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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-12 · Heft 203 (12.8.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 203 (12.8.1919)
Date
1919-08-12
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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I f Seite 6 Wien, Dienstag ------:—-- * Die zionistische Sektion „Innere Stadt" veranstaltet Donnerstag den 11. d. M. unr '/.7 Uhr abends im Ca!e Drücket (Souterrainlokals erneu Vorirag des Herrn Huao 'S ojko über: „Die Möglichkeit einer Auslese Ulf Palästina". Vorher Diskussion über den Dr. Wmclsitz'Vorlrag: „D>e jüdische Bolksgemeinde". Gäste willkonnnen. Euiiritl frei. * Anbehobene poftlaflerndo Wertsendungen. Das Postlageramt Wien bat eme endlose Sen-> von Verze.chinsseu unbestellbarer eingeschriebener Briefe ^ri veröffnnlichen begonnen, die in den ersten Monaten dieses Ialues unneist ans nnganschrn Gebieten der Adressaten abgegangcn und. die t?mals non dort vor den von allen Seiten eindlrügenden Ivmioiisarmeen gcstüchlet waren und an die hier die Zustellung nicht erfolgen konnte. Die Sendungen enthielten auch große Men.gen von G e l d und anderen Wertsache n. Da sich auch die Abiender nicht meldeten, verlantbart das Postlagcramt, daß es binnen n M o n a t e n z u r V e r ä u ß c r u n g der Sanunlungen schreiten müßte. Bargeld kann noch nach drei Jahren von den rechtmäßigen Eigentümern angebrochen werden. * Fahrkartenausgabe für die Schnell'üge Wien-Warschau bezw. Krakau. Vom 4. Aiigust angcfaugen gelangen im Stadtl'urean der d.-ö. Staatsbabnen, l. Körnto erring 11. ii'tr den jeden Mittwoch, Fa einig mb Samstag mn 12 Nbr nnttags abgehenden Schnelläug Dien,;ff'ordbalniho' Warschau berw.Krak-ni lEntenterugV Fahrkarten l. m;b II. 5tlasse >n bcschrät'.llcr Anzahl zur Ansgabe. * Wohnunci s?inbrr.«ck?. Ai» 10. d. nachts, wurde die Wohnung des Kaiffmamns Js'd.>r Hocow r-, >., Rndolt-vlatz 1, erbrochen. Gestab'cn irnnden Juiveten, Kl idnngsftiicke, Wäsche und Schiihe Mi Werte von K lf.OO. * Anfall. Durch Sturz beim Spiel nächst der Milnärschießüätte verletzte sich gestern abends die 17jährige Notariaisbeamtui Erna K o h n. X.. Seneieldttgasir L8 wohnhaft, gm rechten,Fuße schwer. Sie wurde von der Nrttungsgrsellschast ms Rudolfsspital gebracht. * Selbstmord eines Salzburger Hoteliers. Ans Salzburg rynd gemeldet: Ter hiesige Hotelier und Gasthausbesitzet: Johann Bacher hat irr der Billa seines Schwiegersohnes Selbstmord, verübt. * Ei« mntmasrlicher Raubmord. Am 7. d. wurde in Kirchschlag ein Mann ermordet ausgcfünden. Es handelt sich vermutlich um einen Raubmord. Der Mann hatte einen Brief bei sich, der ans NagySzent-Mihaly stammt, das Datum des 18. Juni l. I. und die Unterschrift „Sztehlo Jenö, Wien, Bayerischer Hof, Taborslraße Nr. 39, 2. Stock" trägt. Ans dem Inhalte des Briefes geht hervor, das; der Adressat cm u n g arischer Flüchtling ist. Er ist am 7. d. vormittags in Begleitung eines Mannes gesehen worden, von dem eine Personsbeschreibrmg vorliegt, der zufolge er e-wä 30 Jabre alt, mittelgroß ist und mir grauem Hut mit schwarzem Band, grauem Jivilrock, grauer langer zerrissener Hose bekleidet war. Er dürfte der Sprache nach Ungar fein. * Gilt falscher Soldatenrat. Der Betriebsaibesterrat der Jentraltransporileitung des liquidierenden Kncgsministeriinns ersucht uns um Ausnahme folgender Warnung: Es treibt sich ein gewisser Arnold Fiiedlander, angeblich Redakteur, sälschlicli als 'Soldatenrat der Zentraltransportleirnng des lmu.dicrettden Kriegs- Ministeriums herum und lockt nachgeimeicnermann verichtedenen Personen ans Grund ungültiger Legitimationen Geldbeträge heraus. Es wird gebeten, Obgenannten im Betretungsfalle sofort verhaften zu lasten. ___ Die Euqreete über Ladenschluß und Sonn.Lagkruhe. Gestern vormittags fand int Sihiliigssaate des GevreiirderateS die ans vier Tage anberauintc Enquete über Aenberilngen der Ladeiischlns;-- und Sonntagsruhe-Novelle statt. Die Beratitngen eröfsnete Bürgermeister Neu m ann m.it einer kurzen Ansprache, worauf Magistratsselr-stf.r G sch ladt über die Bestiinmungen hinsichtlich des Ladenschlusses referierte. Der Referent gab eine Rekapitulation der Gewerbeordnung aus dem Jahre 1985, die bezüglich des Ladenschlusses durch Gesetz vom 14. Jänner 1910 dahin geändert wurde, wonach Hilfsarbeitern im Handels-, Speditions- und Warenverschleißgeweröe der Produktion eine Mindestruhe von 11 Stunden, den Kutschern eine solche von 10 Stunden, ferner allen eine anderthalbstündige Mittagspause eingeränmt witrde. Hierin geht die Novelle vorn 15. Mai d. I. weiter, indem diese Bestimmungen auf alle Angestellten im Sinne des Handelsgehilfengesetzes und beim Spediteursgewerbe auch aus die Comptoire und Magazine bei gleichzeitiger Artsdehnung der Ruhezeit auf 12 Stunden ausgedehnt wurde. Gleichzeitig wurde die elfstündige Ruhezeit für den Kleinhandel, auch mit Lebensmitteln statuiert. Tie Sperrstunde beim Großhandel, bei Verkaufsniederlageu der Erzengungsgewerbe, bei Bermitttungs-, Kommissionsgeschästen und beim Speditionsgewerbe wird auf 6 Uhr, beim Kleinhandel mit Lebensmitteln, beim Kleinverfchleiß der Lebensmittelerzeugung wird der Ladenschluß auf 8 Uhr abends, bei den übrigen Klein!)andelsgewerben,, auf 7 Uhr festgesetzt. Vor 5 Uhr morgens darf nicht geöffnet werde«. Die Novelle bringt also den Ange st eilte« eine St un d e R u h e m e h r. Den Gegenstand der Beratung bilden jene Ausnahmen, zu deren Festsetzung die Landesregientng ermächtigt ist. Bei der schriftlichen Rundfrage in den beteiligte« Kreisen wurden von 200 Fragebogen bloß 70 beantwortet, weshalb die Einberufung der Enquete erfolgte. Die erstatteten Dovschlüge gehen sehr weit auseinander. Das Marktankt schlägt vor, die Sperrstunde mit Ausnahme der Lebens- Mittel-, Naturblumen- und Papierware«verschleiße Ln den Monaten November, Jänner, Februar, März, April, Juli August au f 6 Uhr zurückzuverlegen. Die Arbeitnehmer fordern ziemlich übereiustiinmeud den 6 Uhr- Ladenschluß, ausgenommen für Lebensmittelgeschäfte, die bis Whx vsienhalten sollen. Biel weiter gehen die Vorschläge Wiener MorgenZeLLung 12. August 19J3 5tt. "Äto ZRdisBb 911 inner uttb grauen! Reklamiert euer Wahlrecht Zum Jüdischen NaLMnslrat für DeuLschöfterreich! Wahrber'echLigt ist jeder Irrde ohne Unterschied des Geschlechtes, der sich zur Mischen Nation bekennt und Lus 29. Lebenswahr überschritten hat. / Anmeldung zur Eintragung in die Wählerliste im Bureau des Nationalrates: Wien, II., Taborstr. 20« der Arbeitgeber auseinander, da fast jede Branche andere zeitweilige Attsnahmou verlangt. In einem Briefe der Gewerkschaftsorganisation Deutschösterreichs wurde betont, daß die Interessen der Arbeiterschaft in der Frage des Ladenschlusses und der Sonntagsruhe allen andere« I n te r e s s au' der. Ge-, tverbekreibendeit und sonstigen Faktoren vorangehen müssen. 9!ls erster Experte sprach der Obmann der Handekseehilsen, Abgeordneter Karl'Pick. Den Einwand, baß durch cin längeres Offenhalten der Geschäfte de^ notwendige Wiederaufbau ermöglicht werde, weist Nednsr als völlige Ueberschätznng zurück. Ausnahmen sind nicht vom gewerblichen, sondern nur vom Standpunkte deS Publikums festzulegeu, und nur dort, wo ein Bedürfnis des Publikums nachweisbar besteht, würde er sich zur Einigung über ein längeres Ofsenhalten verstehen. . Besserung der Gesundheitsverhältnifle Wiens, Nach der vorübergehenden Verschlechterung in der Borwoche scheinen nunmehr die Gesundheitsverhältnisie der Stadt Wien einer c n r sch i e d e n e n B e s s e r n n g entgegenzugehen. was wahrscheinlich auf die milde, nicht allzu Heine Wütcrungzurückznfghreg ist. Die Sterbeziffer aus 1000 Einwohner mit Ausschluß der Ortsfremden.und der Personen uuhekannten Wohnorte betrug in der 28- Jahreswoche nur 14'4 gegen 19'$ in der Vorwoche und 17'8 zur gleichen Feit des Borjnsn cs. Es tst dgliev seit Monaten dns erstemal bic Sterbeziffer -kleiner gewesen als zur gleichen Fest.des Borjahi es. Dre Futzballsprele vom Sonntag. D o n a u'st a d t-^W. A. C. 1 : 1 (\ : 0). Die-- Erstklaffuun mnßten sich gehöri« ürcckeii. um der drohenden Niederlage zu entgehen. Die Torschützen waren Blaschek und Dürrschtttidk. ' . . . Der S i m m e v i nger S p.- C l. schltig die R e int w c g e r S p.-B. bei der E'.vffmiüg ihres neuen Sportplatz s übetlegen 0; o (e : r- Die A d nt t x o begann ihte Erstklosiigkett mit einem verlorenen Spiel gegen H e r t h a.' Diese führte bei Halbzeit 4 : 0, das Endresultat war 5:2. Stafettenlaus „Quer durch Wien". Dieses populäre Ablöielaufcn tonnnl am 2ck. September zur Dtiichjührung. Das Lauten gelangt out der Strecke Wcftbahn- Hof — Glinergaffe — Mariahilfei uraße- Getretdemarkt- Friedrich« firaße — Schwarzenbcrgplatz -Kolowratrmg — Kaiser Wilhelmsi ng — Stnbenrmg — Marxergasse - Sophtenbriicke — W. A- E.- Blatz. das ist zirka 7 Kilometer, zur Austragung. 15 Läufer bilden eutc Stafette. Folgende Klassen gelangen zur Austragung: 1. Leichtathleten l. Mannschaften; 2. Leichtathleten U. Mann, schatten; 3. Fußballvercine; 4.,Vereine, die Leichtathletik als N.wcnfport betreiben; 5. M.litäcisckie Formationen; 6. Aibeiter- Spoit- und Turnvereine; 7. Mittelschulen. Alißerdem wird für die beste Provuizmannschast aller Vereine ein Sonderpreis ausgejetzt. ' Nachdem am selben Tag ans derselben Strecke ein Gepäcks-' marsch für Volkswehrleute ftaufinbet, wird der Oe. L. V. versuchen, diese Veranstaltung gememsam mit bent Verband der Arbeiter- und Soldaten-Sportvereine und dein Netchsbildungsantl des Staatsaunes für Heerwesen zur' Durchführung bringen zu können. . Die HsrbftLerminlists der Mischen Sportvereine. Die Auslosung der Meisterschaftsspiele ist nunmehr in allen Klassen du' chgeführt. Der Sportklub H a k o a h, dessen Terntinliste wir übcigens bereits veröffeutltcht haben, spielt m der H. Klasse, die , Bereute H e ch a w e r. UnitnS. itnb K ntmiu sind in die IV. Klaffe, Gruppe Nordost, emgetctlt. Dir Tenninliste lautet: 2 4. A u g u st : Nußdorf-Hakoah; 7. September: Nomania—Kadima, Armania—Hechamer, Unitqs—-Sporlfremtdc; 14. September: Sturm-Hakoah, Hechawer—Romania, Kaiscrittühlen—Anitas; 28. September: Hakoah- Oltakring, Nnitas—Tppographta^ Columbia—Kad'nna; 12. O ktob er: Wr. .Sportfreunde-Hakoah, Kadima—UuilaS, Hechawer—Columbia; 19. Oktober: Vorwärts—Hakoah, llnitas—Ober-Sl. Veit; 2 6. O k t o b c r: Vorwärts—Hakoah, Unitas—Hechawer, Sportfreunde—Kadima; 1. N o v e m b e r: Bakoah—Blue Star, Victoria—Unitas, Hechawer—Sportfreunde, adima-Katsermühlm; 9. November: Slovan—Hakoah, Unitas—Armania, Hechgwer—Kaisermühlen, Thpographia— Kadima; 12. November: Hakoah—Ostmark, Hechawer— Typographia, Romania—Unitas, Kadima—Bewegung; 16. November: Wr. Bewegung—Hakoah, Kadtma—Hechawer; 3 0. N o v e m b e r: Hakoah—Donaustadt, Btctoria—Kadima, Columbia—Unitas, Hechawer—Bewegung; 7. D e z e m b e r : Cricketer-Hakoah, Kadima—Armania, Hechawer-Vtctoria, Bewegung-UnitaS; 14. D e nntber: Hakoqh-Germania; 21. D ezemb^er: Hakoah—Red Star. Der M, T. K. iveilt mff der Durchreise wieder in Wien und dürfte am Freitag gegen den W. A. F. ein-Wettspiel anstragen. Sportkl«b Hakoah. Heute ab 5 Uhr obligates Training der I. und II. Mannschaft. Die Ernährung. Ein Generalstreik der Approvisioniernngs» gewerbe? Gegen das Rvckrfackverbot.' Beim Landeshauptinann Sever erschien heut? eine Ab^ vrdnuilg der Wiener Approvisionierungsgewerbo, tve'.ci»? eiue Eingabe bezüglich der Lebensmiitelbelieferirng überreichte. Diese (Angabe an die Landesregierung hebt hervor, daß durch das' Verbot des Rncksackverkehres alle ApprovisionievungSgewerbe, insbesondere die Hoteliers, Gastwirte und Kaffeesieder auf« das empfindlichste getroffen werde». Diese Gewerbe seien ■ bisher vom Staate mit Lebensmitteln entweder gar nicht oder vollkommen unzureichend beliefert worden und hätte« die Ernährung eines groß«: Teiles der Wiener Bevölkerung bisher nur auf dem Wege durchführe» köunen, daß fie sich die mangelnden Lebensntittel auf dem Wege deS Rucksack- Verkehres zu beschaffen wußte» und müsse daher entweder eine ausreichende staatliche Zuweisung von Lebensmitteln oder cüte entsprechende Aenoerung des Rucksackverbvtes Platz greifen, wenn nicht als notwendige Kouseaueuz der bestehenden Verhältnisse sich die Sperrung eines großen Teiles des Approvisionier n n g s g e w e r b e s Herausstellen soll, ^welche nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die große Zahl der in diesen Betrieben beschäftigten Arbeiter geradezu katastrophale Folgen heranfbeschwören müßte. Die Eingabe verlangt schließ- 'uch, daß im Falle der Aufrechihaltung des Rucksackverbotes die staatliche Belieferung der ApprovisionierungSgewerbe mit Lebensmitteln sichergestellt und LehnfS praktischer Durchführung derselben je ein Mitglied der Approvisivnieruugsgewerbe als Experte in das staatliche Ami für den ErnäArungsdiettst einbe^rfen werde und lehnt für den Fall der Nichfberstrksichttgung die Verantwortung für die enHehenden Folgen mft aller Entschiedenhett ab. Landeshauptmann Sever erklärte, daß der Rucksack- Erlaß die notwendige Konsequenz der von einigen BezirV- Hauptmannschaften verfügten einseitige» Vorschriften dorst^lle. Er sei. sich her Tragweite dieses Verbotes voll bewußt, doch fei bei der gegenwärtigen Sachlage und de« verschiedenen Wünschen der Bevölkerung kein anderer Ausweg übriggeblieben. Es werde übrigens am Dienstag eine Konferenz der kompetewten behördlicher Stellen stattfinden, deren Aufgabe eS fein wird, die aus den Bestimmungen des Rucksackverbotes entspringenden schädlichen Konsequenzen durch geeignete Maßnahmen zu Paralisieren. Die Abordnung erklärte, daß sie de« Wunsche deS Landeshauptmannes Folge gebe« und mit der Ernleitnug weiterer Schritte bis zu einer Stellungnahme djeser behördlichen Konferenz abwarten wolle, sie machte jedoch kein Hehl daraus, daß die Situatton eine äußerst gespannte jei und daß diese Eingabe den letzten Versuch darstelle, «rf dem Wege des Petitionierens Abhilfe zu erlangen. Es ist bemerkenswert, daß in Angelegenheit der Ernähruttgssragen die Genossenschastsmitglieoer der Approvisivnierungsgewerbe die solidarische Unterstützung ihrer gesamten Gehilfen- und Arbeiterschaft, welche etwa 70.000 Köpfe stark ist, finden. Es wird erklärt, daß die Behörden sich darüber nicht unklar sein dürfen, daß die beteiligten Geiverbekategorien bei Nichterfüllung ihrer berechtigten Forderitngen ntit einer straff einsetzenden Aktion aus ihrer bisherigen Passiven Haltung herausgehen werden. Die Approvisionierungsgewerbe seien weit entfernt mit einer derartigen Aktion, einen nicht unbedeutenden Teil der Bevölkerung zu treffen, sie wollen vielmehr die Interessen dieser Konsumenten gegenüber bei; Behörden wahren, um z>; erzielen, daß in Hinkunft für die Gasthausbetriebe nicht mehr die Schleichhandelspreise maßgebend sind, sondern auf Grund ««&- reichender staatlicher Belieferung der Gastgewerbe endlich d-" notwendige Abbau der Preise erzielt wird. Der Marktbericht. Die Beschickung der Grünwarenmarkte hält sich in den letzten Tagen in knapperen Grenzen als dies wünschenswert wäre. Auf dein Hquptmarkt, dem Naschmarkt, waren Sonntag überhaupt keine frischen Zufuhren zu verzeichnen, mit der gestcigen Ankünften konnte das Auslangen so ziemlich aefnnder werden. Auf dem Markt-in der Biktualienhallc \w •III. Bezirk waren gleichfalls keine frischen Vorräte emaetroffer und es konnten nur die vorhandenen Reste der Vortage avgegebcr werden. Unter den gestrigen Zufuhren des Naschmarktrs befanden sich wieder neben Zwiebeln Wafferriiben aus der Tschecho« Slowakei. Große Anstellungen gab es um Eterschwämme, die in geringen Aiengen ans dem Naschmarkl zu K 7.60 pro Kilogramm angeboten waren. Als Neuheit konnte mau beobachten, daß getrocknete K a stauten als Ers atzfürKartoffeln, das Kilogramm zu K 10.—, gern gelaust werden, Obst war auf dem Naschmarki durch Südtiroler Äepfel, Birnen und etwaö Heidelbeeren vertreten. Die G r o ß m a rck i b a l l e hatte fast gar keinen Ver» kehr aukiuveisen. Angeboten waren gepökeltes Rindfleisch und geringe Mengen von Wrichwürsten. Die Verhültnifse «uf den Wiener Märkten. Die Korrespondenz Wilhelm meldet: Seit einiger Zeit herrscht un n den Klemverschletßern auf den Wiener Mürktm darüber Erregung, daß die von der Gemüse- und Obst-Bertetlungöstellc dorthin gebrachten Waren nur an solche Kleinverschlctßer ab- , gegeben werden sollen, die einer besttitintten Organi'atlv» angcbören. Demgegenüber stellt die Vertcilnngsstelle fest,, daß die Waren an alle KleinversMether ohne Rücksicht auf die Angehörigkeit zu irgendeiner Organisation gleichmäßig ansgekeill werken. Die Verteilung werden die von den Kleinverschleißerv demnächst zn wählenden Vertrauensmänner vornehmen, deren Vor- 1Ü7':n."u sich jeder Kleinverschleißer unbedingt zu unterwerfen ha'. Gleichzeitig wird rin Schiedsgericht aus Klc.nvc.schletstern gebildet, welches in Streitfällen unter unpartetischev Vorsitze entscheiden wird. Abgabe von Frühkartoffeln. Dienstag und Mittwoch werden im XX. Bezirke und Mittwoch und Donnerstag un V., X., XII., XV., XVI. und XVII. Bezirke Frühkartoffeln, und zwar Vr Kilogramm Pro Kopf'gegen Abtrennung deS Abschnittes der Kartoffelkarte abgegeben. Rudolf Feldschuh, ll.« Praterstratze 54. Zucker, abgabe für Juli, Tee, Kakao, Schokolade, Stollwercks Znckerwaren, Oelsardinrn usw. Geöffnet von 8 Uhr früh bis 8 Uhr abends. Mitteilungen dev „Rohö". ^Hruts, Zentralmagazin, VM. Bezirk, Piaristengaffe 19 r Abgabe von Sardellen in Oel, Kümmel, Franckkaffee, Milchfchokolade. Kavtoffelwalzarieß. Backpulver von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. -!U., m. Xllf., XVNl. Unb XlX. Bezirk: Salzberinge, Sardellen in Oel, Kartoffklwalzgrietz, Milchschokolade, diverse Kleinigkeiten von 8 bis 12 Uhr und von 8 bis 5 Uhr. — Il„ IV* IX., X„ XVII. und XXl. Bezirk: Geschloffen

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