Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 206 (15.8.1919)
- Date
- 1919-08-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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. Seüe 4 Niuwiiihhhhi>» Wien, Freitag' 4viener MorgenZeitnng Telegramme. Wklson für dsn Schatz der LMrrderhertsvöllrer. 1 Warschau» 14. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Wie ans New-Dork bm'chkct wird, hat W i I s o n in einem Gespräche mit j ü d i s ch e n Führern, welche bei ihm erschienen waren, um ihm snr seine Bemühun gen zugunsten des jüdische nBolkes zu danken, erklärt, daß in Kürze nne S p e z i a l k o nun i s s i o n nach jcncu Staaten abreism wird, irr welchen Klauseln zum S rh u tz e d e r M i n d e r h e i 1 s v o l k e r ringeführt werden sollen, welche die Bedingungen zur Verwirklichung dieser Klauseln oorzuderaten. Die Arbeit der amerikanischen Auterfrrchrrngs- Kommission in Wilna. l Warschau, 14. August. (Tel. der ,Wr. Morgenztz.") Einige Mitglieder der Kommission, welche M o r a e n t h a n nach Wilna begleitet hatte, sind nach dessen Rückkehr nach Warschau in Wilna g e b l i e b e n. um d.ie II n r e r s u ch u.n g wegen der dortigen Pogrome zu E n d c* zu sichren. Die Kommission arbeitete sieben volleTage. Es wurden 450 bis düO Zeugen über 200 dis 250 angezeigte Fälle einvernonnnen and 4060 bis 5000 a n t l j ü d i s ch e Handlungen seftgestcllt. Morgentharts Tätigkeit irr Polen. Die Prrrskev Blutzeugen verschwunden. 1 Warschau» 14. August. (Tel. der »Wr. Morgnizig/) Senator M o r g en t h a v hat seine Absicht, zwecks Untersuchung des P i u s k e r Pogroms dorthin .zu. reisen, aufgegeben. Für seinen Entschluß war der Uuisiand bestimmend, daß von den: in Pinsk wrileudeu Mitglied; der amerikanischen Kommission, Otto, mitgeteilt tvurde, daß sich in Pinsk Leute, welche über den Pogrom hätten aussagen können, nicht b efind t Jt und auch chr Aufenthalt nicht zu e rm i t t e.st n sei (?); überdies, würden sämtliche auf den.Pmsker Pogrom bezüglichen Dokumente und Protokolle nach .Warschau gebracht. Morgenthan erklärte weiters, daß er jetzt in Warschau bleiben müsse, da ec nnt dcrn angekommenen Nahrungsmiltcldircktor H o o v e r wichtige Besprechungen zu führen habe. - Gestern veranstaltete Miiusterpräsident Padcrewski zu Ehren Morgenlhaus ein Bankett, zu welchem als W o r t f ü h r c r der Judeu der bekannte polnische Historiker Professor S i m o n Askenaui geladen war. — Morgenthau erklärte, noch sechs Wochen in Polen verbleiben zu wollen. Während dieser Frcst wolle er Bresi-Lito wsk. Kowcl, Lublin, Lemberg und Krakau besuchen. Er hofft, daß seine Tätigkeit für die Luden vou Borteil sein werde. Eine sozialistische Kommission zur Untersuchrrng der Pogrome. Warschau» 14. August. (Tel. der „$Br. Morgenztg.*) Wie man der hiesigen »Arbeiter-Zeitung" aus Stockholm telegraphiert, akzeptierte die internationale sozialistische Konferenz in Luzern den Antrag der poale-zioniftischen Delegierten, eine Kommission zur Untersuchung der P o g r o me nach Polen, der Ukraine und Litauen zu * n t s e n d c n. Banknoten mit Ziidischen SchrifLzeichen. Warschau, 14. August. (Tel. der »Wr. Morgenztg.") Nach v« Ukraine hat jetzt auch die litauische Regierung in Kowuo Banknoten herausgegeben, die unter anderem auch rüdische Aufschriften tragen. Rorvno von den Polen erobert. MLHr.-Ostvarr» 14. August. (Tschecho-slow. Preßbnr.) Dw Polnische Telegrapheu-Ageutur veröffentlicht folgenden polnischen Heeresbericht vom 13. d. M.: Die polnische Offensive erzielte nn allen Fronten weitere Erfolge. An der litarrischweißmssischen Front wurde fast eine ganze bolschewikische Brigade samt dem Stab und dem Kommandanten Grigorjew gefangen «envnuneü und an der wolhhnischen Front wurde Rowvv erobert. Eine Abordnung der Egerer SLadtvertretung bei Masaryk und Tnfar. Verhandlungen mit den Deutschen in Sicht. Prag, 14. August. DaS „Prager Tagblatt" meldet, aus ° Eger: Sonntag sprach eine .Abordnung der Egerer St-abbvertretung bei verschiedenen Prager Regienrnsstellen vor. Die Sozialdemok.raLen hatten eine Teilnahme an der Tbv"?dn»ng abgelehnt. Zunächst wurden die Vertreter vom Präsidenten Mäsarhk empfangen. Dev Egerer Bürgermeister trug diesem die 'Sonder- »echtsfrage Egers und des Egerlandes vor und überreichte ihm eine Denkschrift. Er verwies daraus, daß das Eger-land cot -PfandoüM ist und als solches von Deutschland auszulösen wäre. Präsident Masarhk gab seiner Meinung dahin Ausdruck, daß, wenn auch die historischen Rechte geachtet werden, doch auch natürliche Rechte berücksichtigt werden müßten. Dev .Egerer Mzebürgeruleister erklärte bezüglich der Dprachenfrage, daß für das deutsche Gebiet ausschließlich die deutsche Sprache Amtssprache sein müsse. Präsident Masaryk entließ die Abordnung mit dem .-Versprechen, daß der Gegenstand der.Vorsprache werbe geprüft werden, woraus weitere Mitteilungen an die Stadt EM erfolgen sollen. . ' Hierauf sprach die Abordnung im Ministerium des Durern vor, wo ei» Sektionschef erklärte, daß die Wahl- Hvciseinteilung nur provisorisch sei und daß erst die endgültige iNatronalversainmlung, die aus den Neuwahlen hervorgehen .»soll,- die Verfassung festlegen werde. Das provisorische Wrhlftreisieinteilungsgesetz habe deshalb einen Kreis mit Karlsbad jund nicht mit Eger als Zentrale vorgesehen, wert das E.gerlland von Böhmen würde losgelöst werden- > Die Abordnung wurde hierauf vom Ministerpräsidenten ax empfangen, der unter anderem sagte: Das endgültige sKesetz über die Wahlkreiseinteilung wird für die Deutschen »viel günstiger, sein als das Provisorium. Sie werden statt der beanspruchten 70 Mandate erhalten. Es wird überhaupt nicht durchgefüh»-! raerben ohne R ii ck spra ch e! m i i de ii Deutsche n.. Jüdische Männer nnd . Frauen! ¥ MeklMiert cm* Wahlrecht MM Jüdischen RaLiorrarraL für Derrtschösterreich! Wahlderechtigt ist xeder Jude ohne Anter» schied des Geschlechtes, der sich zur jüdischen Nation bekermt und das 20. Lebensjahr überschritten hat. / Auweldung zur Eintragung in die Wählerliste im Bureau des Nationalrates: Wien, .11., Taborftr. ^0 n Die KreLseiuteLümg. -Prag, 14. August. Wie daS „Prager Tagblatt" erfährt, ist der Negierungsentwurf über die Kre is eint erlang bereits fertig gestellt und wird der Nationalbersammlung zu Beginn der Herbsttagung vorgelegt. werde:!- Der Entwurf sieht eine Einteilung des ganzen Gebietes der Republik einschließlich der Slowakei in Kreise vor, die ohne Rücksicht auf die bisherigen Landesgrenzen gebildet werden sollen. Diese Kreise sind grundsätzlich natioirül geimscht. Die Namen Böhmen, 9£ühren und Schlesien verschwinden vollständig. und sind kine amtliche Bezeichnung mehr. Die Doppelverwaltung (Landes- und VezirksauKschufse) werden beseitigt. 'Das Lanbeöeigonium wird Staatseigentum, die Landesbeamten werden Staatsbeamte. Bei der werwaltnng ist 7dem Laienelement ein beschränkter Einfluß Vorbehalten, und auch dern kleinen Gebiete der Autonomie, die den Kreisen zngcstandcn ist, wird .-die maßgebende und entscheidende Rolle den vom Staate ernannten Beamten zufallen. Die Berwaltungskteise decken sich nicht überall mit Wahlkreisen. * ' ' WirtschuMches arrs dsr Tfchecho-Slo«»akei. Prag,, 14. August. (Tel. der .Lütener Morgcknztg") Ja Angelegenheit der Freigabe der Einfuhr haben sich in der letzten Zeit einzelne Handefslorporationen au den Fmanzminister Dr. Horacek gewendet. Nach einer Mtünlung der „Narodni Listh" hat der Minister denVertretern,dieser Korporationen erklärt, daß er in der Frage der (smftthr auf dyn Standpunkt seines Vorgängers Dr. Raschis stehe, und daß er bloß die Einfuhr von Rohstoffen und Halvfabrikaten unter der Bedingung bewMgen können, daß, f:ch die an der Einfuhr irsieressierter: Firnren einen langsrrstrgen Kredit (mindestens für eineinhalb Jahre) im Auslande selbst verschaffen. An die Zusage Dr. Rafchins betrefferid die Freigabe von vier -Millionen Lschecho-ftowakischen Kronen. Einkäufe von 'Hauten' irn Auslände habe sich der Mmster nicht gebunden. Grundsätzlich,habe er gegen die Einführ von Rohstoffen, soweit eben der Rembours vorhanden wär!e, nichts einzuwenden, nOürlich müßten auch die Bedingungen für die Beschaffung.i<des ausländischen Kredits erfüllt werden. Wegen des Einkaufes von Tee, Kaffee und Gewürz sei der Minister bereit, die.Einfuhr zu bewilligen, damit' der Zwrschvnhandel in diesem Artikel durch Leutschösterreichische und' deutsche Kommissionen hintangehalten. werde. Allein auch' zu dresem Zwecke'fehlen die nötigen Devisen und deshalb werbe Hs notwendig sein, daß sich die Interessenten vor -allem Kredit und Kompensationen verschaffen. , ', : ■; r Sin tschechischer Protest gegen die Wiederoufrichtung der häbsburgrschen Herrschaft. Sairrt-Gesmam, 14. August. (Korr.-Bnr.) Dr. Benesch hat im Namen der tschecho-slowakischen Regierung, wie dre „Liberte" erfährt, der Friedenskonferenz eine ausführliche Protestnote gegen die Wiederaufrichtung der habsbm-gischen Herrschaft in Budapest überreicht. Die ehrgeizige Fannlle der Habsburger habe stets zu Deutschland hingeneigt mid bedeute für die T-schecho- Slowakei eine ständige ernste Gefahr. Der Nat der Alliierten und Rnmünien. Bericht der BudaPester Generalsmissian. — Reservierte Haltung gegennber Erzherzog Joses- Paris» 14. August. (Funkspruch.) Der Rat der Allsierten hat Mittwoch die ersten Berichte d er alliierten Generals Mission aus Budapest erhalten und geprüft. Der Rat hat. die fiir diese Mlssion bestimmten Jnstrukttouen fertiggestellt und sie im Laufe des Abends nach Budapest telegraphiert. Mittwoch abends war die. am gleichen Tage Morgens in der rumänischen Gesandtschaft in Paris eingelangte Antwort der rumänischen Regierung auf die Noten der Alliierten noch nicht dem Sekretariat der Konferenz übermittelt worden. Die Note Rumäniens soll in sehr konzilianten Worten abgcfM sem und den Wunsch ausdrückm, in Ungarn nach den Wünschen der Entente vorzugehen. Wenn dem so ist, muß vorausgesetzt werden, daß Herr Drarnandy, rumänischer O b e r k o m m r! f a r in Ungar n, vom Bukarester Kabinett . «eue Instruktionen erhalten hat, denn bei seiner Ankunft in Vndapest batte er den alliierten Generalen erkört, daß e r s i-ch Polle Handlungsfreiheit Vorbehalte. Anschemend will die rumänische Regierung jede Reibungmit den Pllnerten Mächten vermeiden und mtt ihnen freundschaftlich znsammenarbeiten. . Die Haltung der alliierten Mächte gegenüber der dstw) Erzherzog Josef m Ungarn aufgerichteten Regierung kann, nur sehr reserviert' sein. Eine R e g i e r u n g, d i e n r ch t d u r ch B e kr a g n u g desBolkeS aufgertchtet w u r d e, k a n n nicht einmal stillschweigend a n e r k ä n n t w e r d e n. Die Machte werde» ihre Haltung nach dem Ergebnis der nächsten Wahlen regeln. Ein Sieg der enMschssr TrrrpVen über die BolscherviÄen. Lottdon, 14. August. (Tel.-Komp.) Die britischen Truppen haben einen Angriff auf die bolscheMkische Dnjinafront unternommen. Alle gesteckten Ziele lvurden erreicht. Sechs feindliche Bataiilorte wurden vetnichtet. Es wurden mehr als 1000 Kriegsgefangene gemacht und zahlreiches Kriegsmaterial erbeutet, darunter elf Geschütze und 'sehr viele Maschinengewehre- Die brrüsche Front an der Dwina wurde um fünf Meilen vorgeschoben; die briüschen Verluste sind unerheblich. Eine russische Beschwerde wegen Mißhandlung der Kriegsgesangenen. Aydrohrmg vvn 21epreffalierr. K»pc?rhaZ«r, 14. Anczust. (Funksprnch'.) Auö -P et er S» L u r g wiev 'gemeldet: Dev Boli'skynmnssiir des Auswärtigen hat an die. Answäciigen Aeuttec in Londott Uitb eine yic-tf genchiet, in weichec ec sim über die grausame ^.aandlrina August'19'19' Nr. 268 ' der russischen Kriegsgefangenen, besonders durchs die Engländer, beschwert, gegen welche die spanische $juQut-; sition cxjt Kinderspiel gewesen sei. Er zählt mehrere Falle! auf, wie zahlreiche Gefangene sofort erschossen, anderezu- Tod geprügelt wurde», während' mau Hunderte absichtliche erfrieren ließ u»d. teilt mit, daß die b ri tischen Kriegs»' gefa n genen in M o § f aii, einschließlich jener, welche erst unlängst bei der Eroberung von Onega in die Hände, der. Rottruppen gefallen sind,, werde» entsprechend be-' handelt werde»/ wenn die Behandlnrig der russischen Kriegsgefangenen sich nicht von Grund arrs ändert. Zwangsweise z AuSgehobene der arbeitenden Klassen werden auch weiterhini gilt, behandelt werden. Die Repressalien gelten nur> für Offiziere und Freiwillige. Die Note Lor^! Curzous, worin dieser die Mtglieder der Sowietcegiernug für alle Leiden britischer .Gefangenetr Personltch haftbar macht, wird mit Entrüstung als unverschämt zurückgekvissen. Dke Sowietvegierung behalt sich vor, jeglichem dlplomatisckien Berkehr, auch den seit Monaten gepflogenen^ wegen Austausch der Gefangeue/l,' mit der gegenwärtigen! britischen Regierupg abzubrechen. Die Wshlen in die franzZsifche D eprrttertevbmnmzx. v Paris, 14. August. (Tel. der ,Wr. Morgenztg.*) Clemenceau hielt vor seiner Abreise eine Reihe wichtiger! Konferenzen ab, die sich zum Teile auch auf den weiteren Fortgang der Frwdensverhandluugen bezogen, lieber die wr Oktober stattfiudendm Kammer wähle» wurde dem Mimstervräsidenten ein ausführliches Memorand n m übergeben. Die Art der Durchführung der Wahlen ist noch! nicht festgeslcllt. Das Berfahrerr gegen Wilhelm. Amsterdam, 14. August. .Der „Manchester Guardian^! vom 9. August meldet: Die britische Negierung ist nach wie vou! entschlossen, das B er fahren gegen denKaiseß' e i n z u l e: t e n. In London werden für die Führung b# Prozesses die notwendigen Vorbereitungen getroffen. Kleine Nachrichten. Lyon» 14. August. (Funkspr. d. Tel.-Kvrr.-Bnr.) Angeblich infolge der großen Hitze ist bei Tirlemout ein Lager von 10.000 Geschahen in die Lust geflogen. Emige Menschen wurden Der-! wundet. Der Sachschaden ist groß. Berlin, 14. August. Der ,Lokalanzüger" meldet «uS Rotterdam: In Paris dauenr die Unruhen wegen der hohen Lebensmittelvrerse fort und nehmen vou Tag zu Tag au bc* drohtichml Charakter zu. London, 14. August. (Tel-Komp.) Der amerikanische Dcnnpfer a g l e w o o d", von New-Nork nach Rotterdam unierwegs, ist auf eine Mine gestoßen und g e s u n k e n. London» 14. August. (Tel.-Komp.) Der Schah b o ir Persieuist über Konstantinopel nach Europa abgereist. - Tagesbericht. Vor der Erfüllung. Traum wird zur Wahrheit: Das jüdische Volk schickt sich an, in seine Heimat z-urückzukehren, in das-. Land, ivo seine Seele wurzelt, daran seine Liebe hangt. Nicht Eroberer mit dem Schwerte fiitb es, die an hie Besetzung Mies reichen,' fruchtbarerr Landes schreiten — Arbeiter, Pioniere, gehen an das Werk, verwüsteten- Boden neu zu befruchten, verfallene Städte aufzü-- bauen, steinigem Boden .und verwilderten Kulturen Brot und Leben für sich und ihre Kinder abzuringen. Und! im mütterlichen Land zu gewinnen,, was die Galuth^ ihnen versagte: das Glück der wahr«: jüdischen Gemeinschaft, die segnende Nähe der Ahnen, die Regeneration des Leibes und der Seele. . In seiner denkwürdigen Pariser Rede mMßlich" des fünfzehnten Dodesta-ges Herzls hat Nahum Solo lo w den epochalen Ausspruch getan: „Wir haben das Baseler Programm verwirklicht. Jetzir gibt es nur noch Einzelheiten." Die Kühnheit dieses Behauptung vermag nur den zu erschrecken, der die gewaltige Kraft nicht' fühlt, mit der das jüdische -Volk ans -Dor des Schicksals' pocht, der nicht' weiß, daß! über alle Anfechtungen, politische Wegsperren und ökonomische Sackgassen h'iniveg die gerechte Forderung eines bedrohten Volkes triumphieren mußte. Wo ein, Wille, da ein Weg. i , i „Jetzt gibt es nur noch Einzelheiten," sagt Sobo-. low. Und weiter: „Die Jmmigrations frage ist gegenwärtig das H a u p tp rvb lem, bas die zionistische Organisation beschäftigtEs werden die nötigen Vorbereitungen getroffen und ich hoffe, daß stach zwei, bis drei Monaten, nachdem die Mandatsfrage vfsiziell. erledigt sein wird, die wirkliche Immigration wird beginnen können." ‘ j Hier ist der politische Moment, das Fundanwnt,1 berührt. Nunmehr tritt die technische Frage heran und' ihre Lösung wird die Organisation vür eines der kompliziertesten Probleme stellen. Es ist nichts daran zu ztveifeln, daß es auf die rationellste und umfassendste Weise gelöst werden wird. In London und Paris'wird bereits fieberhaft an den Einzelheiten eines großzügigen Planes gearbeitet. Die Männer, auf deren Schultern die imgeheure Aufgabe lastet, werden ihr auch geivachsen sein. An uns liegt es, in disziplinierter Bereitschaft' des Stichwortes zu harren. Ungeduld ist da nicht arn Platze, auch nicht die Initiative von einzelnen- Das Londoner zionistische Zentralburean hat sich! erst kürzlich veranlaßt gesehen, dazu Stellung z,r Nehrnen. Es ivarnte die Auswanderuugslustigeu, sich fragwürdigen Agenten anzuvertranen. da momentan , nur.die Heimsendung von Palästinensern vorgesehen ist und die englischen Behörden alle Einzelreisenden an den Grenzen Palästinas auhalten und zwangsweise zurüübefördern. Diese Immigration ans eigene Faust kann nicht gebilligt werden nnd schlägt nur zum eigene,^ Schaden der Betreffenden ans. Es iauu nicht genug auf die Rotwendiglest des freiivilligen Gehorsams grgnc-.