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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-15 · Heft 206 (15.8.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 206 (15.8.1919)
Date
1919-08-15
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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M 206;. Wien, Freitag V "Wiene^Mrovge«zsiLN«s ttBcr den Anordnungen der zionistischen Leitung hingewiesen werden/ Die Freude des Herzens' darf uns nicht dazu führen, die Vorteile einer geschlossenen Front, ' einer Konzentrierung der Kräfte, außer Acht zu lassen. Einig und brüderlich wollen wir der großen Stunde i«tvärüg sein. - * ‘ fgnr. Ansere Kinder in HoNand. Die Holländische Ferienaktion für bedürftige jüdische Kinder Mt.folgendes bekannt: An alle Angehörigen der 500 „Holländer-Kinder"! Wir bitten dringend, uns alle Briefe, Postkarten, Photographien usw., welche von den Wiener Kindern unserer holländiichen Ferienaktion eingetroffen sind, fortlaufend zur Abschrift uitb Ansicht zu leihen. Wir benötigen sie zu einer Sammlung ü: einem Luche, in welchem über den Ferienaufenthalt berichtet werden soll. Jede Zeile ist für uns wichtig. Nach drei Tagen wird alles wieder zurückgestellt. Wir bitten, die Schreiben von der ersten Nachricht an fortlaufend zu numerieren, dann auf dem einen Kuvert zu notieren: 1. Name und holländische Adresse des Kindes; 2. Name nnd Wiener Adresse der Wiener Angehörigen; 8. Aller des Kindes; 4. Zahl der abgegebenen Schreiben. Hierauf find die Briese, Bilder usw. im Kuvert zu verschließen und in den großen Briefkasten im Borraum des Gaffentokals der »Sozialen HilfZgemeinschast Auitta Müller", H., Praterstraße 17, einzuwerfen. Auch die Post der Kinder an ihre Freunde nnd Mitschüler ist uns sehr erwünscht. Uebrigeus empfehlen wir dringend, die Briefschaften gut auszubewahren, weil sie rme Erinnerung sind und wir sie vielleicht wieder zur Einsichtnahme Nötigen. ProLesLvsrsawmlrrrrg dev AdvokatursangefteKLM. Im Sitzungssaale des' alten Rathauses fand eine sehr stark besuchte Protestversammlung der Advokaturs- und Notariatsangestellten unter dem Vorsitze des ObmaunS des R elchsverband cs Lcopold.S p i e l m a n n statt, deren Zweck darin bestand, die Forderungen dieser Branche zur Geltung zu bringen, Abschluß eines diesbezüglichen Kollektivvertrages zu verlangen und gegen die Verschleppung dieser Angelegenheit Protest M erheben. Der Referent,. Verbandssekretär G u t s ch, schilderte rit der Hand einer Reihe von Beispielen die traurigen Dienstverhältnisse und die Notlage seiner Kollegen. Der Referent beantragte schließlich eine Resolution, durch welche der Ausschuß der Advokatrnkammer ausgefordcrt wird, ohne Verzug Kollektivvertragsverhandlungen unt der Angestellteuorganisatiou in die Wege zu leiten. Rach dem Schlußworte des Referenten gelangte die Resolution zur einstimmigen Annahme. Die Versammlung wurde imt der Wahl von 70 Delegierten für die am 7. und 8. September in Wien stattfmdende erste Tagung der deutschösterrcichischeu Ndvokaturs- und NotariatSangestellten geschloffen. Änter dem VerLmchLe des NKNlsmsrd- VersAches. Ms eine Rauferei zwischen ztvei Kaufleuten ist Nestern ein sehr ernster Vorfall der Nettnugsgesellschnft - gemeldet worben. .Es hieß, daß im Hotel „Südbahnhos" FüvvriieNstraße 66 zwei Muslieute miteinander Streit gehabt und einander durch Hiebe gegen den Kopf verwundet Hütten. Die Rettungsgesellschaft kam ins Hotel und fand in einem Zimmer den 2.7jährigen Kaufmann Julius Lachs, 'zu Sophia geboren,' nach Holleschau in.Mähren zuständig, und den in Bruck a. d. Leitha ansässigen Kaufmann B. Zipp es, zu Adriänopel geboren, mit Hiebwünden am Hinterhaupt. ' Die beiden Kaufleute wurden verbunden und später dem Polizeibommissariat Wieden überstellt. Später stellte sich heraus, daß es sich nicht" lediglich um eine Rauferei amt geringfügigen Anlaß handle, sondern, daß ein weit ernsteres Verbrechen vorzuliegen schien, ein R a n bmvrdversuch, den Lachs auf Zippes, mit dem er seit längerer Zeit bekannt ist, verübt hat. .Wi^. erfahren darüber: Kauftnanu Zippes hatte sich' im Besitze einer größeren Geldsumme ' befunden/ Er wurde um 2 Uhr nachmittags vom Kaufmann 'Lachs in seinenr Hotelzimmer mit einem Ziegelstein überfallen. Lachs versetzte dem Zippes einen wuchtigen Schlag mit dem Stein auf den Kops, in der Absicht, sich seines Geldes zu 'bemächtigen. Zippes war durch - den Ileberfalt ganz überrascht. Er hatte eine klaffende, bis' auf die Beinyaut reichende Wunde am Hinterhäupt erlitten und stürzte im ersten Schreck blnt- Äberströmt zusammen. Dann raffte er sich in Todesangstdoch.-wieder > auf und es gelang ihm,. sich des Lachs' zu 'erwehren und 'ihn gegen das Bett und gegen das -/..Nachtkästchen zu schleudern. Zugleich stieß er gellende 'Hilferufe aus, die im Hotel gehört wurden, und den . /Zächs Vevanlaßten, Volk ihnc abzustehen. Zippes konnte , aus dein Zimmer flüchten. Die Hotelbediensteten strömten ,, /zuscunmen und fanden auch Lachs mit drei klaffenden /Rißwunden aut Hinterhaupt auf dem Fußboden neben dem Bette liegend auf. Erst dachte man, wie erwähnt, an eine Rauferei aus geschäftlichen. Gründen. SpätK kam aber Vvnr Polizeikonnnissariat Wieden eine Kom- . Mission, bestehend aus Polizeitom miss ür Dr. Philp und Holtzeibezirksarzt Dr. Handl ins Hotel, begleitet von >Polizeiagenten. Nach kurzer Einvernahme wurden beide- Kaufleute zum Amte gestellt.. Indessen . .'.wurde im Hotelzimmer eine Durchsuchung vorgenvmmen. Auf dem Fußboden wurden Blutspuren wahrgenommen, die von der in der Abwehr zugefügten Wunde, die Lachs erlitten, herrühren. Dann wurden ein blutbeflecktes Handtuch und ein Ziegelstein, der starke Blutspuren aufwies, gefunden. Den 'Ziegelstein hat Lachs, nachdem er ihn als Waffe gegen Zippes angewendet hat, durch das Fenster auf die Straße geworfen. Herr Zippes äuißerte die wohlbegründete Meinung, daß ihm Lachs nach dem Leben czestrebt habe, um sich seines Geldes zu. bendächtigen. Zippes hatte von Lachs eme RHuM VW. LOH Kronen -zu fordern. Der Begleichtmg dieser Schuld, die Zippes zurückgesordert hätte, galt der Besuch im Hotelziminer. Lachs erklärte sich bereit, die Schuld zu bezahlen, forderte aber von Zippes eine genaue Aufstellung der schuldigen Summe. Diesem Wunsche wollte Zippes willfahren. Während er beim Tische schreibend saß, um die Posten aufzustellen, versetzte ihm plötzlich Lachs den Hieb mit dem Ziegelstein gegen den Kops. Zippes ist der Ansicht, daß Lachs, der sich in Geldverlegenheit befand und der wußteda/ß Zippes immer eine größerd^Summe bis zu 40.000 Kronen bei sich zu tragen pflegte, sich durch den Ueberfäll des Geldes bemächtigen wollte, zumal d'äs. er knapp vor der Tat bei Zippes einen Betrag .von. 9000 Kronen und 1000 Rubeln bei Zippes gesehen hat.? Bei seiner Einvernahme stellte Lachs die Mordabsicht anfänglich in Abrede. Nach längerem Verhör gab er sein Leugnen auf und gab unter der Wucht des drückenden Beweismaterials zu, den Ziegelstein früher auf dem Favoritenplatz für den Ueberfäll aufgetefän zu haben. Er räumte eilt, den Schlag gegen den Kopf des . Zippes in der Absicht geführt zu haben, um sich des Geldes zu bemächtigen. Auf Grund dieses teilweisen Geständnisses wurde Lachs heute unter dem dringenden Verdachte des Raubmordversuches dem Landesgerichte eingeliefert..- - AEsemitifchs KvLwMe! m Berlin. Aus Berlin wird telegraphiert: Am gestrigen -Abend kam es am Kurfüritendamin in Berlin zu crbeblichen a n Life m i t i s ch e n A u s sch r e i t u n g e n. Verursacht wurden sie durch das aufhetzerische Treiben mehrerer Aatiienuleu. die wüste H e tz r e d e n au daS Publikum hielten. Ein Herr begann damit, daß er einem der Zeilungshmidler, die dort das antisemitische deutsche Wochenblatt verkauften und die eine Aufschrift „Judengegner lest das deutsche Wochenblatt" an einer Stange bochhrelten, dieses Plakat aus der Hand schlug. Darauf stürzten sich die Antisemiten auf den Herrn und sch lngeu ihn zu Boden. Es entstand ein großer Tumult, worauf die Antisemiten mehrere R e v o l v e r s ch ü s s e ans die sie bedrohende Menschenmenge abgaben und dadurch einige Personen verletzten, darunter eine ziemlich schwer. Polizei war n i ch 1 z ur Stell e und die militärische Sicherheitswache in einem nahegelegenen Gymnasium, die zur Intervention aufgesordert wurde, verweigerte diese mit der Begründung, sie habe.lediglich das Gymnasium zu bewachen. Festsetzung neuer Preise für Spiritus. Mit einer kürzlich im Staatsgesetzblatt zur Verlautbarung gelangten Vollzugsanweisung des dentschosterreichischen Staatsamtcs für Bolksernährung wurden die bisher ist Geltung gestandenen Vollzugsanweisungen vom 12. Jänurr 1919, St.-G.-Bl. Nr. 23 und 24, betreffend die Festsetzung von Höchstpreisen für versteuerten, raffinierten Spiritus sowie für Brennspiritus außer Kraft gesetzt. Die Festsetzung der neuen Spmtnsvreise erfolgte durchdas Staatsamt für Bolksernährung diesmal im Erlaßwege,, wobei nur die für Brennspiritus festgesetzten Verkaufspreise gleichzeitig als Höchstpreise deklariert wurden. Die Ueberwachuug per Einhallirng der Preise, sowie die Verlautbarung und Ersichtlichmachmig der , für Brennspiritus sest- . gesetzten Höchstpreise wurde den Landesregierungen aufgetragen. * Die Kundgebung für die Republik. Der Amtsbefebl des Landesbefehlshabers verlautbart: „Der Präsident der Nationalversammlung, Staatssekretär Dr. Deutsch sowie alle anderen maßgebenden Persönlichkeiten haben sich gestern nach Schluß der Kundgebung vor dem Parlament mit Worten größter Anerkennung über die Haltung der.Volkswehr und, aller ausgerückten Abteilungen, über ihre Strammheit imb Disziplin ausgesprochen. Es bereitet mir besondere Freude, dieses Lob der Volkstvehrgarmson Wien.bekanntgeben zu können. Der Landcsbefehlshaber Haas m. x.. Oberst." * PreiS feftsetzttng von "Bienenhonig. Die Zentral- Preksprüfungskoinmission hat mit Beschluß vom 13. August 1919, Z. 1915, die mit Beschluß vom 29. Wtm 1918, Z. 4036, festgesetzten Richtpreise für Bienenhonig außer Kraft gesetzt, weil sie mit Rücksicht auf. die Verteuerung der Gerätschaften und des Muckers sowie die" diesjährigen ungünstigen lleberwintermigsverhältnisse der Bienen den derzeitigen Gestehungskosten nicht mehr entsprechen. Die Zentral-Preisprüfungskomntlssion hat dem Staatsamte für Bolksernährung empfohlen, im Wege der Landesregierungen länder- oder bezirksweise Höchstpreise festsetzen-zu lasten. FreWLe der Bewiickschästrmg von OVstmost und Obst-- uwstessig. Mit einer soeben kmrdgemachterl Verordnung hat die niederösterreichische- Landesregierung die Pewirtschäftung von Obstinost und Obstmostesstg sreigegeben.und besonders .auch die bisher, festgesetzten Höchstpreise für diese Uenußmittel außer Kraft, gesetzt. Diese Verfügung. findet ihre Bsegründiwg darin, daß 'die Viererzeugung seither vermehrt wurde und die für Obstiuost in-Betracht kommenden Absatzgebiete wesentlich verringert find, so daß der Bedarf an Obsttnost einen; viel geringeren Umsang aufwcisen dürfte als früher. Es ist daher nicht zu befürchten, daß die Produktionslänber in ihrer Versorgnng durch allzustarke Ansflkhr von Obstnrost gefährdet werden. 9kur für den AnSlandsverlehr bleibt auch für. dies« Gegenstände der. Transportscheinzwaug bestehen, ebenso wie Obstmost und Obstinostessig, der a>rs dem Auslande eingeführt wird, dem besteheudeir AnboLzUmug auch weiterhin unterivorsen ist. * Erledigung von Snbveutüm-rgesurhen. Das Staatsamt für soziale Verwaltung hat angeordnet: Zur Vermeidung überstürzter Erledigungen sind die von Vereinen, Korporationen und sonstigeir Initeressenten an daS Staatsantt zu richtenden Snbventionsgesuche, welche in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember des' oetresfenben Jahres ihre Erledigung finden sollen, in der: Monaten Juli und August solche, deren Erledigung in der Zeit vom 1. Jänner bis 30. Juni deZ be!refsenden Jahres erhofft wirbin den Monaten Jänner uub Februar einzubringen. J>n Hinblicke auf den bereits vorgeschrittenen Heitpurlkt für di« derncalen laufende halbjährige "Kreditperrode wird die Frist zur Einbringmig der Gesuche ausnahmsweise vom 31. .August auf beit 30. September l. I. erstreckt. Eirrgeferrdet. MSkSlWü >n giösster Auswahl. Kur ge-diciic»* 619 . Erteuzuissc. . 181®, IP., »ensteng. 1».2 . iucittt Kail ^chweieliofci'irassc)... 15, Dugufl 1919 ~ Seii s*eSb masehinen*« ^©p^&aafiai*©n ch. söhnell, billig’ und gut Fr>ai9Z Josef Pelz, S.9 B5bei*st»»asse 9» - * Die ToÄtev Dostojewskis in Not. Ans .Gens wird gemeldet: Die seit Knegsbegiun in der Schweiz lebende^ Tochter D o st o j e w s k i s hat eine von Südslawien. und Tfchecho-Stvwakien zur Linderung ihrer Notlage angchouwe, Sammlung nnt der Begründung a b g e l e h n t, daß sie von diesen selbst norleidenden Staaten nichts nehmen könne» zumal ihr die von der russischen Botschaft in Paris nnd dem russischen Konsulat in Genf ausgesetzte kleine Pension ermögliche, sich vor d e m B e r h u n g e r n zu schütze n. Sie hoffe, daß der Absatz des eben von ihr vollendeten b i v g r a v h t s ch e « W e rkes über ihren Vater künftighin ihr eine' gesicherte Existenz verschaffen werde, die ihr um so, lieber wäre, als sie ein regelmäßiges Arbeitsemkommeu milden Spenden vorziehe. * Einbruch in das dsrrtschösterveichrsche Konsrrlat in ^Berlin. Aus B e r l i n wird gemeldet: Großes Aussehen erregt ein Eiubruchsdiebstahl in das d e u t s ch Lsterreichis che K o n s u l a t in Berlin, Keitstrasi^ IS. der von einem an» geblich tschechischen Emiffär namens B « r 1 £ o | verübt worden ist und bei dem sowohl Barktvs selbst als auch ein Komplice von der Polizei verhaftet wurden. * Postveekshr nsit Jugoslawien. Aus Belgrad wird telegraphiert: Das Post- und Telegraphenministerium teilt die EinMrung von Expreßsendungen im Ausl a n d s d l e n st niit. - * Eods-Depescheu wieder zulasstg. Der Gebrauch der verabredeten Sprache (Code-Sprache) ist im Verkehr nach Dänemark, Großbritannien und den britischen Besitzungen . in Afrika, mit Ausnahme von Aegypten, den britischen Besitzungen irnA s i e n (Britisch-Jndien). den britischen Besitzungen in A m e r i k a (Britisch-Amerika) und den britischen Besitzungen in Ozeanien (Australischer Staatenbund), ferner nach L u x e m b u r g, den N r e d e r l a u d e u und den nieder-- ländischen Besitzungen in Asien (Niederläudlsch-Jndien) und A m e r i k a,. N o r w e g e u, Schweden und den pürtu-- giesischen Besitzungen in Afrika und Asien nach Maßgabe der im großen Telegraphentarif bei einzelnen Ländern angegcbeueu besonderen Bestimmungen wieder zu gelassen. ' * Eier vermißter Wiener Ingenieur. Aus Jnnsbrück wird gemeldet: Der gestern als vermißt gemeldete Wiener - Ingenieur Ernst Schick ist gestern aus den Tuxeralpen zurückgekehrt, wo er sich des schonen Wetters wegen länger aushielt.. als er geplant hatte. * Chilenisches Konsulat. Das chilenische Konsulat ist vom Hause 1., Hohenstaufemasse 19, in das Haus, l.. Schauflergaffe 6, verlegt worden. Die Kanzleistunbeu sind von V,10 bis Y,12 Uhr vormittags. * Gestohlenes Leibl-Bild. Aus der Galerie Caspari m München wurde vor einiger Zeit ein Bild Wilhelm Lcibls, ein- Bauernmädcheu darstellend, 38.00p Mark wert, gestohlen. , *• Das Kursbuch. Die Augustausgabe des offiziellen deutschösterrerchlschen Kursbuches erscheint im Verlage der deutschösterreichischen Staatsdruckerei in Wien am 15. d.' M. Briefe «ach Amerika. Die Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ostgalizien teilt nnt: - Allen B.r i e f e n, die durch unser Bureau nach Amerika befördert werden sollen, sind Postmarken im Mindestwerte von 75 Heller nicht aufgeklebt beizstlegen, da wir die Briese rekommandiert w e r t e r l e i t e n, wobei wir doppelte Rekommandationsaustagen haben. Denn solange der direkte rekommandierte Briefverkehr mit Amerika nicht zulässig ist, muß die. gesamte Post durch unser Zwischenbnreau, das wir im neutralen Auslände haben, geleitet werden, so daß jeder Brief zweimal. - und zwar von Wien nach dem neutralen Auslaude und von dort nach Amerika rekommandiert aufgegeben werden muß. Es liegt im Jntereffe der Aufgeber selbst, diese Notiz genau zu beachten. ■ ty; 'W j - $ r Herr Josef B l n m b e r g ans C h e l m. Pijarska 10/ fragt über den Arrfenthaltsort und Befinden seines Bruders H. Isaak Charafch, Juwelier^, an, der vor dem Kriege in Lemberg wohnte und jetzt angeblich hier weilt. — H. Charasch kann dm Brief seines Bruders nn Bureau der Delegation des Ostjüdischen Nationalrates, II., Praterstraße 9/5, abhvlrn. Derernsrmchrichteu. . , , (Nachricht e n von Vereinen erscheinen v w it? n n n a n st e t s a m T a g e d e r D e r a n st a X t u n g.) Heute: Zionistische Sektion des Jüdisch* akademischen I u r i st e n v e r e i n e s, IX., Alserstraße 28. Sämtliche Beremsmitgliedec zionistischer Gesinnung werden ersucht, rmverzüglich Name rmd Adresse im. Bercinslokale, täglich , von 11 bis 12 Uhr vormittags oder - schriftlich' bekanntzngehen/ — Z i o n i st i f ch e Sektion L ä u d st r a ß e/ Die Alisschnßsitzuugen (bis jetzt jeden Montag im Bexeinslvkal) n n 1 e r b l.e i b e n bis ans weiteres. Die nächste Sitzung wird angeküudigt werden. -Wirtschafts- Verband heimgekehrter jüdisch - gali- ^is ch er a tut a u t cn Wien. Kameraden, die an den Stenographiekursen teilnehmen wollen, werden ersucht, Freitag den 15. Anglist um 4 lihr nachmittags im Sitzungssaale des' jüdischen Hochschulausschnffes zwecks einer Besprechung sich einfinden zu wollen. Kollegen, die. sich ftir Sport mteressieren,-wollen sich zwecks einer Besprechung Samstag um 11 Uhr vormittags im Z^erbandslokale eimindru. — Bildnugsverein studierender jüdischer Jugend „H a o r", IX., Schubertgaffe 16. Um 5 Uhr nachnnttags Vortrag des Herrn ' Dr. Israel H a in m e r. „Der Palästimrgedairke bei Herzl./ Gäste willkommen. Breefkrrften der Redaktro«. Handelstrkademiker M. M. 2. Besten Dank für Ihre Enffendung. Wie sie sehen, habm wir das Thema' bereits erörtert. — Jüdischer AMtelschüler. Wenden Sie sich an bie Anssprffeaktion der Sozialen . Hilfsgenreinschaft Anitta Müller, II., Praterstraße 17. — 2Ü00jährige jüdische Handschrift. Die Beroffmil'chung Schechters ist in den Schriften der Universität Canldridge ex 1910 erschienen, wird aber gegenwärtig schwer zu Haber: sein. Die Abhandlung von Eduard Meyer dürste bald >.u den Schriften der Bei-lmer Akademie der Wisienschasten vorliegen

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