische» Truppen besetzte S a l g o - T a r j a n besetzt haben, hat hier lebhaftes Aussehen und Verst'.mnmag erregt.. über 600 Tote. D o l i n s k. 17 Tote. A l g o p o l. Fürchterlicher Pogrom, Zahl der Ermordeten unbekannt. O str o g. Biele Todesopfer. W a p n i a r k a. 17 Menschenopfer. H e j s i n. bOllTote. T i l c z i n. 15Tote. Ti w än k o w. 15Tote und 10 Schwerverwundete. C h a c z e w a t e. Viele Tote. W a s h l k o w. Das, Städtchen total vernichtet. Z1 a t o p o l. 8 Tage daüerte der Pogrom, Zahl der Toten über 100. T e p l i k. 100 Tote, Nowy-Mirwg r o d. 6 Tage wurde gemordet, 200 Juden QctStef, die Stadt eingeäschert. Km b! i c z. Die ganze jüdische Bevölkerung hingemordet. .Aleksaudrow k.a. DaS Städtchen bombardiert. S e b e d i n. Viele Todesopfer M a t u s o w. Das Städtchen eingeäschert, 70 Tote. S m i k e. Ucber 80 Tote. H-o r o d h s z-c z. 13 Tote. Szpole. 15' Tote K r e m e n c z n g. Biele Tote. W e s i o l i-P o d o l. Viele Tote^ U m a n. Ein schauderhafter Pogrom mit vielen Todesopfern. Meziboszcz. Die ganze Bevölkerung hingemordet. B e l o vz e r a. 120 Tote. In einer weiteren Reihe von Orten, die namentlich angeführt sind, konnte die Zahl der Opfer nicht festgestellt werden. Der VvlkerbundverLrag wird ein geschränkt. Notterdam, 15. Anqust. (Korr.-Bur.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London, daß die Aeußerungen im Senat über die japanische Gefahr in Amerika großen Eindruck gemacht haben. Diese Aeuflerungen seien bet wirksamfte u n d g e f a h r l i ch ft e A n g r i f j auf Wilsons Völkerbund gewesen Es sei beinahe undenkbar, datz d e-r Vertrag ohne Einschränkungen rati« f i z i e r t werde. Da sich Wilson' entschiedev weigert, dem Senat über, die Besprechungen auf der Friedenskonferenz Bericht zu erstatten, sucht der Senatsausschus; für auswärtige Llugelegenheiten -zu erreichen, datz Oberst House vor dem Ausschuß erscheint. Inland. Uebeetragung der Schiffahrtagende« a« dar Staatsamt für Verkehrswesen. Zufolge Vollzugsanweisung der Staatsregierung vom 1. Jul 1919, St.-G.-Bl. Nr. 378, fallen ab 15. August 1918 die An gelegenheiten des Schiffahriwcsms in den Zuständigkeitsbereich de Slaellsamtes für Verkehrswesen. Zur Behandlung dieser Auge legenheilm wird mit dem genannten Zeitpunkte im Staatsanlt, für.Verkehrswesen eine eigene llsevisionsgruppe errichtet, an derer Sprhe Ministerialrat Dc. Walter Ondraczek ftehen wird Die Revisionsgnippe wird die folgenden nmen Dimstesabteilungn umfassen: Departement 10 für tarifarische, verkehrspolitische imi Frachtangelegenheiten der See- und Binnenschiffahrt. Departr mmt 11 für gesetzgeberische Konzeffions- und Vertrags angelegenheften der Binnenschiffahrt. Departement 11 - für alle Seeschiffahrt- und nautische Angelegeuhesien, nnl das Binnevfchiffahrt-Jnspektorat. Die. Amtsräume dies» Revrstonsgruppe vEewvt, mit Ausnahme des BmMrchWcchrt Juspektorates, welches bereits >m der Gauermanngaffe 2 unter gebracht ist, bis ans weiteres in dem Hanse, I., Postgaffe 8. Ein gaben und Zuschriften in Schiffahrlsache«, welche der staats amtlichen Kompetenz unterliegen, sind künftig: an das Staatsam siir Verkehrswesen (Revisivnsgrnrpe für Schiffahrtangelegenheitenj Wien, l., Poflgasse 8, zu adressieren. Aenderrmge« im deutschösterreichische« Friedensvertrag. Smnt-Germain, 15. Augnst. (Korr.-Bnr.) Der „Matitt" . meldet aus New-Dork, daß die Smatsloinmission für auswärtig» Angelegenheiten nach einer Sitzung beschloffcn habe, dr» Beschleunigung der Erörterung desFriedensvrrtrages als dringlich zn erführen. £ßintt©ermom, 15. August. (Kvrr.-Bur.) „Ercrlsiormeldct, ' :ß die Gebietskommission der Friedenskonferenz gestern die terulorialen Gegenvorschläge der deutschösterreichische* Delegation geprüft habe. Sie sei zn keiner Abänderung der Veri iragstlauseln gelangt. „Rappel" dagegen sagt, es s e i c n t c t r' „g x o ß enAendernnge ii" vvrgenommcn worden. Die Schuld an dem Weltkriege. Eine sranzöfische PutzMntion. Berlin, 15. August. Das „3 Ilhr-Abcudblatt^ meldet anl Basel: yHommr Libre" berichtet, daß Frankreich nm» mehr die Veröffentlichung der Akten iiber den österreichisch« serbischen Konflikt im Sommer 1911 vorbereitete, nm die Schuld frage am Weltkrieg vor dm Völkern festzustellen. Auch die bei deutschen Botschaft in Wien in den Julitagen 1914 zugeganyme» chiffrierten Depeschen der kaiserlichen Regienmg. dft -nkiffeu ww-d-v. sollm in-der Veröffentlichuna