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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-14 · Heft 205 (14.8.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 205 (14.8.1919)
Date
1919-08-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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ff » Seite 6 Wien, Donnersrag Bühne und Kunst. ► ' Ans der Musikmelt. l Die WienerMufikakadem i«e, diebekanntlich jein er durchgreifenden Neuorganisation unterzogen wird, führt nunmehr den offiziellen Diel. „S t a a t s a k a d nn t e ,f fi r M u s i k u n d d a n st e l l e n d e K u n ff". Infolge der Neuorganisation wurde das Statnt der Akademie anlehnend an das Malm der Hochschulen grundlegend geändert. Zugleich wurde auch der Lehrplan erwetterr und das Schulgeld um 50 bis 60 Prozent .e rhöh t. —> Das aus dem Direktor Ferdinand Löwe rmd den Proiesioren Dr. Eusebius. M a n d y c z.e w s k r und Franz H a b s ck bestehende Preis» richterkbllegüim ' für " die Z u s n e r s ch e n Liederprcise hat von den eingereichten Bewrrbungsarbciten das mit dem 'Kennworte ^Lied des Harfners" versehene Lieh ..Der Harfner" des ersten Preises und das mit dem Kennworte ,.l6mpora mutsniur" versehene Lied »Das uylgerissene Bäumchen" deS zweiten Preises für würdig befunden. Träger des ersten Preises ist der Schüler des 4, Komvositwnsjabrgangxs, lProfeffor Schreker)Felix P e r i r ek und des zweiten Preises die Schülerin des 3. Komvositionsjahrgangcs (Professor Schreker) Elisabeth R o s z a. Das N o s ,4 - O u a r t e t t hat bereits»" Tourneen «ur Spanien. Skandinavien und Holland abgeschlossen und auch sür Paris liegt bereits eine Einladung vor; andererseits haben unter anderem' Frä-Sric L a m o n d. Henri Mate a u und Ferrucia B u s o n i der Konzertdirektion Hugo H^e l l e r in Wien sich für Tourneen auf dem Gebieie der Sulzessionsstaaten der früheren Monarchie verpfl'chtrt. ' . Aus Stockholm wird gemeldet : Leonid K reu tz e r hat eing Pantomime vertont, die von Richard Weichert .nach Göthes Gedicht „D e r Go<t und die Bajadere" verfaßt worden ist. Den choreographischen Teil hat Fokin vom russischen Ballett besorgt, der zusammen, mit Kollegen vom russischen Ballett die Pantomime m November in Stockholm zum erstenmal darstellen wird. \ - Knut Hamsun — diesjähriger literarischer Nobelpreisträger, Berlin, 13. August. (Korr.-Bur.) Wie der „Lokaler n z e i g e r" meldet, hat die schwedische Akademie entschieden, daß der diesjährige Nobelpreis für Literatur d.erw norwegischen Dichter Knut H a m s u n zuerkannt werden soll.' Ans den Theatern. ImDeutschen B o l k s t h eat e r gelangt Morgen- Freitag den 15. und Sonntag den 17. d. M.^Walter Hasen-, clevers dramatische Dichtung »Antigone" zur Wiederholung. Als Nachmittagsvorstellungen wurden für die beiden Tage Gabrvela ' Zapolskas Komödie „D er Z arewr t s ch" (bei Abendprersen ohne Vormerkgebühr), beziehungsweise .der Schwank „I m w e i ß e n R ö ss e l" von Blumemhal und Kadelbmg (bei volkstümlichen Preisen ohne Vormerkgebühr) angesetzt. Wiener B. ürgertheater. Direktor Oskar F r o n z hat Richard Waldemar für d'c kommende Spielzeit an das Wiener Bürgertheater verpflichtet. Der genannte Künstler tritt in der neuen Operette „Hasard", Musik vouppccnkapellmeister Reichwein, fein Engagement an. ' * Kleine Kunstchronik. In die Ausstellung „Das neue Auge" im „Hause der chmgew Künstlerschaft" wurde ejne Kollektion neuer Stein- „.zeichnungen von K o k o s ch k a und Kupferschnitte von H o e l t o f f neu ausgenommen. Ans dem Haag siurd gemeldet: Das Museum "in Boston hat das Bild „Le chasseujr. dans Iss bojs" von Gustave C o o r b e t um 275.600 Franken angekaust.' Pop 30 Jahren bezahlte man für dasselbe Bild 20000 Franken. „Die erste jüdische Republik", die soeben erschienene humorvolle .Erzählung des indischen Mark Twain, wie ScholemAlechem genannt wurde, schildert die Erlebnisse der .'lZ Juden, die auf eine wüste Insel verschlagen, eine Republik begründen, aus der dann bezeichnenderweise dreizehn Staaten entstehen. Man muß die Geschichte gelesen haben, um ihre Komik zu erschöpfen. Eine Anzahl der launigen Kindergeschichten des beliebten Erzählers beschließen den Baud. Preis, broschürt K 15.—, gebunden K 24.—. Zu beziehen durch R. Löwit, Buchhandlung, Wien, I., Rotenturmstraße 22. mmemmmm %mnsax%wammmnmfm»m wim ihmiii w , >» .> „ZUg Z»dl> ZWhKiid" Seit einigen Monaten besteht der ,,Jung Juda Jugenvüund" in Men. kr zählt beroitr einige hundert Mitglieder und besitzt Ortsgruppen in Brbove und in Baven bei Wien. Zweck des Bundes ist es. die jüdische Juaynd zur Kameravschastllchkeit zu erziehen, sie körperlich »,iv geistig zu fordern. Mittel zur Erreichung dieses 'stv'.ts sind, Heimatiende. Leihbibliothek,. Lesesaal, Ausflüge, Pflege vc>jchievener Tportzivcige (Schwimmen, Rudern ec.), flrettnrnen ujw. Mitglied des Bundes können alle Mischen Jugendlichen vom 8. Lebensjahre an werden. Außerordentlicher Mitglied , tonn jeder Jude über <8 Jahre werden. IM MitgliedSbeitrag ist 50 Heller per Monat. Anmeldung öd» Mitgliedern sowie Spenden werden im BundeSsekretariat, Wie», i. Bez.. Angustenaafse i, entgegeii'gciioiiiinen. AmtSstnnden: Montag, Mittwoch und Freitag vost 3 bis & Uhr nachmittag-. Vereinsnachrichten. (Nachrichten v o n V er ei n en c*rf cheinenvon nun an ste 1 sam Ta g e d e r V er g n st ä l t u n g.)' Heute: Aerztegrupve d e s P a l ä st i n a - A m t e S- 7 -Uhr abends/ Ansschnßsttzlkug im Palästina-Amte, l!„ Zirkus« aaste P3. — I si d i s ch e B o l k s h i v l i g t h e k „U l 0 n" Wien. Die Mitglieder des Komitees für buü Cbamisckaassär-Fcst werden zu der im PereiNZlokale, U., Glockengasse 89/12, stattfindenden Koimteesilmug cingUadm. - — ' Z i o u i ft i sch e Sektion des Jüdisch - a k a d e m i s 'ch c tt- I u r t si e n v e re i n e s, IX,, Alserstraüe 28, , Sämtliche Vermisnntgliedei. werden ersucht, llnvcrzüglich Raine und Adrefje nn Vereinölokale täglich von 11—12 Uhr ' v'vrnntiags oder schriftlich bclanntzugeben. — Bereinigung iüdrsch er E x )) o v t a t a b e m i f c r, II., Taborstraße 1—3. lim Uhr nachmittags, Vortrag nnt anschließender Diskusitou Uber „B ch a ul T s ch e r n i ch a w S t i und die h e b r ä l 1 ch e D i ch t u n c>." lim f> Uhr abends findet im Heime, U,, Obere Don,nisiulße 11! /13, L.e zweite Zusammevkinrit des „P a l ä st l n a - S e m r u a r S" statt. Gäste wlllkommeii. , f Wiener Morgenzeituirg * Kommunales. Die Enquete Aber die Sonntagsruhe. Nach Eröffnung der gestrigen Verharrdlungen durch den Obermagistratsr^t Dr. H ü r s ch erstattete Mägisträtssekretär -Gs ch l a d t das Referat zum Punkt 5 der-Tagesordnung über hie Erlaubnis zur S>onnt,agsarbei-t bis zu sechs, beziehungsweise acht Sturrden an bestiminten Sonntagen'Md .für Mige Soudergetverbe und bemerkt:--Aeuße« rungen .liegen vor dem Verbände der Gärtner (Plümenaeschäftsmigestollke), welche füx den Sörmtag vor Allerheiligen, den Goldenen Sonntag und Kit Sonntag vor Neujahr die Zulassuüg - einer achtstündigen Arbeit wünschen. ' Die Juweliere wünschen /vom Z. fits 24. Dezemberdie Freigabe der Sonntagvormittagsgrbeiten. Auch das kann im Sinne der Novelle nur auf-den Wävenverfchleiß bezogen werden-. Aehnlich verhält , es sich -mit, dem Begehren der Sauer k.t: ä u t l e r aufZulassung-' der- Sonntagsarbeit während der kkampägne (16. September bis 15./März)^von 7 bis 11 Uhr/sonst von 7 bis 10 Uhr, .und mit dem Berlangen der Zuckerbäcker, welche überhaupt an jedem' Sonntag ,von 7 Uhp morgens his 7 .Uhr abends den Verschleiß ' zngestanben haben.»wollen. Die Milch,meter und Milche Händler halten für ihre Gewerbe die regelmäßige achdstündige Sonntagsarbeit wegen der Verderblichkeit der Ware für ünvernwidlich. ' Die^ Genossenschaft der WamderhAndler meint, daß der Verkauf von Obst und Blfumen auf her.? Straße nicht nur in Ausflugsorten, Ausstellungen usw., -sondern auch anderwärts durch 8 Stunden an Sonntagen einem Bedürfnisse der Bevölkerung entspricht. In den inneren Bezirken genüge die Ausdehnung bis> 2 Uhr nachmittags,. in den äußeren Bezirken mit Ausflngsmöglichkeiten bis 7 Uhr abend?. .Die 'Genossenschaft der Spielware-nerzenger schlägt für alle Sonntage im Dezember die.Zulassung des sechsstündigen Verkaufes ihrer Erzeugnisse. vor und tritt hin- ,sichtlich des Handels mit Kinderlustballons dafür ein, daß oieser Verkauf nicht nur wie'bisher an Sonntagnachmittagen von 2 bis, 6. Uhr, sondern auch vormittags gestattet wird. Die PaPierwarenverschleißer schlagen außer dem Goldenen Sonntag auch' noch den 20., 30. und 31. Dezember, wenn auf diese Tage' ein Sonntag fällt, für den sechsstündigen Verkauf von Papierwaren und Änsichtstarten vor. Die Buchhändler wünschen,den Verkauf von Büchern und Zeitungen auf den Bahnhöfen an alle»" Sonntagen während des gesetzlichen HöchstauSmäßeS vornehmen zu dürfen. - Die Fleischyauer beantragen nur für den Pfingstfvnntag, den Goldenen Sonntag, den Silvestertag (wenn Sonntag), die Sonntage, auf welche Landespatronfefte fallen, endlich die Sonntage, welche einen Fremdenzustrom. erwarten lassen, und jene Sonntage^ an welche verspätete Fleischsenbungen einlangen, die Zulassurrg einer, dreistündigen Sonntagsarbeit bis 10 Uhr vormittags. ' Das Gremium der Wiener Kaufmannschaft befaßt sich nur mtt dem Goldenen Sonntag, an welchem es für den gesamten Kleinhandel eine sechsstündige Verkaufszeit? (10 bis 12-Uhr und vom 3 As? Uhr empfiehlt. Das Handelsgremium Hernals macht arrch nur hinsichtlich des Goldenen Sonntags den Vorschlag einer. sechsstündigen Arbeitszeit im Handelsgewerbe. Pie Genossenschaft der n i ch tpv o t o lollrerten , Kaufleute schlägt für den Lebensmijtelhanoel Sonntags die Stunden 7 bis 11 und'3 bis 5 Uhr und sonst 9 bis 12 und 2 bis 5 Uhr, also 6 Stunden, vvr und wünscht hinsichtlich der achtstündigen Sonntagsarbeit die Herbeiführung einer möglichst restlosen Üebereinstipnnung zwischen Parenverschleiß der - Erzeirgungsgewerbe und dem Handel (hauptsächlich betreffs Milch,. Fleisch, Selchwaren, Blumen und.Zuckerbäckererzeugnisss). ' Pas Wiener Marktämt beschränkt sich aus den Antrag, die sechsstündige Verkaufszeit am Goldenen.Sonntag oder wenn de23. oder 24. Dezember auf eisten Sonntag -fällt,- auch am vorhergehenden Sonntag für den gesamten Kleinhandel zu, gestattest^ weiter in der Zöit vom 15. Oktober bis 15. November für fien Berkaüs von Kimstblumen, Kränzen . ustd in der Zeit vom Iß. - Oktober bis 16, Juni für den Verschleiß uyd das Bindest tm Naturblumen den achtstündigen Verkauf im Kinne der bisherigen.,Bestimmungen zu regeln.' ' .• . »/■ - . » . . ■ ■ In der vorgestrigen S'i'tzung erklärte Experte Blume. Obmann des „PerbmndeS) jüdis cher Handelsang e st e l l t e r" im. Austrage seiner Otganisatwn, daß dieselbe für den 2-Uhr-Schl.uß an Samstagen fei, der sowohl im Großhandel ' als auch im stlesilhandsl .eintreten muß, denn es sek eine soziale Forderung, die dem Handels angestellien die unbedingt nötige Ruhe sicherstellen soll. Er . macht ausinerksam, daß es bei gemischten Betrieben, wo es sich um Engros- und D'etailverkauf ohne öEche Trennung hastdelt, sehr 'schwer sein wird, zwischen Groß- und Kleinhandel zu unterscheiden. Auch ist er mit der Gesetzesstelle einverstanden, die sür.Sonntagsarbeit über zwei Sttcnden als Ersatz - einen halben RuhetW inxder Woche voraussieht.. Es stehe ja der Landesregierung frei, Ausnahmen fiir die zweistündige SostntaaSarbeit zu machen. Mau müsse daraus Rücksicht nehmen, daß jene, die an Sa.mstaken ges p e r r t h a l t e n, die zweistündige sonntägige Arbeitözeit m bewilligen sei. wenn es^ni« Axt ihres Unternehmens er)* fofbevc. Mn Vorgabe-Kk«ßzehsikampf» für den daS ..Sport-, Blatt am Mittag" emen Ehrcnvrc s gcstifter hat, grlanglSamstäg bep 30. d. M. zur Ansiragung. Der Mehckmws umfaßt folaende - Aonkuttttiz?n,r l. Laufen ifbcr MMeter mmBorgahe, Bonüufe. 2. Dikkn^werscu nm Vorgabe. 3, Laufen über 300 Mttcr mit Vorgabe. Jr Lausen über IQO Meter mit Vorgabe. Evkscheidung. 5. Writsprung mit Vorgabe. 0. Kaufen über 5000' Meter Mit Vorgabe. 7. pulsen über. 200 Mttkr mü Vor'gäke, - Vorlünst'. ß. 57ngelstosstu mn Vorgabe. r>. Hochspruiig mn. Borgabe. 10. Ha.ljcn über:.'0Meter mil Vorgabe, Enischeidgug. 11. Laufin über 1500 Meic'.- nnt Vorgabe. 12. Slablstchspning nnt Vorgabe. Siege'- ist jeder Verein, der die me>stc>> Punkte erringt, wöbe, der ecste' Pja,.« mit 5. der ziueite «ist 4, der dritte mit 3, ber liime uiit t* und der fiinile mit 1 Paukt m jrdeiw der Wettbewerbe gewertet wird. ' ' ■ 1 . Gporttrlirb Haksah. Das heutige Traing der Fußballer emsällt. . - Hakoah. Das Hocky'raaung findet diese Woche Samölag statt Freitag stall. 14. August 191» '9lt ~2dS ... ... ■/ > t ii-w>1111- Der Volkswirt. Flucht vor dem Npteugeld und Börsespekulationen. Die Flucht des Publikums vor dem Rotevgckd, die durch dessen sich mit' jedem Tag vermindernde Kaufkraft hervorgemfe« ' wird, ist der Anlaß der neuctticheu wilden Spekulationen, die sich in den letzten Tagm aus der 'Wiener Börse abspielten und die zur Zurückziehung der' Erlaubnis des bvrsenmäßigen Handels sür Aktien der O r i e n t h a h n e n Mud ' der türkischen Tabakregie geführt haben. Man hofft, durch Anlage in irgendeinem ausländischen Börsenwert seist Vermögen ficherzustelle». Wie weit diese steberhaslen Angstkäufe tatsächlich eine Sicherstellung bedeuten, bleibt freilich abzuwarten. Aber auch inländische Werte sind ohne eigentlichen Anlaß zu unerhörten Kursen ewporgetrieben worden, oft auf bloße zumeist unkontrollierbare Gerüchte hin.. Wir - erinnern weiters an das gewaltige Aussehen das die außerordentliche Hausse der. Alpmeu hervorrief; ähnlich verhielt es sich mit den Staatsbahnakrim. Nunmehr werden Skoda begünstigt, da verlautet, die Werke wurden von amerikanischen Jutereffentm übernommm. Das Ausland aber erhält von unseren wirtschaftlichen Verhältuiffen ein Zerrbild'. Doch gewinnt man den Eindruck, als ob sich hier «in überaus reges Leben entfalte- In /Wirklichkeit mutet es als eine bittere Ironie der Dinge an, wenn wrr emerse'tts den endgültism Friedensbedingungen, von denm unsere Wsteuz abhängt, mit Bangen entgegenharren, während andererseits eine wild« Spekulation entfaltet wird. Rückgang der Banknotenzirkulatiou. Zum ersten Male seit sehr langer Zeit zeigt der Wochen»- auSweis der Oesterreichisch-ungarsschen Bank an Stell« des ständigen Wachstums einen Rückgang der Banknotenzickulation, und zwar um 57'6 Millionen Kronen auf 42*296 Milliarden. Hervorzuheben ist, daß die Giroguthaben und sonstigen sofort fälligen Verbindlichkeiten um 78'176 Millionen ruf 6‘545 Milliarden gestiegen sind. Handelsnachrichlen aus Pole«. Dey„PolnischenStimmen" schreibt man aus Marsch aur Die L e d er p r e is e sind hier in der vorigen Woche abermals um 20% gesunken. Große Quantitäten von Gerbstoffen aus England treffen hier täglick^ein. Die ZÜndhölzcheupreise sind gesunken. Bedeutende Zündholzbestellmmen Warschauer. Händler sind nach Dänemark äbgegangm. Die Preise von Schreib-, Pack- und fffrbigem Papier sind um 25°/, bis 30"/o gesunken. Große Mengen von S a c ch a r i n werden aus Tschechien bezogen. Die Ausfuhr von Molkereiprodukten nach Deutschland, namentlich Butter rmd Eier, ist in der letzten Zeit erheblich gestiegen. Bedeutende Heringmd Sgrdmentransporte langen regelmäßig ein. Der Kohlenstreik in Oberschlestev. Kattowitz, 13. August. Der Streik im oberschlcsijchen Kohlenrevier hat ' gestem nachmittags eine weitere Ausdehnung erfahren? Der Ausstand umfaßt bereits mehr als 60 Prozmt des gesamten Kohlenbergbaues in Oberschlesien. Die Größe des Schadens ist daran ersichtlich, daß allein an den letzten beiden. Streiktagen der Wert der a u s g e f a l l e n e n> Kohlenf ö r d e r n n g über.4. Million Mark rmd der Lohnausfall in der gleichen Zeit eine Millionen Mark betragt. (Das ist auch für uns, die wir bekanntlich auf deutsche Kohle angewiesen ftn* äußerst ungünstig. Dir Red.) Ernste wirtschaftliche Lage Englands. Saint-Germain, 12. August. „Matin" meldet and L o u d o.u, daß bei der Debatte üher das Gesetz gegen die Preistreiber der Minister für den Wiederaufbau Sir Austland Geddes mitteklte, daß das P a f s i v u m d e r englischen Handelsbilanz nach den Ziffern des vergangenen Monats berechnet, 22V, Milliarden Franks im Äahre erreichen müßte. Die Anregung des Außenhandels fei daher.. von größterNotwendigkeit. Sie fei aber nur möglich, wenn die A r b e i t e r nicht das Gefühl h a b t n, für' die Bereicherung einiger weniger Lwte zu arbeiten- Der parlamentarische Sekretär des Handelsministeriumhat im Unterhause erNärt, daß die Kohtenproduktion in der letzten Juli. Woche 2>/, Millionen Tonnen gegen 4,800,000 Tonnen in der 'entsprechenden Woche des Vorjahres betrug. , Abgeordneter H o u st o n stellte die Frage, ob sich" die Regierung darüber Nar sei, baß die Verminderung deS Exporthandels daS Land rasch in den Ruin treibe. Der Handelssekretär gab zv, daß die Lage s e h r er nst sei. Ein Lufttransportunternehmen für Holland. / Wie das Korrespondenz-Bureau aus dem Haag ersiihrt. bcgmnen die Pläne sür die Errichtung einer Unternehmung für Lufttransporte in Holland feste Gestalt anzunchmen. Dg« 'große Konsortium Vi ck e v s Ltd. wird sich an dem Unternrhmen beteiligen. Das GrÜndungSkapital soll zehn Millionen Gulden betragen. DaS - Unternehmen wird die Passagier- und Postbesörderung innerhalb Hollands bewerkstelligen. Die neue Nationalbank Jugoslawiens. Aus Belgrad wird gersteldet: Im Monat September laust die Konzession der privilegierten Nationalbank ab. Rach den .Statuten müßte die Bank ihre Tätigkeit einstelleN. wenn nicht in» frun'ffjcn der Gesetzentwurf bezüglich der neuen Rationalbank deS .Königreiches 3, H. S. angenommen wird. Deshalb wird sofort nach Eiuberusung des Parlaments,.unmittelbar nach der Bildung der n.enen Regimmg, über den Gesetzentwurf betreffend die Gründung der, neuen N a t.e o n a l b a n k verhandelt werden. Außerdem wird das Parlament viele unaufschiebbare Fragen $u erledigen haben, so zum .Beispiel das Gesetz betreffend die K r i e g s g e w i n n st e u e r.. l.'66vi Isiiiis! aiitir iinnkpsiriiä^U. Transaktionen. •; Ijeflennahnr« v. Gel(JüinlaQen. Ausgabe v. £iniagä~ büohfern. Ueiiernahme v. Vermößensverwaltunüen to jrfj Fll'alo Mn. I. Wippljriijßrsiiassfi 24 -£S t Telephon 123tü. 18296, 1-408 kor,to>Bank-A. 8. Warenabteilung. Export von Serienmöbeln und laudwv Geräten. Import von deutschen Heizmaterialien etc. m

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