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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-15 · Heft 206 (15.8.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 206 (15.8.1919)
Date
1919-08-15
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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«L m Wien, Freitag Wiener MorgerrzeiLung beutscheu Nachbarn und, allen Ernstes wurden große Projekte vor diesem.Kriege entworfen, um der auf einer Überreichen Erzgrundlage ruhenden MontanindustgÄ Frankreichs eine besondere Entwicklung zu sichern. Der Krieg hat durch seine Verwüstungen in den nordfranzösischen Gebieten der französischen Montanindustrie die Kohlenbasis für länge Zeit genommen. Deutschland soll mehr als 40 Millionen Tonnen Kohlen jührlich durch 16 Jahre an Frankreich liefern; nach Nb lauf dieser Zeit hofft man, Nordfrcmkreich wieder neu aufgebaut und belebt zu haben. Der rasche Wiederaufbau Nordfrankreichs soll in erster Linie durch Arbeiter aus Deutschland erfolgen, das durch den Frieoensvertrag zur Wiedergutmachung der Schäden verpflichtet worden ist. Man weiß noch nicht, wie groß die Zahl der deutschen Arbeiter sein wird. Der französische ArbeitSmünster Lou cheu r sucht Arbeitskräfte in allen Staatsgebieten «yd es ist naheliegend, daß er sie in Deutsch öst erreich in erster Linie sucht, in jenem Staate, der durch die Krise der Arbeitslosen ein Interesse an der Entsendung von Arbeitern haben mutz. Es ist nun die Frage, wie sich die verschiedenen Vertreter der deutschöst-rrreichischen Industriezweige zu oreser wichtigen Frage der Abwanderung von tüchtigen Arbeitskräften verhalten werden. Der Gedanke^ der Entsendung von Arbeitern nach Frankreich ist von oen verschiedensten Gesichtspunkten sehr verführerisch, ovch müssen wir selbstverständlich auch bedenben, daß wir nur solche Arbeitskräfte entbehren können, die auf viele Jahre für unsere wirtschaftliche Entwicklung. nicht rmbedingt notwendig sind. Deutschösterreich ist picht fv sehr ein Staat der überflüssigen manuellen Arbeitskräfte, die hauptsächlich durch die jetzige Kohlentrise zur V erfügung stehen, Deutsch ästerreich ist vielmehr das Land der überschüssigen geistigen Arbeit er der verschiedensten fachlichen Richtungen, die im großen Gebiet der alten Monarchie verhältnismäjßig leicht, insbesondere im Staatsdienst, Betätigung finde» Konnten. Dieses Heer der geistigen Arbeitskräfte Deutsch- Ssterreichs bedeutet eine schwere Belastung unserer Finanzen. Hier tut Hilfe dringend not und es gehört -ie Lösung dieses schwierigen Problems zu den vornehrrrften Aufgaben unserer jungen Republik. Wir hoffen, daß wir wieder bald reiche Arbeit für unsere manuellen Kräfte im eigenkn Staate werden finden können, denn sonst find wir nicht lebensfähig. Hat -ie Entente einen Staat ins Leben gerufen, dem durch >ie Abschließung Vvrl den unchtigsten Rohstoffen die wirtschaftliche Grundlage fehlt, so ist die'Abwanderung öer hierdurch arbeitslos gewordenen Menschen wshl ft!» naheliegendes und bequemesmomentanes Auskunftsmittel, aber es ist dies sicherlich keine Maßnahme, oiesen Staat auch für die Dauer lebensfähig zu erhalten. Wir verkennen keineswegs die Bedeutwrg des Wieberallfbaues Nordfrankreichs nicht nur für Frankreich, sondern für die gesamte europäische Wirtschaft; wir möchten bei dieser Gelegenheit die alliierter Staaten daran erinnern, daß «och in letzter Stunde der Gedanke eines wirklich lebensfähigen DeutschÜsterreich sich Kahn brechen und im Friedensvertrage auch zum Ausdruck kommen möchte. Wir begrüßen die Entsendung von Dentschösterreichern nach Frankreich vom Standpunkte der Interessen der Rohstoffversorgung aller europäischen Völker,, deren gemeinschafWche Arbeit' die Dauernde Versöhnung bringen mö^e. 'Kurssturz der tschechische« Krone in Zürich, ■r Die Devise Pra g ist in Zürich von Franks 33.7b auf is' luMgegangen. Dieser heftige Kursstu^ beweist, daß auch im »eutralen Ausland das Vertrauen zu der wirtschaftlichen Zukunft »er Tschecho-Slowakei erschüttert ist. Für dm scharfer: Rückgang dürsten drei Umstände maßgebend gewesen sein: Die Einführung des M o r a t o r i u m s, die Möglichkeit, daß die neutralen Staate« in Paris ihren Standpunkt doch durchsetzen werden, demzufolge Tfchechie» für dir Kriegsanleihen, Auslandsschulden^ and Rotemmisfionm der früheren Monarchie ebenfalls haftbar wäre und die eventuelle Wirkung, welche der Nursturz m llugar« üben könuie. Die Auszahlung W i e n ist in Zürich'von 1L.50 auf WM MÜckgegangen, dagegm blieb die Notiemng der Kronennoten unverändert (1.3.50). Er«s«hr von gKlizischem Naphtha, Benzin und Paraffin «ach Deutschland. Mährisch-Oftvau, 14. August. Die Polnische Telegraphm-Agenwr meldet aus Berlin, daß in allernächster Zeit unter Beteiligung der d e u t s ch e n Regierung Beraümgm mit Vertretern der galizischen Raphthagruben betreffs Einfuhr von Naphtha, Benzin mrd P a raffln nach Deutfchland begsimeu worden. Die Produktenbörse i« OkmÄtz. Wie aus Prag gemeldet wird, hat sich die tschechische Negierung dafür mtschiedm, eine Produktenbörse in O l nr ütz z u e r r i ch t e n. Die Eutscheidung iß bereitbei der Olmützer Handels-- rmd, Gewerbekammer emgelangt und mthÄt die Aufforderung, die Börsestatnten dem HandelSmmistvftnm in Prag ehestens verzulegen. Der vorbtveitende Ausschuß in Olwütz beabsichtigt, die Jndrchüchalle der ehemaligen deutschen Aufstellung für die Börse anzukaufen. Die BerhaMmraon s^bw bisher zu iehtcm ErgeörüS geführt. Die amerikanische Einfuhr nach Pole«. AuS Warschau wird gemeldet: Das Konsulat der Bereinigten Staaten ln Warschau erbtest von seiner Nrgunmg die Verständigung, dcch Pole« m die vifthe d« Staaten ausgenommen wurde, denen dre Enrstchr aus Nordamerika ohne befondereBewillignng zuerkannt wurde. n%fbl Orient". Aus Warschau wird de« ..Polnischen Stimmen" berichtet: Kn Konstantinopel wurde unter dem Titel „Pol Orient" eine HandelSgHMckaft gegründet, die sich die Wege der Harchstsbezichsnge.» zwischen P.» l e u und der T Ü r k e i zur Aufgabe stellt. _ DsutschLands StaatshauLhakt. Der vom Reichssinamminister Erzberger der Wcrnrarer Nationalversammlung über^ mittrlten Denkschrift zufolge stellt sich der R e i ch s b e d a r f auf 34 Milliarden Mark. Auf die Emzelstmten und Gemeinden entfallen von diesem Betrage 6'5 Milliarden, während die restlichen 17'5 Milliarden sich auf.den Schnldendienst (10 Milliarden) ver" teilen, auf die Fürsorge für Kriegsteilnehmer und deren Hinter" bliebcne (43 Milliarden), WrhrauSgabe» (1*5 Milliarden) und Verwaltungszwecke (1'7 Milliarden). Da die Erträgnisse mit 7*6 Milliarden festgrsiellt werden, ergibt sich ei« Feh lbetrag von ungefähr 10 Milliarde. Hiervon hofft man durch die V e r m ö g e n Z a b.g a b e 1 und ansgebante Mm3 sabsteuer 5'5 bis 6 Milliarden zu decken, so daß noch immer ein Fehlbetrag von 4*5 Milliarden verbliebe. Dieser soll durch Einführung der Reichseinkom mensteuer rmd NeichZabgabe wettgemacht werden. Die Steuerlasten in Deuts äEand werden demnach sehr hohe sein. Zwang sw eise GlattsteKung in OorentLahrr- «nd TaLakasttie«. Dre Wiener Bvrsckrmuuer veröffentlicht folgende KmrdmachnngDer StaatsselrslLr für Nnanzen hat mft dem Erlasse vom 13. August auswahnlÄverse gestattet, daß in dm Aktien der Betriebsgesellichast der orientalischen' Eisenbahnen und in 'den Aktien der türkischen Tabakregiegesellschaft die zur glatten DuiM'chrmrg des K a s s a t a g e S a m 22. A n g u st erforderlichen zwaugZweffm Käufe ober Verkäufe übev dorhergegangene Meldung d^ Wiener Girormd Kaffenvereims wahrend des offiziellen Böcseverkehrcs mrter Beobachtung der m der Krurdmachung vom '15. Juli angeführten Beschränkungen durch beeidete Sensale dmchgeführt werden können. Hobrmg dev kt dev Donurr versenkten Schiffe. Aus D u k a r e st wird Mmldet: Die rumänische Negierung hat mit der englischen Gesellschaft Ocean Salvage Ch. ein Uebrreittkvrmmn getroffen, wonach die Gesellschaft die Hebung sämtlicher in der Dona« versenkten Schiffe übernimmt. Handelsverkehr m\t den Niederlanden, gerat Mitteilung der niederösterreichischen Handels- und Gewerbxkammer hat die N. U. M. (Nederlandsche mtvoer-Maatschavpij) lwkanntgcmben, daß infolge der Aushebung der nnt den Ententestaatm bestandmen Bkokadeübereinkommen die niederländischen Zollbehörden ermachtmt worden sind, ohne spezielle BcwiÄgmm der R. U. M. bono M« Muster von nicht dfou gvoßem Handels- Wert M AiMuhr nach allen Wndeon zuznllrsftn. Dis Amrechnnngskrrvfe für drs fremden Wührnngon. Dir ^Wiener Zeitung" bringt eine VollLlrgsanwelfmrg über die für die Zert vom 30. Junr bis SS. Sepi unber gellenden UmroebntmMrrrse für dre in foemder Währung gutgebuchieu Kufen von Geldern, welche durch dte Bsnkm gegen BrrAusunKver" pstichNmg entgogenaenvmmm wm^en. Darnach gellou unter anderem folgende' UmrechnnngLsätzo: 100 Mart ----- kl 20t), 100 holläudMe Gulden ---- L lAl, 100 Schweizer Franken — K 559. 100 ft-anzöstsche FraM ---!< 490, 100 Are ----- K 380, 1 Pfund Sterling ---- K ist, Ist Dollar ---- K 302,60 mb 100 tfchecho-slowakische Krone» ----- K 155.50. Eirszleymrg der Stempelmswke» ohne Anfdrntk „Dsrrtschosterreich." Nach einer im StaatSgefetzblÄte und im Berordnnngsblatte des StaatSamllS der Mnanzeu zur Verlautbarung gelangenden BollzugSanweissns werden die allgemeinen Stempelmarkru und Wellenumsatzstrurrmarken ohne Aufdruck ^Deutschösterrerch" mit 31. A«Mst 19-19 außer Kraft gesetzt und den Partcrm von dem Dvge der Kundmachung der BollzngScmweisnng bis einschließlich 10. Schwnrber 1919 bei den Stempelverlags-- Md Vrrschk«ißLmt«n MM SicmpelmaÄen der gloichm Gaürmg mk dem Ansdr«cke ^D«üjMsterverch" rmcntgeltlich a us g e w e chs elt. Bo« den Getreldemarüten. Ans den übeftsftschm Beriästen läßt sich nicht ersehen, was Tendenz, was Wirtlichkeit ist. Der amtliche Bericht spricht von emer BerschlechterangderErnte.Ein WerzenauSfuhrverbot rst entweder beabsichtig oder bereits erlastm. Dagegen bezeichnet der statistische Experte des Mr. Hoover die Ernähnmgslage der Well als optimistifch und andere Melbmraen mffen von einer Wrizrnstut zu berichten. Der Umstand, daß Amerika die ZwangShswirhschMmg für Weizm mrf ein weiteres Jahr arrftechteryalleu wÄ, krnmeichnet die Bersorgungslage der Welt am besteu. Durch die ftmechrit geleistete Preisgar-antie für Weizen seitens der awerikanischm Regierung, die augeuschemlich mit einer längeren Dauer des Weltkrieg,^ gerechnet hat, ist mit einer BrrwohlfeklltNg der Preise kaum zu rechnen, welch« Umstand für unS um so mchr ms Gewicht Mt, als durch, den schlechte« Stand unserer Valuta die Teuemug immer größer wrrd. Der heimMe Mewktverkehr bleibt belanglos, grerfbare Ware ist nur in kleinem Mengen vorhanden, spätere A^eriumStermine werden abgslehnt, mrMem eine Gewähr für ein rechtzeitiges AnlaNgen der vorgekaufte« Ware nicht übernommen werden kan». Wiener Börse. Mit Rücksicht auf dm enormen SEckmangel, welcher bei den stattgefundenm Versorgung zum Vorschein gelangte (man zahlte Mr AlpmErtisn ein Leihgold bis K 5.— pro Stück), «öffnete die gestrige Börse in sehr sester Haltung, da größnes DecknngsbeNrfnis vorherrschend war. D« starkm Nachfrage stand nm geringes Angebot gegenüber, was ein Gmporschneüen der führenden Kulifsewerte zur Folge halte. Alpine-Aktien sttegm sprungüst mn K 86.- bis K 1328.- (nachbÜrsÜch K 18%.-), Staatsbahn avancierten um K 50/— und Skoda-Aktien profitierten K 39.—. Dagegen waren ungarische Papiere^ und Südhahnwerte schwächer gehalten. Im SchranKm wiesen W afsensabriks-Aktieu eine Steigerung von fc,87— aus, ferner waren «NKslue Schiffahrtwerte degshrt mb HSH«, mit Ausnahme von Navigazrone, die mn K 380,— billiger erhältlich waren. Obgleich sich die AmsZhe im Verlause des VMehres oerrrr^dert.en, blieb dt^ feste tS. August 1919 eMW '—.». — >w».i Tendenz dennoch in Geltung, da dir' Spekulation der dreitägigen Verkchrsunterbrechung wegen (Natt-! stellungen oornahm. Renten waren eine MeiMkÄt billig« erhältlich. Im übrigen verweisen wir aus nÄ stehende Schlußkurse:! Jndnsteie-Urrtewehmurlge«. Stößern. Baügesellschaft! —(— —.—). Unionbcm 835.— (— 8.—), Wiener Baußesellschaft - 882.— (-Wienerberger Ziegel 860.—' (-ft 7.—), Aefinger —(-.—), Sarajevo W.-Bmuuei —(— —Aussig Chem. 1488.— (+ 10.—), Brosche Spiritus —(— —.—), Karborundum —l-.—), handclsaesMehaft 795.— (+ 15.—), A. E. G. Union Glektr^ 750.— (-)- 20.—), Sienrcns Schuckert 480.— (—• 4.50), Alpine 1328.— (+ 86.—), Austria Email 1090.— (— Berg u. Hütten 3160.— (- 15.—). PoldihÜtte 1650.— (4- 75.—), Präger Men 3880.— (-s- 45.—), Rimanrurany 1025.— (— —), Skodawerke 845.— H- 29.—), Wasfenfabrik 11G0.— (+ 87.—), Salgo - Tarjaner 1030.— (— Id.—), Trifailer Kohlen 90ö.— (4- 25.—) Urtp. Mgeni. Kohlen 2225.— (4- 95.—). Urilanv 1015.—{-f* 15.—), Weftböhm. — — (— —Brunner Maschinen 922.— (— Heidt —(— —Lokonlotw Sigl 651.— \+ 16.—), Simmennger 528.— (— —Elbcmühl — (-—), Lehkam 620.— (+ 23.—). Karpathen 2835.- (,+ 50.—), Galizia2066.- (-i-1.-), Fezfabriken (-Schoeller Zucker 1417.— (— 5.—), Böhm. Zucker —(-- Oesterr. Eisenbahnverkehr 580.—» (— —.—), Tiirk. Tabakregie —(-.—), Türkenlose 504.— (— Krupp A.-G. 632.— (+ 6.-j, Nuston 679.— f+ 22.-). Fiatwerke —(— —Beitscher Magnesit 2280.— (— 40.—), Schö-npriesener 972.— (4- 1*7.—), Austlw-Amerikcma — ( .—). j Transport-AnternehrnnnHen. Adria 2005.— (— 5.—), Artfsig-Teplitzcr —(— -r.—),Buschtielwader Itt. A. — (-Bufchtichrader fit B. —(-Orientbahnen —(— '—.—), Donau-Danchf. I960.- (4- 44.—), Ferdinallds-Mordbahn 8510— ' (ck- 15.—), Uoyd 4320.— Ravigazione 6860.— (— 250.—)/ Staatseisenbahn 1248- (4- 49.50), Lombarden 172.- (- 3.50), 8% Südbahn Prior. 41©.— (-— 7.—), Staatsbahn Gennßfch. 577.— 27.—). Renten. Mairente 80.— (— —.75), Febmarrente 79,75 (-.25), Oesterr. Kronenrente 80.— (— —.25), Oestttr. Gvldrenle —(-.—), Ungar. Goldrente —(- Ungar. Kronenrente —(-v; Banken. Analo 330.— (+ 12.50), Bankverein 480.— (4- 5.—), Bodenkredlt 975.— (+ 20,—), Kredit-Anstalt 599.— {+ 6.—), Ungar. Kredit 722.— (— 6.—), Depositen 468.— Länderbank 505.— {4ll.—), Nmonbank 488.— Bevkehrsbank 312.— (+ 1.—), Zivrrostenska 659.— (+ 3.-), (-.->, (- 6.-). Prager BSrse. Prag, 14. August. Bei allgenicin regem Jnteresie für Anlagewerte verkehrte die Börse heute in fester Haltung. Es notierten: Frrcheitsanllihe 102.50, i%6l0 Komnmnalschuldsch^ine der.Landesbank des KönigrercheS Böhmen 104.—, dieselben in Kronen 100.—, Meliomtionsscheme der Landesbank des Königreich Böhmm 100.—/ Böhm. Sparkasse-Pfandbriefe 101.25, 4°/9 mähr., Hypöcheken-Pftrndbrlefe 90.50, 4Ve°/o mühr. Landeskulturbau-Kommunalobligatiomm 100.—, 4°/» Schuldscheine der Zentralbank der böhm. Sparkassen 99.50. BeEner BSrse. BeMrr, 14. Altgust. Rach wie vor hiell sich das Geschäft an der Börse in engen Grenzen,, doch war die Grrmdstrmrmmg heute im Znftmrmentmrrg mit der sich sortsetzendeir Eutwertung der Markvaluta und den nngäustigen Streiknachrichten aus Oberschtesien dnMwrgS als schwach zu bezeichnen. MmUanwevte unterlngen mit Mbkdentenden Ansnshmm Mckgängen von 1 bis 4*/,. Schiffahrtwerte erwiesen sich bei kleine« Umsätzen als widerstandfähiger. Bakutapapiere stellten 'sich, durchwegs niedriger, besonder- Petcoleumwerte und Canada-Aktien, die sich scharfe W« striche Möllen laßen mußten. Auch Orientbahn- Md Türkische Tabak-Nkrien gaben erheblicher im Kurse nach. Auf den übrigen Marktgebieten ergaben sich nur Mbedewende Berimdernngen; zumeist Überwogeu müßige Mckgänge. Später erfuhren ewige Moirtanwerte mäßige KurSechomnge», doch behielt der Verkehr in feiner Gesamthm das Gepräge, ausgcspochener Lustlosigkeit bei fovtdanernder Verstimmung bei, was auf die angMndlgwn neuen, tief eingreifende« behördlichen Mcchnahmen gegen die Kapitalsabwnndewng zmüchgesührt wurde. Auf de«; Ankagemarkte stellten sich Kriegsanleihen, Schatzscheine und Äte heimische'Anleihen ebenfaM durchwegs niedriger. KriegsaistechM «stierten 78.70. Orsterroichifche nno ungarische Renten bliebe«, oh« Umsatz. Tägliches Gell» bckang leicht. Die Devisenkurse. Wion, 14. August. (Knrse derdeuffchöfterr. DedisenzentrÄe.) Amsterdcmt 1650.- (1600.-), Berlin 246.50 (346.50), Zürich 776.— (760.—), Christmma 1022.— (992.—), Kopechagen 992.— (962.-), Stockholm 1080.— (1050.-),Marl-Noten 2454.75 (244.7H, Lei-Notrn 240.— (240.—), LevaMotcn 150.— (150.—), Schweizer- Noten 778.— (761.-), Französische Noten 555.— (555.-), Italienische Noten 460.— (460.—), Englische Notm IM.— (180^—), Dollar-divten 40.— (40.—), Mbek-Noten (Romanows) 215,- (215.—). Prag, 14. August. (Kurse der Devisenzentrak.) Amfterdanr 801.- (796.—), Wien 54.— (84.—), Berlm 140.75 (140.75), Bukarest 130.- (128.—Sofia 97.50 (97.80), Zürich 388.— (380.—), Chri-Wania 864.— (498.—), Kspen* hagW477.50 (472.56), Stockholm 5S6L5 (521.25), Ma«nnd244.— (2K.-). Paris 290M (290.50), London 93.- (92.-), New- York 81.— (2a—), Mark-Noten 137.75 (137.75), Deutschösterrerchifche gostempette Kronen-Roten 58.— (53.—), Bulgarische Noten 92.50 (93.60), Lei-Noten 125.— (123.—), Schweizer- Noten 380,— (377,—), Italienische Noten 241.— (238.-), Französische Noten 286.80 (286.50), Englische Noten 89.— (88;—), Amerikanische Noten 20.— (19.—), Schwedische Mim 522:25 (617.25), Norwegische Rotm 500.— (485.—). Dänische NoM 473.50 (468.50). Berlin, 14. August. (Kurse der Deviftnzentrale.) Holland 705.— (680-), Dänemark 411.— (396.-), Schwede» 460.— (445,—), Norwegen 435.— (420—), Schweiz 329.— (319.—), Oesiervsich-Urtgstm 42.45 (42.45),Spanien 335.— (825.-), Helsingfors 110.28 (105.25). Amsterdam, 18. August. (Devisenkurse.) , Berlin 18,92Vt (14.50), Wim 6.25 (6.S5), Schweiz 47.40 . Kopenhagen 53.85 (58.36), Stockholm 66.75 (66.50', EhMmnm 62.95(63.—), sirew-Aork 2S9.—(368.75), London 11.60 V, mMHi), Paris S5.S5 (35.15). Zürich, iS. August. (Devifmkurse.) , . Berlin 30.25 Eks). Men 12.60 (M50). Prag 19.— (23^76), Holland 310.50 (213.—), New-Uork 982(— (597.—), London 24.25 (24M, PoM 72- (?Lr~), Whilarü 62,— (62b50); BriM 71.— (74.50), Kopenhagen 184.50 (124.—), Stockholm 140.H0HM.—), Ehristiama 10®.— (132.75), SPetersbuva 90c—j fO.—), Madrid 106.75 (107.—), BrrertoS-Mes 230.— (330.—)j Kronennoten, d.-ö. gestempelt: 13,50 (13.50), Kronemlown, umre- .stmwelw 18.60-(1L.50).

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