Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 206 (15.8.1919)
- Date
- 1919-08-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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t Settel Men, Freitag ■■ " ..... Kommunales. Wiener MorgeuZeitvng Bühne und Kunst. ls. August ISIS GerichLsfaal. NL 200 . ■ ~i Die Sormtagsrrrhe-Sttqsste. Der gestrige letzte Berhanblungstag wurde durch das Referat des MagistratZsetretärs G s ch ladt über die Ausnahmen von der Sonntagsruhe bei Bauren, Zeitungen ustv. eingeleitet. Der Referent führte ans, über bte Sonntagsruhe liegen folgende Aenßernngen vor: Hinsichtlich der Banken: Dom Verband österreichischer Banken und Bankiers der Wunsch, daß erstens die Direktoren »nd deren Stellvertreter sowie die leitenden Beamten (KasscnchesS, BnchhaltungSchesv, KorrespondenzchefS und Personallnueciuchess) überl,aupt von den ÄmntagSrnhebestimmungcn ausgenommen we'-deu: zweitenö firr die DirekttouSsekretariate «nb dergleichen (Abteilungeu »nie Nechtsburoau, Personalbureau, Fittalinspettorats) ein Iournaldienst bis TamStag 6 Uhr: drittens für die Posterpeditiou der Zentralen und der Depositenkasssn ein Dienst vis ö Uhr an SaurStagen; viertens für die Bereinigung von Unstimmigkeiten in: '>1assaschlust ein SamStagdienst ohne Beschränkung der be.'.nglichen AbteilunZ gestattet werde. Diese Bestimmungen hätten auch snr die Brovi an st alten ur gelten. Der Reichsverband der Bank-- und Spariasseiibcar-.. stimint im wesentlichen der cvf'eit lstordernng zu, nur mit Ausnahme d«w Persorralvnreaucheso, niinnrr aber gegen den zwei teil und dritten Borschlag Stallung, weil durch rin« entsprechend? Organisation. — besonders etwa die Anordnung eines früheren Kassaschtusf.'v — dieser Dienst entbehrlich gemacht werbt!,» tann. Der Reichsverband der Stvntisten endlich hält .gar keine Ausnahme für uvtlvendig. . Bon der Oesterreichisch-irngariscken Bank wurde unter Hinweis auf ihre Eigrnfchaft als N 0 te n i „ st i t u t de§ Ltaates das Begehren nach Ausnahmen vom Samstag» beginn für 'dringliche im öffentlichen (staatlichen) JrrtLress? gelegene Arbeiten gestellt. Die internationalen Handtlsbänke», ' oerkaugen für die leitenden Beamten dis Erstreckung des DamStagbegtnneS bis Uhr unk» dir Zulassung einer Sonntagsarbrit von 10 bis 13 Uhr wsgeu Erledigung dringender Aoststücke (Telegramme). > Hinsichtlich der' Z e i t u n g S u n t s r n e l, m n n g e n liegen die Aenßenrngen der Orgmiisationen dsr Wiens« Presse, der Bereinigung der österreichischen Tageszeitungen und ° oes Zentralvereines der ZoitungSunwrriehmungen vor, die äbeveinsitmmen» für sich die Ausnahme vom Gamstag-2--Uhr- Beginn in Anspruch zn nehmen, da sonst das Erscheinen der Sonntagsnummern der Zeitungen ausgeschlossen wäre. Hinsichtlich der P r i v a t g e s ch ä f t S v e r M i t t l u ngen!?at sich nur der Verband der Tlisatevkaetenbnreariinhaber . gemeldet. Dieser »nacht geltend, daß iin Interesse de§ Publikums gerade am Samstag «achmirtagä und än Sönntageu irr ihren Betrieben nicht gefeiert werden kann. Hinsichtlich der Esfettensensalc der Wiener Börse begehrt bit Vorstand bei GremmmZ die ' Arrsnahnle, Len SämsLägver Vorstand des Gremiums die Ausnahni'e des SämsLägvegürn der SonntagSrnhe bis ö Uhr nachmittags erstrecken zu dürfen-_ Keine Leichcrrdegängnisse an SoKtttvgsn. Dsr Magistrat tritt m»t, daß der Wiener Stadvat zufolge Beschlusses vom 7. August 1910 die Bersügnny getroffen hat. daß an Sgnptagen, mit Ausnahme von Jnfettiönskraukheiten, keine, Bewdrgnngkn siattzufiuden Hai en. Die ErMhwW. , Dev Marckthencht. Die G r ü u w a r e n m ä r k t e waren auch gestern reichlich niit Gärtnenvaren beschickt. Auf dem Äaschmarkt gab es außer Wurzelgemüse Spinaffersatz, Fisolen. Erbsen, Karotten und in größerer Menge rote Rüben, Halnnüben, Weißkraut, ferner Kahl. Zwiebeln wurden nu§ der 'Tschecho-Slowakei und aus Italien in größerer Menge mrgeliksttt. Der O b st m a r k 1 wies Südtiroler Birnen und Aepfrl owie Heidelbeeren auf. Die Preise sind durchwegs infolge!>er erhöhten Anlieferungen z u r ü ck a e g äugen. In der B i k t n a l»e 1» b a l l e »m Itt. Bezirk waren Grünwaren angeboten, wahrend Obst fehlte. ' In der G r 0 ß m a r k : h a ll e gab es 6000 Kilogramm rmerikauisches Schweinefleisch, 1000 Kilogramm Rindfleisch für rayonirrte Kunden und 70 Kilogramm Würste, f? 1 f ch» » ufuhren fehlten sowohl ans dem Nalchmarlr als auch in der Großmarkthallr. Auch Eier wurden auf sämtlichen Märkten vermißt. Die Mehlquote in der kommenden Woche. Vom StaatSamte für Bollsernahrung wird verlautbart: In der Verbrauchswoche vom 17. bis 28. August werden in Wien au alle Mehlbezugsbrrechtiateu 27,0 Gramm Feinmehl und 250 Gramm Maisgrieß an Stelle von 500 Gramm Feinmehl mf die Mehlbezugskarie abgegeben. Außerdem gelangt an alle Mehlbrzugsberrchtigten Vs Kilogramm Maisprich vro Kopf als Z u b « ß e zu der normalen Quote zur Ausgabe. Der Preis für 1 Kilogramm Maisgrieß beträgt K 5,70. —- In dieser Bersügung ist k e r n e K ü »- z u n g d e r M e h l g e b ü h r zu erblicken, da nicht nur dir volle dermalen geltende Kopjmenge von 500 Gramm Mehl, wenn auch nicht in Femmehl allein, sondern überdies «och 7» Kilogramm MaiSgrieß als Zubuße auSgegrben wird. Die Ausgabe von Maisgricß war deshalb notwendig, weil i» der letzten Zeit wieder größere Mengen von Maismehlvrodukten einlangten, die wegen der mit der heißen Jahreszeit verbundmen Gefahr des raschm Verderbens sofort dem Konsum »»»geführt werden müffm. Warenabgabe der Nohö. Heute Freitag geschloffm. Morgen Samstag: ZcntralmagaKn, VM.. Piaristengaffe 10: Sardellen. Kümmel- Schokolade, Kartoffelwalzgrieft, Backvnlver, SÜvowltz, von 8 bis 13 Uhr. Magazin, l., NibelMgengasse 7: Himbeersaft, Kartoffel" walzgrieß, Franckkaffec, Backpulver, von 8 bis 13 Uhr. H., Ul, IX, tmb X. Bezirk: Sardellen, Schokolade, Kartoffelwalzarieß. und andere Kleinigkeiten, von 8!>rS 12 Uhr. IX., XVU. XVUI. Be^ Ürk: Sardellm, Himbeersaft, Schokolade, KartoffelwalMiNi, von 8 bis 12 Uhr. XU* XIII., XJX. und XXf. Bezirk geschlossen. W. I. W. Montag dm 18. d. M. von V-0 bis '/,11 Uhr g-lb. von ' rU bis %s2 Uhr grün. Dienstag den 10. d. M. V0,-. 'h.s V,N Uhr blau, von V,H bis V,2 Uhr rot. Rudolf Feldfchuh, ,N.» PraLerstrahe 54. -jncke» .'.bgahe Ar Juli, Tee. Kakao. Schokolade, Stollwcrckü Zuckerwaren, Oelsardinen usw. Geöffnet von 8 Uhr früh bis 8 Uhr abends. Abgabe von Frühkartoffel». Samstag »wd Danutag werden im V., VN.. XI!., XU!,, XVI, rmd X'»'U. Bezi»! Ftävinriaffel,,, ittib zwar '/? Kilogramm pro Kopi gegen Aist.r'rnnna drö Abschnittes G der Kartoffelkürtc nbfltflcbcn. Aus den Theatern. Vic verlautet, steht an der „N e n e n W i e n e r B ü h n e" ein Djrekiionswechse! bevor. Direkwr G eher, der sich bereits im, Vorjahre mit der Absicht trug, die Direktion dxs Theaters westerzugeben. soll von seinem, noch mehrere Jahre laufenden' .Kontrakt zurücktreten und die Direktion der Neuen Wiener Bnlme gegen eine Atüöiuttgssumttle von X 400.YÖO Paul K a l b e k, den» Sohn des MrrsÜschrit'istellers Mar KalbekS, überlasten. An de»» B e r n a u -- V tt h ne n stehen einige intereffa nie l-terarische Erstanffühnmgen bevor. Die erste Premiere der Ä a nr ni e v s viele, die noch äm Laufe dieses Monates stattfrndnl wird, ist Gorkis ..Nm ch t q s y l^ in folgender Brsetzuno drr Hauptrollen: Kostntow—StttiSuh. Wasffii—Täubler, .Kleschk-8iehh?rger, Bnbnow—Muth, Gatin-»-Aslan, Sckiausvielkr-Forest. Baron-E^'thpier, Lnka-Goey, Nästja—Fräulein Kelter, WaN!l;sfa-.Trebitsch, Natgscha^Dturra« Bei der gleichttitig im Deutschen Volkstheater an ackerten Erstaünuhrmrg von H a n p t m a n N s »U n d P t v p a tanzt" »vielt Herr Qnuo den alten Wann, Weinev- Kable den Direktor. Forest den Vater Pippas und Herr Stemböck dm M^ch'l. Pivva mid Hnhi» sind — wie bereits berichtet — mit, Fr!. Hockiwaid und Herrn Erocrth 1 i'ls Debüt) besetzt. Nach ..Pippa tanzt" bcvc.tct das Deutsche Voltstheater Aufiiidrmtgen von ..P ctr G i) n tH und Str » ndberas „Erich XIV.- vor. Die B 0 lk § bübne. »und ihre neue) Spielzeit am 1. Sevteinber mit der Erstaustülmmg von Max B u r ck h a r d t s VolkSstiick „K n t h e r l" mit Blankä Gloffh vout Bürgtheater als Ga»r.eröffne»».. Die nächsten Erstanfführultgm werden dgr»n „Miß Sarab'Sampsoir" vott Lekstng. „Gas" von Georg Kaiser und „Der maeudhastr Glücksritter", ei»» Lustspiel aus dein Spanischen, sein. - Schsirspieleestrerk RoMamerik«. A»is B e t m a r (Vereinigte Staötm) wüd telegraphiert: Der Schanspielerstreik hat sich auch ans Chicago, B p st 0 »» und Philadelphia ausgedehnt. In Chicago zwangen die Schauspieler nr n Theater zu schließen Md. verprügelten d i e T h e a t c . i r cf t ö r e n. Führttyg durch das knnfthiftvrffche Museum, Morgen Samstag zwischen 3 und & Uhr nachm'ttagS finden h\ ber Geinaldegaterie des für», st.h ist 0 r i sch e n M»»s e u n» s eine fachiuätinische Führung statt, zu der jedermann.unentgeltlich Zutritt hat. ■ - . , PreisznssNkennung an der MsFfikakadeMi^. An der Staalsakadelrne für Musik und darstelkMe Autist wÄrhh» am Ende des abgelmn'en(n Stndlrnjahres den» Schüler Stephan A s k e n a s e her Staatspreis vor» § 8Ö0 'für Abütlrienten der Klaviennelstcrfchlfle zürAairnt. Zur Jnaendberrreguns. Die Schrift Hans B l ü h erö ..Dei'Llches Reick»/ Judentum und Sozialismus" ist ein Versuch des Vrrsasters der srcideutschm'Jugend die stantssördmw-e Idee der zionistrschm Beviegung als Muster vorzubältem Preis X. 3.6»). — D»'. Siegfried Bern f e l d § Blich „Das jüdische Volk und »eine Jugend" hat eS verstände»», dnrchMe Tiefe, und Ne»»artigkeit seines. Inhaltes ungeteiltes Jitt'eresse affe? an der Jugend ü»re»> csi'ierten Kreise wachzurufen. Die zweite Auflage »st r»» Vorbereitung. Preis biosch. X 8.40, geb. X I0.8l). Zu beziehen durch R. Löivik, Verlag, Wim, I« Flr»ich»na»kt 1. D5)euttgeu FutzballtvelLMele. Das dedentendste Spiel des TageS geht aüf dem Rapid- Sportplatz in Hütteldorf vor sich, »vodev Meisterschasts- und zCnpsieger Rapid gegen, die H a k.o g h spielt. Die Meister- ' Mannschaft tritt nach der Somrnerpanse zürn, ersten Male wieder vor die Oeffentlichkeit. Die Hakoah steht vor einer schwere»» Aufgabe. Obwohl kciinn $n hoffen ist, daß die Blau-Weißen aus Hütteldorf ungeschlagen heimkehren werde«, darf man doch auf ihren energischen Widerstand rechne«. Leicht werden die Hakoahner den Hüttrldorfern den Sieg nicht machm. Eine Niederlage mit zwei bis drei Toren Differenz wäre durchaus ehrenvoll. Der WrenerSportklub spielt in Dornvach gegen dir C r r ck e t e r, die er glatt abferiiger» dürste. Ebenso »vird d?r Simmeringer Sportklub den F a v 0 r i t n e r Vorwärts ohne Anstreng»»ng bezwingen. Der Sp.-Kl. Phönizin wird in Favorite« an die Ueberlegenheit Rudolfs- Hügels glauben muffen, während der F l 0 r i d s d 0 r f e r Sp.-Kl. dmch dm F. A. C. eine Niederlage in Kauf nehmen wird. Etwas größeren Widerstand darf mm» von 0 6c € St. Beitim Spiele gegen Wacker erwarten. Ein großer Erfolg des Berliner „Bar Kochba". Bei den Berliner Leichtathletik-Meisterschaften, die a»n Sonntag »m Rahrnen eines großen Stadioli-Sportfestes statt- »aiiden, siegte der Bar-Kochbaer S i »n 0 n »m 800-Meter- Lauf in der vorzüglichen Zeit von 2 Min, 2'4- Sek. Bemerkenswert ist. daß Snnon zu»»» erstenrnal in einem großen Wettbciverbe antrat und dabet gleich die besten Vertreter über diese Strecke hinter sich ließ. .Auch sonst aab es bei den Meisterschaften durchwegs sehr gute Leistmigei». Die »nichtigsten sind: L>mfm 100 Meter: 1. Rau in It'Z Sek.; Laufen 200 Meter: 1, Ran iit 81*9 Sek.; Lausen 400 Meter: 1. Martin m 52'8 Sek.: Lausen 800 Meter: l. Eilnon in 2 Min. 2'4 Sek.; Laust»» 1500 Meter: 1. Ernst in 4 M»n. 12'2 Sck.; Lausen 5000 Meter: 1. KrupSki in .U! Mm. 47-2 Sek.; Laufen 10.000 Meter: 1. Rupvert in 84 Min. 28*8 Sek.; Hitrdeulaufen über 110 Meter: 1. Borrnann »n 17*4 Sek.; Hindernislausen über 8000 Meter: 1. Jentzsch in »0'Min. 80'2 Sck.; Disfusiverfen: 1. Gustavson mit 86'32 Meter; Weitsprung: 1. Vormann mit 8'48 Meter; Stabhochsprung : 1. Lminger mit 3*30 Meter; Kugelstoßen: 1. Gustavson mit 11*34 Meter; Stafettenlaufm über 4Y0 Meter: 1. Berliner Sportklub in 44 Sek. Dev TpnvLblub Hakoah spielt heute «negcn N,»pid in folgender Aufftellimg: Halvern. Scheuer, Lumek, Grünseld, Nnßbaum, Molnar, Hinwitz, Senzer, Jsi Garrsl, Jmö Gaujl, Katz. Ersatzleiit?: Kurt Jahr», Trümmer, Pollak. Ei« IndLzienprozetz. Uula: der Anklage des Morde». Dar dem Schivnrgerichte unter dem Vorsitz des HsfeateA Wmrth hatte,: sich heute der 48jährige Lithograph Bhasiuss Ralonik und seine Geliebte, die 32jährige Flelsch»m§trägerbr Sophie Wagner, »vegen Verbrechens des Mordes 'zir verantworten. Die Anklage, vertrete»i durch SiaatSüMvalL . Du. Schlesinger, legt im wesentlicheu solgcnden Sach°- verhalt dar: . .. ,1 Am 38.. Jänner gegen -5 Nhr nachmittags entfernte' sich die Wüscherkn Therese Aa ch q k ans. ihrer Wohnn»»^ u,»pi1 kehrte nicht mehr zurück. Bald nach erstatteter Abgängig-- leitsar»zeige lies, eine Meldungi der VolkSwehvmLiüier JöhMw., Dan car und Franz Angerer ein, die-berichteten, daß« sie am 28. Jäniier <mf dom Handrlskat den-WachdiLnst chLr-« sahen unk. gegen 6 llhr qhendA von kn»r Frjyrz. .JosefsbrrMj unterdrückte Hilfe rufe einer^FransnLpersoit wn.-nahmen, GlE darauf sähe»» sie einen menschlichej: Kotpet fit diö D'ESwi fallen, »vo ec in den. Wellen versank. Durch di« Angabe«^ des PostänrtSdienerS Matthias Dop pel baucv,: der Vek Frau .Zachar wohnte, fch ien. ein LN s«.inme«hpn^ zwischen dem Berschwindeu der Frau Zachar und-derrr Vor--' fall ans ber Brücke gegeben, weis N»Pvnih Mb dle Wckgnvr! nvch an» selben Abe,»d in die Wohnung 'der Zachar -gek-iNme» »vareit und deren Schmitcksachen, eine golden« Herrermh^ >arnt, Keile, .eine.'golden«; Dameullhr, und drei .Rinse. sich angeergnct hatte«. Tags daraus erschiene«, die Beide« aber--, mats »n brr Wohnung ber Zachar »p Holken Kleider,. R8fth«t imb LeiieirSmittel der Verschwundenen ab. Natnnik, der -gleicht »alls Sn der Zachar servohnt hatte, ümrdedadurch btSfr Mordes an brr Fra»» , verdächtig;., er bestritt nicht nu.r. has,i sondern auch den Diebstahl und suchte ei,: Alibi herzuftellen, bas gedoch nicht glauhlvürdig erscheint. Nach Vorhalt belastender Angabe:». mehrerer Zeugen. hat Hophi« Maner einbekannt, daß sie mit ihvein Geliebten Nawnir tatsächlich zweimal, in der Wohnung der'Zachar -gewesen ist. Sie nahmen!!- den Schmuck unddie übrige« Effekten dev Verschollene«..' De»» Sch»m»ck habe sie in-einer Mawe-r-n-ische veÄalt^Ut Währing er Friedhofes versteckt; dort sind brr Golbsachen auch wirklich gesunden -worden. - Du Rawnik trotz, älledcn» de« Mord entschieden in Abrede stellte, führt die Släätslniivaltschaft Men Jndi;i«»»l>eweis. Sie betont, daß zwischen der Zachar unb dein Rawnik früherein Liebe sv e r h alt n i s bestand ' »lstd ' spWrhin wegen der Sophie Wagner sich häufig Eis er suchtK szenen äbspielten und daß Rawnik schließlich, uns sich «utS seiner, nnbehaglichen Situation zu befreien, die Zachar chrs bemLebe^ schaffte, um so mehr, als sie klnü lnit ihren dringrnden!'. LiebesantrLgen 'imnier »ästiger wnrde Nnv die Situation durch die Rückkehr des frühekrn BrüirtlgNMS däc Zachar namens ^arl S x l a»»s der italillutsHÄ» Krtegc.'gcfän8kNschaft »»och Me Berfcharfüftg erfahre,» hatte. . Der Angellagt« N a w n i lbekennt sich ,:i,-ch t s ch 1: tbi g. Ein Liebesverhältnis,-zur Zachgr Habe er nicht, unterhalten, das wäre jhm qgch nie eingesallen. da er sich mit e»n«»r Mädchen verheiraten wollte/ dgs 50.000 Kronen Vermögen: hatte. - . . Der Vprjitzends halt dem Angeklagten die verschiedenen Verdachtsrnomente vor, die die DtaatSftntvältschasr zur Erhebung der Anklage veranlaßteii. Der Angeklngw versucht »it gsschMter Äeise zu entkräften.' Das weiter« Verhör »nit beiden' AngeklagtLir sotvie die- Anssggen kwr einvernomiuenen Zcngen veranlassen t"-., Staats-. a,»»valt Dt. S ch l e s ingec -ke Anklage zurückzuziehen. Ex erklärte in einer Rede «n -l)en Gerichtshof, daß er zu diesen» Schritte deshalb bewogen wurde, wert kein , strikter Beweis' vorlag, ber die erhoben« Anklage bsgründen ksn«te.i Die Verteidiger, Dr. Hans Fuchs und Dr, Unger dapften dem Staatsanwalt für seine gerechten Worte, Der Gerichtshof verkündete hiera»»f, den' Freispruch beider Augellagtr« und veranloßte deren Enthaftung. Der VoLksMirL. Deutschösterretchische Arbeitskräfte für de« Wiederaufbau Rordfraukreichs. Bon fachmünnischev Seite. Der zuknnftsreichste Lieferant Vvn Eiseneräe'w ist jedenfalls Frankreich, das in seinen nördlichen Departements einen nvch nnerschlvssenen Erzvarrat von drei Milliarden Donnen besitzt. Insbesondere die deutsche Eisenindustrie ist an her Einfuhr der sranzösi-' scheu Erze besoirderö interessiert und man kann sich eine rasche Erstarkung der durch den Krieg zu bestenten^ dem Schaden gekommenen deutschen Montanindustrie nicht leicht Vörstetten, so lange die nordsranzösischen Erze nicht wieder in großen Mengen geliefert werden können. Diese Ansfuhr der französischen hochwertigen Erze kann jedoch nicht früher erfolgen, bevor ans dem im Kriege vollständig devastierten nordfranzösischen Jiiduftriegebiet nicht wiedsr die Kainine. rauchen und die Schwerarbeit nicht in vollem Gange ist. Haben die ans Erz-, einfnhr angewiesenen Staaten ein lebhaftes Interesse an der Wiederbelebung Nordfrankreichs, so ist für FrankrGch die »näglitt)st rasche^ Erschließung seiner nördlichen überreichen Bodenschätze 'eine Lebensfrage. Nicht -ttva, ltm in erster Linie die Erzaussuhr i»> vollem Maße wieder beginnen zu können und den MnLnrrenten ans den die Erze verarbeitenden Montangcbieten wieder neue Betätigung zu ermöglichen, sondern vielmehr »nitt Frankreich seine Gcze.in erster Linie fettst verarbeiten und für diese Zwecke fehlt es an Kohle. Den» die nvrdfranzösisckien Kohlendistrikte der Departements Nord Und Pas de Calais sind im Kriege der Schauplatz der wütendsten Kämpfe zwischen den großen Kulturnatioiren gewesen. Ruinen sind zurückgeblieben und dort, wo mit gwßen Hoffnungen für die französische Montanindustrie vor diesem Kriege die Gchwerarbejl mit mächtigen» Schwünge eingesetzt hatte, ist ödes Land «und die zerschossenen Schachtanlageu sind die sichtbaren Zeichen einstiger regsamor Tätigkeit. Frankreich sah die rieseuhäfte monlanindusirielle Entwickluna seimi!