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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-14 · Heft 205 (14.8.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 205 (14.8.1919)
Date
1919-08-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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, Nr. 205" Wien, Donnerstag 1 vorhanden- und es komme nur darauf an, sie richtig zu verteilen und die 'Schiffahrt zu organisieren. Nach seiner Berechnung braucht Europa im kommend?n Jahre 15 bis 2 0 Millrv.neu T on nen Getrei de, vottdenen dft Vereinigtet: Staaten 10 Millionen aus ihren Ueber-' fchüsfem liefern7 könnenohne daß dadurch, wie manche Amerikaner im'-Gegensätze zu. Wilson fürchten).'::: den Bereinigten Staaten eine Teuerung. eiNtreten müßte,. 'Im Gegenteil, Amerika würdeeinen O.e^r jmH erleihey/ iÄegn Ehropa diesen Ueberschuß nicht abforbierenwüroe. Zwei »weitere Millionen Tonnen, können von K äna d a geliefert werden, während der Rest ohne Schwierigkeiten aus den ungeheuren Vorräten/Australiens und Argentiniens aüfzubringen wäre/ 'Rach Berichten, die bei Amerikanern eingetausen sind, verspricht die Ernte in den. wichtigsten europäischen Getreidegebieten n i ch t s ch t e ch t zu werden. Schwieriger ist die Fleisch frage, nicht wegen Mangels an Vorräten, sondern wegen der in Europa, fehlenden Einrichtungen zur Versendung von Gefrierfleisch. Zuckermangel wird sich stark fühlbar machen. Was. die Sch'iffsfrage anlangt, hat Frankreich den Fehler begangen, im Februar und'März wegen der teuren Preise kein amerikanisches GejMde zu. kaufen, so daß die Transportschiffe zum großen Teil mit Ballast von' Amerika nach' Europa' gingen. Die Folge davon ist ein jetzt eintreteyder neuerlicher Mangel an Tonnäge, herüber vorübergehen wird- ' Die Gebühren für die Bewilligung der Aenderung des Namens von Einzelpersonen. Das Staatsgesetzblatt von heute verlautbart eine Vollzugsanweisung.des Staatsamtes für Finanzen und für Inneres zur Durchführung des 'Gesetzes vom 30. Juli 1919. Lbevwie Gebühren für die Bewilligung^, der Aenderung des Namens von Einzelpersonen. — Der erste Teil der Vollzugsanweisung enthält' Bestimmungen über das Verfahren. In den r materiellrechtlichen Bestimmungen. wird festgesetzt, daß eine Ermäßigung der Gebühr von 20:000 Kronen nur dann zulässig ist/wenn sich aus den Umständen ergibt oder vom Gefnchsteller glaubhaft gemacht wird, daß die' von' ihm gestellte Bitte um BewilliWng der.Namensänderung nickst ausschließlich oder vorwiegend in Eitelkeitsrücksichten (zum Beispiel Aufnahme des bisherigen Adelsprädikates in den- Familiennamen oder Ersatz des bisherigen Familien»ämens durch 'däsckftüyere Adelsprädikat, es wäre denn,, daß^ es sich im letzteren Falle um die Berücksichtigung eines eingelebten Zustandes /ans rein praktischen Erwägungen handelt) oder in dem Wunscheihren Grund hat, sich durch' Annahme eines neueste 'besser klingenden Namens - eine Verbesserung seiner, gesellschaftlichen Stellung zu sichern und daß. überdies die - Leistung der - vollen Gebühr. für . den " Gesuchsteller drückend' stväre. oder seinen Lebensunterhalt- sowie den der in seiner Versorgung?' stehenden Familienangehörigen' beeinträchtigen könnte. Bei Beurteilung der Vermögens- und Einkommens- Verhältnisse. ist insbesondere^auch auf hie Zahl der vom- Gesuch- ' steiler zu versorgenden Familienangehörigen. Bedacht zu nehmen. Eine .^Mäßigung der Gebühr kann außerdem zuerkännts ' weMn,. wenp. erwiesen oder glaubhaft gemächtwird, daß.eine) den gleichen' Familiennamen tragende Person eine strafbare Handlung begangen hat oder aus sonstigen Gründen, zum' Beispiel wegeneiner ehrlosen Handlung oder mksittlichen! 'Lebenswandels gesellschaftlich mißachtet ist, uüd daß der Gesuchsteller ^durchstiie .Namensänderung der Möglichkeit Vorbeugen willmit dieser Person, verwechselt oder" für einen Verwandten dieser Person igehaltesi-zu werden; oder wenn der. bisherige Name - des Gesüchstellers geeignet istseinen Präger der Lächerlichkeit preiszugeben, oder sein wirtschaftliches Fortkommen zu erschweren, oder, wenn der Braut eines im Kriege gefallenen, oder an den Folgen von Kriegsstvapäzen gestorbenen Kriegers (Kriegerbraut) die 'Annahme, des Familiennamens ihres Verlobten gestattet wird. Die Gebühr darf im allgemeinen auf einen Betrag unter 500 Kronen nur' dann ermäßigt werdest, wenn der Gesuchsteller nachweist oder glaubhaft macht, daß er im Steuerjahre, .in-welchem er... das Gesuch um Namensänderung überreicht, der Einkommensteuer wegen der geringen Höhe seines Einkommens nicht unterliegt, aus einen Betrag unter POO Kronen, nur dann,' wenn sich bek Bewerber mit einem behördlichen Ärmntszeizgnis. ausweist. Wird einer Kriegerbraut die Annahme des Mamens .ihres Verlobten-, gestattet, so. i die Gebühr auf -10'Kronur-zu ermäßigen, es/ wärebtzrm, daß' wegen der' besonders günstigen Vermögens- oder Einkommensverhältnisse'der Gesuchstellerrn eine solche Ermäßigung ausnahmsweise nicht gerechtfertigt erschien. Unter den/Betrag von 10... Kronen darf die Gebühr keinesfalls ermäßigt werden.. Die Gesuche um Namensänderung unterliegen ohne Unters schied, ob sie willfahrend erledigt 'werden oder, nicht, der Stenipelgebühr von- 20 -Kronen für den ersten, 2 Kronen für iedvNx weiteren Bogen des Gesuches. Verhaftung des ungarischen Kommunisten Bettelheim. Der ungarische Kommunist Dr. Ernst B eitel - l) e l.m, der im Mai dieses Jahres angeblich im Aufträge der dritten Internationale aus Ungarn nach Wien gekommen'war, um die .konmmnistische Bewegung in D'eutschöstetreich in radikalere Bahnen zu lenken itnö der für die Rolle eines kprumunistischeu Parteidiktators in Wien ausersehen war, wurde heute, in einem Wiener Wan^borium, woselbst er unter falschen: Namen und mit ^Benützung falscher Ausweispapiere Unterkunft gefunden, hatte-, von Polizeiorganeu ängehalten. Zugleich erfolgte dort auch die'. Anhaltung der Russin Anna Axel rv.d, die eben in: Begrifft gewesen war, den: Dr . Bettelhein: einen Besuch ab zustatten. Anna Axelrod, die Gattin des bekannten russischen Kommunisten Axelrod, der in München zur Zeit der Räteregiernng ihervorgetreten war, hatte sich iu der letzten Zeit gleichfalls. unter falschen: Namen in der Umgebung Wiens aufgehalten. Auch bei der Festnahme.versuchte sie Sie Polizeiorgcme durch Vorweisung ein^s auf einen falschen Namen lautenden Reisepasses irrezuführen, gab jedoch schließlich beim Amt ihren wahren Namen an. Bei -.''-ettelheim wurden n:ehr als 160.000 Kronen varge- Wiener Morgenzeitu'ng 14. August' 191g'" . Seite 5 Andrew^Carnegie gestorben. ' i Aus A m st e r d a nt wirb unterm 12. d. M. telegraphiert: „Alltzemeen Handelsblad" meldet aus London, daß der Milliardär Andrew Carnegie gestorbe.n ist. Andrew Carnegie wurde iin Jahre 1835 . geboren, hat also ein Alter von 84 .Jahren erreicht.. Er. war, aus bat untersten SchiHten des Proletariats hervorgegangen. Mit. zwölf Jahren trat er als Klöppeljunge in dre Weherer'ein, in -der. sein Vater arbeitete, und' war dar^n nacheinander Dampskcsselheizer, Telegraphenbote und Telegraphist in Pittsburg. Den Grundstein .zu seinem ungeheuren Vermögen legte er durch eine gewagte, aber glückliche Spekulation iit Aktien der 1 „Ädanr-Expreß-Desellschäft".'' ,;; In den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts' f gründete er in 'PittsÜurg industrielle Anlagen. Sodann trat ev mit der Etstnindnstrie in Verbindung, schuf Hütten- und Walzwerle nnd beteiligte sich an vielen Unternehmungen. Zu Anfang dieses Jahrhunderts kam der Stähltrnst zustande, an dessen Gründung außer Carnegie,.Morgan, Moore und andere beteiligt waren! Carnegie verkaufte ihnen seine Werke*um 447,416.660 Dollar. Carnegie hat in höherem Maße als wie ein anderer der großen amerikanischen Philanthropen seine reichen Mittel z:rt Förderung derWisseuf ch a f t'hingegeben. / Seine Gesamtspenden sind mit einc,r Milliarde Kronen — nach dem alten Kurs nicht zu gering veranschlagt. Carnegie besaß einen märchenhaft herrlichen Palast in New-Hark, hat' aber die letzte Zeitt seines Lebens nteist auf seinem Schlosse Silko in Schottland verbracht. ♦ * Die Kaufmannschaft und die Fremdenausweisungen/ Das Greminm der Wiener Kaufmannschaft hat beim' Polizeipräsidium Borstettungei: gegen die Ausweisungen der Fremden aus Wien erhoben. Auch hinsichtlich der Erteilung von Einreise- und Aufentbaltsbewilligungen für Wien wird ein weit größeres Entgegen k o m m e it verlangt. Durch die Fremdenausweisungen sind durch das zu rigorose Vorgeben bei Erteilung von Einreisennd Anfenthaltsbewilligungen werden der Kaufmannschaft die einzigen kaufkräftigen Käufer entzogen. « Lehrkurse für jüdische Maurer und Betonarbeiter. Die Gewerbesektion des Jüdischen Nationalrates für 'Deutschösterreich veranstaltet L e h r k u r s e für jüdische Maurer und Eise n b e t o n a v h e 111 r, im: ihnen Gelegenheit zu geben, die theoretischen Grundlagen in ihrer praktischen Tätigkeit kennen zu lernen. Für diese Kurse haben sich der Gewerbesektion hervorragende Männer der Praxis zur Verfügung, gestellt. Es werden alle jüdischen Maurer und Eifenbetonarbeiter, welche es mit der Arbeit ernst nehmen, und ihren Beruf gründlich kennen lernen wollen, aufgesordert, sich an diesen Kursen zu beteiligen. Schriftliche Anmeldung e n wollen unter genauer Angabe des Namens, der Adresse des Aufnahmewerbers sowie der Firma dös Urikemehmers an die Gewerbesektion des Jüdischen Nationalrates, II., P r a t e r st r a ß e 43, U. S ti eg e, 1. S t o ck, Tür 11, gerichtet werden. * Srsperarbitrierung polnischer Invalider. Die in Deutschösterreich wobuhaften Invaliden polnischer Nationalität haben sich zwecks Vorstellung vor eine polnische Superarbitrierungs» kommisston -unverzüglich beim polnischen Kommando in der Stiftskaserne in Wien zu ntelden. Die in Wien wohnhaften Invaliden melden sich persönlich, die in der Provinz schriftlich. * Arbeitpl^fenunterstützung für polnische Staatsangehörige. Pnf Grund einer zwischen dem Staatsamte für soziale Verwaltung und der Vertretung der polnischen Negierung in Wsen am 29. Juli d. I. getroffenm Vereinbarung wird die Arbeitslosenunterstützung nunmehr auch dem im deutschösterreichischen Staatsgebiete wohnhaften Angestelltm polnischer S t aat s a n g e h' ö r i g k e i t gewährt. Die Flüssigmachung der in Betracht kommenden BetrÜge wird für die Zeit ab 1. August d. I. erfolgen, wenn die Geltendmachung, des Anspruches bis einschließlich 10. August' erfolge. Bei späterer Geltendniachung des Altspruches entscheidet die Anmeldung beim zuständigen Arbeitslosenamte. Weiters werden die Zuschüsse der - Gemeinde Wien zur staatlichen Arbeitslosenunterstützung, soferne dieselben wie für die Familienerhalter bereits gewährt werden, ab 1. August 1919 an sämtliche Arbeitslosen polnischer Staats-' angehörigkeit flüssig gemacht, die bereits im Bezüge der Arbeitslosenunterstützung stehen. Bei späteren Aufnahmen in die Arbeitslosenfürsorge ist jener Zeitpunkt maßgebend, von welchem an die staatliche Arbeitslosenunterstützung flüssig gemacht wird. Die Angestellten haben ihren Anspruch beim Gremium der Wiener Kaufmannschaft, Schwarzenbergplatz, geltend zu machen. * Wiener Kinder aufs Land. Die Bürger-, Volks- und 1 Mittelschulkinder, die für die Jugendsiedlungen' Bad I s ch l und Reich nt a it ausgenommen worden sind, haben sich heute um 10 Uhr vormittags bei Frau Dr. S ch w a r z w a l d, I.,Wallncrstraße 1, cinzufinden. Die Abfahrt nach Reichenau, erfolgt Freitag den 15. d.M. um 4 Uhr nachmittags vom Südbahnhof ab, nach Bad Ischl Dienstag den 19. d. M. um 6 Uhr morgens vom Mestbahnhof. * Einstellung der Pädevschnellzüge zwischen Mien nnd den - böhmischen Bädern sowie Einschränkung des Schnellzngsverkehres Wien - Franz Josefs-Bahnhof-»-Gmünd—Prag. Zufolge großen Kohlenmangels und' vollständig aufgebrauchter Kohlenvorräte muß ab Freitag den 15. d. M. der- Verkehr' der Bäderschnellzüge Nr. 1 und Nr. 2, Wien-F. J.-B.—Karlsbad (Wien ab 7 Uhr 5 Mist, früh, Wien an 9 .Uhr 40 Min. abends) bis auf weiteres wieder eingestellt tperden. Ebenso wird aus demselben Grunde der bisbcrige, dreimal wöchentliche Verkehr der Schnellzüge Nr. 5 und, Nr. 6 zwischen Wicn-F. J.r-B. und Prag ab nächste Woche auf zwei Tage, und zwar Wien ab Dienstag und Samstag 12 Uhr mittags, Wien an Montag und Mittwoch 4 Uhr 25 Min. nachmittags eingeschränkt.,? :.iV, * Spielhöllen in Badgastein. Ans Bad gastein wird berichtet : Hier wurden eine Reihe von Spielbanken aufgehoben und gegen eine Reihe von Personen das Strafverfahren eingeleitet. Auch wurden viele Personen aus Bad gastein abgeschobcn; unter dies«! befinden sich: der wegen Hasardspieles und Wuchers mehrmals abgestraste Alexander C h m e l k a ans LLie». der Kellner Otto Z a l l i n g e r, der Kaufmann August Hofer aus Wien, der Kaufmann Viktor S p e r m o g a au^. Wien und noch andere. - * Versammlungen Arbeitsloser. Gestern nachmittags fanden in mehreren Bezirken Wiens Versammlungen Arbeitsloser statt, darunter auch eine in der Volkshalle des Rathauses. Die Teitnehiner der Ven'anrullnngen in den einzelnen Bezirken zogen sodann auf den/Rathmksvlatz, wo mehrere Redner Ansprachen hielten. Der Zug bewegte^sich hierauf zum Parlament, in welches eine Abordnung der Arbeitslosen entsendet wurde, wahrend die übrigen Vcriammmngstelliiebmer, msgesämt etwa tausend Personen, in losen Gruppdn den Hmnweg antraten. * Ein vermißter Wiener Ingenieur. Aus Innsbruck wird telegraphier: Du Ingen:e»rErnst-S ck> i ck a u s Wien, der am 2. d. 9.V. von Innsbruck an'1 eine Bergtour angetreten bat, von der. er am folgenden Taae Miiürtfcbvcit* wollte-, wird ieuher v e r m i p l. Cs dürflc >h'm em U n \ a l'l zugeftoßen , fcuu idfiiiiie»“ Größte Auswahl! Billigste Preise! «40 Leopold Steinhart, Wien, I.,Biberstraße 9. « Zwei Züge nach Rumänien. Am 25. d. M. gehe» zwei Züge mit rumänischen Angehörigen nach Siebenbürgen als Bernfsmilttärpersonen und Pensionisten, denen eine UebrrstedlunL . gebührt, können diese Züge zur Einreise besitzen. Züsammeustotz eines Stratzenbahüznges mjj einem Weinwagen. Gestern nachmittags fuhr ein Straßen' bahnzug der Linie - „36" durch die Heiligenstädterstraße. „An der Ecke der Radelmahergasse stand ein mit vollen Weinsäfferu beladener Wagen. Die Pferde scheuten plötzlich und gingen durch. De» Wagen stieß mit voller Wucht an den Straßenbahnzug an. Dp Wagenwände- und der Weintvageu wurden stark beschädigt und ri» Weinfaß kollerte vom Wagen in den Beiwagen, traf mehrerePersoue» nnd erlitt ein Leck, durch das der Wein in Strömen ausrann Bei dem Zusaminenstoß wurden mehrere Personen verletzt Wahrend sich die übrigen Verletzten selbst entfernen konnten, ntußte» Frau Roth und Fran Vetter in ihre Wohnungen gebracht werde« Während die Verletzten verbunden wurden, kamen aus der ganze« Umgebung Leute mit'allen erreichbaren Gefäßen :'Kübeln, Topfte ' Häfen, Flaschen, um den ausrinnenden Wein einznschöpfen. De« Straßenbahnverkehc war auf dem Geleise für kurze Zeit ge> sperrt. * Die Sicherheit in Wien. Gestern um 3 Uhr friik wurde ber Ob'rrleUtnänt Hans Mayer, als er bei-seinem Hanstore^ Rechte Wienzeil? 2t, die Glocke ziehen wollte, von einet« Burschen angefallen. Der Wegelagerer verivehrte ihm den Einlxit in das Haus. Vor dem Tore mengten sich noch zwei Spieß' gesellen ein und warfen den Oberleutnant zu Boden. Sie versuchten, ihm die Geldbörse zu rauben. Der Ossizier konnte sick der frechen Strolche mit Mühe erwehren; sie flüchteten. Der ein« von ihnen ist der 26jährigeHaftercsthilseRudolf Sch w ä gerle Laaerstraße 3 wohnhaft. Gegen die drei Burschen ist die Straft anitshandümg eingeleitet. * 133.000 Kronen gestohlen. Der Beamte Alben Krauthacker) iu Muraszombat ansässig, derzeit im Hot« Stadt Triest auf der Wiedner Hauptstraße wohnhaft, erstattet am 9. d. M. dem Sicherheilsbureau die Anzeige, daß ihm sei» Dierler. der 21jährige Andreas G o m b o cz, aus seinem Koste, einem Betrag von K 136.000.— entwendet und mit dem Geld die Flucht ergriffen habe. Gombocz wurde am 12. d. M. per-' haftet, als er eben das Haus. IU., Erdbergstraße Nr. 172, be» treten'wollte, in dem er seit drei Tagen unangemeldet Urrterstan; batte. Man fand bei ihm noch K 81.550 und mehrere new' Anzüge, Schube, Wäsche, Hüte und'Schmucksacheu. Alles wmde beschlagnahmt. Gombocz wurde gestern dem Landesgerichte eingeliefert Die Ernährung. Der Marktvericht. Preiserhöhung für feldmätzig gebaute Ekemüfe. Die Beschickung des Hauptgrünwarenmarktes war auck gestern günstig ausgefallen. Der Nasch m a r k t verfügte wieder über größere Zwiebelsendungen aus Italien. Infolge der anhaltend guten Beschickung der Wiener Märkte mit diesem Artikck sind Zwiebeli mPreisezurückgegange n.^Dar Kilogramm Zwiebel stellte sich gestern auf K i.— bis 2^0. Ski. gegen wurden diePreisefürfeldmäßiggebr u/l( G e m ü s e um durchschnittlich' 10 bis 20 Heller pro Kilogramn erhöh t. Es kosten daher: Kohl K 1.60, Weißkraut K 2.10> Kohlrüben K 1.30, grüne Erbsen K 4.— pro Kilogramm. Der Ob ft markt hatte zurVerfügMg: 4800 Kllogramu südtiroler Aepfel, 6700 Kilogramm Bimen und etwa 300 Kilogramm Heidelbeeren. Heidelbeeren erfuhren eine Pru:is' e r h ö h u n a, das Kilogramm stellt sich jetzt auf Li 4.50 bik' K 5.—. Die Viktualie,nh a l l e im III. Bezirk war auck gestem ohne Zufuhren geblieben. Es wurden bloß Reste der Vortage und 2000 Kilogramm Aepfel abgegeben. In der G r o ß m a r k tch a l l e war das Angebot .«£ Ausnahme desgepökelten Rindfleisches sehr bescheiden. Etwa) Schaffleisch wurde mit Li 48.— pro Kilogramm verkauft! De» .F i s ch m a r k t bot tote Karpfen, die zu K 23.50 pro Kilogramm rasch verkauft waren. Eier sollen noch im Laufe dieser Woche zur Ausgab' gelangen. Preiserhöhungen für Gemüse nnd Obst. Vorgestern fanden Besprechungen über die N e uf e st« s e tz u n g d e r M a r k 1 p r e i s e statt. 'Es wurde eine new E rh ö h u n g d e r P r e i s c für feldtnäßia gebautes Gcmüs' im Kleinverkauf zugestanden. Der Preis für - Wcißkrau! wurde von K 1.70 auf K 2.10, der für Kohl von K 1.50 au K 1.60, Kohlrabi von L 1.20 auf LI 1.30, grüne Erbsen vor L 3.40 auf K 4.— erhöht. Auch beim Obst werde:: Preiserhöhungen vorgenommen. Südtiroler Aepfel werden von K 6.3( auf K 7.40 für das Kilogramm, Heidelbeeren von K 4.— au K 4.50 und handgepflückte Heidelbeeren von K 4.60 auf. K .5.— erhöht. , '( Nur Südtiroler Birnen werden von Li 6.30 auf & 5.7Ü für das Kilogramm ermäßigt. Auch italienische Zwiebeln find un 50 Heller billiger. -; Falsche Meldungen über die amerikanischen . - Missionen. Wie uns von unterrichteter Seite mitgeicilt wird, ist die Meldung, daß die amerikanische Mission und die amerikauische« fllfsorgamsationen'sich zur Abreise aus Wie« e r e i 1 h a l l e u, u n r i ch t i g, und dürfte auf einen« Mißverständnis bemyen. Die amerikanische Mission wir) Wien nicht verlasse n, bevor sie ihre in Aussicht ge. nommeue Tätigkeit beendet hat. Die atnerikanische Lebensmitteladmmistration hat in Gemäßheit des bet tbrrr Gründung festgesetzten Aktionsplanes bereits vor einiger Zeit ihre Arbeit beendet. Das K i nderhilfs m,c r k wird noch für geraum» Zeit fortgesetzt. Abgabe von Frühkartoffeln. Freitag und Samstae werden in: lX., X., XI., XX. und- XXI. Bezirk Frühkartoffeln und zwar % Kilogramm pro Kopf gegen Abtrennung de§ Abichnittes 6der Kartoffelkarte abgegeben. Rudolf Feldschuh, H., Praterstrafte 54. Zuckerabgabe' für Juli, Tee. Kakao. Schokolade, StollwerckS Werwarm, Oelsardmen ufw. Geöffnet von 8 Uhr, ftüh" bis 8 M abends. - ' . / W. I. W. Heute Domierstag von »9 bis ^.12 Uhr Abgabe vor ameriiaiuschem Pökelfleisch, % Kilogramm pro Kopf, fiir allk inftc .Rayomectcn. 1

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